C-6 USS Olympia scratch 1/200

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    • Hey Tommi,

      fast ... sag ich mal:



      Aber die Olympia war auch schon mal hart an der Grenze:



      Und aktuell ist sie trotz der äußerst ambitionierten Restaurierungs-Crew immer noch ein Stück weit von "très chic" entfernt:



      Wenn auch nicht ganz so weit wie dieser Hobel hier:



      Hättet Ihr sie erkannt?:



      Nun aber genug Wrack-Peepshow. Ich will das so:



      GLG Alex
    • Moin zusammen,

      die Woche war toll: Montag zum Doc, Diagnose Angina Pectoris, am selben Tag noch ins Krankenhaus, Dienstag Katheter (alles OK soweit, kein dritter Stent notwendig), Mittwoch entlassen, gestern platt zuhause und heute (trotz leichter Einschränkungen) mal wieder an der USS Olympia.

      Die Schilder am Signaldeck hab ich nochmal angezupft und durch kleinere Exemplare ersetzt. Um mich dann an die 4 Geschütze zu machen, die man mit ein paar Verrenkungen sehen kann, wenn sie eingebaut sind. Es handelt sich um die selben 6-Pfünder, wie sie auch im Zwischendeck zum Einsatz kamen; 2 davon stehen unter der Brücke, 2 weitere unter dem Signaldeck. Im Original sehen sie so aus:



      Meine Version aktuell so:



      Noch sind sie zu feucht; ich mach erstmal Pause, vielleicht übers Wochenende, dann bekommen sie ein paar Highlights in Messing aufgetupft und werden an ihre Positionen gesetzt.

      Jaja, das berühmte Kleinvieh .....

      LG Alex
    • Moin zusammen und vielen Dank für die lieben Wünsche freu 2

      Unser Hobby hat auf jeden Fall den Vorteil, dass es gut tut. Von daher mache ich heute wieder ganz entspannt mit der alten Dame weiter. Anzubieten habe ich die 4 kleinen 6-Pfünder (von denen man natürlich auf dem Modell nicht so sehr viel zu sehen bekommt. Wie Ihr seht, hab ich noch ein paar kleine Akzente in Messing gesetzt.



      Ein weiteres Detail ist mir erst sehr spät aufgefallen, als ich dieses Bild hier in die Hände bekam:



      Hier tummelt sich das Signalcorps der USS Olympia auf dem frisch dafür hergerichteten Signaldeck. Man sieht recht genau eine vorgelagerte, kleine Plattform, auf der sich ein Tochterkompass befindet. Außerdem erkennt man seitlich angebrachte, kleine Plattformen für die Winkis.
      Diese mittlere Plattform, wie auch die Doppelung der Hängemattskästen, standen heute auf meinem Bauprogramm.



      Die Innenwände der Hängemattskästen sind nicht, wie bei anderen Schiffen jener Zeit, mit Eisen geschlossen, sondern bis etwa zur Hälfte mit Segeltuch bespannt. Dazu musste ein Taschentuch herhalten, das ich auf einem genialst gebauten Gestell mit einer Mischung aus Weißleim, weißer Acrylfarbe und Wasser behandelt habe, was diese hübsche runzlige Optik ergibt. Übrigens mache ich Segel genauso.



      Um den Aufbau herum habe ich noch eine schmale "Zierleiste" montiert. Erstens gehört das so, zweitens kaschiert sie perfekt die unschöne Fuge zwischen unterem und oberen Teil des Deckaufbaus.



      Ach ja: so langsam wurde es auch Zeit, einen "Arbeitsständer" zu bauen, damit das Schiff sich nicht ständig von mir wegdreht happy 2

      Sooo... nun noch ein Gesamtbild und dann wars das erstmal wieder:



      LG Alex
    • Moin liebe Klebegemeinde,

      nachdem mir der Schamane meines Vertrauens gestern bestätigt hat, dass ich für mindestens 2 Wochen (mindestens!!!) ausgesteuert bin, hab ich innerlich in die Hände geklatscht und bin frisch ans Werk gegangen. Ein paar Stunden Olympia pro Werktag müssen einfach sein, zumal das Projekt sich ja nun doch als äußerst umfangreich herausgestellt hat.
      Trotzdem hab ich bei ihr keinerlei Motivationsflaute, komisch eigentlich ....

