Lotsenschoner Elbe 4 "Groden" (1906), Michael Bauer, 1:250

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    • Hallo, zusammen!

      Jetzt wird es richtig esoterisch! freu1
      Liebe Leute, euch ist schon klar, das wir hier über zwei verdrillete Stückchen dünnen Draht reden! Fantastisch! hüpf1
      Das gibt es nur in diesem Forum, wo über solche "Kleinigkeiten" fast wissenschaftlich disputiert wird!

      Ich bin einfach hingerissen! danke 2 cool1

      Vielen Dank, euch allen, für diese hochinteressanten Beiträge! danke1
      Herzliche Grüße / Best regards,
      Andreas

      Optimismus ist die Kunst, mit dem Wind zu segeln, den andere machen.
      Alessandro Manzoni (1785 – 1873)

      Buddys Kartonuniversum
    • Servus Klaus,

      ich kann deine Ausführungen nur bestätigen.
      Ein guter Freund und exzellenter Modellbauer hat das in einer 10% Regel zusammengefasst.

      "Nimm eine 10% geringere Taustärke für die Takelage und es schaut realistisch aus."

      Liebe Grüße

      Wiwo
      In Bau: K.u.k.Tegetthoffklasse, GPM, 1:200 1:250 und 1:400
      Und hier: Alle meine Modelle


      "Es gibt viel zu viele Lautsprecher und viel zuwenig Kopfhörer!"
      Fritz Grünbaum, 1934
    • @ Servus Wolfgang,

      ich kann mir gut vorstellen, dass diese 10%-Regel zutrifft. Wie oft sieht man schön gebaute Modelle, die durch überdimensionierte (oder so wirkende) Taue und Ketten viel ihres Reizes verlieren.
      Ich bin zwar kein Purist und verwende, was mir zur Verfügung steht, aber es sticht ins Auge.

      @ Servus Holger,
      ich bemühe mich! Danke dir! prost2

      @ Servus Klaus,
      danke für diese schönen und aussagekräftigen Bilder der Elbe 5. Super! danke1 ja 2
      Wenn du auch andere Bilder hast, darfst du sie gerne hier einstellen! foto1

      Dieses Wochenende bin ich wegen einer großen Familienfeier leider nicht zum Bauen gekommen.
      Herzliche Grüße / Best regards,
      Andreas

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    • Am Wochenende hatte ich keine Zeit zu bauen, da mussten wir Mutters runden Geburtstag ausgiebig feiern! party1

      Heute hat die Groden ihr Pumpspill und die Ankerketten bekommen. Die feine Kette schön auszurichten, war etwas fizzelig, denn selbst eine dünner Draht ist widerspenstig!





      Die Kettenabdeckung 26 und der Kombüsenschonstein.27a-c.

      Herzliche Grüße / Best regards,
      Andreas

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    • Hallo zusammen,

      momentan geht es leider nur in kleinen Schritten weiter, die Kleinteile halten sehr auf und meistens habe ich nur spät abends Zeit zum Basteln.

      @ Servus Ralf,
      ich hoffe doch, dass ich es schaffe. Die Frage ist nur, wie? prost2

      @ Hallo Axel,
      ich mag die Kleinteile auch sehr, aber mein Respekt vor dem Bogen ist nicht kleiner geworden. Was Michael Bauer uns an feiner Schneidearbeit abverlangt, ist enorm. Auf den Makros sehen die Teile riesig aus, in Wirklichkeit kann ich ohne Lupe nicht arbeiten.

      @ Grüß dich, Holger, danke!

      freu 2 , dass euch meine Arbeit gefällt!! hüpf1
      Herzliche Grüße / Best regards,
      Andreas

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    • Das Deck möchte gefüllt werden.
      Es fehlen der Kombüsenschornstein 27a-c (c 2x), und die Leuwagen 28a-c. Der Schonstein besteht aus 4 winzigen Röhren, die jeweils T-förmig aneinander geklebt werden.



