Tagebuch eines Kartonmodells – Marienkirche Krakau GPM 1:200

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    • Tagebuch eines Kartonmodells – Marienkirche Krakau GPM 1:200

      Ein neuer Wettbewerb…
      …wäre ich da geeignet?


      Guten Tag!

      Darf ich mich vorstellen? Ich bin die Marienkirche in Krakau. Genauer gesagt, das Kartonmodell aus dem Hause GPM im Maßstab 1:200 und mit einem schönen Lasercutsatz. Aber ich stehe meinem Original in nichts nach. Wenn ich damit nicht ein ordentliches Wettbewerbsmodell abgebe! Aber das wird natürlich nichts, wenn niemand mein Potenzial erkennt und mich auch baut! Scheinbar habe ich Glück gehabt, denn es hat sich doch noch jemand gefunden. Aber leicht war das nicht, eher ein ganz schöner Kraftakt. Doch der Reihe nach.

      Mein(e) potenzielle(r) Baumeister(in) wollte ja in diesem Jahr eigentlich überhaupt nicht mitmachen und wenn, dann eigentlich mit was ganz anderem!
      Ihr Projekt im vergangenen Jahr war nämlich leider nicht fristgerecht vollendet worden und sie hatte eigentlich für den Winter zwei Projekte geplant, von dem beide nicht wettbewerbstauglich waren, das eine,weil sie sich mal im Schiffsbau versuchen wollte, aber keinerlei Erfahrung darin hat, das andere, weil es unbedingt ein Diorama werden soll, was auch in den Baubericht aufgenommen werden soll. Also lautete die spontane Entscheidung: „In diesem Jahr pausiere ich mit dem Wettbewerb!“

      Aber so wirklich losgelassen hat es sie dann doch nicht. Allerdings hatte sie nicht den Schimmer einer Idee, was sie denn bauen sollte. Architektur, versteht sich von selbst. Die Modelle daheim waren eigentlich zu groß und umfangreich, denn zumindest eines der geplanten Projekte soll über den Winter begonnen werden, da beide schon im vergangenen Jahr zurückgestellt wurden. Also war Stöbern in den verschiedenen Shops angesagt. Und da bin dann auch ich ins Spiel gekommen. Zuerst hatte ich ja noch Konkurrenz in Form der Kirche von Golab. Kleiner als ich, aus dem Hause WAK, aber mit einem, wie ich zugeben muss, ebenso schönen Zurüstsatz und einer sehr gelungenen Textur. Doch…, würde mir gefallen. Dann aber hat sie zum Glück mich entdeckt.

      Und??? Sie kannte mich nicht einmal! Was für ein Skandal! Mich muss man einfach kennen! Immerhin war sie schlau genug ein wenig zu recherchieren. Und – daran dürfte ja wohl auch kein ernsthafter Zweifel bestanden haben – meine Geschichte zog sie sofort in ihren Bann. Kein Wunder, immerhin ranken sich sowohl um meine Entstehungsgeschichte als auch um das Trompetensignal, dass jeden Mittag von meinem höheren Turm erklingt, zwei höchst interessante und unglaubliche Legenden.

      Tja, ihr könnt Euch sicher denken, dass damit die Entscheidung gefallen war, ohne dass sie den Bogen überhaupt je in der Hand hatte. Dann ging alles ganz flott. Ich wurde von der Fa. Fentens zusammen mit meinem Lasercutsatz und drei Flaschen Kittifix verpackt und auf die Reise geschickt. Im Moment werde ich ganz schön durchgerüttelt und dauernd über irgendwelche Bänder geschickt. Aber ich denke doch, dass ich mein Ziel bald erreicht habe.

      So ganz sicher bin ich ja nicht, ob meine neue Baumeisterin mir denn auch gerecht werden kann. Aber man soll nicht wählerisch sein und jedem eine Chance geben!
    • Erste Einblicke
      … in meine Einzelteile

      Zur Geschichte meines Vorbildes werde ich Euch später noch etwas erzählen und selbstverständlich kommt ihr auch in den Genuss der sich um mich rankenden Legenden.

