SMS Nassau vom HMV in 1/250 konstruiert von Udo Kallina

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Hallo Tommi,

      vielen Dank für Dein Lob ! Die ausgezeichnete Konstruktion erleichtert die Arbeit natürlich bedeutend.



      Es geht in die Höhe: Die Teile 50-68 betreffen den vorderen Aufbau mit nochmal vier 8,8 Geschützen und Panzerstand.

      Aber bevor ich hier weitermachte eine Frage: Demnächst kommen die ersten Niedergänge von Lasercut zum Einsatz - welche Farbe sollten die Treppenstufen erhalten? Waren die ohne Auflage aus Metall oder doch aus Holz oder mit Auflage (Linoleum etc.) ?



      Zum Vorgehen beim Aufbau zuvor einige grundsätzliche Anmerkungen:

      1) Es gibt Spantengerüste, die hauptsächlich die Aufgabe haben, das nächste Zwischendeck zutragen. Ich habe aber zuerst die jeweiligen Aufbauwände aufgeklebt und erst dann die Spanten eingesetzt. Dies erwies sich als sinnvoll, da hier verschiedentlich gekürzt werden musste.


      2) Irgendwie gelingt es mir mit meinem treuen alten Küchenmesser bei der "Nassau" nicht sauber knickende Rillkanten hinzubekommen. Deswegen wurden alle zu knickenden Klebelaschen abgetrennt und durch hinterklebte Laschen aus einer auf Bastelkarton ausgedruckten Kopie ersetzt. Gerillt wurde ansonsten soweit wie möglich von hinten


      Hier sieht man den Aufbau 51, in den ein Teil der Spanten (50) eingezogen worden sind.Gut erkennbar auch die separat angebrachten Laschen.
      Die Draufsicht zeigt, dass in den Turm ein Tunnel eingebaut wird, der dann vom Turm über eine Flying Bridge zum mittleren Aufbau führen wird.




      Hier ist der Ausgang des Tunnels gut sichtbar. Die Abwesenheit von Knicklinien auf dem Turm macht sich optisch sehr positiv bemerkbar.



      Die Aufbauwand 52 wird montiert. Auf die kleinen runden Markierungen kommen späten zwei der 14 Kohlewinden. Rechtes Bild: Die Schotten sind aufgeklebt (Weißleim).





      Laut Bauanleitung soll man die Teilgruppe 52 ganz abschließen, das Deck 53/53a verlegen und dann den erwähnten Tunnel anbringen. Ich habe den Tunnel ab lieber VOR dem Deck 53 angebracht. So ließ er sich m.E. leichter einschieben und verkleben.





      Um Blitzer zu vermeiden, sollte er oben mit dunklem Karton geschlossen werden. Die Passgenauigkeit dieser kniffeligen Teilgruppe ist exzellent., das Deck 53 stößt EXAKT am Tunnelausgang an - optisch ein ausgesprochen zufriedenstellendes Ergebnis.
    • Zwischen Aufbauwand 51 und Aufbauwand 52 verläuft ein schmaler Gang, an dessen Außenseite je eine halbrunde Säule (Stütze eines 8,8 Geschützes?) kommt und der mit einem Schott endet. Das Foto zeigt leider diese Schotten nicht sehr klar.




      Die vordersten Abschnitte der Aufbauwand 52 (sie reichen bis zu den halbrunden Säulen) sind rückseitig weiß, bleiben aber sichtbar. Man sollte sie entweder rückseitig grau färben oder mit einem passend geschnittenen Stück aus der Reserve bekleben, ich habe mich für Letzteres entschieden, weil das diesen Teilen auch mehr Stabilität gibt. Setzt man diese zusätzlichen Wandabschnitte nach der Montage von 52 an, kann man sie gut auf dem Hauptdeck aufruhen lassen. Ich bekomme bei stumpf auf Decks geklebte Wände zwischen Wand und Deck oft eine dünne durchsichtige Naht, die im Gegenlicht sichtbar wird. Die hinterklebte zweite Wand schließt diese Naht, keine Blitzer mehr.

      Hier nocheinmal Bild 31 - der überklebte weiße Wandabschnitt hinter der Halbsäule ist an Backbord gut sichtbar.



