Französisches Kaperschiff LA FILEUSE / 1778 / 1:250 / Eigenkonstruktion

    • Nun fängt die Modellbauphase der kleinen Schritte an.

      Nachdem beim Rumpfbau und beim Sockel schnell sichtbare Fortschritte zu zeigen waren, kommt nun mit der Ausrüstung der ganze Fuzzelkram ins Spiel. arbeit2

      Wie gehabt wurde wieder alles entweder aus dem skalierten Bauplan geschnitten oder mit am Computer selbstkonstruierten Teilen gebaut.



      »Das muss das Boot abkönnen!«




      Klaus baut kleine Schiffe:
    • Damit mein Sockel keinen Schaden nimmt, habe ich ihn im gebrauchte Verpackungsfolie eingepackt.

      Ich habe mir einen kleinen Maßstabsmann aus Papier gebaut um ein Gefühl für die Proportionen zu bekommen (Preiserleins sind ja im Wettbewerb tabu! flagge1 ).

      Lassen wir den Mann doch mal von Bug bis Heck über die LA FILEUSE gehen:



      Der Bug ist innen stark ausgebaut wie ich es bisher nur bei Koggen beobachten konnte. Ein Bugband und ein nach oben gebogener
      Betingbalken geben der Konstruktion halt. Der sehr weit vorn stehende Fockmast wird beidseits von Hölzern umfangen die zum Belegen des Laufenden Gutes dienen. Die Ankerbeting steht direkt dahinter, dazwischen die Einstiegsluke für das »Vorunter«, den Wohnräumen der Schiffsjungen und einfachen Matrosen (Im Plan als »Poste d`equipage« bezeichnet). Der Eingang forderte körperliche Beweglichkeit (welche für den Seemann des 18. Jahrhunderts selbstverständlich war). Auf den
      Bordwänden liegt ein Setzbord, am Bug sind je ein Doppelpoller für den Anker aufgesetzt. Später werden die Ankerkabel den Zugang zum Vorunter noch weiter verbauen!

      Die vordere Luke an Deck wird später vom dort lagernden Beiboot kaum noch zu sehen sein. Seitlich werden später dort noch die Einläufe für die Ankerkabel, die »Schulpen«, angebracht.



      Die Bohrung für Großmast im Deck ist wieder mit einer Rahmenkonstruktion zum Belegen der Taue umbaut wie ich sie auch auf
      Schebekenmodellen finden konnte. So richtig klar sind mir die Angaben in Bauplan manchmal nicht, ich schaue mir dann gerne vergleichbare Schiffe an und hoffe, mit meinen Beobachtungen richtig zu liegen.

      Eine Handpumpe mit Schwengel - neben der Schiffslängsachse liegend um unter Deck den tiefesten Schiffsraum neben dem mittig liegenden Kiel auspumpen zu können - hat hier ihren Platz. Eine zweite Pumpe ist im Plan nicht eingetragen.

      Die Großluke ist mit geteert dargestellt und mit einem Seil seefest gesichert.

      Längs der Bordwandinnenseiten liegen einige Klampen zum Belegen des laufenden- und des stehenden Gutes. Die Wanten werden hier später festgemacht und nicht etwa an Rüstbrettern an der Bordwandaussenseite.

      Das Spill - zum Ankerhieven und setzen der schweren Ruten der Segel - findet zwischen Großluke und der recht breiten Niedergangskappe Platz. Ich nehme an dass die ausgesteckten Spaken auf Fahrt unter Deck gelagert wurden. Das Spill wurde eh nur selten gebraucht und Zeit zum Herholen der Spaken war damals reichlich vorhanden. So ein Gangspill hatte einen abgerundeten Kopf damit Wasser schneller ablaufen konnte. Die Rundung habe ich mit einem dicken Leimtropfen hinbekommen.

      Die erwähnte Niedergangskappe lässt sich nach vorn und noch oben - im Modell dargestellt - öffnen. An Backbord ist ein Hühnerstall platziert (als »Cage a poules« im Plan beschriftet). Dahinter steht das Nachthaus in dem mittig der Kompaß lag der mit einer innenstehenden Laterne nachts beleuchtet wurde. Achtern war das Instrument durch eine Scheibe für den Steuermann sichtbar.

