Japanischer Schwerer Kreuzer - CHIKUMA - , Tone-Klasse, 1:200

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    • Hallo Thomas,
      was für eine S..arbeit! Ich habe ja schon einige osteuropäische Modellbögen auf die Wasserlinie modifiziert und bin der Weise vorgegangen, die Nick beschrieb.
      Allerdings hatte ich auch auf 1:250 herunterskaliert, weshalb kein LC-Spantensatz zum Einsatz kam. Da war das Problem der Spalten in den Spanten einfach dadurch zu lösen, daß ich die Vorgaben ignorierte und die Spalten passend neu anlegte.
      Die Operation war zwar wohl mühsam, ist Dir aber gelungen.
      LG
      Kurt

      Meine Untaten

      Wenn Regierungen versprechen, sich an die Regeln zu halten, und sie dann absichtlich verletzen, ist das kein Unvermögen. Das ist Betrug!
      (Hans-Werner Sinn)
    • N'Abend Fraunde,

      @Nick, Robert, Alexander, Gerhard und Kurt:
      Herzlichen Dank für Eure Anteilnahme, das Gemetzel was wirklich nicht ohne!

      Aber:
      Alles hat gut geklappt. Der Rumpf hat sich nicht im Geringsten verzogen. Nach einem kräftigen Schliff untenrum habe ich die "Dame ohne Unterleib" erstmal satt in UHU-simpel gesetzt, und zwar auf den guten HMV-Karton, zwecks nachträglicher Bildung einer Grundplatte.



      Nach gründlicher Trocknung wurde der überschüssige Karton knapp abgeschnitten, die Kanten gesäubert und verschliffen.
      Nun endlich kommt das Schiff tatsächlich als Wasserlinienmodell in Fahrt, hat ja auch lange genug gedauert!

      ....und ab dafür! rollen1
      Vergammelte Werke
    • Zwar ist der Rand der für das Spantengerüst verwendeten Finnpappe rund 1 mm stark, jedoch habe ich auch schon bei früheren Modellen einen zusätzlichen Kartonstreifen Höhe Wasserlinie angebracht. Das hat sich bei der Anbringung der Bordwände sehr gut bewährt.



      Und auch an der Deckskante habe ich solch einen Streifen angeklebt. Wobei der Streifen gen Bug aufgrund der ausgestellten Bugform unterhalb der Deckskante angebracht wird. Den Übergang werde ich so schleifen, daß er unsichtbar wird.



      Und wieder muss alles trocknen.
      Morgen kommt die erste Farbe aufs Schiff!

      bis denne
      Tommi
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    • N'Abend Freunde,

      @Nick & Fritz & Hagen:
      Die Operation hat mir auch ziemliches Herzklopfen bereitet.....und die Wasserlinie ist schnurgerade geworden.

      @Alexander:
      Diese zusätzlichen Streifen bieten durch das separate Ankleben oben und unten sehr scharfe Karten. Das ist mit den üblichen Klebelaschen nicht zu erreichen. Deswegen schneid ich die stets ab. Eine genügende Klebefläche für die Bordwände halte ich aber doch für wünschenswert, daher die Hilfsstreifen.

      @Kurt:
      Der über 1 m Rumpf liegt tatsächlich so plan, daß er sich an der Glasplatte ansaugt. Trotzdem beschwere ich das Spantengerüst in den Ruhephasen, so lange es geht.

      Sodele, nun kommt die versprochene Farbe an's Modell.
      Die Frage war bloß: Welche...... denk1
      Ich versuche immer, mich an den Baubogenfarben zu orientieren.
      Die müssen aber nicht zwangsläufig historisch korrekt sein. Tamiya hat speziell für japanische Kriegsschiffsmodelle Acrylfarben entwickelt, z.B. "Sasebo-Grau" und andere. Leider finde ich die Tamiya-Farben schichtweg schlecht.....schlecht zu streichen, schlechte Deckung....ist meine persönliche Meinung.

      Der Leichte Kreuzer SENDAI erhielt seinerzeit einen Anstrich mit Revell Aquacolor Nr. 47 - Mausgrau -was der Baubogenfarbe am Nächsten kam.
      Beim Schweren Kreuzer CHIKUMA sieht das allerdings anders aus..... mafia1
      Eine Grauton-Auswahl zwischen dem bereits erwähnten Mausgrau, dem Geschützgrau Nr. 74 und dem Mittelgrau Nr. 43 ergab, daß das Mittelgrau am Besten passte.
      Also wird das die Grundfarbe des Kreuzers!

