Flottentorpedoboot T 22, GPM 1:200

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    • Hallo zusammen!

      Und wieder geht ein wunderschöner... - na gut, Regen-Wetter-Basteltag - zu Ende

      Kurt, Stephan,
      als ihr eure Boote gebaut habt, waren wesentliche Teile der von mir verwendeten Literatur noch gar nicht auf dem Markt - Hinterher weist Du mehr! Ist also ein "Hinkender", wenn wir jetzt "Vom Bogen gebaut" mit "Vorher jede Menge Bildchen geschaut" vergleichen würden.
      Und Stephan,

      Stephan schrieb:

      Schon alleine das Wissen um die Funktionen der Baugruppen und die tiefgehende Recherche und Dokumentenlage.
      - das trifft es auf den Punkt. Du baust ganz anders, und in der Regel besser, wenn du weißt, was Du baust. Aber im Fortfolgenden kommen noch genug "Was-Auch-Immer"...- Teile. Und wenn ich wie Du mit diesem sehr komplexen Boot begonnen hätte, würde ich heute wahrscheinlich wieder Balsa fliegen...

      Fritz, so geht es mir, wenn ich auf Deinen Segler schaue frech 2 !

      Und, Günter,
      die gleich gezeigte Haube habe ich Deinem Baubericht Z 51 zu verdanken. Das hat bei mir die Gebetsmühlen-Nachdenkmaschine in gang gesetzt, und vor zwei Tagen hat es gezündet - aber nun weiter:



      Um gleich bei den W.A.I. = "Was-Auch-Immer" zu bleiben, die heute zusätzlich auf den Rohren angebrachten Strukturen - "Stangen" oder "Wellen" auf Böckchen erschließen mir nicht ihre Funktion. Auf den Zeichnungen könnten eine Art Kegelzahnräder zu sehen sein?
      Zumindest die Kurbel dürfte zum manuellen Drehen der Drillings gedient haben. Die dahinter, quer liegende Welle hat im Original außen ebenfalls so eine Art Kegelzahnräder.
      Im rechten Bild der Zustand, als wieder eine rote Lampe anging - ich hatte gerade die Inneneinrichtung vom Rohrmeisterstand vor.
      "Da fehlt doch noch etwas?"


      Genau, die Zieloptik!
      Zum Leeberecht Maas gegangen, und dem in den Vierlingssatz geschaut(gleicher Hersteller, gleiche "Epoche") - und da steht sie, die Zieloptik. Den restlichen Bogen und die bereits ausgeschnittenen Kartuschen durchflöht - Fehlanzeige...
      "Aha!" dachte ich mir, "das Ding hat bestimmt eine andere Baunummer".
      Den Bauplan gezogen, und - Nichts! Nada! Niente! Null! Janüscht! Kommt nicht vor. verlegen1
      "Vielleicht", so dachte ich mir, "hatte sich der Rohrmeister auf dem schnöden Drilling eine Kerbe in den Daumennagel zu schnitzen, und damit..."
      Nein! Vergessen haben sie es. haue 1 Genau wie den ganzen Klimbim, der noch auf die Brücke sollte(Peil-, Mess-, und Signalmittel). Und den ich auch noch zusammenfummeln muss...
      Was das soll? Ich kann es mir, insbesondere bei der sonst ja enorm tiefen Detaillierung dieses Bogens, nicht erklären.
      Also "Eigenmittel". Das Klöterteilchen seht ihr auf dem rechten Bild.



      Aber, Grund zur Freude: Nun gibt es sie doch, die - abweichend vom Bogen - Haube mit Plexiglaskuppel, die die Torpedoschützen vor Witterungseinflüssen schützen sollte. Wurde ab Mitte - Ende 1942 eingebaut, oder nachgerüstet. Die Haube ist eine Plister-Kapsel einer Tablette. Durchmesser acht Millimeter - real etwa 1,60 cm, dass passt. Ich habe die Haube nicht auf-, sondern eingesetzt, dass gibt nach oben einen sauberen Abschluss. Im Bild seht ihr schon den endgültigen Versuch, mit Weißleim festgesetzt. Der erste, mit Sekundenkleber, führte zum sofortigen beschlagen des Kunststoffs. traurig1
      Der Rahmen der Haube ist "frei" aus dem "Reserva-Bogen" geschnitzt.



      Bonbon: Die Pillenblase ist auch noch von bestechender Klarheit, und man kann endlich mal in einen Innenraum blicken. freu1
      Das gab reichlich Motivation, denn an dem Drilling gibt es noch reichlich zu tun.
      So, und mit den Bildern des nun zum zeitlichen Rahmen passenden Rohrmeisterstand verabschiede ich mich wieder.

