Flottentorpedoboot T 22, GPM 1:200

    • @Boxer

      Boxer schrieb:

      (Hochgestochen ausgedrückt, baue ich ja ziemlich frakal, der Kölner würde einfach sagen: "Janz durchenäng")
      Moin Robert...

      genauso baue ich auch. Ich habe einmal bei einem Modell erst die Decks, die Aufbauten mit dem ganzen Drum und Dran gebaut und erst zum Schluß den Rumpf. Zugegeben man muß wenn man so etwas macht viel Vertrauen in die Konstruktion haben. Aber letztendlich hat das geklappt. Alles passte wunderbar zusammen...

      Gruß
      Günter
    • Boxer schrieb:

      und mit der Ankerkette durch eine Art Stab(??) verbunden - waren das einfach Ersatzglieder, oder hatte die Konstruktion eine Funktion?
      Servus Robert,

      das war eine Art Zugentlastung und Sicherung für die Ketten. Bei starkem Seegang konnte die Ankerkette schon mal das Wandern anfangen. Es gibt da ein schönes Bild von der Scharnhorst, wo sich die Ankerketten schlängelten wie - na ja - wie eine Schlange. Mit dieser Vorrichtung hielt sich das in Grenzen.
      Grüße aus Oberbayern!

      Der Mensch braucht Ziele, nur müssen sie auch erreichbar sein.

      Gerhards Staubfänger
    • Hallo Günter,

      hallo Holger - dann baue ich doch mal so weiter - gleich!
      Und Gerhard, danke, dass es durch Deine fachkundige Erläuterung nun ein "Was-auch-immer" weniger gibt.

      Aber erst noch ein paar Seiten aus dem Geschichtsbuch:

      Der 01. September 1942 ist für Boot und Besatzung ein besonderes Datum. Weniger wegen der zu diesem Zeitpunkt üblichen "Kriegseinstritts-Gedenkfeiern" als das an diesem Tag die erste Seite im KTB, im "Kriegstagebuch" begonnen werden kann.
      Nach genau einem halben Jahr intensiver Erprobungen und vielen Seemeilen ist also jetzt erst das Schiff völlig "KB" eingestuft, und prinzipiell zum Einsatz bereit - aber:


      Am 03. 09 läuft T 22 nicht zu einem Einsatz, sondern zur UAS, der Unterseeboots-Abwehr-Schule aus. Dort nimmt das Boot am Übungswerfen von Wasserbomben teil.
      Am 08. 09. stehen MES-Erprobungen und Funkabstimmungen in der Danziger Bucht auf dem Programm.
      Am 09. 09. läuft das Boot nach Swinemünde, und absolviert dort im Osternothafen ein mehrtägiges Ausbildungsprogramm der Besatzung.
      Ab 14. 09 beginnt - vor Anker auf Reede liegend - ein weiterer Ausbildungsabschnitt.
      Am 15.09 läuft T 22 zurück in den Hafen, und an diesem Tag beginnt auch das KTB für T 23, das wesentlich von der angestrengten und langen Ausbildungszeit vom Typ-Boot partizipierte.
      T 22 bleibt bis zum 20. 09 im Hafen, und verlegt dann zur Pommerschen Bucht zu weiteren, intensiven Schulungen.
      Am 21. 09 geht das Boot in einen Ausbildungsabschnitt in die mittlere Ostsee, um Flak-Übungen durchzuführen und Leuchtgranatenschießen zu üben.
      Am 22. 09 steht tagsüber Ausbildungsdienst der Besatzungen auf den Gefechtsstationen auf dem Dienstplan, nachts ist Abwehrschießen gegen Schnellboote unter Einsatz von Leuchtgranaten angesetzt.


      Doch an diesem Tag zeigt sich, dass es härtere Sachzwänge als Dienstpläne gibt.
      Bereits am Nachmittag fallen einige Männer mit Magenverstimmung aus. Gegen Abend fehlen schon ganze Mannschaften, und um 22:25h muss die Übung abgebrochen werden, da 40% des Maschinenpersonals ausgefallen ist - das Boot ist nicht mehr voll fahrbereit!
      In den folgenden Tagen kann das Boot nur eingeschränkt an Abkomm- und Übungsschießen teilnehmen.
      Die Erkrankungen sind so schwerwiegend, das am 25. und 26. September Maschinenpersonal von den Booten T 25 und T 26 einschifft.
      Bis Ende September führt T 22 weitere, zahlreiche Übungen durch, bleibt aber immer noch im Ausbildungsbetrieb.