      Wenn später hinter jeder der 16 Stückpforten noch Kanonen stehen, wird es an Deck doch ziemlich eng! Aber gut, dies ist ja kein AIDA-Schiff sondern ein Kriegssegler des 18. Jahrhunderts!

      Die Ruderpinne ist mit einer Steuertalje versehen. Das war ein Flaschenzug - eine sog. »Talje« - mittels derer der Steuermannn die
      schwere Pinne besser bedienen konnte. Die Talje wurde in Luv angeschlagen, nach Lee drückte das Ruder automatisch durch Wind- und Wasserdruck (Wichtig für die spätere Stellung der Segel denn schon jetzt steht die gedachte Luvseite fest!)



      Achtern ist das durchlaufende Oberdeck mit einem Roof abgeschlossen. Dieses kleine Deck diente nur dazu, Arbeitsplattform für die beiden Segel des Besanmastes zu sein. Wie man da hoch kam weiß ich nicht. Eine Leiter oder Tritte sind im Plan nicht eingetragen. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass der gelenkige Seemann damals die Klampen an Der Bordwand innen als Zwischentritt nutze und sich an den Waten festhielt.

      Ganz interessant ist der starke Versatz des Besanmastes von der Mittellinie zur Steuerbordseite. Der Mast steht ganz einfach soweit aus der Mitte heraus um der darunterliegenden Pinne den erforderlichen Bewegungsraum zu geben. Sowas habe ich bisher noch nie gesehen, ist aber ganz plausibel.



      Alle gezeigten Teile sind aus Papier oder leichtem Karton gefummelt (siehe die Fotos im voran gegangenen Posting)
      »Das muss das Boot abkönnen!«




      Klaus baut kleine Schiffe:
    • Soweit könnte die LA FILEUSE als das getakelt werden als was sie gebaut wurde: Als Handelsschiff. Ich will aber die Form als Kaperschiff darstelllen und benötige als nächstes 16 Geschütze auf Lafetten. Das wird wieder eine Arbeit wie ich sie nicht so gerne mag: Komplizierte Dinge in hoher Stückzahl bauen bei denen jedes Ding viel Sorgfalt erfordert... Schiffsmodellbauersleid... zwinker2

      Bevor ich mich aber an die Geschütze machen, habe ich mich mit dem Beiboot beschäftigt. Im Plan ist es mit einer Seitenansicht und einer Draufsicht dargestellt. Und es weicht stark von den üblichen Bootsformen ab: In der Draufsicht wirkt es fast quadratisch, achtern scheint ein Querbalken beidseits aus den Bordwänden überzustehen (er ist »durchgebalkt« wie ich es bisher von Koggen kenne), vorn liegt eine Betingsbalken für Ankermanöver auf und hinten ist keine der üblichen Sitzbänke zu erkennen. Eine wichtige Aufgabe des Bootes war es, die Pinque bei Flaute zu schleppen. Daher sicher die eigenartige Form. Der Mast hat mittig eine starke Halterung die nach von und hinten mit Winkeln abgestützt ist. Bei anderen Segelschiffen des Mittelmeerraumes konnte ich ähnlich Konstruktionen finden.

      Da die Form des Bootes so exotisch ist, passte keine mögliche Kartonvorlage (die ich mir hätte borgen können...). denk1

      Also musste ich einen Eigenbau versuchen und habe etwas probiert: Die Draufsicht und die Seitenansicht habe ich auf Graupappe gezogen und T-förmig zusammengeklebt.



      Die Lücken habe ich mit Kinderknete ausgefüllt und durch drücken und kneten zur gewünschten Bootsform gebracht (das Boot ist 2,10 cm lang). Das Ganze habe ich straff in eine Folie - vom letzten Wurstkauf - gewickelt und mit Klebeband gesichert.



      Auf Höhe des obersten Bootsrandes habe ich nun einen umlaufenden und überlappenden Papierstreifen geleimt. Darunter habe ich Streifen eines Papiertaschentuches über die Form geleimt.