      Aber jetzt darf ich erstmal verkünden, dass ich wohlbehalten angekommen bin und auch sofort ausgepackt wurde. Endlich bin ich meine klebrigen Reisegenossen los. Aber ich befürchte, dass ich mit ihnen noch nähere Bekanntschaft machen werde.
      Hier seht ihr erst einmal mein Cover. Nicht schlecht, oder? Halt ganz schön asymmetrisch mit meinen beiden Türmchen.




      Bei der Durchsicht hat meine neue Besitzerin über meine Textur geschwärmt. Ja…doch, ich muss ihr Recht geben ist ganz gelungen.



      Und dann kam noch eine Überraschung. Bei der Recherche hat sie natürlich auch über mein Innenleben, insbesondere über meinen Hochaltar, den größten dieser Art in Europa, gelesen und sich anschließend das Hirn zermartert, ob und wie man den einbauen könnte. Ich hatte ihr natürlich nicht verraten, dass dieser Bestandteil des Baubogens ist. Da hat sie sich gefreut.



      Zum guten Schluss hat sie dann auch noch einen Blick in den Zurüstsatz gewagt. Meine Bodenplatte fand sie aus unerklärlichen Gründen sehr lustig. Vermutlich, weil sie wie ein Puzzle zusammengesetzt werden muss. Wirklich begeistert war sie aber über die Buntglasfenster auf Folie und den auf braunen Karton geschnittenen, zugehörigen Fensterrahmen.



      Hoffentlich ist sie mit der Anschauerei und Nachdenkerei bald am Ende und fängt mal an. Ich kann doch nicht ewig so platt rumliegen. Da werde ich nie fertig!
    • Das ist ja mal eine tolle Vorstellung Marion! klasse1
      Ich habe mit Begeisterung dies gelesen und freue mich ganz klar auf Deinen Baubeginn!
      Also stelle mir bitte einen schönen Sessel in der Nähe Deines Tisches auf. ja 2
      mit lieben Grüßen aus Köln
      Euer Fritz
      Wenn Ihr könnt, kommt am 1. Juni 2018 zu unserem 1. Kölner Kartonbauer-Stammtisch nach Köln-Höhenberg!

      ps: Wir lernen niemals aus..... Drum sucht Euch einen guten Lehrer!
    • Es geht los!

      Endlich kann es scheinbar losgehen. Aber zuerst rückt sie mir auch noch mit einem Klammeröffner zu Leibe! Na gut. So ist es wirklich besser. Nun kann sie die Bögen einzeln betrachten und Anleitung und Baubögen voneinander trennen. A propos Anleitung…

      Aber vor dem ersten Schnitt ist exaktes Studium der Anleitung angesagt. Das kann doch aber nicht so lange dauern!Die Anleitung, die zu mir gehört, besteht immerhin nur aus Bildern. Säuberlich verteilt auf 4 Seiten – sowohl Gesamt- als auch Detailaufnahmen. Ergänzt wird diese Anleitung durch Fotos des fertig gebauten Modells. So sollte doch eigentlich nichts schief gehen, oder? Aber warum braucht sie dann so lange?



      Jetzt verstehe ich es! Ist wohl nicht so ganz leicht, die richtige Ziffer in dem Gewusel zu finden. Ich hätte ja einen Tipp…meistens beginnt es mit der 1. Aber ich glaube , sie hat jetzt auch gefunden. Jawohl!

      Sie greift zum Bogen und greift sich zielsicher die 3 Teile der Grundplatte heraus, ebenso wie die 4 zugehörigen Teile des Lasercutsatzes. Moment mal! Warum hat der Lasercutsatz ein Teil mehr als der normale Bogen? Ah ja, die Lasercutbögen sind kleiner als der eigentlich Baubogen.



