Lotsenschoner Elbe 4 "Groden" (1906), Michael Bauer, 1:250

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    • @Servus Wolfgang,

      die Glasplattenmethode hat recht gut funktioniert, aber ich muss an meiner Technik etwas feilen.
      Danke für den Tipp!

      Übrigens: der österreichische Scheiterhaufen hat auch den Vorteil, dass es länger dauert!
      Herzliche Grüße / Best regards,
      Andreas

      Optimismus ist die Kunst, mit dem Wind zu segeln, den andere machen.
      Alessandro Manzoni (1785 – 1873)

      Buddys Kartonuniversum
    • Kinder, wie die Zeit vergeht! oh1
      Schon wieder sind fast vier Monate ins Land gezogen, ohne dass an der Groden viel weiter gegangen wäre. Die Werftarbeiter haben ob der hohen Temperaturen gestreikt! frech 2

      Ganz untätig war ich allerdings nicht!
      An der Takelage habe ich einiges erneuert und probiert. Die Bilder dazu werden in Kürze folgen.

      Weil mich winzige Kartonmodelle reizen, habe ich versucht, den Lotsenschoner sehr klein zu bauen, in der falschen Annahme, dass es weniger Arbeit wäre. frech 5

      Das Ergebnis kann ich heute präsentieren:





      rollen1
      Herzliche Grüße / Best regards,
      Andreas

      Optimismus ist die Kunst, mit dem Wind zu segeln, den andere machen.
      Alessandro Manzoni (1785 – 1873)

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    • Servus Andreas,

      was1
      Einfach superb wie du das 1 Cent-Stück im Maßstab 10:1 hinbekommen hast!
      Die Darstellung der Prägung ist exzellent und du hast den Kupferfarbton perfekt getroffen! beifall 1

      Das musste sein! lach 2

      Der ultra-winzig-Schoner ist ein Hammer! daumen1

      Liebe Grüße

      Wiwo
      In Bau: K.u.k.Tegetthoffklasse, GPM, 1:200 1:250 und 1:400
      Und hier: Alle meine Modelle


      "Es gibt viel zu viele Lautsprecher und viel zuwenig Kopfhörer!"
      Fritz Grünbaum, 1934
    • "...wo waren wir stehengeblieben?"
      Ach ja, es war einmal ein heißer Sommer und seitdem ist viel Zeit vergangen!

      Nach dem kleinen Scherz mit dem Eurocent, solle es hier nun wieder ersthaft weitergehen. Es juckt mich wieder in den Fingern.
      Eigentlich wollte ich im Jänner schon mit dem Baubericht fortfahren und die "Groden" bis zur GoMo 2019 in Wien letztes Wochenende fertigstellen.
      Meine Wallfahrtskirche "Chapelle Notre Dame du Haut de Ronchamp" hat mir einen Strich durch die Rechnung gemacht.

      Der letzte hier gezeigte Bauteil war der Schonermast mit montierten Piekfall.



      Mir haben die starken Rundungen des Piekfalls nicht gefallen, weshalb ich das ganz noch einmal gebaut habe. Diesmal mit einzelnen Strängen des Fliegenbindegarns.



      Die Schonersegelschot möchte ich als Zweifach-Schot darstellen. Das versuche ich mit der Schablone umzusetzen.



      Auch die geknüpften Webleinen wurden verworfen. Die Wanten haben sich unrettbar verzogen. In diesem kleinen Maßstab wirken die mit der Schblobe geklebten Wanten samt Webleinen wahrscheinlich besser.



      Herzliche Grüße / Best regards,
      Andreas

      Optimismus ist die Kunst, mit dem Wind zu segeln, den andere machen.
      Alessandro Manzoni (1785 – 1873)

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    • Michael, Holger, Helmut, Klaus und Ingo, danke für die Likes! hüpf1

      @ Servus Wolfgang, zu meckern gibt es sowieso nix! cool2

      @ Servus Holger, ich freue mich nach der viel zu langen Pause auch wieder auf den schönen Schoner, muss mich aber wieder an den MAßstab gewöhnen.

