Der Limburger Dom - die etwas andere Variante

    • Hallo zusammen,

      ich muss zugeben: die Liste meiner abonnierten Themen ist in den letzten Tagen wahnsinnig angewachsen und vor lauter lesen, studieren und bewundern habe ich meinen eigenen Bau etwas vernachlässigt. Es wird Zeit, dass ich meinen Bauarbeitern mal wieder Beine mache, damit es weiter geht. Ich hoffe, dass am Feiertag morgen ohne Überstundenzuschläge weitergebaut wird, damit es hier endlich Fortschritte zu sehen gibt.

      Gruß
      hj
      "Fear sam bith a loisgeas a mhàs, 's e fhèin a dh'fheumas suidhe air." (gälische Weisheit)
      "Who ever burns his backside must himself sit upon it." (englische Übersetzung)
      was1 ach so, in deutsch: wut1
    • Hallo Ralf,

      für mich nicht. Ich muss arbeiten. Aber der Freitag ist kürzer, als die anderen Wochentage. Kannst wieder hochkommen. Ich schlage und beiße nicht. Und falls Du einen Brückentag hast: ich gönne ihn Dir high five1 . Um so eher gibt's neue Bilder vom Fiat.

      Gruß
      hj
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    • Weiter geht's.

      Einer meiner "Bauarbeiter" kennt sich ein klein wenig mit Strom aus und dem habe ich gestern den Auftrag gegeben, sich mit den inzwischen angekommenen Installationsteilen in den Keller zu begeben und die Elektroinstallation vorzubereiten. Er hat es dann so gelöst:



      Dies ist ein Verteiler aus dem Modelleisenbahn-Sektor (vielleicht kennen die Eisenbahnfreunde unter euch das Ding schon; ich hab's eher zufällig bei meiner LED-Bestellung gefunden), einmal von oben und einmal von unten fotografiert. Die mit "A" gekennzeichneten Pole sind untereinander verbunden und die mit "B" gekennzeichneten ebenfalls, d.h. wenn ich an eine "A"-Klemme und eine "B"-Klemme eine Batterie anschließe (natürlich über einen Ein-/Ausschalter) dann kann ich mehrere Beleuchtungskörper an den verbleibenden Klemmen anschließen und muss nicht so viel Lötarbeiten durchführen. Ein weiterer Vorteil ist, dass man bei Bedarf auch nach Öffnen der Schrauben den kompletten Dom samt Grundplatte vom Sockel entfernen kann, wenn man auf die Beleuchtung verzichten möchte. Ich werde die Kabel der LED's aber so lang lassen, dass ein Batteriewechsel möglich ist, ohne eine Kabelverbindungen zu lösen.

      Wie ihr auf der Unterseite des Bauteils sehen könnt, stehen da die Lötanschlüsse aus der Platine heraus und so musste ich mir etwas einfallen lassen, um die Platine vernünftig "im Keller" befestigen zu können.



      Na klar - die Lösung heisst Finnpappe (was auch sonst?). Ich hätte mir als Namen in diesem Forum anstatt SchnippSchnapp besser den Namen FiPaFe (FInnPAppenFEtischist) geben sollen, aber bei der Anmeldung war mir leider FiPa noch unbekannt stirn1 .

      Ich habe also aus 1,5 mm FiPa drei Rahmen geschnitten, die dem Maß der Platine entsprechen und innen Platz für die Lötfahnen gelassen. Das Ganze dann mit Kraftkleber unter der Platine befestigt und das ganze Konstrukt dann im Keller angeleimt.





      Damit die Batterie festen Halt hat, habe ich zwei Seitenwände im Keller aufgestellt und die Verteilerleiste so davor befestigt, dass die Batterie nicht verrutschen kann. Sollte der Strom nicht ausreichen, kann ich einen zweiten 9V-Block in Reihe geschaltet (=18 Volt) neben der ersten Batterie unterbringen, aber ich werde es erst einmal mit nur einer Batterie versuchen. Ein wenig Lötarbeit ist dann noch notwendig, um die Batterie mit dem Schalter zu verbinden.

      Der Schalter ist dann auf der Rückseite des Domsockels von außen erreichbar und damit sollte die Elektrifizierung (nach dem Löten) abgeschlossen sein.

      So viel für heute. Es wird Zeit, dass es oberirdisch weiter geht.

      Bis dahin. Viele Grüße
      hj
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    • Liebe Kirchengemeinde,

      es wird Zeit, dass die Nordseite fertig wird.



      Wie auf der Südseite war das Ausschneiden der oberen Pfeiler im Bauplan nicht vorgesehen. Aber das hätte meiner Meinung nach inkonsequent ausgesehen, also habe ich auch hier die Pfeiler freigeschnitten. Aus schwarzer Pappe habe ich einen 0,5 cm tiefen Raum dahinter geklebt, damit die Pfeiler wirklich "im Freien" stehen.

      Als ich dieses Bauteil dann an der Nordseite anbringen wollte, gab's eine böse Überraschung. Anders als an der Südseite gibt es hier einen Versatz.



