SMS Nassau vom HMV in 1/250 konstruiert von Udo Kallina

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    • Hallo,

      das Basisgerät ist drauf, damit kann diese Baustufe weitgehend abgeschlossen werden. Hinzu kommen noch die Teile 59n (im Original wohl ein nach oben führendes Rohr, das Kartonteil wurde durch gezogenen Gussast ersetzt) und 59o-q, eine Stütze für das darüberliegende Peildeck (?), jedenfalls für Teil 62.




      Parallel zur Arbeit am vorderen Aufbau wurden 13 Niedergänge in das Hauptdeck eingebracht, hierbei fanden jeweils die Teile aus dem Lasersatz Verwendung.

      Diese Teile ließen sich zu meiner Freude bei vorsichtigem Vorgehen gut verarbeiten. Der HMV hat hier einen dickeren Karton als z.B. beim kürzlich herausgebrachten Bogen mit Niedergängen gewählt und das kommt mir entgegen. Mir war es so möglich, wie folgt vorzugehen:

      1) Niedergänge in der Platine bemalen
      2) Einzelne Treppenstufen vorsichtig mit einer Pinzette in Form drücken
      3) Die Stege an einer Wange durchtrennen
      4) Diese Wange vorsichtig mit kaltem Druck hochbiegen. Hier wurde zuerst eine Pinzette verwendet und dann eine Kante von einem Geodreieck
      5) Stufen nochmals sauber ausrichten
      6) Wange mit Weißleim einstreichen und anpressen, festhalten, bis der Leim getrocknet ist



      7) Nach gründlichem Durchtrocknen die mit der Wange verklebten Stufen nun ebenfalls mit kaltem Druck hochbiegen, so dicht wie möglich an die zweite Wange heran
      8) Zweite Wange mit Weißleim einstreichen, Treppenstufen anpressen, festhalten, bis der Leim getrocknet ist




      9) Nach gründlichem Durchtrocknen den kompletten Niedergang aus der Platine trennen, soweit erforderlich Kanten einfärben

      Das Einbringen in die Kästen im Hauptdeck erwies sich als schwieirg, z.T. mussten diese seitlich aufgeweitet werden. Dank des dicken Kartons konnten aber die meisten Niedergänge eingeschoben werden, ohne dass sie sich nennenswert verbogen. Die Verewendung von Leim war ABSOLUT unnötig, die letzten 4-5mm waren auch trocken nicht leicht zu schaffen (Das letzte Bild zeigt einen Niedergang, der nicht ganz so weit reinging, wie er sollte). Ich denke die winzigen Stege zwischen den einzelnen Stufen und den Wangen machen die Niedergänge etwas breiter, der Wert von maximal 0,5mm wurde vieleicht bei der Breite der Kästen, die ja ursprünglich keine Niedergänge aufnehmen sollten, nicht einberechnet.




      Fazit: Sehr schöne Laserteile. Während sich die Niedergänge auf dem von HMV separat herausgebrachten Bogen aufgrund des dünneren Kartons leichter in Form biegen lassen, erlaubt dieser dickere Karton ein beherzteres Zugreifen, das liegt mir persönlich mehr, so dass ich mir auch noch einen Extra-Bogen mit Niedergängen in dickem Karton vom HMV kaufen würde, dann könnte ich endlich bei meinen älteren Schiffen einige Niedergänge austauschen.

      Curmudgeon
    • Hallo Curmudgeon,

      ich freue mich, dass es auf deiner Werft weiter geht.

      Meine Nassau liegt gerade in meinem Geschäft vor Anker.
      Und die einhellige Meinung meiner Kollegen. "Toll, aber dazu hätte ich keine Geduld und und und"
      Aber diese und ähnliche Aussagen kennen wir Kartonmodellbauer ja alle.

      Ich wünsche dir viel Spass beim Weiterbauen augenbraue1

      Udo
    • Hallo Hagen,

      ja, diese Niedergänge sind die besten, die mir bislang als Lasercut untergekommen sind.


      Hallo Udo,

      ja, diese Kommentare kenne ich auch. Sie sind nett gemeint, aber mir ist jemand lieber, der 10 Minuten vor dem Modell steht, um sich alles genau anzusehen.




      Der vordere Mast ist noch nicht ganz fertig, aber ich bin zuversichtlich eine gute Lösung für die Funkantennen gefunden zu haben.

      Doch erst einmal da weiter, wo das Problem mit dem Kommandostand den Bau gestoppt hatte. Es folgt das untere Scheinwerferdeck (Teile 61-62). Hierzu eine wie ich meine sehr wichtige Anmerkung zur Baureihenfolge: Ich empfehle, das Scheinwerferdeck nach seiner Fertigstellung noch nicht aufzukleben, sondern auch noch den vorderen Schornstein zu fertigen und beides gleichzeitig anzubringen, so kann man noch nachjustieren. Verklebt man das Scheinwerferdeck vorher, MUSS es 100% exakt ausgerichtet werden, was nicht ganz einfach ist, da man dann immer von unten schielen muss, ob das Deck genau auf den entsprechenden Linien an seiner Unterseite auf das Gestell geklebt wurde. Eine kleine Abweichung und der Schornstein lässt sich nicht mehr genau platzieren. Hier drohen dann Blitzer (die kann man noch umgehen, indem man die Konturen für den Schornstein übermalt), aber vor allem droht die Gefahr, dass sich später der vordere Mast nicht mehr durch die diversen runden Öffnungen schieben lässt.
      Übrigens ist der Ausschnitt für den Schornstein im Deck großzügig bemessen, satt saugend würde bedeuten, dass man den Schornstein mit Druck einschieben müsste, dann wäre die Gefahr groß. dass die Stützen des Scheinwerferdecks knicken.



