C-6 USS Olympia scratch 1/200

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    • Kurzes Update:

      obwohl nicht soooo ganz original, habe ich mir von USS Oregon die Schrauben gemopst und sie meiner alten Dame verpasst.
      Interessant dabei: beim Bau fiel mir auf, dass die Wellen gegenläufig waren.

      Sie verliehen zusammen mit den 17.000 Pferdestärken aus 2 vertikalen Dreifachexpansionsmaschinen dem Schiff eine Höchstgeschwindigkeit von 21,7 Knoten. Bei 10 Knoten Durchschnittsgeschwindigkeit betrug die maximale Reichweite 6.000 Seemeilen.






      Bemalung übrigens mit Acrylfarbe "Bronze", ich denke, das kommt dem Original am Nächsten.

      LG Alex
    • Hallo Alex,
      das sieht bisher aber sehr gut aus. Vor Scratchbauern habe ich größten Respekt. Ok, ich habe auch schon an manchen Modellen etwas eingenmächtig eingefügt, aber das stammte von anderen Bögen, aber ein ganzes Modell nur nach Plan zu bauen, ist schon was ganz anderes. Sieht bisher toll aus.
      Grüße
      Gerd
    • Moin moin zusammen,

      @Gerd: Danke schön freu 2 ... ich mach am liebsten Scratch oder (siehe meine "Alex") zumindest so was Ähnliches. Dafür habe ich den größten Respekt vor den Modellern, die einen Bogen Stückchen für Stückchen "out of the box" zusammenbauen; das könnte ich irgendwie nicht, vielleicht auch, weil ich wahnsinnig gern recherchiere.

      Und da ist dann auch das Stichwort. Ich bin bei der Recherche öfter mal auf folgenden Anblick gestoßen:



      Wieso ist da ein Fenster mitten im Schwalbennest? Was macht das da? Im Falle eines Einschlags müsste der Geschützbedienung doch ohne Ende Glas um die Ohren fliegen?
      Sowas macht mich nervös. Sehr sogar. Tatsächlich war meine erste Vermutung, dass die Mädels und Jungs vom Seaport Museum die Fenster für die Beleuchtung der Touristen da reingesetzt haben.
      Wie man sich doch irren kann. Hier ein Bild aus der Kongressbibliothek:



      Der Begleittext dazu lautet:

      Library Of Congress schrieb:


      View forward of five inch gun mounted in sponson; note glass windows which would be removed in combat, gudgeons below window allowed attachment of armor plate which could be swung up to protect gun crew in battle

      Also waren die Fenster Standard-Friedensausstattung (zumindest bis 1916) und wurden im Falle einer Auseinandersetzung entfernt und gegen Panzerplatten ausgetauscht.
      Nächste Frage: Hatte USS Olympia diese ungewöhnliche Einrichtung an allen 10 Geschützständen des Hauptdecks?

      Anscheinend ja, das kann man diesen beiden Bildern entnehmen:



      Zwischendurch war ich am Modell mit den Schwalbennestern beschäftigt und nebenbei heftigst am Grübeln...





      Stelle ich das Schiff gefechtsmäßig dar, muss Blech vor die Öffnungen und die Geschütze ein Deck tiefer müssen ausgerannt sein, also Klappen auf. Stelle ich es kuschelig im Frieden dar, muss ich die unteren Schwalbennester dichtsetzen, also Klappen zu und ein Stückchen Rohr herausschauen lassen, außerdem die oberen Schwalbennester mit Fenstern versehen und anschließend die Geschütze analog der Fotos herausschauen lassen.

      Ich entschied mich für den größeren Aufwand.

      Also ....
    • ... habe ich mir die Fenster erst einmal genau angesehen, anhand der Pläne Vermessungen durchgeführt und das Ergebnis zu Karton gebracht:

      hier haben wir Fenster von 9mm Länge, 4mm Breite und Einzelsegmenten von je 3mm

      Auf der Rückseite ist Holztextur; war vom Bau des Decks noch übrig.

      So sieht das also von hinten bzw. vorne aus.

      Papierstreifchen, hinten weiß, vorne Holz. So angebracht, dass jede Einheit 27 Einzelscheiben hat.