      Nach dem Durchtrocknen kam eine Lage Acrygel – als Imitation der Beplankung – und Schnellschleifgrundierung – zur Verstärkung – darüber. Nach einer Nacht des Trocknens kam der Moment des Ablösens von der Folie: Da der Leim nicht auf der Folie haftet, ließ sich das Rümpfchen vorsichtig mit Cutterhilfe abnehmen! hüpf1 Es ist eine kleine Rumpfschale in Form meines Bootes entstanden. Ob das mit größeren Rümpfen auch geht? Damit könnte man gut offene Schiffe wie z.B. Wikingerschiffe gut bauen...



      Das Ding ist extrem weich, eine Eierschale ist eine Panzerplatte im Vergleich! Daher wurde auch im Inneren mit Grundierung gefestigt. Der Rest des Ausbaus war Kartonmodellbauroutine. Im Boot liegen Riemen aus Papier und ein zusammengerolltes Segel aus Zellstoff um eine Besenborste gewickelt.

      »Das muss das Boot abkönnen!«




      Klaus baut kleine Schiffe:
    • Bevor das Boot auf das Modell kam, mussten noch die Ankerkabel angebracht werden. Die Fotos vom Beiboot habe ich sofort nach der Fertigstellung geschossen. Der Leim in Inneren war noch nicht ganz trocken, ich wollte das Ding aber endlich gerne an Deck installieren. Anhand der Makros kann ich einige Kinken – die ich mit bloßem Auge kaum sehe – noch korrigieren. Auch dafür ist ein Baubericht ganz hilfreich: Die Makrofotos offenbaren dann doch oft eine Menge Macken die sich noch ausbessern lassen... daumen1



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      Klaus baut kleine Schiffe:
    • Hallo Klaus,

      endlich verwendet mal wer meine Beibootbaumethode! Gut oder? Einzige kleine Anmerkung: Ich überziehe die entstehende dünne Hülle immer noch mit schmalen Papierplanken, die ich dann in Sekundenkleber tränke. Dadurch wird der ganze Spaß etwas dicker und auch relativ stabil. Wo man auch etwas nacharbeiten muss, ist der "Schwung" im Boot, dass also das Heck und der Bug etwas höher sind, als die Mitte des Bootes..diesen Schwung schleif ich schon immer in meinen "Grundkörper", den ich aus Holz mache, mit ein. Dadurch kann man dann die einmal durchgetrocknete Schale wieder auf den Grundkörper draufstülpen und am Holzkörper entlang schneiden, sodass es auch symetrisch wird. Siehe auch Baubericht der HMS Cleopatra, erste Seite ganz unten.

      Achso...für größere Boote geht das auch. Mein größtes Exemplar mit dieser Baumethode ist das große Ruderboot des SMS Derfflingers in 1:250 - ist sicher nicht weniger stabil, als die "normale" Variante.

      Viele Grüße
      Ludwig
    • Schau an, @Gnost, dann habe ich die Technik bei Dir gesehen danke1 .
      Ich habe letztens noch länger in Deinem 7P-Bericht gestöbert weil ich nach einer Idee für die Herstellung von kleinen Geschützen - und anderen Dingen zwinker2 - gesucht habe. Für einen Selbermacher sind Deine Berichte eine wahre Inspirationsquelle. Danke dass Du nochmal auf Deinen Beibootsbau aufmerksam gemacht hast.

      Die Technik mit den Booten hatte ich vor Urzeiten mal in einer Ausgabe von "Schiffsmodell" gelesen. Da wurden in das 1:100-Rumpfmodell noch Rillen für die Spanten eingefeilt. Als das Urmodell in der Folie war, kam eine Fadenwicklung in die Rillen was später dann die Spanten darstellte. Auch eine gute Idee die Technik weiter auszubauen. Ich hatte auch mal versucht das Ganze in 1:250 zu probieren. Damals hat das bei meinem Postdampfer aber nicht geklappt und ich bin wieder zur bewährten Papierbogentechnik zurückgekehrt. Umso größer war diesmal die Freude über den Erfolg.

