Preußen, Passat-Verlag, 1:250

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • @Kurt: Hallo Kurt,
      vielen Dank, aber das war erst der Anfang. Wenn ich bedenke, wieviele Masten, Rahen und Gaffeln dieses Fünfmast Vollschiff noch besitzt ...
      @Achtknoten:
      Der Staub ist weniger das Problem, da ich bereits Rundmaterial mit einem Durchmesser von 2 mm verwende.
      @petcarli: Hallo Fritz,
      deine Tipps muss ich unbedingt einmal ausprobieren. Stabilisieren mit einer Hand und Arbeiten mit niedriger Drehzahl mach ich jetzt schon.

      @all:

      Hallo zusammen,

      heute habe ich genügend Material für einen weiteren Baubericht zusammen. Es soll weitergehen mit dem Bestücken des Clüverbaums. Ein Bild von der Passat zeigt, dass hier einiges anzubringen ist.


      Bild 1: Bestückung des Clüverbaums der Passat

      Aber Passat ist nicht Preußen und so musste ich mir ein anderes Vorbild suchen. Beim Modell der Preußen aus dem Schiffahrtsmuseum in Bremerhaven (leider in symbolträchtiger Position zur Brighton) wurde ich fündig. Ich habe hier den Clüverbaum komplett vom Modell fotografiert. Die Umsetzung sieht schlüssig aus. So will ich es umsetzen.


      Bild 2: Der Clüverbaum des Modells in Bremerhaven

      Jetzt muss es an die Modellumsetzung gehen. Der Clüverbaum ist ja bereits fertig modelliert. Um Taue dort zu befestigen verwende ich die Griffstangenhalter der Firma Weinert. Die Ösen haben einen Durchmesser von 0,3 mm.


      Bild 3: Griffstangenhalter

      Diese Griffstangenhalter werde ich auch später dazu verwenden, wenn ich Taue auf Deck befestigen will. Es wird ein Loch in das Deck gebohrt und der Stift des Griffstangenhalters in dem Loch verklebt. Das ist eine saubere Sache.

      Doch zuvor müssen, damit die Stifte der Griffstangenhalter am Clüverbaum befestigt werden können, Löcher in den Clüverbaum gebohrt werden.
      Mit meinem Fräswerk und Kreuztisch kann ich den Bohrer sehr genau positionieren.


      Bild 4: Löcher zur Aufnahme der Griffstangenhalter

      Es müssen aber nicht nur Löcher gebohrt werden, sondern Umlenkrollen sowie diverse weitere Halterungen angebracht werden.

      Diese werden dann mit Sekundenkleber verklebt.
      Der fertig bestückte Clüverbaum sieht dann so aus:


      Bild 5: Fertig bestückter Clüverbaum

      In dieser Form kann er dann eingebaut werden. Dann kann das Backdeck endlich aufgesetzt und befestigt werden.


      Bild 6: Der Clüverbaum ist eingebaut und das Backdeck ist drauf

      Wenn der Clüverbaum einmal eingebaut ist, kann ich dann auch mit der Befestigung am Rumpf fortfahren. Dazu verwende ich 0,33 mm Nickeldraht.


      Bild 7: Der Clüverbaum wird durch Takelage befestigt

      Das Einbinden des Clüverbaums in die Takelage kann an dieser Stelle noch nicht vollständig erfolgen, da der Fockmast noch nicht erstellt ist. Dieses erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt.

      Es folgen die Takelage unterhalb des Clüverbaums, das als Ätzteil in der Platine vorhanden ist sowie der Einbau des Clüverbaumnetzes. Alles färbe ich in schwarz. Bild 1 zeigt mir, dass die Farbe schwarz hier durchaus seine Berechtigung hat.


      Bilder 7 und 8: Der fertige Clüverbaum mit Netz

      Die letzten beiden Bilder widme ich dem fertigen Clüverbaum, der erst weiter eingebunden werden kann, wenn der Fockmast steht.

      Der nächste Bauschritt mit dem Kartenhaus wird dann wieder etwas einfacher.

