Gouvernementsschiff Komet, MB Verlag, 1:250 und WiWo's Tender, 1:250

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    • Weiter geht's mit dem Tender... Das Maschinenoberlicht (Bild 1)
      Die Fenster werden ausgestichelt und verglast (Bild 2)
      Die Luken werden geöffnet dargestellt (schließlich operiert dieser Tender später mal nicht in der Nähe der Antarktis...) und mit LC Stützen aus Relingsrestbeständen abgestützt (Bild 3)
      Dann an Bord damit und von allen Seiten betrachtbar gemacht... (Bilder 4 bis 6)







      Ein bisschen Geschichte hinterher...

      Ab 1884 ging man im deutschen Reich von der Errichtung von Handelsstationen auf die Inbesitznahme von Territorien in Afrika und in der Südsee über. Es wurde die Devise ausgegeben, "die Flagge folgt dem Handel". Wenn also irgend eine Handelstation sich bedroht fühlte und eine entsprechende Depesche nach Berlin absetzte, wurden Schiffe und Truppen ausgesandt um diese Handelsstationen zu schützen und die Terretorien drum herum "in Besitz zu nehmen", was durchaus zu diplomatischen Verwicklungen mit anderen Mächten, ja sogar bis kurz vor die "Ausübung von Kriegshandlungen" ging. Mehr als einmal stand das deutsche Kaiserreich an der Schwelle zum Krieg, sei es mit Spanien, Frankreich oder den USA - aber dazu später.



      Übersichtskarte der deutschen Besetzungen in der Südsee, Beilagenblatt Governementschiff Komet von Michael Bauer.
      Grüße aus Oberbayern!

      Der Mensch braucht Ziele, nur müssen sie auch erreichbar sein.

      Gerhards Staubfänger
    • Servus Gerhard,

      gerade habe ich mir diesen hochinteressanten Bericht in Ruhe durchgelesen. Vielen Dank für die aufschlussreiche, historische Abhandlung (gern mehr!) und die beiden schönen Modell, deren Bau du so hervorragend beschreibst. klasse1

      Die Tender von wiwo liegen auch in meiner Datenbank und von Michael Bauer wartet der Lotsenschoner darauf, angeschnitten zu werden.
      Ich habe beschlossen, ihn als nächstes Modell zu bauen, vielleicht sogar als Parallelbau zur Saab 105 OE.
      Wenn ich dir zuschaue, juckt es jedenfalls gewaltig, wieder einmal ein Schiffchen zu bauen. Es sind so schöne Schiffe!

      Darf ich noch eine Frage anhängen: das schwarze Etwas, auf dem du die Modelle präsentierst, ist das Schaumstoff? Gibt es einen Grund, warum du eine solche (weiche) Unterlage verwendest? denk1
      Herzliche Grüße / Best regards,
      Andreas

      Optimismus ist die Kunst, mit dem Wind zu segeln, den andere machen.
      Alessandro Manzoni (1785 – 1873)

      Buddys Kartonuniversum
    • Servus Andreas,

      Es freut mich riesig, wenn mein Baubericht so eine positive Resonanz findet! Vielen Dank auch für's Like!
      Da mache ich dann gerne weiter! high five1
      Ich benütze verschiedene Schaumstoffplatten mit unterschiedlicher Härte als Hilfsmittel. zum einen als "Nadel/Nagelkissen", zum anderen als Unterlage beim Rollen von Teilchen oder beim Durchstechen von kleinen Löchern (ab 1 mm hab ich Locheisen) und zuletzt als Unterlage für Modellfotos.

