Flottentorpedoboot T 22, GPM 1:200

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    • Moin Robert,

      1A Klasse Brückenarbeiten ! beifall 1

      Da hat man es sich auch als Westerwälder verdient,
      nach dem Zuschlagen am Festbraten......,
      sich in seine Höhle wieder zurück zu ziehen..... happy1 happy1
      Aber nur zum "Verdauen", dann wird weiter gebaut ! freu1
      Gruss
      Holger


      Ich bin von Kopf bis Fuss, nur auf Kartonmodellbau eingestellt
      und das ist meine Welt,
      sonst gar nichts..... ! freu1
    • Hallo zusammen,

      nun mische ich mal einen kleinen - aber nervigen - Baufortschritt mit etwas Geschichte um T 22:

      Ab Dezember 1942 wird das Boot zu regelmäßigen Diensten herangezogen, die im wesentlichen aus Geleitschutz für heimkehrende Blockadebrecher, wie auch Minenunternehmen bestehen. So am 12. Dezember 1942, an dem die Gruppe T 22, T 23, Falke, T 14 und T 18 den Dampfer "Eifel" durch die Biskaya geleiten.
      Doch die englische Abwehr wird stärker, so kommt am Neujahrstag 1942 die Aufnahmegruppe zu spät, der Dampfer "Rhakotis" musste sich bei Herannahen des Kreuzers "Scylla" selbst versenken.
      Auch fesseln längere Ausfallzeiten immer wieder Boote im Hafen, T 22 wird am 16. 02 außer KB gemeldet, um eine Maschinenreparatur durchzuführen. Diese ist erst einen Monat später beendet.
      Auch auslaufende Dampfer werden eskortiert, so am 08. April der Blockadebracher "Himalaya". T 22 und T 2 operieren mit Z 23, Z 24 und Z 32 zusammen. Die Engländer fassen das Geleit auf, und greifen am 10. April mit Torpedobombern vom Typ "Handley-Page" und Horizontalbombern Typ. "Wellington" an. In den harten Abwehrkämpfen werden mehrere Bomber abgeschossen, aber durch Nahtreffer und Bordwaffenbeschuss erleidet die Gruppe Personalverluste mit Toten und Verwundeten. Steht kein Geleitschutz an, werden Mineneinsätze gefahren, so am 01. Mai 1943, als T 22 50 EMR-Minen übernimmt, und mit Möwe, Greif , Falke und Jaguar zur Minenunternehmung "Eiche" in den Ärmelkanal ausläuft. Auch U-Boote brauchen, durch die zunehmend stärker werdende Luftüberlegenheit der Alliierten, Geleitschutz. Am 02. August steht T 22 und T 23 in einem harten Einsatz in der Biskaya, in dem die Boote mehrfach von "Halifax"-Bombern angegriffen werden. Während sich die Torpedo-Boote die schweren Bomber vom Leib halten konnten, wurde das eigentliche Schutzobjekt, U 106, vor dem Eintreffen des Geleites versenkt. Knapp 20 Mann werden jedoch noch von T 22 und T 23 geborgen.
      Erfolgreich hingegen ist die Aufnahme des japanischen U-Bootes "I-8", das am 30. 08. in Sicht kommt, und am 31. August übergeben werden kann. Der September verläuft mit Liegezeiten und Ausbildungsfahrten relativ ruhig.

      Und ruhig und mit kleinen Schritten geht es mit den Kleinteilen weiter:



      Links im Bild die Teile für die Otterausleger vom Vorschiff. Nicht im Bogen, aber auf Bildern ersichtlich, sind zwei kleine Seiltrommeln, die - durch daneben stehende Personen gut einschätzbar - in etwa die Dimension unserer 25m-Verlägerungskabel-trommeln haben. Heißt, auf eine 1mm-Evergreen-Stange Serafil zu wickeln, das Ganze in Scheibchen schneiden, und zwischen zwei 2mm durchmessende Scheiben zu kleben... Hat selbst mir dann mal gereicht... Rechts im Bild die fertig gestellten Teile.



