Preußen, Passat-Verlag, 1:250

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    • @ Cux-Holger: Moin Holger,
      schön, dass es dir gefällt. Da setze ich gleich noch einen drauf
      @HvT: Hallo Hagen,
      danke für deine Zustimmung
      @Thomasnicole05: Hallo Thomas,
      die Bilder sind absolut ausreichend.

      Hallo zusammen,

      für mich geht es jetzt weiter mit der Befestigung der Toppnants um den Fockmast.
      Das nachfolgende originale Bild ist auf der Passat aufgenommen und soll verdeutlichen, was ich meine.


      Bild 1: Befestigung der Toppnants auf dem Deck bei der Passat

      Hier sieht man Flaschenzüge, die von oben kommen und auf dem Deck befestigt sind und auch die Nagelbank mit den Taurollen.
      Beginnen wir mit der Nachbildung. Als erstes stanze ich die Blöcke aus Tonkarton aus. Beim Maßstab 1:250 wirken Blöcke größer als 1 mm (im Original dann 25 cm) unglaubwürdig.


      Bild 2: Die Blöcke werden ausgestanzt

      Um dem Flaschenzug ein stabiles Aussehen zu verleihen, verwende ich 1 mm Nickeldraht, den ich mit Revell Aquacolor in den Farben des laufenden Guts einfärbe. Ich verklebe mit Sekundenkleber. Da aber die Klebeflächen so extrem klein sind muss ich einige Klebepunkte mehrfach verkleben, bis es hält.
      Ich belasse es bei einer Einfachdarstellung des Flaschenzugs. Das Ganze ist schon so extrem klein. Ich weiss nicht, ob ich so ruhige Hände habe, dass ich eine Mehrfachdarstellung hinbekommen würde.


      Bild 3: Flaschenzug in Einfachdarstellung

      Für sechs Toppnants habe ich dann sechs Flaschenzüge in unterschiedlicher Länge erstellt. Diese werden jetzt auf die Toppnant-Taue in Decknähe geklebt. Es sieht hier schon sehr eng aus.


      Bild 4: Flaschenzüge auf den Toppnants

      Die Nagelbank um den Fockmast hatte ich bis jetzt bewusst weggelassen. Mit der eingebauten Nagelbank hätte ich die Flaschenzüge niemals auf die Toppnants geklebt bekommen. Alles Erfahrungen, die ich mit dem Bau der Passat gemacht hatte.
      An dieser Stelle kann ich die Nagelbänke dann nun bauen.


      Bild 5: Aufbewahrte Teile der Nagelbänke

      Und auch Taurollen musste ich noch einmal anfertigen. Den Tipp mit der Vorrichtung habe ich von Jürgen Henry aus dem Bau seiner Kruzenstern bekommen. Ich habe dann die Taurollen für die Nagelbänke der nächsten Masten direkt mit angefertigt.


      Bild 6: Taurollen für die Nagelbänke

      Alles zusammengebaut und positioniert ist der Bereich fertig (vergleiche mit Bild 1)


      Bilder 7 und 8: Die Nagelbank ist fertig und eingebaut

      Zum Abschluss baue ich noch die Wanten aus dem Ätzteilesatz ein. Die Wanten habe ich mit Revell Aquacolor schwarz eingefärbt. Leider ist das Material aus meinem Ätzteilsatz äußerst weich, sodass sich bei der Verarbeitung immer wieder ungewollte Verbiegungen ergeben.


      Bild 9: Der Fockmast mit Wanten

      Die Bearbeitung des Fockmastes für diese Bauphase ist erst einmal abgeschlossen. Es geht mit ähnlichen Arbeiten weiter beim Großmast.

