English Electric Lightning, Fly Model, 1:33

    • English Electric Lightning, Fly Model, 1:33

      Ja Freunde,

      ich versuche es wieder einmal mit einem Wettbewerbsmodell.

      Kriterien waren:
      - Nicht schon wieder eine Spitfire, ein Citroen oder ein Downloadmodell, das mit Schwierigkeiten behaftet sein kann (X-Wing!).
      - Kein 2. WK, ich hatte schon anderswo beschrieben, dass mir erst nach dem Tod meiner Mutter aus ihren Aufzeichnungen klar wurde, wie sehr sie und mein Vater von den damaligen Ereignissen, die ihre Kindheit maßgeblich bestimmten, traumatisiert waren.
      - Ein detailliertes Modell, das mir ordentlich etwas zu tun gibt, aber zu schaffen ist und das auch optisch etwas hermacht. Sollte auch nicht zu klein sein.
      - Formal kein Mainstream.
      - Ich wollte sicher gehen, dass das Modell auch gebaut werden kann und suchte daher im Netz nach Bildern fertiger Modelle, die ich in unserem Nachbarforum und auf einer polnischen Seite fand.
      Während der Recherche kam immer wieder die Lightning in meinen Blick, ich hatte das Modell vor einigen Jahren in Mespelbrunn von einem Kameraden gekauft.
      Ja, denn...
      Außerdem gefiel mir die Idee, Buddys Saab 105 einen Jet vom entgegengesetzten Ende der Militärjets zuzugesellen!

      Die English Electric Lightning ist definitiv eigenständig, ihre übereinander angeordneten Triebwerke, das weit vorne angebrachte Cockpit, der "Dackelbauch" und die Tragflügelgeometrie als "ausgeschnittenes Delta" verleihen ihr einen kompromisslosen, unverwechselbaren Charakter. So kompromisslos, dass sie in mindestens einem Science-Fiction Film nahezu unverändert und glaubhaft auftauchte.
      Ich überlasse es Euch, mit der Geschichte dieser Maschine vertraut zu machen, die wie kaum eine andere konsequent als Abfangjäger mit hoher Steigrate ausgelegt war. Es lohnt sich, ein bisschen zu recherchieren. Vor etlichen Jahren erschien einmal ein Flugbericht der Lightning in einer englischen Fliegerzeitschrift, in der sie als "outrageously and hilariously overpowered, a hairy fisted brute of an absolute macho pilot´s airplane" (ungeheuerlich übermotorisiert, ein hemdsärmeliges Biest von einem Flugzeug für reine Machos unter den Piloten) beschrieben wurde.
      Ich brauche hier nicht zu wiederholen, wie Slawomir den Bogen beschreibt, schaut einfach dort vorbei.
      Ich baue das Modell von einer Farbkopie auf 160 Gramm / m2 Karton, da ich den Originalbogen als Vorlage für Farbmuster weiterer Kopien zurückhalten möchte: Auf der Titelzeichnung ist die Lightning mit einer Betankungssonde gezeigt, die leider ihren Weg nicht in den Bogen fand, die ich aber gerne hinzufügen möchte.

      Aktuell arbeite ich mich erst einmal durch den Bausatz und versuche, so viel wie möglich zu begreifen. Und ich muss viel verstärken. Richtig viel!

      Herzliche Grüße, Martin
      Selig, die über sich selber lachen können, denn sie werden ein sehr heiteres Leben führen! frech 1
      Meine Machwerke

      Fertig: Citroen C4 WRC, 1:24, Pepakura.
      Im Bau: Wettbewerbsmodell EE Lightning, Fly Model 1:33
    • Schön, dass diese Ankündigung so gut bei Euch ankommt!
      Allerdings wird es noch ein bisschen bei dieser Ankündigung bleiben: Ich habe gerade zu meinem Schrecken festgestellt, dass ich kaum noch Verstärkungskarton in DIN A3 habe und davon braucht dieses Spantenmonster eine ganze Menge, sowohl 0,5 wie 1,0 mm.
      Na, Weihnachten eilt mit langen Schritten herbei und Slawomir freut sich bestimmt über die Bestellung, zusammen mit einer tiefgezogenen Haube für die Lightning und noch ein paar weiteren Modellchen...