      Von vorne sieht das dann so aus

      Graphitstaub beseitigt die Blitzer, Klarlack sorgt für Optik

      Nach dem Ausschneiden wird von hinten mit Plastik verglast.

      Anschließend ab an Bord und einbauen.

      Last not least noch 2 Bilder des aktuellen Bauzustands:



      OK, das war mal ein Job für ruhige Hand und dicke Brille. Nun können aber auch so langsam die Geschütze gebaut werden, damit das Aufbaudeck drauf kann.

      Euch einen charmanten Restsonntag,

      LG Alex
    • Hallo Alex,
      I haven't noticed your work so far but this ship is neatly built. Its further virtue is that it is scratch. Great!!!
      Best regards from / Liebe Grüsse von: Krisztián
      People buying model booklets think they also buy the time necessary for their assembly. But I am old enough to know it is not true at all. verlegen2 prost2
    • Moin zusammen,

      Geschütze. 10 Stück. Nicht gerade eine meiner Lieblingsdisziplinen, daher bin ich auch recht froh, dass auf USS Olympia fast alles recht gut versteckt ist.

      Befasst habe ich mich mit der Mittelartillerie im Decksaufbau. Hier hatte das Schiff 127mm oder auch 5"/40Mk 2.
      So sind die Geschütze auf dem Originalschiff auch bezeichnet, dennoch habe ich meine Zweifel, ob diese

      5"/40Mk 2

      nicht vielleicht doch eine der (später an Bord gekommenen)

      5"/51

      sein könnte. Was nicht unbedingt für die Sachkunde des Museums spricht. Andersrum habe ich auch zu wenig Ahnung von Geschützen aus jener Zeit, außerdem sieht man von meinen Geschützen allerhöchstens eine Silhouette hinter den Fenstern. Trotzdem wollte ich natürlich eine Bewaffnung, die zumindest vereinfacht die Form der Geschütze wiedergibt.

      Meine 127cm bestehen aus einem angeschliffenen Zahnstocher, ummantelt mit Papier, garniert mit ein paar Details aus Karton.

      Hier die Rohlinge, gepönt wird später:



      Die Grundformen von Rohr und Lafette hab ich dem Mittellängsschnitt und dem Decksriss entnommen:



      Wahrscheinlich erfordert das Aufstellen noch ein paar nachträgliche Korrekturen an den Fenstern und Schilden, aber man wird sehen.

      LG Alex
    • Moin Ihr Ritter der Skalpelle,

      Nachdem das alte Mädchen nun seine ersten Reißzähnchen hatte, war ich natürlich gierig, das Aufbaudeck draufzusetzen (was inclusive Beplankung dann auch stolze 3 Tage gebraucht hat). Da sich hier ein paar Skylights tummeln, die ich unter Umständen offen darstelle, zumindest jedoch verglase, hab ich zunächst ein paar Eyecatcher angebaut. Dies sind zunächst zwei merkwürdige ovale Strukturen im Salon des Captains ... die sich später einfach als Tische herausstellten:



      Da sich über jedem Tisch ein Skylight befinden wird, hab ich auf Stühle, Tischdecken und benutzte Kaffeetassen mal verzichtet ....

      Dann haben wir etwas vorlicher als Mittschiffs noch das Kombüsenskylight. Ich hab das mal mit 3 Kupfertöpfen anschaulich gemacht:



      Somit hatte ich 2 einsame Tische und 3 nicht minder einsame Kupfertöpfe. Stellen, die später Niedergänge erhalten sollen, hab ich noch mit Holzstruktur beklebt, so dass der Decksaufbau anschließend wie folgt aussah, und der Installation des Decks nichts mehr im Wege stand:



      Natürlich verlangte dieses glatte, glänzende Deck auch nach Mobiliar. Begonnen habe ich mit dem Conning Tower. Selbiger ist eine ovale, gepanzerte Struktur mit einem winzigen Sehschlitz drumrum. Ich zeig Euch mal diesen ausgesprochen spannenden Arbeitsplatz des Gefechtsrudergängers:



      Übrigens war dies während der Manilaschlacht die Gefechtsstation von Captain Charles Vernon Gridley, von wo aus er das Schiff kommandierte. Im Pazifik unter sengender Sonne und ohne Belüftung muss das echt toll gewesen sein, zumal Gridley unter der Ruhr und unter Leberkrebs litt. Dennoch war dies auch ein Grund, warum Commodore George Dewey ihn von der exponierten Brücke in den Conning Tower "verbannte".
      Hier empfing Gridley denn auch das amerikanische Pendant zu Nelsons berühmten "England expects etc etc" ...
      Ganz im Stil vornehmer, wortkarger Gentlemen gab Dewey ihm den Feuerbefehl:

      "You may fire when you're ready, Gridley!"

