SMS Nassau vom HMV in 1/250 konstruiert von Udo Kallina

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    • Hallo Curmudgeon,

      wie versprochen, hier ein paar Bilder foto1 von meiner Nassau, welche die Einbausituation verdeutlichen.
      Ich habe Steuerbord geschlossen und Backbord geöffnet dargestellt.









      Es war nicht leicht, diese kleinen Papierelemente in die gewünschten Positionen zu bekommen. augenbraue1
      Das erkennst du an den Kampfspuren. rotwerd1

      Viele Grüße,
      Udo
    • Hallo Udo,

      1000-Dank für die Bilder, jetzt ist alles klar !

      Kampfspuren kann ich kaum entdecken. Schon beim Anhalten ist mir klar geworden, dass diese Teile kniffelig anzubringen sein werden. Ich werde versuchen, an einigen Stellen grau gefärbte Laschen aus dünnem Papier zu hinterkleben, um vom stumpfen Verkleben zum Verkleben mit Klebeflächen zu gelangen.

      Wenn die Kasematten dran sind, werden an Backbord die 8,8er eingepasst, um sicherzugehen, dass sie mir nicht etwas zu hoch geraten.

      Curmudgeon
    • Hallo,

      mittlerweile sind die Schwalbennester zum guten Teil montiert, Udos Bilder waren dabei ausgesprochen hilfreich.

      Außerdem ist heute der Ergänzungssatz zum Lasercut mit den Fußperden angekommen, wieder ein Beispiel für die vorbildliche Kundennähe des HMV.


      Vor den Schwalbennestern war aber noch die erste Schicht der Bordwände (34-b und 35-b) zu montieren:


      Änderungen

      1) Alle Knicklaschen an den Teilen 34 und 35 wurden abgetrennt und durch hinterklebte Laschen ersetzt. Bei den geöffneten Kasematten, mussten diese außerdem gefärbt werden.





      2) Die Laschen 34r/35r und 34s/35s, die die einzelnen Segmente der Bordwände verbinden, entfielen. An diesen Stellen werden später ohnehin noch mehrere Schichten Panzerplatte aufgeklebt, die von 34-34b/35-35b gebildete Unterlage ist glatt genug.


      Die Bordwand bietet einen Service, der bei diesem Modell durchgehend gegeben ist: Jenseits der Markierungslinien geht die Farbgebung noch etwas weiter, um weiße Blitzer zu vermeiden (linkes Bild). Ich persönlich habe leider manchmal Schwierigkeiten, Teile so zu platzieren, dass die Markierungslinien exakt verdeckt werden, um auf Nummer Sicher zu gehen, übermale ich deswegen die Markierungslinien zusätzlich (rechtes Bild).
      Ich würde daher vorschlagen, diese gute Idee noch etwas auszuweiten: Bei Teilen, wie der Bordwand, wo die Platzierung der späteren Schichten der Panzerung sich von alleine ergibt, könnte man auch noch die OBEN VERLAUFENDEN schwarzen Markierungslinien weglassen.





      Anpassung
      Die vorderen Abschnitte der Bordwand weisen am Übergang von der grauen zur weißen Oberkante einen kleinen Sprung auf. Dies ist genau der Bereich, an dem sich die kleine Gitterfläche befindet, die unten mit den Teilen 30j bzw. 30k zu hinterkleben ist. Trockene Anpassungen zeigten bei mir, dass die Bordwand in diesem Bereich und noch ca. 1,5cm nach vorne unten knapp 1mm übersteht, da muss mir eine Ungenauigkeit bei Bau unterlaufen sein.
      Ich habe das ausgeglichen, indem ich oben die entsprechende Marge abgenommen habe, das dürfte im Endeffekt nahezu unsichtbar bleiben.

    • Zum Bugbereich ist ansonsten noch Folgendes hinzuzufügen:

      1) Die Scheuerleisten bei den Ankern habe ich vor der Montage der Bordwand an dieselbe geklebt, da fiel mir das Ausrichten leichter



      2) Die Wappen wurden auch jetzt schon angebracht, da ich bei s/w-Fotos vom Original einen deutlichen Kontrast ausmachen konnte, habe ich die s/w-Variante genommen.