      Ich kann nicht sagen, ob es sich um einen Konstruktionsfehler des Konstrukteurs handelt oder in Wirklichkeit auch so aussieht. Als ich mir den Dom im Original angesehen habe, war diese Stelle nicht einsehbar, da sich an dieser Domseite ein Zaun mit verschlossenem Tor befindet, der verhindert, dass die Rückseite des Doms zugänglich ist.

      Nachfolgend ein Vergleich Südseite - Nordseite:


      Im nächsten Beitrag nochmal 5 Stellprobenbildchen...
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    • Ich habe mich entschlossen, heute die Katze aus dem Sack zu lassen und mein geplantes Bonbon vorzustellen.

      Ich hatte ja schon gesagt, dass ich bei meinem Besuch des Original-Doms dem Fotoapparat reichlich "Auslauf gewährt" habe und das waren überwiegend keine Außenaufnahmen. Die Idee hatte ich schon bevor ich in Limburg war, da ich im Internet auch Innenaufnahmen vom Dom gefunden habe. Allerdings waren diese Aufnahmen nicht ganz aus der Perspektive, die ich haben wollte.

      Und dann hatte ich auch noch mehr Glück als Verstand. Ich hatte gedacht, dass die Orgelbühne für Besucher frei zugänglich wäre, sah mich aber leider getäuscht. In den oberen Bereich kommt man nur im Rahmen von Führungen und ich war schon enttäuscht, das nicht vorher gewusst zu haben. Glücklicherweise lief gerade eine Führung und die Fremdenführerin hatte Mitleid mit mir, als ich ihr erklärte, dass ich ein Kartonmodell vom Dom baue und dringend die Innenaufnahmen benötigen würde. Kulanterweise ließ sie mich der geschlossenen Gruppe anschließen und so kam ich doch noch in den Genuss der richtigen Aussicht.

      Vielleicht erinnert ihr euch noch an meinen Kommentar, dass ich im großen Rundfenster über dem Portal die Fensteröffnungen offen gelassen haben, weil ich da noch etwas Spezielles plane. Bevor ich weiter erkläre, erst mal ein paar "Probeaufnahmen":







      So ähnlich soll der Blick durch die "Löcher" des Rundfensters aussehen, wenn ich fertig bin. Hier habe ich erst mal nur einen Probedruck in Schwarz-Weiss (bestehend aus 2 Fotos - Fußboden und Altar) eingelegt, um zu prüfen, ob der Maßstab der Fotos passt. Ich muss also noch etwas verkleinern und der endgültige Ausdruck wird dann in Farbe erfolgen. Und da ja, wenn das Dach drauf ist, absolute Dunkelheit im Dom herrscht, soll die Beleuchtung jetzt in erster Linie nicht mehr die Fenster beleuchten, sondern den Altar ins rechte Licht rücken.

      Ich bin selbst am meisten gespannt, ob das wirklich so klappt.

      So, das war's jetzt aber für heute. Schönen Rest-Sonntag.

      Viele Grüße, werte Gemeinde
      hj
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    • Neu

      Werte Kirchengemeinde,

      die Nordseite des Doms meldet Fertigstellung. Da ein Großteil dieses Moduls ja schon zu sehen war und der Aufbau sehr der Südseite entspricht, hier nur nochmal ein paar Fotos. Ihr werden die Unzulänglichkeiten und Baufehlerchen sicher bemerken, aber die habe ich wieder unter "Erfahrungen sammeln" verbucht.







      Soweit die Nordseite. Es geht gleich weiter...
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    • Neu

      ... und weiter geht's.

      Das nächste Bauteil, bevor alle Einzelteile auf der Bodenplatte vereinigt werden, ist die Absis, also der runde Abschluss am Ende des Domes, in dem sich der Altar befindet. Im wirklichen Leben ist die bestimmt (dem Gesetz der Schwerkraft folgend) von unten nach oben gebaut worden, allerdings hat der Konstrukteur des Bogens da Ganze herumgedreht und man baut von oben nach unten.

      Die Absis beherbergt wieder mal eine Menge von großen und kleinen Fenstern, also ist wieder Ausstemmen von Löchern in die Wände und Einsetzen von Fenstern angesagt. Da die Wände rund sind, ist es etwas komplizierter, als an den bisherigen geraden Wänden, aber wohl deshalb kommen im Bauplan ja auch erst die geraden Wände und zum Schluss die runden und als Krönung eine Dachkonstruktion, bei der ich jetzt schon Bedenken habe.

      Aber vor das Dach haben die Götter den Unterbau gesetzt und das geht so los:









      Der Bogen wurde von Schreiber als mittelschwer eingestuft, allerdings verstehe ich dann nicht, warum man die Burg Kreuzenstein als sehr schwer bezeichnet, wo ich finde, dass der Limburger Dom wesentlich komplexer ist, da die vielen dünnen Säulen viel schwieriger auszuschneiden sind. Bei der Einstufung ist man wohl von der einfachen Bauvariante ohne das Ausschneiden der Säulen und Fenster ausgegangen, aber das würde dem Dom so viel optische Einbußen bringen, dass er nicht mehr wirken würde.

      Dieser Dom ist ein sehr gutes Lernmodell, weil die verschiedensten Techniken zur Anwendung kommen. Darüber hinaus hat man da sehr viele Möglichkeiten, die eine oder andere Modifikation umzusetzen.

      Schöne Feiertage und gehet hin in Frieden. engel1 (Aber nicht wegfliegen, sondern wiederkommen; wir sind hier noch nicht am Ende).

      hj
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    • Neu

      SchnippSchnapp schrieb:

      ...

      Ihr werden die Unzulänglichkeiten und Baufehlerchen sicher bemerken, aber die habe ich wieder unter "Erfahrungen sammeln" verbucht.
      ...
      Lieber hj,

      Deine Baufehler wären für den geneigten Erbsenzähler besser zu erkennen, wenn du sie durch Einkreisen mit roten Kringeln kenntlich machen würdest. Dann können wir auch Noten vergeben. grins 2
      Mich selbst beruhigt es immer, wenn auch andere nicht perfekt bauen. Auch handgemachte Musik wird durch kleine Fehler erst lebendig. Reine Perfektion kann auch schon mal steril wirken. zwinker2
      Ich wünsche Dir weiterhin gute und zufriedenstellende Baufortschritte!

      Schöne Grüße
      Andreas
      Hier bin ich Mensch, hier darf ich's sein.
      Goethe

      Es strebt der Mensch, so lang er klebt.
      Fast Goethe
    • Neu

      Hallo Andreas,

      das ist so eine Krankheit von mir. Da ich ja immer weiss, wo ich die Fehler "versteckt" habe, sehe ich sie auch immer ganz genau und denke, dass das anderen genauso auffällt. Ich werde versuchen, meine Erbsenzählerei etwas einzuschränken und weniger selbstkritisch zu sein, was aber immer sehr schwer fällt, da ich hier im Forum schon unzählige Beispiele gesehen habe, wie perfekt so manch einer baut. Und entsprechend schraubt man seine Ansprüche an sich selbst natürlich auch hoch. rotwerd1 verlegen2

      Danke für Deinen Hinweis high five1 .

      Gruß
      hj
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    • Neu

      Hallo hj,

      dein Dom sieht hervorragend und stimmig aus, da gibt es nichts zu verstecken.
      Und auch alle anderen bauen die eine oder andere kleine Macke mit ein, sie fotografieren sie bloß nicht happy1

      Lass dich bitte nicht von Selbstkritik ausbremsen: Es ist toll, was du da baust und es macht Spaß, dir dabei zuzusehen.

      Viele Grüße
      Dieter
    • Neu

      Hallo hj,

      ich kann eigentlich keine Fehler erkennen. Doch das ist ja meistens so. Man selbst weiß, wo die Fehler stecken. Und jedes Mal, wenn man das Modell betrachtet, sieht man sie wieder und ärgert sich darüber. Darüber kann ich auch manches erkennen, was andere an dem Modell nicht sehen. Also mach Dir keine Gedanken. Es sieht toll aus, was Du uns hier zeigst!

      Gruß
      Fritz
    • Neu

      Hallo hj,

      ich finde den Dom sehr stimmig. An Deiner Bauweise finde ich auch nichts auszusetzen - im Gegenteil. Und Fehler hat wohl jeder schon mal in seine Modelle eingebaut. Meist versucht man sie zu verstecken, obwohl sie anderen oft gar nicht auffallen würden. Und wenn der Gesamteindruck stimmt, sind ein paar kleine Macken ein schöner Beweis, dass man es selber gebaut hat.

      Viele Grüße
      Christoph
      "Time flies like an arrow. Fruit flies like a banana."

      Meine gebauten Kartonmodelle ausguck2
    • Neu

      Hallo hj
      Die Geschichte mit den Fehlern kann ich nur bestätigen!
      Manchmal könnte man aus der Haut fahren. Aber dann versucht man diese "Fehler" zu kaschieren oder so gut es eben geht, zu beheben!
      Hier bei Deinem Modell kann ich die Fehler nicht entdecken, oder ich habe nicht den Blick dafür!
      Mir gefällt dieser Dom außerordentlich!
      Klasse, weiter so!
      mit lieben Grüßen aus Köln
      Euer Fritz
      Wenn Ihr könnt, kommt am 1. Juni 2018 zu unserem 1. Kölner Kartonbauer-Stammtisch nach Köln-Höhenberg!

      ps: Wir lernen niemals aus..... Drum sucht Euch einen guten Lehrer!
    • Neu

      Hello Ric,



      Ricleite schrieb:

      the assembly is extremely interesting!
      ...and brings a lot of fun. Thank You very much for Your comment. There are still some difficult parts to do (the round apsis and the roof will be not easy), but this model can be done very detailed and I'm working on it now for about four months.

      Everybody, who is interested in architecture models should try this model.

      Greetings high five1
      hj
      "Fear sam bith a loisgeas a mhàs, 's e fhèin a dh'fheumas suidhe air." (gälische Weisheit)
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