      Die 3 Leuwagen werden nach Schablone aus 0,3 mm Messingdraht gebogen, grundiert und mit Acrylfarbe geschwärzt.



      Die Markierungen steche ich mit einer Nadel vor und klebe die Stangen ein.

      Anschließen kommen die bereits fertigen Aufbauten an ihren vorgesehenen Platz.









      Die Versetzboote sind meine Probeboote und sind daher noch nicht angeklebt. Beim Betrachten der Bilder sehe ich, dass der Kombüsenschonstein vergessen wurde.
      Herzliche Grüße / Best regards,
      Andreas

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    • Die nächsten Bauteile sind die beiden Versetzboote. Die Duchten und das Ruden sind zu doppeln. Bei dieser Arbeit nehme ich mir gleich die Bauteile für die nächsten Schritte vor, und dopple sie ebenfalls. Unter der Schneidmatte können sie beschwert trocknen.

      Die Versetzboote. segeln1





      Die vielen Klein- und Kleinstteile werden mit dem neu besorgten Revell Contacta Professional Plastikkleber gehärtet. Dieser zieht schön ins Papier und verfärbt die Teile nicht (sie dunkeln nur ganz leicht nach) und vor allem glänzt die Oberfläche kaum. Zum Trocknen klemme ich sie in kleine Wäscheklammern.
      Wenn alles trocken ist, kann ich sie hoffentlich sauber ausschneiden.



      Das war mein riesiges Arbeitspensum für heute! arbeit1

      @ Servus Bonden, danke fürs liken!
      Herzliche Grüße / Best regards,
      Andreas

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    • Servus, zusammen!

      @ Bonden, Klaus und Holger, danke für die Likes!

      @ Roland, ich kann dir nur beipflichten!
      Manche Teile sind so fein, dass ich mir überlege, ob sie mit der Klinge überhaupt zu schneiden sind. Ohne härten geht meiner Meining nach gar nichts mehr.
      Die Gabeln der Gaffelbäume werden eine besondere Herausforderung.

      @ Holger, freundlich1

      @ Ludwig, mit Schrecken habe ich gestern festgestellt, dass ich nicht auf der Teilnehmerliste stehe. Ich habe gleich eine zweite Anmeldung abgeschickt und heute die Bestätigung bekommen. frech 2
      Jetzt hoffe ich nur noch, dass es klappt, meinen Tisch bei dir und Wolfgang zu haben.

      Herzlichen Dank, euch allen! knuddel1
      Herzliche Grüße / Best regards,
      Andreas

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    • Zurzeit fehlt mir leider die Muse, um konsequent an der Elbe weiter zu bauen. Trotzdem geht es in kleinen Schritten vorwärts. Es sind weiter Kleinteile für das Deck zu bauen, wie die Lotsenversetztboote, die Anker, die Nagelbänke und die Davits.

      Beginnen wir mit den Versetzbooten:
      Alle Teile sind ausgeschnitten und mit Revell Plastikkleber gehärtet (ausgenommen die Bordwände). Die teile werden nicht so hart und steif, wie bei Sekundenkleber, aber ich finde, dass es ein erstklassiges Verhältnis zwischen Steifigkeit und Schneidbarkeit gibt.
      Die Ruder waren etwas grenzwertig zu schneiden! frech 2



      Zuerst werden die Bordwände am Steven und am Skeg zusammengeklebt. Nach dem Trocknen werden die Wände zu Rümpfen geformt und der Boden kommt hinein.



      Auf Bild 4 ist der verlängerte Steven gut zu sehen, der während des Baues gute Dienste leistet. Er wird später an der Markierung abgeschnitten.

