Papegojan von Shipyard im Maßstab 1/72

    • Papegojan von Shipyard im Maßstab 1/72

      Vorbemerkungen

      Nach der Information auf der Webseite von Shipyard war die Papegojan ein Schiff holländischer Bauart, welches 1623 von Schweden gekauft wurde. 1627 nahm sie an der Seeschlacht von Oliwa in der Danziger Bucht teil.

      Weitere Informationen zum Original habe ich bei einer kurzen Recherche im Internet nicht gefunden. Da mein erster Versuch, ein historisches Schiffsmodell aus Papier zu bauen, vor einigen Jahren gescheitert ist, werde ich mein Augenmerk weniger auf die historische Genauigkeit als auf den Bau und den für mich neuen Werkstoff Papier/Karton legen.

      Eine Vorstellung des Bausatzes findet sich auf Modellmarine.

      Ich weiß nicht wie Bauanleitungen bei Kartonmodellen normalerweise aufgebaut sind, die vorliegende finde wenig gelungen um nicht zu sagen mangelhaft. Gerade bei Einsteigern in das Hobby -wie mir- bleiben viele Fragen offen. Einige Bauabschnitte werden gar nicht beschrieben und man wundert sich, wie die Erbauer vorgegangen sind. Die Angaben zur Takelage sind absolut unzureichend. Hier muss man zusätzliche Informationen suchen, um nicht frustriert abzubrechen. In meinem Fundus finden sich einige Pläne niederländischer Schiffe der Epoche, die ich zu Rate ziehen kann.
      Viele Grüße
      Christian

      in der Werft: Papegojan, Shipyard im Maßstab 1/72

      "Behandle jedes Bauteil, als ob es ein eigenes Modell ist; auf diese Weise wirst Du mehr Modelle an einem Tag als andere in ihrem Leben fertig stellen."
    • Bau des Spantgerüst

      Nach Abschluß meiner Farbtests habe ich angefangen, das Spantgerüst zusammen zu bauen.

      Hierbei sind mir direkt kleine Fehler aufgefallen:
      • Die Bauteile CL und CP haben eine "Nase"; Spant III fehlt jedoch die entsprechende Aussparung. Da die Bauteile auf zwei Verstärkungen aufliegen, ist es am einfachsten die Nasen abzuschneiden.
      • Die Aussparungen an Spant IV und am Mittelbrett sind zu lang. Es ist einfacher erst die Spanten V und VI einzubauen und anschließend mit der waagerechten Aussteifung die richtige Höhe von Spant IV einzustellen.
      • Die Teile "a" sind in der Bauanleitung die Teile "Ia"
      Warum einige Spanten durch das Zusammenkleben von 2 Teilen hergestellt werden müssen, kann ich nicht nachvollziehen. Um mir die Arbeit zu erleichtern, habe ich aus Balsaholz eine kleine Helling gebaut, um die Bauteile auszurichten.



      Die beiden letzten Bilder zeigen den aktuellen Bauzustand des Spantgerüsts



      Viele Grüße
      Christian

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    • Hallo Christian

      Da dränge ich mich gleich mal in die erste Reihe! Der Papagei gehört auch zu meinen Favoriten.
      Baust Du den komplett-LC-Satz oder den Modellbogen umskalliert?

      Nach dem was ich bisher in meiner sehr kurzen Karriere bei den historischen Seglern gesehen habe, haben diese, bzw. derne Konstrukteure allgemein ein Problem mit den Bauanleitungen. Ich denke, da hilft nichts als ausprobieren, tüfteln und ....hoffentlich nicht scheitern... Insofern finde ich es sehr hilfreich, wenn Du, wie Du schon begonnen hast, die Kinken aufzeigst und Deine Machart zeigst! Wird wohl jedem Nachbauer eine grosse Hilfe sein!

      Danke, dass Du uns den Bau zeigst, ich freue mcih sehr auf Deine Fortschritte und wünsche Dir viel Spass!

      Freundliche Grüsse
      Peter
      Wenn Schokolade die Antwort ist, dann ist die Frage unwichtig ostern 3

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      Meine versemmelten Werke
    • Hallo Christian,

      auch ich fand damals die Bauanleitungen relativ dürftig, doch wenn man sich erst einmal ein wenig in die Philosophie von Shipyard eingelesen hat, findet man eigentlich doch alles wieder. Allerdings sind die Angaben zur Takelage insgesamt als relativ dürftig und nicht immer korrekt angegeben.

