SMS Nassau vom HMV in 1/250 konstruiert von Udo Kallina

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    • SMS Nassau vom HMV in 1/250 konstruiert von Udo Kallina

      Von der SMS Nassau kann ich tatsächlich sagen, dass ich fast mein halbes Leben auf sie gewartet habe. Ein guter Grund dieses Linienschiff der kaiserlichen Marine auch gleich auf die Helling zu legen.
      Knapp 4200 Teile übertreffen noch die SMS Derfflinger vom HMV und versprechen ein ausgefülltes Modellbaujahr 2018



      Das Modell erlaubt es durch die Beigabe verschiedener Turmdecken unterschiedliche Bauzustände zu zeugen, macht allerdings hier keine näheren Angaben zu baulichen Veränderungen, als da wären:
      • hohe gespreizte FT-Antennen wurden bis 1911 gefahren, lt. Skizzen bei Breyer kamen bei ihrem Abbau jeweils Fleckerstände und eine kleine gespreizte Rah an Bord
      • achteres Kompasspodest 1915 von Bord gegeben
      • Torpedoschutznetze nach der Skagerrakschlacht von Bord gegeben
      • zwei 8,8 Geschütze wurden 1915, die restlichen 1916/17 von Bord gegeben


      Fotos vom Original, die einzelne Abschnitte des Schiffs in klar bezeichneten Bauzuständen aus der Nähe zeigen, sind leider rar. Hier bin ich für jeden Hinweis dankbar.

      Gebaut wird ohne Unterwasserschiff, d.h. es geht bei Baustufe 19 los.


      Teile 1-32 (Grundplatte, Mittelträger, Spantengerüst, Batteriedeck)

      Um Blitzer zu vermeiden, die Kanten der Grundplatte schwärzen


      Auf den Mittelträgern 2e, 2g, 2j und 2l sind die Knicklinien nicht eingezeichnet (jeweils bei Spant 7 (Bild 2 zeigt den Knick) und 21)




      Die Konstruktion achtet auch auf Kleinigkeiten, so gibt es z.B. bei zwei Laschen, die die Grundplatte verbinden, Aussparungen, damit die Markierung für den Sockel von 15cm Geschützen nicht verdeckt werden.



      Die Spanten passen ausgezeichnet, nur die Nr. 3 fiel bei mir etwas niedrig aus, da ich aber beim Ausschneiden zunächst immer etwas Sicherheitsmarge oben zugebe, war dies leicht auszugleichen:



      Einige Spanten wurden zusätzlich durch Winkel gesichert.



      Sehr angenehm ist die graue Einfärbung im Bereich der 8,8-Kasematten, die eigenes Gepinsele erspart.


      Das wachsende Spantengerüst ist immer ein schöner Anblick, insbesondere bei Modellen mit drei Mittelträgern stellt sich ein echtes Werftgefühl ein.
    • Das Batteriedeck 30 wurde überlappend auf Din-4 Karton von HMV geklebt. So erspart man sich die Klebelaschen unter dem Deck, handelt sich allerdings ein Riesenteil ein. Es erwies sich hier als ratsam, die Schlitze knapp 1mm weiter einzuschneiden als eingezeichnet und bei den die Mittelträger berührenden Abschnitten ebenfalls knapp 1mm wegzuschneiden, so ist gewährleistet, dass das Batteriedeck weit genug auf das Spantengerüst geschoben werden kann.



      Das Batteriedeck 30 ist im Bereich eines offenbar eine Art Gitter/Gräting darstellenden Abschnitts rückseitig bedruckt. Das macht leider keinen Sinn, weil das Batteriedeck zu verdoppeln ist. Weiß jemand von euch, was das für ein Teil war und wie man es am besten darstellen könnte?




      An die Mittelträger wurden insgesamt 48 Winkel geklebt, auf denen die einzelnen End-Abschnitte des Batteriedecks zu liegen kamen. Das gibt viel zusätzliche Klebefläche und erhöht die Stabilität der Auflage des Batteriedecks erheblich.







      Auch beim Batteriedeck achtet die Konstruktion wieder auf jede Kleinigkeit, so sind kleine Einschnitte an den Stellen, an denen an den Mittelträgern die Klebelaschen vorstehen, vorgesehen.







      Ein einziger merkwürdiger Fehler ist mir aufgefallen:

      Der aus dem Batteriedeck auszustechende Kreis an Steuerbord vorne, durch den später ein Lager für einen 15cm Geschützturm kommt, ist kleiner als die anderen 11 Kreise (Durchmesser 5mm, alle anderen 6mm). Er muss entsprechend aufgeweitet werden.

    • Das Batteriedeck auf das Spantengerüst zu schieben, ist fummelig. Jetzt schon Kleber aufzutragen ist m.E. vergeblich. Ich habe nach dem Aufschieben des Batteriedecks seine einzelnen Abschnitte von hinten nach vorne mit UHU verklebt, wobei die von mir angebrachten Winkel die entscheidende Klebefläche gaben.

      Sehr hilfreich sind bei der Ausrichtung des Batteriedecks die kleinen Strichmarkierungen, die zur Deckung gebracht werden müssen. Hier hatte ich leider an Steuerbord Schwierigkeiten, durchgehend ein optimales Ergebnis zu erzielen, das Batteriedeck ließ sich mittschiffs nicht weit genug einschieben. Vorne passte es dann wieder. Auf den Bildern sieht es recht dramatisch aus, es handelt sich aber "nur" um 0,5mm, ich hoffe, das bleibt ohne sichtbare Folgen








      Derzeit wird noch das Batteriedeck an Backbord befestigt, erste 15cm-Geschütze sind in Arbeit, um sich mit der Konstruktion vertraut zu machen.
      Wenn man den Blick voraus wirft, mache ich mir über die Baureihenfolge Gedanken. Ich möchte die Außenhaut (34 und 35) erst nach der Montage der Sockel für die 15cm Geschütze und der Aufbauwände 40 anbringen, damit ich letztgenannte leichter montieren kann.

      Am Ende läuft der Bau des Rumpfes darauf hinaus, dass das verdoppelte Hauptdeck in einem Stück aufzubringen ist. Vor diesem Schritt habe ich gehörigen Respekt. Man wird hier was die Befestigung auf den Spanten angeht, nicht Schritt für Schritt vorgehen können, weil man das verdoppelte Hauptdeck kaum je nach Baufortschritt wird hochbiegen können, um darunter Kleber zu applizieren. Auch die saubere Ausrichtung an den Seiten wird schwierig.
      Ich das wirklich die bessere Lösung oder sollte man das so umkonstruieren, dass das Hauptdeck zuerst kommt und dann die Seitenwände?

    • Klasse! freu1 Ein erster Baubericht der langersehnten NASSAU!
      Ich wünsche Dir, Lars, viel Spaß und Erfolg bei diesem Riesenmodell.
      Welchen Bauszustand möchtest Du nachbilden? An welchen offenen Fragen hapert es? Du hast hier im Forum ganz bestimmt viele Kenner die Dir weiterhelfen werden.

      Viele Grüße,

      Klaus
      »Das muss das Boot abkönnen!«




      Klaus baut kleine Schiffe:
    • Hallöle,

      sehr gut, die erste HMV-Nassau! daumen1
      Was die Baureihenfolge angeht - ich habe bisher drei kaiserliche Modelle gebaut, davon zwei vom HMV, da war das Hauptdeck vor den Seitenwänden zu montieren, allerdings schloss es auch selbst direkt mit den Bordwänden ab.
      Habe mal meinen Nassau-Bogen rausgeholt und in die Anleitung geschaut: Hier würde ich bei der Reihenfolge bleiben, da das Batteriedeck durchgehend darunter mit den Seitenwänden abschließt.
      Die Kasematten würde ich wohl auch zuerst montieren, um von unten Gegendruck beim befestigen geben zu können.

      Das Deck an sich kann man sicher auch nach und nach montieren, nicht notwendigerweise am Stück. So, wie ich das sehe, besteht es aus drei Segmenten, die ich jedes für sich verleimen würde und dann nacheinander anbringen würde. Am Stück birgt das Risiko leichte Abweichungen aus der Mittelachse zu haben, die sich dann nur sehr schwer korrigieren lassen. Die Überlappungen der Ober- und Unterschicht bringen auf jeden Fall genug Klebefläche.

      Was die Detaillierung und die Bauzustände anbelangt - diese beiden Bücher könnten evtl. ganz hilfreich sein. Die Bilder sind zwar teilweise relativ körnig, aber besser als nichts.



      Viel Spaß, bin auf jeden Fall mit dabei! ja 2

      Liebe Grüße
      Peter
    • Moin Lars ,

      wenn Du denn so heist ? Aus Deinem Baubericht kann ich das nicht entnehmen , nur Deine bekannten
      Modellbau Kollegen kennen Dich , ich noch nicht . Kann ja noch werden . freu 2
      Es freut mich , das Du die " NASSAU " baust , vor allen weil ich gerade auch damit begonnen habe ,
      meinen ersten Baubericht hier zu beginnen . bei mir geht es erst mit dem Unterwasserschiff los ,
      warte noch auf den wohl " bald " erscheinenen LC Satz ab.
      Zu der Frage , Batteriedeck 30 , es ist ein Träger für die Torpedonetze , in Bauanl. s. 33 , Abschn. 89
      u. S. 35, Abschn. 92 zu sehen . Dieser Träger steht vor dem Rumpfpanzer , auf Abschn. 89 zu sehen.
      Bauteile 30j u. k werden untergeklebt od. abgeschnitten u. später angebaut . Alles in der Anleitung
      zu ersehen . Udo hat sich doch recht viel Mühe damit gemacht . danke1
      Sieht ja alles ganz toll aus . Deine hilfreichen Hinweise und Zusätze sind ja schon sehr vorteilhaft . klasse1
      Es grüßt aus BI

      Ewald matrose1 Kartonschneider
    • Hallo, liebe Kollegen !

      Vielen Dank für das Interesse an meinem Baubericht!

      Klaus, ich werde den frühen Bauzustand nachbilden, die FT-Antennen sind optisch sehr reizvoll. Einige Fotos aus der frühen Phase zeigen Beiboote auf den Türmen. Wenn sich das von BB-Typ genau bestimmen lässt, wäre das eine Option für eine Abweichung vom Bogen.

      Vielen Dank für die Buch-Tipps Peter, die besten Bilder, die mir vorliegen, sind aus dem Heft "Die ersten Großkampfschiffe der kaiserlichen Marine" aus der Reihe "Marine-Arsenal", Weniger ergiebig ist Gießmer "Linienschiffe der kaiserlichen Marine".

      Der Lasercut-Satz sollte demnächst erscheinen, da man diese Teile beim Rumpf nicht benötigt, habe ich einfach angefangen, im Zweifelsfall mache ich zwischendurch etwas Pause, so um Teil 55 herum kommen die ersten Niedergänge, die sicherlich auf dem Lasercut sein werden. Die meisten Beiboote lassen sich m.E. ohne Lasercut fertigen (Riemen kann man nachträgich draufkleben), die könnte ich vorziehen und auch die schweren Geschütztürme bekommen wohl als Lasercut nur Leitern spendiert, da könnte ich auch schon den einen oder anderen fertigen.

      Ewald - vielen Dank für die Erklärung zum Gitterteil. Wenn das Torpedonetz drauf zu liegen kommt, muss ich mir da wegen einer Superung wohl weniger Gedanken machen.

      Viele Grüße

      Curmudgeon
    • Hallo Curmudgeon ,

      auf 181 Seiten sind im Buch sehr gute Detailzeichnungen vom Schiff ,
      vor und im Krieg angebrachte Änderung sind dargestellt , damit kannst
      Du die verschiedenen Bauzustände auswählen .

      christian-schmidt.com/product_info.php?products_id=9967

      Hier habe ich den Band bestellt , der auch für andere Schiffe der KM
      wichtige Details zeigt , die auch auf den anderen Schiffen installiert waren !
      VG Jürgen
    • Hallo Curmudgeon,

      zuerst einmal freue ich mich, dass du dich meiner Nassau annimmst. happy 2
      Da fällt mir wieder ein, dass ich dir vor einiger Zeit versprochen habe, für dich die Tröte dreidimensional zu machen.
      Weißt du moch? kratz1 Ich denke, da habe ich noch ein paar Tage Zeit.

      Viel Spass beim Bauen und Supern!

      Bis dahin,
      Udo
    • Hallo Jürgen,

      ja, verschiedene Bauzustände, das suche ich.


      Hallo Udo,

      ja, bis dahin ist es noch weit. Nach dem Batteriedeck geht es ersteinmal auf die Kasematten und die 15cm Geschütze zu. Erlaube eine Frage zu Deinem Kontrollbau: Hast Du das Hauptdeck verdoppelt in einem Teil aufgebracht oder Stück für Stück?

      Und gleich noch eine Frage: Weiß Du wann mit dem Lasersatz zu rechnen ist?

      Viele Grüße

      Curmudgeon
    • moin1 moin1

      Curmudgeon schrieb:

      Hast Du das Hauptdeck verdoppelt in einem Teil aufgebracht oder Stück für Stück?

      nach der Wahrheit:
      "Ein Mann ein Wort, eine Frau ein Wörterbuch",
      darf ich deine Frage mit einem wahren, aber für dich sicherlich unbefriedigendem


      Ja, in einem Stück!


      beantworten.





      Und nun die frauliche Version: Blume 2
      Ich finde es einfach toll, dass du Interesse daran zeigst, wie ich die Aufklebung des Oberdecks geplant und ausgeführt habe. Als erstes benötigst du die geeigneten Klebewerkzeuge. Ich benutze für solche Klebungen Uhu und Kittifix. Beides kann ich mit einer Spritzennadel aufbringen. Das verdoppelte Hauptdeck habe ich aufgelegt, ausgerichtet und dann an der Bugspitze ca. 5cm mit Uhu angeklebt. (Uhu kann man noch ziemlich lange korrigieren. Das wissen wir Männer zwar alle, aber dies ist ja die weibliche Version) Während dieser ersten und wichtigsten Klebephase ist die Positionierung des Oberdecks immer wieder am Bug und Heck zu kontrollieren und gegebenen Falls zu korrigieren. Wenn dich dann alles zufrieden stellt, dann kannst du das Deck beschweren und eine gaaanz laaange Pause einplanen. Für die darauf folgenden Klebungen musste ich das Deck nur noch maximal 1 mm anheben, um mit der Klebstoffzuführnadel die Klebelaschen zu benetzen. Dabei ist es egal welchen Kleber du nimmst, den schnelltrocknenden oder den langsam trocknenden. Das hängt dann nur noch davon ab, ob du noch mehr, oder weniger korrigieren willst/musst. Bei uns ist heute übrigens der Winter eingezogen, mal sehen, wie lange er sich noch halten wird. Ach ja, ich habe mein Deck immer so lange wie möglich beschwert (am Bug und am Heck). Und dann noch zwei ganz hilfreiche Sache, besorge dir einen Drehteller und eine dicke Glasplatte in der dem Modell entsprechenden Größe. Und dann kann ich noch empfehlen: schau doch mal ins Forum "Arbeitskreis historischer Schiffbau", da gibt es zwei Threats von mir zur Nassau. Natürlich musst du dich dort anmelden, mach´s einfach, kostet ja nichts. Dort gibt es dann auch noch für Interessierte das eine oder andere Bild. Du sagtest anfangs, dass es zur Nassau nicht vieles zu finden gibt. Ja, da hast du recht. Dies hat aber auch einen Vorteil. Wenn du etwas supern willst, gibt es dir auch mehr Möglichkeiten/Freiheiten der Darstellung. Mich wundert es, dass noch keiner vor mir die Nassau kartonisiert hat (natürlich gibt es Einzelanfertigungen wie z.B. von unserem sehr geschätzten Forenkollegen Piedade), war sie doch die erste einer neuen Kaiserlichen Schiffgeneration.




      Dir lieber Curmudgeon weiterhin viel Spass beim Bauen und keine Angst, es wird nicht leichter. frech 3

      Ich denke, du wirst das Schiff schiff1 schon schaukeln. zwinker1








      Curmudgeon schrieb:

      Und gleich noch eine Frage: Weiß Du wann mit dem Lasersatz zu rechnen ist?

      Ja, ausguck1 demnächst. happy1





      Nein im Ernst: Für dich just in time, ja 1




      Ich würde mich freuen, dir geholfen zu haben. high five1

      Viele Ggrüße,
      Udo
    • Hallo Udo und Curmudgeon,

      ...ja, @Piedade 73 hat eine NASSAU aus Karton gebaut. Es gab aber auch einmal einen Baubericht einer Karton-NASSAU im Maßstab 1:87 aus Karton. Wo weiß ich leider nicht mehr. Das Ergebnis gibt es aber in underem Partnerforum zu bewundern:

      marine-modellbau-und-mehr.de/g16-S-M-S-Nassau.html

      Auf dem Modell sind auch die Boote auf den Geschütztürmen dargestellt. Vielleicht lohnt eine Kontaktaufnahme?
      Im oben geposteten Plan sind die Bootstypen auch namentlich benannt.

      Viele Grüße,

      Klaus
      »Das muss das Boot abkönnen!«




      Klaus baut kleine Schiffe:
    • Hallo Udo,

      vielen Dank für Deine Tipps, bei Deiner langen Version habe ich echt geschmunzelt !

      Also in einem Stück. Ich hatte ja das Heck als Anfang ins Auge gefasst, weil da die Form des Decks anspruchsvoller ist.



      Hallo Klaus,

      vielen Dank für den Tipp, das hilft bei den Beibooten auf den Türmen sehr viel weiter!


      Viele Grüße

      Curmudgeon
    • KlabauterKlaus schrieb:

      ...ja, @Piedade 73 hat eine NASSAU aus Karton gebaut. Es gab aber auch einmal einen Baubericht einer Karton-NASSAU im Maßstab 1:87 aus Karton. Wo weiß ich leider nicht mehr. Das Ergebnis gibt es aber in underem Partnerforum zu bewundern:
      Im Nachbarforum unter Wilhelm89 zu finden . hat vor kurzen noch dort berichtet .
      Nicht Piedade .
      Es grüßt aus BI

      Ewald matrose1 Kartonschneider
    • Hallo Curmudgeon,

      zum Bau der Nassau wünsche ich dir viel Erfolg. Udo hat da ein sehr schönes und detailliertes Modell konstruiert; man sieht schon an der Spantenkonstruktion, dass das eine vernünftige Sache ist. Jedenfalls werde ich beständiger Zuschauer auf deiner Präsentation sein. daumen1

      Übrigens, die Nassau habe ich ebenfalls gebaut und zwar mit Unterwasserrumpf. Nicht nach einem Kartonmodell-Baubogen von HMV, sondern nach einem gezeichneten Plan in Eigenbauweise. Das war 2016 und ist hier im Forum unter "Graue Flotte, abgeschlossene Bauberichte, Inhaltsverzeichnis auf Seite 2" zu finden. Vielleicht findest du da einige Anregungen für deinen Weiterbau.

      Alles Gute und frohes basteln,

      Gruß Wolfgang.
    • Hallo Lars,

      großartig - ich freue mich, dass Du die Nassau angeschnitten hast und werde aufmerksam zuschauen! Ich wünsche Dir viel Spaß beim Bau!

      Die Laserteile sind beinahe fertig gezeichnet. Irgendwie hat der Udo da so viele Teile in dieses Modell gezeichnet und es gibt auch so viel, was als Laserteil gemacht werden kann und soll, dass es sich einfach zieht und zieht und zieht. Inzwischen sieht aber die Arbeitsfläche mit den noch zu bearbeitenenden Teilen sehr überschaubar aus - und ich denke, dass wir in dieser Woche in die Maschine kommen und vielleicht auch den Preis schon kriegen.

      Ich häng hier einfach mal ein Bild an vom "Desktop", auf dem die Teile lagen, die alle als Laserteil gezeichnet werden müssen. Die Fläche war anfangs komplett voll von links oben bis rechts unten mit Teilen. Das hier ist der Rest, der noch gezeichnet werden muss. Dauert nicht mehr lang!

      Viele Grüße
      Ben

    • Moin Lars,

      Gitter sind dabei. Ich habe bei vielem Reserve dazu gegeben. Ich erinner mich aber nicht mehr genau, wobei.

      Habe vor einer halben Stunde übrigens das letzte Teil gezeichnet. Jetzt werden die Platinen layoutet und dann geht's in die Maschine - wahrscheinlich noch heute Abend.

      Viele Grüße
      Benjamin
    • Hallo,

      das Batteriedeck ist mittlerweile montiert. Fummelig war wie gesagt das Aufschieben dieser langen Teile, das Verkleben der einzelnen zusätzlich angebrachten Laschen stellte demgegenüber eine reine Geduldsfrage dar.





      Wie das dritte BIld zeigt, schließen die beiden Hälften des Batteriedeck hinten ausgezeichnet ab. Ich habe zur Sicherheit unter die Naht noch ein passend gefärbtes Stück Karton geklebt.

      Auf das Batteriedeck folgen mit den Teilen 31 und 32 etliche Winkel, an die später die Bordwand geklebt wird.



      Teil 33 gibt es übrigens nicht, das wird auch in der Teileliste vermerkt.

      Die Bordwände 24 und 35 habe ich wie angekündigt einstweilen übersprungen, auch die zahlreichen Laschen 38 blieben erst einmal außen vor. Diese Teile sollen die Wände 40 und 41 mit dem Spantengerüst verbinden. Ihre Funktion erschließt sich mir nicht so ganz, denn auch sie werden nur stumpf auf die Spanten geklebt, stehen mit diesen also in keiner engeren Verbindung, als wenn man die Wände direkt auf die Spanten klebte. Wünscht man hier eine höhere Stabilität, müsste man die Teile 38 durch Rillen zu Winkeln umgestalten. Ich bin mir aber nicht sicher, ob das überhaupt wünschenswert ist. Wenn die Wände sich noch leicht etwas vor- bzw. zurückbewegen lassen, könnte das helfen, sie sauber unter dem Hauptdeck auszurichten.



      Was steht also an? Die Unterbauten der 15cm Geschütze (Teile 36 und 37), die Geschütze selber (Teil 39) und die Ausbauwände vom Heck bis zu den vorderen 8,8-Kasematten Teile 40 und 41)


      Die Unterbauten sind einfach zu erstellen. Die kleinen weißen Teile auf ihnen dienen als Klebekanten für Abschnitte der Aufbauwände 40 und 41.




    • Und hier auch schon einmal probehalber ein 15cm Geschütz eingesteckt - um eines vorwegzunehmen, die 15er sind sehr gut konstruiert und ihr völlig neuartiger Höhenrichtmechanismus funktioniert ausgezeichnet. Nicht so ganz glücklich wurde ich beim Einschieben des Geschützes, da muss man doch einen gewissen Druck ausüben, damit nicht so ein Spalt bleibt, wie in Bild 2 zu sehen.Einschieben


      Hier einmal den Sockel ohne Geschütz mit dem Zylinder in den das Geschütz eingesteckt wird, er ragt leider vorne etwas über die Sockeloberkante hinaus.

    • Curmudgeon schrieb:

      Die Bordwände 24 und 35 habe ich wie angekündigt einstweilen übersprungen, auch die zahlreichen Laschen 38 blieben erst einmal außen vor. Diese Teile sollen die Wände 40 und 41 mit dem Spantengerüst verbinden. Ihre Funktion erschließt sich mir nicht so ganz, denn auch sie werden nur stumpf auf die Spanten geklebt, stehen mit diesen also in keiner engeren Verbindung, als wenn man die Wände direkt auf die Spanten klebte. Wünscht man hier eine höhere Stabilität, müsste man die Teile 38 durch Rillen zu Winkeln umgestalten. Ich bin mir aber nicht sicher, ob das überhaupt wünschenswert ist. Wenn die Wände sich noch leicht etwas vor- bzw. zurückbewegen lassen, könnte das helfen, sie sauber unter dem Hauptdeck auszurichten.
      Moin Curmudgeon ,

      die Klebelaschen 38 werden , stumpf auf die Rumpfspanten geklebt , so wie die U.-Schiffspanten bestückt sind , da drückt sich kein Spant "durch ". Das ist der Sinn von Udo für diese Vorgehensweise . Ich habe da eine sehr glatte Schiffshaut bekommen .
      Die Hülse für das Geschütz hat oben keinen grauen Rand , muss daher wohl bündig mit dem Oberteil 37 usw. eingeklebt
      werden . Hast du die Scheiben 39 o p verdoppelt ? Dann kommt wahrscheinlich der Überstand daher .
      Es grüßt aus BI

      Ewald matrose1 Kartonschneider
    • Hallo Ewald,

      ah, ein Durchdrückverhinderer - jetzt habe ich die Funktion verstanden. M.E. verwendet der HMV aber mittlerweile einen festeren Karton als früher, so dass die Gafahr gesunken ist.

      Nee, die Scheibe "39o" habe ich nicht verdoppelt, aber die "39p". Allerdings wurde es nicht wirklich besser, nachdem ich den Zylinder "39n" unten mit einer Rasierklinge um 2mm gekürzt hatte, liegt wohl doch oben. Die Hülse, die Du erwähnst, wird von oben eingeschoben und verklebt, die soll definitiv bündig mit dem jeweiligen Geschützsockel abschließen.

      Ich habe zu einer Lösung gefunden, die m.E. auch stabil ist und zudem den Bauprozess der Geschütze ein gutes Stück vereinfacht:
      1) Die aus den Geschützsockeln 36/37 ausgeschnitteneScheibe wurde auf dünnes Papier geklebt, nach dem Durchtrocknen erneut ausgeschnitten, die Kante nach Bedarf mit sehr feinem Schmirgelpapier geglättet und dann grau gestrichen.

      2) Diese Scheibe wurde dann unter den Turm geklebt. Nach dem Trocknen wurde der Turm auf den Kopf gelegt, die Scheibe vorsichtig mit Weißleim eingestrichen und dann ebenso vorsichtig der Geschützsockel aufgesetzt.

      3) Als Gegenscheibe wurde abschließend eine Kopie von der weißen Scheibe von "39c", die auf HMV-Karton geklebt worden war, aufgesetzt

      Die Bilder 1 und 2 zeigen einen solchermaßen fertiggestellten Geschützturm mit Sockel, BIld 4 zeigt, dass der Turm schön dicht auf dem Sockel sitzt.

      Auf den Bildern 4 und 5 sieht man auch, dass das Rohr schön schlank konstruiert wurde, ich habe außerdem die beiden auf das innere Rohr aufzuklebenden Rohrsegmente gespalten, das kommt m.E. der Realität näher.





    • Hallo Holger,

      danke für das Lob !



      Nachdem ich nun schon einiges über die 15cm Geschütze gesagt habe, wird es Zeit, deren Bau vorzustellen.



      Teil 39 (15cm Geschütze) (12x18 + 12x2= 240 Teile)

      Anmerkungen

      • der obere Deckel „l“ wird tatsächlich auf das Geschütz geklebt und nicht wie der untere Deckel eingelassen
      • die Spitze des Geschützrohrs ist rückseitig schwarz bedruckt. Um sämtliche Blitzer auszuschließen, hätte dies auch für Teile „d“, „g“ und „l“ geschehen sollen
      Änderungen
      • die beiden Scheiben „c“ wurden einzeln ausgeschnitten und erst dann miteinander verklebt
      • alle Scheiben außer 39l sollten am äußeren Rand ihrer Begrenzungslinien ausgeschnitten werden, sonst fallen sie etwas klein aus
      • alle Laschen wurden durch Laschen aus dünnem Papier ersetzt
      Superungen
      • der Karton der hinteren beiden Abschnitte des Geschützrohrs (Teile „j“ und „k“) wurde gespalten. So bekommt man einen m.E. realistischeren Übergang und das Rohr passt glatt durch die Öffnung in der Turmwand - allerdings muss man dann die Löcher in Lager „e“ etwas kleiner ausschneiden.
      • die beiden kleinen schwarzen Quadrate in Teil „g“ wurden ausgestochen, die Schnittkanten –wie auch die des ovalen Ausschnitts für das Geschützrohr- vorsichtig durch den Auftrag von etwas Weißleim gehärtet



      Stabilisierung
      In das Geschützrohr wurde ein dünner Draht eingeklebt, der ca. 3mm vor dessen Ende endet


      Bild 1: Die Anteitung suggeriert, dass man das Geschützrohr erst in den fertigen Turm einkleben soll. Das war mir zu fummelig. Es bedeutet keine besondere Mühe, das Rohr erst mit Walze 39e/f zu verkleben und dann beides in den Turm einzusetzen.