      Die rückseitig zu verklebenden Teile 52g stellten wohl im Original eine Schutzwand gegen überkommende Seen dar, die bei Bedarf geöffnet werden konnte. Auf der Rückseite wird diese durch eine Konsole gestützt. Die Markierungslinie für die Konsole ist leider nicht gespiegelt wurden, so dass sie auf einer Seite nicht hinkommt. Sie musste daher bei einem Teil übermalt werden, weil sie hier nach außen zeigt:



      Auf dem rechten Bild kann man die Konsole einigermaßen erkennen.

      Erst nach der Montage des Zwischendecks 53/53a wurden die gewölbten Abseckungen 52i und 52j (die Kleinbuchstaben "i" und "j" ähneln sich übrigens sehr, Großbuchstaben wären ggf. bei der Teilekennzeichnung vorzuziehen) unter den 8,8 Geschützen angebracht. Sie passen ausgezeichnet.




      Außerdem wurden jetzt die Leitern vorne an den schweren Geschütztürmen angebracht. Die Laserteile wurden mit einer spitzen Pinzette an den Enden um 90° nach hinten geknickt (Leiter oben im linken Bild) und dann aufgeklebt. Der optische Effekt gefällt mir gut.





      In den kommenden Tagen geht es an die 8,8 Geschütze. Auch bei denen hat sich Udo wieder einen neuen Höhenrichtmechanismus ausgedacht. Ich bin gespannt, wie das funktioniert, so ganz habe ich anhand der Zeichnungen in der Anleitung noch nicht versdtanden, wo KEIN Kleber hinkommt.

    • Hallo Curmudgeon,


      meine Meinung zum Thema Klebelaschen:
      die gehörten allesamt als separates Klebeteil ausgeführt. Das wird immer viel geauer!
      Jedoch wird dann der Eine oder Andere sagen: Ich will eigentlich ein Modell bauen und nicht nur Klebelaschen ausschneiden.
      Also ist es immer eine Abwägung des Konstrukteurs. denk1 denk1
      Und wer will, macht es dann sowieso wie er es will. zunge 1


      Curmudgeon schrieb:

      Die rückseitig zu verklebenden Teile 52g stellten wohl im Original eine Schutzwand gegen überkommende Seen dar, die bei Bedarf geöffnet werden konnte. Auf der Rückseite wird diese durch eine Konsole gestützt. Die Markierungslinie für die Konsole ist leider nicht gespiegelt wurden, so dass sie auf einer Seite nicht hinkommt. Sie musste daher bei einem Teil übermalt werden, weil sie hier nach außen zeigt:
      das geht klar.



      UND:
      Verklebe Teil 54d keinesfalls mit Teil 54a Blume 2

      Viele Grüße,
      Udo
    • Hallo Guido,

      ich werde mich mal nach Leitern umsehen, hoffentlich werde ich fündig. Grau wäre logisch, Metall ist stabil.



      Hallo Udo,

      ja, es dauert länger, gibt aber eine sauberere Verbindung. Außerdem, wenn man mit einer Kopie arbeitet, sind passgenaue separate Laschen recht schnell erstellt.

      Vielen Dank zum Hinweis auf 54a / 54d, auf die Konstruktion bin ich wirklich gespannt. Wenn die 8,8er monmtiert sind, kann man sich recht zügig bis zum vorderen Schornstein vorarbeiten.

      Curmudgeon
    • Hallo Udo,

      danke für die beiden Bilder ! Bei den Fallreeps ist es m.E. eindeutig: Gelochte Stufen sind Metallstufen, macht auch bei diesen Teilen, die ständig nass werden, Sinn.

      Auch bei der anderen Leiter tendiere ich zu Einstufung "Metall". Auf Jeden Fall denke ich, dass einheitliches Grau als Leiterfarbe somit gut passt.



      Curmudgeon
    • Hallo Lars,

      ich verfolge den Bau höchst interessiert aus dem Hintergrund! daumen1

      Was den Niedergang betrifft, so bin ich der festen Überzeugung, dass es sich bei dem Niedergang um Holz handelt. Um genauer zu sein, um in die Stufen eingelassene Grätings.
      Siehe Alberichs Schleswig Holstein...

      Hier das entsprechende verlinkte Bild:
      i55.servimg.com/u/f55/11/85/02/28/dscn3114.jpg

      Diese Stufen hatten wir bei der Marine auch an Bord.