      Marion – so heißt meine Baumeisterin – findet, dass die Konstrukteure das ziemlich gut gelöst haben. Sie haben die Platte als vier richtige Puzzleteile geschnitten. So verrutschen die einzelnen Teile bei der Montage nicht und es entstehen schöne glatte Übergänge. Da sie aber sehr genau ist, verklebt sie die Kanten zusätzlich mit Kittfix. Jetzt ist wirklich alles bombenfest.



      Während die Lasercutteile trocknen, nimmt sie sich die eigentlichen Teile der Basis vor und endlich greift sie zu Skalpell und Schere. Ich hatte ja schon so meine Zweifel, ob sie überhaupt das richtige Werkzeug besitzt. Jetzt bin ich doch erleichtert.

      Die geraden Kanten schneidet sie mit Skalpell und Lineal, aber was ist das? Für die Bögen nimmt sie doch tatsächlich die Schere zur Hand! Das wird doch nix! Viel zu ungenau! Aber…hallo! Die kann das ja wirklich. Sie erklärt mir, dass sie solche Bögen gerne mit der Schere von Hand schneidet, weil sie damit ein besseres Gefühl hat und sauberere Ergebnisse erzielt.



      Ok, überredet! Aber wehe, sie fügt mir eine Macke zu! Bevor sie die Teile auf den Kartonuntergrund klebt macht sie eine Stellprobe. Schiebt hier ein wenig, dann dort wieder etwas zurück. Jetzt scheint sie zufrieden zu sein. Hä? Und was wird das jetzt? Tesafilm? Ja spinnt die denn total? Sie klebt die einzelnen Teile mit dem Zeug aneinander und faltet sie dann an den Nahtstellen wieder zusammen.



      Und nun? Sie nimmt eine Sprühflasche! Sie will mich doch nicht etwa einfeuchten? Aber nein, das ist Sprühkleber! Und zwar ein repositionierbarer. Äh was? Achso, einer der nicht gleich klebt, sondern wo man die Teile noch eine Weile besser ausrichten kann. nun legt sie die Teile Drittel für Drittel wieder auf die Kartonteile und richtet eines nachdem anderen wieder aus. Erst nachdem alles akkurat sitzt, drückt sie die Teile vorsichtig an und entfernt ganz am Ende auch die unsäglichen Tesastreifen wieder.

      Obwohl, ich glaube, die Platte kann sich sehen lassen.Da sieht man ja kaum noch was von den Stosskanten! Aber ich lerne gleich: das ist nicht nur der Verdienst des Modellbauers, sondern zum großen Teil, der der Konstrukteure, die bei mir offensichtlich sehr exakte Arbeit geleistet haben. Ja, was denn sonst?

    • Hallo Marion,
      GPM hat in den letzten Jahren einige schöne Architekturmodelle mit feinen LC-Sätzen herausgebracht, die hier wenig Beachtung fanden. Da freut es mich natürlich ganz besonders, daß Du einen dieser Bögen in den Wettbewerb schickst. Ich werde gerne in dem gemütlichen Sessel Platz nehmen und wünsche Dir viel Spaß und guten Erfolg.
      LG
      Kurt

      Meine Untaten

      Wenn Regierungen versprechen, sich an die Regeln zu halten, und sie dann absichtlich verletzen, ist das kein Unvermögen. Das ist Betrug!
      (Hans-Werner Sinn)
    • Hallo Marienkirche

      Du bist wahrlich ein monumentales und wunderschönes Modell. Ich freue mich, sehr, dass sich Deine Baumeisterin für Dich entschieden hat und werde Euch beiden gerne bei Deiner Entstehung zusehen!

      Ich wünsche Euch beiden viel Spass und Erfolg beim Wettbewerb!