      Heute hab ich die Hängemattskästen mit Laufgängen komplettiert und schon mal mit den Bootsbarrings angefangen. Die Olympia hatte ursprünglich 2 bügelförmige Träger für ihre 10 Beiboote; heutzutage hat sie noch eine Menge mehr T-Träger auf ihren Decks, so dass ich erstmal recherchieren musste, wie das damals denn nun genau aussah. Anhand der folgenden Bilder könnt Ihr sehen, was ich meine. Links der aktuelle Zustand, rechts der Zustand ab 1902, leider mit Sonnensegel...



      Angefangen hab ich mit der Einrichtung vorne. 2 Bügel, als Doppel-T-Träger und dazwischen der Unterbau von Laufbrücken, mit denen die Männers an die Boote gelangen konnten. Wie man auf dem folgenden Bild sieht, konnte man da auch jede Menge Plünnkram drauf parken:



      Kommen wir zum Bau: Verwendet wurde mein 300g/m²-Karton, gedoppelt, umrahmt mit 135m² als Trägerimitation. Methode: Messen, fluchen, verwerfen, nachmessen, fluchen, bauen kippe1








      Morgen dann die selbe Geschichte achtern. Und auch hier ist es erstaunlich, welche Millimeterarbeit notwendig ist.

      Bis morgen (oder heute?)

      LG Alex
    • Oh freu 2 danke1 danke1 danke1 @KlabauterKlaus happy 2

      Dann hab ich hier mal wieder einen kleinen Baufortschritt:

      Das achtere Bootslager ist fertig, außerdem die Klampen und das Metallgestell über dem achteren Niedergang gepinselt:



      Damit ist das Aufbaudeck weitestgehend fertiggestellt. Und ich konnte mich den Hauptgeschützen zuwenden, zu denen ich bisher so gar kein Konzept hatte. Bei der üblichen Vorabrecherche stellte sich heraus, dass die Geschütze des aktuellen Schiffs nicht zu 100% mit jenen der historischen Olympia übereinstimmen:



      Schaut Euch mal die Öffnungen für die Rohre an und denkt dabei an die Elevation les1

      Ich wollte meine Geschütze zumindest drehbar machen - aus einem ganz simplen Grund: Ich kann sie wegdrehen oder rausnehmen, wenn ich um sie herum arbeite. Meine Lösung sieht folgendermaßen aus:





      Wer jetzt die Entwicklung zum komplett bemalten und installierten Geschütz erwartet, wird leider enttäuscht; die Werft arbeitet erst morgen wieder. Aber ich habe noch ein paar Bilder:






      Für die Techniker: Es handelt sich bei der Hauptartillerie um 8 Inch/35 Mark 4, entsprechend 20,3cm, was für einen Kreuzer jener Zeit schon eine ganz tüchtige Artillerie darstellt. Das mag ein Grund sein, warum diese Geschütze erst im Vorfeld des Ersten Weltkriegs abgerüstet und gegen 4"/40 Schnellfeuergeschütze ausgetauscht wurden.
      Sie konnten 120kg schwere Geschosse (Panzerbrechend oder explosiv) mit einer Mündungsgeschwindigkeit von 640m/Sec abfeuern.

      Das wars erst mal wieder...

      LG Alex
    • Hallo Alex,

      ... und wie lief das nun mit der Elevation wenn die Öffnungen in den Käseschachteltürmen oben so knapp bemessen waren? Viel an Richtwinkel wird nicht zu holen sein, oder? Die Türme auf der "echten" OLYMPIA seinen Attrappen, so las ich cool2

      Mit den zunehmenden Decksaufbauten macht der Modellbau so richtig Spaß. Wenn man sieht wie das Schiff wächst und Formen annimmt hat man eine sehr angenehme Schaffensphase erreicht. Ich mag das... zwinker2

      Viele Grüße,

      Klaus
      »Das muss das Boot abkönnen!«




      Klaus baut kleine Schiffe:
    • Moin moin,

      @KlabauterKlaus stimmt, die aktuellen Türme sind Attrappen. Die Originale werden vermutlich im Rahmen des Ersten Weltkriegs eingeschmolzen worden sein.
      Elevation der Originale... 4° nach unten und 13° nach oben, das war's. Aber es gab ja auch keine Flugzeuge zum Abschießen.