      Westerwälder Grüße,

      euer
      box 1
    • Boxer schrieb:

      Um gleich bei den W.A.I. = "Was-Auch-Immer" zu bleiben, die heute zusätzlich auf den Rohren angebrachten Strukturen - "Stangen" oder "Wellen" auf Böckchen erschließen mir nicht ihre Funktion.
      Servus Robert,
      Das Gestänge ist Teil der gesamten Mechanik und diente wohl dazu das Gestänge längs der Mitte der Rohre in Bewegung zu setzen. Damit wurden offenbar Ventile geöffnet oder geschlosen. Die Torpedos wurden ja mit Druckluft abgeschossen - und diese Druckluft sollte ja nur in einer Richtung wirken... nach vorne.

      Ich bin richtig begeistert von diesen Torpedorohren. klasse1 freu 2 klasse1
      Grüße aus Oberbayern!

      Der Mensch braucht Ziele, nur müssen sie auch erreichbar sein.

      Gerhards Staubfänger
    • Hallo zusammen,

      und vielen Dank für die vielen positiven Antworten!

      Curmudgeon, geh` besser zum Apotheker, und verlange Rezeptfreies, Ärzten fehlt es manchmal an Humor...

      Gerhard, danke Dir - ein "W.-A.-I." weniger.
      Fritz, bei deinen jetzigen Fähigkeiten wäre ich mal seeehr gespannt auf ein Großkampfschiff... dafür1
      Und nun die Beichte:
      Selbst recht erfreut über das gute Gelingen des "Gewächshauses" hab` ich gestern(Abend...Nacht?!... verlegen2 ) nicht die Finger vom Torpedodrilling lassen können.

      Ergebnis:



      Erst kam das Rettungsfloß - war schon fertig, aus dem "Pendlerfundus" - wie vorgesehen, auf das Vorderteil. Das ging (dummerweise...)relativ zügig, deshalb schnitt ich noch "schnell" ein paar Trittroste aus feinem Ätzgitter... Und da der Drilling nun schon "fast" fertig war, beging ich kurz vor Mitternacht noch den Fehler, mal das Torpedomodell hineinzustecken...
      Und dann musste es weitergehen. Aus 1mm Kartonscheiben mit 0,5mm Evergreen-Zwischenscheibchen die Rollen an dem schwarzen "Dings" hergestellt, und dann einen Serafilfaden durch die Ösen gezogen. Hach, schön...
      (Das "Guten Morgen" der besten aller Ehefrauen hätte in einem Comic in einer gezackten Sprechblase gestanden...)
      Das schwarze "Dings" gehört zum Torpedoladegeschirr, leider kenne ich nicht die genaue Bezeichnung. In der Realität misst es etwa sechzig bis siebzig Zentimeter, und stellt im wesentlichen einen sehr flachen H-Rahmen dar. An dessen Enden sitzen Umlenkrollen, und am Mittelsteg ein dicker Zapfen. Dieser wird in die hohle Schraubenwelle eingeführt, und die Zugseile dann durch Rollen geleitet - siehe Bilder. Dann ging es mit "Hau-Ruck" hinein.
      Aber bitte nicht fragen, warum an dem mittleren Torpedorohr zwei Umlenkrollen sitzen, und an den äußeren nur jeweils eine. Auch kann ich nicht erklären, warum das Seil zusätzlich noch durch die äußeren Rollen läuft. Ich habe diese Aktion nach Bildvorlage nachgebaut, und bin mir nach Auswertung der mir zur Verfügung stehenden Aufnahmen nicht sicher, ob die Umlenkrollen an den Rohren nicht vielleicht nur eingesteckt waren.



      Mit einer Übersicht, sowie dem, was vom geladenen Rohr sichtbar sein wird - nicht viel... seufz... - konnte heute zum nächsten Teil der Darstellung geschritten werden:

      Dem Maßnehmen für das eigentlichen Torpedolade- Geschirr.

      Das bestand aus einem "Bügel" auf dem Hinterteil des Drillings - hier noch aus weißem Kartonstreifen als Lehre - der noch darzustellen ist, sowie dem Ausleger - der noch rohe Cu-Draht - und des auf dem "Bügel" und Ausleger ruhendem Doppel-T-Profils. Und an dem lief eine Laufkatze... Und an der hing ein Flaschenzug... schwitz1 Und an dem...
      Und mit dem ganzen Gedöns wurde der zu ladende Torpedo aus dem Transportkarren gehoben, und Richtung Rohrklappe geschwenkt. Etwa halb eingeführt, konnte die "Bauchbinde" um den Torpedo gelöst, und das Teil mit den Umlenkrollen in das Rohr gezogen werden. Der brachiale Doppel-T-Profil-Träger ruhte in Halterungen an der Stirnwand des jeweiligen Aufbaus, auch der Flaschenzug und die Laufkatze fanden dort ihren Platz. das wird am vorderen Drilling dargestellt.