      3) Vorne wurden die Bordwände stumpf auf den Mittelträger geklebt, die vorgesehenen Klebelaschen entfielen. Wie das während der Montage entstandene Bild zeigt, muss im oberen Bereich noch etwas zusammengedrückt werden.




      Beim Heck galt es zunächst sorgfältig vorzurunden und dann die beiden langen Klebelinien mit Weißleim zu schließen.
      Hier möchte ich an einem Beispiel zeigen, wie gut die Konstruktion auch im kleinsten Detail durchdacht ist: Während im Bereich der weißen Flächen, auf die später der Panzer aufgeklebt wird, dicke Markierungslinien vorhanden sind, die beim Schneiden die Orientierung erleichtern, werden diese Linien sowie der graue Bereich erreicht ist, sehr dünn und sind somit nahezu unsichtbar.




      Das Verkleben erwies sich als problemlos. Zur Sicherheit wurden von hinten noch einige Streifen dünnen Papiers angeklebt, damit die Nähte nicht wieder aufspringen konnten, dies geschah insbesondere ganz hinten (im Bild leider noch nicht angebracht)




      Auch die hinteren Abschnitte der Bordwand ließen sich ausgezeichnet montieren.
    • Das Heck schließt glatt, es ergab sich nur eine schmale Naht


      Einen leichten Versatz hatte ich im Bereich der aufgedruckten Rettungsmittel, da habe ich das Batteriedeck etwas zu weit nach vorne gesetzt, das sollte aber nach dem Anbringen der Rettungsmittel unsichtbar sein.



      Und so sieht die Bordwand dann aus, es ist zu beachten, dass sie auf voller Länge auf den Spanten aufliegt, die obere Kante mittschiffs kommt UNTER das Batteriedeck. Der Übergang zwischen den drei Abschnitten der Bordwand ist perfekt konstruiert, der beigegebene leichte Überstand zum Ausgleichen etwaiger Passprobleme konnte vollkommen weggeschnitten werden.





      Als Nächstes wie gesagt die Schwalbennester und die sichtbaren 8,8cm Geschütze, die etwas gesupert wurden.
    • Hallo Jürgen,

      danke für die HInweise auf die Abbildungen !

      Hallo Engelbert,

      ich versuche mich auf das Wesentliche zu konzentrieren und vor allem die Bauschritte zu kommentieren, wo es trickreich wird, aber manchmal macht es einfach Spaß, Bild von den Abschnitten einzustellen, wo alles glatt lief.


      Parallel zu Bordwand und Schwalbennestern habe ich an den 8,8cm Geschützen gearbeitet.

      Der Bogen sieht hier eine vereinfachte Version vor, da man die Geschütze ja nicht besonders gut sehen kann.



      Ich habe mich zu einigen an den auf Deck stehenden 8,8ern orientierten Superungen entschlossen und zwar: 1) einen Geschützverschluss 2) die Rohrrücklaufbremse und 3) Teile des Richtmechanismus.
      Auf die anderen beiden Handräder wurde verzichtet, wollte man sie einsetzen, hätte man auch die gesamte Rohrwiege von den Decksgeschützen übernehmen müssen, was wiederum die Drehbarkeit der Geschütze erschwert hätte.
      Zur Stabilisierung wurden wieder Drähte in die Rohre eingeleimt, außerdem wurde die äußere Hülle des Rohrs Teil 44g wieder gespalten, das wäre mir sonst bedeutend zu dick geworden, bei Fotos vom Original sieht man hier selbst bei den 15cm Geschützen kaum einen Übergang.

      Der Geschützverschluss der 8,8 an Deck erschien mir erheblich zu klobig. Ich habe Kopien der Verschlüsse in zwei Hälften geteilt und an allen vier Seiten nach Augenmaß beschnitten, bis deutlich kleine Verschlüsse herauskamen. auch wurden die Verschlüsse um ca. 50% in der Länge gekürzt.

      Ein Bild der dem Bogen entnommenen Verschlüsse, zur Probe über das Geschützrohr gesteckt, im zweiten Bild sieht man, wie die Verschlüsse überarbeitet wurden.


      Und hier sieht man die verkleinerten Verschlüsse, sowie bei einem Geschütz auch die Rohrrücklaufbremse (die Scheiben, die diese vorne und hinten verschließen, können m.E. entfallen. Man kann die Löcher mit Weißleim schließen und die Flächen nach dem Trocknen überstreichen..
      Die beiden Zapfen der Rohrwiege 44e wurden übrigens gut 1mm nach oben verlängert, das gibt mehr Klebefläche am Rohr.