      Da die beiden ja auch fest mit den Legenden um USS Olympia verwachsen sind, hier ihre Portraits:

      george-dewey.jpg Commodore George Dewey (26.12.1837 - 16.01.1917)


      gridley01.JPG Charles Vernon Gridley (24.11.1844 - 05.06.1898) (nach der Schlacht der Krankheit erlegen)

      Stellvertretend für jene, die die Schlacht wirklich gewonnen haben, zeige ich Euch noch einen Matrosen der USS Olympia. Bitte nicht wecken, auf dem Zossen hat er's schwer genug ...



      Dies war -wie so oft- Teil 1.....
    • Wir waren beim Conning Tower stehen geblieben, oder?

      Es hat mich einiges an Nerven gekostet, das Ding vernünftig hinzubekommen, aaaber sogar der Sehschlitz ist drin. Achtern hat er noch einen gepanzerten "Nackenschutz", dessen genaue Form auch erst mal ausgetüftelt werden musste:



      Hinter ihm seht Ihr 2 Lüfter und eine "Kiste" deren Bedeutung sich mir bisher noch nicht erschlossen hat. Da aber rechts und links davon je 1 kleiner Sechspfünder seinen Platz erhalten wird, gehe ich mal ganz stark von Bereitschaftsmunition aus.
      Interessanterweise befindet sich auf dem Originalschiff noch ein flankierender, fest angebauter Lüfter an dieser Kiste:



      Die Frage ist: War der schon 1902 da oder ist er erst später installiert worden? Auf meinen Plänen taucht er nirgends auf. Ich habe mich fürs Weglassen entschieden, weil

      1. er nicht drehbar ist, es muss also irgendwo ein Aggregat stehen, das ihn antreibt, es sei denn, er wäre eine Zwangsentlüftung für irgendwas.
      2. er ziemlich im Weg wäre, wenn die ominöse Kiste wirklich Munition enthält, an die man ja auch mal schnell ran kommen können muss.
      3. ich auf den Plänen nichts erkennen kann, was nicht ausreichend durch die 10 Belüftungsmöglichkeiten auf dem Vorschiff und dem Geschützturm gekühlt wurde.

      Wenn jemand andere Ideen zu diesem Problem hat, immer her damit....

      Die beiden Lüfter rechts und links sind übrigens oben rum noch weiß, weil ich ein Bauteil in der Regel erst mal untenrum bemale, anschließend auf seinen Platz klebe und dann den Rest einfärbe, so muss das Teil nicht rumliegen und meine Pfoten bleiben sauber.

      Hinter der Kiste befindet sich noch ein Niedergang, den ich mit einer Treppe versorgt habe; das Lukensüll und die Luke selbst fehlen noch. Ist ein klassisches Beispiel für "zu viel Arbeit gemacht", denn dieser Niedergang wird später durch das Brückendeck verdeckt.

      Die nächsten Bilder befassen sich mit dem Schornsteinunterbau. Im Original sieht der so aus:






      Nicht ganz ohne war die Handwinsch an der achteren Schmalseite. Hier stellte sich auch die Frage "war die 1902 schon da?"
      Wenn Ihr Euch dazu das Schwarzweißbild anseht (Aufnahme von 1899), dann seht Ihr Kringel um einen Feuerlöschstutzen und ein ... naja ... könnte ein Sprachrohr sein, ich spreche es aber eher als Spritze für einen Seewasserfeuerlöschschlauch an.
      Oben, neben dem Schornstein sind noch 2 weitere Handwinschen gestaut, so dass wir es hier wohl mit der Feuerlöscheinrichtung zu tun haben, und ich sorgenfrei deduzieren kann: "Ja, die gab's 1902 und es hing ein Schlauch drauf!"