      Links das Ergebnis, wobei die Steuerbordseite noch "gefädelt" werden muss.. Mit "echten" Haken am Modell zu arbeiten, ist nicht immer erheiternd, stirn1 die Dinger hängen sich prinzipiell dort fest, wo sie nicht sollen... Jede Seiltrommel einmal abgerissen...
      Im rechten Bild die Ansicht mit gestellten Ottern. Im Bogen zeigt das Schereisen übrigens nach unten, auf allen meinen Bildern jedoch nach oben, und so habe ich sie auch befestigt.
      Damit ist ein großer Teil an Winzigkeiten verarbeitet - ob man`s glaubt, oder nicht, seit der Winsch sind schon wieder gut 100 Teile verbaut worden.

      Liebe Grüße, euer

      box 1
    • Moin Robert
      Ich bastel auch schon so viele Jahre und habe alles mögliche ausprobiert, aber es will mir einfach nicht gelingen diese kleinen Teile, die du da verarbeitest zu kleben. Ich habe ganze spitze Pinzetten, Vergrößerungsgläser aber es klappt einfach nicht. Kleben tue ich mit Uhu oder Kittifix.
      Was du da zeigst, z. B. der Torpedowerfer ist große Klasse.
      lg
      Otto
    • Hallo Otto,

      ich arbeite viel mit Reverspinzetten, also denen, die zum Öffnen gedrückt werden müssen. Darin fixiere ich kleine Teile so, dass deren mit Klebstoff zu behandelnde Fläche frei, wenn die Pinzette liegt, zugänglich ist. An kleinen Teilen verwende ich Sekundenkleber Gel. Eine Winzigkeit davon auf die Spitze eines Zahnstochers, und davon wieder, mit bequem auf der Unterlage ruhenden Handgelenken, etwas auf die Klebestelle getragen, Teile zusammenfügen - kaum sichtbar, aber Bombenfest.

      Meine Pinzetten stammen aus dem Präparationsbedarf, sind "spitz"- und "breit"-gerade, sowie in zwei unterschiedlichen Winkeln auch gekröpft, das erleichtert das Ansetzen von Fitzelteilen ungemein. Gebräuchlichste Nummern: 7 SA und 6 SA gekröpft, sowie 00 SA "nadelspitz" und 2A SA "breit" gerade.

      Uhu verwende ich nur am Spantengerüst, dazu Uhu Flinke Flasche zum Schablonen-Verkleben. Ansonsten Weißleim, bei kleinen Teilen oder Kanten 1(Wasser): 2 verdünnt, da die Mischung keine "Perlenschnur" mehr bildet, und "Matsche" keine sichtbaren Flecken auf der Grafik hinterlässt. Den Tipp mit dem Verdünnen habe ich selbst erst vor kurzem aus dem Forum benommen.

      Ich bin allerdings auch jemand, der bei Karton mit Radien um drei Millimeter schon nervös, und ab zwei Millimeter bockig wird. Viele kleine Strukturen, die Du an meinen Modellen wahrnimmst, sind aus Holz, Draht oder, ähäm... rotwerd1 Kunststoff...
      So, und letztlich, auf den eingestellten Bildern hat "es funktioniert"...

      Nicht im Bild - und zum Glück auch nicht vertont - sind die Suchen nach aus der Pinzette gerutschten Kleinteilen - nebst unflätigem Gezeter - und die ersten, und manchmal auch zweiten Versuche, bis es endlich "funktioniert" hat.

      Liebe Grüße,

      Robert
    • Boxer schrieb:

      Ich bin allerdings auch jemand, der bei Karton mit Radien um drei Millimeter schon nervös, und ab zwei Millimeter bockig wird.
      Hmmm Robert.....

      versteh ich nicht........
      bei den von uns Beiden immer wieder gegenseitig betonten, stets ausbrechenden "Detailitis-Anfällen" ?? grins 2
      happy1