      Die Duchten werden als nächster Schritt eingebaut. Dabei ist daruf zu achten, dass ein kleiner Rand übersteht. Abgeschlossen wird der Rumpf mit dem Heckspiegel.
      Dann den verlängerten Steven bei der Markierung abschneiden und das Ruder ankleben. Fertig!

      unten / oben

      Dei folgenden Bilder zeigen die Boote an Deck. Angeklebt weden sie allerdings erst später, ich möchte mir den Platz zum Arbeiten an den Belegbänken und beim Takeln nicht verstellen.

      Herzliche Grüße / Best regards,
      Andreas

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    • @ Hallo Michael Bauer, danke für ja 2 ! Ich freue mich, wenn der Konstrukteur mit meinem Werk zufrieden ist.

      @ Servus Ralf, Wolfgang, Fritz und Holger,
      an der "Groden" ist viel Neuland für mich. Ein Segelschiff in diesem Maßstab habe ich noch nie gebaut und fast jeder Bauabschnitt wirft neue, bautechnische Fragen auf.
      Die beiden Versetzboote sind Boot Nummer 6 und 7. Ich bin froh, vorher Versuche vom Scann gemacht zu haben.

      Wenn so erfahrene Modellbauer wie ihr so viel Lob spenden, geht das runter wie Honig und motiviert enorm! freu1


      Es warten weitere Kleinteile. Die Davits 47a-b schneide ich jetzt aus, obwohl sie erst später montiert werden (ich halte mich da an die Reihenfolge des Baubeschreibung).
      Sie wurden gedoppelt und mit Sekundenkleber gehärtet und sind nun sehr hart und wirken glasig.





      Ich überlege, ob ich sie ein zweites Mal bauen soll. Diesmal vom Scann und gehärtet mit Plastikkleber - schaun mer mal!
      Vorläufig bleiben die filigranen Kranarme in der Bauteivorratsdose! zwinker2

      Dann gibt es noch zwei Anker 32a-c, einer davon mit Kette.
      Auch sie gedoppelt und gehärtet. Letztlich sind die beiden fertigen Anker vom Scann und mit Plastikkleber versteift, weil die Sekundkleberhärtung, die Teile viel zu spröde und hart macht. Die feinen Rundungen kann ich mit dem Skalpell nicht mehr schneiden. Die Ankerschäfte brechen einfach ab. Der Plastikkleber macht das Papier zwar steifer, aber es bleibt irdgendwie elastisch.





      Den Ankerstock habe ich aus 0,3 mm-Messingdraht hergestellt und die Kette ist das Reststück von der Ankerkette (2x 0,09 mm, verdrillt).
      Herzliche Grüße / Best regards,
      Andreas

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    • Hallo Andreas,

      Ehre, wem Ehre gebührt....
      auch hier oben, sehr gute Detailarbeiten, hervorragend gearbeitet!
      Auch die dabei erwähnten Überlegungen, für weitere evtl. Arbeitsschritte, sehr gut nachvollziehbar!
      Ein hervorragender Baubericht, der mir
      selbst viel Freude bereitet! happy 2
      Gruss
      Holger


      Ich bin von Kopf bis Fuss, nur auf Kartonmodellbau eingestellt
      und das ist meine Welt,
      sonst gar nichts..... ! freu1
    • @ Servus Holger,
      das ist ja Sinn und Zweck der Bauberichte, Baumethoden und Wege zu beschreiben. Berichte, in denen nur fertige Bauteile gezeigt werden, finde ich persönlich nicht so spannend (obwohl es da sehr schöne und gute Modelle gibt).

      Ich freue mich, dass dir das so gut gefällt! freu 2



      Fertig sind auch die Nagelbänke 38a+b, gedoppelt, versteift und gelocht. Beim Anbringen ist auf die Richtung zu achten, da die Löcher nicht gleichmäßig verteilt sind.



      Die nächsten Schritte sind die Herstellung der 24 Belegnägel aus 0,20 mm-Draht und 14 Klampen aus 0,15 mm-Draht. Diese sind nach Belegplan an Reling, Masten und Bäumen anzubringen. Hier zweifle ich etwas, ob der sehr dünne Draht fest genug hält, um auch eine kleine Belastung auszuhalten. Das muss ich eben ausprobieren.
      Weiters benötige ich 11 Mastringe aus 0,3 mm-Draht mit 2 mm Duchmesser.