      Und nun zum Modell, dort geht es endlich an einige deutlich größere als "Klöterteile":



      Links ist der Spantenkasten abgebildet, der später unter dem Brückenaufbau verschwindet. Und wer genau hinschaut, sieht, dass dessen Bodenplatte etwas "krumm" ist.
      Die muss aber ganz leicht gebogen sein, um sich in die Steigung des Decks zum Bug hin zu schmiegen. Also bei den Teilen W 34b P&L NICHT mit dem Messer über die Kante sicheln. Und die Bodenplatte W 34a NICHT zwischen zwei Glasplatten plätten...Die soll nämlich "im Schwung" liegen.

      Im rechten Bild ein paar schon einbaufertige Teile, das Geschützpodest(Teile 43etc.) und der Wellenbrecher. Alles nur gestellt, noch nicht befestigt.

      Und jetzt muss ich etwas zu Wellenbrechern loswerden.
      Ich mag sie nicht! Ich weiß nicht, wie es anderen geht, aber für mich sind das hinterhältige Teile. Ausgekragt, mit Schwüngen und Winkeln - oder noch schlimmer - Radien...und lang. Und dünn. Und wenn nach langem Gerolle und Geknete über Hölzchen, Stöckchen, Finger und andere Körperteile das Dingen in Form gebracht ist, man es in die Pinzette nimmt und die Klebekante mit Leim bestreicht, dann, ja, dann wird irgendeine heimtückische Oberführungsfaser wach und ruft zu den Genossen:

      "Hey, Leute, bevor wir uns hier alle endgültig zur Ruhe setzen müssen, reichen wir uns noch einmal die Hände und ziehen ganz kräftig - dann springt der Typ, der schon Stunden an uns `rumgeknetet hat, komplett aus dem Hemd"

      Und so isses auch! Plötzlich stimmt nix mehr, ein Schenkel hebt das Beinchen, wo bislang "Passung" zum Deck herrschte, oder der Radius läuft aus. Und auf Deck wird geschmiert!
      Also ging ich bislang mit der Methode "Anpunkten" mit Sekundenkleber an`s Werk, um "Klebstoffwischer" in diesem Bereich zu minimieren. Diesen da werde ich aber mit folgender Methode zu bändigen versuchen:
      Weißleim auf Papier mit abgestimmter Wasserfarbe vermischen.
      Verdünnt + ein an sich fast farbneutraler, matter Klebstoff = passend eingefärbter Leim - bin mal gespannt, wie das wird...



      Und ich hab` noch einen: Die Teile W 34g, und W 34f(sowie P&L) wobei die "f"-Teile die Oberen, und die "g"-Teile die unteren Platten abbilden sollen.
      Ich habe jedoch festgestellt, dass die "f"-Teile etwas breiter als die "g"-Teile sind - etwa einen halben Millimeter. Und nach langem Probieren und Geschiebe habe ich die Sachen getauscht - "g" liegt jetzt oben. Das passt einfach besser - rechts im Bild -, Bauplan hin oder her.
      (Mal sehen, ob ich später die Klatsche bekomme...)

      Momentan noch selbstbewusste Grüße aus dem Westerwald sendend,

      euer

      box 1
    • Hallo zusammen,

      und weitere Aufnahmen vom wachsenden Brückenaufbau:



      Alle Bilder sind "gestellt", also noch nichts zusammengeklebt, da ich mir Zeit lasse,
      a.) die beste Vorgehensweise zur Reihenfolge des Verklebens zu überlegen, und
      b.) die "an sich" verklebefähigen Teile gerne genau an ihrem Platz betrachte(und hups, schon sieht man auf einmal Spaltmaß...)
      Links im Bild die ebenfalls mit dezenten Radien versehen Verkleidungen für die Spantengruppe W 34. Teilweise schauen die "Spitzen" der Radien nur so gerade eben über die Kante vom Lineal.
      Hält man sich daran, etwas "krumm" zu schneiden, wird man mit exakten Passungen belohnt.(LOB!)