      Interessant ist übrigens, dass der Decksaufbau eine Süllkante hat. Bisher hab ich die noch auf keinem Modell gesehen, ein Grund mehr, sie zu berücksichtigen:



      Im Ganzen sieht das Deckshaus jetzt wie folgt aus:





      Der "Schlauch" ist übrigens ein simpler Drahtwickel; wenn das Deckshaus Farbe bekommen hat, wird er weiß gestrichen.
      Mit den Handläufen habe ich mich noch nicht weiter befasst; selbige gehen nämlich nicht rund ums Deckshaus sondern fassen die dahinter stehenden Windhutzen mit ein.

      Und das wär's dann mal wieder von der USS Olympia.

      LG Alex
    • Moin zusammen,

      eine einzelne Baugruppe kann schon mal nen halben Tag dauern, aber wisst Ihr ja ...
      Beschäftigt hab ich mich heute mit der Endfertigung des Deckshauses samt den beiden dahinter stehenden Windhutzen, die zwischen sich den Glockengalgen tragen.
      Obwohl es etwas grob aussieht (wie immer auf den Fotos schlimmer als im Original) habe ich die Steigeisen aus Kartonstreifchen gebaut und nicht aus Draht. Die Glocke hat nach dem 2. Bauversuch tatsächlich wie "die" Glocke ausgesehen und die Schlauchwinsch passte unerwartet ganz großartig:






      Diese Baugruppe braucht nun noch ihre Handläufe und ein wenig Feintuning in Sachen Anstrich; dennoch will ich mich zunächst durch die anderen Decksaufbauten ackern.

      LG Alex
    • Moin moin,

      widmen wir uns heute mal den beiden Dampfwinschen. Ich machs kurz:

      So sehen die Dinger aus:



      2 davon gibt es, eine steht hinter den beiden Windhutzen mit der Glocke, die andere hinter dem achteren Schornsteinaufbau.
      Die vordere ist erst mit dem 1902-Refit dazu gekommen, das hat wohl mit der "Power-Bekohlung" zu tun, die ich weiter vorn schon mal illustriert habe.

      Mein Ansatz sah aus wie folgt:



      (der "Gartenzaun" ist etwas, das später zu einem angedeuteten Zahnrad wird)

      Nach einigen Änderungen kam ich zu folgendem Ergebnis:







      Diese beiden Elemente sind quasi die Antriebseinheiten der Winden. Sie sind zwar sehr vereinfacht dargestellt, ich glaube aber, ich hab das ganz gut getroffen. Verbaut hab ich pro Teil so bummelig 20 Einzelelemente. Der Rest der Winden wird im Vergleich dazu ein Spaziergang, hoffe ich...

      LG Alex
    • Hallo zusammen,

      @Curmudgeon: genau da liegt jetzt mein Problem... diese beiden Donkey Engines sind ZU gut gelungen, um die Windhutzen so zu belassen, wie sie sind.
      Mancher weiss vielleicht, dass ich ein Fan von kompromisslosen Lösungen bin. Diese Kartonstreifchentritte mussten weg, also frisch ans Werk. Erster Schritt: 135g/m² Karton in Form schneiden und Löchern.



      2. Schritt: Rollen und oben und unten dichtsetzen.



      3. Schritt: Krampen aus Silberdraht über einer Pinzette in Form bringen, in die Löcher fummeln und mit Sekundenkleber fixieren.



      4. Schritt: Alte Hutzen runter, Lüfteröffnungen abschneiden, auf die neuen Hutzen kleben, anpinseln und in Form bringen.



      5. Schritt: darüber freuen, wie das jetzt aussieht.



      LG Alex
    • Moin moin zusammen,

      weiter geht's, häppchenweise kommen die Möbel aufs Aufbaudeck.

      Erstmal wurden die Winschen grün gepinselt. Zum Einen ist das auf dem Originalschiff so, zum Anderen habe ich diese Farbe in letzter Zeit öfter in Zusammenhang mit Dampfmaschinen gesehen. Außerdem find ichs origineller als das allenthalben verwendete Schwarz denk1

      Als ich sie einbauen wollte, fiel mir allerdings auf, dass das Deck doch beengter ist, als es zunächst den Anschein machte. In der Tat sind die Windhutzen direkt am Schornsteinschacht angebracht, so dass ich sie noch einmal umsetzen musste. Dieser Maßnahme fiel der Feuerlöschanschluss zum Opfer. Macht aber nix, wird dann eben nochmal gebaut.