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    • Und zum Schluss für heute erhielt die Papierschicht an Deck einen Mittelgrauen Rand.
      Der ist deswegen wichtig, da ich die Decksteile vor ihrem Aufbringen auf die Decksplatten von ihrem grauen Rand befreien werde -
      Auf diese Weise erhalte ich einen 3-D-"Wassergraben" rund ums Deck.
      Ich habe für die Deckschicht extra dünnes 80g-Papier genommen. Zum Einen erhielt ich eine glatte Grundschicht, zum Anderen kam ich nicht so hoch, wegen der Bordwände.



      Aber bis dahin darf der Rumpf weiter unter Beschwerung ruhen.

      bis denne
      Tommi
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    • Hallo Tommi!
      Die Farben von Tamiya sind für den Kartonmodellbau nicht geeignet. Tamiya hat seine Farben für den Plastikmodellbau entwickelt, das funktioniert am Karton nicht.
      Für meinen Japaner habe ich Acrylfarben verwendet, sind für Karton besser geeignet. Man soll auch mehrere Schichten auftragen um eine optimale Deckung zu erreichen.
      Beim Farbton habe ich die etwas ins blaue gehende Tönung genommen. Die Lichtverhältnisse im Pazifik waren graublau.
      Hänge mal eine Farbtafel der japanischen Marine dran. Vielleicht kannst Du damit was anfangen.




      Mit Gruß,
      Nick
    • Hallo Thomas,
      Deine Methode den Wassergraben darzustellen finde ich recht interessant. Bei Modellen mit einem Blinddeck, dürfte das eine probate Methode sein.
      Es überrascht mich etwas, daß der Bogen das nicht vorsieht. Es gibt da ja einige GPM Modelle, die den Wassergraben in der Konstruktion berücksichtigt haben.
      Udos Nassau berücksichtigt übrigens den Wassergraben. Dafür hat er einen Orden verdient.
      LG
      Kurt

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      Wenn Regierungen versprechen, sich an die Regeln zu halten, und sie dann absichtlich verletzen, ist das kein Unvermögen. Das ist Betrug!
      (Hans-Werner Sinn)
    • N'Abend Freunde,

      @Curmudgeon & Nick:
      Tamiya-Acryl-Farben sind zwar tatsächlich erstlkinig für Plastikmodelle entwickelt worden, aber das sind Revell-Aquacolor-Farben auch.
      Entscheidend ist, daß es sich um Acryl-Farben handelt, und die vertragen sich trotz Wasserbasis eigentlich recht gut mit Karton.
      Voraussetzzung ist mageres Streichen, lieber 10 Schichten dünn als 1 dick.
      Unser Modellbaufreund Günter Schmidt, Experte für japanische WW II-Kampfschiffe, hat bei seinen Modellen durchweg die speziell für die Kaiserlich-Japanische Marine bestimmtenTamiya-Farben verwendet und sie mir seinerzeit dringend nahegelegt.
      Ich hab das auch versucht, mit sehr negativem Effekt, denn Tamiya-Farben weisen nur eine ziemlich geringe Pigmentdichte auf, so daß man sie tatsächlich versucht ist, die dicker zu streichen, als dem Karton gut tut. Das Ergebnis ist.... naja.... lala1 ....eben nicht so meins! dagegen1
      Mit Revellfarben hatte ich noch nie Probleme, obwohl viele auch dadrauf schimpfen. Sie decken gut, lassen sich sehr mager gut ohne Pinselspuren verwuscheln, so daß eine homogene Farbschicht entsteht, und vertragen sich mit Karton, vornehmlich dem HMV-Karton, allerbestens! So hat eben jedes Tierchen sein Plaisierchen, Pinseln von Kartonmodellen ist allerdings auch Übungssache! grins 1
      Soll heißen:
      Anfänger = Finger wech.....oder eben klein anfangen.....nicht wie mein Neffe gleich mit 'ner HMV-Bismarck! zwinker1

      @Günter:
      Herzlich willkommen, so ganz viel ist ja eigentlich noch nicht passiert..... lala1

      @Kurt:
      Ein Wassergraben ist ein einfach herzustellendes, jedoch sehr effektives Detail. Manche Konstrukteure haben dies erkannt, und wenn dies bei Udo's SMS NASSAU auch berücksichtigt wurde, umso besser! danke 2

      Sodele, nun ging's endlich wirklich an bedruckten Karton, die laaaange Back stand an:

      Sie besteht aus zwei Decksteilen. Der vordere Teil bleibt grau, weist aber auch Befestigungsstreifen der Decksplanken auf.
      Beim Leichten Kreuzer SENDAI hab ich die Messingleisten des Deckslinoleums mittels eines feinen Goldlackstiftes nachträglich aufgebracht. Dort waren diese Linien sehr schwach ausgepägt gewesen.
      Bei dem CHIKUMA-Baubogen ist dies ganz anders. Die Leisten sind farblich zwar eher etwas zurückhaltend, sind jedoch scharf gezeichnet und weisen jedoch sogar eine Nietung auf.
      Da lass ich meinen Goldstift schön stecken, besser gehts nämlich nicht! cool1

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    • Das Ausschneiden der Decksteile war sehr entspannend.
      Eneeendlich mal wieder richtig schnibbeln.....das hab ich bei meiner voll gelaserten HMS ALERT wirklich vermisst!!!
      Der vorhandene, ca. 1mm breite graue Rand wurde vollständig entfernt, entsprechende Aussparungen ausgeklinkt. Vor allem am Bug wurde es "kurvig".





      Die Decksteile weisen an der Stoßkante eine kleine Verschachtelung auf. Wie man sieht, ist die Passform nach dem Ausschneiden hervorragend!
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    • N'Abend Freunde,

      @Christian, Alexander & Fritz:
      Vielen Dank für Eure netten Kommentare! danke 2
      @Kurt:
      Die Grafik ist wirklich klasse. Ich hab mir ohnehin vorgenommen, nicht mehr ums Verrecken alle Kleindetails nachzubauen, wenn sie als Grafik fein genug, oder sogar besser sind als nachbaubar.

      Weiter ging's an Deck:
      Die beiden hinteren, großen Teile waren auszuschneiden.
      Das achtere Teil wies an den Rändern so einige Ecken auf, die auszusparen waren.



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    • Nun habe ich mal alle Decksteile aufgelegt und mit einer Stecknadel fixiert.
      Das Ergebnis war, daß ich hinten einen Überstand von einem Millimeter hatte......aber der war rasch beseitigt. Rundum bekam ich nun einen schönen, gleichmäßigen Wassergraben.





      Auf den Fotos ist gut zu erkennen, daß die Back gut mehr als ein Drittel der Rumpflänge aufweist.
      Die ausgesparten Reste des Achterdecks heb ich erstmal auf, denn da sind einige Abgrenzungen auf, die ich, wenn das Deck fest aufliegt, mit dünnem Draht nachbauen muss.



      bis denne
      Tommi
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    • N'Abend Freunde,

      prima, da können wir ja nahtlos dort weitermachen, wo ich aufgehört hatte!
      Dachte ich..... frech 4

      Da die Schiffsdecks üblicherweise die einzigen Bauteile sind, die bei meinen Modellen unbemalt bleiben, stand zwecks UV-Schutz eine Lackierung mittels Spraydose mit Marabu matt an.
      Ich hab die Dose schon einige Zeit, sie war aber noch mehr als halbvoll, also schien alles gut.
      Ein paar Probesprühstöße, dann hab ich die Decks eingenebelt. Ich kannte mich ja aus, hab ich schon öfters gemacht... kippe1

      Und dann kotz1 .....fing diese blöde Spraydose an zu tropfen!!! wut1
      Die meisten Tropfen gingen aufs Achterdeck, die konnte ich sofort restlos entfernen.
      In der Zeit hatten die Tropfen auf der Back aber Zeit zum Trocknen..... Böse1 ....das geht bei diesem Lack in Sekundenschnelle!
      Langer Rede kurzer Sinn:
      Durch großzügen Einsatz von Revell Aquacolor farblos matt konnte ich die Flecken fast unsichtbar machen. Wenn man weiß, wo sie sind, sieht man es natürlich, dort werden also später mal die üblichen Besatzungsmitglieder, Taurollen, Kisten o.ä. hinkommen.

      Schwein gehabt! frech 2







      PS:
      Die Fotos zeigen die Decksteile vor der Retuschierung!
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    • Nun wurden die vier Decksteile schön vorsichtig aufs Schiff geklebt.
      Als Nächstes hab ich auf dem Achterdeck ein paar Decksabtrennungen mit dünnem, gerecktem Draht nachgebaut, die durch das Entfernen des gedruckten Wassergrabens abhanden gekommen waren.
      Anschließend wurde der Wassergraben rundherum mit mittelgrau nachgestrichen, so daß eine saubere, geschlossene Deckskante entstand.