      Gestern Abend ging es noch bei der Komet weiter mit der Schornsteinbasis (Bild 1)
      Beide Teile gerollt (Bild 2)
      und zusammengesteckt an Bord mit dem Hauptdeck verleimt (Bild 3)





      Widmen wir uns nun ein wenig den einzelnen Regionen.
      Bismarck-Archipel (heute zu Papua-Neuguinea gehörend):
      Hier entstand 1872 die erste Handelsniederlassung des Kaufmanns Godeffroy aus Hamburg, genauer gesagt auf einer Insel in der Blanche Bay, im Norden Neu-Pommerns (heute New-Britain), genannt Matupi, (heute Kokopo).
      Hier hatte 1884 ein Detachement der Kreuzerfregatte Elisabeth und des Kanonenboots Hyäne die deutsche Reichsflagge gehisst.
      Nur einen "Steinwurf" in nördlicher Richtung entfernt liegt der Ort Rabaul, damals ein größeres Dorf der Ureinwohner, welche die Deutschen damals Kanaken nannten, was zu dieser Zeit durchaus nicht respektlos gemeint war. Dieser Name ist ja leider auch heute noch manchmal im Sprachgebrauch mancher Deutscher zu finden - hat nun allerdings einen besonders negativen Beigeschmack. Rabaul entwickelte sich während der deutschen Kolonialzeit zum Zentrum in der gesamten Region und ist heute Hauptstadt von Papua-Neuguinea. Die Gegend um Rabaul wurde von den Deutschen Gazelle-Halbinsel genannt. Benannt nach der ersten wissenschaftlichen Expedition in diese Gegend durch die deutsche Korvette Gazelle im Jahre 1875.
      Grüße aus Oberbayern!

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      Gerhards Staubfänger
    • Danke Klaus!

      Ja, die beiden Hübschen sollen es später auch richtig hübsch haben... Palmenstrand, Hula Hula... ohne Mädchen... blaugrünes Wasser... da fällt mir ein, eigentlich war ich heuer noch nicht so richtig in Urlaub....

      Weitere Anbauteile folgten heute dem Schornsteinunterbau... (Bild 1)
      Zwei geschützte Niedergänge mit Guckloch (Bilder 2 und 3)
      Dazu ein paar Lüfterrohre und drei Oberlichter (Bilder 4 bis 7)









      zur Kolonialgeschichte:
      Diese neu erworbene Inselgruppe, von den Deutschen Bismarckarchipel genannt, umfaßte drei größere Bereiche, Neu-Pommern, Neu-Mecklenburg und Neu-Lauenburg. Hier lebten damals auf 47.000 km², ca. 180.000 Einwohner, davon maximal 2.000 Europäer.
      Die dort lebenden Ureinwohner waren zum Teil noch Kanibalen und daher auch ein wenig gefürchtet bei den Kaufleuten.
      Es gab bis 1900 keine richtigen Häfen, so nutzten die Handelsegler kleinere und größere Buchten, wo sie auf Reede lagen und die Handelsgüter über kleine Einheimischenboote, meist Einbäume mit Ausleger, austauschten. Diese Buchten wurden Möwe-Hafen, Alolph-Hafen, Finsch- und Peters-Hafen genannt. Die Marine nutzte die Gewässer um die Insel Matupi als Station, wobei es hier an jeglicher maritimen Infrastruktur fehlte. Dies war ein generelles Problem der Deutschen. Es herrschte ständig Kohlenknappheit in dieser Region. Instandhaltungsarbeiten waren nur in Australien oder Singapore - gegen Bargeld, oder im deutschen Tsingtau (China) möglich.

      Fortsetzung folgt.
      Grüße aus Oberbayern!

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      Gerhards Staubfänger
    • Servus Holger,

      Danke für das Lob!
      Es ist auch für mich äußerst interessant, wie sich die Kolonialgeschichte aus deutscher Sicht so entwickelt hat.
      Da wurde teilweise äußerst rücksichtslos mit den Einheimischen umgegangen, nicht nur in der Südsee, auch in Afrika... von allen Seiten der damaligen Großmächte... man denke nur an die zweite Marokkokrise 1911, die auf deutscher Seite in dem sogenannten Panthersprung nach Agadir gipfelte oder die Niederschlagung des Burenaufstandes in Südafrika durch die Briten.