      Dicht gedrängelt hinter der Winsch befindet sich der Hauptlüfter des vorderen Maschinenraums. Direkt dahinter dann -deswegen auch die Luken oben drauf- ein Wassertank.
      In einem Anfall von Arbeitswut hab ich dann auch das Kombüsenskylight gebaut und einseitig geöffnet dargestellt. Den Schornsteinschacht für den achteren Schornstein hab ich soweit fertig; er hat auf beiden Seiten kleinere Lüfter, die noch Farbe und ihre (fertigen) Deckelchen brauchen. Auf dem letzten Bild sieht man ihn etwas genauer.








      Rechts und links des Kombüsenskylights erwarten mich noch insgesamt 4 Windhutzen; weiterhin zeigt mir mein Plan noch 2 Gemüsekisten - aber dazu, wenn es so weit ist.

      Das wars erstmal wieder von mir,

      LG Alex
    • Moin zusammen,

      @Klueni und @Stephan Danke Euch, Ihr beiden happy 2 ... Tommi, genauso hab ich das auch gesehen, deshalb habe ich mich heute glatt dazu aufgerafft, auch die anderen beiden Lüfter zu bauen und aufzustellen.
      Außerdem musste die zweite Dampfwinde ebenfalls an ihren Platz, weiterhin der zweite Schornsteinschacht, ein weiterer Lüfter, den ich erst so gar nicht auf dem Zettel hatte, und die besagten Gemüsekisten (passenderweise beidseitig des Kombüsenskylights angebracht).

      Auf dem Originalschiff sieht die von mir gerade beackerte Örtlichkeit so aus:



      Hier seht Ihr (mit einem Vergleichsstück aus der Münzpresse) die zweite Winsch hinter dem achteren Schornsteinschacht.



      Wichtig beim Bau war in diesem Fall, dass die Mitte der Schornsteinbasis von der Seite gesehen deckungsgleich mit dem mittleren 127cm-Geschütz sitzt. Mich wundert immer wieder, wie wenig Platz zwischen den einzelnen Elementen ist, doch der Plan spricht da eine eindeutige Sprache.



      Zum Schluss noch ein Gesamteindruck der ganzen Geschichte. Die "paar Kleinteile" waren gut für 7 Stunden Arbeit auf der Werft schwitz1

      Dafür sind jetzt aber auch 2/3 des Aufbaudecks bebaut. Ich bin zufrieden mit dem Ergebnis:



      Freue mich wie immer über Kommentare,

      LG Alex

      Edit: Der Sinn der "Kiste" hinter dem Conning Tower hat sich mir ebenfalls erschlossen: Es ist ein Lüfter ... entsprechend hab ich das Teil ein wenig umgestaltet...
    • Munter geht's auch heute weiter, liebe Zuschauer.

      Und zwar mit der Maschinenraumluke, durch die man schwere Maschinenteile herunter in die Eingeweide des Schiffs hieven konnte.
      Ich bin geneigt, dieses Konstrukt als ein Markenzeichen der USS Olympia zu bezeichnen.

      Auf dem Plan sieht das Ding so aus:

      Engine Hatch.jpg

      Im Detail auf dem Originalschiff so:



      Und 1899 beim Messingputz dann so:



      REVELL ist da eher für die grobe Lösung (danke Wolfgang):



      Ich habe also erstmal ein paar Treppchen als Fingerübung fabriziert und mich dann der Luke gewidmet. Fies bei der ganzen Übung ist der Überbau, entsprechend hat das auch eine Tube Sekundenkleber und jede Menge Geduld erfordert (ich hätts am liebsten in die Ecke gepfeffert) brüll1

      Zunächst hab ich mir einen Rahmen gebaut und dann -als Einlage dafür- viele Kartonstreifchen hochkant auf ein Kartonquadrat geklebt, das später in diesen Rahmen hinein sollte. Wie Ihr seht, hatte ich da schon angefangen, Draht zu biegen. Anschließend hab ich das Inlay schwarz gefärbt.