      Grob gesagt fehlen jetzt beim Fockmast bis zur kompletten Fertigstellung noch die Rahen und Brassen.
      Die nachfolgenden Bilder zeigen Impressionen vom Fockmast bei der Fertigstellung in der aktuellen Bauphase.
    • Hallo Axel,

      die oberen Teile der Toppnanten sind, wenn ich richtig orientiert bin die losen Fäden am Mast. Das bedeutet aber, dass Du diese zunächst unten fest belegst und sie später an den Rahen spannst. Denn meines Wissens nach dienden Toppnanten dazu, diese in waagerechten Zustand zu bewegen, oder sprechen wir von unterschiedlichen Dingen?

      Gruß
      Fritz
    • Hallo Axel,

      das ist eine wirklich gute und durchdachte Variante, um die Strippen, die am Mast herunter geführt werden sauber darzustellen!
      Und die Nagelbänke dann davor zu setzen erleichtert einiges! Das die Seile nicht wirklich bis zu den Rahen durchgehen sieht später keiner mehr!

      Was die Flaschenzüge, bzw kleinen Taljen angeht, lasse ich die "Blöcke" da immer komplett weg und wickle den Draht eins/zweimal um eine Zirkelspitze oder ein dickeres Drahtende, wo sonst der Block wäre. Den entstehenden Hohlraum fülle ich mit Gel-Sekundenkleber und etwas dickflüssigerer brauner Farbe auf, die dann den Block darstellen - so kann man in einem Zug eine Talje "Knoten", die man auch kaum zu verkleben braucht - die "Blockstärke" wird dann durch die Stärke des Teils vorgegeben, um das man den Draht herumwickelt.
      Wenn ich viele gleichlange Taljen bauen muss, mache ich mir eine kleine Vorrichtung mit einem Draht, den ich "U"-förmig biege. Die "U"-Schenkel sind soweit auseinander, wie die Blöcke auseinander sein sollen. Um die "Beine" des U-Teils wird dann der Draht geführt. Zum Schluss vom U-Teil herunterziehen und einen Klecks Gel-Sekundenkleber in die Öffnung wo das U-Bein war. Anmalen fertig.

      Grüße!
      Ludwig
    • Hi Axel

      Das ist fast unglaublich, was Du hier zeigst. Und ich kapituliere bereits im Mst.1:96 bei gewissen Takeln und lasse sie dann weg.
      Du zeigst hier deutlich, dass wesentlich kleinere Takelagen absolut möglich sind. Ich ziehe neidlos meinen Hut vor Deiner Arbeit!

      Freundliche Grüsse
      Peter
      Denken ist wie googeln, nur krasser denk1

      Aus Leidenschaft: pierresuisse.ch
      Beruf und Hobby vereint: kamoga.ch
      Aus Freude: mein-modellbau.jimdo.com

      Meine versemmelten Werke
    • @ Gnost: Hallo Ludwig,
      du hast mich mit deinem Beitrag noch auf eine schöne Idee gebracht. Ich werde sie vorstellen, wenn es soweit ist.
      @Peter_H: Hallo Peter,
      vielen Dank. Manchmal ist es aber auch zum Verzweifeln mit diesen keleinen Detailarbeiten.
      @Cux-Holger: Hallo Holger,
      ich danke dir und freue mich, dass sie dir gefallen.

      Hallo zusammen,

      Heute ein kürzerer Baubericht, da ich am Samstag in Mannheim war.

      Es wird die Takelage des Großmastes in Angriff genommen.
      Zuerst überprüfe ich, ob alle Takelhilfen sich am Mast befinden.


      Bild 1: Befinden sich alle Takelhilfen am Mast?

      Dann geht es weiter mit den Stagen. Es müssen jeweils zwei Stagen am Mast und zwei Stagen am Mastangebracht werden.


      Bild 2: Stagen am Mast


      Bild 3: Stagen auf Deck

      Bei den Stagen auf Deck gibt es bereits Ansatzstücke, die ich nur verlängern muss. Sind die vier Stagen angebracht, kann ich den Mast im Rumpf befestigen.


      Bild 4: Der Großmast ist eingesetzt

      Mit ein wenig Zeit ist dann auch schon die erste Pardune gesetzt.