      @ Servus Ingo, in dieser Größe ist es wohl die beste Methode. Wenn es soweit ist, zeige ich einen vergleich zwischen geknüpften und geklebten Wanten in 1:250.

      Im Herbst habe ich bereits begonnen, die Stagreiter von Außen- und Innenklüver und Focksegel zu knüpfen. Das war eine langwierige Arbeit, weil das relatibe steife Fligenbindegarn sofort mit Sekundenkleber fixiert werden musste. Das hieß also bei jedem einzelnen Stagreiter: Garn festhalten, Sekundenklebertube mit einer Hand aufschrauben, mit einem Zahnstocher ein kleinesTtröpfchen Sekundenkleber entnehmen, dann vorsichtig und ausschließlich am Stagreiter anbringen (bei den ersten beiden Stagreitern war ich leider zu unvorsichtig, da muss ich etwas retuschieren) und Tube wieder verschließen.

      Hier, der Außenklüver:







      Währen der Arbeit am Inneklüver:





      Soweit waren die Arbeiten an den Stagsegeln gediehen.


      Ab jetzt setze ich den Baubericht in "Echtzeit" fort.

      Heute habe ich die abstehenden Enden der Stagreite mit der Rasierklinge angeschnitten. Wegen der besseren Handhabung, wurde die Klinge in eine Klemme eingespannt.





      Trotzdem musste jeder einzelne Faden mit der Pinzette erfasst und abgeschnitten werden. Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden.

      Auf den letzten Bilden sind der Außenklüver und das Stagsegelset mit Außen- und Innenklüver und Fock zusehen.


      Herzliche Grüße / Best regards,
      Andreas

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      Alessandro Manzoni (1785 – 1873)

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    • @ Klaus und Dieter, ich feue mich, dass euch die Segel gefallen und über die Däumchen! freu1

      Am Großsegel sind die Mastringe anzubrigen, die ich bereits vor langer Zeit gebaut habe. Das Schonersegel habe ich mir zur Ansicht und zum Vergleich in eine halbierte Papierkugel



      Das Großsegel mit eingedrehten Mastringen - Segelpiercing, sozusagen!
      Großbaum und Großgaffel werden mit ihren Klauen bestückt.



      Saling und Eselshaupt.

      Herzliche Grüße / Best regards,
      Andreas

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    • @ Wolfgang, Michael, Helmut, Norbert, Klaus, Thomas, Hagen und Bonden, ich freue mich über daumen1 ! Das motiviert!

      @ Servus Hagen, mir taugt das Strippenziehen jetzt wieder und die "Groden" macht richtig Spaß!

      @ Servus Bonden,

      Bonden wrote:

      Akkurat und sauber gearbeitet, so wir es von dir gewohnt sind. Klasse!
      Gibt´s gar nichts zu bemerken? happy1 verlegen2 verlegen2 verlegen2

      Ich freue mich, das ihr meinem Baubericht folgt! freu1

      Als nächstes wird der Großmast gebaut.
      Dort wo die Großbaumklau ansetzt und unter und zwischen Saling und Eselshaupt sind Beschlagringe anzubringen. Hier muss ich sehr auf die Reihenfolge des Zusammenbaus achten.
      Zuerst den Ring unter der Saling, dann die Saling, dann die drei Ringe zwischen und schließlich das Eselshaupt samt eingeschogener Großstenge. Diese wird von unten ins Eselshaut geschoben, weils sie von oben nicht durchpasst!
      Zuletzt noch Beschlagringe um Großmasttop, und an der Großstenge unter der Saling und über dem Eselshaupt und jener bei der Großbaumklau. Den hätte ich später anbringen sollen, weil ja das Großsegel mit seinen Ringen noch in den Mast eingefädelt werden muss. Mit dem Ring wir das ganz, ganz knapp!