      So, nun `nen Grog, und heute etwas früher in`s Bett.

      Gruß,

      box 1
    • Hoi Stephan,
      jau, wech mit die Hemmung! Ist der Ruf erst ruiniert, baut es ich ganz ungeniert... oder so. arbeit1 Das Modell gibt allerdings von der Quellenlage / Bildmaterial auch unheimlich viel her.

      Moin Tommi,
      wenn Du dich streckst, wird der Drilling wahrscheinlich funktionsfähig... grins 2 Aber ganz im Ernst, als Kompensation für den Mordsaufwand baue ich irgendwann mindestens einen Torpedosatz "unter Persenning".

      Gruß,

      Robert
    • Hallo zusammen,

      und hallo Günter, danke Dir! - Bin allerdings nun auch froh, das "Es" jetzt fertig ist.



      Zwar schon im Abklingen begriffen, führte ein kurzer Detaillitis-Rückfall(Bild links) doch noch zur Anmutung der Pressluft-Füllstation. War auf den Bildern immer wieder sichtbar, und dann dachte ich mir... denk1 "Schlauch" aus Cu-Draht 0,1mm, Ventilräder auf gebogener Leitersprosse aus den kleinsten Flak-Visieren. Die neu hinzugekommenen "Haken" an der Stirnwand der Hütte wären die Halter für den Doppel-T-Träger. Diese Situation wird beim vorderen Drilling dargestellt.
      Rechts im Bild seht ihr das nun fertige Modell des Torpedo-Drillings. Aus Handhabungsgründen ist der Doppel-T-Träger(Evergreen-Profil) samt Laufkatze und Kettenzug schon befestigt. Den bügelförmigen Träger, oder die "Brücke" habe ich aus dem grünen "Reserva-Karton" vom Bogen erstellt.



      Und so sieht die Gesamtanmutung aus - links die Ansicht in die Ausstoßseite, wenigsten etwas ist vom Torpedokopf sichtbar.
      Rechts eine Totale von schräg oben. Der Doppel-T-Träger ruhte im wahren Leben während des Ladevorganges festgelascht mit dem vorderen Ende auf der Brücke. Hinten hielt ihn der Ausleger, und das Ganze war in beschränktem Umfang schwenkbar. Der Träger war einen "Tucken" zum Rohrsatz geneigt, so musste an dem gut 1.600 Kilo schweren Torpedo-Trumm nicht so viel gezerrt werden.



      Hier das restliche Ladegeschirr: Doppel-T-Träger, Ausleger, Laufkatze und Kettenzug(An dem in der Realität drei "dicke", drei mittlere und drei dünne Kettenzüge baumelten). Der auf dem Karren ruhende Torpedo trägt jetzt die "Bauchbinde".
      Und nun liegt vor dem Modell wieder das Schildchen: "Erst schauen, dann zugreifen".
      Den zweiten Drilling werde ich ohne Bildeinstellung bauen, und irgend wann "fertig" melden. Einiges Selbstgefertigtes habe ich ja nun schon doppelt...
      Wer Interesse an Aufnahmen zum Ladevorgang der Torpedos hat, die besten und meisten Aufnahmen sind in:
      Marine-Arsenal, Band 44, S. Breyer, "Flottentorpedoboote und Flottenbegleiter", sowie in
      "Torpedoboote und Zerstörer" E. Thomer, Gerhard Stalling Verlag, zu finden.
      Aber erst mal baue ich ein anderes Teil schwitz1 - da meine "Torpedo-Motivation" momentan gegen Null tendiert.
      Bis zum Wochenende,

      Robert
    • Hi Robert,

      also Dein kartonmodellmäßiger Anschauungsunterricht über das Nachladen von Torpedos ist absolut Klasse! So klar habe ich das bisher noch nirgends gesehen - auch auf kaum einem Foto! klasse1
      Servus
      hvt
      Der brüllende Mensch möchte gefährkich wirken, der schweigende Mensch kann gefährlich sein - also Vorsicht, wenn ich mal gar nichts mehr sage..... grins 3
    • Hallo Robert,

      Boxer schrieb:

      Aber erst mal baue ich ein anderes Teil - da meine "Torpedo-Motivation" momentan gegen Null tendiert.

      schade. Ich hätte da einen Tipp für das nächste Modell: IJN Kitakami. Auszug aus Wikipedia "zehn Vierlingsstarter für Torpedos Typ 93 (61 cm) ". Na? Das wär doch was zum austoben.

      Du scheinst mir nach der Torpedo-Orgie ja mächtig geschlaucht zu sein, in Deinen letzte Posts fehlt der so lieb gewonnene

      box 1

      am Ende.