      Bild 5: Die erste Pardune ist gesetzt

      Gruß Axel
    • Hallo Axel,

      eine Wahnsinns-Fizzelei!!!
      Viele Grüße,

      Hans-Jürgen

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      Früher oder später, aber gewiss immer wird sich die Natur an allem Tun der Menschen rächen, das wider sie selbst ist. (Johann Heinrich Pestalozzi)
    • Hallo zusammen,

      vielen Dank für die netten Kommentare.
      Ich habe jetzt das Problem, dass ich durch die vergangenen Ereignisse (Kartonmodellbautreffen in Mannheim, Hafengeburtstag in Hamburg) gar nicht mehr so richtig zum Bauen gekommen bin. Und morgen ist Euregio-Treffen...

      So habe ich mich in den vergangenen Tagen hingesetzt und wenigstens den Großmast fertiggetakelt.
      Eine Wahnsinns Fummelei. Und dabei ist mir sogar der Super-Gau passiert und eine Befestigung ist abgebrochen. Die gesamte Takelage durfte ich an dieser Stelle neu machen.

      Aber seht, was herausgekommen ist:







      Das könnt ihr alles in Natura sehren, wenn ihr zum Euregio-Treffen kommt.
      Meine Kisten sind schon gepackt.

      Gruß Axel
    • Ahoi @apfisdu1 Mensch, Axel, so ein Schreck! Aber du hast den Schaden ja wieder behoben, und das Ergebnis sieht toll aus. klasse1

      Als ich vorigen Freitag in Hamburg an Bord der Kruzenstern stand und hoch ins Rigg schaute, dachte ich auch an dich und deine Preußen und malte mir aus, was du da alles noch zu tun hast. Aber du schaffst das. daumen1

      Im Bau: HMS Mercury
      Für eure Schnippel- und Klebepausen: www.karton-im-wind.de welcome1
    • Hallo Axel,

      deine Takelei ist ja Wahnsinn!
      Viele Grüße,

      Hans-Jürgen

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      Früher oder später, aber gewiss immer wird sich die Natur an allem Tun der Menschen rächen, das wider sie selbst ist. (Johann Heinrich Pestalozzi)
    • @gnost: Hallo Ludwig,
      ich freue mich, dass dir die Bilder gefallen. Ich denke, dass noch einiges an Baufortschritten kommen wird.
      @Bonden: Bei deinem Bild wird einem direkt warm ums Herz. Ich habe die Kruzenstern zwar nur aus der Ferne gesehen, aber es war auch ein überwältigender Anblick.

      Die Reparatur war einfacher als ich dachte. Es hat halt seine Zeit gedauert, bis man wieder auf dem alten Stand war.
      @Kurt: Für diesen geschichtsträchtigen Augenblich war es noch ein wenig zu früh. Ich muss die Perußen ja zumindest fertig haben.
      @HvT: Vielen Dank. Ich habe wirklich an der Passat gelernt.
      @ Hans-Juergen: es ist nicht mehr der schwierigste Teil. Die Takelei geht mir sogar recht leicht von der Hand. Der schwierigste Teil war wirklich bisher der Rumpf.

      Gruß Axel
    • Hallo zusammen,

      Die Fahrt geht weiter mit dem Mittelmast. Ich möchte aber auch zurückblicken und zeigen, was bei mir nicht so gut gelaufen ist beim Großmast. Da war zuerst einmal der Schaft des Mastes, der durch das Deck in den Rumpf verklebt wurde


      Bilder 1 und 2: Befestigung des Mastes im Rumpf

      Ich habe bisher immer den Schaft mit Kleber bestrichen. Beim Einstecken blieb sehr viel an Deck hängen, sodass gerade bei den beengten Verhältnissen das Entfernen des Klebers sehr schwierig war. Ich fülle jetzt direkt etwas Kleber in das Loch im Deck. Das ist die sauberere Lösung.
      Dann hatte ich direkt unter der Saling eine Takelöse, durch die jedoch vier Fäden durchmussten. Es war übrigens auch die Takelöse, die mir beim Großmast abgebrochen ist. Wenn der Mast einmal auf Deck steht ist an das Einziehen der vier Fäden kaum zu denken. Also müssen die Fäden (ab jetzt) vorher durchgefädelt werden.