      Mein Beiboot hat kaum »Sprung«, einen Schwung von Bug nach Heck, wie die meisten Boote. Auf den Planausschnitten in den Fotos oben ist die seltsame Konstruktion zu sehen. Der Rumpf mutet eher an, wie die Miniform einer Kuff oder eines anderen niederländischen Segelschifftyps (schon wegen den stumpfen Schiffsenden). Ein sonderbares Ding halt... kratz1

      Die Darstellung der Boote aus Papierabwicklungen macht mir meist Kummer. Die Boote wirken vielfach einfach unförmig weil sie oft einen v-förmigen Querschnitt zeigen (statt einem flachen Us wie es vorbildlich ist). So wie es z.B @Udo auf seiner phänomenalen NASSAU gemacht hat ist es ein perfekter Weg die komplizierten Bootsformen in einem Papierbausatz zu zeigen.

      Klaus
      »Das muss das Boot abkönnen!«




      Klaus baut kleine Schiffe:
    • Boooaahr ich hab immer gehofft, dass ich der erste war, da ich zumindest selbst drauf gekommen bin^^

      Nunja, liegt ja nicht sooo fern die Methode denk1
      Ja bei der 7P wollte ich noch ein Beiboot bauen, habe es dann aber doch nicht gemacht. Jetzt wo du es erwähnst fällt mir das auch wieder ein happy1 aber jetzt wird da nix mehr angegriffen.

      Viel Spaß weiterhin bei deinem Kaperschiffchen!
      Ludwig
    • Servus Klaus,

      da hast du dir ein schönes und interessantes Schiffchen ausgesucht!
      Der Baubericht ist eine einzige Inspiration, wie kleine Modelle gebaut werden können. Einfach begeisternd! hüpf1
      Dazu kommen die vielen technischen, historischen und seemännischen Informationen, die deine Bauberichte so lesenswert machen. Ich bleibe weiter dran und wünsche dir viel Erfolg beim Bewerb!
      Herzliche Grüße / Best regards,
      Andreas

      Optimismus ist die Kunst, mit dem Wind zu segeln, den andere machen.
      Alessandro Manzoni (1785 – 1873)

      Buddys Kartonuniversum
    • Die Zähne der »Spinnerin« bestanden aus 16 4-Pfünder-Kanonen (...»armee en course des16 canons de 4 (...)«). Eine entsprechende Vorlage zum Nachbau habe ich aus meinen Unterlagen herausgesucht. Es gab von diesem Kaliber – das französische Pfund natürlich – Kanonen mit langen- und mit kurzen Rohren. Die letztere Variante kam in Frage. Ich habe vor der Sammelanfertigung der Dinger ein wenig Bammel gehabt: Viele recht komplizierte Teile zu bauen bei denen Fehler und Abweichungen untereinander gleich auffallen ist doch oft das, was beim Schiffsmodellbau quälend ist... schwitz1

      Nach vergeblichen Versuchen die Geschützrohre aus einem 1,5 mm starken Carbonrohr zu schneiden, habe ich die 16 Stück am Ende aus Papier über eine Nadel gerollt (aus 3 mm breiten und 8 mm langen Rechtecken). Das Bodenstück habe ich mit einem Leimtropfen abgeschlossen.

      Die Seitenstücke der 4 mm langen Lafetten sind aus Karton geschnibbelt und leicht V-förmig auf zwei Papierstreifen geklebt. Unter den Streifen darf kein Leim kommen um später das Abschneiden zu gewähren (das gelbe Papier auf dem Foto demonstriert das). Ausgeschnitten werden die Papierstreifen zu den Achsen.

      Kontinentale Lafetten unterschieden sich von denen der Engländer! Soweit es ging, habe ich die Unterschiede in Form und Taklung beachtet.

      »Das muss das Boot abkönnen!«




      Klaus baut kleine Schiffe:
    • Die rot gepinselten Dinger kamen zur Lagerung in einen Kronkorken. Die Geschützrohre im Bild sind schon zum größten Teil bemalt und haben ihren Abschluss. Zwei Rohre sind noch im Rohbau zu sehen..