      Turm 2 ist aktuell in Arbeit, schätzungsweise sollten beide Türme morgen in der Grundstruktur fertig werden, ich muss da noch ein paar Details klären. Übrigens hat sich herausgestellt, dass der zuerst gebaute Turm besser auf die achtere als auf die vordere Barbette passt. Auch witzig.



      Weiterhin hatte ich heute mal Lust, mich dem Steuerhaus zu widmen. Selbiges bietet die Olympia in 2 Formen an: Quadratisch oder nach den Seiten erweitert:



      Wie Ihr auf dem ersten Bild sehen könnt, hat "meine" Olympia noch ein quadratisches Steuerhaus. In dieser Form wurde das auch neu aufgebaut:



      Innen befinden sich ein Steuerrad, 2 Maschinentelegrafen, ein Kompass und gegenüber ein Kartentisch. Die größte Herausforderung sind allerdings die Fenster mit ihren Fensterbögen. Ich zeig Euch mal ganz kommentarlos, wie es bisher aussieht. Die Türen will ich offen darstellen, daher wird's wohl noch etwas dauern, bis ich die Frontwand setzen kann. Vordere und achtere Brückendecks sind ja auch noch nicht "veredelt":










      LG Alex
    • Moin zusammen,

      da ist es dann, das überaus geräumige Steuerhaus der Olympia. Noch nicht verklebt und -genau wie meine Geschütztürme- in Cabrioausführung grins 2

      Es enthält alles, was ein Steuerhaus so braucht, auf gigantischen 7,84m²: einen Kompass, ein Steuerrad, einen Kartentisch und 2 Maschinentelegrafen.












      In dem Ding ist noch nicht mal Platz für den obligatorischen Kommandantensessel. Mal gut, das Deckshaus auf der achteren Brücke ist wenigstens etwas größer.
      So, ich entknote dann mal die Finger und bereite mich seelisch auf Pfingsten vor regen1

      LG Alex
    • Danke Dir, Peter freu 2

      Natürlich konnte ich mich nach Entknotung der Finger nicht zurückhalten. Das Ding musste fertiggestellt werden.
      Zunächst also die Laufgänge, Brücke und achtere Brücke mit Graphit versehen, anschließend lackiert.
      Dann das Kartenhaus mit seinem Dach versehen (einschließlich umlaufendem Balken), ebenfalls lackiert (weil's eine ziemlich coole Optik gibt) und in Millimeterarbeit aufgesetzt und feinjustiert.

      Dieser Acryl-Klarlack ist echt was Tolles: trocknet innerhalb kürzester Zeit und ist vollkommen geruchsneutral.

      Hier nun die Ergebnisse:









      (das letzte konnte ich mir nicht verkneifen)

      LG Alex
    • Hallo Alex,

      jetzt muss ich mich auch mal zu Wort melden. Lese schon einige Zeit mit, ich finde diesen Scratch- Bau bis dahin ganz hervorragend, die vielen feinen Details und insbesondere die Holzstrukturen, sowohl vom Deck, als auch den Aufbauten sind absolut überzeugend.
      Macht Spaß dem Werden dieses Modells zuzusehen!

      Weiter so und viel Erfolg! ja 2

      Liebe Grüße
      Peter
    • Moin zusammen,

      Pfingsten überlebt; einfach mal nix tun ist doch was Feines.

      @Pitje vielen Dank; ich arbeite wahnsinnig gern mit diesen Holzstrukturen. Siehst Du auch HIER :)

      @Klueni Danke für den Tipp!