      Bild 3: Durchfädeln von vier Fäden direkt unterhalb der Saling

      Dann hatte ich noch große Probleme die Wanten des Ätzteilsatzes am Mast zu befestigen, wenn der Mast steht.


      Bild 4: Anbringen der Wanten am Mast

      Mit Lösungen für die geschilderten Probleme beim Großmast ging es dann los. Zuerst habe ich dann noch einmal geprüft, ob alle Takelhilfsmittel am Mast befestigt sind.


      Bild 5: Alle Takelhilfsmittel sind am Mast, dann kann es losgehen

      Zuerst kamen wieder die Stagen an die Reihe. Es waren jeweils zwei Stagen an der Rückseite des Masts und an Deck zu befestigen.


      Bilder 6 und 7: Stagen am Mast und an Deck

      Dann habe ich die oberen Wanten am liegenden Mast befestigt, was nicht unbedingt leichter als am stehenden Mast war. Die untersten großen Wanten sind leichter zu befestigen und werden erst befestigt, wenn die Takelage am Mast steht.


      Bild 8: Die oberen Wanten wurden vorab befestigt

      Und auch die vier Fäden habe ich vorher durch die Takelöse gezogen.
      So konnte der Mast aufgestellt werden und ich habe bereits die beiden oberen Stagen sowie die oberste Pardune bereits befestigt.


      Bild 9: Aktueller Stand für heute

      Das ist der aktuelle Stand für heute, an dem ich am Wochenende bestimmt Zeit habe, weiterzubauen.

      Gruß Axel
    • @Sieghard: Hallo Sieghard,
      man muss sich an solche Dinge nur herantrauen und nichts überstürzen.

      Hallo zusammen,

      An diesem Wochenende habe ich die komplette Takelarbeit beim Mittelmast geschafft.


      Bild 1: Der Mittelmast ist getakelt

      Offen sind jetzt noch die unteren Wanten, deren Ätzteile ich noch einfärben muss sowie bei den Toppnants die Darstellung der Flaschenzüge und der Nagelbank.


      Bild 2: Noch nicht umgesetzte Punkte

      Ich denke, dass ich das bis zum nächsten Wochenende geschafft haben werde, sodass ich mich über Pfingsten an den Laeiszmast begeben kann.

      Gruß Axel
    • Servus Axel,

      einen Fünfmaster in diesem kleinen Maßstab so detailliert zu takeln, ist eine riesige Herausforderung. Vielen Dank, dass du uns zeigst, wie du das machst.
      Es ist einfach großartig, dir beim Bauen zuzusehen! Spitze! beifall 1
      Herzliche Grüße / Best regards,
      Andreas

      Optimismus ist die Kunst, mit dem Wind zu segeln, den andere machen.
      Alessandro Manzoni (1785 – 1873)

      Buddys Kartonuniversum
    • @Buddy: Hallo Andreas,
      vielen Dank. Da ich das Ganze schon einmal bei der Passat gemacht habe, wusste ich was auf mich zukommt.
      @petcarli: Hallo Fritz,
      wer weiss, wie lange ich das noch kann.
      @Cux-Holger: Hallo Holger,
      Vielen Dank für deine anerkennenden Worte
      @Hvt: Vielen Dank
      @Rezatmatrose: Hallo Günter,
      mir ist an diesem Schiff auch nicht alles gelungen. Besonders den Rumpf hätte ich besser hinbekommen können. Aber ich bilde mir immer noch ein, dass ich aus meinen Erfahrungen etwas lerne.