      Gruß,
      Stephan
    • Hallo zusammen,

      und danke für die Anteilnahme!

      Hagen, es ist auch die zu diesem relativ unbekannten Bootstyp ungewöhnlich gute Quellenlage. Auch ich, mitten im Bau, entdecke immer wieder auf schon dutzendfach geschauten Bildern neue, ähem, Deta i l s - ( Arrgh, es zuckt schon wieder hoch...) die ich entweder schon vergessen hatte, oder die mir bislang noch gar nicht auffielen.
      Fritz, dafür stehe ich als schnell Gelangweilter immer wieder fassungslos vor deiner Knüpper-Arbeit an Wanten und - äh - Pardunen?
      Holger, danke, aber immerhin habe ich mich im Gegensatz zu Dir nicht zusätzlich auch noch mit Fahrzeugbau, Architektur und "Kran- und Werftwissenschaften" zu plagen...
      box 1 Hoi, Stephan, da isser wieder... Na, und die Motivation kommt auch so langsam hoch. Ich bin bei den "Frei-Bauten" nur immer besonders zappelig, da manches nach einigen Tagen Abstand eher nach "Stets bemüht" oder "Nach gegebenen Fähigkeiten..." aussieht.

      So, und nun auf Wiederschreiben,

      bis die Tage,

      euer box 1
    • Hallo zusammen,

      heute fange ich wieder mit etwas Historie an:

      Am 31. Oktober 1942 rückt T 22 in Gesellschaft der 5. TFl. aus. (Außer T 22 noch T 4, T 13 und T 14). Die Gruppe soll in der Biskaya den Blockadebrecher "Wismar" aufnehmen. Doch ohne den Frachter zu treffen, wird am 01.11 der Rückmarsch angetreten. Kurz nach Mitternacht, am 02. 11. 1942, wird durch T 22 ein nicht identifizierbares Objekt festgestellt, dessen Identität auch durch Leuchtgranaten nicht wahrgenommen werden kann.
      Am 03.11 liegt T 22 in der Bucht von St. Jean vor Anker. Am 04. 11 wird nach La Pallice zurückverlegt, da das achtere Kraftwerk durch Versalzung ausgefallen war. Die Reparatur dauert bis zum 09. 11. Schon am Nachmittag läuft T 22 mit dem alten T-Boot "Falke", T 13 und T 19 wieder aus, um einen weiteren Blockadebrecher, diesmal einen Tanker, aufzunehmen. Am 10. November kommt ein Liberator-Bomber in Sicht, und als die Maschine um 17:15h angreift, bewirkt T 22 durch das Abwehrfeuer aus 10,5cm und 3,7cm den Abbruch des Anfluges, die Maschine muss die Bomben im Notwurf lösen. Die Rückführung gelingt. Am 12. 11. übernimmt T 22 in La Pallice wieder Öl, und bleibt bis 27. November liegen. Am 29. 11 läuft die Gruppe T 22, T 23, sowie Kondor und Falke wieder aus, der nächste Blockadebrecher, der Italiener "Tivoli" soll westwärts geleitet werden. Ein anfliegender "Halifax"-Bomber wird durch das, den Engländern offensichtlich noch ungewohnt starke, Flakfeuer wieder vertrieben. Am 30. 11. liegt die Gruppe wieder in La Pallice.

      So, und nun fall` ich gleich mit der Tür` in`s Haus:



      Um es mit Adenauer zu sagen - was interessiert mich mein Geschwätz von Gestern... - Nun habe ich den zweiten Drilling doch gleich im Anschluss fertig gestellt. Links im Bild den diesmal in den Haltern ruhenden Doppel-T-Träger.
      Und rechts - Jau! Äschäär!
      Im Gegensatz zur Realität ist das mittlere Rohr des Drillings in der Bauanleitung nicht etwas nach hinten versetzt dargestellt. Das hat mich bei dem "grünen" Drilling nicht weiter gestört, und es etwas nach hinten versetzt fixiert. War ja auch genügend Platz... Aber hier führte die Praktik zum Problem, da der Satz nun in dem sehr knapp bemessenen Raum klemmte.. Siehe Bild rechtes...
      Das kann jedoch auch daran liegen, dass, durch die an sich löbliche, nur mit einer dünnen Linie dargestellte tatsächliche Klebegrenze des Aufbaus, ich den mittleren Aufbau etwas zu weit nach vorne geklebt habe.
      Wie dem auch sei, die letztendlich gewählte Lösung des Platzproblems war radikal: pirat1



      Ich habe am vorderen Ende der Rohre - siehe Bild links, einen Millimeter abgeschnitten. Wusste mir nicht anders zu helfen, und einmal wollte ich von dem so oft bekritteltem Umstand, "Später sieht man ja doch nichts mehr" auch einmal profitieren... Nun passte der fertige Satz knapp in seine Begrenzung. rotwerd1 Ähem... Und den vorderen Satz mit parallel liegenden Rohren bauen, nö, dat ging ja gar nich...
      Rechts im Bild der nun in seiner endgültigen Position befindliche vordere Drilling. Vielleicht zu diesen bislang aufwendigsten Teilen noch ein paar Zahlen: Der vordere Drilling besteht aus rund 120, der Hintere aus etwa 150 Teilen. Aber wenn so ein Boot schon mit Vornamen "Torpedo" heisst...