      @Kurt Ist so, einen Amerikaner erkennt man irgendwie immer. Aber es war schon eine enorme Leistung, innerhalb relativ kurzer Zeit ein eigenes Konzept zu entwickeln. Ich liebäugle ja noch mit anderen Amis, von denen es keine Baubögen gibt ...

      Der erste Schritt des heutigen Tages war das vordere Geschütz. Wie immer, hatte ich mir das alles ein wenig einfacher vorgestellt. Schaut man sich die Attrappen auf der Original-Olympia an, befindet sich im unteren Bereich eine Art Kragen, ich schätze mal, der wird als Wasserablauf gedacht sein:



      1902 sah die Geschichte noch ein wenig anders aus; dort sehen wir kleine Zylinder aus dem Turm ragen, die vermutlich zum Drehmechanismus gehören. Weiterhin ist oben umlaufend ein Handlauf zu sehen:



      Ich habe beides versucht, einigermaßen schlüssig nachzubilden; den Handlauf in der selben Technik wie die Handläufe an meinen Aufbauten (den Draht habe ich um eine 50ct-Münze gebogen), die kleinen Zylinder sind Stücke einer Drahtisolierung.
      Die beiden Sichtkanzeln sind einfach aus 2mm-Karton gestanzt.

      Wie Ihr auf den folgenden Bildern seht, hatte ich die Zylinder zunächst schwarz abgesetzt, letztlich aber doch wieder übergepinselt, weil sie so zu dominant wurden und nicht dem Vorbild entsprachen. Grundsätzlich habe ich im ganzen www nicht ein einziges Modell gefunden, das diese Details berücksichtigt.






      Somit kann ich demnächst auch das Dach des Winschenhauses dichtsetzen. Jetzt werde ich mich, glaube ich, an das Funk-/Signalschapp machen.

      LG Alex
    • Hallo Alex,

      bedeutet das, dass ein Geschützturm den Durchmesser einer 50 Cent Münze hat... oh1
      Die kragenartigen Abdecken am Drehmechanismus der Türme kenne ich auch aus der Kaiserlichen Marine. Da hat man gestrichenes Segeltuch genommen um diese empfindlichen Stellen bei Nichtgebrauch vor Wind und Wetter zu schützen.

      Ach, und die langen Rohre die aus den Türmen herausragen waren also Halterungen für Petroleumlampen... jetzt weiß ich wofür die gut waren... muhaha1

      prost2 Klaus
      »Das muss das Boot abkönnen!«




      Klaus baut kleine Schiffe:
    • moin1 moin1 liebe Zuschauer,

      heute geht's mal dröge mit Geschichte los. Es geht, genau gesagt, um den achteren Decksaufbau, den USS Olympia zwischen 1899 und 1902 erhalten hatte. Ich hatte ja schon herausbekommen, dass es sich bei ihm um den späteren Funkraum des Schiffes handelt. Nun ist die Funkerei eine Sache, die mich aus ganz bestimmten persönlichen Gründen interessiert.
      Hier mal eine Auflistung der Gründe in Bildform:



      Nachdem die US Navy endgültig aus ihrem Dornröschenschlaf erwacht war, zeigte sie sich natürlich interessiert an allen Errungenschaften der modernen Technik, insbesondere an der -dank Marconi- gerade aufkeimenden Funkentelegraphie.
      Der erste Feldversuch mit der (auch bei Marconi noch in den Kinderschuhen steckenden) Technik verlief zunächst recht vielversprechend; beteiligt waren 2 Schiffe und eine Küstenfunkstelle.
      Desaströs wurde es, als USS New York und ein weiteres, nicht zum Versuch gehörendes Schiff zur selben Zeit funkten: An Land kam nur Müll an (verschiedene Frequenzen waren damals technisch noch nicht drin), und so nahm die US Navy erst einmal Abstand davon. Eine nette Doku zum Thema gibt's übrigens hier bei Youtube.
      In dieser ist dann auch zu sehen, wie Marconi Unsummen in Forschung und Entwicklung pulverte; das Genick hätte ihm fast noch die Britische Post gebrochen (Monopol), bis er auf die kongeniale Idee verfiel, sowohl seine Geräte als auch seine Operator zu vermieten anstatt zu verkaufen.
      Hier kommt dann wieder die US Navy ins Spiel. Selbige geriet nämlich genau aus diesem Grund mit Marconi in Streit. Dieser verlangte für 50 Apparate nicht weniger als 10.000 USD vorweg und jährlich nochmal die selbe Summe als Mietgebühr, was für die US Navy völlig inakzeptabel war.
      Ausprobiert wurden in der Folge Geräte einheimischer wie auch europäischer Hersteller.
      Letztendlich entschied man sich für Geräte von "Slaby-Arcor".
      Kennt Ihr nicht?
      Kennt Ihr doch: Die ersten Funkgeräte der US Navy stammten aus dem Hause AEG-Telefunken (ich mag geschichtliche Ironie).