      Hallo Klaus, das wäre nicht mein erstes Fly Model. Im Vergleich zu früheren wirkt es deutlich besser durchgestaltet, z.B. waren die Klebelaschen früher nicht durchgefärbt, auch gab es keine Bauschablonen. Ich bin also guten Muts. Noch?
      Bis die Bestellung eintrifft, nehme ich mir vielleicht das eine oder andere kleinere Automodell vor und die Halinski-Spit wartet auch noch...

      Viele Grüße, Martin
      Selig, die über sich selber lachen können, denn sie werden ein sehr heiteres Leben führen! frech 1
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    • Irgendwie habe ich den Eindruck, dass dieser Wettbewerb eine richtig dicke Sache wird: Noch fast ein Jahr bis zum nächsten Treffen in Mespelbrunn und schon 19 Teilnehmer. Das macht richtig Freude!

      Ja, ich bin doch schon am Bau: Ich war heute in einem Laden für Bürobedarf, noch etwas Material für einen Kollegen kaufen und fragte mehr so nebenbei danach, ob sie denn auch Karton in 0,5; 1,0 und 1,5 mm Dicke hätten. Zu meinem Erstaunen kam die prompte Antwort: "Klar, haben wir den, in 50*70 cm größen Bögen." Angeschaut, guter Graukarton, der einiges halten sollte. Die Preise waren mehr als fair, also habe ich gleich von jeder Stärke 2 Bögen mitgenommen. Das Erstaunen war noch größer, als die Verkäuferin fragte, ob ich das Material für den Modellbau bräuchte. - Woher um alles in der Welt wusste die das? Auf meine Gegenfrage kam die Antwort, dass ihr Neffe große Scale-Flugmodelle in Styropor baute und die Vormodelle aus Karton. Scheint regelmäßiger Kunde dort zu sein. Wieder was gelernt...

      Unten seht Ihr die ersten aufgeklebten Bauteile. Die sind nur für das Rumpfmittelteil auf einem Bogen in DIN A3! Wird wohl nicht ganz klein, das Modell! Auf dem 2. Bild der Bogen in der Presse, stilgerecht beschwert.
      Hier eine kleine Warnung an alle, die den Bausatz auch bei sich liegen haben: Auf den ersten Blick wirkt es, als würden alle Teile auf diesem Bogen auf 1,0 mm Karton geklebt, diese Teile sind mit einem Stern* gekennzeichnet. Stimmt nicht ganz, wenige haben auch 2 Sterne ** und müssen so wie ich die Anleitung verstanden habe auf 1,5 mm Material. Also bitte genau hinschauen!

      Viele Grüße, Martin

      Selig, die über sich selber lachen können, denn sie werden ein sehr heiteres Leben führen! frech 1
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    • Und das Skelett des oberen Rumpfmittelteils ist mit Ausnahme der beiden äußersten Spanten bereit zum Beplanken. Auch eine Art, den Reformationstag zu verbringen...
      Zu meiner Entschuldigung kann ich sagen, dass ich gestern ein feistes Stück privaten Papierkram zu Ende gebracht habe und mir heute einen Tag völlige Ruhe gegönnt habe. Muss auch mal sein.
      Als ich die Beplankung probeweise auflegen wollte, stellte ich fest, dass mir der Farbkopierer die äußersten 0,5mm "unterschlagen" hatte. Normalerweise stört mich das nicht, aber bei einem Wettbewerbsmodell kommt das nicht in Frage. D.h. ich werde morgen die entsprechende Partie noch einmal kopieren.
      Wenn es mich packt gehe ich heute Abend noch an den "Dackelbauch", also den Zusatztank unter dem Rumpf. Da die Lightning noch mehr als der Starfighter eigentlich eine bemannte Rakete war, gab es ständig Probleme mit dem Treibstoffverbrauch, die man auf verschiedenste Arten zu lösen versuchte. Angeblich gab es sogar einen Tank im Seitenleitwerk!