      Hallo zusammen,

      Für mich galt es erst einmal die noch offenen Schritte am Mittelmast noch abzuschließen. Dazu habe ich erst einmal für die Topnants Flaschenzug-Attrappen erstellt.


      Bild 1: Flaschenzug Attrappen für die Toppnants

      Weiter brauche ich bei den Flaschenzügen nicht ins Detail zu gehen, denn mehr erkennt das Auge eh nicht mehr. Denn seht selbst:


      Bild 2: Fertiggestellte Toppnants

      Dann fehlt noch die Nagelbank. Zum Schluss konnte ich noch die fehlenden unteren Wanten komplettieren und der Mittelmast war endlich fertig.


      Bild 3: [b]der Mittelmast ist endlich fertig

      Dann kann ich mich dem Laeiszmast widmen. Dieser Mast hat eine Besonderheit. Er nimmt die Brasstaue von Mittel- und Kreuzmast auf, da es sich hier um ein Vollschiff handelt.
      Zuerst prüfe ich wieder, ob alle Takelhilfsmittel am Mast vorhanden sind. Dann bringe ich die beiden Stagen am Mast an. Ich befestige die oberen Wanten. Das ist mir diesmal besser gelungen.
      Zum Schluss bringe ich Toppnantes und Pardunen an, die ich, wenn der Mast einmal eingebaut ist nur sehr schwer herankomme.


      Bild 4: Der fertig präparierte Laeiszmast

      Und auch wieder auf Deck muss ich wieder die unteren beiden Stagen anbinden. Irgendwie wiederholt sich alles.


      Bild 5: Die angebrachten Stagen auf Deck

      Jetzt kann ich den Mast einsetzen. Ich habe bereits die zwei oberen Stagen und eine Pardune gesetzt. Das ist jetzt der aktuelle Stand. Die ganze Knoterei mit Stagen, Toppnants und Pardunen überlasse ich dem nächsten Baubericht.


      Bild 6: Erste Takelage am Laeiszmast

      Gruß Axel
    • @Günter Plath und Cux-Holger: Vielen Dank. Ohne Geduld und das notwendige Maß an Diszuplin geht es einfach nicht. Man würde hier nicht fertig werden. So ganz nebenbei: Ich bin auch frendgegangen und habe so nebenbei die Woltman aus dem Passat-Verlag im Bau.

      Hallo zusammen,

      Nachdem ich das letzte Wochenende zu einem Kurzurlaub genutzt habe, habe ich den letzten verbleibenden Feiertag im Mai wieder ausgiebig für den Weiterbau der Preußen genutzt. Der Laeiszmast war an der Reihe. Ich konnte die für diesen Bauabschnitt vorgesehene Takelage vollständig fertigstellen.

      Anbei die Bilder des „fertiggestellten“ Laeiszmastes:






      Bilder 1 bis 5: Der fertiggestellte Laeiszmast

      So ganz fertig bin ich dann doch noch nicht.

      Es fehlen noch:
      - Die Taljen an den Toppnants
      - Die Nagelbänke am Mast
      - Die unteren Wanten

      Die unteren Wanten habe ich ganz bewusst noch nicht angebracht, damit ich besser an Toppnants und Nagelbänke herankomme. Ich hoffe, dass ich diese Arbeitsvorgänge am Wochenende abgeschlossen bekomme.

      Wenn jemand beim Lesen der Zeilen auf die Idee kommt „Das habe ich bereits irgendwann schon einmal gelesen“. Ja, sorry, aber bei fünf Masten sind dann viele Arbeitsvorgänge gleich.

      Dann freue ich mich auf den Kreuzmast, denn es ist der letzte Mast. Hier sind neben vielen gleichen Arbeitsschritten auch einige Dinge anders. Zusätzlich werde ich die abschliessenden Gaffeln mit anbringen. Dort habe ich eine Idee, die ich umsetzen werde. Das wird bestimmt ein Hingucker.