      Die Quersaling wollte ich wie den Mast und die Stenge aus einem Zahnstocher zurechtschleifen. Die Schleifarbeit hat sehr gut geklappt, nur war das Stückchen Holz leider so weich wie Gummi und daher nicht verwendbar. Also musste ein Stück 0,5 mm Federstahdraht herhalten.
      Ich habe im Bogen die Vorlage für die Quersaling nicht gefunden, weil er schon sehr zerschnitten war und musste mir die Lände deshalb aus dem Plan ausrechnen (der Teil 43c findet sich auf Blatt 1 unten, mittig!).
      Die Quersaling wird zwischen Masttop und Stenge unmittelbar über der Saling eingeschoben und verklebt.

      Oben Zahnstocher, mittig die hölzerne, weiche Saling und unten aus Federstahldraht

      Nach dem fummelig Einfädeln des Großsegels sieht das Ganze jetzt so aus:





      Die nächsten Tage wird auf der Werft blau gemacht!
      Eva bekommt ein neues Zimmer, dass heißt räumen, Wände spachteln, ausmalen und die neuen Möbel aufstellen! Es wird nicht fad! arbeit1
      Herzliche Grüße / Best regards,
      Andreas

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      Alessandro Manzoni (1785 – 1873)

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    • @ Bonden, Ludwig, Jörg und Ingo von euren zahlreichen ja 2 bin ich sehr angetan! Das freut mich sehr!

      @ Mein lieber Bonden,
      Antwort a): das glaubst du doch selber nicht! frech 3 happy1
      Antwort b): das wird noch schlimmer! prost2

      servus_1 und liebe Grüße, Buddy zwinker1
      Herzliche Grüße / Best regards,
      Andreas

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      Alessandro Manzoni (1785 – 1873)

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    • Hallo Andreas,

      das ist feinster Takelagenbau! Deine Groden ist ein tolles Beispiel, was man auch aus einem kleinen "einfach" getakelten Segelboot im kleinen Maßstab herausholen kann und dass Details nicht notwendigerweise wegen des Maßstabs weggelassen werden müssen (wie es ja leider auch so oft im Mondfeld zu lesen ist motz1 )

      Mach weiter so, das wird ein besonderes Schiffchen!
      Grüße
      Ludwig
    • moin1 Andreas,

      das wird ein super Lotsenschoner! daumen1
      Bekommt er am Ende eigentlich noch ein schönes, aufgewühltes Kunstwasser in dem er gegen Wind und Wellen ankämpfen kann? Am Besten noch mit dem Dampfer SCHWAN, beigedreht mit ausgebrachtem Fallreep zur Lotsenübernahme... Das wäre doch die Krönung Deiner Modellbauarbeit prost2

      Viele Grüße,

      Klaus
      »Man lernt das Matrosenleben nicht durch Übungen in einer Pfütze« (Franz Kafka)

      arbeitskreis-historischer-schiffbau.de/

      Klaus baut kleine Schiffe:
    • @ Servus Axel,
      wer die "Preußen" in 1:250 so schön baut wie du, braucht die "Groden" nicht zu scheuen. Ich wiederhole mich gerne, wenn ich schreibe: ein toller Bogen!
      Es ist mir ein besondere Freude, dass gerade bei so einem erfahrenen Segelschiffbauer, mein Schoner so viel Anklang findet!

      @ Servus Ludwig,
      einen Bogen von Michael Bauer zu supern zu versuchen, grenzt an Verwegenheit! happy 2
      98 % von dem, was zu sehen ist, stammt aus dem Bogen, eigentlich habe ich nur dieSegel ganz leicht verfeinert (Liektau). Hier gebührt also Michael die Ehre.
      Was die Details betrifft, muss man nicht alles weglassen. Aber auch Detaillierung hat in diesem Maßstab seine Grenzen. Geknüpfte Webleinen sehen zum Beispiel schrecklich aus.
      Der Mastbau ist vergleichsweise einfach. Schwierig werden die Taljen. Meine ersten Versuche sind zwar ganz passabel, aber restlos zufrieden bin ich noch nicht.
      Das die "Groden" ein besonderes Schiffchen wird, kann ich nur unterschreiben! zwinker1
      Wenn nach deiner fachkundigen Meinung meine bieherige Arbeit gelungen ist, freut mich das sehr! hüpf1