      Der Würfel ist übrigens ein handsignierter Airgoon, den ich in höchsten Ehren halte. Ich frage mich nur, warum Norm noch nicht in den Wettbewerb eingestiegen ist.

      Viele Grüße, Martin

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    • Hallo Norm,
      klar, das verstehe ich. Ich habe ein Lieblingsprojekt von mir hintangeschoben, damit ich gemäß dem Motto "dabei sein ist alles" endlich einmal realistisch an diesem freundschaftlichen Wettstreit teilnehmen kann.

      Hallo Fritz,
      die EE Lightning stammt ja vom Konzept her aus unmittelbaren Nachkriegszeit, also der Frühzeit der Düsenjäger und war zu ihrer Zeit eine Extremkonstruktion. Ich nehme an, dass sie eine enorm hohe Landegeschwindigkeit hatte und obendrein war die Reichweite immer kritisch. Um die Reifen überhaupt in den dünnen Flügeln unterbringen zu können, waren sie so schmal und unter so hohem Druck aufgepumpt, dass sie nach ganz wenigen Landungen ausgewechselt werden mussten.Vielleicht macht genau das den Reiz dieser Maschine aus, ähnich wie beim Austin Healey 100 im Automobilbereich aus derselben Epoche.

      Hallo Tommi, bisher macht der Bau vor allem: Richtig Spaß!

      Viele Grüße, Martin
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    • Hallo Martin,

      obwohl ich wahrlich kein großer Freund militärischer Modelle bin, gebe ich sehr gerne zu, dass gerade die frühen Jets doch einen ganz besonderen Reiz haben. Es wurde viel experimentiert und die Fliegerei stieß in ganz andere Dimensionen vor. Überdies sind die Formen dieser Jets sehr prägnant und schnittig.
      Ich wünsche Dir für den Bau der Lightning nicht nur gutes Gelingen, sondern auch und vor allem Freude und Entspannung nach all der belastenden Zeit, die Du erleben musstest. Ich schaue jedenfalls immer wieder gerne rein!

      Schöne Grüße
      Andreas
      Hier bin ich Mensch, hier darf ich's sein.
      Goethe

      Es strebt der Mensch, so lang er klebt.
      Fast Goethe
    • Hallo Andreas,
      ich gehe auch immer mehr in Richtung der zivilen Vorbilder, aber die Lightning ist so einzigartig, die musste einfach sein. Übrigens war sie ein klassischer "kalter Krieger", d.h. sie hat gemäß den Quellen, die ich zur Verfügung habe, keine einzige feindliche Maschine abgeschossen. Es gibt zwar Bilder, wie zwei Lighnings eine Tupolev 95 "Bear" über der Nordsee eskortieren, aber das war nur "Hallo Jungs, wir sind übrigens auch da, also macht besser keinen Blödsinn."
      Die Belastung... Ja doch, die ist untergründig schon zu spüren. Vor allem merke ich, wie angespannt ich in den letzten Jahren war, weil eigentlich jeder Anruf bedeuten konnte, dass etwas Bedrohliches passiert ist. Jetzt hat die alte Dame ihren Frieden.

      Hallo Michael,
      absolut. Den Lasersatz wollte ich gerne verwenden, allerdings ist er laut Slawomir ausverkauft. Dafür habe ich mir jetzt anstelle des Lasersatzes lieber ein paar zivile Modelle gekauft.

      Hallo Kurt,
      danke! Die Lightning ist bisher eindeutig eines der besten Modelle von Fly Model. Alles wirkt sehr genau und durchdacht.

      Das Skelett des Dackelbauchs ist soweit fertig. Jetzt kommen die Passproben für die Außenhaut und dann geht es sorgfältig und gelassen an die Beplankung.