      Dann den Rahmen drum gesetzt und Querstrebchen aufgeklebt. Nervig wurde es dann bei den kleinen Trägerchen für die Metallkonstruktion:



      Ich habe 1mm lange Kartondreiecke fabriziert, mit Sekundenkleber angesetzt und dann nochmal mit selbigem getränkt. Hält bombenfest, wenn es denn erstmal hält ...
    • ... und dann wurde es spannend: 7 Drahtbögen einigermaßen deckungsgleich so ausformen, dass sie auf den Trägerchen sitzen, und das auch noch parallel:



      Und natürlich hat die ganze Übung auch noch Längsstreben, senkrechte Streben und (weils Spaß macht) noch einen kleinen Extralüfter an der Achterkante (bzw einen Luftaustritt in diesem Fall).



      Nun kommt nochmal ein "1-Cent-Bild":



      Aufgeklebt hab ich die Luke noch nicht, denn sie muss ja auch noch Lack bekommen. Aber erstmal ist wichtig, dass das alles guuuuut durchtrocknet.

      So denn, bis demnächst

      LG Alex
    • Moin zusammen,

      @Curmudgeon finde ich auch, deshalb kam heute mal ein wenig was Leichteres an die Reihe.

      Und zwar die Steuerräder.

      Insgesamt hat die USS Olympia 8 Stück davon: eins auf der Brücke, ein weiteres im Conning Tower, drei Stück im Notruderraum unter der Wasserlinie und drei weitere auf dem Aufbaudeck unterhalb des Signaldecks. Man erkennt, wie unglaublich wichtig es ist, dass ein Schiff unter allen Umständen manövrierfähig bleibt.

      Die Räder auf dem Aufbaudeck sind's, um die ich mich heute gekümmert habe. Hier mal ein Eindruck von 1899 und von heute:



      Massive Steuerräder, jedes mit einem Durchmesser von 1,80m und 12 Speichen.

      Für den Bau habe ich mein 135g/m² benutzt und zunächst mal mit einem Bürolocher 6 Löcher gestanzt. Um diese herum habe ich Sekundenkleber großzügigst verteilt und trocknen lassen. Die Speichen sind schmale Streifchen aus dem selben Material.
      Nach Trocknen des Klebers habe ich um die Löcher herum einen schmalen Streifen geschnitten, damit hatte ich dann 6 stabile Ringe. Ich habe mir jeweils einen davon genommen, mit Speichen versehen (auch hier wieder Sekundenkleber), anschließend einen zweiten Ring draufgesetzt und die Naben mittels Lochzange 2mm imitiert.

      Das sieht dann in Etwa so aus:



      Die Ausformungen der Speichen mache ich - denk ich mal- mit Acrylfarbe beim Bemalen. Aber das kommt alles erst, wenn meine Maschinenluke trocken ist. Die habe ich nämlich mit der guten Messingfarbe von Revell behandelt.

      Der langen Rede kurzer Unsinn: Hier die Bilder.



      Mal sehen ob mich am Wochenend die Lust nochmal überkommt, Euch ein charmantes Grillen und Schnibbeln niceday 2

      LG Alex
    • Moin zusammen,

      besten Dank für die Resonanz, @Kurt und @KlabauterKlaus freu 2

      Das motiviert nach einem kleinen Ausflug in die Welt der kleinen Autos.

      Ich hatte fast gedacht, dass ich mich ewig auf dem Aufbaudeck befinden werde. Aber nun ist dieser Teil so gut wie abgeschlossen. Will heißen, es warten noch 6 Klampen auf ihr Farbfinish, aber die Kommandobrücke ist bereits ausgedruckt.

      Anzubieten habe ich heute zuerst mal die Handläufe. Nachdem ich einiges probiert und wieder verworfen habe, unter anderem weil Draht meistens von der Rolle kommt und in dieser Größe reichlich weich ist, bin ich auf Gefrierbeutel verfallen.

      was1

      Nein, natürlich nicht auf die Beutel, sondern auf die folierten Verschlußdrähtchen, die da immer bei sind. Die sind nämlich gerade und bleiben es auch, wenn man sie vorsichtig mit dem Skalpell auspackt.