      So, dass dafür,

      und bis demnächst,

      box 1

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Boxer () aus folgendem Grund: Grammatik

    • Moin Robert,

      na so'n Ärger! Hast Du aber elegant gelöst, denn solch ein beherzter Schnitt sichert Dir den problemlosen Aufbau dieses ebenfalls wunderbar gebauten Drillingswerfers. cool1

      Beim Leichten Kreuzer SENDAI hatte ich ein sehr ähnliches Problem. Die vorderen Werferpaare habe ich von vornherein mehrere Millimeter kürzer gebaut, weil ich wusste, daß die original vorgesehene Länge nicht passen konnte. Fällt ebenfalls nicht im Geringsten auf.

      lg.
      Tommi
      ....und ab dafür! rollen1
      Vergammelte Werke
    • Boxer schrieb:

      Am 31. Oktober 12942 rückt T 22 in Gesellschaft der 5. TFl. aus. (Außer T 22 noch T 4, T 13 und T 14). Die Gruppe soll in der Biskaya den Blockadebrecher "Wismar" aufnehmen. Doch ohne den Frachter zu treffen, wird am 01.11 der Rückmarsch angetreten. Kurz nach Mitternacht wird am 02. 11durch T 22 ein nicht identifizierbares Objekt festgestellt, dessen Identität auch durch Leuchtgranaten nicht wahrgenommen werden kann.
      Am 03.11 liegt T 22 in der Bucht von St. Jean vor Anker. Am 04. 11 wird nach La Pallice zurückverlegt, da das achtere Kraftwerk durch Versalzung ausgefallen war. Die Reparatur dauert bis zum 09. 11. Schon am Nachmittag läuft T 22 mit dem alten T-Boot "Falke", T 13 und T 19 wieder aus, um einen weiteren Blockadebracher, diesmal ein Tanker, aufzunehmen. Am 10. November kommt ein Liberator-Bomber in Sicht, und als die Maschine um 17:15h angreift, bewirkt T 22 durch das Abwehrfeuer aus 10,5cm und 3,7cm den Abbruch des Anfluges, die Maschine muss die Bomben im Notwurf lösen. Die Rückführung gelingt. Am 12. 11. übernimmt T 22 in La Pallice wieder Öl, und bleibt bis 27. November liegen. Am 29. 11 Läuft die Gruppe T 22, T 23, sowie Kondor und Falke wider aus, der nächste Blockadebrecher, der Italiener "Tivoli" soll westwärts geleitet werden. Ein anfliegender "Halifax"-Bomber wird durch das den Engländern offensichtlich noch ungewohnt starke Flakfeuer wieder vertrieben. Am 30. 11. liegt die Gruppe wieder in La Pallice.
      ????????????????????

      Beste Grüße
      Roland
    • Hallo zusammen,

      nach etwas "Winterfest-Pause"(Garten, Mopeds, Rasenmäher, Motorsäge...) sauber1 und einer hartnäckigen Rüsselseuche krank1 ging es auch wieder etwas weiter, Motto:

      "Winsch Dir was..."



      Die Winsch besteht aus jeder Menge Scheibchen, mit und ohne Zentralloch, und in unterschiedlichen Durchmessern. Dazu einiges an "Fremdmaterial", also Schablonenteile aus Draht. Im oberen rechten Bild der zaghaft zusammengesteckte Versuch.



      Links die soweit nach Bauplan fertig gestellte Winsch, jedoch mit aufgezogenem Garn statt Kartonummantelung. Durch ein gestochen scharfes Bild erkannte ich, dass die Trommeln durchaus unterschiedlich belegt werden konnten. Deutlich sind nicht nur die unterschiedliche Stärke der Seile, sondern auch das "Flechtmuster" zu sehen, also Naturfaser. Ein anderes Bild zeigt extrem dünnes, wahrscheinlich Drahtseil. Was sich unter den äußeren "Trommeln" verborgen hat, entzieht sich leider meiner Kenntnis. Die "Keilriemen" habe ich aus 0,1mm Cu-Draht dargestellt. Rechts im Bild eine Ergänzung, sowohl die Querblenden, als auch die "Steigbügel" habe ich nach Foto gefertigt, vielleicht waren die "Steigbügel"/Durchlässe eine Seilführung?