      Viele Grüße, Martin
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    • Hi Gunnar,

      ich hatte heute Abend eine Not-OP an der Lightning: Die Platte zwischen dem oberen und dem unteren Teil ist nur einmal vorhanden und wird von beiden Seiten mit den Teilen 1 und 1a beklebt. Ich hatte 2 angefertigt und dann passte auf einmal nichts mehr. Gut, wenn der Mensch erst einmal trocken zur Probe anpasst! Ich habe daraufhin das Teil 1 von seiner Basis gelöst, dann vom Gerüst des Rumpfoberteil abgerissen und alles nachgeschliffen, damit die originale Höhe exakt wieder erreicht ist. Dann das von einer Probekopie zum Glück noch vorhandene Teil 1 noch einmal aufgeklebt und das obere Gerüst wieder darauf.
      Noch besser ist es natürlich, wenn man die Bauanleitung sehr genau studiert. Wenn man um das Problem weiß, findet man auch entsprechende Hinweise auf der Anleitung verstreut...
      Obendrein gibt es von unserem Forumsmitglied Ricleite einen guten Baubericht über ebendieses Modell in unserem deutschsprachigen Nachbarforum, der mir sehr hilft, zugleich aber auch die Messlatte sehr hoch legt.

      Zu den Entscheidungen der britischen Nachkriegspolitik, sowohl in Sachen Rüstung wie Wirtschaft, wäre viel zu sagen. Es ist eine große Tragödie. Die TSR2, aber auch der Niedergang der britischen Automobilindustrie, die einstmals führend war...

      Morgen weitere Bilder.

      Viele Grüße, Martin
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    • Der Mittelrumpf hat jetzt seine obere Hülle bekommen. Die besteht im gegenwärtigen Stadium nur aus 2 recht großen Teilen, die sehr genau auszurichten waren: Teil 2 und 2a. Teil 2a wurde übrigens auf der Übersichtszeichung fälschlich als 2c bezeichnet, aber das ist leicht zu erkennen.
      Teil 2a stellte mich vor eine Grundsatzentscheidung, da es die Bremsklappen am Hinterrumpf enthält: Baue ich die Lightning "all out" mit ausgefahrenem Fahrwerk, Lande- und Bremsklappen, also am Boden, oder "clean" in Flugkonfiguration? Beides hat etwas für sich.
      Ich habe mich für die Darstellung im Flug entschieden, weil ich die extreme Pfeilform der Lightning herausarbeiten wollte. Das bringt möglicherweise in der Bewertung ein paar Detailpunkte weniger, aber ich finde, dass ein Flugzeug fliegend dargestellt werden sollte: Ist ja kein "Rollzeug".
      Unten die Bilder des aktuellen Baustadiums. Momentan wirkt alles eher nach dem Kessel eines Kraftwerks, aber das ist es mit den beiden mächtigen Strahltriebwerken eigentlich auch...

      Stellt übrigens einmal die Lightning ihrem direkten Vorgänger, der Hawker Hunter mit ihren fließenden Formen gegenüber: Die Lightning muss bei ihrer Präsentation "truely shocking" gewirkt haben.

      Viele Grüße, Martin

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    • Hallo Martin, ich sehe den Bericht erst gerade und zwänge mich nachträglich auch noch in die erste Reihe… Ich habe die E E Lightning Anfang der 70er Jahre bei einer Flugschau im Sauerland erlebt. Flugzeug und Pilot waren wohl auf der RAF Basis Gütersloh stationiert. Der Könner (offensichtlich DER „reine Macho“) am Steuerknüppel zeigte mit dem Monstrum regelrechten Kunstflug in Bodennähe, die Begriffe „outrageously and hilariously overpowered“ kann ich auch heute noch nachvollziehen. Alle Zuschauer waren anschließend ½ Stunde taub. Aber die Vorführung war ungeheuer eindrucksvoll, ich habe auf keiner Flugschau ähnliches gesehen und sie daher auch nie vergessen. Die Lightning habe ich seinerzeit in 1:72 (Plastik) gebaut, glaube aber, dass es sie auch bei den Wilhelmshavenern in 1:50 gab. Nun also in 1:33 und Karton – viel Glück beim GS-Wettbewerb und ich werde mir den Bogen bei Gelegenheit schon mal zulegen. VG Heinrich
    • Schön, dass sie Euch gefällt, Freunde!