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    • Nun wollte ich mich um die Decksklüsen auf der Back kümmern.
      Die im Bauplan erhaben gezeichneten, ovalen Klüsen-Umrandungen waren jedoch weder im Baubogen, noch im LC-Satz enthalten, ja die Teile haben im Bauplan noch nicht mal Nummern!
      Nach 20 Minuten vergeblichen Nachsuchens (auch im DomBumagi-Bogen, der übrigens mit demn GPM-Baubogen bis auf die Farbtönung völlig identisch ist) hatte ich genug Zeit verplempert und ich hab einfach das Vorschiff kopiert.
      Ich brauchte allerdings ein paar Anläufe und Kopien, um aus dem unscharfen Bild ein paar regelmäßige Ovale ausstechen zu können.
      War 'ne ganz gute Übung!
      Die Klüsenwannen besaßen eine etwas merkwürdige Form und sollten gerollt werden..... kratz1



      Nach dem Rollen und Zusammenkleben war ich allerdings völlig konsterniert....denn wo sollten diese komischen Dinger denn hin? Sollen wohl die Kettenkoker im Anschluss an die Ankerklüsen darstellen.....würden dann aber irgendwie stumpf oben rausgucken!
      Der Bauplan schwieg sich geflissentlich darüber aus, Referenz-Bauberichte hab ich auch nicht.....



      Also habe ich zwei ganz einfache Wannen selbst gedengelt, angeklebt und nach dem stabilen Trocknen von oben mit Weißleim ausgefüllt, so daß innen eine weiche Rundung auftrocknen kann. Diese Arbeitsweise kannte ich, hab ich schon mhrfach angewendet.
      Dort werde ich dann eine Öffnung für die Ankerkette oder den Ankersteg stechen.



      Ist alles nicht so wild, denn die Wanne wird im Original durch ein ovales Gitterrost verschlossen.....was ebenfalls nicht im Bogen oder LC-Satz ist und somit auch noch selbst gedengelt werden wird!
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    • N'Abend Freunde,

      @Fritz, Tom, Günter Plath, Günter von der Rezat:
      Herzlichen Dank für Eure netten Kommentare!

      @Fred:
      Welcome aboard!

      Nachdem die Wannen der Decksklüsen auf der Back völlig durchgetrocknet waren, konnte ich sie passend pönen.
      Mit dem Stechen der Öffnung für den Ankersteg warte ich doch noch ein wenig, bis die Bordwände dran sind, und damit auch die Position der Ankerklüse feststeht.
      Laut meinem Kageroheft geht nämlich der Ankersteg durch die Ankertasche und die dortige Klüse direkt in die Decksklüse bis an die Decksoberfläche und ist erst dort an die Kette geschäkelt.

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    • Nun habe ich festgestellt, daß die Frontwant des Aufbaudecks zum Einen keine Klebelaschen unter aufweist.
      So dürfte es recht schwierig werden, die auch noch zweifach winklig, im Trapez gebogene Wand stumpf und exakt an der entsprechenden Position an Deck zu befestigen.
      Um dies problemlos zu ermöglichen, habe ich aus einer Deckskopie, zweifach verdoppelt, zwei Konterstücke für bb. und stb. ausgeschnitten und knapp an den Rand der Markierung geklebt.
      So dürfte die Aufbandwand auch unten der Markierung entsprechend gut zu befestigen sein.

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    • Bei probeweisen Aufsetzen musste ich aber feststellen, daß nach achtern hin entweder der Aufbau 1 mm zu kurz, oder aber die Decksmarkierung 1 mm zu lang war.
      Da ich auch unter Deck keine Blitzer haben wollte, hab ich erstmal die querverlaufenden Hilfswände verdreifacht.
      Reichte aber immer noch nicht..... kratz1



      Also hab ich mit Tamiya-Tape die Aufbau-Umrisse abgeklebt, mit Mittelgrau gepönt, und nun wird es garantiert keine Blitzer geben!






      Der kleine Aufbau mittig passte hingegen ganz gut, da braucht es solchen Aufwand nicht.

      bis denne
      Tommi
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    • Hei Tommi,

      saubere Arbeit mit Farbe und Pinsel.

      Die beiden Röhren sollten wohl die Auskleidung für die Verbindung vom Deck zu den Ankerklüsen an der Bordwand sein.
      Kenn ich vom Tegetthoff, sahen dort aber in der Abwicklung etwas anders aus.

      Liebe Grüße

      Wiwo
      In Bau: K.u.k.Tegetthoffklasse, GPM, 1:200 1:250 und 1:400
      Und hier: Alle meine Modelle

      "Pfeif auf BIO! In meinem Alter nimmt Mann alle Konservierungsstoffe die Mann kriegen kann!"