      Sehr gut oben beschrieben, das "feine Arbeiten am Detail" ! ja 2
      Genauso gehe ich auch vor, nur mit feinen, festzuklemmenden Lötpinzetten....
      und Feinmechaniker Uhrenpinzetten.
      Bei ganz gewissen kleinsten Feinarbeiten und Punktverklebungen,
      muss ich aber schon manchmal kurzfristig den Atem anhalten, da das Atmen selbst allein
      schon alles verwackeln könnte...... lala1 happy 2 daumen1
      Gruss
      Holger


      Ich bin von Kopf bis Fuss, nur auf Kartonmodellbau eingestellt
      und das ist meine Welt,
      sonst gar nichts..... ! freu1
    • Hallo knuddel1 ,

      das "schöne" Wetter nutzend, kam wieder etwas auf das Modell - der hintere Mast.

      Nach so ein, zwei "Viertele" habe ich mich dazu entschieden( denk1 ) die Masten vor den Kaminen zu setzen, von wegen der Stripperei - Na, aus, die mit Serafil natürlich!



      Der Hauptbestandteil ist ein passend geschliffener Zahnstocher, oben noch etwa 0,8mm, am Fuß rund 1,5mm Durchmesser. Die seitlichen Stützbeine bestehen aus "geköpften" Stecknadeln, die sich mit der Spitze prima im passenden Winkel an den Mast anschmiegen. Rechts im Bild ist schon die Querrah befestigt. Dazu habe ich mit einem 0.5mm Bohrer den Mast durchbohrt. Die Querrah besteht aus 0,4mm Cu.-Draht. Auch ist dort schon die Scheinwerfer-Plattform zu sehen, die im wesentlichen für einige Frickelei verantwortlich war... Deren Reling besteht aus eingesteckten Relingsstützen, GPM, Ätzteil.



      Aber erst einmal sollte der Mast so weit wie möglich vorgefertigt werden, links meine Umsetzung der Umlenkrollen-Befestigung. Die Rollen bestehen aus 1,0mm Kartonscheibchen, die in einem Cu-Draht-Bügel von 0,2mm Dicke gefasst sind. Mittels 0,1mm-Cu.-Draht verknotet, konnte ich die Rollen nun so drehen, wie ich sie brauchte - Quer zur Schiffslängsachse. Die Verseilung an den Rahnocken läuft bei mir durch die kleinen Ösen - nicht ganz originalgetreu, aber deutlich sauberer in der Führung, und ohne Ansätze. Die Verseilung besteht daher aus nur einem Faden.



      Links im Bild wird ersichtlich, weshalb hier einige Überlegung angesagt war: Die Scheinwerfer-Plattform wird vom Mast durchlaufen, und da dieser konisch ist, muss sie zusammen mit dem Mast gesetzt werden - allerdings steht der Mast "schick" etwas schräg nach hinten geneigt, die Streben der Plattform dito, und diese soll natürlich, wie der Mast "schön" ausgerichtet, aber waagerecht zum Deck sein...
      Erst wurde nur gesteckt, dann, als alles passte, über die Spitze eines Zahnstochers Sekundenkleber flüssig in die Spalten praktiziert. Feddich... Erst mal...



      Aus den beiden Bildern wird die weitere Verstrebung ersichtlich. Zuerst setzte ich zwischen die seitlichen Stützen das nach Stb. offene V, dann die zum Bug offenen V`s - der besseren Sichtbarkeit - ausguck1 wegen, noch nicht lackiert - das obere hat eine Schenkellänge von unter 2mm...



      Links im Bild der Mast mit bereits angesetzten Leitern - entgegen der Anleitung hört diese nicht in der Mitte auf, sondern lief bis knapp unter die Querrah. Rechts eine Ansicht von stumpf querab - sieht aus der Entfernung ziemlich simpel aus...

      Das war es für heute,

      bis demnächst,

      euer box 1
    • Prost Neujahr zusammen,

      - und Danke für eure netten Kommentare.

      Günther, Holger, hier trifft ein hervorragender Bogen mit einer einmalig guten Quellenlage zusammen, da bereitet es auch Spaß, mal eine zusätzlich "Fummelstunde" einzulegen. Und immer wieder fällt noch etwas in`s Auge...