      Michael: Danke für das Like!
      Grüße aus Oberbayern!

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      Gerhards Staubfänger
    • Danke Dieter für das Like!

      Weiter geht es mit dem Tender.

      Folgende teile wurden eingebaut:
      Teil 22, Ein Aufbauteil des hinteren Drittels (Bild 1)
      Darauf der sogenannte große Kreuzpoller, an dem die Schleppleinen befestigt wurden (Bilder 2 und 3)
      Der Netzabweiser - bei meiner Version etwas in Richtung Schiffsmitte gerückt, einLuck im Heckbereich, die Ruderpinne und ein bisschen Verseilung - sprich die Ruderzüge - plus das abschließende Heckgräting. (Bilder 4 und 5).
      Und zum Schluß das Gräting, auf dem noch die Steuer- und Kompasskonsolen angebracht werden.





      Grüße aus Oberbayern!

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      Gerhards Staubfänger
    • Danke Fritz!
      Ja Kurt und Holger, der Tender ist wirklich gut konstruiert und kann sowohl in Schwarz, wie auch in Weiß in vielen Dioramen eingesetzt werden.

      Doch jetzt wieder zum Gouvernementschiff Komet.

      Hier wären eigentlich zwei Lüfter zu fertigen gewesen. Die musste ich aber leider überspringen, da die gedruckten Linien derart fein waren, dass ich sie gestern wegen der Nachwirkungen der Augenspritze nicht erkennen konnte.
      So mussten andere Kleinteile herhalten.
      Neben 4 Pollerpaaren, mussten 4 Klampen und zahlreiche große und sehr kleine Schwanenhälse ausgestichelt werden (Bild 1)
      Die kleinen Schwanenhälse waren für mich allerdings ebenfalls nicht so gut erkennbar, daher nahm ich Evergreen Profil als Ersatz (Bild 2), auch die Klampen mussten durch LC Teile aus niederbayerischer Produktion ersetzt werden.
      Dazu kamen noch die Basisteile der Bootsdavids mit an Bord, ebenfalls aus Evergreen Profil. Diese waren mit der Nummer 48 in der Anleitung gekennzeichnet. Die Nummer 48 auf dem Baubogen allerdings, sah ganz anders aus und war auch nicht 10 mal vorhanden.
      Das alles dann an Bord befestigt (Bilder 3 bis 5)







      Weiter mit den deutschen Besitzungen in der Südsee:

      Kaiser Wilhelms Land (heutige Nordostküste von Neu Guienea - ebenfalls zu Papua neuguinea gehörend):
      Diese langgestreckte Insel an der Nordostgrenze Australiens gelegen wurde ebenfalls 1884 endgültig aufgeteilt. Der Westen, sprich die Hälfte der Insel ging an die Niederlande, der Südosten mit dem Hafen Port Moresby wurde von Großbritannien beansprucht und der deutschen Neu Guinea-Kompanie wurde ein Schutzbrief des Kaisers ausgehändigt, die damit im Nordosten die Hoheitsrechte ausüben konnten.
      Um 1900 lebten ca. 100.000 Ureinwohner und sage und schreibe 50 Deutsche und ein par andere Europäer in dieser Gegend.
      Das Klima war für Europäer nicht besonders "healthy". Hohe Temperaturen, eine fast 100%ige Luftfeuchtigkeit, Moskitos und das wechselhafte Wetter sorgten für zahlreiche Tropenkrankheiten, wie das Degue-Fieber oder die Malaria.
      Bekannt und vermessen wurden eigentlich nur die Küstenregionen. Das Landesinnere mit seinen zahlreichen querlaufenden Gebirgsketten und einem fast undurchdringlichen Urwald machten eine sinnvolle Erforschung fast unmöglich. Selbst im Frühjahr 1942 scheiterten die Japaner bei ihrem Marsch nach Süden zum Haupthafen Port Moresby mehr an den Unbillen des Geländes und der Witterung als am Widerstand der austalisch-amerikanischen Truppen.
      Die erste Station der Neu-Guinea-Handelskompanie war der Ort Finschhafen am östlichen Ende der Insel und wurde auch später dann Sitz des sogenannten Landeshauptmanns.
      Die dürftigen Erträge aus den angelegten Plantagen waren eigentlich den ganzen Aufwand nicht wert aber der geopolitische Wert der Kolonie war für Deutschland durchaus akzeptabel. Die Ausfuhren nach Deutschland beschränkten sich auf Tabak, Kopra, Holz,
      Trepang, Perlmutter und Baumwolle.
      Fortsetzung folgt....
      Grüße aus Oberbayern!

