Seenotrettungskreuzer Eiswette Klasse 1:250 Passat Verlag (Rekonstruktion)

    • Seenotrettungskreuzer Eiswette Klasse 1:250 Passat Verlag (Rekonstruktion)

      Hallo Freunde,
      das Deck meiner Chanzy ist noch flach und angesichts der Fülle von Kleinteilen will ich mich mit einem
      "Motivationsbau" für die anstehende Schlacht stärken. Meine Wahl fällt auf einen Bogen, den ich schon lange
      anschneiden wollte, den Seenotrettungskreuzer der Eiswette Klasse (Bild 1) Bei dem Bogen handelt es sich
      um einen Doppelbogen, er enthält auch einen Seenotrettungskreuzer der Berlin Klasse, der aber erst später
      zur Motivationsstärkung herangezogen werden wird.
      Für jedes Modell sind zwei Bögen verbraucht (Bild 2). So daß der Umfang der Modellarbeit in jedem Fall
      überschaubar sein, aber sicher mehr als ein Wochenende erfordern wird. Die Anleitung ist ausführlich in
      Textform abgefasst und mit wenigen Zeichnungen versehen.
      Das Spantengerüst wird, wie beim Passat Verlag üblich, aus verdoppeltem Karton gebaut (Bild 3) und in das
      Spantengerüst wird die Wanne für das Tochterboot eingepasst(Bild 4). Ja es passt alles 1A.
      Wie man erkennen kann, ist das Deck sehr stark abgerundet und sogar die Kanten zur Bordwand sind
      gerundet. Der Grund ist der Einsatzzweck dieser Schiffe. Sie haben einen sich selber aufrichtenden Rumpf
      und Aufbau. Bei der Fahrt in schwerer See ist der Verbleib von überkommendem Wasser höchst
      unwillkommen. Daher ist der Rumpf so geformt, daß das Wasser gleich abfließt.




      Meine Untaten

      Wenn Regierungen versprechen, sich an die Regeln zu halten, und sie dann absichtlich verletzen, ist das kein Unvermögen. Das ist Betrug!
      (Hans-Werner Sinn)
    • Hier sieht man die Rumpfform etwas deutlicher (Bild 1 und 2). Bei der Gestaltung des Rumpfes hat man sich
      um eine "eierlegende Wollmilchsau" bemüht. Das Schiff soll sehr schnell und gleichzeitig sehr seefest sein.
      Eigenschaften die eigentlich einander ausschließen. Daher ist der Bug als Verdrängertyp (für die
      Seefestigkeit) und das Heck als flachrümpfiges Schiff (der Geschwindigkeit wegen) ausgestaltet. Die dicken
      Scheuerleisten erklären sich wohl von selber. Auf den Rumpf wird ein separates Spantengerüst für den
      Aufbau mit auf das Deck geklebten Klebelaschen gesetzt. Die aufgeklebten Klebelaschen bieten später
      wunderbare Klebekanten für die Laschenlosen Aufbauwände.
      Hier sieht man nochmals die Wanne für das Tochterboot (Bild 3).
      Das stark gerundete Deck bietet natürlich keinen guten Halt für die Besatzung. Daher sind Trittbretter zu
      verlegen. Als Auflage für das Deck dient ein sehr schmaler Falz. Mir ist es nicht möglich so etwas gut
      abzukanten (Hebelgesetz!). Daher lasse ich in solchen Fällen etwas mehr Material stehen, kante ab und
      schneide erst dann die Bauteilkante entgültig zurecht (Bild 4). So kann dann das Trittbrett auf das Deck (Bild
      5).





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      (Hans-Werner Sinn)
    • Das gleiche Problem wie die Besatzung hätten Poller auf dem Deck. Daher gibt es Sockel für die Poller (Bild
      1). Der großzügigen Verglasung des Aufbaus wegen, färbe ich die Spanten mal hellgrau. Der Aufbau ist
      verglast und einbaufertig (Bild 2).
      Achtern ird ein Niedergang eingebaut, der nur die Form einer Rutsche hat (Bild 3). Bei meinen Resten von
      LC-Platinen finde ich noch Stufen in passender Farbe, die nur in der Breite etwas angepasst werden müssen
      (Bild 4).




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    • Auf den Aufbau kommt das Peildeck (Bild 1). Darum das obere Schazkleid, das deutlich die Zugehörigkeit
      des Seenotrettungskreuzers zeigt (Bild 2). Hier wird der offene Steuerstand eingebaut (Bild 3).




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    • Ein kleines Deck schließt den Steuerstand ab und dahinter gibt es eine Trennwand mit Windschutz, der wieder
      mit Kartofix verglast wurde (Bild 1). Auf das Deck kommen Lüfterkästen (Bild 2) und in den Steuerstand als
      Ruder ein LC-Handrad von der HMV-Platine, das von Größe und Struktur genau passt (Bild 3). Die
      Bugschanz wird montiert (Bild 4).




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    • Hallo Axel,
      Du bist doch hier der Spezialist für den Passat Verlag, es lohnt sich.
      Hallo Holger,
      es ist ja nur "Vergangenheitsbewältigung".
      Hallo Hartmut,
      wichtig ist es, das Deck gut vorzuformen, dann geht es eigentlich recht gut. Mein persönlicher Eindruck ist, daß sich die Modelle des Passat Verlages etwas leichter bauen lassen als die von HMV, aber das ist wirklich nur subjektiv.
      LG
      Kurt

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    • Am Bug gibt es eine Art Taschen für Fender (Bild 1). Die Reling achtern ist mit einer Art Pesenning gearbeitet. Ich habe das Teil aus dem Bogen genommen und nur etwas mit Griffen verfeinert (Bild 2). Eine Leiter aus dem LC-Fundus (Bild 3) und der Rest der Reling in Fadenbauweise (Bild 4).




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    • Nun kommt so ein Abschnitt wo es kribbelig wird. Die Seenotrettungskreuzer führen mittlerweile
      standardmäßig ein Tochterboot mit, das hier recht aufwendig konstruiert ist. Es gibt sogar ein Blinddeck (Bild
      1). Aufgebaut wird der Winzling nach den gleichen Prinzipien wie das Mutterschiff (Bild 2) und es passt
      geradezu perfekt in die Wanne (Bilder 3 und 4).





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    • Über das Tochterboot ist ein Käfig zu bauen. Ich ersetze die Kartonteile durch aus Messingdraht gefertigte
      Teile (Bild 1 und 2).
      Kreuzpoller kommen hinzu (Bild 3). Auf die Abdeckung der Heckklappe kommen Umlenkrollen (Bild 4) und
      ein Umlenkbügel, den ich aber wieder aus Draht gebogen habe (Bild 5). Auf Bild 4 ist auch ganz gut das
      Steuerrad des Tochterbootes zu erkennen, das wieder aus dem HMV Handrädersatz stammt.






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    • Helmut B schrieb:

      Hallo Kurt,
      darf ich etwas klugsch... ?
      Die "Umlenkrollen" sind Führungsdalben, die bei geöffneter Klappe die Wiederaufnahme des Tochterbootes
      erleichtern.
      Der "Bügel" auf der Klappe stützt beim Tochterbootmanöver den Kiel desTochterbootes ab, damit dieser nicht
      über die Kante der Klappe schabt.
      Sehr schön gebaut!

      Kurt schrieb:


      Hallo Helmut,
      ich empfinde das durchaus nicht als Klugscheißerei, sondern freue mich immer über eine neue Information,
      durch die man mehr über die gebauten Vorbilder weiß.

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    • Lüfterventile waren zu machen. Statt der flachen Kartonteile habe ich hier mal wieder Messingdraht gebogen.
      Nach meiner Erfahrung mit den Abgasrohren bei der Sven Johanssen könnte ich hier auch die Verwendung
      von Evergreen Profilen empfehlen.




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    • Auf der Back ist ein Suchscheinwerfer anzubringen. Wie üblich habe ich verspiegelt. Bei der Verglasung wird
      es in dieser Größe schwiering, da bei dem Ausstanzen einer so kleinen Linse das Material leicht milchig wird.
      Mehr als eine Alternative stellt hier die Darstellung dr Linse durch einn Tropfen Kartofix dar (Bild 1). Der
      Sichgerungsbügel ist wieder aus Messingdraht gebogen (Bild 2) und dann gibt es noch ein Spill, daß
      baugleich auch auf das Achterschiff kommt (Bld 3).




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    • Auch ein so zu wohltätigen Zwecken bestimmtes Schiff kommt nicht ohne Kanone aus, nämlich eine
      Feuerlösckanone .Gebaut ist das aus den Bogenteilen. Lediglich das Rohr ist Draht und die Handräder
      stammen wieder von der wohlbekannten HMV Platine.




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    • Kurt schrieb:

      Hallo Holger,
      es ist ja nur "Vergangenheitsbewältigung".
      Moin Kurt.....

      "Stimmt"....., der alte Mann übersah die "REKO" in der Überschrift ! happy1

      Jedenfalls mal, gegenüber aller täglicher weltlicher Meldungen,
      eine "äusserst positive Vergangsheitsbewältigung",
      bei der man sich erfreuen kann ! freu 2 happy 2
      Sehr schöne, saubere Kartonmodellbauarbeit wieder von Dir !!! beifall 1
      Gruss
      Holger


      was anderes kommt mir nicht i(a)n den Karton...... ! ja 2
    • Hallo Hartmut,
      zeitliche Beschränkungen haben wir hier nicht. Jeder poste, wie er kann und mag.
      Die Käfige habe ich mit Kittifix verklebt. Meine Erfahrung damit ist gut, die Teile halten oft besser als mit Sekundenkleber verklebt. Den Tipp habe ich übrigens von Peter Hurler.
      Nach dem Verkleben und Trocknen spendiere ich den Klebestellen noch einmal etwas Acrylfarbe und dann ist die Festigkeit ausreichend.
      LG
      Kurt

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    • Es finden sich einige gelbe Fender auf dem Bogen, von denen aber nur die Hälfte benötigt wird. Ich denke,
      daß die zweite Hälfte für die Berlin gedacht ist und lege sie mal zur Seite (Bild und 2). Da auch ein
      Seenotrettungskreuzer verunglücken kann, ist auch eine Rettungsinsel an Bord (Bild 3).
      Seitlich an der Brücke gibt es zwei kleine Scheinwerfer. Verglasen und Verspiegeln ist hier völlig obsolet. ich
      beschränke mich daher darauf, Spiegelfolie aufzukleben (Bild 4). Und nun kommt der Schornstein dran und
      damit sieht der Kreuzer schon recht vollständig aus (Bild 5).






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    • Achtern war noch das Brückendeck zu schließen. Ich habe wieder standardisierte LC-Reling verwandt und
      einen Handlauf von der GPM Platine mit den LC_Niedergängen (Bild 1). Ein Schlepphaken kommt auch noch
      dazu.
      Dem Aufbau werden noch drei Schleuderscheiben spendiert (Bild 2).
      Dasletzte "große" Teil ist der Mast, der wieder mit 0,3mm Federstahldraht verstärkt wird (Bild 3). Der Mast
      bekommt natürlich Peilrahmen, Radargerät und jede Menge Blaulichter, die wieder aus Evergreen Profl sind
      (Bild 4).




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    • Es gibt noch einige Flaggen, bei denen ich den relativ dicken Karton spalte. Die Takelage ist nicht aufwendig
      und dann ist der Seenotrettungskreuzer einsatzbereit.
      Auf knapp 10cm Modell verteilen sich jede Menge Details, die zu bauen mir großen Spaß bereitet hat.
      Allen, die den Baubericht offen oder verdeckt begleitet haben, herzlichen Dank.
      Das Thema Seenotrettungskreuzer kann man ja inzwischen gut weiterführen. Der Passat Verlag hat mit der
      Hermann Marwede und Haro Koebke mit dem historischen Kreuzer Bremen noch gutes Material geliefert und
      das Nachfolgemodell der Eiswette Klasse sieht im Probebau stark aus. Mit dem Bogen von HMV, der die
      Modelle der John T. Essberger, Georg Breusing und Hans Lüken enthält, kann man nun eine kleine Flotte
      dieser hochinteressanten Schiffe bauen.
      LG
      Kurt


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