      Ich wünsche Dir viel Erfolg mit den 1:72 Bausätzen. Ich bevorzuge allerdings immer noch die Bögen, auch wenn alles dadurch etwas kleiner wird.

      Noch etwas zu den Takelplänen: jemand der noch wenig Erfahrung hat, kann mit den Shipyard Plänen doch ein ganz ansprechendes Modell bauen, auch wenn es nicht unbedingt korrekt ist. Wenn ich aber so die Takelpläne meines derzeitigen Oriel-Projektes sehe, so bleibt hier noch wesentlich mehr offen und man muss sich stundenlag mit jedem einzelnen Tau beschäftigen, um zu verstehen, wohin es läuft und wo es befestigt wird.

      Ich werde hier natürlich interessiert zuschauen und wünsche Dir Viel Spaß und Erfolg!

      Gruß
      Fritz
    • @all
      Vielen Dank für Euer Interesse an meinem Baubericht

      Peter_H schrieb:

      Baust Du den komplett-LC-Satz oder den Modellbogen umskalliert?
      Ich baue den LC-Satz. Ich bin ein Fan von "Weißmodellen", die ich selber mit Pinsel oder Luftpinsel anmalen kann. Da ich die nächsten Jahre nicht mit Holz arbeiten kann, möchte ich gerne mittelfristig, einige meiner Holzprojekte mit Karton in einem kleineren Maßstab nachbauen
      Viele Grüße
      Christian

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    • Moin Christian,

      den Bau dieses schönen Modells eines historischen Schiffes schau ich mir sehr gerne an. Solche Modelle haben scheints momentan einen Run! cool1
      Ich habe an meiner HMS ALERT ja selbst feststellen können, wie gut es geht, dem weißen Kartonmodell mit Farbe eine dem Holz täuschend ähnliche Färbung zu geben.
      Der große Maßstab lässt natürlich Detaillierung bis ins Kleinste zu. Die mitgelieferten Takelpläne von Shipyard sind meiner Erfahrung nach eher als "grober Anhalt" zu sehen, denn als wirklich gute Vorlage. Da muss man sich in die entsprechende Literatur reinbuddeln, sonst kommt diesbezüglich nichts Vernünftiges raus.

      Bin sehr gespannt! ja 2
      lg.
      Tommi
      ....und ab dafür! rollen1
      Vergammelte Werke
    • Hallo Christian,

      Du hast recht, sehr anfängerfreundlich sind die meisten Bauanleitungen nicht. Aber es gibt hier und im Nachbarforum zum Glück doch einige Berichte über Shipyardmodelle, die nützliche Hinweise enthalten könnten. Zögere aber auch nicht, notfalls hier einfach die Teile zu zeigen und zu fragen: wie soll das denn nun gemacht werden?

      Ich habe mal aus Neugier einen kleinen Rumpf probiert, um zu sehen, ob Spanten und "Erstbeplankung" (diese weißen Segmente) wirklich passen und einen schönen Rumpf ergeben. Immerhin sind die Spanten sehr schmal, und da sollen zwei Segmente darauf passen? Es ging, aber -hoffentlich verprelle ich Dich nicht mit so einem "Anfängertip"- ich würde dennoch raten, sehr dünnes Papier auf die Spantenkanten zu kleben, um die Auflage auf drei bis vier mm zu verbreitern. Muß aber wirklich dünn sein! Am Kiel und manchen Stellen der Spanten habe ich zusätzlich zu "L" geknickte "Winkel" angepappt, so 'ne Art Klebelaschen (aber nicht durchgehend!): das hält die Segmente zusätzlich in Position. Wenn dann später die zweite Beplankung drauf ist, passiert nichts mehr, aber beim Aufbringen derselben ist man doch froh, wenn der Unterbau einem mäßigen Druck besser standhält. Die hässlichen Streifen und Laschen sieht man eh nicht mehr.