      Ausgerüstet wurden zunächst
      USS Illinois
      USS Kearsarge
      USS Olympia
      USS Maine (II)
      USS Baltimore
      USS Texas
      ... und zwar für die Sommermanöver 1903.

      Soweit zu den Fakten, die uns im Zusammenhang mit USS Olympia interessieren. Die ganze Geschichte könnt Ihr (Englisch) im Standardwerk von Captain L.S. Howeth nachlesen. Das ganze Ding gibt's unter diesem Link.

      Interessanterweise habe ich bei der Gelegenheit auch eine Ungenauigkeit in einem meiner gesammelten Werke ausfindig gemacht, nämlich im "Historic American Engineering Record PA-428" zur USS Olympia.
      Dort heisst es:



      Nicht ganz. Meine gesammelten Bildwerke sagen da was anderes: Der Kompass befand sich auf der (im Modell schon zu sehenden) kleinen Plattform VOR der achteren Brücke und einen "Rangefinder" habe ich noch nirgends entdeckt. Ausgehend von meinem Bildmaterial steht auf der Funkbude lediglich ein Suchscheinwerfer. Die genannte Konfiguration passt also nicht zum Aussehen von 1903; sie kommt allenfalls für den Einsatz im 1. Weltkrieg in Frage.

      Kommen wir nun zum Bau der Funkbude. Diese ist nicht quadratisch wie das Steuerhaus, sondern rechteckig, abe im selben Design gemacht. Ein paar Kunstgriffe mit Photoshop reichten, um die ganze Geschichte baubar zu machen:



      Ich hab das alles nicht ausgestanzt, sondern -wie beim Ruderhaus- von Hand ausgeschnippselt, mir war so danach. Anschließend kam noch die Verglasung dran:



      Äh ja, und dann sind sie mit mir durchgegangen zunge 3






      Morgen kommt das Dach und die Lackierung und dann wird man von der nachempfundenen Einrichtung nichts mehr sehen.

      Charmanten Abend wünscht USS Olympia

      LG Alex
    • Moin zusammen,

      @Kurt da darf ich mal den @Pitje zitieren:

      Pitje schrieb:

      Man muss schon sehr genau hinschauen, um das Innenleben dieses Treppenschachts zu erahnen, aber die Gewisseheit zu haben, dass er da tatsächlich drin ist, ist mit einer der Reize dieses schönen Hobbies. So hat jedes Modell seine kleinen Geheimnisse.
      Genau genommen sieht man so gar nichts mehr, aber immerhin haben die Puster die Tür offen gelassen happy1

      Ich hab die Funkbude dann mal fertig gestellt und bei der Gelegenheit noch den achteren Turm detailliert. Jetzt bekommt die Olympia erst einmal eine kleine Trockenphase:



      Mir kommt dieser Aufbau echt ungewohnt vor und ein wenig seltsam, da er quasi frei über dem darunter liegenden Deck schwebt.

      Jetzt ist der nächste Schritt zu überlegen. Mache ich erst die beiden Scheinwerferplattformen (sie stehen auf Höhe des achteren Schornsteins):



      ... oder wende ich mich direkt den Schornsteinen zu, getreu meiner Arbeitsmethode "von der Mitte nach außen" ?

      Hm, ich schätze, es wird auf die Schornsteine hinauslaufen, damit mir die Scheinwerferplattformen nicht bei der Verrohrung und Abstagung der Schornsteine im Weg sind.