      Hallo Heinrich,
      schau Dir mal auf youtube Videos zur Lightning an:


      Da dürftest Du einiges wiederfinden. Ich habe 1986 oder 1987 hier in der Gegend eine Harrier erlebt, die hatte ähnliche Wirkungen auf das Gehör der Zuschauer bzw. -hörer. Noch nie etwas vergleichbar Lautes gehört. Wahnsinn!
      Von WHV gab es meines Wissens keine Lightning, aber die Saunders Roe SR.53, die hatte am Heck eine ähnliche Einschnürung. Vielleicht war es die?
      Die Steigrate der Lightning ist bis heute unübertroffen, sie hatte ein Verhältnis von Schub zu Gewicht von über 1:1, konnte also mit reinem Triebwerksschub senkrecht steigen!
      Die beste Internetseite zur Lightning ist meines Erlebens diese: militaryfactory.com/aircraft/detail.asp?aircraft_id=229
      Mit dem Kauf der Lightning würde ich nicht mehr allzu lange warten: Slawomir hat noch Bögen, aber das Modell scheint doch sehr beliebt zu sein. Und bei der bisher erlebten Qualität ist es eine sichere Wahl.

      Ich habe heute Abend sogar noch etwas gebaut, nämlich die Basis für das nächste Rumpgsegment. Die ist recht aufwendig, da sie die Ansatzstücke für die Leitwerke enthält. Beide sind so dünn, dass keine normalen Holme durchgeführt werden können. Stattdessen geschieht die Verbindung zwischen Rumpf und Leitwerken mit Drahtstücken, die in "Dreilagensandwiches" im Rumpf verankert werden. Weiter beginnt hier die schon oben erwähnte Einschnürung, die es erfordern, den hinteren Spant sorgfältig zuzuschleifen.

      Viele Grüße, Martin
      Selig, die über sich selber lachen können, denn sie werden ein sehr heiteres Leben führen! frech 1
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    • Danke Thomas!
      Nach einer kleineren Baupause durch viele andere unaufschiebbare Aktivitäten wieder etwas von der Lightning:
      Der Rumpf hat nach vorne ein weiteres Segment bekommen und ich beplanke die Unterseite.
      Diese Beplankung geht von der Mitte aus nach vorne und hinten. Eigentlich keine große Sache, wenn man genau arbeitet und immer wieder zur Probe anpasst. Kein Problem mit den Teilen 2b. 2c, 2d. 2e stellt den hinteren Abschluss des Unterrumpftanks dar und nach etwas Denkarbeit wurde mir klar, dass zuvor die Unterseite des Rumpfsegments 13 namens 13i auf die Spanten sollte. Danach kommt Teil 2e, das an seinen Längskanten auf 13i geklebt wird. Die kleinen dadurch entstehenden Stufen sind durchaus vorbildgetreu und im Original noch stärker ausgeprägt.
      Die Stecknadeln auf dem ersten Bild dienten der Probepassung für die kleinen Kiele unter dem Rumpf, die später mit Drähten dort angesetzt werden.
      An der Oberkante von 13i ist hintenherum ein etwas breiterer Spalt. Hier habe ich anscheinend im oberen Teil des Spants etwas zu wenig heruntergeschliffen. Mal sehen, wie ich das rette.
      Ich sollte mir übrigens eine Briefwaage zulegen. Mit dem substantiellen Innenskelett wiegt der Rumpf schon jetzt nicht gerade wenig.

      Viele Grüße, Martin

      P.S.: Ich sehe übrigens gerade, dass ich inzwischen zum "Kartonmodellbauer" befördert wurde, obwohl ich nur 944 Beiträge vorzuweisen habe, dafür aber 1002 Punkte und 58 "Likes". Setzt sich also der Rang aus Beiträgen und "Likes" zusammen?
      Ich freue mich natürlich, wundere mich aber zugleich ein bisschen...