      Diese "Schmiedearbeiten" werden mich vermutlich etwas länger beschäftigen.

      Da die Groden schon nach einem Bugspriet und einem Klüverbaum verlangt, soll sie diese bekommen.
      Ich habe mich nie mit aus Papier gerollten Masten anfreunden können. Deshalb habe ich die Maße der Masten, Stengen und Bäume aus dem Bogen ausgemessen, in eine Excel-Tabelle übertragen und die Durchmesser ausgerechnet.
      Dann wurden Zahnstocher und Schaschlikspieße (für die Masten) in meinen Feinschleifer eingespannt und mit Sandpapierfeilen auf die errechneten Maße heruntergeschliffen.
      Manche sind sehr dünn und ich hoffe, dass sie die Belastung aushalten, sonst müsste ich wirklich auf Papier mit Federstahlkern umsteigen.


      Das ist vorläufig der letzte Stand.
      Herzliche Grüße / Best regards,
      Andreas

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    • Servus Andreas,

      meinen höchsten Respekt vor dieser Mikroarbeit! Da muss ich ja schon am Bildschirm die Lupe rausholen.
      Das Cent-Stück ist der einwandfreie Beweis, dass dieser Maßstab nichts für mich ist. 1:50 und größer - da bin ich dabei.
      Bitte mehr.

      Da Norbert
      Das hab ich Euch schon angetan:
      Titanic - 1:200 Taschen-Verlag
      Kurenas Fischerkahn - 1:50 WAK-Verlag

      Und das müsst Ihr noch durchhalten:
      Potsdam - 1:250 cfm-Verlag
    • @ Servus Ralf, vielen Dank! freu1

      @ Griaß Di, Norbert,
      mein kleinster Maßstab war bisher 1:100. Aber seit ich den Tender von Wiwo1961 gebaut habe, fasziniert mich er der noch kleiner Maßstab sehr.
      Die "Groden" fordert schon sehr! Macht aber auch viel Spaß! zwinker1

      @ Ahoi Bonden,

      Bonden schrieb:

      Ach Quatsch! Das ist auch nur so ein Bausatz, im Maßstab 100:1.
      ... danke für den Download! happy1 happy1 happy1

      Ich freu mich über euren Besuch!
      Herzliche Grüße / Best regards,
      Andreas

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    • Wie bereits erwähnt, soll die Groden ihr Bugspriet und den Klüverbaum erhalten. Meine Masten, Stengen und Bäume sind aus Holz.
      Ebensowenig wie Papiermasten gefallen mir die gelbbraunen Masten, wie sie im Bogen vorgesehen sind.
      Ich will das ausdrücklich nicht als Kritik verstanden wissen, sondern als persönliche Vorliebe. Michael Bauer wird bei seiner Recherche sicher auch die Farbe richtig nachgeforscht haben.



      Stattdessen experimentiere ich mit verschiedenen Holzbeizen (Zirbe, Teak, Teak 50:50 verdünnt) und Farben aus meinem Guache-malkasten.

      Klüverbaum (oben) und Bugspriet

      Letztlich entscheide ich mich in künstlerischer Freiheit für Holzbeize Teak, weil das einen schönen, rotbraunen Farbton ergibt, der mir gut gefällt. Der Bugspriet wird abweichend vom Bogen weiß angemalt.



      Am Modell nehme ich das Maß ab, in welchem Anstand der Klüverbaum anzubringen ist und klebe ihn an. Dann kommen die beiden Bänder an die beiden Spieren.



      Nun kann die Groden damit ausgerüstet werden. Der Bugspriet hat als Widerlager den Pallpfosten am Pumpenspill.