      Die meiste Zeit dieser Woche stand im Zeichen der weitgehenden Komplettierung der Verkleidungen.
      Im linken Bild die Brückenfront mit Türen, "verglasten" Fenstern, Regenabweiser und einer Kurbelwellen ähnlichen Struktur um die Scheiben, die im wahren Leben Teil eines Jalousiensystems war.
      Die sechs kleinen Quadrate oberhalb der Brückenfenster sind auf Originalaufnahmen deutlich erhaben zu sehen, und tragen in der Mitte winzige "Pöckel".
      Die Teile sind nicht im Bogen enthalten, aber in der Textur der Brücke. Also wieder eine Detailergänzung. Und die aufgedruckten Quadrate sind eine prima Markierung zum Setzen. Die Sache wird - nahe zum Schluss - noch eine Fortsetzung in einer Art "Windleitblechen" finden, die neben den Dreierreihen angebracht waren.
      Vielleicht kann jemand etwas zu dem Zweck dieser "Kacheln" beitragen - sonst hab` ich mal wieder ein "was-auch-immer" gefrickelt...
      Dann bleibt nur, das Wachstum der Brücke durch den Aufbau aus Teilen der Gruppennummer 37 zu erklären. Damit lässt sich die Verbindung zur Brückenfront herstellen.
      Die quadratischen Durchlässe für die Niedergänge schneide ich prinzipiell einige Zehntel Millimeter größer, das erzeugt weniger "Geecke" beim Einbau.
      Im rechten Bild - vielleicht auch Eulen nach Athen tragend - meine Methode, Teile erst einmal "so" zu fixieren, um etwas Druck ohne Verrutschen aufbauen zu können. Mit Gummis. Dann kann an einer Sache ein bischen gezippelt und gezogen werden, um die Passungen zu prüfen. Seite hab` ich schon.
      Eigentlich könnte nun, etwas abseits der Bauanleitung, zum Verkleben der Teile geschritten werden.

      Ich geh` noch `mal in mich...

      Gruß,

      box 1
    • Hallo zusammen,

      hui - rotwerd1 - so viel Lob!

      Hagen,
      so sieht es aus, wenn man an Detailitis leidet. happy1
      Schön, dass die Kleinteile-Fizzelei nicht langweilig wird.

      Gerhard,
      und gleich geht's mit der Brücke weiter.

      Petcarli, Danke!

      Stephan, Dank auch an Dich, und ja, ich geb ` mir mit weiteren Kommentaren Mühe.

      Nun zu den heutigen Ergebnissen:



      Endlich habe ich mich für die erste Klebestelle entschieden. Im linken Bild durch Pfeile erkenntlich. Genau zwischen diese ließ ich ETWAS(Mein Motto für Kleber, egal welcher: So viel wie nötig, so wenig wie möglich) Sekundenkleber flüssig eindringen, um einen Ausgangspunkt für den korrekten Sitz der Außenverkleidung zu erlangen.
      Dabei achtete ich natürlich auf ein möglichst geringes Spaltmaß zum Deck.
      Sowohl von der Brückenfront, als auch vom eingezogenen Deck des Aufbaus. Das Ergebnis ist im rechten Bild ersichtlich. Liegt alles schön an. Die Flanken der Brückenverkleidung habe ich jedoch mit Weißleim verklebt, und dabei auf möglichst enge Passung der unteren Kanten zum Deck geachtet. Am Übergang zum Boden - also zum Deck - habe ich wieder Sekundenkleber in die Spalten fließen lassen. Damit saß die "Pelle" schön zu den seitlichen, wie in der Längsachse vorhandenen Wölbungen des Decks passend am Spantengerüst.



      Der Brückenaufbau wie die Geschützplattform sind immer noch nicht verklebt, nur gestellt. Linkes Bild.
      So, und dann gab es eine Programmänderung. Der Grund war fotografisch nicht festzuhalten. Liegt im Aufbaudeck Teile Gruppe 37 begründet, die im linken Bild querstehend sichtbar ist. An sich wollte ich die Gruppe schon verkleben. Habe jedoch durch die nun gereinigten Scheiben der Brückenverkleidung problemlos bis auf den Boden der Brücke sehen, und dort "W37b1" lesen können.
      Das fand ich erst lustig. Nach ein paar Minuten Geschiebe und Gepasse fand ich das immer weniger lustig, und dann saß er, der Hirnfurz.
      Ergebnis: Ich werde eine Brückeneinrichtung anfertigen. Auch wenn nachher durch die jeweils vier Quadratmillimeter "großen" Fensterchen nicht so viel zu sehen sein wird...
      Jedoch, bei diesem Schiffsmodell ist die "Tagesbeleuchtung" durch die zusätzlichen seitlichen Scheiben recht gut, schaun` wir mal, was dabei herauskommt.
      Im rechten Bild seht ihr eine weitere Detailergänzung. SECHS statt der im Bogen vier gesetzten Bullaugen. Auf allen Originalaufnahmen sind beim T 22 und T 23 an der Backbordseite sechs, und nicht vier Bullaugen sichtbar. Steuerbord waren es immer vier. Und ab - wahrscheinlich - T 25 dann auch symmetrisch an Backbord nur vier. Die leichten Unterschiede im Zwischenraum der Bullaugen entsprechen dem Original.

      Und so viel für heute.

      Gruß aus dem sich schon gelb verfärbenden Westerwald,

      euer box 1
    • Moin Robert...