      Gruß Peter
    • N'abend Lars,

      ich würde es so machen, wie von Tommi beschrieben.
      Auch wenn es möglicherweise nicht ganz Original ist, ich persönlich würde alle Niedergänge so in dem Muster einheitlich halten - einfach weils gut aussieht.
      So ist eine einheitliche Linie im Modell erkennbar und gibt dem Ganzen die Detailtiefe. Graue Niedergänge verschwinden im Einheitsbrei der grauen Aufbauwände...

      Just my 50cts...

      Viele Grüße Peter
    • moin1 Zusammen ,

      für die Niedergänge hat doch Udo alles in Einheitsgrau gezeichnet , die Fallrepp`s sind in
      verschiedene Grautöne gedruckt .
      Aber mir fehlen immer noch die Plattenstöße . Warum hat Udo die Grätings darin nicht in
      Mahagoni-Braun gezeichnet ? Die waren auch wohl da , aber Einheitsgrau ist schöner .
      Der Schmadding würde sagen . Pöne sie in brauner Farbe . passta . mahlzeit1

      flagge1
      Es grüßt aus BI

      Ewald matrose1 Kartonschneider
    • Hallo,

      vielen Dank für die Tipps zu den Stufen der Niedergänge. Ich werde es mit einer dezenten Färbung, die der Farbe der Linoleom-Decks möglichst nahekommen soll, versuchen.

      Auf das erste "Deck" des vorderen Aufbaus kommt die Aufbauwand 53J. Ein komplexes Teil, das die Einschnitte für die vier 8,8 Geschütze enthält. Auch hier wurden wieder alle Knicklaschen entfernt und durch hinterklebte Laschen ersetzt. Hinten wurde zusätzlich eine senkrechte Lasche angebracht, die 53 stabil schließt. Aufgeklebt wurde das Teil Stück für Stück, beginnend Steuerbord hinten. Die zu rundenden Abschnitte auf der Backbordseite bereiteten mir Probleme, hier hatte ich nicht genug Platz, so dass sich eine Rundung ergab, die nicht mit der Vorzeichnung auf dem Deck zur Deckung zu bringen war. Um Lücken zu den Sockeln der 8,8er zu vermeiden, wurden die zu rundenden Abschnitte jeweils vorne mit einem Skalpell durchtrennt und der zu lange Abschnitt nach innen geführt.
      Das Spantengerüst wurde erst nach der Montage von 53J und den 8,8 Geschützen eingebracht.



      Die beiden Fotos zeigen, dass ich bei der Formung von 53J meine liebe Not hatte. Die die über den 8,8ern anzubringenden kleinen Platten 53n und 53o (sie sollten alle mit der nach unten zeigenden Seite geschwärzt werden, um Blitzer zu vermeiden) sind alle deutlich schief.


      Hier wurden nun die fertigen 8,8er eingesetzt. Zur Verleimung wurde Weißleim auf den Markierungen auf dem Deck und hinter den zu rundenden unteren Abschnitten aufgetragen. Bei letzteren darf es nicht zu viel sein, sonst quillt der Leim oben heraus und gefährdet die Drehbarkeit der Geschütze.

      Die zwei Geschütze an Steuerbord sind montiert (Bild links), leider ergeben sich deutliche Zwischenräume zu den an sie anschließenden Panzerblechen. Hier wären deutliche Blitzer aufgetreten.





      Deswegen wurden dunkelgraue Blenden aus dünnem Papier von hinten eng um die Geschütze führend verklebt, hier muss man darauf achten, nicht versehentlich den Drehmechanismus der Geschütze festzusetzen.
      Das rechte Bild in der oberen Reihe zeigt die gute Wirkung dieser Maßnahme im Vergleich zum unverblendeten Geschütz:



      Alle vier 8,8er montiert

    • Nun zu den 8,8ern. Wie weiter oben gezeigt, erneut eine neuartige Konstruktion. Das Geschützrohr wird durch ein Loch in einer Platte gesteckt, hinter der sich ein aus zwei Kartonstreifen gebildeter Aufnahmemechanismus befindet. Diese beiden Kartonstreifen, 54 und 54a werden längs an den Enden zusammengeklebt, so dass sich ihr mittlerer Abschnitt zu einer Art "Tasche" öffnet, wenn man von oben vorsichtig Druck ausübt. Hört der Druck auf, sollen die Teile wieder zusammenschnappen. In diese aufgeschnappte Öffnung soll nun das Geschützrohr eingeführt werden, nachdem es durch das Loch in der Platte geschoben wurde.
      Platte und Tasche dürfen nicht miteinander verklebt werden, das Rohr denke ich sollte allerdings schon in die "Tasche" geklebt werden.