      Der Mensch braucht Ziele, nur müssen sie auch erreichbar sein.

      Gerhards Staubfänger
    • Gerhard schrieb:

      Die musste ich aber leider überspringen, da die gedruckten Linien derart fein waren, dass ich sie gestern wegen der Nachwirkungen der Augenspritze nicht erkennen konnte.
      Mehr als gekonnte Leistungen, TROTZ ALL Deiner gesamtgesundheitlichen Ist-Situation !!
      Chapeau Gerhard ! beifall 1 beifall 1

      Du machst mir auch immer wieder damit Mut,
      trotz meiner eigenen gesundheitlichen Einschränkungen, Dinge in Angriff zu nehmen !! daumen1
      Gruss
      Holger


      Ich bin von Kopf bis Fuss, nur auf Kartonmodellbau eingestellt
      und das ist meine Welt,
      sonst gar nichts..... ! freu1
    • Vielen Dank Roland und Holger!

      zum Abschluß des Tages hier doch noch die beiden vorderen Lüfter (Bild 1)
      Das Original liegt oberhalb... selbst auf dem Foto sieht man kaum die Linien.
      Daher habe ich den Abschnitt auf Normalpapier mit erhöhtem Kontrast kopiert.
      Dann ging das Ausschneiden.
      Hier beide Lüfter an Bord (Bild 2)

      Grüße aus Oberbayern!

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      Gerhards Staubfänger
    • Danke Hagen, das mit den Augen ist immer nur eine vorübergehende Sache nach der Spritze. Jetzt geht es schon wieder wesentlich besser.
      Servus Fritz, ja der eine hat n'en Zweitwagen... ich ein Zweit- und Drittmodell happy1

      Das Bootsdeck besteht aus zwei Teilen... die Schächte für die beiden niedergänge, sowie der Durchbruch für den achteren Mast müssen ausgestochen werden. Dazu habe ich gleich noch die Ruderzüge mit Faden plastisch gestaltet. Später wird das dann etwas schwieriger.
      Zusammengeklebt trocknet es nun über Nacht... die leichte Verrundung habe ich nicht vergessen.



      Grüße aus Oberbayern!

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      Gerhards Staubfänger
    • Besten Dank für die Likes Hans-Jürgen und Michael.

      Beim Tender geht es nun ein klein wenig weiter
      Steuerrad und Maschinentelegraph wurden fertiggestellt.
      Allerdings ein wenig kürzer als es der Baubogen vorsieht. Stellt man ein Preisserlein (1.220) daneben sieht man, dass das Steuerrad in Kopfhöhe angeordet wäre und beim Maschinentelegraphen wäre das Ganze noch höher.
      Das Steuerrad ist ein LC Teil.




      Jetzt bin ich am überlegen, ob ich nicht doch einen offenen Käfig drum herum baue, so wie er auf einer Postkarte des Hafens Tsingtau auf einem Tender zu sehen ist. Offenbar wurde dieser Käfig bei Regen mit einer Plane abgedeckt - ansonsten blieb er offen....