      Links die fertige Winsch, auch die Handräder nebst Säulen sind nach Fotovorlage zusätzlich angebracht. (Handräder von Saemann) Eventuell waren es im Original sogar drei, ich bin mir jedoch nicht sicher, ob es sich beim Dritten nicht um einen Schatten des Höheren handelt... Komplett zählt die Winsch nun über fünfzig Teile.
      Rechts im Bild zwei Otter(Böse Großaufnahmen...) Meiner Abneigung gegen Radien unter drei Millimeter nachgebend, habe ich die Körper der Otter aus Zahnstocher hergestellt. Die Flossen und Flügel, wie auch die Anmutung der Klinge - ich glaube, das hieß "Schereisen" - und die Lager sind aus dem Bogen, der Führungsbügel zur Klinge aus 0,2mm Cu-Draht.



      Und so sieht das ganze nun aufgestellt aus: Ganz schön eng dahinten - insbesondere, wenn wir uns noch die Otterkräne, die Abläufe, diverse Wasserbomben- und Minenmodelle, Poller und Reling vorstellen... Ach ja, die Kanone fehlt auch noch...
      Übrigens verborgen sich unter den winzigen, rechteckigen, grauen Strukturen zwischen dem hinteren Otter und der mittigen Klampe jeweils zwei, wie Pilze auf Stielen, aus dem Deck ragende Umlenkrollen - die grauen Kästchen waren in Wirklichkeit Abdeckungen. Eine Originalaufnahme zeigt das (wahrscheinliche, da sehr dünn...) Drahtseil, das von der Trommel der Winsch über die Umlenkrollen zu den Otterkränen geführt wird.
      So, das für diesmal, im Fortfolgenden werde ich so peu a` peu das ganze Klein- und Fitzelzeugs anbringen, soweit es nicht zu abrissgefährdet erscheint.

      Liebe Grüße aus dem weißen Westerwald,

      euer

      box 1
    • Hallo Robert,

      irgend etwas hab ich schmerzlich vermisst. Jetzt weiß ich was es war: Du

      Boxer schrieb:

      Motorsäge

      nennt man in meiner Heimat Fichtenmoped und wird zum unvorschtiftmässiger Inbesitznahme eines Christbaums im örtlichen Förterwäldchen verwendet.

      Anscheinend hast den Einsatz des Böschungshobels und dem Angriff der Grippe doch gut überstanden.

      Dein "zaghafter" Versuch ist ja mal wieder super geworden,.ich kämpfe jedes mal die Löcher auch mittig in die Teile zu bekommen. Bei Dir sieht das so aus als ob das "Pippifax" und null Problemo wäre. Die massive Achse tut ihr übriges.

      Einzig die grünen Ränder der Scheibcen auf der Luv?, Lee?, Back oder Steuerbordseite? der Winde wirken etwas eigenwillig. Vermutlich nur, weil sonst alles in Grau daher kommt.

      Gruß,
      Stephan
    • Boxer schrieb:

      Holger, danke, aber immerhin habe ich mich im Gegensatz zu Dir nicht zusätzlich auch noch mit Fahrzeugbau, Architektur und "Kran- und Werftwissenschaften" zu plagen...
      Moin Robert....


      aber wie ich oben gesehen habe,
      habe viele Deiner gebaute Teile auch nur auf 1 Centstück Platz.... ja 1 ja 2 beifall 1 beifall 1 happy1

      Und dem Karton ist es egal,
      ob die Rundungen, gesetzen Kanten, einritzen, rollen, Verklebungen,Verdoppelungen
      zu einem Schiff, Flugzeug, LKW, Kran, oder Archi Seiner Tektur gehören...... grins 2 happy1 happy1 ,
      die sind bei allen Modellen gleich.... ja 2

      Ich bin sehr begeistert von Deinem Modellbau !!!! klasse1 freu 2 happy 2
      Gruss
      Holger


      Ich bin von Kopf bis Fuss, nur auf Kartonmodellbau eingestellt
      und das ist meine Welt,
      sonst gar nichts..... ! freu1
    • Hallo zusammen,

      Stephan schrieb:

      ...ich kämpfe jedes mal, die Löcher auch mittig in die Teile zu bekommen

      Ahhh,
      Stephan, tolle Steilvorlage - ich kämpfe eher damit, die Teile in die Löcher zu bekommen(ups, nicht jugendfrei, aus...)

      Und Fichtenmoped zur Weinaxbaumbeschaffung funktioniert selbst im Westerwald nicht mehr, Förster hat viel Ohren, und wenig Humor. Wir helfen uns mit einem einzigen, wohlgezielten Schlag einer Axt(ups, nicht legal, aus...)