      @ Servus Klaus,
      ich kiebitze manchmal in deinem Baubericht zur "Elbe Nr.5", den ich aus aus dem alten Forum heruntergeladen habe. Daher freut es mich besonders, dass dir mein Baubericht so gut gefällt! danke1
      Was ein Diorama betrifft, habe ich schon vor die "Groden" im Wasser darzustellen.
      Aber die "Groden" ist so schön. die verträgt keinen Schwan neben sich! dafür1

      Es ist für mich sehr motivierend, dass ihr hier so zahlreich eure Kommentare abgebt! danke1

      Wie bereits geschrieben, ist über das Wochenend Ruhe auf der Werft. Die Wertarbeiter werden als Maler und Anstreicher
      missbraucht! arbeit1 lach 2
      Herzliche Grüße / Best regards,
      Andreas

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      Alessandro Manzoni (1785 – 1873)

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    • servus_1 , zusammen!

      Buddy wrote:

      Wie bereits geschrieben, ist über das Wochenend Ruhe auf der Werft. Die Wertarbeiter werden als Maler und Anstreicher
      missbraucht!
      Seit meinem letzten Beitrag ist ein läääängers Wochenende vergangen! oh1
      In meinem letzten Baubericht habe ich aber versprochen, zuerst meine Baustellen zu bereinigen, ehe ein neuer Bogen angeschnitten wird. Zu diesem Zweck habe ich den BB der "Groden" vom vorletzten Platz in der Liste der "Bauberichte Segelschiffe" hervorgeholt.
      Im Herbst 2019 wurde kurz in der Werft gearbeitet, was aber nur ein Aufflackern von Arbeitseifer war.
      Nun kam die sattsam bekannte Viruskrise zu Hilfe und so kann ich nun vermelden:

      Dieser Bauberiicht wird nicht wieder abgebrochen, den die "Groden" steht bereits fertig auf meinem Basteltisch.

      Trotzdem möchte ich nicht vorgreifen und dort fortsetzten, wo im März 2019 abgebrochen wurde.
      Am Großsegel waren die Großgaffel und der Großbaum anzubringen. Um die Beschläge ordentlich anbringen zu können, habe ich die Spieren in einen vorgebohrten Korken fixiert.



      Anschließend wurde das Großsegel mit Marlschlag an der Gaffel angeschlagen. Wie ich heute weiß, ist das verwendete Garn zu dick, aber es fällt am Model nicht auf und stört mich deshalb nicht. Außerdem wurde beim Schonersegel dieselbe Methode und dasselbe Garn verwendet.



      Hier nun der komplette Segelsatz. Im Spannrahmen sind schon die Schoten in Vorbereitung.



      Der Großbaum musste ebenfalls angeschlagen werden, allerdings nur am Hals und am Schothorn (beiehungsweise Großsegelausholer). Zwei Riesenradiergummis dienen als "Schraubstock".



      So, zeitlich sind wir bereits im Herbst, wo ich mich mit dem laufenden Gut beschäftigt habe, und das mir viel Kopfzerbrechen bereitet hat. Denn, gute Einfälle zu haben, ist das eine, es im Maßstab 1.250 umzusetzen, das andere.
      denk1
      Herzliche Grüße / Best regards,
      Andreas

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    • @ Wolfgang, Markus und Bonden, danke für die Likes! hüpf1
      @ Servus Bonden, ich bemühe mich, die Takelung so anschaulich wie möglich zu schildern.

      Schön, Euch an Bord zu haben! freu1

      Vom Takeln habe ich die Vorstellung von Knoten, knüpfen, kleeden, Taljen, Blöcken, Zug und Gegenzug. Im Maßstab 1:250 gibt es da alles nicht, sondern nur den Anschein.
      Es hat lange gedauert, bis ich meine Vorstellung aus dem Kopf bekam und mich mit "tun, als ob"-Methode anzufreunden. Letztlich musste ich aber einsehen, dass es die einzig zielführende Vorgangsweise ist. Der Weg dahin war lange!

      Alles, was im nächsten Abschnitt gezeigt wird, wurde mehrmals gebaut und wieder eingestampft.