      1A Klasse Kartonmodellbau...., die Brücke, die jetzt schon angebauten Details....,
      einfach nur KLASSE ! klasse1
      Ein schnittiges,elegantes Schiff.... ! daumen1



      Mit Grüssen
      von der etwas zur Zeit grauen Nordseeküste,
      an den dem sich schon gelb verfärbenden Westerwald !
      Gruss
      Holger


      was anderes kommt mir nicht i(a)n den Karton...... ! ja 2
    • Moin Holger,

      war zwar in der letzten Phase meines Gott sei Dank beendeten Pendlerlebens an der Ostsee, kann aber durchaus sagen, das
      "graues Wetter" an der See durchaus seine Reize hat.
      Da sind nämlich nicht so viele Touris am Strand muhaha1 !!

      So, ernsthaft:



      Es ging ja um das Verkleben.
      Und auch um meinen Lieblingsfeind, den Wellenbrecher - oder lange, dünne Kartonstrukturen, die sich, mit Leim benetzt, wahrscheinlich durch die eindringende Feuchtigkeit, sofort verziehen...
      Links - Nee, nich` von meinem Großsittich - seht ihr einen Klacks Wasserfarbe und ein Klacks Weißleim. Das Ganze dürfte so zwischen 20 - 40% in "Schiffsfarbe" verdünnten Leim abgeben. Aber vor Gebrauch noch gut verrühren...
      Damit habe ich die zum Kleben bestimmten Flächen des im rechten Bild sichtbaren Gehäuses bestrichen - auch in Grün.
      Wie ersichtlich, steht das Ende des Brückenaufbaus bei diesem Modell fast zwei Millimeter hoch.
      Solch eine Schaukel würde normalerweise zu Schweißausbrüchen und Schnappatmung führen.
      Doch hier soll es genau so sein - und nun eins tiefer -



      ist im linken Bild auch der Radius QUER zum Schiff ersichtlich. Also für alle Nachbauer noch einmal der Hinweis, die, auf den ersten Blick gar nicht mal so leicht erkennbaren Radien zu beachten, sonst entstehen beim Aufkleben des Brückenaufbaus Spaltmaße.
      Rechts im Bild der konsequent mit gefärbtem Leim verklebte Wellenbrecher nebst Stützen.
      Zehn(10!) Paare in unterschiedlichen Größen. Aber ich wollte das Dingen = Schiffchen ja mal möglichst ohne Ätz- oder Lasercutteile
      bauen...



      So, und die letzten Bilder zeigen den unteren Brückenaufbau endlich mit dem Deck verheiratet. So ich an unifarbigen Strukturen Leim ansetze, wird das in Zukunft immer Vorgefärbter sein - ist Weißleim an sich schon recht "unsichtbar", kommt durch die Verwendung des Eingefärbten solchen so gut wie kein "Schmier" mehr zu Stande.
      Die schmale Struktur (Fußpferde oder Handlauf?) unterhalb der Bullaugen habe ich aus 0,2mm Cu-Draht hergestellt(Nach Schablone im Bogen)
      Das allerdings schon vor fast zwei Jahren, es sind Teile aus dem Kleinteileregister am Anfang des Bb.
      Bei solchen Strukturen setze ich einfach in Sekundenkleber Gel eingetunkte Drahtenden in die vorgepieksten Löcher, und schneide die Stachel nach dem Trocknen mit einer alten Nagelschere gerade ab. Das erste und das letzte Loch in der Reihe nimmt die rechtwinklig abgebogenen Enden des umlaufenden Drahtes auf, der dann leicht mit den Spitzen der Drahtenden verglichen und verklebt werden kann.
      Sieht passabel aus.
      Auch nun die Brückenfront, an der ich bei der letzten Nahaufnahme - siehe Bb. - gleich vier Mängel feststellte, die aber mit etwas Kleber und Farbe wieder zu beheben waren. Ablösung eines Teils der "Kurbelwelle" um die Fenster, die uni-grüne Kachel in der Sechserreihe oben links, der Blitzer am Wasserabweiser einer der Schotttüren, und der Blitzer an einem Bullauge.
      Unglaublich, was der Fotoapparat alles zeigt, das mit bloßem Auge kaum wahrnehmbar ist.
      ausguck1

      Und schön, wenn die Sache korrigierbar ist, und nicht rotwerd1 ...

      bleibt.

      Bis demnächst,

      Robert
    • Tach` auch Tommi,

      sid bedankt, min Heer!

      Jau, der "Detailismus" tobt sich an diesem Modell völlig ungebremst aus - jedoch, jedoch...

      Das Schiffchen ist mit 50cm nicht gerade eins der größten, und schon einiges wurde in einsamer Stunde während aushäusigen Daseins vorgefertigt.

      Und im Gedanken an die Fraktion 1:250 - gut, dass es da Ätz- und Spantensätze gibt...

      Gruß,

      Robert
    • Hallo zusammen,

      wieder eine Woche vorbei - doch mit Fortschritten.