      Weil nun die Spieren über den Rand meiner Glashelling hinausragen, löse ich den Rumpf und klebe ihn anschließend mit Fotokleber diagonal auf das Glas.

      Herzliche Grüße / Best regards,
      Andreas

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    • @ Mathias, Christoph, Holger, Bonden, Nils vielen Dank! daumen1 daumen1 daumen1 daumen1 daumen1

      @ Christoph,
      ich habe immer davon geträumt so einen 17.Jh-Segler in Holz zu bauen. Leider fehlt mir die Werkstatt!
      ...und dann habe ich Karton entdeckt! hüpf1

      @ Bonden, wenn sogar dich die Farbe überzeugt, dann kann ich die restlichen Spieren getrost in die Beize tunken! prost2

      @ Holger, das freut mich! Ich hoffe, ich kann dich noch mit anderen Bilden beglücken! foto1 danke 2

      @ Ralf, ich danke dir herzlich und freue mich, dass einem so begnadeten Modellbauer mein kleines Schiff gefällt! danke1

      Jetzt wird es eine kurze Pause geben. Ich muss Ringe schmieden, Klampen, Belegnägel bauen und Blöcke ausschneiden!

      Außerdem brauche ich einen neuen fahrbaren Untersatz! auto2 Newyear 2 brüll1
      ...einen aus Blech, nicht aus Papier!

      Am Freitag geht es mit der Familie ins Wellnesswochenende! urlaub1 sommer1 urlaub2
      Herzliche Grüße / Best regards,
      Andreas

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    • Hallo, Klebefreunde!

      Die Zeit fliegt und mit Schrecken habe ich festgestellt, dass seit meinem letzten Posting bereits drei Monate vergangen sind.
      Nach der GoMo hat mich eine Unlust gepackt, die ich mir selbst nicht erklären kann. Es war aber auch viel los und nicht wirklich Muse zum Basteln.
      Außerdem muss ich zugeben, hatte ich etwas Bammel vor den nächsten Schritten: es geht an die Takelage!

      Obwohl: ich war nicht ganz untätig!
      So habe ich inzwischen begonnen, die Wanten zu fertigen. Der Bogen bietet zwei Schablonen für Schoner- und Großmast. Diese wurden für die Wanten mit Serafil bespannt. Dann sollten quer dazu die Webleinen gerade darüber gespannt und verleimt werden.

      Das ist zwar in diesem Maßstab gerechtfertigt, aber ich wollte doch die Webleinen so realistisch wie möglich darstellen und habe deshalb begonnen, diese mit meinem dünnsten Fliegenbindegarn (0,03 mm, sandfarben) einzubinden. Das war für die Augen sehr anstrengend und daher mit vielen Pausen behaftet.





      Schließlich waren die Schonermastwanten fertig und ich mit dem Ergebnis recht zufrieden, obwohl eine der Wanten nicht ganz gerade ist. Ich vermute, dass die Schablone zu weich war und sich des Öfteren durchgebogen hat, was natürlich die Wanten gelockert hat. Beim Weben hat sich letztlich eine etwas verzogen.



      Ich muss erst sehen, wie sich das am Modell auswirkt. Die Schablone für den Großmast habe ich nun mit zwei Stegen versteift.
      Herzliche Grüße / Best regards,
      Andreas

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    • Hallo Buddy,

      schön das es wieder weiter geht. Mach Dir mal keine Sorgen,das mit der Unlust kommt wohl bei jedem mal vor. Ich kämpfe gerade nach dem Frust mit der Lenkung auch dagegen an.
      Deine Tagelage macht sich doch schon ganz gut.
      daumen1 daumen1

      LG Ralf
      Wenn ich mich in meinem Bürostuhl zurück lehne, klappen mir die Augen zu.. Bin ich eine Puppe? kratz1
    • Weiters waren etliche Schmiedearbeiten zu erledigen:


      11 Mastringe mit 2 mm Durchmesser aus 0,3 mm Draht (nicht verlötet),
      14 Belegklampen 1,2 mm lang aus 0,18 mm Draht,
      24 Belegnägel 1,6 mm aus 0,25 mm Draht
      14 Spannschlösser aus 0,11 mm Draht verdrillt mit kleiner Öse
      dann
      78 Blöcke in 3 verschiedenen Größen und zuletzt die
      Ruderpinne.
      Außerdem ist es nun Zeit, das Oberschanzkleid anzubringen.