      Piek- und Klaufall der Großsegelgaffel wurden mit derselben Methode wie an der Schonersegelgaffel gebaut. Mast und Gaffel habe ich schematisch auf Papier gezeichnet, die Position der Blöcke übertragen und auf einer darübergelegten Glasplatte die Blockscheiben angeklebt.

      links Piekfall, rechts Klaufall



      Im letzen Bild ist das Klaufall zu sehen.
      Herzliche Grüße / Best regards,
      Andreas

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    • @ Wolfgang und Dieter, ich freue mich über jeden daumen1 hüpf1

      Das Piekfall ist montiert!

      Es ist nicht die letzte Variante, da mir die durchhängenden Taljen nicht gefallen. Es gibt leider keine Fotos vom Bau des Nachfolger-Piekfalls.

      Das Gaffeltopsegel wird vorbereitet. Mittels Drahtspirale werden die Ringe für das stehende Gaffeltop erzeugt, eingehängt und probeweise an der Großstenge montiert.





      Dann kam Mespelbrunn 2019 und die Wende bei den Takelarbeiten!
      Es ergab sich die wunderbare Gelegenheit, mit dem Konstrukteur Michael Bauer ein sehr langes und ausführliches Gespräch über seine Modelle und natürlich über die "Groden" zu führen.

      Erkenntnis Nummer 1:" Lies die Bauanleitung genau!", es ist alles enthalten, was man zum Bau wissen muss!

      Erkenntnis Nummer 2: Die Elbe Nr.4 "Groden" hat kein stehendes Gaffeltopsegel, sondern ein fliegendes. Ich habe mich von Bildern und Videos der Elbe Nr. 5 aus Hamburg verleiten lassen, aber Michael hat mich aufgeklärt, das die beiden Schoner grundverschieden konstruiert sind.

      Erkenntnis Nummer 3: Michael gab mir die entscheidenden Hinweise, wie ein Schiff in 1:250 in dieser Detaillierung zu takeln sei:
      Da sich das relativ steife, glatte und von der Spule leicht gekrümmte Fliegenbindegarn sehr widerspenstig zeigt, muss es versteift werden. Und zwar mit Schnellschleif-Grundierung.
      Diese hat den Vorteil, dass sie fast unsichtbar einzieht, schnell trocknet und den Faden ausreichen versteift. Weißleim trägt meiner Erfahrung nach zu dick auf.
      Ich habe mir also von meinen drei verschiedenen Takelgarnen jeweils einen Meter abgeschnitten, durch ein mit Schleifgrund getränktes Tuch gezogen (Schutzhandschuhe anziehen!) und mit einer Klammer beschwert zum trocknen aufgehängt.
      Dann passende Stücke abschneiden, mit Weißleim zuerst untern und dann oben ankleben.

      Auf diese Weise habe ich die "Groden" ab jetzt fertiggetakelt.

      Die Ringe aus dem Gaffeltop wurden also wieder abmotiert. Ich habe das gelochte Segel weiterverwendet, weil die Struktur und der Druck sehr schön ist und die kleinen Löcher kaum auffallen.

      Herzliche Grüße / Best regards,
      Andreas

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    • Servus Andreas,

      so ein in die Tiefe gehendes Gespräch mit Michael Bauer bringt einiges.
      Mir haben seine Tips aus seiner Rhino-Erfahrungsschatztruhe enorm viel geholfen.

      Und dein Schoner wird immer schöner! beifall 1

      Liebe Grüße

      Wiwo
      In Bau: K.u.k.Tegetthoffklasse, GPM, 1:200 1:250 und 1:400
      Und hier: Alle meine Modelle


      "Es gibt viel zu viele Lautsprecher und viel zuwenig Kopfhörer!"
      Fritz Grünbaum, 1934
    • Ehe der Großmast an Bord genommen wird, sind die Vorsegel anzubringen.

      Ich beginne mit der Fock die bereits am Fockstag angebracht ist. Dieses wir am Bugspriet und am Fockmast angeklebt. Wie am Foto zu sehen ist, noch ohne ausreichende Spannung.
      Die einzügige Fockschot wird an Schothorn und vorderem Leuwagen angebracht.