      Ich fang` mal klein an:



      Nö, das sind KEINE Schlitten! Im linken Bild ist das Ergebnis zu sehen, wenn "Mann" mal den Ätz- oder Lasercut-Niedergang schmäht, und die Teilchen aus dem Bogen verbaut. Fing damit an, dass der Handlauf der für dieses Boot gefragten Modelle etwas von denen abwich, die - zugegeben - nur zweimal geknickt und einmal gefaltet werden müssen.
      Also abends pro Niedergang 21 Teile verbaut... mal vier! So vor schätzungsweise anderthalb Jahren.
      Das werde ich in Zukunft aber eher lassen...
      schwitz1
      Auch weil die Tritte nicht so hundertprozentig gerade geworden sind.
      Wer meint, dass die Wangen der Niedergänge asymmetrisch enden, sieht richtig, die habe ich nachgearbeitet. Das ist der starken Wölbung(Quer) des Decks geschuldet, und ich bei der Stellprobe bemerkte, dass das äußere Füßchen einen Zehntel Luft hätte, oder der Niedergang nicht gerade steht...
      Im rechten Bild habe ich die Segmente des Schanzkleides des oberen Brückendachs entgegen der Bauanleitung zerschnitten, und auf Stoß um das Deck geklebt. Auch die sechs Stützen sollten am Schanzkleid bleiben, doch auch diese Verbindung fiel dem Messer zum Opfer.



      Links im Bild die schon befestigten Niedergänge - nun wird ersichtlich, warum auch diese Miniaturen verschiedene Farben bekamen...
      Rechts im Bild - endlich, endlich - die nun mit dem Unterbau verklebte Brücke. Wer genau hinschaut, wird hinter den Stützen um den Niedergang herum eine Art "Laufställchen" bemerken.
      Die sollten im wahren Leben verhindern, das Männer den Niedergang nicht ordnungsgemäß, sondern im Sturzflug krank1 nutzten - oft auf Bildern zu sehen, im Bogen nicht enthalten.
      Aus Lasercut-Reling hergestellt. Auch so die kleinen Relingsteile im Schanzkleid, im Bogen optional im Schanzkleid "Zu" mit aufgedruckter Anmutung des Relingabschnitts enthalten.
      Die Dreieckskästen enthielten wahrscheinlich Munition für die 2cm, die später gestellt wird.

      Und am Wochenende kommt die Fortsetzung,

      Gruß,

      Robert
    • Rezatmatrose schrieb:

      das, was ich da sehe, kommt dem Perfektionismus des Kartonmodellbaus doch schon absolut nahe ... Klasse.
      Ups,

      da schaut mir doch glatt einer beim Arbeiten zu... happy1

      Günter, die Detailergänzungen haben bislang auch(mal...) gut funktioniert, manchmal jedoch verschlimmbessert sich`s aber, und es sieht
      kotz1
      aus...

      Siehe die etwas schräg stehenden Tritte in den Niedergängen. Sind jetzt mit bloßem Auge nicht so kritisch, deshalb kamen die trotzdem an`s Modell.
      Aber das "Prinzipiell" stört mich so, dass ich für kommende Modelle, wo die Handläufe nicht zu Ätz- oder Lasercut-Teilen passen, die Treppe aus dem Satz mit selbst gefummeltem Handlauf versehen würde....
      (oder so...)

      Gruß,

      Robert
    • Na, Deine Niedergänge, Robert - als niedergangsgeplagter Bastler (der dann zeitweise der Einfachheit halber und weil er sich nicht mehr nerven lassen will, diese durch Leitern mit Geländer ersetzt grins 2 ) kann ich nur sagen, die sind vom feinsten. daumen1

      Wenn mir da einer 100 davon zusammengebaut spendieren würde - ich würde sie mir ohne Zögern nehmen.....

      Servus
      hvt
      Das Reh springt hoch, das Reh springt weit -
      was soll's sonst tun, es hat ja Zeit.... grins 3
    • Hallo Günter,

      Rezatmatrose schrieb:

      Denn was sieht man beim fertigen Modell dann noch ?
      Arrgh! - Stimmt! Und DAS ist NOCH schlimmer!