      Gruß Axel
    • @petcarli: Hallo Fritz,
      vielen Dank, ich freue mich, dass er dir gefällt.
      @Cux-Holger: Hallo Holger,
      ein Clüverbaum in so einer sterilen weißen Landschaft. Der kann nicht original sein. Aber wenn er dir gefällt freut mich das umso mehr.
      @Ingo: Hallo Ingo,
      schön, dass er dir gefällt.
      @Bonden: Ich möchte jetzt in keinen Geschwindigkeitstakelwettbewerb eintreten. Ich werde bestimmt auch den Bau unterbrechen, um mir das ein oder andere Kleinmodell "reinzuziehen". Aber es wird nicht wenig sein, was hier abzutakeln sein.
      Übrigens: Wir können das gern vertiefen, denn von 8.4. bis zum 11.4. werde ich in Dresden sein.
      @Didibuch: Hallo Dieter,
      ich koche auch nur mit Wasser. Ich habe den Vorteil, dass ich vieles vom Bau der Passat übernehmen kann.
      @Boxer: Hallo Robert,
      Die Umlenkrollen habe ich vom Ätzsatz der Hammonia, den ich Peter Hurler gleich mehrfach abgekauft habe. Diese Teile kannst du auf so vielen Schiffen verwenden ...

      @all: Hallo zusammen,

      wer diesen Baubericht im Nachbarforum gesehen hat, dem wird sicher nicht die Anregung von Helmut Brücker entgangen sein:

      Dem Stampfstock könntest Du eventuell mit ganz schmalen, gegen das Ätzteil geklebten Kartonstreifen etwas mehr "Körper" geben, wenn Du magst. Das ist mir bei meiner PREUSSEN aber leider auch erst hinterher eingefallen...

      Also erst einmal recherchieren. Neben der Klärung des Begriffes „Stampfstock“ wollte ich natürlich wissen, wie das mit dem mehr „Körper“ bei anderen Seglern gelöst worden ist.
      Fangen wir also bei der Passat an. Hier konnte ich auf Fotos vom Original zurückgreifen.


      Bild 1: Lösung beim Stampfstock bei der Passat

      Hier ist die obere Querstange (ich kenne leider ihren Namen nicht) etwas dicker ausgeführt.

      Bei der Preußen gehe ich erst einmal über die mir bekannten Modelle.
      Auch hier ist die gleiche Stange etwas dicker ausgeführt.


      Bild 2: Lösung beim Stampfstock bei der Preußen (im Modell)

      Letzte Gewissheit mussten dann noch Bilder vom Original hergeben. Hier musste ich die Dokumentation von Horst Hamecher bemühen.
      Aber auch hier zeigte sich, dass gleichnamige Stange etwas dicker ausgeführt war. In wiefern ich hier alte Bilder aus dem Buch in diesem Baubericht bringen könnte kann ich schlecht beurteilen.

      Fazit war, dass ich diese Stange dicker ausführen konnte. Nur mit Karton gegenkleben hätte ich für mich kein glaubwürdiges Ergebnis erzielt. So habe ich die geätzte Stange gegen einen Nickeldraht mit einem Durchmesser von 0,3 mm ausgetauscht. Das Ergebnis seht ihr hier.


      Bild 3: Modellumsetzung

      Ich glaube der Aufwand hat sich gelohnt.

      Was sonst noch so geschah:
      Das Kartenhaus war an der Reihe. Hier gab es im rückwärtigen Bereich ein filigranes Oberlicht.


      Bild 4: Filigranes Oberlicht am Kartenhaus

      Für mich ist selbstverständlich, dass alle Fenster ausgeschnitten und mit Klarsichtfolie hinterklebt werden.

      Das Ausschneiden war die eine Sache und das Hinterkleben und Falten die andere Sache.
      Das Ergebnis war soweit für mich in Ordnung.


      Bild 5: Das fertige Oberlicht

      Das Kartenhaus war dann fast schon eine Formsache …


      Bild 6: Das komplette Kartenhaus

      Danach wird es mit dem Heizhaus wieder etwas schwieriger werden, da dieses an vielen Stellen abgerundete Kanten besitzt. Aber davon später …

      Gruß Axel
    • Hallo Axel,

      Deine "Preussen" wird ein Meisterwerk, das zeichnet sich schon jetzt ab! Und da ich seit Sonntag glücklicher Besitzer des Bogens bin, schaue ich mit doppeltem Interesse zu!

      Das dicke Ding ist wohl eher eine Umleitung des untersten Stages, der Stampfstock ist nur die kurze, ziemlich rechtwinklig zum Spriet stehende Stange (durch Umlenkung des Wasserstags über den Stamptstock wird ein besserer Zugwinkel erreicht und das Durchbiegen des Spriets verhindert, ähnlich wie bei den Salingen am Mast). Die Verdickung ist Dir sehr schön geraten!