      Und: unbedingt jeden dieser weißen Streifen sehr sorgfältig runden und formen, dann wir der Rumpf schön rund und ebenmäßig. Erst kleben, wenn die Form stimmt. Du kennst das ja vom Holzschiffbau: die Unterbeplankung macht nicht unbedingt Spaß, aber wenn man da zu schnell macht, hat der Rumpf Dellen und Ecken.

      Außerdem: vom Bug und vom Heck her arbeiten. In der Mitte sind die Segmente fast nur noch rechteckig, da läßt sich Überstand leicht abschneiden. Bei den Bug- und Heckstücken mit ihrer gewellten Form ist das viel heikler.

      Das war meine erste Erfahrung mit so einem Rumpf, für mich war auch alles neu. Aber es hat tatsächlich funktioniert und sah erstaunlich gefällig aus. Spachtel war nur an einer winzigen Stelle beim Übergang zum Schanzkleid nötig.

      Hoffe, dieser kleine Erfahrungsbericht hilft ein wenig.
      Beste Grüße
      Claudia
    • @Klueni
      vielen Dank für Dein Interesse

      @Claudia
      vielen Dank für Deine ausführliche Beschreibung. Jeder Tip ist hilfreich - draum schreibe ich auch den Baubericht.
      Ich wollte anstelle der Klebelaschen eine Vorgehensweise aus dem Holzmodellbau verwenden. Ich habe mit dieser gute Erfahrungen gemacht und sie erleichtet das Straken des Spantgerüsts. Ich möchte ungern auf Papier spachteln, damit habe ich bei meinem ersten Ausflug zu den Kartonbauern keinen Erfolg gehabt
      Viele Grüße
      Christian

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    • Bau des Spantgerüst, Teil 2

      Das Spantgerüst ist soweit fertig; auch die Bereiche, in denen später ein Einblick duch Stückpforten oder Türen möglich ist, wurde schwarz gestrichen.



      Wie man auf dem Makro des Bugbereichs sehen kann, ist das Straken des Spantgerüsts unerlässlich. Ich glaube nicht, dass ich ohne diese Arbeit einen Rumpf ohne Knicke hinbekomme.


      Als ich das Bild auf meinem Monitor gesehen habe, musste ich direkt noch einmal nachsehen, ob ich wirklich so unsauber gearbeitet habe. Es handelt sich nur um minimale Abweichungen im 2/10mm Bereich - puh Glück gehabt.

      Zum Schluß noch eine Frage: kann mir jemand von Euch sagen, wo die beiden Teile "a" hinkommen? Ich kann sie in der Anleitung nicht finden.



      Bevor ich weiter bauen kann, muss ich erst die Decksbereiche streichen. Ich glaube, dass dieser Schritt leichter durchzuführen ist, bevor diese aus dem Bogen gelöst werden.
      Viele Grüße
      Christian

      in der Werft: Papegojan, Shipyard im Maßstab 1/72

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    • Hallo Chrsitian

      Deine Frage kann ich nciht beantworten, ich habe das Modell (leider)(noch) nicht.
      Aber ich möchte Dir Claudias Tipp

      Claudia schrieb:

      ...würde dennoch raten, sehr dünnes Papier auf die Spantenkanten zu kleben, um die Auflage auf drei bis vier mm zu verbreitern.
      nochmals untermauern. Ich hatte eben bei meiner Speedy genau das Problem, leider kam ihr Tipp für mich zu spät und ich hatte mit einigen Problemen zu kämpfen. Dazu dann aber morgen im entsprechenden BB mehr.
      Aber ich werde in Zukunft immer solche Streifen aufkleben!

      Ansonsten sieht Dein Rumpf (also den der Papegojan happy1 ) schon sehr gut aus und lässt die Vorfreude auf kommendes wachsen!

      Freundliche Grüsse
      Peter
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    • Hallo Peter,

      den Tip die Auflage der Spanten auf min. 4mm zu verbreitern, werde ich aufnehmen. Anders als von Claudia vorgeschlagen, werde ich die Spanten mit Balsaholz verbreitern. Bei einem Holzmodell habe ich eine ähnliche Methode mit Pappel-Sperrholz verwendet und den Rumpf wunderbar straken können.