      Hallo Hagen, sag` Bescheid, wenn Du jemanden findest, ich nehm` auch welche - denn wie Günter so richtig erkannte, sieht man die Dinger später ja kaum noch... lala1

      Zum Wochenende wieder einen geschichtlichen Rückblick zum Anfang:

      Ab 01. Oktober 1942 sind in den Gewässern um Borkum wieder Übungen angesetzt. Diesmal werden neben allgemeinen Fahrübungen auch Kriegsmarschübungen im Flottenverband trainiert.
      Am 03. 10 wird zu Gefechtsübungen des Verbandes in die mittlere Ostsee verlegt. Dabei kommt es zu dem bereits zitierten KB-Eintrag über die "schlechten Seeeigenschaften" des Bootes wegen Spritzwasser.
      Am 05. 10. läuft T 22 zu einer Maschinenüberholung nach Kiel, die erst am 11. 10. beendet wird. Als nächster Neubau läuft unterdessen T 24 in die Vorprobefahrt.
      T 22 hingegen läuft am 12. 10 aus und nimmt im Kaiser-Wilhelm-Kanal eine MES-Vermessung vor. Danach geht es in die Kieler Bucht.
      Und dort, in der Nacht vom 13. 10 nimmt T 22 zum ersten Mal Einfluss auf das Kriegsgeschehen. Das Boot beteiligt sich mit 15 Schuß 10,5cm an der Abwehr britischer Flugzeuge.
      In den nächsten Tagen fährt T 22 weitere Gefechtsbilder. T 23 fährt hingegen westwärts durch die Ostsee und ankert ebenfalls in Kiel.
      Am 18. Oktober stellt T 22 auf Befehl des Chefs der 5. TFl., Sofortbereitschaft her.
      Und T 24 wird an diesem Tag in Danzig in Dienst gestellt. Damit sind drei Boote - eine Division - der neuen Schiffe, wenn auch in unterschiedlichen Ausbildungsstufen, im Wasser.
      Und irgendwann in diesem Zeitraum 1942 schiffte sich ein Offizier auf T 22 ein, der als WO und AO seinen Dienst verrichtet. Es ist der, durch seine späteren Publikationen in Marinekreisen bekannte, Harald Fock.

      Und nun zur Ausbeute der letzten Bastelstunden:



      Das obere Deck zeigt sich im linken Bild gefüllter. Alle Schanzkleid-Stützen sind befestigt, wie die Schutzgitter der oberen Niedergänge. Auch die kragenförmigen Auswölbungen der Schanzkleider sind dranne.
      Mit denen bin ich wieder vom Bogen abgewichen.
      Ursprünglich war die außen sichtbare Tarnbemalung auch auf die Innenseite der Wölbung gespiegelt.
      Das sah irgendwie "komisch" aus. In der Literatur habe ich bei sehr guten Aufnahmen dieses Bereichs keinerlei Helligkeitsverschiebung zum tieferen Innenteil der Schanzkleider feststellen können - also die Teile auch auf hellgrau übermalt.
      Empfinde ich als stimmiger- (aber ist vielleicht auch voll daneben...)
      Die Position der Leiter entspricht ebenfalls nicht dem Vorschlag im Bogen, dort soll sie quasi mittig im Durchgang platziert werden. Meine Bilder zeigen die Leiter jedoch nach hinten versetzt. Die - für mich auf den ersten Blick, und der eigentliche Grund zum Nachschlagen gewesene -- "zu kurze" Leiter stimmt hingegen. Dann hört sie halt in der Mitte auf...
      Die Teile waren auch schon vorgefertigt, Lasercut-Normteil, vier Stöppel als Abstandshalter `dran und angemalt.

      Rechts im Bild die nun TATSÄCHLICH nicht mehr besonders gut sichtbaren Niedergänge, stirn1 sowie zwei aus dem Fundus vorgefertigter Teile entnommener kleiner Poller(Teile 87).
      Und, auf dem Schornsteinpodest, die von mir schon - in mit 0,5mm Bohrer vorgeriebene Löcher - gesetzten Relingsstützen. 0,35mm Cu-Draht, 5mm Überstand. Verklebt mit "einem Hauch" Sekundenkleber Gel.
      Wie auf dem Geschützpodest, sind bei diesen Decks die Abstände der Stützen so weit von denen der Lasercutteile entfernt, dass ich die Normteile dort nicht verwenden will. Mal sehen, wie sich die unterschiedliche optische Anmutung nachher zu denen der ja hauptsächlich zum Einsatz kommenden Lasercut-Teile verhält...



      So, schon wieder die Aufnahmeprüfung zum Fudu-Zaubberer-Lehrling verpatzt. Die Puppe würde nix taugen, sagten die Priester.
      - - Null Ahnung, die Bande, denn im rechten Bild wird doch prima ersichtlich, wie die Teile nun die Brückenfront komplettieren. An die Haken und Ösen kommt später der Ausleger, mit dem der - auch später - dort "geparkte" Otter ausgebracht wurde.




      Und mit einer Querabansicht des bisherigen Fertigstandes der Brücke verabschiede ich mich für heute. So ein ganz kleines bisschen ruiniert das quadratische Trumm ja die schöne "schlanke Linie " des Modells.