      Ein erster Test, links noch zu sehen das Handrad an einem Kartonstreifen. Diese Idee wurde verworfen und gezogener Gussast für das Gestänge verwendet.




      Drehbarkeit
      Der Zapfen der Rohrwiege 44e lässt sich zwar in den Sockel einschieben, aber m.E. ist es schwer, ihn ganz bis zur Grundplatte 44a durchzubekommen (Die Naht zwischen 44b und 44c/d bereitet Probleme und außerdem gibt es m.E. leicht zu viel Reibefläche, so dass die Schwenkbarkeit leicht leiden kann, wenn nicht 100% exakt gearbeitet wird. Außerdem schien mir das Geschützrohr zu hoch zu stehen, es berührte bei Tests fast die Oberkante der Ausschnitte in den Kasematten, lag jedenfalls deutlich über dem Ausschnitt für das Rohr in den Klappen. Ich habe deshalb 44c/d und 44e um je knapp 2mm gekürzt. Das verbesserte die Drehbarkeit bei mir deutlich und auch die Höhe des Geschützes sah jetzt realistisch aus.

      Hier kann man die Rohrwiege 44e gut erkennen. Wie gesagt, die Zapfen wurden nach oben verlängert und die Wiege bei dem hier vorgegebenen waagrechten Strich gekürzt. Da mir dies erst auffiel, nachdem die Rohrwiegen verklebt waren, musste hier vorsichtig mit der Rasierklinge gearbeitet werden.





      Einige Bilder eines fertigen Geschützes, der Einschnitt im Geschützverschluss ist nur aufgemalt.




      Und das Ensemble in der Endmontage:




      Nun harren die 8,8er auf die Fertigstellung der Schwalbennester. Ich will auch probieren, ob man die Oberteile durch die geöffneten Klappen der Schwalbennester reinfummeln kann, dann müsste ich die jetzt noch nicht montieren, das senkt die Gefahr von Beschädigungen beim Weiterbau.
    • Hallo Engelbert,

      was die Rohre der 8,8 angeht: Da kommt einem der Karton sehr entgegen. Der lässt sich auch eng rollen, ohne zu spalten. Ich habe die Rohre nach dem Ausschneiden und Kantenfärben zuerst über einen 1,5mm Draht gerollt, dann über eine Stecknadel und zum Schluss über Draht des passenden Durchmessers (da habe ich in meiner Reserve herumprobiert, ich habe kein Messgerät für den Durchmesser und schaue dann immer, was passt, ich schätze der Draht hat 0,5mm). Gerollt wird mit Daumen und Zeigefingerspitzen beider Hände gleichzeitig, bis das Teil möglichst eng am Draht anliegt.
      Abschließen wird in Abschnitten zu ca. 5mm mit Weißleim verklebt. der weißleim wird dünn auf die Naht aufgetragen, dann wird zusammengepresst und nach ca. 30 Sekunden losgelassen, um eventuelle Überstände abzustreifen, dann nochmal anpressen, bis der Leim abgebunden hat.

      Dauert pro Rohr eine gute Weile, funktioniert aber auch ziemlich gut.


      Könner runden das Rohr grob vor, feuchten das Rohr dann innen leicht an und rollen es dann eng. Wenn das gelingt, schließt sich der Karton ohne viel Druck sehr eng um den Draht. Die Gefahr, dass der Karton sich spaltet oder dass Knicke entstehen, ist allerdings nicht ohne, deswegen wende ich diese Methode für Geschützrohre nicht an.

      Curmudgeon
    • @Curmudgeon

      Danke für die Beschrieibung zum Geschützbau.