      Aber erstmal kleine Arbeitspause.

      LG Alex
    • Ahoi Alex,

      ich muss mal ein grundsätzliches Kompliment loswerden: Dein Baubericht ist in dieser Mischung aus Geschichts-Doku, Originalbildern und dem Schildern und Bebildern deiner modellbauerischen Künste etwas ganz Besonderes in diesem mit jeder Menge an hervorragenden Bauberichten gefüllten Forum. Ganz großes Tennis! klasse1

      So, das musste mal gesagt werden. Weitermachen! happy 2

      Viele Grüße,

      Bonden

      Im Bau: HMS Mercury
      Für eure Schnippel- und Klebepausen: www.karton-im-wind.de welcome1 (Jetzt neu: Reisebericht vom Frühjahrssegeln 2018.)
    • Hallo @Bonden,

      vielen herzlichen Dank *verneig* ... ich gebe mir Mühe, das Niveau zu halten, versprochen rotwerd1 verlegen1 verlegen2

      Nachdem das Lieblingsforum nun wieder funktioniert, habe ich einen Schornstein für Euch.

      USS Olympia hat deren 2 Stück, der vordere ist oval, der hintere rund. Warum das so ist, entzieht sich meiner Kenntnis, denn beide Schornsteinschächte haben identische Abmessungen und die Maschinen darunter sind ebenfalls baugleich.
      Gebaut habe ich den vorderen Schornstein. Dieser besitzt einige Zusatzteile: Handläufe, Signalpfeifen, eine Leiter und Rohre.

      Der Bau erfolgte aus 300g/m², weil sich dieser Karton sehr schön in Form biegen lässt und insbesondere bei Rundungen nichts wabbelt, auch wenn mal zu viel Kleber drauf gelandet ist.
      Der erste Schritt beim Bau war gleich ein Abriss: ich hatte ja die Schornsteinbasis jeweils schon gebaut und aufgesetzt; stellte dann allerdings ein paar recht eklatante Unstimmigkeiten fest. Also beschloss ich, die bereits gebauten Elemente runterzureißen und den Schornstein als Ganzes zu bauen. Nicht die schlechteste Entscheidung, ich werde beim achteren Schlot genau so verfahren.
      Das Innenleben des Schornsteins stammt direkt aus dem Plan:



      Wie Ihr seht, besteht das Ding aus einer Grundplatte, einem "Spant", einem "Träger" und 2 Hälften des Mantels.

      Halb fertig sieht's dann so aus:




      Die Rohre auf der Rückseite (direkt am Schornstein) sind aus Draht (war früher mal eine Wunderkerze), das einzelne war eine Stecknadel. Die Handläufe wie auch die Leiter sind nach "Fadenreling"-Technik hergestellt: schwarzer Zwirn und Sekundenkleber. Die beiden Dampfpfeifen sind Papierwickel.
      Bei ihnen war mal wieder ein wenig Forschung angesagt. Im Plan kann man nämlich nur eine einzelne erkennen. Bilder des aktuellen Schiffs geben auch nicht wirklich Aufschluss, denn auf ihnen sieht man einen ziemlich großen Typhon. Das Werftbild brachte letztendlich die Erleuchtung; ich habe hier zum Vergleich die aktuelle Konfiguration und einen Ausschnitt des Werftfotos:



      Meine Umsetzung ist zwar etwas vereinfacht, aber macht einen ganz guten Eindruck. Es müssen später noch Zugseilchen dran, da die beiden Pfeifen vom Oberdeck des Steuerhauses aus bedient wurden. Um dieses kleine Detail kümmere ich mich, wenn das Kartenhaus seine Reling bekommt.

      Heute erfolgte Fertigstellung und Einbau; ich hatte festgestellt, dass ein weiterer Handlauf um den oberen Schornsteinrand führt, diesen kann man auf den obigen Bildern nicht sehen, weil die Schornsteinöffnung auf ihnen abgedeckt ist.