      Bis dann,

      der

      box 1
    • Hallo zusammen,

      nun die Bilder der gestrigen Aktivitäten - nicht viele, aber der vorläufige Abschluss der Brückenaufbauten:



      Im wesentlichen habe ich die Fadenrelinge gezogen. Im linken Bild die um die Geschützplattform, im Rechten jene um das vordere Kaminpodest. Der Anleitung des Bogens folgend wäre der, durch die im rechten Bild an der Reling sichtbaren braunen "Hänger" verschlossene, Durchgang offen - tatsächlich wurden in solche Öffnungen entweder Seile oder Ketten eingehängt.

      Und ich habe das Dinghi angebracht.
      Aber nicht das so schön "Inneneingerichtete" aus meiner Vorfertigung, weil:
      Blöd1
      ...und pappe das mühevoll mit Duchten und Ruder etc. versehene Kleinstteil mit der Öffnung an die Wand. Den Boden zur Wetterseite weisend, ist es nämlich korrekt angebracht, wie Originalaufnahmen zeigen, und nicht, wie im Bogen, mit der offenen Seite zur See.
      Hab` ich bloß erst später gemerkt, und mir deshalb bei einem anderen Bogen noch ein Dinghi gemopst, von dem ich jetzt nur den Rumpf gefertigt habe... Und das eigentlich zum Bogen gehörende heb` ich mir mal schön auf!
      Bei diesem Fertigungsstand werde ich die Brückenaufbauten stehen lassen, und zu den Aufbauten im Mittelschiff wechseln.
      Vielleicht in Kürze etwas zu den bisher verbauten Teilen und Teilchen - es sind gut 300. Sieht man kaum...(Recht hat er, der Günter) - und man will`s kaum glauben, aber wer an über achtzig Teile allein für die Niedergänge, und vierzig - auch noch meist unterschiedliche -Schanzkleidstützen denkt, der glaubt dann doch...

      An Detailänderungen sind nun vorhanden:

      - Dinghi statt mit der offenen mit der geschlossenen Seite zur See
      - Sechs statt vier Bullaugen in der Flanke des Brückenaufbaus an Bb.
      - Leitern an der Brücke etwas weiter zum Heck
      - Führungen der Otterausleger nach Plan Fock, nicht nach Bogen
      - Farbe der Schanzkleid-Auswölbung innen grau statt Tarnfarben

      An Detailergänzungen habe ich

      - die "Kacheln" und "Ohren" an der Brückenvorderfront
      - die Schutzgitter um die Durchlässe der Niedergänge
      - und die im Original abnehmbaren "Strippen" zwischen den Relingsabschnitten um den Kamin
      angebracht.

      Und im späteren Verlauf werden noch weitere Detailergänzungen auf der Brücke folgen.
      Mir völlig unverständlich denk1 fehlen eine ganze Reihe - eigentlich alle! - im Original dort stehender Geräte. Aufschluss darüber geben die Originalaufnahmen der Begleitliteratur.
      Sicher identifizieren konnte ich je einen kleinen Scheinwerfer, wahrscheinlich zum Morsen, je eine "dicke" Binokularoptik, wahrscheinlich ein Torpedozielgerät, und ein "Was-auch-immer", das aussieht wie zwei aufeinander gepappte Suppenteller mit Griff (oder "Hörner")oben drauf. Ich glaube, eine Art Teilerkreis am Durchmesser zu sehen.
      Alles schön auf Säulen ruhend. Das ist der Grund, weshalb der Gang an der Brücke bei diesem Modell so komisch "nackig" aussieht. Soll ja nach Plan nur die 2cm dort stehen...
      Hätte ich mal gleich auf den Brückenbereich meines Z1 geschaut - da ist alles vorhanden. Gut, wird also eine Fertigung aus "Eigenmittel" werden. So peu a` peu...

      Bis demnächst,

      und Grüße aus dem langsam abblätternden Westerwald,

      box 1
    • Kurt schrieb:

      den Brückenaufbau bei diesem Modell finde ich besonders schön und Du hast ihn prima hinbekommen.
      Moin Kurt,

      kein Wunder, fehlt ja noch einiges, mit dem der Eindruck wieder relativiert werden könnte... happy1
      - aber das wird noch.

      Hagen,
      ich opfere lieber zwanzig Prozent mehr Zeit, um Details zu ergänzen, als beim späteren Betrachten immer wieder dieses eine Prozent "Hätt` ich doch besser..." zu spüren.

      Günter,
      auch jetzt bin ich noch immer wieder verblüfft, wie viel Material zu diesem nicht so bekannten Schiffstyp zur Verfügung steht. Und beim Betrachten der Bilder kommen die Ideen, was vielleicht geändert werden könnte - wie die Farbe der falschen Bugwelle oder später die der Schornsteinkappen - schon von ganz allein.

