Englischer Flak-Kreuzer Colombo; Dom Bumagi Verlag Nr. 02/2008; M 1:200

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    • PRT schrieb:

      @ Krisztian: Am Skelett werden erst alle Spanten mit Leim bestrichen, dann die Innenbereiche der "Kleider".
      Hallo Roland,
      das ist dir wirklich gut gelungen! Nun interessiert mich aber, ob du wirklich alle Spanten mit Leim bestrichen hast, oder nur die Bereiche, wo du die Papierstreifen aufgeklebt hattest? Falls doch alle Spanten + die Innenbereiche: welchen Leim nimmst du für diese Aktion?

      Viele Grüße
      Hans-Jürgen
    • Viele Dank für Eure guten Worte, Hardy, Horst, Fritz und Hans-Jürgen...und natürlich auch für die zahlreichen gehobenen Daumen!

      @ Hardy: diese Methode stellt kein Wagnis dar und ist in beliebiger Weise umsetzbar. Das soll heißen, man kann anfangs probieren, nur mal zwei Segmente zusammenzufügen und dann mit dem Skelett verkleben, usw.

      @'Hans-Jürgen: tatsächlich wurde zunächst Leim auf alle jeweiligen Spanten aufgetragen, danach die Kontaktstellen im Beplankungsteil bestrichen, das Teil auf das Skelett aufgelegt, mit Hilfe der winzigen, schwarzen Markierungsstriche am Längsspant ausgerichtet und dann vom Längsspant weg, um die Spanten angestrichen.
      Wegen der Gefahr des Antrocknens muss dabei besonders der Leimauftrag reichlich (aber nicht überall) und sehr zügig erfolgen.
      Durch den relativ hohen Biegewiderstand des Papiers wäre ein Leimauftrag nur an den Hilfslaschen keinesfalls ausreichend, das Papier würde den Spantenkonturen nicht überall folgen.
      Ausschließlich verwendeter Kleber für das Verleimen von UW-Beplankungen: lösungsmittelhaltiger UHU-Kraft, transparent.
      Weißleim wäre zwar hinsichtlich Antrocknungsgefahr geeigneter, weicht aber das Papier auf und hinterlässt an den Kontaktstellen oft unschöne Markierungen beim Anstreichen und Andrücken der Teile an die Spanten.

      Viele Grüße
      Roland
    • Hallo Boden, Bär und Michael, danke für Eure bestätigenden Beiträge zur UW-Bauweise.
      Damit wäre diese Bauweise ja dann geadelt happy 2 .

      Inzwischen sind auch die Bordwände fertig zum Anbau (die Bilder zeigen nur die Backbord-Teile).
      Die Bullaugen wurden mit dem Locheisen ausgestanzt und mit Folie hinterklebt.
      Nach ein paar Überlegungen zur Gestaltung der bogenförmigen Wasserabweiser über den Bullaugen, entschloss ich mich auch hier zu einer unkonventionellen Lösung: man nehme einen Druckminenbleistift, entferne seine Innereien und presse den konischen Schaft (etwas schräg haltend) auf die Rückseite der Bordwandteile über die Bullaugen!
      Das Ergebnis zeigt dann auf der Vorderseite über den Bullaugen Markierungen (nach einigen nicht ganz exakt platzierten "Pressungen"), die mit etwas Phantasie als Wasserabweiser durchgehen können (siehe Bild).
      Ein weiteres Bild zeigt das 1mm Locheisen und den "Markierer".

      Viele Grüße
      Roland



    • Hallo zusammen,

      Backbord wurden inzwischen die kompletten Bordwandteile einschließlich Panzergürtelteile verleimt.
      Die Passgenauigkeit (konstruktiv und graphisch) ist hervorragend.
      Auch der Bugbereich bereitete keine Probleme.

      @ Bonden

      Bonden schrieb:

      Eine geniale Idee, diese Wasserabweiser darzustellen, und viel überzeugender als ein draufgepappter Kartonstreifen, würde ich meinen.
      Danke für diese Einschätzung, Boden! Genau von dieser Überlegung bin ich nämlich auch ausgegangen.
      Die Möglichkeit, feine Drahtstücke zu verwenden war noch eine Option, wurde aber wegen der verschiedenen Farbtöne verworfen.

      @'Kurt
      Ja, dazu kann ich Dich nur ermuntern!

      Viele Grüße
      Roland









    • Hallo Fritz,

      petcarli schrieb:

      ...dass sich hinten etwas der letzte Spant abzeichnet...
      tatsächlich und ein Spant, mittig hinter einem Bullauge auch noch!
      Das Bullauge werde ich wohl schwärzen müssen.
      Die Spantenabdrücke sind glücklicherweise nur im Streiflicht sichtbar.
      Das heißt, Steuerbord besser aufpassen!

      @'Christian
      Danke, das freut mich!

      @'Stephan
      Jetzt werde ich leicht unruhig: Die UW-Beplankungsteile sind aufgeleimt...???

      Viele Grüße
      Roland
    • Hallo Hardy,

      ich glaube nicht, dass Roland die Bordwände verdoppelt hat. Das A und O ist die Vorformung und die richtige Anheftung an das Spanten-Gerüst. Es gibt jedoch Modellbauer, die als Unterkonstruktion einem Scan der Originalteile anwenden. Bei richtiger Strackung des Spanten-Gerüstes vermindert es, dass sich die Spanten durchdrücken, doch eigentlich müsste man die Spanten um die Breite der Unterkonstruktion verringern. Wichtig ist auch, dass man für längere Teile keinen wasserlöslichen Leim verwendet, da durch Wasserverdampfung ein Zusammenziehen entsteht.

      Gruß
      Fritz
    • Hallo Thomas und Fritz,

      Fritz hat zur Doppelbeplankung das Wesentliche exakt auf den Punkt gebracht.
      Im konkreten Fall ist für den Spantenabdruck auf der Bordwand auch weniger die fehlende Doppelbeplankung ursächlich, sondern eher das unbedachte, zu kräftige Überstreichen mit den Fingern während der Anklebephase.
      Allerdings muss auch klar sein: jede selbst gefertigte Klebelasche unter der UW- bzw. Bordwandbeplankung bedeutet im konstruktiven Sinne bereits eine Doppelbeplankung - lediglich eine Lokale. Denn je nach verwendeter Papiersorte trägt so ein Streifen radial etwa 0,3-0,5mm auf den Spant auf. Exakterweise müsste dieses Maß der verwendeten Papierdicke also - wie Fritz bereits schrieb - von den Spanten abgeschliffen werden.

      Hinsichtlich einer Verwendung von Weißleim für Borwandverklebungen: ich verwende diesen Leim dabei nur für tangentiale Klebestellen (z. B. entlang der Deckkanten und auf den Verbindungsklebelaschen zwischen UW-Schiff und Bordwänden), für radiale Verklebungen nur lösungsmittelhaltigen UHU-Kraft.
      Das von Fritz erwähnte "Zusammenziehen" infolge von "Wasserverdampfung" (ich hoffe, Fritz nimmt mir das jetzt nicht krumm, wenn ich seine Aussage noch etwas ergänze) des im Weißleim enthaltenen Wassers vollzieht sich wesentlich durch zusätzlichen Einfluss von zugeführter Wärme und wird in der Regel als "Schrumpfung" bezeichnet. Ein beispielsweise in der industriellen Papierherstellung sehr unerwünschter, aber unvermeidbarer Effekt.
      Im Modellbau M 1:200 ist das Auftreten solcher Effekte für mich kaum vorstellbar.
      Die Gefahr bei der Verwendung des sonst sehr beliebten Weißleims besteht eher darin, das sein Wasseranteil das Papier im Kontaktbereich aufweicht. Werden solche Klebestellen dann Druck (z.B. wenn gedankenfern die Wurstfinger drüberstreichen) ausgesetzt, sind unschöne, bleibende Markierungen kaum vermeidbar.

      Ansonsten: es regnet! Zeit, Steuerbord zu beplanken.


      Viele Grüße
      Roland
    • PRT schrieb:

      Im Modellbau M 1:200 ist das Auftreten solcher Effekte für mich kaum vorstellbar.
      Hallo Roland,
      ich bin kein Techniker, kann es also nicht begründen, doch führt die Verklebung eines Spantengerüstes und der Bordwände mit Weißleim häufig zu der gefürchteten Bananenform des Rumpfes.
      LG
      Kurt

      Meine Untaten

      Wenn Regierungen versprechen, sich an die Regeln zu halten, und sie dann absichtlich verletzen, ist das kein Unvermögen. Das ist Betrug!
      (Hans-Werner Sinn)
    • ....bevor es hier weitergeht, erst einmal herzlichen Dank für die zahlreichen gehobenen Daumen!

      @Kurt
      Das würde ich sofort unterschreiben. Ein Schiffsmodell mit Weißleim würde ich aus den von Dir genannten Gründen nie komplett mit Weißleim kleben. Schon gar keine LC-Spantenteile.
      Die auftretenden Qellungen durch den Wassergehalt schrumpfen nach der Trocknung unkontrolliert und führen so zu den gefürchteten Verzügen.
      In meinem 63. Beitrag habe ich mich nur auf meine Weise der Bordwandverklebung bezogen.

      Weil das rege Interesse immer wieder motiviert, fanden die Arbeiten auf der Werft auch rege Fortsetzung.
      Bauzustand Colombo am heutigen Freitag: der Rumpf ist zu und die Steuerbord-Bordwand ließ sich genauso problemlos verkleben, wie Backbord.
      Und um nochmals auf Tommis Einwand zurück zu kommen:

      Klueni schrieb:

      Ich habe bislang noch kein vollendetes Modell dieses Kreuzers gesehen, aber so einige angefangene.....
      habe ich jetzt zumindest die Gewissheit: am Rumpf kann es nicht liegen!

      Die Bilder zeigen den Rumpf im aktuellen Bauzustand.

      Viele Grüße
      Roland









    • Hallo Günter und Boden, es freut mich, dass Euch das bisherige Ergebnis gefällt und danke für Eure positiven Einschätzungen.

      Mittlerweile sind an den Bordwänden noch eine ganze Anzahl restlicher Kleinteile verbaut und danach die beiden Antriebsstränge für die Schrauben fertiggestellt und montiert worden.
      Auf den UW-Beplankungsteile markiert waren nur die Positionen der Wellenhosen.
      Die vier Positionspunkte der Wellenabstützungen fehlten und mussten selbst bestimmt werden - schade!
      Der Anbau der Schrauben selbst, des Ruderblattes und der Ankerklüsen mit Ankern erfolgen erst ganz zum Schluss.
      Für die Schraubenwellen waren im Bogen die zwei grauen, im ersten Bild gezeigten Papierteile vorgesehen.
      Ersetzt wurden sie durch zwei Stücke Edelstahl-Schweißdraht, Durchmesser 1,0mm, matt grau lackiert.

      Damit ist der Rumpf-Körper fertig und es beginnt die Anfertigung der Aufbauten.

      Viele Grüße
      Roland



    • Vielen Dank, Dieter!

      Beim Bau des ersten Aufbaus (Teilegruppe 42) zeigte sich ein kleiner, leicht korrigierbarer Fehler.
      Der Deckel des Spantengerüstes ist zu lang und muss am Stoß zum Vordeck eingekürzt werden.
      Das genaue Maß ergibt sich, wenn der Deckel auf das Teil 40a aufgelegt wird (siehe letztes Bild).

      Viele Grüße
      Roland





    • Moinsen Roland,

      bei den gelaserten Innenskeletten (und auch fast bei allen Schablonen dieser Art) ist dieser Effekt fast normal.
      Der Konstruktor macht sich manchmal nicht die Arbeit, die notwendigen Einrückungen zu berücksichtigen, da muss er nämlich nochmal etwas rumkonstruieren - kostet halt Zeit. Macht aber nichts, wenn man es schon kennt und gleich die Schleifmaschiene ankurbelt.
      LG Klaus
      viderimus nil posse creari de nihilo
    • Servus Roland,

      das nenne ich saubere Arbeit!
      Einen derart schön gebauten Rumpf sieht man selten, auch wenn da und dort die Spanten sanft erkennbar werden (mir wäre es nicht aufgefallen). Das ist großes Kartonkino!
      Für diesen schulmäßigen Baubericht gebührt dir ein Extra-Like, dass ich somit gerne anhänge!
      Mich lassen die Rümpfe immer noch vom Schiffsmodellbau zurückzucken, obwohl ich gerne einmal einen solchen Bogen anschneiden würde.
      Alles Gute für den Wettbewerb und viel Freuden beim Weiterbau!
      Herzliche Grüße / Best regards,
      Andreas

      Optimismus ist die Kunst, mit dem Wind zu segeln, den andere machen.
      Alessandro Manzoni (1785 – 1873)

      Buddys Kartonuniversum
    • Zunächst wieder herzlichenen Dank für die gehobenen Daumen, den positiven Zuspruch und die guten Wünsche - danke!

      @ Klaus: im Großen und Ganzen sind meine bisherigen Erfahrungen mit LC-Sätzen durchweg positiv und der hier genannte Fehler die erste markante Ausnahme.
      @ Alex: ...oder ich am Fensterkreuz - in der Schlinge grins 2 grins 2
      @ Andreas und Kurt: danke!
      @ Günter: ich meine, die Bögen der östlichen Nachbarn beinhalten nicht mehr oder weniger Fehler als die, westlicher Verlage, von alten, z.B. Maly Modelarz Bögen mal abgesehen.

      Alle zusammen,

      mit der Anfertigung der ersten Aufbauebene einschließlich ihrer Decks sind zunächst die größeren Teile des Bogens verbaut.
      Die Konstruktion der Aufbauten - LC-Deckel unten und oben, dazwischen ein paar Spanten und das Ganze mit einem Papierstreifen umklebt - kenne ich bereits vom "Khlebnikov" und "Lenin" und bewerte sie als optimale Lösung für solche Baugruppen.
      Verklebt werden die einzelnen Aufbauten- und Decksegmente noch nicht, denn da wollen überall noch scheinbar zahllose Kleinteile dazwischen, darunter, rüber und nüber, usw., usw.
      Das heißt nun auch: allmählich werden die zu verbauenden Teile kleiner und kleiner...

      Ein kleines Zwischenfazit:
      So unscheinbar mir der Bogen nach ersten Betrachtungen in Mespelbrunn erschien, seit Baubeginn stieg die Sympathiekurve steil an und verharrt seitdem auf einem konstant hohen Level.
      Bis auf die geschilderte Ausnahme zeigen sich auch graphische und konstruktive Passgenauigkeiten weiterhin exzellent.
      Das Ding zu bauen macht mir bis jetzt richtig Spaß.

      Die Bilder zeigen wieder den aktuellen Bauzustand.

      Viele Grüße
      Roland