      In den nicht sichtbaren Bereichen möchte ich den Rumpf ähnlich vorbereiten. Nach dem Spachteln sollte ich eine gute Grundlage zum Aufkleben der beiden Unterbeplankungen und der Sichtbeplankung haben.
      Viele Grüße
      Christian

      in der Werft: Papegojan, Shipyard im Maßstab 1/72

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    • Besten Dank, Karl.

      Ich habe den Punkt in meine Liste der kleinen Fehler von Beitrag 2 aufgenommen. Vielleicht ist diese für andere Modellbauer einmal hilfreich.
      Viele Grüße
      Christian

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    • Servus Christian,

      Schon zu Beginn ein äußerst interessanter Bauabschnitt. Claudias Vorschlag, bei der Verbreiterung der Spantenauflage Papierstreifen zu verwenden ist mir geläufig. Dafür aber Balsaholz zu verwenden ist mir bisher noch nicht untergekommen. daumen1

      Nun, ich werde Deine Baufortschritte sehr intensiv weiterverfolgen. freu 2
      Grüße aus Oberbayern!

      Der Mensch braucht Ziele, nur müssen sie auch erreichbar sein.

      Gerhards Staubfänger
    • Guten Morgen allerseits,

      Papier ist nur eine Möglichkeit, hat sogar den Nachteil, daß es aufträgt. Balsafüllungen zwischen den Spanten, also eine Art Vollrumpf, bietet eine ganz andere Stabilität. Auch ich bin gespannt, welche Erfahrungen Du damit machen wirst. Klappt ganz bestimmt!

      Der Holzrumpf sieht klasse aus, man möchte ihn am liebsten streicheln! Das UWS hat eine interessante Form (der eigentliche "Schiffsbauch" liegt ziemlich hoch, oder sieht das nur so aus?): Darf man fragen, welches Schiff das ist?

      Beste Grüße
      Claudia
    • Hallo Christian!

      Ich möchte Dir von meiner Erfahrung mit Balsaholz als Füllmaterial bei einem LC-Rumpf erzählen.
      Ich habe den LC-Rumpf der Brigg Olimp mit Kartonkleber verklebt und das Balsa zwischen den Spanten und Untereinander mit Holzkleber. .Das klappte, ...aber, wenn man etwas Zug auf den Rumpf ausübt kann es vorkommen das die oberste Pappschicht an einer verklebten Stelle abreißt!
      Möglich das ich da etwas zu Brutal war, der Schaden konnte auch repariert werden. Ein mulmiges Gefühl aber blieb.
      Das nächste Mal würde ich wohl anders vorgehen.Vielleicht die Pappe mit Sekundenkleber tränken und das Balsa mit einem Zweikomponentenkleber einkleben oder so.
      Inzwischen habe ich das noch offene Spantengerüst nachträglich mit Sekundenkleber behandelt, aus Furcht das vielleicht die 2 Materialien unterschiedlich Feuchtigkeit aufnehmen und es zu weiteren "Abrissen" an der Pappe kommt.

      Grüße

      Joeg
    • Moin,moin Joeg(?)
      Also ich habe schon mehrfach Balsaholz bei komplizierten Stellen (weit ausfallendes Vorschiff/ rundes Heck usw.) verwendet. Ich nehme dazu entweder meinen ganz normalen Kartonkleber (Ponal etwas verdünnt) oder Uhu flinke Flasche (die schwarze). Wenn dann die Bordwand angebracht ist hält alles wunderbar.
      Grüße
      Karl
    • Ahoi AP - auch hier schaue natürlich gespannt zu. Eine Frage zum Bausatz: Wieviel Schichten hat die Beplankung beim 1:72-Modell? Wenn es, wie bei der Mercury, drei sind, ist der Aufwand mit dem Balsa ja vielleicht gar nicht nötig. Und keine Scheu vorm Spachteln und Schleifen an einem Kartonmodell - ich habe da sowohl bei der Papegojan als auch bei der Mercury gute Erfahrungen gemacht. (Siehe meine Bauberichte dazu)
      Und dann noch ein netter Ratschlag, im Wissen darum, wie gründlich-akribisch du ja immer deine Modelle angehst: Verschwende nicht allzu viel Kraft und Zeit auf Dinge, die man hinterher nicht mehr sieht. Gründlichkeit - ja. Aber mehr auch nicht.
      Im Zweifel schau dir dieses Zitat eines bekannten Modellbauers an:

      AnobiumPunctatum schrieb:

      ...werde ich mein Augenmerk weniger auf die historische Genauigkeit als auf den Bau und den für mich neuen Werkstoff Papier/Karton legen.
      happy 2 Klar soweit? zwinker2

      Ansonsten viel Erfolg - ich bin mir sicher, dass du ein tolles Modell bauen wirst - sofern du dich nicht in Kleinkram verzettelst... zwinker2 Die Papegojan ist ein wunderbares Projekt, mir hat das damals unglaublich viel Spaß gemacht, sie zu bauen, und noch heute gucke ich immer wieder fassungslos in die Vitrine und kann gar nicht glauben, dass ich das war, der das da drin alles geschaffen hat. grins 3 Dieses Erfolgsgefühl wünsche ich dir auch - und wenn ich da mit Ratschlägen und blöden Sprüchen helfen kann, würde mich das freuen. zwinker2

      Herzlichst,

      Bonden


      Im Bau: HMS Mercury
      Für eure Schnippel- und Klebepausen: www.karton-im-wind.de welcome1 (09.07.17: Neuigkeiten!)
    • Hallo zusammen,

      vielen Dank für Eure zahlreichen Rückmeldungen.

      Claudia schrieb:

      Der Holzrumpf sieht klasse aus, man möchte ihn am liebsten streicheln! Das UWS hat eine interessante Form (der eigentliche "Schiffsbauch" liegt ziemlich hoch, oder sieht das nur so aus?): Darf man fragen, welches Schiff das ist?
      Das Halbmodell gehört zur HM Sloop Fly von 1776. Ich habe es gebaut, um meine Rekonstruktion nach den Originalunterlagen des NMM (National Maritime Museum) zu überprüfen. Mein Traum ist ein Echtspantmodell im Stil der früheren Admirality-Modelle.

      Chapman schrieb:

      Ich habe den LC-Rumpf der Brigg Olimp mit Kartonkleber verklebt und das Balsa zwischen den Spanten und Untereinander mit Holzkleber. .Das klappte, ...aber, wenn man etwas Zug auf den Rumpf ausübt kann es vorkommen das die oberste Pappschicht an einer verklebten Stelle abreißt!
      Schöne dich hier zu treffen, Jörg
      Das Problem mit dem Lösen der Pappschicht kenne ich. Ich hatte es einmal vor vielen Jahren, als ein Steven eines Holzmodells, bei der ich die Kalfaterung mit schwarzem Papier imitiert habe, bei einer unachtsamen Berührung gebrochen ist.
      Was ist denn der Unterschied zwischen Kartonkleber und Weißleim? Meinst Du Butapren?
      Ich habe den Rumpf bisher komplett mit Weißleim zusammengeklebt. Der Rumpf ist stabil. Mir geht es bei der Holzverstärkung um eine breitere Auflagefläche zum Straken des Rumpfes. Wie ich im Baubericht von Klueni gelesen habe und wenn ich mir meinen Rumpf ansehe, ist das Straken auch bei einem Kartonmodel mit nur 1mm breiten Spanten wichtig. Ich glaube, dass sich dadurch das Spachteln minimieren lässt.

      Bonden schrieb:

      Eine Frage zum Bausatz: Wieviel Schichten hat die Beplankung beim 1:72-Modell? Wenn es, wie bei der Mercury, drei sind, ist der Aufwand mit dem Balsa ja vielleicht gar nicht nötig. Und keine Scheu vorm Spachteln und Schleifen an einem Kartonmodell - ich habe da sowohl bei der Papegojan als auch bei der Mercury gute Erfahrungen gemacht.
      Der Bausatz sieht eine Beplankung aus drei Schichten vor. Bei meinem ersten Versuch vor etwa 5 Jahren habe ich mir beim Spachteln den Rumpf verhunzt und den Spaß am Material verloren. Das soll mir dieses Mal nicht passieren. Wenn mir der Einstieg gelingt, glaube ich das Karton ein wunderbares Material ist, um Wikingerschiffe möglichst maßstäblich in 1/48 oder auch kleiner nachzubauen. Bei Materialstärken von 0.4mm und dünner gerate ich bei Holz an meine Grenzen.
      Ich kenne zwei gelungene Bausätze von billing boats, aber man beötigt in 1/25 schon sehr viel Platz, um mehrere Modelle zu zeigen