      Freundliche Grüsse
      Peter (Mein Schloss Frydek kann leider kein Deutsch, deshalb schreibe ich selber happy1 )
      Wenn Schokolade die Antwort ist, dann ist die Frage unwichtig ostern 3

      Aus Leidenschaft: pierresuisse.ch
      Beruf und Hobby vereint: kamoga.ch
      Aus Freude: mein-modellbau.jimdo.com

      Meine versemmelten Werke
    • Hallo Marion,

      den Bogen hatte ich auch schon öfters auf der Einkaufsliste, aber mit Architektur hab ich es nicht so. Im Februar 2016 war ich mal einen halben Katzensprung in Krakau und vom Dach eines Hotels (war nur eine Technik-Besichtigung) ist mir ein Schnappschuss auf die Marienkirche gelungen.



      Um so mehr freut es mich, das Du nun diesen Bogen unter Deine Fittiche genommen hast. Ich bleibe gespannt am Ball und wünsche Dir viel Spaß.

      Gruß,
      Stephan
    • Servus Baumeisterin Marion und Marienkriche!

      Euer gemeinsamer Start in den Wettbewerb begeistert mich! hüpf1 freu 2

      Die Basis ist gelegt und ich freue mich auf einen spannenden und unterhaltsamen Bericht über das Werden der berühmetne Kirche!
      klasse1
      Herzliche Grüße / Best regards,
      Andreas

      Optimismus ist die Kunst, mit dem Wind zu segeln, den andere machen.
      Alessandro Manzoni (1785 – 1873)

      Buddys Kartonuniversum
    • Liebe Marienkirche,

      Dank der Marie und Herrn Pomorski, dass es Dich gibt - zweidimensional.
      Dein Wachsen und Gedeihen liegt aber jetzt in den alleinerziehenden/bauenden Händen von Marion, natürlich unter fachkundiger Aufsicht und Beratung des Forums (auf Grund Deines Alters ist ja das Jugendamt für Dich nicht mehr zuständig).
      Euch beiden wünsche ich nun Allzeit harmonisches Zusammen- und besonders Dir gesundes Aufwachsen, eine schöne und erfolgreiche Zeit in Mespelbrunn und auch sonst auf dieser Welt, bis sich der irdische Kreislauf wieder schließt und Du irgendwann eine würdige letzte Ruhe im Altpapier findest, oder Deine Asche in oberbayerischen Moosen verweht wird.

      Viele Grüße
      Roland
    • Gab es ein humorvolles Ereignis vor zwei Jahren in Kroatien:
      Zu dieser Zeit frisch gewählte Premier war ein Mann, der lange in Kanada lebte und ziemlich schlecht Kroatisch sprach, mit
      sehr grundlegenden Irrtümern. Es war lustig ihm zuzuhören. In einer seiner Begrüßungsreden sagt er: "Drage građevine" ("liebe Gebäude" statt "dragi građani" (liebe Bürger).
      So, nach diesem Fehler finde ich nicht merkwürdig, dass "Gebäude" außer Sprechen auch Bauberichte schreiben können.
      Oder: UFOs sind unter uns.
      daumen1
      Best regards from / Liebe Grüsse von: Krisztián
      People buying model booklets think they also buy the time necessary for their assembly. But I am old enough to know it is not true at all. verlegen2 prost2
    • Boh, die Marienkirche in Krakow! Ich war schon dort und auch drin und war sehr beeindruckt. Erst wollte ich ja auch um einen Stuhl betteln, aber bei den vielen verschiedenen Baustellen in Wettbewerbs-City kommt man ja eh nicht wirklich zum Sitzen. grins 3

      Auf jeden Fall wünsche ich dir viel Erfolg! daumen1


      Im Bau: HMS Mercury
      Für eure Schnippel- und Klebepausen: www.karton-im-wind.de welcome1 (Auch 2018 wieder mit spannenden Abrissaktionen!)
    • Hallo und Grüß Gott, liebes Modell!