      Zu mittigen Löchern: Viele weiße Kennzeichnungen, die für Achsen vorgesehen sind, haben die für Screw-Punch passenden Durchmesser, damit lässt sich passgenau arbeiten. Sind keine Kennzeichnungen vorhanden, versuche ich, falls mehrere Teile, wie hier die Wangen und der Mittelteil der Winsch vorliegen, diese möglich genau zu fixieren, und schlage mit 100-Gramm-Hämmerchen eine Stecknadel hindurch. Dann zentriere ich um den Stichkanal.
      Nach dem Willen des Konstrukteurs ist die Backbordseite der Winsch grün - wohl in Fortsetzung der grünen Tarnbemalung - es sieht Tatsächlich komisch aus, aber ich nehm`es mal so hin.

      Fritz, Kurt, Dank` euch.
      Mit Abstand betrachtet, kommt mir das Garn jetzt etwas zu mächtig vor - bei der nächsten Winsch wähle ich es eine Stufe schmäler.

      Tommi, Holger,
      Danke, das motiviert, auch wenn ich mich manchmal frage, ob ich für ein 50cm-Schiffchen nicht etwas zu viel des Guten tue - kann aber im Moment nicht anders - Detailitis...

      Gruß,

      Robert

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    • Hallo zusammen,

      das heutige Schlechtwetter-Ergebnis regen1 umfasst vier Modelle Wasserbomben-Lager.
      Obwohl der Konstrukteur dieses Modells in der Regel einiges an handwerklichem Geschick voraussetzt, kommen hin und wieder Teile vor, bei denen sich spontan eine "Das-geht-besser-Idee" festsetzt. Wie bei den Lagern: denk1



      Nach Plan sollte der Lagertisch aus einem grafisch gestalteten, fülligen Rechteck bestehen. Auch noch mit Klebepfalzen, brr... Da die "N"-Profile sogar offen sind, habe ich diese aber ausgeschnitten(Linkes Bild). Auf ein breites "N" kamen dann die an den Kanten mit Sekundenkleber Gel benetzten schmalen Stücke, im rechten Bild zu sehen - und so baute ich die Tische durch.



      Im linken Bild einer der "weissfertigen" Tische mit aufgesetzten Lagerschalen. Nach Antrocknen des Sekundenkleber Gel habe ich zur Sicherheit die Konstruktion noch mit Sekundenkleber flüssig benetzt, das gab Haare auf der Brust = wurde richtig stabil. Im rechten Bild ist ein fertig bemaltes Lager zu sehen, und ein farblich noch nicht versorgtes WaBo-Modell.

      Und so sieht das fertige Quartett aus - na, und der Haken? kotz1

      Der wird von netten, kleinen, weißen Rechtecken abgebildet, in deren Mitte rot "92"(Stellplatz dieses Baunummernteils...) zu lesen ist. Und zwar an Deck. Da derweil so`n Dingens ja als geschlossener Kasten geplant war... stirn1 Also darf ich noch ganz vorsichtig die weißen Flecken ausmalen, bevor ich die Lager setze. Aber nicht mehr heute, denn ich muss die dunkelgraue Decksfarbe neu anmischen. Und, richtig, ich hab` kein Deckweiß mehr... Tätä, Tätä, Tätä...

      Vollzug dann nächste Woche!

      Liebe Grüße aus dem Westerwald,

      box 1
    • Hallo Fritz,


      petcarli schrieb:

      Doch wer zu fleißig und Detailbesessen ist...
      Ha, Fritz, da leg` ich doch gleich noch ein Schippchen `drauf hehe1 - und Deckweiß-eingedeckt bin ich auch schon wieder.

      Hallo Kurt, Danke Dir - und schon folgt der zweite Streich:



      Zu den WaBo-Lager gehören natürlich die Werfer - sehen für mich(auf Originalaufnahmen) etwa so aus, als ob der Hauptbestandteil eine Teleskopstange von einem Gabelstapler war?!... Im linken Bild die Teile, und nein, ich rolle keinen Zylinder mit einem Durchmesser von 1mm... Ist ein Stück Evergreen-Profil. Im rechten Bild ist die "Größe" des Schubsgerätes zu sehen...



      Links die "weißfertigen" Modelle, bei diesen Dimensionen fang` ich nicht mit Kantenfärben an, sondern pinsel "Grau über Alles".
      Rechts im Bild zwei Lukendeckel. In einem Buch ist ein offenstehender zu sehen, der im Modell allerdings auf einem Kartonscheibchen von drei Millimeter Durchmesser die Materialien Kunststoff, Karton und Metall und zwei Farben übereinander gebracht sehen will - lass ich in Zukunft vielleicht doch besser...


      ...denn ich musste noch eine Leiter durchfummeln...