      Bonden schrieb:

      Und dann noch ein netter Ratschlag, im Wissen darum, wie gründlich-akribisch du ja immer deine Modelle angehst: Verschwende nicht allzu viel Kraft und Zeit auf Dinge, die man hinterher nicht mehr sieht. Gründlichkeit - ja. Aber mehr auch nicht.
      zwinker1 Ich werde versuchen, daran zu denken.
      Viele Grüße
      Christian

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    • Neu

      Moin,moin Christian
      Mit Kartonkleber hab ich "Kittifix" und "Wiccoll carton" gemeint. Als Ersatz nehme ich auch den "Ponal"-den einfachen mit etwas Wasser verdünnt. Dann lässt er sich besser auftragen und dosieren.




      Das sind einige Bilder von Shipyards "Le Coureur"

      Grüße
      Karl
    • Neu

      Hi Karl,

      der Rumpf der kleinen Französin sieht prima aus. Das Modell habe ich damals geschrottet. Auf den noch vorhandenen Kartonresten habe ich meine Farbtests durchgeführt. Vielleicht versuche ich mich nach der Papegojan noch einmal an ihr, dann aber zusammen mit der Alert in einem Dio.
      Viele Grüße
      Christian

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      Moin,moin Christian
      Mittlerweile wurden einige Veränderungen vorgenommen. Vor allem auf Grund dieses Buches


      Da ich nur sporadisch zum bauen komme, hab ich bis jetzt keinen Baubericht erstellt. Hier noch einige Bilder nach dem Umbau-


      Beim Kanonentakel bin ich auf die "praktische Variante" ausgewichen und hab die lose Part einfach über dem letzten Block mit halben Schlag gesichert und dann aufgeschossen. Tauschnecken sehen mir irgendwie unpraktisch aus. Gab`s wohl nur bei "Hohem Besuch" happy1
      mit freundlichen Grüßen

      Karl
    • Neu

      Janmaat schrieb:

      Moin,moin Joeg(?)
      Also ich habe schon mehrfach Balsaholz bei komplizierten Stellen (weit ausfallendes Vorschiff/ rundes Heck usw.) verwendet. Ich nehme dazu entweder meinen ganz normalen Kartonkleber (Ponal etwas verdünnt) oder Uhu flinke Flasche (die schwarze). Wenn dann die Bordwand angebracht ist hält alles wunderbar.
      Grüße
      Karl
      Hallo Janmaat,

      Joeg hat das rrrrr vergessen! grins 3 Joerg solte es natürlich heißen. Danke für den Tipp mit dem verdünnten Ponal. Als Anfänger ist man sich ja unsicher was geht und wovor man sich tunlichst hüten sollte.

      AnobiumPunctatum schrieb:

      Chapman schrieb:

      Ich habe den LC-Rumpf der Brigg Olimp mit Kartonkleber verklebt und das Balsa zwischen den Spanten und Untereinander mit Holzkleber. .Das klappte, ...aber, wenn man etwas Zug auf den Rumpf ausübt kann es vorkommen das die oberste Pappschicht an einer verklebten Stelle abreißt!
      Schöne dich hier zu treffen, Jörg.
      Was ist denn der Unterschied zwischen Kartonkleber und Weißleim? Meinst Du Butapren?
      Ich habe den Rumpf bisher komplett mit Weißleim zusammengeklebt. Der Rumpf ist stabil. Mir geht es bei der Holzverstärkung um eine breitere Auflagefläche zum Straken des Rumpfes. Wie ich im Baubericht von Klueni gelesen habe und wenn ich mir meinen Rumpf ansehe, ist das Straken auch bei einem Kartonmodel mit nur 1mm breiten Spanten wichtig. Ich glaube, dass sich dadurch das Spachteln minimieren.
      Hi Christian,

      freue mich auch hier auf dich zutreffen. high five1
      Mit Kartonkleber meinte ich Kiitifix, hatte diesen verwendet weil ich das in einem Kartonforum gelesen hatte. Das Ponal auch geht war mir nicht bekannt.
      Eine breitere Auflagefläche und Straken, auch bei 1 mm Spanten, macht unbedingt Sinn.. Das ergibt sich quasi auch schon wenn man die Spantzwischenräume mit Balsa aufgefüllt hat, und anfängt zu Straken. Deswegen hab ich dort auch Sekundenkleber zum härten verwendet. Der Spant faserte ohne Sekundenkleber aus.
    • Neu