      Zur Kolonialgeschichte in der Südsee:

      Fortsetzung Neu Guinea:
      Von Finschhafen aus ging alle acht Wochen ein Dampfer über Singapur nach Hamburg und wieder zurück. Ansonsten gab es noch Handelsverkehr nach Australien.
      Die Eingeborenen waren durchaus wilde Gesellen, die auch mal einen weißen Siedler oder Priester im Kochtopf nicht verschmähten.

      Samoa
      Die Inselgruppe wurde als erstes 1722 von einem holländischen Entecker, Jakob Roggeveen angesteuert.
      Amerikaner und Briten folgten in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts und nahmen einige Inseln in Besitz.
      1855 eröffnete eine deutsche Handelsgesellschaft eine Faktorei, kurz darauf gab es auch schon einen deutschen Konsul auf einer der Inseln.
      Doch die Amerikaner sicherten sich 1878 den Hafen Pago Pago (Ostsamoa), den einzigen sturmsicheren Hafen in der Gegend. Den Deutschen blieben nur die unsicheren Häfen von Apia und Upolu (Westsamoa).

      Fortsetzung folgt...
      Grüße aus Oberbayern!

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      Gerhards Staubfänger
    • Auch die Komet erhält weitere Baugruppen, in dieem Falle die beiden Ladewinschen (Bild 1), je 26 Teile auf einer Fläche kleiner als eine 1 Cent Münze... und alles in Schwarz.
      Eine der beiden Seitenwangen pro Winsch (Bild 2)
      und die fertigen Baugruppen (Bild 3)
      und an Bord befestigt (Bilder 4 und 5)







      Weiter mit Samoa:
      In Samoa war es durch gegensätzliche Interessen der Großmächte England und Deutschland, sowie der aufstrebenden Militärmacht USA zu deutlichen Zerwürfnissen zwischen diesen Ländern gekommen. Dazu kamen auch noch diverse Unruhen der Einheimischen, welche hauptsächlich durch deutsche Schutztruppen niedergeschlagen wurden. Beteiligt waren der Kreuzer Adler das Kanonenboot Eber und die Korvette Olga. Diese Schiffe setzten ein Kontignent von 140 Mann an Land und die Siedlungen der Eingeborenen wurden daraufhin gestürmt. Diesen "Kolonialkrieg" bezahlten 15 Marinesoldaten mit ihrem Leben, 41 wurden verletzt. Wieviele Einheimische niedergemezelt wurden ist mir leider unbekannt. Die Zahl der Opfer auf jener Seite dürfte um ein Vielfaches höher ausgefallen sein.
      Bismarck rief 1890 eine Konferenz ein, die jedoch zu keinem guten Ende führte, denn bereits acht Jahre später kam es zu erneuten Aufständen. Ende 1899 wurde letztendlich der sogenannte Samoavertrag geschlossen, an dem sowohl einheimische Häuptlinge, als auch die Großmächte beteiligt waren. Es kam zur Teilung der Samoagruppe. Deutschland erhielt nun endgültig die Inseln Upolu und Sawaii, die Engländer die Tonga Inseln und die USA die Insel Tutuila mit dem wichtigen Hafen Pago-Pago.
      Grüße aus Oberbayern!

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      Gerhards Staubfänger
    • Moin Gerhard,

      der Schwan wird was!
      Diese Kolonialgeschichten finde ich ja sauinteressant, weil ich darüber auch vieles gar nicht weiß.
      Eigentlich sind sie aber eher deprimierend.....aus heutiger Sicht ist das damalige Streben nach Kolonien und die Herrschaft über indigene Völker schlichtweg nicht vernünftig nachvollziebar.

      lg.
      Tommi
      ....und ab dafür! rollen1
      Vergammelte Werke
    • Danke Ingo für das Like!