      Kommen wir nun zum Erscheinungsbild des eingebauten Schornsteins:






      Die nächste Überlegung gilt nun der Verstagung; ich bin fast geneigt, sie schon anzubringen. Alternativ kommt als nächstes der achtere Schornstein dran. Mal schaun ausguck2

      LG Alex
    • Hallo Alex,

      ein hochdetaillierter Schornstein! Wirklich ein »Modell im Modell«. Der Kreuzer nimmt Formen an.
      Ich schließe mich Bondens Lob gerne an: Das ist ein sehr kurzweiliger, lesenswerter Baubericht mir klaren Bezügen zum Original und guten, leicht nachvollziehbaren Begründungen, warum die Teile so gebaut sind wie sie sind. Ganz klasse Sache das! daumen1

      Klaus
      »Das muss das Boot abkönnen!«




      Klaus baut kleine Schiffe:
    • Hallo Alex,

      ich kann mich da nur anschließen, ein sehr interessanter und unterhaltsamer Baubericht. Zu deinem Funkraum.das mit dem durchgehen kenne ich nur zu gut, aber das ist ja gerade das schöne daran, man kann sein momentanes Limit immer wieder toppen. Und dein Level liegt schon sehr sehr hoch.

      klasse1 klasse1

      LG Ralf
      Wenn ich mich in meinem Bürostuhl zurück lehne, klappen mir die Augen zu.. Bin ich eine Puppe? kratz1
    • Hallo meine Lieben,

      @KlabauterKlaus Danke Dir .. womit wir ja fast schon wieder beim Thema unserer kleinen Korrespondenz wären .. ?? Ich bin dahin gehend zu allen Schandtaten bereit.

      @Pitje Vielen Dank. Vielleicht der Prototyp für andere Schlote auf anderen Schiffen, die noch gebaut werden möchten...

      @Klueni Die Position der verwendeten Meßlatte stammt von Dir, Tommi zwinker2

      @N8 FALKE Nochmals danke, das ist ja das Schöne an unserem Hobby: Reichlich Luft nach oben!

      Soo liebe Freunde, nachdem ich gestern den halben Tag im Auto verbracht habe, natürlich mit unzureichender Klimaanlage, damit der Alex auch schön gar wird, hatte ich so gar keine Lust, noch was zu tun.
      Heute hab ich mir die Zeit genommen und mit Schornstein 2 begonnen. Dabei habe ich mir die Farben erst einmal gespart, um Euch einen Blick auf die "Weißarbeit" zu ermöglichen; vielleicht ist es ja hilfreich für den Einen oder Anderen.

      Wie Ihr sehen könnt, sind die Leitern schon mal dran, dito der erste Halbring der 3 Handläufe. Dieser Schornstein besitzt analog zum vorderen 2 Rohre auf der Rückseite und dankenswerterweise keine kleinen Extras. Gebaut hab ich ihn nach dem selben Schema wie den vorderen.



      Die Stellprobe macht sich auch ganz gut; wie schon geschrieben, habe ich die bereits eingebaute Schornsteinbasis wieder entfernt und statt dessen den Schlot im Ganzen gebaut, was sich als absolut richtige Entscheidung erwiesen hat.

      Morgen muss ich als nächstes erstmal wieder Fäden kleben, dann geht's munter weiter.

      LG Alex
    • Servus Alex,

      die Schlote, egal ob farbig oder Weiß, sind Klasse! beifall 1
      Ich habe allergrößte Hochachtung wie du diese Teile sozusagen "analog" baust.
      Ich hätte, getreu meiner Arbeitsweise, die Schlote als 3D-Modell gezeichnet, abgewickelt und die Fußpferde und Leitern mit dem Laser geschnitten.
      Der Vorteil wäre, daß ich die Teile mit der richtigen Farbe drucken kann und mir die Bemalung gespart hätte.