      Gruß Axel
    • Hallo Axel,
      bewundernd und beeindruckt verfolge ich Deinen Bericht. Eine PREUSSEN in 1:250 so zu takeln, das ist ganz hohe Schule. Was mich immer wieder bei Dir beeindruckt: daß Du es trotz der Unzahl von Wanten und Pardunen schaffst, sie ohne Mastbiegung oder Durchhängen der zuerst gesetzten "Strippen" hinzubekommen. Immerhin summieren sich die alle doch zu einem ordentlichen Zug auf die filigranen Masten. Wirklich ein Meisterwerk, was Du da baust!
      Beste Grüße
      Claudia
    • Hallo Claudia,

      für das Durchhängen der Pardunen habe ich zumindest ein Patentrezept.
      Im nachfolgenden Bild siehst du die Ösenstifte zur Aufnahme der Pardunen auf Deck. Bei den anderen Masten waren diese Teile auf den Nagelbänken verankert.



      Du siehst auch, dass diese Teile ein 0,3 mm Loch besitzen. Auf dem nächsten Bild siehst du diese Teile einmal ganz.



      Die Pardunen werden dort durchgeführt, ohne die Öse und die Pardune miteinander zu verkleben.
      Statt dessen führe ich um die beiden Enden der Pardune einen separaten Faden und verknote diesen zweimal. Dieses mache ich pro Pardune zweimal und die Knoten verklebe ich mit Sekundenkleber.



      Die Befestigungen am Mast sind Ätzteile, die wie eine 8 aussehen. Auch hier führe ich die Pardune nur durch und verklebe sie nicht.
      Sollte eine Pardune zu wenig Zug besitzen, schneide ich sie auf und ziehe sie heraus und ersetze sie durch eine andere Pardune, auf die ich dann mehr Zug gebe.



      Die Toppnants verklebe ich mit den Ösen direkt, weil hier wenig Platz ist. Hier ist eine zu geringe Spannung der Toppnants kein Thema, weil die Toppnants sehr nah am Mast verlaufen.

      Das mit dem Durchbiegen der Masten ist so ein Thema.
      Ich hatte den Mittelmast zuerst mit der obesten Pardune getakelt. Das Ganze war so unter Spannung, dass der Mast sich schon durchgebogen hatte. Das Ganze ließ mir dann keine Ruhe, sodass ich dann die Pardune ersetzt habe. So wie ich es gerade beschrieben habe. Dann war der Mittelmast wieder gerade.

      Beim jetzt getakelten Laeiszmast ist das Aussehen sehr grenzwertig. Ich habe mich hier gegen den Austausch der Pardune entschieden.



      Ich hoffe, dass das Ganze später durch die angesetzten Rahen noch ein wenig mehr kaschiert wird.

      Gruß Axel
    • Servus Axel,

      deine Vorgangsweise bei den Pardunen gefällt mir sehr gut!
      Ich hatte immer wieder das Problem, daß sich die Maste in die Falsche Richtung bogen.
      Mit deiner Knotentechnik bleibt man flexibel.

      Liebe Grüße

      Wiwo
      In Bau: K.u.k.Tegetthoffklasse, GPM, 1:200 1:250 und 1:400
      Und hier: Alle meine Modelle


      "Es gibt viel zu viele Lautsprecher und viel zuwenig Kopfhörer!"
      Fritz Grünbaum, 1934
    • Hallo Axel,

      echt schöne Takelarbeiten!
      Ich versuche auch immer wieder, soviele Montagepunkte, Blöcke etc wie möglich schon anzubringen, bevor ich den Mast aufstelle, aber bisher vergesse ich immer ein paar, die ich dann irgendwie in das halbgetakelte Schiff reinfriemeln muss, ohne etwas kaputt zu machen.

      Kann also nur bewundern, dass du scheint' schon alles vorher bedenkst!
      Ein ruhiges Händchen weiterhin!

      Ludwig