      Hallo Karl (sorry, Christian, dass ich hier kurz den BB unterbeche)

      Janmaat schrieb:

      Da ich nur sporadisch zum bauen komme, hab ich bis jetzt keinen Baubericht erstellt.
      Sehr schade, ich würde mich sehr freuen, wenn Du den Bau, auch wenn Du "nur sporadisch" baust, hier zeigen würdest. Was ich nämlich auf den Fotos gesehen habe, gefällt mir ausnehmend gut! Gib Dir doch einen Ruck, nur schon eine Bilderfolge mit ein wenig Beschreibung würde schon passen!

      Freundliche Grüsse
      Peter
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      Bemalung des Decks

      In diesem Beitrag möchte ich meine Technik zur Bemalung des Modells mit Acryl und Ölfarben vorstellen. Ich verwende hierzu nicht die Farben, die dem Bausatz beiliegen, sondern Acryl und Ölfarben von Schmincke - Farben anderer Hersteller incl. der dem Bausatz beiliegenden Farben sollten genauso funktionieren; ich verwende die Farben dieses Herstellers schon seit Jahren und kann daher die Verdünnung gut abschätzen.
      Da sich Bereiche, in denen Ölfarbe verwendet wird, später nicht mehr gut verkleben lassen, werden diese mit Tamiya Tape (aus dem Plastikmodellbaubereich abgeklebt) Normalerweise lassen sich diese auch von Papier rückstandsfrei entfernen - wie auf dem letzten Bild zu sehen ist, hat es dieses Mal nicht an allen Stellen funktioniert. Ich vermute, dass Wasser oder Verdünnung die obere Papierschicht angelöst haben. Da später ein anderes Bauteil aufgeklebt wird, ist der Fehler kein Problem.



      Zur Bemalung verwende ich gerne eine Nasspalette. Bei mir besteht sie aus einer alten Blisterverpackung, in die zwei gut durchnässte Blätter von einer Haushaltsrolle gelegt werden.



      Als erstes wird das Deck lasierend mit Acrylfarbe Sand (Schmincke 23660) gestrichen. Nach dem Trocknen -die Farbe benötigt nur wenige Minuten; wer es eilig hat, kann einen Fön zur Hilfe nehmen- werden die Decks noch einmal mit stark verdünnter Acrylfarbe Umbra natur (Schmincke 13677).


      Im letzten Schritt werden die Decks mit verdünnter Ölfarbe Umbra natur hell (Schmincke Mussini 670)gestrichen. Ich verwende hierzu einen kurzhaarigen Pinsel, damit die "Maserung" sichtbar bleibt. Gerade bei diesem Schritt ist es wichtig, dass immer in Längsrichtung der Beplankung gemalt wird. Wenn einem eine Stelle zu dunkel gerät, kann man die Ölfarbe vorsichtig mit etwas Verdünnung (Schmicke Diluent N) anlösen und weitere Ölfarbe abtragen. Das nächste Bild zeigt die fertig gemalten Decks



      Das letzte Bild zeigt das Hauptdeck nach Entfernen der Klebestreifen. Dir richtige Wirkung sieht man erst wenn die einzelnen Decks aus dem Bogen getrennt werden. Aber bis dahin müsst ihr Euch noch etwas gedulden zwinker1



      P.S. Die Bemalung der Decks hat heute Abend etwa 1.5 Stunden gedauert.
      Viele Grüße
      Christian

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      Danke Fritz.

      Ein letztes Bild konnte ich Euch gestern Abend nicht mehr zeigen, da die Farbe noch nicht ganz trocken war. Ich habe die drei Decks aus dem Bogen getrennt und lose auf das Spantgerüst aufgelegt. Ein großer Vorteil von Papier gegenüber Kuststoff ist die deutlich kürzere Trocknungszeit der Farben.



      Als nächstes werde ich nun das Spantgerüst vervollständigen und die Zwischenräume wie beschrieben auffüllen.
      Viele Grüße
      Christian

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