      Dank auch an Euch, Hagen, Stephan und Tommi,

      Ja, die Kolonialgeschichte dieser Region ist im Schulunterricht höchstens mal einen Nebensatz wert.
      Viele dieser Inselgruppen sind heute zwar eigenständig, aber dennoch meist abhängig vom Wohlwollen der damaligen Schutz-/Kolonialmächte. Insofern hat sich da, meiner Meinung nach, nicht viel verändert.
      Grüße aus Oberbayern!

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      Gerhards Staubfänger
    • Servus Gerhard,

      wieder ein Stück weiter vorangekommen ! daumen1

      Feinste Schiffsmodellbauarbeiten von Dir !

      Konnte es oben jetzt nirgendwo herauslesen ? kratz1
      Hattest Du Dich jetzt für einen "Käfig" entschieden ?? denk1

      Bleibe hier dran.... !! ja 2
      Gruss
      Holger


      Ich bin von Kopf bis Fuss, nur auf Kartonmodellbau eingestellt
      und das ist meine Welt,
      sonst gar nichts..... ! freu1
    • Weiter mit dem Tender:

      Der Käfig besteht aus dem Brückenhäuschen aus dem Baubogen, bei dem allerdings etws mehr weggeschnitten wurde. Dazu drei Dachstreben, welche einer Plane eine "Dachstruktur" geben würde, sprich Regen würde zur Seite und nach hinen ablaufen. (Bild 1)
      An Bord befestigt (Bild 2)
      Dazu der Niedergang - noch nicht verklebt (Bild 3)





      Zurück zum Kolonialwesen auf Samoa:

      Diese Inselgruppe verdankt ihre Existenz dem Vulkanismus.Der höchste Vulkankegel befindet sich auf der Insel Savaii mit 1.700 m Höhe.
      Apia war der einzige halbwegs taugliche Hafen für die deutschen Handels- und Kriegsschiffe.
      Im Jahr 1912 liefen 86 Handelsdampfer und 32 Segelschiffe Deutsch-Samoa an.
      Nach dem sogenannten Samoavertrag 1899 hissten deutsche Marinetruppen auf beiden Inseln am 1. März 1900 die deutsche Reichsflagge mit großem Brimborium. Anwesend war der designierte Gouverneur, Solf und ein Detachement des kleinen ungeschützten Kreuzers Cormoran. Überall wehten schwarz-weiß-rote Fahnen und die gesamte Inselbevölkerung war zugegen.
      Der Gouverneur hatte sich extra vom Bordschneider der Cormoran eine "Phantasieuniform" anfertigen lassen, die auf die Eingeborenen auch mächtig Eindruck machte.
      Oberhäuptling Josefo Mataafa war zu der Zeit der Stammesführer auf Samoa. Er war den Deutschen freundlich gesinnt, daher war es nicht verwunderlich, dass auf Samoa die restliche Kolonialzeit so gut wie friedlich verlief. Kaiser Wilhelm II verlieh ihm sogar einen deutschen Fliegenwedel, das Zeichen von Macht und Würde. Außerdem erhielt er ein Jahresgehalt in Höhe von 3.000 Mark.
      Grüße aus Oberbayern!

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      Gerhards Staubfänger
    • Es freut mich, wenn's gefällt Holger und Wolfgang! Und auch Danke für das Like, Holger!

      Auch auf der Komet ging es weiter... nichts weltbewegendes...
      Die vier Ladeluken waren an der Reihe (Bild 1).
      Vorne zwei vorne (Bilder 2 und 3)
      und zwei achtern (Bilder 4 und 5)
      Die gedruckten Führungsschienen wurden mit LC Teilen aus der Schrottkiste plastisch dargestellt.







      zu Samoa:

      Im Allgemeinen galten die Samoa Inseln als deutsche Vorzeigekolonie, aber auch dort war es nicht immer paradiesisch.
      Mitte März 1989, also zu der Zeit, als die Inseln noch nicht endgültig aufgeteilt waren, gab es im Hafen von Apia auf Grund eines heftigen Tropensturmes eine große Katastrophe, die alle dort präsenten Großmächte betraf.
      Zu dieser Zeit waren zahlreiche Schiffe im Hafen, welche zuvor einen Aufstand der Einheimischen unterdrückten.
      Es waren dies die deutschen Schiffe SMS Adler (Kanonenboot), SMS Olga (Glettdeckskorvette) und SMS Eber (Kanonenboot), neben dem englischen Kreuzer HMS Calliope und den US-amerikanischen Korvetten USS Vandalia und USS Nipsik plus der Fregatte USS Trenton plus zwei Handelsschiffe.
      Dieses Unwetter verursachte den Totalverlust von SMS Adler und Eber. Eber verschwand in den Fluten, während Adler auf ein Riff getrieben wurde und dort noch Jahre zu sehen war ehe es die Wellen nach und nach zerschlugen. Aber auch die meisten anderen Schiffe im Hafen teilten das Schicksal der Adler und der Eber. Lediglich die britische HMS Caliope hatte einen genügend starken Motor um Anker auf zu gehen und dem Disaster zu entkommen. Am Morgen des 17. März wurde auch bei den menschlichen Verlusten Bilanz gezogen. Auf deutscher Seite starben 93 Offiziere und Mannschaften (von der Eber überlebten nur ein Offizier und vier Mann), bei den Amerikanern waren es 117 Tote. Die Überlebenden der deutschen Schiffe wurden über Australien zurück in die Heimat verbracht.

      Fortsetzung folgt.
      Grüße aus Oberbayern!

      Der Mensch braucht Ziele, nur müssen sie auch erreichbar sein.

      Gerhards Staubfänger
    • Gerhard schrieb:

      Auch auf der Komet ging es weiter... nichts weltbewegendes...
      Die vier Ladeluken waren an der Reihe (Bild 1).
      Ohhh, für die KOMET ist es schon "weltbewegend"......
      wenn das Schiff nicht die vier Ladeluken bekommen hätte, ohaa........ grins 2

      happy 2 daumen1

      Genau wie bei mir zur Zeit am Modellbautisch..... :
      "Es geht Stück für Stück weiter... !" ja 2
      Gruss
      Holger


      Ich bin von Kopf bis Fuss, nur auf Kartonmodellbau eingestellt
      und das ist meine Welt,
      sonst gar nichts..... ! freu1
    • Ja Holger, Schritt für Schritt - so muss es sein.

      Zurück zum Tender, der so langsam seiner Vollendung entgegen geht.

      Die Ankerwinsch (Bild 1)
      Dazu gehören auch gleich die Ankerkette (Zukauf) und die Anker selbst (Bild 2)
      Vor dem Anbringen noch die beiden Relingsteile am Bug angebracht - danach Ankerkette, Anker und Ankerwinsch an Bord befestigt (Bilder 3 und 4)

      Was jetzt noch fehlt, sind die restlichen Relingsteile, der Ankerkran und die Flagge.



      Grüße aus Oberbayern!

      Der Mensch braucht Ziele, nur müssen sie auch erreichbar sein.

      Gerhards Staubfänger
    • Servus Gerhard,

      deine Interpretation des Tenders ist sehr gut geworden! beifall 1
      Allerdings, eine Kritikpunkt muß ich anbringen.
      Die Blöcke beim Ankerkran sind etwas gar groß geraten. Das stört doch recht sehr beim Gesamteindruck.
      Vielleicht ist ein Tupfen Weißleim und Farbe eine bessere Alternative.

      Liebe Grüße

      Wiwo
      In Bau: K.u.k.Tegetthoffklasse, GPM, 1:200 1:250 und 1:400
      Und hier: Alle meine Modelle


      "Es gibt viel zu viele Lautsprecher und viel zuwenig Kopfhörer!"
      Fritz Grünbaum, 1934