      Hier noch einmal die Bilder der Anleitung:



      Ich habe dies beim ersten Geschütz auch durchgeführt, es ist mir allerdings nicht überzeugend gelungen. Zwar lässt sich das Rohr etwas nach oben und unten schwenken, hat jedoch eine deutliche Tendenz in die Ausgangslage zurückzukehren.

      Die "Tasche":



      Bei den Geschützen 2-4 habe ich deshalb zu einer anderen Lösung gegriffen: Es wurde der auf 70% verkleinerte klassiche Schwenkmechanismus der 15cm Geschütze der "von der Tann" verwendet. Recht fummelig, aber mit einem guten Ergebnis.

      Die Einzelteile des abgewandelten Geschützes, am Ende des schon fertigen Rohrs wurde eine Schicht Karton weggeschabt (rechtes Bild zeigt dies), damit das Rohr glatt in das Loch der Walze geklebt werden kann, verklebt wurde mit Sekundenkleber. Bei den Geschützen 3 und 4 kam ich auf die Idee nicht einen Draht, sondern das Ende einer Stecknadel einzukleben, deren Spitze 1-2mm hinten aus dem Rohr ragt. Diese Spitze bohrt sich dann in die Rückseite der Walze und sorgt für zusätzliche Stabilität.
      Der Blick in das Geschütz täuscht, die Innenwand wurde komplett geschwärzt.




      Die fertige geschwärzte Box mit dem Geschütz wird vom oben in den schon geschlossenen Geschützturm eingeschoben. Sehr eng und man muss den Geschützturm etwas biegen, aber es geht. Anschließend wurde unten die Bodenplatte eingeklebt (sichtbar im linken oberen Bild), die auch an die Unterseite der Box geklebt wird. So sitzt die Box fest im Turm.



      Schwenkbarkeit des Geschützes:






      Die Wandung der Geschütze hatte –ähnlich wie die der 15cm Geschütze) an ihrer oberen Kante ein oder zwei Öffnungen, vermutlich Sehschlitze. Diese fehlen und müssen eigenhändig eingebracht werden. Das folgende Bild zeigt noch den ersten Versuch mit einer Abdeckplatte aus gespaltenem Karton (orientiert an einem Foto von der SMS Posen). Diese sitzt aber zu hoch und würde komplett von der Wand 53J verdeckt. Sie musste wieder abgelöst und 2mm weiter unten angesetzt werden.




      Jetzt fehlen nur noch wenige Teile, bis Deck 55 aufgebracht werden kann.
    • Hallo, ihr Lieben,

      vielen Dank für euer Lob !

      Zwischendurch habe ich auch mit den Kleinteilen angefangen, damit die nicht später alle nacheinander kommen.

      Insgesamt 14 Kohlewinden a 9 Teile sind zu bauen:

      Bild 1 zeigt im Vordergrund die Teile. Eine Winde besteht aus dem Sockel, der von zwei stark abgewinkelten Konsolen gestützt wird. Letztere genau auszurichten ist schwierig und weil es verdoppelte Teile sind, müssten sie an ihrer zum Sockel zeigenden Seite deutlich angeschrägt ausgeschnitten werden. Das habe ich nicht geschafft. Eine andere Überlegung wäre es, die Konsolen nicht zu verdoppeln.

      Der Kopf besteht aus einem MIttelstück, d.h. einem winzigen Kasten - der Karton erlaubt es tatsächlich, diesen sauber zu falten, ohne das der Karton sich spaltet. Seitlich angebracht sind die eigentlichen Winden. Beim Original waren die wohl außen größer als in ihrer Mitte, wie Windenköpfe halt so sind. Das lässt sich aber bei diesen winzigen Teilen m.E. beim besten Willen nicht umsetzen. Das 1-Cent-Stück zeigt ja die Dimensionen dieser Baugruppe.