      Schade, daß der Ätzteilsatz die Maschen des Bugnetzes falsch abbildet: die müssten um 45 Grad gedreht sein, also nicht parallel / rechtwinklig zum Spriet. Auf dem Vergleichsbild mit der "Passat" kann man es erkennen.

      Weiter so! Bin ja ein großer Fan Deiner "Passat"!
      Beste Grüße
      Claudia
    • apfisdu1 schrieb:

      ein Clüverbaum in so einer sterilen weißen Landschaft. Der kann nicht original sein.
      Moin Axel......

      ich hatte "nur ausschliesslich" den Clüverbaum in meiner Brille fixiert,
      die "weisse Landschaft" hatte ich , wegen der Schönheit dieses Clüverbaum-Details,
      im Unbewussten einfach schlichtweg ignoriert.... happy1 daumen1 freu 2 beifall 1

      1 A Kartonmodellbauarbeiten hier wieder von Dir, bin mehr als begeistert !! high five1 klasse1 freu 2
      Gruss
      Holger


      Ich bin von Kopf bis Fuss, nur auf Kartonmodellbau eingestellt
      und das ist meine Welt,
      sonst gar nichts..... ! freu1
    • @petcarli: Hallo Fritz,
      vielen Dank, ich kann natürlich viel von den gemachten Erfahrungen beim Bau der Passat profitieren. Grüße richte ich in Dresden aus, wenn es zu einem Treffen kommen sollte.
      @Claudia: Für die dickeren Verbindungen unterhalb des Clüverbaums habe ich recherchiert. Das sollte im Original so sein. ansonsten kann ich sagen, dass der Rumpf mir sehr viel mehr abverlagt hat, als bei der Passat, weil er aus einer größeren Anzahl von Teile besteht.
      @Cux-Holger: Hallo Holger,
      ich freue mich, dass der Clüverbaum deine Zustimmung findet.
      @Kurt: Hallo Kurt,
      die Verglasung ist für mich schon zu einem Standard geworden.
      @Klueni: Hallo Tommi,
      diese Art von Verfeinerungen juckt mich immer wieder in den Fingern, diese auch umzusetzen.

      @all: Hallo zusammen,

      heute wollen wir auch einen Bauschritt weitergehen. Es geht um den Zusammenbau des Heizhauses.
      Das Heizhaus sorgte dafür, dass auf der Preußen die Dampfkraft Einzug hielt.

      Die Herausforderung für den Kartonmodellbau ist, dass wir es beim Heizhaus mit vielen abgerundeten Kanten zu tun haben.
      Also schneiden wir das Heizhaus einmal aus und runden die Kanten vor.


      Bild 1: Heizhaus ausgeschnitten und Kanten vorgerundet

      Beim Zusammenbau habe ich die Erkenntnis gewonnen, dass zuerst die geraden Kanten geklebt werden und dann die Ecken ausgeformt werden sollten. Wenn man zuerst die Ecken bei den Rundungen zusammenklebt hat man ggfs. das Problem, dass man die Kanten nicht mehr aneinanderkleben kann, weil an manchen Stellen der Spalt zu groß ist.


      Bild 2: Der Grundkorpus ist geschafft, jetzt nur noch die Kanten färben

      Danach mussten zusätzliche Teile angeklebt werden. Erstes Teil war eine Aufstiegsleiter. Das vorgesehene Kartonteil habe ich sofort durch ein Ätzteil ersetzt.


      Bild 3: Aufstiegsleiter (natürlich) als Ätzteil

      In der Folge waren drei Schornsteine und zwei Lüfter zu erstellen.


      Bild 4: Anbauteile zum Heizhaus

      Es werden noch ein Behälter und zwei Stützen ergänzt (die beiden Schornsteine waren klappbar), dann ist das Heizhaus fertig. Zwei Kabeltrommeln werden im späteren Verlauf noch ergänzt.


      Bild 5: Fertiges Heizhaus

      Das fertige Heizhaus wurde dann an Deck angebracht.


      Bild 6: Heizhaus auf Deck

      Die nächsten Bauteile sind dann wieder etwas trivialer. Es geht um die Schweineställe (ja, so etwas gab es auch bei den Seglern) und um die Ladeluken.