      Fritz, lieber zwei Mal um die Ecke gedacht, als einen Handschlag zu viel getan... happy1

      Guido, wie ein Flitzebogen, ich auch. So viel Teile sind im (Rest)bogen tatsächlich nicht mehr enthalten, jedoch noch einiges an "Fizzelei".

      Liebe Grüße,

      box 1
    • Moin zusammen,

      gestern habe ich statt etwas aufzubauen erst mal etwas abgerissen - auch noch bewusst. Dazu gleich die Bilder:



      Wie ich so am hinteren Mast an den restlichen Strippen ziehe, fielen mir die freien, mit Reling umsparten Rechtecke auf der Schornsteinplattform mehr und mehr in`s Auge. = ???... In meiner Literatur wurde ich auch bald fündig: Da standen "Kisten", höchstwahrscheinlich die Munitionsbehälter für 3,7cm. Nur im Bogen gab es keine... denk1
      Fast 100% passende Kisten fand ich in meinem Fundus, der aus dem Umbau der Königsberg übrig geblieben ist. freu1
      Die Vorstufe ist im rechten Bild ersichtlich.



      Links im Bild ist schon die Bb.-Kiste eingestellt, die Relingsecke wech...fott.... haue 3 Natürlich die mühsam selbstgefrickelte... motz1
      Rechts der schon in Einzelteilen vorgefertigte Schweinwerfer....



      ...zu dem mir noch einfiel, vielleicht für andere Detailversessene, die "Innereien" zu zeigen, links im Bild ist das "Klarglas, geritzt, Durchmesser 5mm"(Deckel Frischkäseschachtel) sichtbar, sowie die Umfassung(Cu._Draht, 0,3mm) Der "Spiegel" wurde, wie der Innenradius, mit Silberpapier beklebt, und - ich schmeiß ja nix wech... - ein abgeknipster Stecknadelkopf ergibt die Anmutung des Brenners...(Wenn man irre genug ist, da mit einer Lupe `reinzugucken...) frech 5 Und rechts im Bild das heutige Endergebnis. Die Flaggleinen sollten so einen "Durchhänger" haben, und bestehen aus feinst ausgezogenem Gießast. Was der kleine Flaggenstock am Scheinwerferpodest soll(te) - auf manchen Originalbildern sichtbar, auf manchen nicht - weiß ich nicht, die Kriegsflagge hing meines Wissens immer am oberen Gezeuchs... Aber da isser nun...

      Und ich bin wieder wech, tschö1 , die letzten freien Tage nutzen.

      Liebe Grüße,

      Robert
    • Hallo zusammen,

      Stephan, ich werd` für Mespelbrunn noch eine Lupe mitbringen...

      Tommi, Kurt, Fritz, Günter, Danke euch!

      Und, das "schöne" ( regen1 ) Wetter nutzend, hab` ich den vorderen Mast begonnen:



      Links im Bild der Mast mit "wesentlichen" Teilen. Kern des Mastes bildet ein passend geschliffener Schaschlik-Spieß, der mit dem Bauteil des Kartonbogens ummantelt wurde. Die Maße bilden sich an der Schablone aus dem Bogen ab. Die Querrahen und die typische Kreuzrah wurden - von oben nach unten - aus:
      0,4mm und 0,5mm Klavierdraht, die Kreuzrah aus 0,6mm Stecknadel, die "offene Querrah" darunter aus 0,3mm und 0,2mm Cu.-Draht, und die asymmetrische Kreuzrah, wieder darunter, aus 0,3mm Cu-Draht hergestellt. Rechts im Bild seht ihr, schon montiert, die Umlenkrollen aus 1mm-Kartonscheibchen, gefasst in 0,2mm Cu.-Drahtbügel, und "verrödelt, längs zur Rah" mit 0,1mm Cu.-Draht, sowie die Ösen an den Rahnocken, durch die Serafilfäden gezogen werden, um die Verseilung darzustellen.
      Ganz oben, den Mastknopf darstellend, habe ich den Kopf einer Stecknadel eingesetzt.