      Das ist aber schön, daß Du Dich gleich selber einbringst und zeigst, daß in einem Kartonmodell viel Leben steckt! Hoffentlich nicht zu viel Eigenleben: manche Deiner Verwandten benehmen sich nämlich genau so verzogen wie alte Plastikmodelle, was für viel Ärger sorgt – und im Papierkorb enden kann. Schön hast Du Dich herausgeputzt und zeigst gleich, was in Dir steckt: der Altar ist ja klasse, und mit Deinen wunderbaren Fenster können Bullaugen nun mal wirklich nicht mithalten. Deine Bodenplatte ist wirklich sonderbar, aber eigentlich ist die Idee gut! Mach Dir keine Sorgen, Deine Baumeisterin hat genügend Erfahrung und man merkt an Deinem Bericht, daß sie Dich sehr mag und nur das Beste für Dich möchte. Ihr werdet ein prima Team: sie baut und Du berichtest, dann wird das auch mit dem Endtermin was: andere wollen nämlich unbedingt alles selber machen. Vor dem Kittifix mußt Du auch keine Angst haben: das ist viel harmloser als fädenziehender UHU oder aggressiver Sekundenkleber. Notfalls kannst Du Dir in Deiner Sakristei mit der Zeit sicher mal etwas Weihrauch holen.

      Also dann: zeig' Dich von Deiner schönsten und besten Seite und berichte weiterhin so nett und erfrischend, wie es Dir ergeht. Du siehst: wir sind schon ganz neugierig und sehr erfreut über Dein Tagebuch! Grüß mir auch Deine Baumeisterin! Toi, toi, toi!

      Claudia
    • Hallo liebe Leser!

      Das freut mich aber, dass ihr Euch so für mich interessiert. Ich hoffe, wir werden Euch mit einem interessanten Baubericht erfreuen können. Marion freut sich natürlich auch über so viele Mitleser, obwohl sie heute wohl einige graue Haare durch mich bekommen hat. happy 2 Aber lest selbst:

      Sorgenfalten?

      Auweia! Gerade noch war sie voll des Lobes über meine Konstrukteure und hat die ersten Seitenwände exakt ausgeschnitten, da kippt auf einmal ein wenig die Stimmung.



      Warum? Nunja, sie hat die Schwachstelle des mich produzierenden Verlages gefunden. Die Herren konstruieren nämlich wunderschöne Modelle, sind aber leider äußerst geizig, was die Bereitstellung von Klebelaschen angeht! Nur einige kleinere Wände haben eine solche, ansonsten…Fehlanzeige. Bei den Wänden mit Verstärkung ist das kein Problem. Bei vielen anderen Teilen wohl schon.

      Ich bekomme ja die schönen Fenster aus Folie, die dem Lasercutsatz beiliegen. Das normale Kartonfenster besteht aus einem Teil, auch ohne Laschen, und benötigt dann schon selbstgebaute Laschen, um an der Wand befestigt zu werden. Für die Glasfenster muss aber das Ursprungsteil in drei Teilchen zerschnitten und dann entsprechend wieder zusammengesetzt werden. Und zwar so exakt, dass dieser Rahmen nachher millimetergenau in den Fensterausschnitt passt. Und dann muss ja auch die Scheibe noch so exakt eingesetzt werden, dass es anschließend nicht zieht! Immerhin hat sie schon eigene Laschen geschnitten.



      Im Moment hockt sie in oben gezeigtem Sessel und sinniert über eine Lösung. Denn auch wenn die Anleitung meint, dass meine Fenster erst nach Errichten der Wände eingebaut werden sollen, beharrt sie auf ihrer Meinung, dass die Fenster eingebaut werden müssen, solange die einzelnen Wände flach auf dem Tisch liegen. Sprich: gleich im nächsten Schritt. Dass diese Kartonmodellbauer aber auch immer alles besser wissen müssen!
    • Aller Anfang ist schwer…