      An den Segelkopf (obere Spitze) kommt die Talje für das Fockfall und der Fockniederholer, der über dem Block am Segelhals (vordere Spitze) an Bord zur Belegklampe geleitet wird.



      Der Innenklüver wird vorbereitet und bekommt Fall, Niederholer und die Stander der Innenklüverschoten. Die Stander der beiden Schoten (vom Schothorn bis zum Block) sollten eigentlich dunkel sein, weil sie zum stehenden Gut gehören. Das habe ich übersehen. Vielleicht färbe ich sie noch dunkel nach, aber ich fürchte, dann kleckere ich die Segel an.



      Herzliche Grüße / Best regards,
      Andreas

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    • Servus Andreas,

      der Bildertroll hat wieder mal zugeschlagen.
      Leider sieht man nur die Dateinamen und wenn man die anklickt nuschelt die Forensoftware etwas von ungültigem Link und so.

      Bitte lösch die Bilder in deinem letzten Beitrag, lade sie neu hoch und füge sie neu ein.

      Liebe Grüße

      Wiwo

      Nachtrag: jetzt sieht man plötzlich die letzten zwei Bilder! kratz1
      Igor, es lebt!!

      Liebe Grüße
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      Fritz Grünbaum, 1934
    • Danke, Wolfgang, für den Hinweis!

      Ich habe immer alle Bilder gesehen. Die letzten beiden wurden nach einer längeren Pause eingefügt, in der ich nach Informationen gesucht habe.
      Vielleicht war der Beitrag zu lange im Bearbeitungsmodus!
      Hoffentlich klappt es jetzt mit den Bildern!

      Danke für deine daumen1 und die aufmunternden Worte!
      Herzliche Grüße / Best regards,
      Andreas

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    • Hallo Andreas,

      es freut mich, dass wir die Fertigstellung des Schoners (noch) mitverfolgen dürfen, und Du nicht nur Bilder vom fertigen Schiff zeigst.
      Ich bewundere immmer die schönen Takelungen an den Segelschiffen, ob groß oder klein - auch von Dir hier wieder wunderbar ausgeführt.
      klasse1

      Viele Grüße
      Christoph
      "Time flies like an arrow. Fruit flies like a banana."

      Meine gebauten Kartonmodelle ausguck2
    • @ Bonden, Norbert, Jörg und Christoph, danke für die erhobenen Daumen! Das motiviert! freu1

      @ Servus Wolfgang,

      wiwo1961 wrote:

      so ein in die Tiefe gehendes Gespräch mit Michael Bauer bringt einiges.
      Mir haben seine Tips aus seiner Rhino-Erfahrungsschatztruhe enorm viel geholfen.
      das kann ich nur bestätigen! Wir sind fast eine Stunde zusammengestanden und jede Minute war eine sprudelnde Quelle an Informationen, zu senen Reisen, wie er seine Modelle entdeckte und vielen Besonderheiten dazu. Hochinteressant! danke1

      @ Servus Christoph,
      ich schreibe den Baubericht sehr gerne fertig. Erstens für mich selber zur Erinnerung und zweitens sollen nicht zu viele unfertige oder halbe Bauberichte im Forum stehen. Es ist immer schade, wenn man nachliest und mittendrin pötzlich abgebrochen wird oder das fertige Modell zu sehen ist.
      Die Takelage der "Groden" ist besonders schön detailliert, was bei kleinen Schiffen in diesem Maßstab eher selten ist. Es sind alle wichtigen Taue zur Segelführung vorhanden und in einem genauen Belegplan sind alle Festmacherpunkte beschrieben. klasse1
      Herzliche Grüße / Best regards,
      Andreas

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    • @ Hagen und Klaus, auch euch meine herzlichen Danke fürs Daumenheben! prost2

      @ Servus Ludwig,
      selbst die ganz feinen 0,06-Fäden werden schön gerade und behalten ihre Eigenschaften. Zum Trocknen aufhängen und mit einer Klammer als Zuggewicht beschweren. Dadurch drehen sie sich aus und kringeln nicht mehr.
      Wegen der Grundierung kleben sie auch besser, weil das Bindegarn ja gewachst ist.