      Gruß Axel
    • @petcarli: Hallo Fritz,
      beim Heizhaus ist es sicherlich einmalig. Bei vielen anderen Teilen kann ich mich an der Passat orientieren.
      @Cux-Holger: Moin Holger,
      ja, du hast Recht. Es ist ein Modell im Modell. Es kommen jedoch noch zwei Seiltrommeln auf das Dach.

      @all: Hallo zusammen,

      Anbei meine nächsten Fortschritte. Im ersten Schritt habe ich die Schweineställe fertiggestellt. Diese Teile gehen etwas unscheinbar an Bord zwischen den vielen anderen Teile unter. Daher auch noch einmal ein original Schweinestall aufgenommen auf der Passat (leider nicht mit original Inhalt).


      Bilder 1 und 2: Schweinestall im Modell auf der Preußen und im Original auf der Passat

      Und in Bild 1 deuten sich auch meine nächsten Aktivitäten an. Es sind die Ladeluken. Beim Aufsetzen der Ladelukendeckel hatte ich immer wieder das Problem, dass diese sich beim Aufsetzen durchbeulten. Müsste ich die Ladelukendeckel heute noch einmal bauen, würde ich sie verdoppeln.


      Bilder 3 und 4: Ladeluken

      Dann waren die Schanzkleidstützen und Nagelbänke an der Reihe. Nach gefühlten hunderten von Schanzkleidstützen konnte ich die Nagelbänke endlich aufsetzen. Wer hier beim Bau des Rumpfes ungenau gebaut hat, bekommt hier seine nächste Quittung. Er wird Probleme bekommen, die Nagelbänke an der Schanzkleidinnenseite zu befestigen.


      Bilder 5 und 6: Schanzkleidstützen und Nagelbänke

      In den nächsten Schritten werde ich das Deck mit diversen Oberlichtern vervollständigen.

      Gruß Axel
    • Hallo Axel,

      der Nibelung wirft da auch mal einen Blick in diesen Baubericht - war doch die "Preußen" eines meiner Wunschobjekte, bin allerdings dann doch von der Kauf- und Bauabsicht zurückgetreten, denn der Segler hätte mich wohl an und über die Grenzen meiner Fähigkeiten gebracht.

      Um so lieber schaue ich denen zu, die das Schiff so fein bauen wie Du! beifall 1

      Servus
      hvt
      Der brüllende Mensch möchte gefährkich wirken, der schweigende Mensch kann gefährlich sein - also Vorsicht, wenn ich mal gar nichts mehr sage..... grins 3
    • @Boden: Hallo,
      der Schweinestall ist kein Objekt, der Kartonmodellbautechnisch von den Socken reisst. Ich bin jedoch immer froh, wenn ich Bilder zeigen kann, wie es im Original ausgesehen hat.
      @Kurt: Hallo Kurt,
      die Preußen ist wesentlich detaillierter als die Passat. Daher ist der Bogen von der Komplexität schon eine ganz andere Hausnummer.
      Ich bin jedoch froh, dass ich auf die Erfahrungen aus dem Bau der Passat zurückgreifen kann.
      @Klueni: Hallo Tommi,
      ja, im Vergleich zur Passat hat die Preußen an Detaillierung sehr zugenommen, was man beim Bau auch spürt.
      @Claudia: Hallo Claudia,
      Ich wollte immer schon einmal einen Größenvergleich von Passat zu Preußen darstellen. Aber das Gruppenfoto gibt's erst zum Schluss.
      @hvt: Ich denke, man lernt an jedem Modell an Fähigkeiten dazu. Daher solltest du dich ruhig an solche Modelle herantrauen.

      Hallo zusammen,

      Der letzte Baubericht ist bereits einige Zeit her. Das liegt u.a. daran, dass ich in der letzten Woche einen Urlaub in Dresden und Umgebung verbracht habe.

      Dort habe ich auch Bonden getroffen. Wir haben in Dresden einen sehr schönen Abend u.a. in Fachsimpelei verbracht.

      @Bonden: Vielen Dank noch einmal für den schönen Abend und ich komme auch gern bei Regen wieder.

      Doch nun zu den Fortschritten. Viele sind es nicht. Sie lassen sich in zwei Bildern wiedergeben. Es waren reichlich Oberlichter zu bauen. Die Glaspartien habe ich ausgestanzt und mit Klarsichtfolie hinterklebt.


      Bilder 1 und 2: Oberlichter

      Der nächste Bauschritt besteht in wohl jedem Freund aller Schiffskartonmodellbauer, den Pollern. Diese kommen gleich in zwei Größen daher.

      Gruß Axel