Fahrdraht für Gunnar's Oberleitungsmasten

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    • Fahrdraht für Gunnar's Oberleitungsmasten

      Hallo,

      eine E-Lok sollte nach allgemeiner Auffassung mit einer Oberleitung präsentiert werden. Dazu hat Gunnar Dannehl seine sehr schönen Oberleitungsmasten zum Download angeboten (Oberleitungsmast). Gunnar hat seinen Modellbaubogen für die Spurweite P (1 : 38) entwickelt. Da ich die Spurweite 1 (1 : 32) bevorzuge, habe ich sein Modell des Gittermasten entsprechend skaliert. Den Modellbaubogen habe ich auf Karton 160 g/m² ausgedruckt. Lediglich der Betonsockel und der Ausleger wurden von mir mit 1 mm Finnpappe verstärkt. Da ich vermute, dass der Ausleger keinen starken Spannungen/Kräften ausgesetzt wird, habe ich diesen erst einmal aus verstärkten Karton gefertigt. Eine detaillierte Baubeschreibung für die Oberleitungsmasten zu schreiben, hieße Eulen nach Athen zu tagen, da Gunnar seine Bauanleitung im wahrsten Sinn des Wortes vorbildlich verfasst hat.

      Zur Oberleitung gehört natürlich auch der Fahrdraht. Ein dem Vorbild entsprechender Fahrdraht ist auch in der Spurweite 1 nahezu ausgeschlossen. Die Regelmastabstände betragen bei gerader Streckführung 75 m. Dieses entspricht in der Spurweite 1 einer Distanz von ca. 2,34 Meter! Auch das Trag- und Fahrseil würden als nur schwer wahrnehmbare Spinnfäden ausfallen. Glücklicherweise lebt der Eisenbahnmodellbau von Verkürzungen, soweit ein noch optisch befriedigender Eindruck erzielt wird.

      Im Internet habe ich eine interessante Anleitung mit dem Titel „Selbstbau Oberleitung“ gefunden (Selbstbau Oberleitung). Die Anleitung enthält eine Fahrdraht-Schablone für H0, die ich für meine Spurweite umgerechnet und skaliert habe. Der von mir gefertigte und nachstehend abgebildete Gittermast steht auf der skaliert als Poster ausgedruckten und zusammengefügten Schablone.



      Die Schablone, die in der Spurweite 1 einen Mastabstand von ca. 544 mm ergibt, ist auf ein Holzbrettchen zu übertragen. An den roten Punkten, die aus der vorstehend verkleinert abgebildeten Schablone ersichtlich sind, werden kleine Nägel zur exakten Ausrichtung des Federstahldrahtes eingeschlagen. Das Holzbrettchen, der Federstahldraht und das Lötzubehör sind bestellt. Nach Fertigstellung des Fahrdrahtes mit der vorgestellten Schablone werde ich meinen Beitrag fortsetzen.

      Ich würde mich freuen, wenn ein Kartonmodellbauer, der die E44 von A. Pirling gebaut hat, mir unter Nennung des Maßstabes das Maß zwischen SOK und Strombügel-OK mitteilt. Bei der Regelhöhe des Fahrseiles von 5,5 m (DB) ergibt sich im Maßstab 1 zu 38 eine Höhe von 145 mm.

      Grüße

      Pfiffig
    • Hallo Pfiffig,

      Du hast einen schönen und langen Artikel verfasst - nur leider sind die Bilder für keinen anderen als Dir zu sehen.

      Ich habe schon in Deinem Vorstellungsthread auf unsere FAQ´s hingewiesen.

      Kurze Zusammenfassung: Bilder über "Dateianhänge" und "Hochladen" auf den Forenserver laden und dann "als Vorschau einfügen".
      Und dies dann immer zwei in einer Reihe, getrennt durch einmal Space und nach zweimal Enter wieder von vorne.

      Solltest Du Fragen dazu haben, dann stelle sie einfach. Hier wird Dir jeder helfen.
      Beste Grüße

      von Andy

      Lasst uns (k)leben!
    • Hallo,

      sehr schön, dass Du angefangen hast! Der Mast ist Dir gut gelungen, und sieht dann sicher mit Fahrdraht sehr gut aus.

      Mit der Höhe musst Du etwas spielen, da kommt es bei einem Diorama oder Präsentationsgleis auch noch auf die Höhe des Schotterbettes etc. an.
      Meine Elloks habe ich immer versucht auf die Norm von 5,50 über SOK zu bauen.
      Viele Grüße,

      Gunnar
    • Hallo,

      schön, dass Du den Baubericht weiterhin verfolgst.

      Für meine Modellgegebenheiten musste ich die Betonsockel der Gittermasten kürzen und mit einem neuen Bodendeckel versehen. Mit meinen dazu angestellten Überlegungen und durchgeführten Berechnungen will ich die versierten Kartonmodellbauer nicht langweilen.

      Die Oberleitungsmasten werden üblicherweise so gesetzt, dass das Halteseil über der Gleismitte geführt wird. So habe ich zur Befestigung des Fahrdrahtes die Gittermasten im Abstand von 544 mm auf das Planum meines im Bau befindlichen Gleisstückes geleimt (siehe Abb.).