      Laut "Fock, Torpedoboote und Zerstörer" wie auch "Harnack, Flottentorpedoboote..." war am Mast einiges an "Lampen"... montiert.
      Links im Bild die insgesamt sechs Stück aus etwa 0,5mm-klaren, dicken Kunsstoff-Gießast gezogenen Lampenmodelle("Deckel und Boden" aus 1,0mm Kartonscheibchen) sowie eine Laterne aus etwa 1,0mm dicken, klaren Kunststoff.
      Nun im Bild rechts:
      Aus irgend einem Grund hatte das Boot außer in den Brückennocken noch zwei "hohe" Positionslaternen an den Enden der "offenen Querrah"(Zweite von unten, im Bild schon grün-rot gefärbt) Davor eine weiße Lampe, mittig auf dem zum Bug weisenden Ausleger der unteren Kreuzrah. Die vier "ganz kleinen" Lampen sitzen, je zwei übereinander, links und rechts an den Kanten der quadratischen, offenen Struktur vor der unteren Querrah(über der großen Kreuzrah...) äh.... also "Da" eben... Über der Plattform, wo später die Ausgucktonne montiert wird... Und warum dort vier Lampen brannten, weiß ich leider nicht. denk1 Und ob die "weiß" oder farbig waren, leider auch nicht... Was an Verseilung am Mast, "In sich" zu befestigen war, ist nun bereits dargestellt.

      Zum Abschluß, einfacher zu finden: Die fertige Radarplattform.

      Hinten habe ich ein Gitter in der Plattform montiert, abweichend vom Bogen, statt dreieckig, nun annähernd quadratisch, wie zu den Originalaufnahmen zu T 22 auch passender. Das Gitter wurde am Original auf- oder zugeklappt, je nach Erfordernis des Durchstiegs. Darunter und darüber standen die Leitern, und das ist auch der Grund, warum der nach hinten, zum Heck weisende Ausleger der Kreuzrah asymmetrisch, in Fahrtrichtung an Steuerbord, am Mast anliegt. Sonst würde der aus der Leiter ragen... Die obere Leiter und die Ausgucktonne wird im Fortfolgenden noch montiert, das Radar ist mir(Versuch Eigenbau...) gerade gründlich in die Hose gegangen brüll1 - zeig ich noch.... Für das "FuMO" nehm` ich nun reumütig ein Standard-Ätzteil...

      Bis demnächst,

      euer box 1
    • Moin Tommi,

      danke, danke - bin allerdings mit dieser Lösung(schon die dritte oder vierte...) immer noch nicht so ganz zufrieden. So 95%...
      Damit kann ich zwar die Umlenkrollen so "hinkneten", wie sie auch im Original standen - oder hingen - und durch eine Umdrehung der Drahtbefestigung mehr oder weniger auch deren Abstand von der Stenge korrigieren, und das Ganze hält auch einiges an Zug aus.
      Aber 1,0mm Durchmesser in 1:200 wären in der Realität 20cm - was wahrscheinlich etwas zu ville für eine Umlenkrolle einer Flaggenleine ist.
      Versuche mit 0,5mm(ja, ja, der Detailwahnsinn...) und 0,1mm Cu.-Draht führten aber beim geringsten Zug zum Abriss, und "Klebstoffknubbel" als Rollenersatz zu Asymmetrien.
      Aus normalem "Sehabstand" betrachtet, ist das momentan die Lösung, die am saubersten, und auch gleichmäßig aussieht, beziehungsweise, reproduzierbar ist.
      (Aber schön, wenn die Lösung schon mal gefällt, isses doch... freu1 )

      Liebe Grüße,

      Robert
    • Hallo zusammen,

      nun neigt sich die Winterurlaubszeit dem Ende zu - die Geschichte des Bootes führe ich weiter:

      Die Einsätze der 4. TFl. werden ab Mitte 1943 zunehmend härter. Allerdings ist, bedingt durch den Zulauf neuer Boote Typ 39, die Zeit der gemischten Verbände(z.T. Raubtier/-vogelklasse und mit Typen 36/37) nun größtenteils vorbei.
      Die Boote T 22, 23, 25 und 27 laufen am 03. Oktober zur Sicherung des Versorgers "Nordvard", der bereits von Minensuchbooten als Nahsicherung eskortiert wird, in den Kanal aus.
      Von Funkmessanlagen an der Küste wird der Verband über gegnerische Streitkräfte informiert. Es waren die Geleitzerstörer "Limbourne", "Tanatside", "Wensleydale" und die Zerstörer "Grenville" und "Ulster".
      Um 1:20h Nachts nimmt der Torpedoboots-Verband den Gegner an. T 25 löste die ersten Torpedos - schießt vorbei - und der Gegner nimmt nichts wahr.
      Auf unter 34Hm herangekommen, werden erneut Torpedos gelöst, und nun werden die Briten "wach" .
      Um 2:03h beginnt ein Artillerieduell. In dessen Verlauf wird "Grenville" und "Ulster" mehrmals getroffen, auf Ulster fallen Turm A und B aus. In dem sich entwickelnden Gefecht entsteht, durch weitere Torpedoschüsse beider Seiten und die dadurch verursachten Ausweichmanöver, großes Durcheinander. T 27 erhält einen Artillerie-Treffer um 2:28h, in den Kutter, der abbrennt.
      Die Entfernung zwischen den beiden sich heftig bekämpfenden Verbänden ist teilweise so gering, dass auch die Maschinenwaffen eingesetzt werden. Um 2:30h setzen die Engländer zu einem Zangenangriff an.
      Verblüfft nimmt der deutsche Verbandsführer wahr, dass den Engländern zwar der Zangenangriff glückt, sie jedoch ein eigenes Boot beschießen. In der sich daraus entwickelnden Konfusion gelingt es den Deutschen, sich abzusetzen. Als letzten Treffer kassiert T 25 eine Granate, die auf dem Backbordanker detoniert.
      Das insgesamt heftige Torpedo- und Artillerieduell geht für die deutschen Boote mit geringen Schäden und wenigen Verletzten überraschend glücklich aus. Die Geleitaufgabe wird am 05. Oktober beendet, und die Boote laufen am 06. wieder in ihre Häfen(St. Malo und Brest)

      Und ich hab` weiter am Mast und einigen dazugehörigen Baugruppen gefummelt:




      Lief mit der Herstellung der Ausgucktonne und einem, an der vorderen, großen Steuerbord-Kreuzrah befindlichem "Was-Auch-Immer", sowie der Anfertigung der Leiter alles glatt - links im Bild - ging der Versuch der "Eigenkreation" eines FuMO 22 gründlich daneben ach1 -rechts im Bild.
      Sekundenkleber ist bekanntlich schnell und gemein, und bevor ich`s realisierte, lief das Zeuch dahin - nach unten durch - wo es nicht hin sollte, und pappte die Rückseite der Gitterkonstruktion auf die Arbeitsunterlage. Ergebnis: Verkleisterte Gitter, nicht weg zu bekommen. Knallhart... Also findet der nächste Bau "FuMo" mit dem Standard-Ätzteil von GPM statt, weil dieses mehr gefaltet wird, und überdies glatte Kanten hat...



      Deutlich erfreulichere Aufnahmen nun - links - von der fertig montierten Leiter. Man sieht deutlich, warum die nach hinten zeigende Stenge der kleinen Kreuzrah nach Stb. versetzt sein muss. Rechts eine Aufnahme von der schon verseilten Ausgucktonne, wie dem links darunter befestigten "Was-Auch-Immer". Nun ist der Mast einbaufertig. Danach werden die Flaggenleinen, die seitlichen Stützbeine und zum Schluß das - hoffentlich saubere FuMO - gesetzt. Doch das dauert jetzt wieder ein paar Tage.

      Bis dahin verabschiede ich mich mit lieben Grüßen,

      der box 1

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    • Tag zusammen,

      weiter geht`s:



      Entgegen meiner sonstigen Gewohnheit sag` ich mal nicht so viel...