      Ich freue mich, dass dir mein Schoner gefällt! hüpf1


      Es geht weiter mit dem größeren Außenklüver, der in Bau und Funktion identisch mit dem Innenklüver ist.





      Das letzte Bild zeigt schon den nächsten Bauabschnitt mit dem Großmast an Bord. die vielen Fallen und Leinen habe ich mit einer kleinen Wäscheklammer zusammengefasst, damit sie nicht so wahllos herumfliegen.

      Wie bereits weiter oben beschrieben, sind die Vorstage mit den Vorsegeln noch etwas schlapp und hängen durch. Die Segel wurde bereits vor längerer zeit gebaut und die Stage, bzw. Klüverleitern, nicht versteift.

      Fock- und Großmast wurden mittels Großstag verbunden. Beim Herumhantieren war mir aufgefallen, wenn man den Großbaum leicht hinunterdrückt, kam Spannung ins ganze Rigg! Genauso, wie ich es mir vorstellte.
      Aber wie zieht man den Großbaum hinunter? kratz1
      Da kam mir die Idee, an einer Markierung für die Backbord-Großschot ein Loch zu stechen und einen Faden von der Großschothalterung am Großbaum durch dieses Loch zu führen und von unten Zug darauf zu bringen.
      Dazu musste allerdings die Grundplatte aufgeschnitten werden, um an den Faden zu gelangen.



      Jetzt wurde das Rigg, beginnend am Klüverbaum, über die Vorstage, das Großstag, das Großsegel bis zum Großbaum auf Spannung gebracht und der Doppelfaden auf der Grundplatte festgeklebt. Passt! hüpf1


      Die an denselben Klebepunkten angebrachte Backbord-Großschot verdeckt den Spannfaden komplett. Das fällt sicher keinem auf, der es nicht weiß!
      Also, an alle Leser diese Bauberichts - ihr seid ab sofort Geheimnisträger und zur Verschwiegenheit verpflichtet!



      Die beiden letzten Bilder zeigen die gespannten Vorstage und das vom Fockmasttop waagerecht zum Großmast führende Großstag.
      Herzliche Grüße / Best regards,
      Andreas

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    • @ Ludwig, Bonden, Klaus und Bernhard ich freue mich über eure Likes! hüpf1

      @ Servus Michael,
      ich verwende, auf deinen Rat hin, die Schnellschleifgrundierung derselben Firma in der 250 ml-Dose. Das Zeug erfüllt zwar seinen Zweck ist aber mit der nötigen Vorsicht zu handhaben. Also Schutzhandschuhe und -brille tragen!

      Hoffentlich bist du nicht schockiert über meine Umbauarbeiten! Hätte ich von Beginn an mit den versteiften Garnen gearbeitet, wäre vieles leichter gegangen.
      Trotzdem habe ich viele Erfahrungen sammeln können. Es ist schließlich mein erstes Segelschiff.
      Jetzt, wo der Schoner vor mir steht, habe ich große Freude daran!
      Herzliche Grüße / Best regards,
      Andreas

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      Buddys Kartonuniversum
    • Pfiffige Lösung um den Eindruck von Segeln am Wind rüber zu bringen!
      Meiner Meinung nach ist ein Modell mit straffer Takelage und dynamisch geblähten Segeln, selbst wenn das zu Abstrichen an der Vorbildgetreue führt, attraktiver als ein nach allen Regeln der Kunst getakeltes Modell das bewegungslos erscheint und, wo die nicht belasteten Leinen aufgrund ihres geringen Eigengewichts nicht durchhängen sondern sich seltsam durch den Raum schlängeln.
      Falls dir Vorbildgetreue wichtig ist; eigentlich sollte der untere Schotblock am Leuwagen angeschlagen sein, (nicht an Deck). Der Leuwagen ist der Metallbügel, der quer über das Achterdeck geht. Beim Wenden oder Halsen, also wenn das Boot mit dem Bug oder dem Heck durch den Wind geht und der Großbaum auf die andere Seite will, rutscht der Schotblock entlang des Leuwagens mit. Damit das möglich wird, muss der Leuwagen über die Ruderpinne gehen (nicht unten drunter durch), sonst krachts nämlich gewaltig. Diese Information kommt wahrscheinlich zu spät. Ich würde nicht versuchen die Situation noch zu berichtigen - zu viel Risiko! Und der kleine Fehler wird sowieso von den Wenigsten bemerkt. Wie gesagt der gute Eindruck wäre mir wichtiger als absolute Vorbildtreue.
      Vielen Dank, daß du dir so viel Mühe mit dem schönen Baubericht machst.
      Gruß
      Bernhard
      Die Zukunft ist auch nicht mehr das, was sie früher einmal mal war. (Yogi Berra)
    • Servus Bernhard,