      Gruß,

      Robert
    • Hallo zusammen!

      Da sich nach dem Mespelbrunner Maximaleindruck die Augäpfel längere Zeit vor den Höhlen befanden, nur ein paar kleinere Baufortschritte:



      Links im Bild die schon seitlich umkleidete Spantengruppe Nr. 48. Der GPM-Verlag kreiert wirklich äußerst stabile und passgenaue Spanten-Aufbauten- das war ein LOOOB!
      Wer den Bogen kennt, wird sehen, dass ich die "Ohren" - also die Verbreiterungen der Geschützplattform, abgesäbelt habe - da kommen später die Ätzteile `dran. Die im Bild sichtbaren Verbreiterungen aus Karton sind eigentlich die - dann auch keine Verwendung findenden - Unterteile.
      Im rechten Bild ist eine(jetz jibt`s jleich Keile von wegen die Ausdrucksweise) "eckige" Ecke(ja, ja, die Westerwäller) an der linken, und eine "runde Ecke" an der rechten Seite des Aufbaus sichtbar. Hm, In Vergrößerung...Bin auch für Sprachnachhilfe, wie eine "runde Ecke" nun WIRKLICH heißt, durchaus aufgeschlossen! Was das im wahren Leben zu bedeuten hatte?
      Keine Ahnung, auch nicht ansatzweise... Sehen die Spantenteile, und auch die Verkleidung so vor, und ich hab` es so getan.

      Links nun ein Eindruck, wie das Ganze ohne die Aufklebeteile aussähe....

      ...was Luken, Deckel und Türen anginge. Dann doch besser etwas Zusatzarbeit, die Dingelchen sind ja im Bogen enthalten. Obwohl in Schablonenteilen hinsichtlich der Dimensionen nicht zimperlich, fehlten mir die, auf Originalaufnahmen gut sichtbaren, Entlüftungsrohre. Plastisch im Bild gut zu erkennen, fertigte ich diese aus "Eigenmittel" = 0,3mm Cu-Draht. Momentan nur aufgelegt, und nur grundiert. Die Komplettierung der Seitenwände mit diesen Klein- und Kleinstteilchen wird mich in den nächsten Tagen beanspruchen - bis dann denn,
      euer

      box 1
    • Hallo Horst,
      Toll!
      Toll, weil ich wahrscheinlich diesen Draht als Fitzelstückchen in meiner "Schmeiss-Nichts-Wech-Kiste" hatte, von den Eigenschaften begeistert war aber ohne zu wissen, was sich da buttergleich biegen und formen ließ, nie an Nachschub kam.

      Hast du vielleicht einen Bezugsnachweis?

      Mit dickem Dank,

      Robert
    • Neu

      Hallo Robert,

      na, das sieht doch prima aus. Und wie Du in die Details gehst, habe ich ja in MSP erleben dürfen. Übrigens: mir hat es wahnsinnig viel Spaß gemacht, mit Dir dort zu fachsimpeln und auch sonst sich gut auszutauschen. Danke dafür und ich bin mir sicher, dass wir uns spätestens beim nächsten Forumstreff wieder zu begegnen. Kann dann ja mein 250-iger Flottentorpedoboot auch wieder mitbringen, wenn Dein 200-er fertig ist, auch wenn das dann die kompllette Brückenausstattung haben wird happy1

      Günter
    • Neu

      Hallo Robert,
      Du legst ja ordentlich vor. Was die Rohre anbelangt, ich halte zu diesem Zwecke Kupferdraht, Messingdraht und Evergreen Profile vor.
      Samit kann man schon eine Menge reißen.
      Du erwähnst die Modulbauweise von GPM ,ich bin ein echter Fan dieser Baumethode.
      LG
      Kurt

      Meine Untaten

      Wenn Regierungen versprechen, sich an die Regeln zu halten, und sie dann absichtlich verletzen, ist das kein Unvermögen. Das ist Betrug!
      (Hans-Werner Sinn)
    • Neu

      Hallo Horst,

      einmal dicker Dank für die Adresse,

      und Gerhard -
      zuuu spät, schon bestellt. Denn Blei hat nun mal nicht diesen "Rückspringeffekt" wie Kupfer oder Plastik. Und der Draht in allen möglichen Durchmessern zu haben(lechz!) Und in unserem Alter spielen wir ja auch nicht mehr dauernd mit den Teilen `rum...

      Oder? rotwerd1

      Günter,
      das Zeugs muss ja auch mal in Wartung, und dann ist die Brücke mal leer... gelle? happy1

      Kurt,
      das "Vorlegen" liegt an der erstklassigen Informationslage, was Bilder angeht. Ich wünschte mir so eine Quellenlage auch zu andern Schiffen.

      Gruß Robert