      So ganz kurz muss ich mich doch am Sonntagnachmittag mal bei Euch melden! Zwar hatte Marion an diesem Wochenende fast keine Zeit zum Basteln (obwohl das Wetter ja geradezu optimal für Basteltage war!), aber sie hat sich zumindest an den ersten Fensterbau gewagt. Vorher hat sie ja lange nachgedacht und auch ein wenig im Netz gestöbert. Dabei hat sie in einem anderen Baubericht dann offensichtlich die richtige Inspiration gefunden und sich dann an den Bau gewagt.
      Vor lauter Bammel es zu vergeigen hat sie dann auch vergessen vom Bau Fotos zu machen, aber immerhin vom Ergebnis. Ich finds ja nicht so schlimm, denn es folgen ja noch genügend davon. Aber sie ist ja so unglaublich streng mit sich selbst. Andererseits kann das ja nur gut für mich sein, oder?
      Aber nun seht Euch selbst das Ergebnis des ersten Versuches an. Was meint ihr, kann man ihr das so genehmigen?

    • Tja, Modell, so sind sie, die Modellbauer.... äußerst streng zu sich selbst... und wenn das Modell mal nicht so will... die Pütz ist nicht weit... happy1
      oh1 Nicht erschrecken, Späßle g'macht.
      Marion ist eine sehr versierte Modellbauerin. Die bekommt Dich schon in die richtige Fasson!

      Das Fenster sieht sehr gut aus!
      Grüße aus Oberbayern!

      Der Mensch braucht Ziele, nur müssen sie auch erreichbar sein.

      Gerhards Staubfänger
    • Reinhold schrieb:

      Hallo ihr zwei,
      ist das wirklich ein Bild dir Modell oder habt ihr ein Bild vom Original eingestellt? denk1

      Grüße Reinhold
      Natürlich ist das mein eigenes Fensterchen. freu1 Durch die anderen zieht es im Moment allerdings noch fürchterlich.

      Weder Marion noch ich haben je mein Vorbild besuchen dürfen. Dahinter stand gerade eine Tageslichtlampe, deshalb leuchtet es so schön. Aber ich soll ja auch meinen Original ähnlich sehen. Dann sage ich Marion mal sie soll weiterbauen.
    • Hallo Marion,

      das ist ein richtig interessanter Baubericht. Gerade die Beschreibung aus der Sicht des Bogens finde ich sehr unterhaltsam.
      tschö1 Christian

      in der Werft: Papegojan Shipyard im Maßstab 1/72, Knarr nach Skuldelev I im Maßstab 1/72

      "Behandle jedes Bauteil, als ob es ein eigenes Modell ist; auf diese Weise wirst Du mehr Modelle an einem Tag als andere in ihrem Leben fertig stellen."
    • Liebe Marion
      Lasse Dich von der Kirche nicht unter Druck setzen!
      Bisher eine super tolles Ergebnis!

      Und liebe Marienkirche
      Etwas musst Du noch zittern - wegen der offenen Fenster. Dann aber erstrahlst Du in vollem Glanz.
      mit lieben Grüßen aus Köln
      Euer Fritz
      Wenn Ihr könnt, kommt am 1. Juni 2018 zu unserem 1. Kölner Kartonbauer-Stammtisch nach Köln-Höhenberg!

      ps: Wir lernen niemals aus..... Drum sucht Euch einen guten Lehrer!
    • Grüß Gott, liebes Modell!

      die Kollegen haben recht: nur keine Angst! Modellbauer sind ziemlich pingelig und das hier ist auch noch ein Wettbewerb. Ich weiß nicht, ob Du was von Sport verstehst: wenn jemand da gewinnen will, nimmt er es ganz genau! Na komm, das kennst Du doch aus der Bibel: "wisst ihr nicht, daß die Läufer im Stadion zwar alle laufen, aber daß nur einer den Siegespreis gewinnt? Lauft so, daß ihr gewinnt!" etc. (I Korinther 9, 24 ff.). Ich sehe Dein Fenster aufleuchten: Du hast verstanden. – Äh, was sagst Du da gerade? In der Bibel stehe auch "die Ersten werden die Letzten sein und die Letzten die Ersten?" (Matth. 20, 16) Du, ich weiß nicht, ob das hier wirklich paßt und unter "Frohe Botschaft" fällt. Erzähle ihr lieber vom Engel, der einen Tempel baut und alles pingelig genau ausmisst (Ezech. 40, 5 ff.). Das wird sie dann beflügeln, wenn sie Dir die restlichen Fenster sorgfältig einbaut. Ich finde, sie macht das prima und geht sehr planvoll vor, und das ist ganz große Klasse!