      Liebe Grüße

      Wiwo
      In Bau: K.u.k.Tegetthoffklasse, GPM, 1:200 1:250 und 1:400
      Und hier: Alle meine Modelle


      "Es gibt viel zu viele Lautsprecher und viel zuwenig Kopfhörer!"
      Fritz Grünbaum, 1934
    • Moin Wiwo,

      Danke für die Blumerln freu 2

      Ich finde die moderne Technik schon recht spannend und -zugegeben- hatte schon mal die Idee, mich mit der Materie der 3D-Umsetzung näher zu befassen, bin aber entweder zu unbegabt oder zu ungeduldig dafür.
      Letztlich bin ich meinen "analogen" Bauten treu geblieben und habe dabei festgestellt, dass das Entstehen eines Bauteils / mehrerer Bauteile/ eines ganzen Schiffs unter meinen Fingern und unter exzessivem Einsatz von Druckbleistift und Geodreieck mir eine unglaubliche Befriedigung verschafft.
      Genau wie das Pinseln übrigens; die Bemalung ist für mich immer ein gewisses Highlight, genau wie das Weathering, aber ich glaube das kann man bei meiner Black Pearl ganz gut sehen oder an Deinem Schlepperl.

      Vielleicht bin ich einfach Old-School ...

      LG Alex
    • Moin liebe Zuschauer,

      Ihr habt's bestimmt gemerkt, ich hatte mal kurzzeitig einen Gang zurück geschaltet. Wenn's Frauchen kränkelt, ist der wahre Gentleman eben lieber Sanitäter als Werftdirektor krank1 . Aber wie man im Norden so sagt: "noch alle Losen drin, Herr Kaleun!"
      Ein wenig Lose hatte ich denn heute auch noch zur Fertigstellung und Installation meiner Qualmröhre. Ein wenig schwummerig wurde mir zwischendurch, als der Schornstein gestern meinte, einen Ausflug in die schwarze Farbe machen zu müssen. Es macht unglaublichen Spaß, danach die Handläufe wieder freizupusten motz1

      Aber hat alles soweit gut geklappt, die Schornsteine stehen und die Olympia hat somit schon 80% ihres Charaktergesichts erreicht freu 2

      In Bildern:













      Wäre sie ein Baubogen, würde ich jetzt vor ungefähr 2-3 Blättern mit Booten, Ankern und Kleinkram sitzen denk1

      Ich denke, als nächstes kommen die Scheinwerferplattformen dran, die ich Euch ja schon mal gezeigt hatte. Vielleicht auch die Ankerkräne, damit ich das Winschenhaus auf der Back dichtmachen kann. Spätestens Montag geht das los.

      Abschließend hab ich, passend zu den Schornsteinen, noch ein paar hochmotivierte Lords für Euch (man sieht ja deutlich, womit die sich gerade beschäftigt haben):



      Euch ein schickes Wochenende,

      LG Alex
    • Hallo Alex,

      dein olympischer Scratchbau gefällt mir echt gut. Sehr ungewohnt, dich was ohne Segel bauen zu sehen, aber hier beweist du, dass du auch das kannst daumen1

      Ich bin jedenfalls ganz froh, dass deine Olympia kein Bogen ist und du hier so schön zeigen kannst, wie Scratchbau so geht!

      Grüße und viel Spaß mit dem Kleinscheiß!
      Achso: Eine Übersicht wäre mal wieder schön.
      Ludwig
    • Moin Ludwig,

      Deinem Wunsche kann entsprochen werden foto1

      Während des Olympia-Baus habe ich mich auch mit dem Tender aus wiwo's Feder beschäftigt, auch was ohne Segel. Und die Olympia brannte mir schon sehr, sehr lange auf den Nägeln.

      Und hier kommt USS Olympia im aktuellen Zustand:
















      LG Alex

      (P.s. Schön dass Du wieder an Bord bist!)
    • Hallo Alex,

      Alex schrieb:

      Letztlich bin ich meinen "analogen" Bauten treu geblieben und habe dabei festgestellt, dass das Entstehen eines Bauteils / mehrerer Bauteile/ eines ganzen Schiffs unter meinen Fingern und unter exzessivem Einsatz von Druckbleistift und Geodreieck mir eine unglaubliche Befriedigung verschafft.

      wie wahr!
      Scratch ist das Kamasutra im Modellbau und ein bisschen auch Polygamie. happy 2

      Faszinierende Bilder!


      Viele Grüße
      Roland