      Das "Gestrippe" ist soweit durch - und ja, in dem Maßstab schaut es ein bischen so aus, wie der etwas misslungene Versuch eines Kreuzspinnenlehrlings beim ersten Netz...
      Und mal ein paar Maße, da im Nahaufnahme-Modus das Ganze ziemlich wuchtig aussieht: Masthöhe etwas über acht Zentimeter, längster Faden ca. sechs Zentimeter....

      Das liegt jedoch im wesentlichen daran, dass die, sich im Blickwinkel überschneidenden Serafilfäden - die Querrahen gegen die Kreuzrahen - keine eindeutige Trennung der jeweiligen Verläufe zustande kommen lassen. Und asymmetrisch - gehört aber so - ist das Ganze auch noch...
      Ich habe die Takelage weniger nach dem Plan im Bogen, als nach "Fock" und aus Originalaufnahmen nachgebildet. Im Bogen fehlen die zur unteren Kreuzrah laufenden Seile(Taue?) komplett.

      Die Erfahrungen beim "Strippen ziehen" habt ihr sicherlich auch schon hinter euch: schwitz1

      - Faden angezogen, aber nicht auf eine Schlinge geachtet, die IMMER hinter einem empfindlichen Teil hängt... Rip...
      - Faden angezogen, aber den Falschen, schon festen... Rip...
      - Faden angezogen, aber zu fest... Rip... - alternativ: Krumm...
      - Faden angezogen, fixiert, und den Falschen abgeschnitten...
      - Faden angezogen, und den Richtigen abgeschnitten - aber vergessen, den Richtigen vorher zu fixieren stirn1

      Und dann war da noch die Sache mit dem misslungenen Eigenbau des FuMo`s:



      "Das" - im linken Bild - sieht schon wesentlich besser aus, als die selbstgefrickelte Netzhautpeitsche... ist das Standard-Ätzteil von GPM,(schööön...) im rechten Bild ist das FuMo-Modell schon weitgehend einbaufertig. Die restlichen Teile stammen aus dem Bogen, bis auf den "Mast", der besteht aus einem 1,5mm durchmessenden Stück Blumendraht.



      So, habe fertig, links von vorn, rechts von... achtern! Und weil, wer genau hinschaut, noch was sieht, was vorher nicht `dran war:

      Noch`n Klavier:




      Die Originale fuhren an Backbord in der Takelage so eine Art "Lichterkette", Stücker drei - auf einem Original-Farbbild ist sogar eine Rot-bräunliche Färbung der Laternen wahrnehmbar. Ich weiß nicht, was soll es bedeuten...? Hab` "Es" aber mal angehangen, da im Takelplan von "Fock" so schön ersichtlich, und auch auf jeder Originalaufnahme sichtbar. Damit ist dieses Schiffchen nahe an einer Lichtorgel... Oder andere Bögen haben es einfach geschlabbert... Nun kommt noch nach der Denkerpause, wie es weitergeht, ein kleiner Spind, in dem die Signalflaggen lagen, und dann geht es an die Kamine - oder die Beiboote...oder...

      Und Tschüss,

      euer

      box 1

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Boxer () aus folgendem Grund: Stil

    • Moin Robert,

      sehr schönes Großmast-Gehäkel! cool1
      Interessant, daß sich Deine "Blöcke" aufgrund der offenen Drahtaufhängung tatsächlich als solche für die Flaggenleinen nutzen lassen!
      Ich nehm für diese Flaggenleinen immer nur 0,1mm-Federstahldraht. D.h., die Leinen sind gar keine, sondern sehen nur so aus und werden links und rechts an meine Blockimitate drangepappt.
      Deine Erfahrungen beim Takeln -"ripriprip"- dürften allen, die das ernsthaft schon mal probiert haben, bestens bekannt sein. Incl. der dabei üblichen verbalen Entgleisungen.... grins 1
      Die dreifach-Lichterketten wurden übrigens immer nur an Weihnachten gefahren..... Baum 1 ......nee ernsthaft: Das Ganze stellte eine sog. "Nachtfahrtanlage" dar.

      lg.
      Tommi
      ....und ab dafür! rollen1
      Vergammelte Werke
    • Hallo zusammen

      Fritz,

      "In echt" sieht das Ganze ziemlich winzig aus... um die Strippen zu würdigen, müsste am eigentlichen Standplatz helles Papier hinter dem Mast hängen... hm, und vielleicht ne` Lupe davor?...