      Die Windenköpfe exakt ausgesichtet anzubringen, ist mir wiederholt nicht gelungen, ein bisschen schief wurden viele von ihnen, das ist aber nur im Makro sichtbar.




      Auf das Deck 55 kommen u.a. die ersten vier Scheinwerferrichtgeräte (Teil 58) -weiß jemand wie die funktionierten?

      Sie ähneln den Kohlewinden, aber statt der Windenköpfe gibt es je drei Handräder, die dem Laserecut entnommen wurden




      Und schließlich bietet der Lasercut noch 13 Niedergänge, die der normale Bogen nicht aufweist. Diese führen vom Hauptdeck ins Schiffsinnere. Einen habe ich zur Probe fertiggestellt, hier sieht man auch die von mir gewählte Farbe für die Stufen.
      Dieser Niedergang passte sehr knapp in die Öffnung, hier Kleber zu verwenden, wäre ein Fehler.
      Der dicke Karton erlaubt aber das Einschieben, ohne dass der Niedergang zu einem modernen Kunstwerk wurde, allerdings habe ich auch die Rungen (? - wie nennt man die Seitenteile??) und die seitlichen Profile der einzelnen Stufen mit Weißleim verklebt.







      Das ist so ziemlich der aktuelle Stand. Bevor Deck 55 drauf kann, müssen zwischen dem "Turm" und dem vorderen Aufbau einige kleine Relingstücke und zwei Niedergänge 56 angebracht werden und die Niedergänge aus dem Lasercut muss man sehr vorsichtig biegen, verkleben und gut trocknen lassen. Das braucht seine Zeit.

      Außerdem kämpfe ich mit dem vorderen Panzerstand, der mir große Schwieirgkeiten bereitet, hätte ich den Bogen 2x, wäre der erste Versuch schon in der Rundablage gelandet. Dazu vielleicht später mehr.

      Curmudgeon
    • Hallo Curmudgeon,

      habe mir gerade Deinen Baubericht durchgelesen - wie immer bei Dir sehr sauber und fein gebaut! Eine Quelle vieler hilfreicher Bastelinformationen für Nachbauer! daumen1

      Servus
      hvt
      Der brüllende Mensch möchte gefährkich wirken, der schweigende Mensch kann gefährlich sein - also Vorsicht, wenn ich mal gar nichts mehr sage..... grins 3
    • Hallo Hagen,

      vielen Dank für Deine freundlichen Worte ! Ich freue mich, dass Du mitliest !!

      Wie schon angedeutet, gab es beim Panzerstand (Teil 59) Probleme:

      Hier einmal die Anleitung und die Teile der Baugruppe:





      Wie man sieht, zerfällt die Wand des Panzerstands in zwei Abschnitte, der dünne obere Abschnitt mit den Sehschlitzen (die ich nicht ausschneiden konnte, unten bliebe nur ein Steg von einem Millimeterbruchteil Dicke) soll in einem Winkel zum unteren Abschnitt stehen.


      Beim Bau des Panzerstands habe ich einen schwerwiegenden Fehler gemacht, der die Optik der Teilgruppe leider sehr herabsetzt.
      Grundsätzlich erscheinen mir Grund- und Deckplatten derartiger Baugruppen immer zu dünn. Ich ziehe hier verdoppelte Teile vor. Dementsprechend habe ich 59 und 59e verdoppelt und die entsprechende Marge beim Spantengerüst 59a/b oben und unten weggeschnitten. Das kam mit 59 auch wunderbar hin, aber 59e soll offensichtlich nicht IN 59c geklebt werden, sondern AUF 59c aufruhen.

      Hier die vorbereiteten Teilgruppen, links 59c, daneben die verklebten Teile 59/59a/59b/59e:


      Mein Fehler wurde mir leider erst klar, nachdem ich die zuvor zusammengeklebten Teile 59/59a/59b/59e eingeschoben und unten sowie an den Kanten der Spanten mit 59c verklebt hatte.

      Ich gedachte den dünnen oberen Streifen an 59c abschließend um 59e zu kleben und ging davon aus, dass sich der Anschluss dieses Streifens unten dann von alleine ergeben würde. Doch der Streifen erwies sich als 1mm zu kurz, er hätte eben UNTER 59e gehört.


      Dadurch ergab sich eine Verschiebung, die außerdem dazu führte, dass der Streifen unten ca. ab der Hälfte überlappte und Wellen schlug – optisch ein Alptraum.


      Die beiden folgenden Bilder zeigen die Teilgruppe mit dem wieder abgelösten Streifen, kein schöner Anblick:




      Ich hoffte, es ließe sich etwas retten, wenn ich der Streifen vorsichtig ablöse und bei der Montage unten verklebe und erst dann an 59e, aber das brachte leider auch nichts.

      Im Ganzen sieht es jetzt so aus:



      Die Überlappung ist unverkennbar, auch der Spalt wird deutlich sichtbar, das rechte Bild zeigt, wie es sein sollte.


      Von unten sieht das wie folgt aus:



      Das hat mir doch sehr die Petersilie verhagelt.Ich brauche davon jetzt erstmal Abstand und überlege mir, ob ich weiterbaue.


      Curmudgeon
    • So ein Fehler kann immer passieren. Mit sowas habe ich mich auch schon des öfteren mal rumgeschlagen. Ich mache das in so einem Fall immer folgendermaßen.
      Ich hätte er Teil 59 c geformt und verklebt. Dann Teil 59 von oben rein geschoben, um die Form erst mal hinzubekommen und um zu schauen obs auch passt. Es kann passieren, dass man solch einen Deckel unter Umständen mal ein wenig beischeiden muss. Dann hätte ich das Innenkreuz eingesetzt und oben den Deckel verklebt. Gegebenenfalls muss man den auch manchmal ein wenig beischeiden. Bei der Methode mach ich mir immer alles passend und man sieht nichts mehr äußerlich von einer Änderung oder Passungenauigkeit der Teile.
      Bei solchen komplizierten Sachen mach ich mir auch ab und zu vorher eine Kopie um auch sicher zu gehen. Aber eigentlich müsste das bei den HMV Modellen normalerweise passen.
      Vielleicht kann ja Udo was dazu sagen.
      Viele Grüße bis bald

      Guido

      Ich bau was mir gefällt, das ist meine Welt. Recht zugig geht´s voran, ich tue was ich kann.
      karton1 Wie Sie halt so sind tanz 1 tanz 1 tanz 1 tanz 1



      .
    • Hallo Curmudgeon,

      ich war gestern in Kiel und habe die empfehlenswerte Ausstellung zum Matrosenaufstand 1918 im Schiffahrtsmuseum besucht. Ich habe ein Fotos von Bord der NASSAU gefunden welches - mir zumindest - unbekannt war. Ich stelle es hier ein in der Hoffnung dass es nützlich ist. Besonders bei den auf dem Tum gelagerten Booten musste ich an Dich denken.

      Viele Grüße,

      Klaus



      »Das muss das Boot abkönnen!«




      Klaus baut kleine Schiffe:
    • Hallo Klaus, hallo Jürgen,

      vielen Dank für die Bilder bzw. den Link, da sind noch etliche Ansichten, die ich gut gebrauchen kann, dabei!


      Ich wollte hier erst weiterschreiben, wenn ich das Problem mit dem Kommandostand gelöst habe und dank der Großzügigkeit des HMV ist es perfekt gelöst: Der Verlag hat mir einen Ersatzbogen geschickt. Wie die Bilder zeigen, ist der K-Stand absolut korrekt konstruiert.

      Bei zweiten Bau habe ich nur die Boden- und die Zwischenplatte verdoppelt und im oberen Abschnitt des K-Standes eine Längsstrebe eingezogen, damit sich die oberste Platte, die nicht verdoppelt wurde (das hätte auch keinen Sinn gemacht, weil sie nicht dafür konstruiert ist, IN den K-Stand eingeklebt zu werden, sondern AUF dem oberen Abschnitt zu liegen) sich nicht durchbiegt, wenn man den E-Messer mit etwas Druck aufsetzt.

      Die ersten drei Bilder zeigen den neuen K-Stand während der Fertigung, wie man sieht, lassen sich die beiden Abschnitte der Wand ganz glatt miteinander verbinden, der üble Überhang, den ich produziert hatte, war mein Fehler.
      Bild 4 zeigt dann der im Kern fertigen K-Stand.






      Und hier ist der K-Stand auch schon montiert (es war ratsam, die schwarzen Begrenzungslinien auf dem Deck zu übermalen). Das Gewirr an Streben sind die Stützen, auf denen das untere Scheinwerferdeck ruht, zu diesem später mehr.



      Auf den K-Stand kommt jetzt noch das Basisgerät, das ein paar Okulare aus gezogenem Gussast erhielt, eine massivere Stütze vorne, die den vorderen Ausläufer des Scheinwerferdecks tragen wird und eine dünne Strebe auf dem kleinen Kreis, die direkt unter dem Kreiselkompass auf dem Scheinwerferdeck endet, wie es die weiter oben von Jürgen eingestellte Skizze zeigt. Dieses Teil ist m.E. beim Original ein Zylinder gewesen, durch den "Daten" vom Kompass in die Kommandozentrale übertragen wurden. Das zweidimensionale Kartonteil wird durch gezogenen Gussast ersetzt werden.

      Hier noch ein Bild des ersten Versuchs. Da hatte ich die Sehschlitze mit Krystal Clear verglast. Davon habe ich beim zweiten Versuch Abstand genommen, weil ich es optisch unschön fand, dass die untere Reihe Sehschlitze nicht ausgeschnitten waren (da bliebe nach unten nur ein hauchzarter Steg stehen, würde mir sehr weahrscheinlich ziemlich misslingen).



      Und ein Bild vom schon lange fertigen Basisgerät (leider mit Schatten):



      In der Zwischenzeit war ich nicht untätig, weitere Decks und der vordere Schornstein sind fertig. In Arbeit ist der vordere Mast. Hierzu einige Fragen:

      Wie verfahre ich am besten mit den langen Funkantennen?

      Im Original waren diese Funkantennen wohl rund - Bilder, die dies zweifelsfrei zeigen, konnte ich leider noch nicht finden. Ein Ersatz der Kartonteile durch Teile aus Draht mit Papier umwickelt scheint mir aber vom Gewicht her riskant. Selbst bei der Verklebung mit Sekundenkleber wird m.E. kaum eine Stabilität erreicht, die es erlaubt, hier später aus Fäden hergestellte Takelage mit Zug zu befestigen.


      Wie war der exakte Winkel der Antennen sowohl nach hinten als auch die Spreizung zueinander? Fotos vom Original suggerieren je nach Perspektive die unterschiedlichsten Winkel. Z.T. scheint es mir so, als ob sich diese Antennen sogar verstellen ließen (vor allem eine Postkarte der "Westfalen" zeigt m.E. eindeutig vorne viel weiter voneinander abgespreizte Antennen als hinten).





      Soweit zum aktuellen Stand. Der Mast sollte m.E. erst in der Endmontage drankommen, d.h. man muss vorne auch noch einige kleine Plattformen weglassen.
    • Hallo Curmudgeon,

      ich habe mir wirklich lange Gedanken gemacht, ob diese Funkenstengen in diesem Maßstab noch sinnvoll verarbeitbar sind. kratz1
      Ich habe es also erst einmal selbst getestet arbeit2 (ohne Lasercut frech 2 ).

      Dann dachte ich mir, wer es will, der kann es schaffen. Selbst, wenn es zwei oder drei Anläufe benötigt. augenbraue1
      Die Silhouette der Nassau wirkt einfach tyischer mit diesen gebogenen Stengen.

      (gehärtet habe ich nur mit Weißleim, ich vermeide Cyanoacrylat-Klebstoffe)

      Da ich mit "Wonderwire" getakelt habe, sind die Zugkräfte auf diese filigranen Gebilde minimiert.

      Die Winkel der Flunkenstengen kannst du der Bauanleitung auf Seite 22 entnehmen. Da gibt es eine 3-Seitenansicht im Maßstab 1:1 zwinker1
      Viel Spass beim Weiterbau.


      Viele Grüße,
      Udo
    • Hallo Udo,

      vielen Dank für den Hinweis auf die Bauanleitung, so weit hatte ich noch gar nicht genau nachgesehen.

      Wahrscheinlich werde ich einen Gutteil der takelage aus gezogenem Gussast ausführen, da hängt dann außer dem Gewicht der Plastikfäden kein Zug dran.

      Zuerst muss ich mir aber eine Halterung bauen, in die ich den weiter wachsenden Mast bei der Arbeit stecken kann.

      Curmudgeon