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    • Theo,
      danke für die Korrektur!

      Von dem Modell wusste ich tatsächlich noch nichts.
      Das sind diese genialen Bögen, mit denen ich in den 70-er Jahren als Junge von meinem Vater in Sachen Kartonmodellbau angefixt wurde. Die haben für mich einen ähnlichen Kultstatus wie für andere die GELI-Bögen.
      Ich habe gerade auf Deine Anregung hin im Webshop des Verlags nachgeschaut: Es gibt die EE Lightning noch. Da ich langsam zum Fan dieses außergewöhnlichen Flugzeugs werde, ist klar, was mir der Nikolaus in den Stiefel stecken wird. Das muss einfach sein.

      Viele Grüße, Martin
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    • Hallo Martin,

      aber paß auf das der Nikolaus den Unterschied zwischen Offsetdruck und anderen Druckarten kennt, sonst könnte es sein, dass nur ein gräuliches Grau statt einem schönen Silberdruck rüberkommt.

      Feiner Bau! Weiterhin viel Erfolg damit. Ach ja, die Meßlatte, nun dass andere Modellbauer sehr gut bauen mag eine starke Anregung sein, aber man darf auch weniger gut bauen, sonst gäbe es nicht mehr sehr viele Modellbauer/innen.
      Mit freundlichen Grüßen
      G. Friedel
    • Hallo Gerhard (richtig?),

      danke für den Hinweis mit dem Metalldruck! Ich werde vor Bestellung anfragen, welcher Druck das ist.
      EDIT: Ich habe eine Mail an den Webshop gesandt und erhielt zur Antwort, dass es diese alten Bögen nur noch als Digitaldruck gibt.

      Zum Bau: Ich gehe diesen zunächst einmal im olympischen Geist an: Dabeisein ist alles. Die Chancen, dass ich dieses Modell rechtzeitig fertigbekomme, schätze ich als sehr realistisch ein und ich möchte mit meiner Teilnahme auch meine Anerkennung für diese Aktion ausdrücken. Es macht einfach Spaß, sich im freundschaftlichen Wettbewerb mit anderen zu messen.
      Wenn die Lightning fertig ist und ich damit ein Modell im Wettbewerb habe, kann ich eventuell noch ein anderes nachschieben, bei dem ich dann richtig an meine Grenzen gehe: Die Spitfire von Halinski war mit ihrem superdetaillierten Cockpit so ein Kandidat und dementsprechend habe ich sie auch nicht fertiggekriegt. Wenn der bisherige Bau der Lightning stellvertretend für die Qualität der restlichen Konstruktion ist, dann ist es ein sehr gut durchkonstruierter Bogen, der bisher absolut keine Probleme aufwarf.

      Viele Grüße, Martin
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    • Der Tank unter dem Rumpf ist fertig, außerdem ein Segment davor angesetzt.
      Hier gab es ein Problem: Ich hatte der Bauteilbezifferung folgend das vorderste Hüllteil des Tanks mit der Bezeichnung "2o" angeklebt, dann sollte das entsprechnde Teil des nächstvorderen Rumpfsegments mit der Bezeichnung "4i" folgen. Das passte aber nicht, es überlappte das Teil "2o" . Also letztgenanntes herunternehmen und die Reste von den Spanten abschleifen, dann zuerst "4i" und dann ein nachgedrucktes Exemplar von "2o" aufkleben? Erschien mir riskant. Ich habe stattdessen den Spant "4c", der beide Teile trägt, noch einmal angefertigt und behutsam eingesetzt, dann mit dem gekürzten Teil "$i" umkleidet. Noch nicht 100% befriedigend, aber eindeutig besser.
      Auf dem Bild seht Ihr außerdem in der Ausschussöffnung das vordere Ende der Kanonenbewaffnung herausragen. Ich habe dafür mehrere Anläufe gebraucht, weil ich dieses Bauteil aus normalem Papier um eine Stecknadel als Kern gewickelt hatte. Dadurch wurden die Läufe etwas zu dick. Hier hieß es also, am inneren Ende der Wicklung behutsam wegzuschneiden, bis der Durchmesser stimmte. Ob er stimmt, lässt sich allerdings erst herausfinden, wenn das Bauteil gewickelt und verklebt ist.
      Als nächstes kommen die Schubdüsen der Triebwerke dran.