      Nach dem Motto »Unser Deck soll voller werden«, stehen die fertigen Lafetten mit Rädern, Richtkeilen und den Brooktauen – die fingen zum einen den Rückstoß nach dem Schuss mit auf, zum anderen sollten sie das Aufspringen und Brechen der Vorderachse verhindern (Brook = Bruch) – hinter ihren Pforten. Der Rücklaufweg nach dem Schuss ist sehr kurz. Ich glaube, dass ein laden und putzen nur über die Bordwand gelehnt möglich war. Auf dem Marsch konnten die Geschütze bestimmt quer zur Bordwand gedreht gefahren worden sein.



      Damit das Deck noch voller wird, kamen beidseits neben das Beiboot und die vordere Luke noch je eine Reservespiere. Wer den Fim »Master and Commander« kennt, wird sich sicher gefragt haben, woher die Sailors auf hoher See das ganze Holz zur Reparatur der SURPRISE hatten. Es waren sicher noch viel mehr Reservehölzer auf LA FILEUSE gestaut, die beiden Dinger plus die Andeutung eines Kantholzvorrates, sollen mir aber reichen um den lebensnotwendigen Vorrat anzudeuten. Die Hölzer sind aus Federstahldraht welcher mit Zigarettenpapier umwickelt ist.





      Kanonentakel und Rücklauftakel vervollständigten die Lafetten. Und dann kamen von aussen, auf eine Nadel gespießt, die Rohre darauf. Und jetzt sieht mein Modell wie ein Kriegsschiff aus!

      Die Bewaffnung habe ich am Schluss noch ein wenig mit verdünnter Aqarellfarbe und Pastellkreide bemalt. Das ganze Modell hat nun auch einen Überzug mit Fixaktiv-Spray bekommen.
      »Das muss das Boot abkönnen!«




      Klaus baut kleine Schiffe:
    • Oioioi... astrein wenn ihr meine Kanonen gelten lasst danke1
      Ich meine, man sollte immer ein gutes Maß zwischen genauer Darstellung und Abstraktion finden. Schnell wirkt bei den kleinen Maßstäben mal was überladen. Und wenn man - wie hier im Baubericht - das Augenmerk auf Details lenkt, fallen dann doch weggelassene, elementare Dinge auf.

      ...Apropos »elementare Dinge« ...

      ...

      Kein Modellbau ohne Rückschlag... rotwerd1


      Der Reihe nach: Der Bugspriet vorn und der »Papageienstock« hinten kamen auf das Modell (beide Teile aus Federstahldraht, der Bugspriet ist mit Zigarettenpapier umklebt). Dabei hatte ich bemerkt, dass der Bugspriet später ganz knapp an die Scheibe der zukünftigen Glasvitrine stoßen wird während hinten riesig viel Raum zum Glaskasten herrschen wird...

      Ich habe das Schiff falsch herum auf den Sockel geklebt! brüll1

      Die Bohrungen dort sind eben so angelegt, dass vorn und hinten gleichmäßig Raum um die Enden des Modells gewährt ist und das besegelte Schiff später harmonisch in der Vitrine thronen soll...



      Ich räume ein auf dem Foto das Problem nicht richtig verdeutlichen zu können. Ich habe vorn einen Winkel an den Sockel angestellt welcher dann nur ein- zwei Millimeter vom Bugspriet entfernt stand. Hinten jedoch war rund ein Zentimeter Platz zwischen Winkel und »Papageienstock« ...
      »Das muss das Boot abkönnen!«




      Klaus baut kleine Schiffe:
    • Sowas lässt mir keine Ruhe... flagge1 (ran an den Feind!)

      Also die Nerven zusammengenommen, die Schutzfolie entfernt und vorsichtig das Schiff vom Sockel genommen. Das ging – natürlich – nicht ohne Macken am Sockel zu hinterlassen. Das Modell ist aber zum Glück ohne Schäden geblieben. Puh! frech 2



      Nach dem der Sockel wieder repariert war – mit Holzkitt, schwarzer Schuhcreme und Möbelwachs – kam LA FILEUSE richtig herum auf den Sockel zurück.

      »Das muss das Boot abkönnen!«




      Klaus baut kleine Schiffe: