Zerstörer Z 1 (Fletcher-Klasse) / WHV / 1:250 [Reko]

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    • Moin Hagen,

      Klasse Baubericht, Klasse Modellbauaufnahmen..... !! von der o.a. Arbeit der Nibelungen,
      kann ich nur immer wieder bestätigen ! klasse1

      Wird mir eine gute Hilfe sein, selbst beim Bau dann immer wieder mal hier herein zu schauen ! arbeit1 matrose1
      Gruss
      Holger


      Ich bin von Kopf bis Fuss, nur auf Kartonmodellbau eingestellt
      und das ist meine Welt,
      sonst gar nichts..... ! freu1
    • @Cux-Holger
      Danke, Holger - auch für die Daumen! grins 3 Hoffe, Dir hilft es etwas beim Bau.

      @Piedade 73
      Ja, die waren schon recht schnell, die Fletchers! Und sie waren, was man so in manch' anderen Foren lesen kann, wohl auch der ganze Stolz ihrer Besatzung bei der Bundesmarine.

      @Ingo
      Danke für den Daumen!
      Das Reh springt hoch, das Reh springt weit -
      was soll's sonst tun, es hat ja Zeit.... grins 3
    • Hagen von Tronje schrieb:

      Hoffe, Dir hilft es etwas beim Bau.
      Moin Hagen,

      Deinen wirklich vorzüglichen Baubericht hier,
      plus meine bisher zusammengetragene Fachliteratur..... daumen1 ;
      freue mich schon auf dem Zeitpunkt wenn es dann losgeht !! freu1 freu 2
      Danke Dir ! happy 2
      Gruss
      Holger


      Ich bin von Kopf bis Fuss, nur auf Kartonmodellbau eingestellt
      und das ist meine Welt,
      sonst gar nichts..... ! freu1
    • Servus Hagen,

      der Fletcher macht sich auch in der "Neuzeit" noch immer gut. Die Verfeinerungen dazu machen mords war her. Auch wenn der Z 1 auf dem WHV-Sonder-Bogen ja sehr grausam aussieht. Zum Bauen lohnt er wohl allemal. War zum Erscheinen des Bogens seiner Zeit wohl weit voraus und für mich zusammen mit der SH und der Leipzig das non plus ultra des LMI.

      Irgendwann werde ich den Bogen dann wohl auch "entjungfern"

      Günter
    • @Gerhard
      Danke, Gerhard! Man sieht den alten Zerstörer ja auch nicht oft - deshalb habe ich den Baubericht wiederbelebt.

      @Rezatmatrose
      Ja, Günter, da hast Du recht, war zu seiner Zeit recht gut gemacht, der Bogen - wenn man mal von den stark vereinfachten 76 mm-Flaks absieht. Aber wenn man diesen Klops ein wenig beseitigt, dann macht sich das Modell durchaus recht gut.

      Servus
      hvt
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      was soll's sonst tun, es hat ja Zeit.... grins 3
    • Hallo Kartonkollegen,

      weiter geht es mit dem Zerstörer – laut Bauanleitung wäre jetzt der Mast an der Reihe gewesen. Das ist mir allerdings ein wenig zu früh – leidvolle Erfahrung hat gezeigt, dass so ein im wahrsten Sinne des Wortes „hervorragendes“ Teil immer im Weg ist, wenn man an dem Modell irgendetwas machen will. Also habe ich beschlossen, mich erst mal um die Bewaffnung zu kümmern.

      Der Torpedorohrsatz kam zuerst an die Reihe. Hier gibt es auf dem Bogen zwei Versionen – eine einfache Kompaktversion und eine etwas detailliertere mit 5 einzeln anzufertigenden Rohren. Diese habe ich gewählt und zusammengebaut. Mehr hat allerdings der Konstrukteur auch nicht dafür vorgesehen, was schade ist, denn im Original gab’s da noch Teile, die aufdem Rohrsatz montiert waren.

      Wie Bilder und Skizzen zeigen, waren die Torpedorohsätze der Fletchers in späteren Jahren wohl mit einer Art kreisförmigen Plattform und einem Schanzkleid ausgerüstet. Laut Skizze fehlte diese aber in der frühen Version, die der Bogen darstellen soll, dafür war etwas anderes montiert. Leider kann man nicht genau erkennen, um was es sich da handelte, dafür sind die Skizzen zu klein bzw. zu ungenau. In der mir damals zur Verfügung stehenden Literatur und im Internet habe ich gesucht, aber in der Regel ist da immer die spätere Version abgebildet.

      Nur ein einziges Bild habe ich gefunden, dass aus der Zeit stammen muss, die das Modell darstellen soll, nämlich jenes Bild, das ich weiter oben schon mal erwähnt habe und auf dem diese eigenartigen kranförmigen Geräte auf dem Hauptdeck zu beiden Seiten des Torpedorohrsatzes montiert sind (in der Bauanleitung werden diese Dinger als U-Boot-Abwehrausrüstung bezeichnet). Also ist davon auszugehen, dass der Bauzustand des Torpedorohrsatzes dann auch dieser Zeit entspricht.

      Aber leider ist das Bild in etwa von Deckshöhe aus aufgenommen worden, sodass man vom Rohrsatz nur einen Anblick von schräg unten erhält und erkennen kann, dass mit Sicherheit kein halbkreisförmiger Stand montiert ist. Man kann nur erkennen, dass irgendein Teil da auf den Rohren sitzt, auf das oben quer ein röhrenförmiges Gerät aufgebaut ist (evtl. ein Entfernungsmessgerät). Da ich keine anderen Quellen finden konnte, habe ich das Ganze versucht, mit einem würfelförmigen Unterteil und einem Draht als Darstellung dieses „E-Mess-Geräts (?)“ nachzubilden (Pfeil).

      Das Reh springt hoch, das Reh springt weit -
      was soll's sonst tun, es hat ja Zeit.... grins 3
    • Dann ging es an die Artillerie. Die 12,7 cm Türme sind recht gut detailliert. Die Höhenschwenkmechanik entspricht dem üblichen Vorgehen bei den WHV-Modellen. Das Rohr habe ich mit Draht innen verstärkt, damit es stabiler wird.

      Hier liegen die Teile zum Zusammenbau bereit.

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    • Jetzt geht es an den großen Klops bei diesem Modell, nämlich an die 7,62 cm L/50 Zwillingsflaks. Da hat sich WHV mal wieder selbst übertroffen. Ein Blick auf die unten angehängte Bauskizze zeigt, warum….

      Ist schon sehr vereinfacht, was der Bogen hier als Zwillingsflak anbietet. Nachdem das Modell sonst recht gut durchkonstruiert ist und auch nach heutigen Maßstäben keinen schlechten Eindruck macht (insbesondere die 12,7 cm-Türme sehen sehr gut aus), kann ich mir eigentlich nicht vorstellen, dass es die Absicht des Konstrukteurs war, hier bei der Flak so ein krudes Ding anzubieten – wahrscheinlich ist er mal wieder von den Verlagsoberen dazu veranlasst worden (analog zu den sattsam bekannten E-Mess-Vierkantbalken bei den großen deutschen Schiffen der Kriegsmarine und anderen unsäglichen Vereinfachungen).

      Eventuell soll dieses Ding (Pfeil) eine Abdeckung darstellen – mit so etwas hatte ja WHV die Gemeinde schon mehrfach „erfreut“. Aber gerade an diesen exponierten Stellen, die in unmittelbarer Nachbarschaft von doch recht detaillierten Bauteilen sind (12,7 cm Turm, Feuerleitgerät, Torpedorohrsatz, Schornsteine), wirkt dieses Ding wie die sprichwörtliche „Faust aufs Auge“.

      Da bleibt nur eines – Scratchbau, um wenigstens einigermaßen sich der Optik anzunähern, die das Original bietet….

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    • Und das ist das Ergebnis – sicherlich keine hundertprozentige Modelldarstellung des Originals, aber das war auch nicht das Ziel. Anhand der verfügbaren Fotos mit ihren Einschränkungen (Schlagschatten usw.) war beabsichtigt, wenigstens die wichtigsten erkennbaren Teile anzudeuten und so ein optisches Ergebnis zu erreichen, das dem Auge des Betrachters ein wenig mehr bietet als das seltsame Konstrukt aus dem Bogen.

      Die Rohre sind aus 0,8 mm Draht und die Federbremsen aus schwarzem Sternzwirn gewickelt.

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    • Der Mast ist der letzte größere Arbeitsschritt – aber auch hier gab’s ein wenig Grübelei. Aus der Zeit der Indienststellung hatte ich damals nur wenige Fotos, aber sie zeigten, dass nicht nur die Brücke, sondern offenbar auch der Mast verändert wurde. Ich habe mich zum größten Teil an die Bauanleitung gehalten, aber dann noch einige Teile ergänzt (wie z.B. die schrägen Abstützungen der Stenge) – ob jetzt alles so 100 % korrekt ist, dafür kann ich natürlich nicht garantieren.

      Hier der Mast mit der Plattform. Der Mast liegt in 2 Ausführungen vor – eine einfachere als zu knickende Dreieckskonstruktion und eine etwas kompliziertere, bei der die Mastfüße aus Kartonröhren bestehen. Ich habe die letztere gewählt und diese innen mit Draht versteift, um sie stabiler zu machen. Rahen und Stengen bestehen ebenfalls aus Draht verschiedener Stärke.

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    • Die Mastkonstruktion wird weiter aufgebaut. Für die Radarantennen habe ich wieder die Kartonteile vom Bogen verwendet – wie schon bei dem Radar auf dem Feuerleitgerät geschildert, ist es bei der kreisförmigen Antenne mit ihren radialen Streben kaum möglich, die selbst durch Metallteile zu imitieren; deshalb bin ich auch bei den flächigen Radarschirmen beim Karton geblieben.

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    • Und das fertige Modell – nach seinerzeit 4 Monaten Bauzeit konnte die Dienstflagge gesetzt werden.

      Fazit:
      Es ist doch noch ein recht schönes Modell geworden, der Zerstörer Z 1. Der Bogen ist, wie bei den Wilhelmshavenern jener Zeit und vor allem für den Konstrukteur üblich, passgenau und auch für diese Jahre recht gut detailliert und es gäbe kaum was zu mäkeln, wenn nicht diese 3 Zwillingsflaks wären, die überhaupt nicht zu der sonstigen Optik des Schiffes passen. Es gibt für den Torpedorohrsatz eine einfache und eine kompliziertere Version, ebenfalls für den Mast; auch für andere Teile gibt es die Möglichkeit zur Verfeinerung – weshalb dann gerade für die optisch doch recht präsenten Zwillingsflaks nur diese Einfachausführung gewählt wurde, wird wohl immer ein Geheimnis der Verlagsverantwortlichen bleiben.

      Wenn man diese Dinger aber verbessert (man muss gar nicht viel machen, sondern einfach ein wenig Details andeuten), dann gewinnt die Optik des Modells ungeheuer und es lohnt sich auch heute noch im Zeitalter der „Detailmonster“, den Zerstörer der Fletcher-Klasse in der Bundesmarine-Ausführung zu bauen (vor allem auch deswegen, weil es ihn ja sonst bisher nicht gibt).

      Mir gefällt das Modell sehr gut und der Bau hat zumeist auch Spaß gemacht – das war damals der zweite Zerstörer der Bundesmarine für meine Flotte, irgendwann ist dann noch ein Exemplar der Lütjens-Klasse an der Reihe.



      Servus
      hvt
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    • Moin Hagen,

      ein wunderbar gebautes Modell von Dir, mit guter vorheriger Recherchenarbeit,
      sehr gute Tipps für den Nachbauer !!! beifall 1 beifall 1

      Es kommt summasumarum Freude auf,
      die Fletcher-Klasse selbst nun "demnächst" in Angriff zu nehmen,
      bei mir, als Zerstörer Nr. 2 in meinem Projekt, nach dem MÖLDERS Bau !

      Gerade auch die Muss-Umgestaltung der 7,62 cm L/50 Zwillingsflaks, durch Scratchbau,
      ist auch sicher für mich eine Option.
      Habe dafür auch schon Fotos gesammelt, von den ehemaligen Fletcher Zwillingsflaks !
      Dein sehr gute Baubericht hier, kann mir dann sehr weiterhelfen !

      Klasse Kartonmodellbau, sehr gute Umsetzung, ich bin begeistert !!! daumen1 daumen1 daumen1
      Gruss
      Holger


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      sonst gar nichts..... ! freu1
    • Hallo Hagen,
      der Zerstörer macht sich doch Recht gut. Dazu hat sicher die Verfeinerung der Zwillingsflame auch beigetragen.
      Die Arbeitsgemeinschaft frühe BM soll auch einen Z1 planen. Dem bisherigen Publikationstempo nach müssen wir darauf aber wohl so lange warten wie auf die Nassau.
      LG
      Kurt

      Meine Untaten

      Wenn Regierungen versprechen, sich an die Regeln zu halten, und sie dann absichtlich verletzen, ist das kein Unvermögen. Das ist Betrug!
      (Hans-Werner Sinn)
    • @Ingo
      Danke, Ingo! Ja, das Modell zählt für mich zu den Besseren von WHV (wenn man die erwähnten Vereinfachungen beseitigt) und es ist eigentlich schade, dass nicht mehr der alten BM-Zerstörer zu sehen sind...

      @Kurt
      Danke, Kurt! Ja, das könnte sich hinziehen - da hast Du recht... grins 2

      Aber da gäbe es andere alte BM-Schiffe als den "Fletcher" für eine Konstruktion, nämlich solche, die es bisher überhaupt nicht gibt. Das wäre meiner Meinung nach sinnvoller...

      Servus
      hvt
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    • Hagen von Tronje schrieb:

      Aber da gäbe es andere alte BM-Schiffe als den "Fletcher" für eine Konstruktion, nämlich solche, die es bisher überhaupt nicht gibt.
      Das wäre noch mal was......, daumen1
      da gibt es viele interessante Objekte, auch Kleinere, die nur auf den richtigen
      Kartonmodellbaukonstrukteur warten.....
      Gruss
      Holger


      Ich bin von Kopf bis Fuss, nur auf Kartonmodellbau eingestellt
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      sonst gar nichts..... ! freu1
    • Neu

      Servus Hagen,

      auch von mir nochmals Dank für die Rekonstruktion. Denn das Modell hat es verdient. Für mich noch immer mehr als vorzeigbar. Rückt in meinem Stapel der "to-do's" wieder erheblich nach oben.

      Aber zunächst kommt mal nach der Fertigstellung des Z 51 eine andere Einheit der BM auf meine Werft. Da soll es ja was tolles Neues geben !!

      Günter
    • Neu

      Hagen von Tronje schrieb:

      irgend ein neues Modell aus der Frühzeit der BM bezogen, wo ich die Fertigstellung der Konstruktion evtl. nicht mitbekommen habe....
      Moin Hagen,

      aus der Frühzeit der BM, sind mir da "neue Konstruktionen" auch nicht bekannt....,
      nicht mal ein ehemaliger alter Marine Fährprahm.... happy1 happy 2 daumen1
      Gruss
      Holger


      Ich bin von Kopf bis Fuss, nur auf Kartonmodellbau eingestellt
      und das ist meine Welt,
      sonst gar nichts..... ! freu1