      Aber der Reihe nach:
      Die ersten Teile waren die Mastringe, die ich einfach um eine passende Stricknadel gewickelt und mit dem Seitenschneider heruntergeschnitten habe.



      Dann kamen die Spannschlösser für die Wanten dran. Der feine Draht wurde um eine Stecknadel gebogen und mit der Flachzange gedrillt. Zurzeit sind sie noch zu lang. Ich passe sie erst erst an wenn ich die Nagelbänke einbaue.

      Bisher gab es keine Probleme. Wie aber längt man 1,2 mm Draht ab?
      Dazu habe ich eine einfache Lehre gebaut: Ein Streifen Papier auf dem ich einen dünnen Bleistiftstrich zog. Parallel dazu kam im passenden Abstand ein weiterer Streifen, der mir als Anschlag diente. Den weichen Draht habe ich mit dem Skalpell durchtrennt. Die winzigen Drahtstücke mussen nun noch mittig abgewinkelt werden, um die Belegklampen darzustellen.





      Die Belegnägel baue ich aus 0,25 mm Draht, den ich der besseren Handhabung wegen noch länger zuschneide. In eine Klemme klebe ich zwei Streifen Finnpappe. In den Spalt dazwischen stecke ich die 24 Drahtstifte. Dabi achte ich darauf, dass sie gleich weit herausragen. In einem eckigen Plastiktiegel, den ich etwas schräg stelle, gebe ich etwas Weißleim und einige Tropfen Wasser. Das Gemisch sammelt sich in einer Ecke und so kann ich meine Belegnägel schön in den Leim tauchen und die Nagelköpfe nachbilden. Dieser Vorgang wird mehrmals wiederholt. Zwischendurch hänge ich die Klemme zwischen zwei Eisenklötze und lasse den Leim anziehen. Durch den vedünnten Leim ergibt sich ein schöner, gleichmäßiger, länglicher Nagelkopf.

      1x tauchen

      Fertig

      Hier meine gesammelten Kleinteile (ohne Belegklemmen):



      Unten sind die Blöcke zu sehen, die ich aus dem beigefügten Karton ausgestanzt habe.
      Herzliche Grüße / Best regards,
      Andreas

      Optimismus ist die Kunst, mit dem Wind zu segeln, den andere machen.
      Alessandro Manzoni (1785 – 1873)

      Buddys Kartonuniversum
    • @ Servus Ralf,

      danke für deinen Zuspruch! prost2

      Es war viel los in letzter Zeit und zum Bauen brauche ich Muse und Ruhe, sonst wird das nichts! Aber es kribbelt schon wieder in den Fingern! sauber1

      Ich habe den schweren Verdacht, dass die Wanten die leichtere Übung waren. tanz 2
      Herzliche Grüße / Best regards,
      Andreas

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    • Servus Andreas,

      der Kleinkram kostet Zeit!
      Aber wenn man alles beisammen hat, dann lässt es sich schön weiterbauen!
      So Durchhänger sind absolut legitim. Manchmal braucht man auch etwas Abstand.
      Danach macht das Basteln auch wieder mehr Freude.

      Liebe Grüße

      Wiwo
      In Bau: K.u.k.Tegetthoffklasse, GPM, 1:200 1:250 und 1:400
      Und hier: Alle meine Modelle


      "Es gibt viel zu viele Lautsprecher und viel zuwenig Kopfhörer!"
      Fritz Grünbaum, 1934