      Ich habe mal ein paar Trockenübungen gemacht, das wird aber trotzddem nicht so gut wie bei Dir. Ich denke das liegt an meiner Feinmotorik, die doch schon nachgelassen hat. Ich übe jetzt an den großen Türmen und zeige das demnächstin meinem Baubericht.
      Es grüsst aus Finnland
      Engelbert

      segeln1
      meine Fotos

      Es ist nur Hobby und soll Spass machen - Ich mach nur was ich will und wann ich es will!
      Der Weg ist das Ziel!
    • Teile 40-43 (Bordwände (28+19 =47 Teile)


      Superung
      Die Klappen der geschlossenen 8,8cm Geschütze waren leicht erhaben. Sie wurden deswegen gespalten und dann in ihre einzelnen Segmente zerteilt, bevor sie aufgeklebt wurden (Weißleim)

      So sieht der zu schließende Bereich vorne aus. Um einen besseren Ansatz zu bekommen, wurden vorne und hinten gefärbte Laschen aus dünnem Papier hintgerklebt



      Das Hauptdeck muss in diesem Bereich von unten grau bemalt werden:



      An Steuerbord sieht das Ganze fertig dann so aus:



      Und mit aufgeklebten gespaltenen Klappen:



      Die Anbringung des elliptischen Teils unter dem vorderen Schwalbennest bereitete mir Schwierigkeiten, ein Bullauge ist teilverdeckt, trotzdem habe ich den Eindruck, dass das elliptische Teil noch etwas tiefer hätte angebracht werden müssen.







    • Es ist unglaublich schön anzusehen wie Ihr Drei hier im Forum die NASSAU baut und Euch - und uns - gegenseitig helft und unterstütz! Die ausführlichen Bauberichte und Eure Erfahrungen werden eine große Hilfe für alle Modellbauer sein. daumen1

      Viel Freude noch beim Weiterbau dieses anspruchsvollen Modells,

      Klaus
      »Das muss das Boot abkönnen!«




      Klaus baut kleine Schiffe:
    • Hallo Klaus,

      ja, der Blick links und rechts macht auch beim Bauen Spaß und gute Tipps gibt es außerdem. Ich glaube, die Nassau ist ein Modell, das noch oft gebaut werden wird.

      Das Verlegen der Hauptdecks rückt immer näher, das größte Hindernis waren jetzt die Kettenschächte (Teil 45).


      Diese Hülsen, die die Führungen für die Ankerketten darstellen, müssen ausgesprochen exakt vorgeformt und verklebt werden. Hier wäre es gut gewesen, wenn auch die an die Bordwand gehörenden Enden so groß gestaltet worden wären, dass sie ca. 1mm neben den Ausschnitten der Bordwand anzukleben gewesen wären. Dies hätte bei leichten Verrutschern die Gefahr gebannt, dass die Teile sichtbare Lücken entstehen lassen.

      Ich habe zur Sicherung die stumpfen Klebenähte mit dünnem schwarzen Papier überklebt.

      Die Anbringung gestaltete sich äußerst fummelig und gelang nicht optimal.

      Eine erste Probe zeigte schnell: Locker geht das nicht, einfach so eingeschoben, ergaben sich sowohl an der Bordwand wie auch oben große Lücken und das einge Loch im Spant fasste die Hülse sehr strikt ein, so dass Korrekturbewegungen kaum möglich waren. Als erste Maßnahme wurden daher die Löcher in den Spanten mit einem angespitzten Rundholz aufgeweitet. Zum Glück hatte ich die Spantenabschnitte mit den Löchern verdoppelt, so dass dies ohne Ausreißen der Löcher gelang.


      Von oben sieht es prima aus, die Passmarken liegen exakt aneinander




      Aber von der Seite und mit zur Probe aufgelegtem Hauptdeck wird deutlich: Da fehlt noch Vieles, bis es passt



      Also zur Sicherheit die vorderen Abteilungen gegen Blitzer schwärzen und dann die Hülsen so gut es geht einschieben, zuvor das an die Bordwand kommende Ende mit UHU bestreichen, hier braucht es einen Kleber, der sofort haftet und nicht durchschlägt. Dann mit Hilfe einer Pinzette so gut es geht in Position bringen. Weiteren Kleber mit Hilfe einer Nadel applizieren, darauf achten, dass nicht nur das Ende an der Bordwand sitzt, sondern dass auch das Ende, das zum Hauptdeck zeigt, die richtige Lage hat (durch Auflegen des Hauptdecks kontrollieren).

      Ja, damit kann ich leben, die Anker verdecken ja später auch Einiges:







      Das Hauptdeck mit Wasserpass sieht übrigens höllisch gut aus, das hatte ich zwar schon erwähnt, aber ich sage es gerne noch einmal, das Betrachten macht einfach Spaß.
    • Hallo Klaus,

      da hast du absolut Recht, zum Glück hat Udo für eine Färbung gesorgt, die Fotos sind gegen das Licht gemacht worden, da wirken die Kasematten viel heller als in natura. Schon bei aufgelegtem Hauptdeck stellt sich eine angenehme Dämmerung in den Kasematten ein.