      Die Schablone habe ich mit Reißzwecken auf einer Sperrholzplatte befestigt und an den rot markierten Punkten kleine Stifte (1,0 x 11 mm) eingeschlagen.
      So dann die 1 mm starken Halte- und Fahrleitungsdrähte auf der Schablone zwischen den Stiften eingefädelt. Dabei habe ich bemerkt, dass es zweckmäßig ist, einen weiteren Stift auf der rechten Seite der Schablone unterhalb des Fahrdrahtes zu setzen (siehe Abb.).





      Den Lötvorgang des Fahrdrahtes stelle ich mir mit meinen laienhaften Kenntnissen wie folgt vor:
      1. Lötpunkt auf dem Halte- und Fahrdraht z. B. mit einer kleinen Dreikantfeile markieren.
      2. Haltedrähte mit einer Stärke von 0,8 mm so ablängen, dass diese auf der Schablone mit einer geringen Spannung zwischen dem Halte- und Fahrdraht eingesetzt werden können.
      3. Lötpunkte bzw. Enden der Haltedrähte durch Schleifen oder mit Alkohol säubern.
      4. Die gereinigten Lötflächen mit Lötwasser einstreichen. Eisen/Stahl lässt sich ohne Lötwasser nicht löten.
      5. Sobald die Lötspitze Arbeitstemparatur erreicht hat (max. 450 m° C), die Lötstellen erhitzen und mit dem Lot verzinnen. Nach dem Erkalten dioe Lötwasserreste entfernen.
      6. Den Halte- und Fahrdraht mit den verzinnten Lötstellen wieder in die Schablone einfädeln und den Haltedraht an den jeweiligen Punkten der Schablone zwischen Halte- und Fahrdraht einsetzen.
      7. Mit Erhitzen der Lötstellen das Lot verlaufen lassen und somit den Fahrdraht verlöten.
      Da ich das bestellte Lötwasser noch nicht erhalten habe, kann die den Lötvorgang noch nicht durchführen. In der Zwischenzeit kann ich mich mit dem Ablängen und Beizen der Kiefernholz-Bahnschwellen und deren Aufbringen auf dem Gleisbett beschäftigen.

      Grüße

      Pfiffig
    • Hallo auch von mir und direkt mal eine Frage (rein aus Interesse obwohl nicht ganz hierzu passend) , bei der Bahn wird Strom durch Schleifer abgegriffen, da ich vor kurzem einen Oberleitungsbus vor mir hatte, die Frage wie funktioniert das, insbesonders in den Kurven , da sieht es aus als ob der Greifer? am Draht festhängt.
      Gruß Hartmut
      wie man´s macht ist´s verkehrt, macht man´s direkt falsch ist´s auch nicht richtig , wunder1
    • @ Fritz Schmitz

      Dann geggebenenfalls viel Spass beim Bau der Oberleitung und gutes Gelingen!

      @ Hartmut

      Näheres über das Andrahten eines Oberleitungsbusses findest Du unter anderem bei Wikipedia. Dort ist auch eine Abbildung eines Stromabnehmerkopfes mit Fahrdraht im Detail (Stromabnehmerkopf). Beide Pole werden im Gegensatz zur Eisenbahn beim OBus durch Stangen mit Stromabnehmerköpfen, die Rillenschleifklötze beinhalten, von zwei paralellgeführten Oberleitungen abgegriffen. Da die Stangenm auf dem Dach des des OBusses drehbar befestigt sind, werden die Stromabnehmer auch in engen Kurven an den Oberleitungsdrähten geführt.

      Grüße

      Pfiffig
    • Hallo,

      grau ist alle Theorie. Auch mit Lötwasser konnte ich den Stahldraht nicht zufriedenstellend löten. Ich beschaffe mir jetzt 1 mm starken Kupferdraht um die Oberleitung fertigzustellen.

      Nach dieser Odyssee wäre der Kauf und das Ablängen einer Märklin-Oberleitung für Spur 1 einfacher und kostengünstiger gewesen. Aber, „Hätte hätte Fahrradkette“.



      Ich hoffe, dass ich mich mit einer Abbildung der fertigen Oberleitung noch einmal zu Wort melden kann.

      Grüße
      Pfiffig
    • Lass Dich nicht verunsichern.
      Richtig ist, dass sich Stahldraht extrem schlecht löten lässt. Teile aus Stahlblech werden meist auch nur verlötet, wenn sie vorher verzinkt wurden. Schweißen ist da viel besser. Aber in der Heimwerkstatt eben nicht besonders praktikabel.
      Wenn Du z.B. versilberten Kupferdraht nimmst, lässt der sich sehr gut löten, und z.B. der, den Du beim Conrad bekommen kannst ist auch schon recht hart, lässt sich somit schön gerade strecken. Noch ein guter Nebeneffekt: Mit der Zeit setzt die Versilberung Patina an, der Draht wird also dunkler und Matt.

      Und noch eins zu: Man hätte einen fertigen Draht kaufen können... Ja, aaaaber: Dann ist es nicht selbst gebaut!
      Viele Grüße,

      Gunnar