Tagebuch eines Kartonmodells – Marienkirche Krakau GPM 1:200

    • Liebe Marienkirche
      Ich erfreue mich schon von Anfang an auf Deine Erlebnisse mit Marion!
      Was eine Kirche so alles erleben kann! Sagenhaft! ja 2

      Nun kann ich nachvollziehen, was unser Dom hier in Köln bei der über 600 Jahre währenden Bauphase alles erleben konnte! Viele Bücher zeugen davon!
      mit lieben Grüßen aus Köln
      Euer Fritz
      Wenn Ihr könnt, kommt am 1. Juni 2018 zu unserem 1. Kölner Kartonbauer-Stammtisch nach Köln-Höhenberg!

      ps: Wir lernen niemals aus..... Drum sucht Euch einen guten Lehrer!
    • Guten Morgen geneigte Leserschaft!

      Zunächst wünschen meine Baumeisterin und ich Euch ein frohes neues Jahr!
      Wir waren zwischen den Jahren nicht untätig und haben begonnen an meinem linken Turm zu arbeiten. Es geht etwas langsamer vorwärts, gilt es doch viele kleine Teilchen ordentlich an Ort und Stelle zu kleben. Ich habe so manche Flucherei vernommen (wie kann man nur über mich fluchen!), Einzelheiten erspare ich Euch an dieser Stelle.

      Interessanterweise hat Marion mit der Turmspitze begonnen, aber ich glaube, dass das eine reine Interessenfrage ist. Sie macht ja auch ordentlich was her.
      Die Spitze als solches ist wohl schnell und einfach gebaut. Marion hat sich ein paar Verstärkungen aus Finnpappe geschnitten, damit mein Oktogon auch schön in Form bleibt, das wars aber auch schon an Besonderheiten. Aber dann ging es auch schon los. Zuerst trage ich um mein Haupt eine schöne Krone. Die muss nun aber auf die richtige Höhe und gerade sollte sie, bitte, auch sitzen. Vorgesehen sind acht kleine Streben, die aber dem Bogen dummerweise nicht beiliegen. Stattdessen gibt es eine Schablone und es bleibt dem Erbauer selbst überlassen sich diese zu fertigen. denk1



      Nach einigen missglückten Versuchen, hat sie dieses Vorhaben aufgegeben und sich eine Alternative überlegt. Sie hat sich aus Finnpappe und den mitgelieferten Texturfeldern einen entsprechenden achteckigen und innenliegenden Rahmen gefertigt.




      An der Turmspitze montiert macht sich das dann ganz gut.



      Jetzt aber kommt die Kür! rund um den unteren Teil der Turmspitze werden acht kleine Türmchen angebracht, die natürlich auch alle auf die gleiche Höhe sollten. Abgesehen davon, dass die Teilchen doch recht filigran sind und einiges wieder selbst konstruiert werden muss.



      Hier links die kleinen Spitzen und anschließend die fertigen Türmchen. An dieser Stelle hat meine Baumeisterin dann in die Fremdmaterialkiste greifen müssen. Die Kugeln sind kleine Perlen aus dem Bastelbedarf die jeweils auf einem Kettelstift sitzen. Letzterer dann mit passenden Papierstreifen ummantelt. Nicht unerwähnt bleiben sollte, dass keines der Teile über Klebelaschen verfügt und Marion deshalb fleissig selbst Verstärkungen und Laschen konstruieren musste. Am Ende werden dann unten noch die Ziergitter mit einer Pinzette angeklebt.





      Nunja, wie bekommt man nun die Türmchen an den Turm, so dass nicht alles krumm und schief wird? Im Prinzip ganz einfach, aber selbst ist auch meine Baumeisterin nicht auf die Idee gekommen. Sie hat es bei einem Vorreiter in einem anderen Baubericht "abgekupfert". Hilfssützen aus Finnpappe, alle im Vorfeld auf die gleiche höhe aufgeklebt, helfen die Anbauten aufzuschieben und zu verkleben. Das Ergebnis ist dann ganz zufriedenstellend.

    • Ahoi liebe Marienkirche,

      hier in Dresden gibt es eine Oper. Die heißt Semperoper. Weil der Herr Semper der Baumeister war. Also bereite dich schon mal seelisch und moralisch auf eine Namensänderung vor. Marionskirche klingt doch auch sehr nett, oder? grins 3

      Viele Grüße,

      Bonden


      Im Bau: HMS Mercury
      Für eure Schnippel- und Klebepausen: www.karton-im-wind.de welcome1 (Auch 2018 wieder mit spannenden Abrissaktionen!)
    • Guten Morgen!