      Viele Grüße, Martin

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    • Hallo Andreas,

      stimmt: Der Bau macht Spaß. Nicht so einfach, dass er stumpfe Routine wird, aber tolle Passform und supersauber durchkonstruiert. Ich hoffe, dass ich nach diesem Wochenende wieder mehr Zeit dafür haben werde.

      Viele Grüße, Martin
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    • Neu

      martin schrieb:

      Ich habe 1986 oder 1987 hier in der Gegend eine Harrier erlebt, die hatte ähnliche Wirkungen auf das Gehör der Zuschauer bzw. -hörer. Noch nie etwas vergleichbar Lautes gehört. Wahnsinn!
      Ich hatte auch mal das Vergnügen - vor vielen Jahren, als es vor Ramstein noch richtige Flugtage in Deutschland gab. Südlich von Regensburg ist ein kleiner Segelflugplatz, da hat der Verein immer Riesenflugtage ausgerichtet: Die Red Arrows waren damals da und haben ihre Spitzenshow geboten, die Transall machte einen kurzen Touchdown auf dem kleinen Landeplatz und startete wieder durch, in den 60ern flog auch mal eine Canberra da drüber - beim letzten Überflug mit geöffneten Bombenschächten - und einmal landeten aucfh 2 Harrier auf diesem Platz. Wenn die im Schwebeflug waren und dann das Heck in Richtung Zuschauer drehten, dann ließen aber ausnahmslos alle ihre Fotoapparate los und hielten sich die Ohren zu..... grins 2

      Die Lightning sieht mit ihrem Rumpf immer aus, als ob sie schwanger wäre.... grins 2 - macht sich aber gut bisher, Martin!

      Servus
      hvt
      Das Reh springt hoch, das Reh springt weit -
      was soll's sonst tun, es hat ja Zeit.... grins 3
    • Neu

      Ja, die englischen Jets...

      Zu meiner Schulzeit sind wir dann öfter an den Rand des Flugplatzes in Gütersloh gefahren. Mit Gück konnte man da viel tolles sehen. Erstaunlich was da alles in den 70ern und 80ern gelandet und gestartet war. Auch wenn dort der Jet nicht stationiert war.

      Die Lightning gehörte da zum Standard, ich fand die immer toll, wenn sie in niedriger Höhe über den Zaun geschossen kam. Und die Piloten hatte es damals auch nicht gestört, nach einem sehenswerten Steigflug durch die Schallmauer zu knallen. Das würde heute sofort die Polizei auf den Plan rufen. Leider war der Zauber mit der Lightning schon vor 1980 vorbei.

      Die Hunter wurde in Gütersloh dann durch die Jaguar abgelost, aus meiner persönlichen Erfahrung auch ein höllenlautes Gerät.

      Dann natürlich die Harrier... selbst wenn sie nur ein short-take-off gemacht haben war die Geräuschkulisse des Rolls Royce Triebwerks beeindruckend. Und die Dinger bei Übungen über den Emswiesen schweben zu sehen, auch cool.
      Bei meiner Großtante ist dann ein Ding ungefähr 500m hinter dem Haus in ein Feld geknallt, das war für uns ein Ereignis! Dem Piloten war nicht mal viel passiert, die Wiesen waren so feucht und weich, daß der Jet kaum sichtbar kaputt war.


      Es gab auch immer noch anderes zu sehen, bis hin zur Vulcan, das war mein liebster Vogel. Erstaunlich, wie die Piloten mit dem doch großen Gerät nach dem Start abgezogen sind. Wie mit einem Kampfjet!
      Viele Grüße,

      Gunnar