      Hallo Tommi,

      Klueni schrieb:

      Ich nehm für diese Flaggenleinen immer nur 0,1mm-Federstahldraht. D.h., die Leinen sind gar keine, sondern sehen nur so aus und werden links und rechts an meine Blockimitate drangepappt.
      Das merk` ich mir... Um bei der Wahrheit zu bleiben, ich weiß nicht, ob ich mir diese Nummer noch einmal zumute... Vor allem, wenn ich an meine Hipper, frech 2 Scharnhorst frech 5 oder Tirpitz frech 4 denke...
      Der Serafil-Faden (Stärke W 8/0, anthrazit) ist vielleicht noch einen Tucken dünner, aber benötigt tatsächlich etwas Zug, um stramm zu sitzen - und da hat denn das jetzige Block-Modell doch ab und zu ein Festigkeitsproblem.... Vom anderen "Rip" mal abgesehen.

      Und vielen Dank für die Erklärung der "Nachtfahranlage", schon wieder ein "Was-Auch-Immer" mit Namen versehen!

      Hallo Holger,

      nix fallenlassen, 2x links, 2x rechts, und einmal wieder abreißen - ist genau so, äh, sch... ade...

      liebe Grüße,

      Robert
    • Hallo Kurt, Frank und Günter,

      vielen Dank für die lieben Worte!

      Und Günter, durchaus kann ich ein paar "Block-Teile" mit nach Mespelbrunn nehmen...

      Lehne aber jegliche Haftung zu Risiken und Nebenwirkungen ab! krank1 Hatte nämlich schon einen Alptraum, in dem mich ein riesiges Kartonungeheuer mit vorgehaltener Schere gezwungen hat, die Blöcke für einen Großsegler in diesem Maßstab herzustellen... zwinker2

      Gruß,

      Robert
    • Neu

      Super Modell und super Baubericht!
      Vor ein paar Tagen schriebst Du:
      "Die Originale fuhren an Backbord in der Takelage so eine Art "Lichterkette", Stücker drei - auf einem Original-Farbbild ist sogar eine Rot-bräunliche Färbung der Laternen wahrnehmbar. Ich weiß nicht, was soll es bedeuten...?"
      Ich glaube ich weiß, was das ist. Diese Licherkette sieht man auf vielen Schiffen, nicht nur Kriegsschiffen. Die Lichter sind rot-weiß-rot oder rot-rot/weiß-rot und werden eingeschaltet, wenn das Schiff manöverierbehindert (rot-weiß-rot) oder manöverierunfähig (rot-(-)-rot) ist. Grundlieger zeigen zusätzlich zur "Ankerbeleuchtung" noch rot-rot-rot.Tagsüber werden diese Behinderungen mit "Shapes" angezeigt: Ball-Rhombus-Ball, Ball-Ball oder Ball-Ball-Ball. Schiffe die die Lichterkette nicht ständig gesetzt haben, müssen sich, wenn der Notfall eintritt, eine solche aus einzelnen Rundumlaternen der passenden Farben improvisieren.
      Wenn man mal "Lichterführung" googelt, dann erfährt man, daß Minensucher bei der Arbeit 3 grüne Lichter im Dreieck angeordnet im Mast führen müssen. Ich habe aber keine Ahnung, ob dies schon während des 2. Weltkriegs Vorschrift war. Es muss also der Alptraum eines jeden Seemanns sein, ein paar Entgegenkommer mit diesen grünen Lichtern zu entdecken. "Schiet! wir sind mitten im Mienenfeld, und wenn die Teufelseier uns nicht den Garaus machen, haben wir immer noch Schangs auf Havarie mit Räumgeschirr."
      Alles Gute
      Bernhard
      Die Zukunft ist auch nicht mehr das, was sie früher einmal mal war. (Yogi Berra)