      Heute meldet sich die Baumeisterin persönlich zu Wort.
      Mein Bauprojekt ist in der Zwischenzeit um einiges weiter fortgeschritten. Der Turm steht und auch das anschließende Seitenschiff nebst kleineren Anbauten ist an seinem Platz:









      Trotz des eigentlich ganz ansehnlichen Fortschrittes habe ich mich entschlossen, das Modell erst einmal eine Weile auf die Seite zu legen. Warum? Ehrlich gesagt, macht mir das Modell im Moment so überhaupt keinen Spaß. Wie ja schon erwähnt, gibt es so gut wie keine Klebelaschen. Die Herausforderung ist in Ordnung, aber es ist eine zähe Geschichte, vor allem mit den Fenstern. Die hunderte von ausgestichelten Fenstern von Escorial haben mich nicht einmal so genervt wie diese hier.

      Das andere ist, dass ich für den Wettbewerb mit den spezifischen Regularien wohl einfach das falsche Modell gewählt habe. Dem Bogen liegt ein sehr schöner Foliensatz für die Fenster bei, der – wie einige Mitleser ja auch schon angemerkt haben – geradezu nach Beleuchtung schreit. Die habe ich natürlich eingebaut und mit aufwendiger Bildbearbeitung dann retuschiert. Allerdings habe ich an den Retuschierungsarbeiten noch weniger Freude als an den Fenstern, was auch der Grund ist, warum ich den letzten Baufortschritt so lange nicht gepostet habe. Außerdem möchte ich die beleuchteten Bilder auch gerne zeigen.

      Deshalb möchte ich bitten, diesen Beitrag aus dem Wettbewerb zu nehmen und in den normalen Bereich zu verschieben. Dort gibt es dann die beleuchteten Bilder und dann erstmal eine Pause. Und natürlich kommt dann dort der Protagonist auch selbst wieder zu Wort.

      Ich möchte jetzt erstmal an meiner Unseen University weiterarbeiten, Escorial fertigstellen und ein kleines Projekt, das schon lange mein Wunschtraum ist in Angriff nehmen.

      Wer es jetzt schade findet, dass ein Architekturprojekt aus dem Wettkampf verschwindet, den kann ich beruhigen: ich werde mit einem anderen Projekt antreten, das bereits fertig ist (das habe ich zu Weihnachten bekommen und zwischen den Jahren gebaut), sämtlichen Vorgaben entspricht und bei dem netterweise mein Sohn die Bilder vom Bau geschossen hat. Dazu muss ich nur noch einen Bericht verfassen und das fertige Modell schön in Szene setzen.
    • Ahoi Marion,

      du machst alles richtig. Wenn der Spaß fehlt und das Hobby zum Krampf wird, läuft was schief, dann muss man sofort alles loswerfen, die Fahrt stoppen, die Segel einholen und den Anker fallen lassen. Ach, stopp, du baust ja gar kein Segelschiff. grins 2 Also ruf einfach auf der Baustelle laut: "Feierabend und ab sofort Betriebsferien!", und schon ist Ruhe. frech 1 Und vermutlich wirst du irgendwann, ohne den Zeitdruck und Regelstress eines Wettbewerbs im Nacken, dein Modell so fertigbauen, wie du es dir wünschst.

      Du hast ja noch ein paar andere Projekte am Laufen - dabei dann viel Spaß und Erfolg!

      Viele Grüße,

      Bonden


      Im Bau: HMS Mercury
      Für eure Schnippel- und Klebepausen: www.karton-im-wind.de welcome1 (Auch 2018 wieder mit spannenden Abrissaktionen!)
    • Hallo Marion,

      ich kann Bonden nur zustimmen.

      Bei mir ist - auch durch beruflichen Stress und Mehrbelastung die Luft wieder absolut raus. Und wenn ich dann in diesen Situationen beschließe, doch etwas zu tun, dann lasse ich Sachen durchgehen, die mir in 2 Wochen mächtig sauer aufstoßen.

      Dann lieber mal nur meditieren. Und bauen, wenn man Bock drauf hat!
      Beste Grüße

      von Andy

      Lasst uns (k)leben!