      Aber an der Unterseite das Hauptdecks muss man die entsprechenden Flächen noch selbst per Hand einfärben.
    • Vorbereitung des Hauptdecks
      Schmale Bereiche der Unterseite des Hauptdecks an Bug und Heck grau färben, um die Gefahr von Blitzern auszuschließen


      Zur Sicherheit die Begrenzungslinien auf die unteren Lage des Hauptdecks auf einer Seite übermalen, um auszuschließen, dass hier sichtbar werden. Ich unterließ dies und hatte dann an einigen Stellen diesen unschönen Effekt (zugegeben minimal, das Modell ist diesbezüglich 100% exakt konstruiert, d.h. man sollte auch 100% exakt bauen):



      Die Unterlagen für die Ankerketten schon vor der Montage des Hauptdecks anbringen. So kann man sie auch unter Druck anpressen und eine glatte Verbindung ermöglichen. Nur die schmalen Streifen 47b, 48b und 48d nach der Montage des Hauptdecks anbringen.

      Hier wurden die Begrenzungslinien einseitig übermalt:



      Vorbereitete Unterlage für die Ankerketten



      Nach der Montage




      Als ich Trockenproben mit den Lagen des Hauptdecks machte, stellte ich fest, dass bei mir die beiden Schichten nicht glatt zusammen gingen. Die Unterlage klaffte knapp 1mm auseinander, wenn das Holzdeck exakt auf die Markierungen gelegt wurde. Ich habe das mittlere Segment vom Holzdeck an beiden Enden etwas eingekürzt, dann passte alles.




      Nach der Operation:
    • Vorbereitung des Hauptdecks

      Vom Hauptdeck aus führen 13 Niedergänge (Teil 116) in das Schiffsinnere. Wenn man diese geöffnet darstellen will, sollte man sie vor der Anbringung des Hauptdecks montieren.

      Denn die Niedergänge passen ausgesprochen satt ins Hauptdeck. Bei nachträglicher Montage besteht die Gefahr, dass auf das Hauptdeck um sie herum zu viel Druck ausgeübt wird. Fotos vom Original zeigen, dass die Niedergänge eine Süllkante hatten, d.h. ca. 1mm hoch auch der Hauptdeck ragen müssen. Hier muss entweder die Rückseite von 116 gefärbt werden oder die obere Kante von 116 mit einem 1mm schmalen Streifen aus der Reserve umklebt werden. Ich habe mich für letztgenannte Lösung entschieden, auch wenn die Kante der Niedergänge dadurch recht dick wird.

      Was ich nicht herausfinden konnte, war die Richtung, in die diese Niedergänge zeigten. So habe ich sie nach meiner Logik eingeklebt, d.h. so dass die Matrosen auf der Seite aus Deck kommen, wo mehr Platz ist.

      Niedergänge während der Montage. Die Deckel wurden jeweils in zwei Teile geschnitten und dann rückseitig verklebt, sieht besser aus als mit Knickwölbung.


      Fertige Niedergänge und ein Niedergänd, der gerade seine Süllkante erhält.


      Fertige Niedergänge mit angebrachter Süllkante:


      Und die montierten Niedergänge. Hier sieht man noch ein selbstgemachtes Problem: Ich habe die Ausschnitte für die schweren Geschütztürme etwas zu groß gemacht (Kanten nach dem Ausstechen mit einem Rumdholz geglättet und dabei das Loch leicht vergrößert). Passprobem mit den Geschützsockeln zeigten Lücken zwischen Deck und Sockel. Um dies einigermaßen zu beheben habe ich Kopien aus dünnem Papier so ausgeschnitten, dass ein Ring von ca. 1mm nach innen ragte, dort die Kopien in der Farbe des Hauptdecks angestrichen und diese Ringe dann unter das Hauptdeck geklebt. Beim Einsetzen der Sockel drücken diese nun das dünne Papier zur Seite, es gibt aber nur so weit wie nötig nach und die Sockel sitzen stramm.




      Hier sieht man die unterklebten Korrekturringe von oben:
    • Montage des Hauptdecks

      Mit Sicherheit das am schwierigsten zu verklebende einzelne Teil des ganzen Modells?

      Weit gefehlt, die Montage verlief problemlos, die Passgenauigkeit ist sehr hoch.


      • Ich habe NICHT zuerst das ganze Hauptdeck verklebt (Unterlage 46-46b und Holzdeck 46c-46e), sondern nur die beiden vorderen Teile verbunden.
      • Wie von Udo geraten, habe ich vorne mit dem Verkleben begonnen, das erlaubt es Deck und Führungshülsen der Ankerketten genau auszurichten. Mit einer fast vollen Tube UHU arbeitend (der Kleber quillt leicht heraus) wurden so schnell es ging zuerst die Oberseiten der Spanten bis hinter Turm A und dann die Klebelaschen am Rand eingestrichen und dann das Deck aufgeklebt. Die Ausrichtung war problemlos, die Niedergänge –immerhin 11 Stück- sperrten nicht. Beim zweiten Abschnitt mit den mittleren vier Türmen gestaltete sich die Verklebung kniffeliger, aber das habe ich mir das Leben unnötig schwer gemacht. Ich habe versucht wieder alles mit Kleber einzustreichen, was natürlich jetzt bedeutend schwerer war, weil das Deck hochgehoben werden musste. Es hätte aber vollkommen ausgereicht, nur die Oberkanten des Spantengerüsts mit Kleber zu versehen und zu verkleben. An die Laschen kommt man trotzdem noch gut ran und hätte hier dann ich Ruhe Schritt für Schritt den Kleber mit Hilfe einer Nadel einbringen können. Der Heckabschnitt ließ sich dann ohne jedes Problem an- und aufkleben, es ergab sich an den Seiten nicht der geringste Versatz, auch hinten passte es bis auf einen Abschnitt über einem Schwalbennest perfekt und der kleine Versatz dürfte auf meine Kappe gehen.

      • In Summe m.E. eine ausgezeichnete Konstruktion und vor allem auch eine gute konstruktive Lösung, das Hauptdeck zuletzt aufzukleben.


      Einmal von Heck bis Bug, die Nahaufnahmen, die während der Montage des Seitenpanzers entstanden sind,werden dann auch die phänomenale Passgenauigkeit zeigen.


    • Teile 34-35 (Bordwände, Panzerungsbereich) (20 Teile)


      Baureihenfolge

      • zuerst die acht mittleren weißen Abschnitte anbringen (34d/34e, 35d/35e)
      • hierbei in der Länge beim Ausschneiden zur Sicherheit 2mm zugeben und nach Bedarf anpassen
      • diese 8 Teile gehören UNTER die mittschiffs auf beiden Seiten umlaufende Kante. Sie sollen deren Tiefe exakt ausfüllen, denn die Panzerung mittschiffs (34h/) kommt AUF die umlaufende Kante
      • dann die vier mittleren grauen Teile der Panzerung aufkleben. Ganz vorne muss oben beim umzuknickenden Teil eine kleine Stufe (0,5mm Maximum) geschnitten werden, weil der abzuknickende Teil unter die Kante des Batteriedecks kommt




      Panzerung mittschiff fertig, das rechte Bild zeigt, wie gut sich diese ans Hauptdeck schmiegt



      • als drittes die verdoppelten vorderen und hinteren Teile der Panzerung ankleben, darauf achten, dass die Begrenzungslinien auf der Unterlage komplett verdeckt werden. Die Reserve vorne erwies sich wieder als unnötig, hier kann man m.E. fast schon etwas mehr abschneiden.
      • wer es sich zutraut sollte beim Ausschneiden dieser vier Teile die Linie, die an die Panzerung mittschiffs stößt, schräg schneiden, damit sich die Teile besser an den schrägen Abschluss der Panzerung mittschiffs anpassen
      • am kniffeligsten sind die beiden hinteren Teile, in die lange Schlitze geschnitten werden müssen. Ich hatte hier Bedenken, dass dies bei verdoppelten Teilen noch schwieriger werden würde, aber mit einer frischen Klinge gelang es überraschend gut und das Verkleben bot dank der Verdopplung viel mehr Klebfläche und ging ausgezeichnet. Die Nähte sind perfekt konstruiert und schließen so unsichtbar, wie dies bei dem Werkstoff überhaupt nur möglich ist – eine wahre Freude und normalerweise sind das eher etwas angstbelastete Teile bei mir.


      Bilder der fertig montierten Panzerung:




    • Hallo Inku, hallo Guido,


      vielen Dank für euer Lob ! Ich bin mit dem Rumpf auch insgesamt zufrieden.


      Zwei Teilgruppen galt es noch anzubringen, bevor die ersten Aufbauten in die Höhe wachsen können: Die Sockel der schweren Geschütztürme und die diversen Oberlichte und Bleche auf dem Batteriedeck.


      Teile 49 (Sockel der 30,5cm Geschütztürme) (5x4 + 1x3 = 23 Teile)

      Die aufgedruckten Leitern übermalen, wenn man die Lasercutleitern nicht direkt auf die Sockel klebt, sondern mit leichtem Abstand anbringt, bleiben die Aufdrucke unschön sichtbar.





      Den Buchstaben der Türme in den Turmboden schreiben, das erleichtert bei der Montage die Zuordnung



      Teile 168-194 (Oberlichte und schräge Bleche auf dem Batteriedeck) (39 Teile)

      Diese Teile lassen sich jetzt sehr gut anbringen, es besteht keine Gefahr, dass man sie später versehentlich wieder abreißt – mit Ausnahme der Deckel der Oberlichte, die erst in der Endmontage dran kommen sollten.

      Hier zeigte sich, dass die Wände auf dem Batteriedeck von mir nicht immer mit der erforderlichen Präzision aufgebracht worden waren. Insbesondere Steuerbord achtern war der Abstand zwischen den Markierungen zu groß geworden. Zur Sicherheit wurden die Markierungslinien übermalt.


      Beim genauen Hinsehen sieht man, wo ich gemalt habe:


      Die Oberlichte noch ihne Deckel:





      Ein Vorschlag, wie die Konstruktion es dem (etwas ungenauen) Modellbauer leichter machen könnte:
      Bei Teilen wie diesen eine der beiden schwarzen Begrenzungslinien weglassen (auf dem Batteriedeck ODER auf der Aufbauwand) und an dieser Stelle auch die Farbe (grau bzw. sandfarben) weiter ziehen, so wie beim Modell schon in kleinem Umfang gegeben. Die verbleibende Begrenzungslinie ergibt immer noch einen exakten Ansatzpunkt und die Gefahr, dass die andere Begrenzungslinie unschön sichtbar wird, ist gebannt.
    • Einige Bilder des fertigen Rumpfs, bis hier wurden 509 Teile vom Bogen und 327 hinzugefügte verbaut, die Teile vom Bogen machen ca. 1/8 aller Teile aus.






      Bevor es jetzt an die Aufbauten geht, möchte ich auf einen Aspekt des Bogens hinweisen, der für mich leider eine unnötige Erschwerung der Arbeit darstellt:

      Bei Verdoppelungsfeldern haben etliche Modellbaubögen eine bedruckte Rückseite, wie z.B. die beiden folgenden Bilder zeigen:



      Der Modellbauer ist hier genötigt die beiden Felder auf den Millimeterbruchteil genau zu verkleben, ansonsten drohen leichte Verrutschungen und damit ein optisch sehr unschöner Eindruck.
      Einzige Lösung: Beide Teile separat ausschneiden (ist auch nicht sauber, weil man es nicht 100% identisch schafft).

      Wozu braucht man diese bedruckte Rückseite überhaupt? Der optische Effekt ist in der Regel minimal, bei den Streben "d" im rechten Bild oben sogar überhaupt nicht vorhanden. Im linken Bild soll der doppelte Druck der Konsolen den Effekt der vorgetäuschten leeren Innenfläche verstärken. Aber ganz im Ernst - wer Modelle wie die "Nassau" kauft, dessen Anspruch wird es doch fast immer auch sein, diese Flächen auszuschneiden (oder den Lasercutsatz zu verwenden).

      Deshalb möchte ich an dieser Stelle die Verlage herzlich bitten, diesen Doppeldruck nicht mehr zu verwenden (oder eine großzügige Reserve an farbigem Karton beizugeben, damit man schlicht verdoppeln kann).
    • Moin Curmudgeon ,

      erst einmal vorweg . Dein Bau geht ja kontinuierlich weiter , sieht ja alles sehr gut aus , habe da auch nichts
      hinzu zufügen .
      Das mit den doppelt gedruckten Verdopplungsfelder lass mal so wie sie sind .
      Hier muss ich Udo mal Recht geben . klasse1
      Man sollte diese Felder genau so wie die anderen Bauteile behandeln , akurat ausschneiden , exakt falten und kleben .
      Nach dem Trocknen und auch dabei ordentlich beschweren , sollte man die Teile nicht von einer Seite aus- od. beschneiden ,
      sondern mit leichten Druck des Messers von beiden Seiten ein- od. beschneiden . Messer dabei gerade halten .
      Der Druck des Bogens hier ist sehr genau . Habe dieses bei den Ruderblättern bemerkt und habe dieses bei
      der Prinz Eugen von CFM , wo die Verdoppelungen auch spiegelbildlich und genau gedruckt wurden , praktiziert.
      Funktioniert ausgezeichnet . Nur dauert das Alles ein bisschen länger .
      Außerdem gibt es ja noch die LC Sätze , da kann man sich die Prozedur sparen . Manchmal muss man die
      LC Teile auch noch mit den beiden bedruckten Seitenteile einzeln , von beiden Seiten , bekleben , wegen
      der aufgedruckten Struktur , Knotenbleche etc .

      Das wär`s mal von mir !

      tschö1
      Es grüßt aus BI

      Ewald matrose1 Kartonschneider
    • Curmudgeon schrieb:

      Deshalb möchte ich an dieser Stelle die Verlage herzlich bitten, diesen Doppeldruck nicht mehr zu verwenden (oder eine großzügige Reserve an farbigem Karton beizugeben, damit man schlicht verdoppeln kann).
      Das kann ich nur unterstützen.
      Es grüsst aus Finnland
      Engelbert

      segeln1
      meine Fotos

      Es ist nur Hobby und soll Spass machen - Ich mach nur was ich will und wann ich es will!
      Der Weg ist das Ziel!
    • Hallo Ewald,

      vielen Dank für Deine Darstellung.

      Wie ich schon schrieb, liegt für mich das Problem bei diesen Teilen eben gerade darain, dass es zumindest für mich nicht möglich ist, diese Felder so zu verdoppeln, dass sie exakt aufeinanderliegen. Da hilft mir dann auch kein Ausschneiden von beiden Seiten, wenn die Teile zueinander leicht verrutscht sind, kann man mit dem Ausschneiden nichts mehr retten. Sind sie dagegen wirklich 100% exakt aufeinandergeklebt, kann man m.E. auch von einer Seite ausschneiden, eine frische Klinge vorausgesetzt.

      Herzliche Grüße

      Curmudgeon
    • Hallo Lars,
      das von Dir beschriebene Problem taucht leider recht häufig auf. Das Problem entsteht beim Falten des Teiles. Ich habe mir da angewöhnt, das Teil nicht zu rillen, sondern zu ritzen. Dadurch kann ich bevor der Kleber abbindet, die obere Fläche recht genau auf die Kante der unteren schieben.
      Bei den von Dir beschriebenen Teilen ist das aber keine Garantie, daß die Sache nicht doch um Bruchteile verrutscht. In solchen Fällen schneide ich bei der oberen Hälfte und der unteren Hälfte eine oder zwei markante Ecken des Bauteils frei. Das hilft dann beim Aufeinanderkleben sehr, die Sache gut auszurichten.
      LG
      Kurt

      Meine Untaten

      Wenn Regierungen versprechen, sich an die Regeln zu halten, und sie dann absichtlich verletzen, ist das kein Unvermögen. Das ist Betrug!
      (Hans-Werner Sinn)
    • Moin Lars,

      Dein Linienschiffs-Dickerchen mit seinen sechs "Eierbechern" macht sich ausgezeichnet, man kann schon sehr gut sehen, welch schönes Modell da entsteht. cool1
      Das Problem mit den nicht kongruent hinzubekommenden Bauteilen bei Faltflächen hab ich dank Maltechnik zwar nicht unbedingt.
      Die Methode von Kurt hört sich jedoch ausgesprochen probat an! ja 2

      lg.
      Tommi
      ....und ab dafür! rollen1
      Vergammelte Werke