      Beste Grüße
      Claudia
    • Hallo liebe Leser!

      Ihr habt hoffentlich nicht befürchtet, dass ich schon wieder von der Bildfläche verschwunden bin? Keine Angst, da besteht kein Anlass zur Sorge. Dieser Arbeitsschritt war nur etwas umfangreicher als gedacht. Nicht zuletzt, weil Marion eine Idee nach der anderen produziert hat und dann dieses und jenes noch extra bauen wollte…
      Außerdem gibt es da das eine oder andere, was erst post-Wettbewerb gezeigt werden soll und deshalb im Moment versteckt wird.

      Der Fensterbau hat dann doch einige Zeit in Anspruch genommen bis alles ordentlich und gerade an seinem Platz war. Letztlich ist es dann aber sehr schön geworden.





      Beim Aufbau der ersten Wand ist Marion dann der Altar in den Sinn gekommen und das dieser ja eigentlich recht früh eingebaut werden muss. Also flugs diesen ausgeschnitten und zusammengebaut. Macht sich ganz gut. Nur… wenn man ihn einbaut, sieht man ihn ja eigentlich später gar nicht mehr. Das wäre aber verdammt schade. Also hat Marion überlegt, Bilder studiert, wieder überlegt, gezeichnet, wieder überlegt…und schließlich noch Boden und innere Wände konstruiert. Der Boden ist dem Original nachempfunden und recht gut gelungen.




      Das klappt leider nicht in der Originaltextur der Wände, denn meine Innenwände sind ja eigentlich blau und über und über mit Gemälden und Bildern bedeckt. Aber sie hat eine nette Alternative gefunden. Während die inneren Seitenwände keine Fensterdurchbrüche haben (das ist gar nicht so schlecht, dadurch kommen die Folienfenster besser zur Geltung), haben die vor Kopf auch Fenster mit entsprechendem Sturz. Und damit es nicht so leer ist, kamen flugs noch einige Bänke dazu. Hier seht ihr einige Bilder mit noch einer offenen Seite. Und ja – ich habe mich wirklich so gut es geht bemüht, aber alles ließ sich nicht retuschieren – auch für spätere Illumination ist gesorgt. Das möchte ich aber an dieser Stelle nicht vertiefen, denn schließlich möchten weder ich noch meine Baumeisterin aus dem Wettbewerb fliegen. zwinker2 Also bitte bezähmt Eure Neugier und fragt auch nicht nach. Alles zu seiner Zeit!



      Das breite Fenster über dem Eingangsportal soll dann später so konstruiert werden – so hat sie mich wissen lassen –, dass man es öffnen und so ins Kirchenschiff hineinschauen kann. Wie so ein Guckkasten aus Kindertagen. Bin ja gespannt, ob das was wird! Zusätzlich musste Marion sich auch etwas zu den Zwischenwänden, die zur Stabilisierung dienen, einfallen lassen. Nun, ich habe im Original in einigem Abstand Spitzbögen in meinem Inneren. Also hat Marion entsprechende Bögen auf die Wände gezeichnet und ausgeschnitten. Anschließend sind die Bögen mit braunem Tonerkarton verkleidet worden. Die gedrehten Säulen, die ich mein Eigen nenne sind aus gold eingefärbten Kordeln in passender Dicke entstanden. Der vorderste Bogen hat wie im Original im oberen Teil ein großes Kreuz erhalten.

      Und hier schließlich noch zwei Bilder von der aufgebauten Außenfassade.



      Also, was sagt ihr zu meinen inneren Werten? Ich glaube, ich muss mich nicht verstecken.

      Bis bald,

      Eure (noch etwas zugige) Marienkathedrale