      Und wenn man dann noch klitzekleine Papierwickelchen als Halter dransetzt, sieht das Ergebnis so aus:



      Weiterhin hab ich 2 Handwinschen ausgemacht, die rechts und links am achteren Lüfterpilz sitzen, was eine ganz schön fummelige Geschichte wurde. Letztendlich habe ich die Handräder genauso gebaut wie meine Steuerräder samt einer Achse aus Draht:



      Beim Einbau hab ich beschlossen, diesmal keine Feuerlöschschläuche zu imitieren, sondern ganz old school Tampen drumzuwickeln, da kommen nämlich noch einige Winden auf mich zu, die eindeutig den Bootslagern zuzuordnen sind. Oberhalb meines Aufbaudecks trägt USS Olympia nämlich nicht weniger als 10 Beiboote... Ja, ich denke, die Winden trugen Tau.

      Ich habe leider keine Bilder zur Entstehung der Feuerlöschanschlüsse. Vielleicht ist das auch ganz gut so. Lasst diese Winzigkeiten einfach auf Euch wirken, ja?

      Hier ein paar Bilder zum Gesamtkunstwerk:










      Nur noch ein paar Farbtupfer und dann geht's an die nächste Etage. Übrigens habe ich mittlerweile auch das Geheimnis des achteren Deckaufbaus auf dem Signaldeck gelöst: Seit 1902 war das die Funkbude. Ganz schön modern, die alte Dame, oder?

      Also dann, bis demnächst in diesem Theater...

      LG Alex
    • Danke schön, @wiwo1961 .. es werden nicht die letzten bleiben.

      Und es geht wieder mal weiter. Irgendwie wird mein kleiner Dampfer immer größer und größer.
      In den letzten Tagen hatte ich nicht ganz so viel Zeit, aber USS Olympia ist dennoch ein wenig in die Höhe gewachsen.

      Erstmal habe ich mich um das hier gekümmert:



      Wie sehen hier ein Schwalbennest für einen 6-Pfünder, das sich nach vorne unter die Brücke verirrt hat. Ganz schön vertrackte Konstruktion. Ich hab also die Brücke mal separat gebaut, in der Hoffnung, dass ich vorher am Rechner ausreichend saubere Arbeit geleistet hatte.




      Hatte ich dann auch:



      Seitlich wachsen schon die ersten Auswüchse der Hängemattskästen, aber ich wollte mich erstmal auf das Signaldeck stürzen. Meine Version der Olympia -ich erwähnte es bereits- bekommt die Variante mit dem Funk-/Signalraum, der heute nicht mehr existiert. Im Original sah das so aus:



      Heutzutage eher so:



      Auch das Signaldeck habe ich separat angefertigt.



      Was soll ich sagen? Es ist zwar noch unbemalt und steht lose an seinem Platz, aber passt, wackelt, hat Luft:



      Die Decks sind beide noch unbehandelt; dieser Arbeitsschritt kommt, wenn die Hängemattskästen an ihren Plätzen sind.

      Langsam ahne ich, es könnte ein Schiff werden wunder1

      Habt ein schickes Wochenende,

      LG Alex
    • Hallo Klaus,

      tja, eigentlich wäre auch für meine Olympia der 1.5. der ideale Stapellauftag gewesen. Aber man kann nicht alles haben.
      Die Detailbilder unter Deinem Link sind sehr genial, insbesondere was die Ankerlager angeht, die kommen ja bei mir auch noch dran. Danke dafür freu 2

      Für mein geneigtes Publikum habe ich hier noch 2 Bilder von USS Olympia mit "alle dreimal Wahnsinnige voraus!" cool1



      (Manila-Konfiguration übrigens)...

      LG Alex
    • Hallo liebe Mitstreiter des edlen Kartonschnetzelns,

      ich hab hier noch ein kleines Update. Das Signaldeck samt erster Hälfte der Hängemattskästen ist drauf. An der Vorderseite seht Ihr die Gedenkplaketten zur Manilaschlacht, die damals angebracht wurden und noch heute existieren. Ich hab sie aus Originalbildern entnommen.



      Die achteren Träger passen perfekt; die beiden Schwalbennester benötigen noch Unterbau und Deckel.



      Und so stellt sich USS Olympia im Moment dar:







      Das wars erstmal wieder, bis demnächst.

      LG Alex