      auch mir gefallen bewegte Schiffe besser als starre Modelle. Das mit den "sich seltsam durch den Raum schlängelden" Leinen ist in 1:250 oft den Materialeigenschaften geschuldet.
      Masten sind bis auf 0,6 mm heruntergeschliffen und daher sehr biegsam. Im Gegensatz dazu wirkt das versteifte Bindegarn (0,06 mm) wie ein Stahltau. So stößt man schnell an die Grenzen realistischer Darstellung.

      Was die Führung der Schoten betrifft, muss ich dir widersprechen.
      Das Großgaffelsegel wird mit zwei Schoten gefahren, die jeweils steuerbords und backbords mittels Fußblöcken an Deck fixiert sind. Der Leuwagen ist meines Erachtens zur Führung der großen und schweren Ruderpinne gedacht. Die Lotsenschoner waren bekannt für ihre schwere Bedienbarkeit.
      Die Schonersegelschot wird aber über den Leuwagen gefahren.
      Auch auf der Elbe Nr.5 wird die Bedienung der Pinne mittels Taljen verstärkt, allerdings ohne Leuwagen.

      Ich habe ein Video verlinkt, auf dem das schön zu sehen ist: Lotsenschoner Elbe Nr. 5

      Schön, dass du meinem Baubericht so interessiert folgst und danke für deine Likes!
      Herzliche Grüße / Best regards,
      Andreas

      Optimismus ist die Kunst, mit dem Wind zu segeln, den andere machen.
      Alessandro Manzoni (1785 – 1873)

      Buddys Kartonuniversum
    • Auf dem nächsten Bild ist zu sehen, wie Außen- und Innenklüverfall angebracht werden. Die beiden Garne sind am Bild nur unten angeklebt und lehnen sozusagen am Fockmast. Später werden sie aabgelängt und an den entsprechend Blöcken verklebt.



      Die Schonerdirk wird vorbereitet und über den Großmast (!) geführt. Hier noch ohne Dirkfall, das an der achternen Nagelbank steuerbords belegt wird.



      Nun kommen die Dirken des Großgaffelbaumes an die Reihe. diese laufen vom Gaffelbaumnock zum Eselshaupt und werden dort über Blöcke zu den Nagelbänken umgeleitet. Die Dirken sind hell, wie in der Bauanleitung extra betont wird.



      Je zwei Schoner- und Großgaffelgeeren werden vorbereitet. Der Stander ist als stehendes Gut dunkel. Ich weiche etwas von meiner Methode, die Blöcke auf die Glasscheibe zu kleben, ab. Stattdessen tauche ich ein Ende des Garns in den Weißleim und nehme damit eine Blockscheine auf. Das lasse ich dann trocknen und fixiere das Garn kapp beim Block mit Maskierband.
      Mit den beiden Garnen für die Talje verfahre ich ebenso. Also in den Weißleim tauchen und an die fixierte Blockscheibe ankleben. Anschließend dopple ich mit einer weiteren Blockscheibe auf.

      Die Taljen für die Dirkfallen sind auf die gleiche Weise gebaut worden.



      Die Montage war einigermaßen fummelig. Fotos liefere ich in Kürze nach.



      Auf den letzten beiden Bildern sind die Geeren noch nicht angebracht.
      Herzliche Grüße / Best regards,
      Andreas

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      Alessandro Manzoni (1785 – 1873)

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