      Von wegen "A" und "B" sagen. Die Bilder von den Wabo-Lagern und Werfer werde ich nachreichen, da die Akkuanzeige der Kamera wach wurde(Erst kein Deckweiß, und dann keine Elektronen mehr...)

      Liebe Grüße,

      euer box 1
    • Hallo Tommi,

      im Prinzip hast Du Recht(Achtung, Radio-Eriwan-Antwort!)
      Doch da ich keine Mischung mehr hatte, und den Farbton vielleicht noch bei Dit und Dat, zumindest für kommende Kanten, benötige, kann ich`s auch gleich richtig angehen, denn die "Fehlfarben" kämen bei "Super-Nahaufnahe-Modus" = kotz1 ! voll zur Geltung... (kommen sie ja fast sowieso, jammer...) Mit dem Auge betrachtet ist fast nichts zu sehn, das stimmt.

      Und nun die Fortsetzung der gestern unterbrochenen Bildstrecke, plus ganz kleiner Baufortschritt:



      Da stehen sie nun - WaBo-Lager und daneben die Werfer. Ich würde zu gerne wissen, wozu die Griffe dienten - Zum Tragen? Immerhin stehen die Dinger an Backbord ja nun mal im Wech, mitten mang die Gleise... Dürften also eher fakultativ gewesen sein. An Steuerbord enden die Minenschienen schon auf Höhe der Flakinsel 3,7cm.



      Heute hat die Geschützplattform auf der niedergelegten Seite ihre Reling bekommen. Wo die, auf Originalaufnahmen ebenfalls erkenntlich relingslose, hochgeklappte Seite die Reling gelassen wurde, ist mir nicht bekannt. War sicherlich nur eingesteckt. Auch der Ausleger Stb., an dem beim Torpedoladen der Doppel-T-Träger angelascht wurde, ist nun montiert. Und mal ein Lob zur "Super-Nahaufnahme" - gerade sehe ich dadurch, dass sich ein Teil der Reling schon wieder gelöst hat... haue 3

      So, bis zum Wochenende,

      Liebe Grüße,

      Robert
    • Hallo Günter,

      danke Dir! - Und Dir und allen Zaungästen eine Frohe Weihnacht! Und gleich noch ein paar davon...(Bilder):



      Nun ist, was "höhere" Relingsanteile dieses Modells angeht, die Sache durch. Links im Bild die noch fehlende Reling des backbordseitigen Podestes, und auch der letzte Ausleger für den "Torpedonachlade-Doppel-T-Träger" ist am Platz. Im rechten Bild seht ihr die etwas arbeitsintensivere Reling der 37mm Flak-Plattform. Hier musste einiges geformt, geschnitten und - verworfen werden, bis die Sache passte. Verwendung fand die 1:200-Lasercut-GPM-Reling. Die hinzugekommenen Seiltrommeln sind aus dem Bogen, deren Innenteil mit Serafil umwickelte, und dann einfach auf Länge geschnittene Zahnstocher.

      Und nun zu dem Besserwisser, der vor ein paar Wochen `rumgeplärrt hat, die GPM-ler hätten die gesamten Peil- und Messgeräte der Brücke vergessen... box 1 haue 3 haue 1 Ähem... Es folgt das "B"-Sagen:


      Aus dem linken Kleinteile-Puzzle - von links nach rechts - werden je zwei Modelle 10 x 50 Marine-Doppelferngläser nebst Halter gefertigt, ein "Was-Auch-Immer" = W.A.I, ein Morsescheinwerfer und ein sehr wahrscheinliches Torpedozielgerät. Rechts im Bild hab` ich den Klöterkram schon weiter strukturiert, es ist halbwegs sichtbar, was es mal werden soll. An Materialien ist von 0,2mm und 0,3mm-Cu-Draht, Kunststoff, Holz und Karton alles vorhanden.



      Links ist schon das backbordseitige DF auf seiner Haltestange sichtbar. Daneben ein "Schnellschuß", nämlich eine Nachbildung des Sprachrohres, das bei T 22 noch am kleinen Wetterdach des äußeren Brückenfensters entlanglief. Den Sprechtrichter habe ich aus zwei winzigen Kartondreiecken nachgebildet. An Steuerbord ist der Apparat grün statt Grau gefärbt. Rechts im Bild die Mess- und Peilgeräte, wie ich sie nach Fotovorlage gefertigt und gesetzt habe.
      Die 2cm ist zur Zeit nur gestellt, ich überlege, ob ich statt derer versuche, ein 13,1mm-Breda-Mag zu fertigen... denk1
      So, jetzt zieht sich der Westerwälder zum Verdauen des Festtagsbratens wieder in seine Höhle zurück,

      und wünscht alles Gute!

      box 1