      Bilder 1 und 2: Die beiden Zylinder entfallen, wenn die von mir oben beschriebene vereinfachte Montage gewählt wird.








      Bild 5 zeigt eine zur Weiterverarbeitung bereite Geschützwand. Es lohnt sich optisch durchaus, die beiden Quadrate auszustechen, beim fertigen Geschütz werden hier manchmal die Vorderkanten von Teil 39d sichtbar, diese kann man allerdings zur Seite drücken.

      Bild 6: Ein Suchbild: Finde den Unterschied.



      Richtig - Teil 39d weicht ab, so wie es rechts aussieht, war es bei einem Geschütz, so wie es links ausseht bei den anderen 11, ich habe den Einzelgänger beim Ausschneiden umkonstruiert.

      Denn Teil 39d ist das Kernstück eines ausgezeichneten neuen Einfalls für die Höhenrichtbarkeit von Geschützen. Ich muss gestehen, dass ich beim Anblick der Anleitung ausgesprochen skeptisch war. Teil 39d sollte nur mit 4 winzigen Füßchen stumpf auf dem Boden des Geschützturms geklebt werden. Außerdem erhielt die Walze 39e/f doch viel weniger Reibungskontakt mit 39d, als wenn man die herkömmliche Methode verwendet, nämlich die Walze 39e/f in runde Lager zu stecken.
      Aber alle Bedenken erwiesen sich als unbegründet (bei schweren Geschütztürmen dürfte es allerdings nicht gut funktionieren). Im Turm geht es so eng zu, dass Teil 39d nirgendwo hin kann. Der obere Deckel und die Seitenwand fixieren es in seiner Position, auch wenn der Kleber an den Füßchen nicht halten sollte. Alle bislang gefertigten sechs Geschütze sind angenehm schwergängig. Die Rohre sacken nicht nach unten durch, obwohl sie zur Stabilisierung einen dünnen Draht eingeklebt bekamen. Auch das Drehen des Turmes, bei dem man diesen naturgemäß am Rohr anfasst, funktioniert, ohne dass sich das Rohr nach links bzw. rechts verschöbe.

      Also Hut ab vor dieser Idee !

      Bild 7 zeigt einen fast fertig gestellten Turm. 39d muss man recht beherzt nach unten drücken und kontrollieren, dass es die Oberkante der Turmwand nicht überragt. nach kurzem Antrocknen kann die Turmdecke aufgeklebt werden. Dazu habe ich Weißleim auf die Oberkante der Turmwand gegeben (außer im Bereich des Ausschnitts für das Geschützrohr, da wurde UHU verwendet) und Uhu auf die Fläche von 39d




      Zusammen mit den Aufbauwänden 40 und 41 werden derzeit von hinten nach vorne die 15cm Geschütze montiert. Das nimmt einige Zeit in Anspruch.



      Abschließend eine Überlegung zum Hauptdeck:

      Ich habe immer noch Respekt davor, so ein großes, durch Verdoppelung etwas steif gewordenes Teil in einem Stück aufzubringen. Daher spiele ich mit dem Gedanken zuerst nur eine Kopie des Hauptdecks auf dünnem Papier aufzukleben (dessen Kanten müssten gefärbt werden, außerdem müssten die Löcher für Niedergänge etc. ausgeschnitten werden). Hier könnte ich abschnittsweise vorgehen und die vielen Seitenteile mit Laschen mit diesem dünnen Deck so viel leichter ausrichten und verkleben. Anschließend könnte ich dieses dünne Deck mit Kleber bestreichen und auf es dann das eigentliche Hauptdeck kleben, was wiederum sehr viel leichter gelingen müsste.

      Das Hauptdeck wird dadurch einen Milimeterbruchteil höher, das dürfte die Passung und den optischen Eindruck kaum beeinträchtigen.


      Curmudgeon