      Stützen für das Scheinwerferdeck (61)
      Die rückseitige Bedruckung erwies sich für mich als unüberbrückbares Hindernis. Obwohl ich die äußeren Konturen von zwei Teilen exakt ausgeschnitten hatte, ergaben sich nach dem rückseitigen Verkleben deutliche Verschiebungen. Der Rest wurde dann auf der Reserve verdoppelt.



      Ich kann an dieser Stelle nur wiederholen: Ein schlicht grauen Verdopplungsfeld ist für mich einfach die bessere Lösung.



      Scheinwerferdeck (62)

      Das eigentliche Deck AUF KEINEN FALL rückseitig verkleben und dann ausschneiden, sondern erst die äußeren Konturen ausschneiden, dann verkleben und nach dem Trocknen die Öffnungen für Mast und Schornstein ausschneiden

      Der Umleimer wird angebracht. Mit etwas Geduld und Weißleim kein Problem. Das zweite Bild zeigt die unterseitigen Markierungen für die diversen Stützen 61.



      Die Lasercutreling ist 1A maßgeschneidert. Hier ist mir ein kleiner Denkfehler unterlaufen: Bei einem Lasercut gibt es immer die profilierte Vorderseite und die flache Rückseite. Ich finde die Vorderseite optisch deutlich ansprechender. Aber da
      diese Reling noch eine Plane bekommt, hätte die schöne Seite diesmal nach innen zeigen sollen.




      Die Persenning wurde aus Zigarettenblättchen gefertigt. Mein Onkel Eric, derein Sammler derselben ist, stellte mir freundlicherweise eine große Auswahlauch in Überlänge zur Verfügung. Das auf dem Bild sichtbare leichte Profile unddie auf anderen Blättchen vorhandenen Wasserzeichen verschwinden nach demBemalen. Allerdings rate ich dringend dazu, zuerst das Blättchen zu bemalen unddann auszuschneiden. Unbemalt ist es nur mit großer Vorsicht zu schneiden.Durch die Farbschicht gewinnt es deutlich an Stabilität.

      Verklebt werden sollte hier unbedingt mit Weißleim, durch das Andrücken mit den Fingern drückt sich die Reling durch, das ergibt einen realistischen Anblick.







    • Das fertige Scheinwerferdeck gefällt mir mit der Persenning ausnehmend gut. Die Reling und/oder die Persenning erst nach der Montage des Deck anzubringen, würde ich auf keinen Fall empfehlen, man handelte sich ein übles Gefummel mit ungewissem Ausgang ein.

      Noch ein paar Bilder des aufgelegten Decks mit Schornstein:




      Und das verklebte Deck:




      Die vier äußeren Stützen der Teilgruppe 61 wurden erst nach dem Deck angebracht. das ist etwas fummelig, aber die Wahrscheinlichkeit, diese Stützen beim Aufsetzen des Decks zu verbiegen, ist bei mir höher.


      Die Teile 63-65 sind diverse Kleinteile, die auf dem Scheinwerferdeck Platz finden.




      Kompasse (63)

      • Teil 63b etwas schmaler ausschneiden, sonst passt die untere Manschette 63a nicht drum (klaffte gut 1mm auf)
      • den Kopf nach der Montage bronzefarben überstreichen
      • Handrad dem Lasercut entnehmen



      Maschinentelegraph? (64)


      Notsteuerstand? (65)



      Von den Scheinwerferrichtgeräten hatte ich zuerst vier gebaut. Vor dem Zusammenbau der anderen vier fiel mir auf, dass die drei Handräder auf einem kleinen Zapfen standen. Mit etwas Geduld und winzigen Abschnitten von gezogenem Gussast ließen sich diese tatsächlich herstellen und anbringen. Das Ergebnis hat mich überzeigt, leider lassen sich die ersten vier wohl kaum umbauen.







      Weiter ging es mit den Scheinwerfern und dem vorderen Schornstein, dazu demnächst mehr.
    • Hallo Tommi,

      vielen Dank für Dein Lon und für die Hilfe beim Finden der richtigen Bezeichnung für das Deck !


      Was ich ganz vergaß: Unter dem Peildeck befindet sich ja auch noch ein Deck (Teil 55):

      Ich habe die beiden Deckshälften lieber separat ausgeschnitten, statt mich auf das rückseitige Verkleben einzulassen:


      Nach dem Verkleben muss man allerdings noch daran denken, das Loch für den Mast auszustechen.


      Das Deck lässt sich problemlos aufsetzen. Es kommen zwei winzige ovale Abdeckungen, deren Funktion sich mir nicht erschloss, zwei große Lüfter und der Unterbau des Peildecks darauf.


      Wie man sieht, habe ich die Konturen des Schornsteins zur Sicherheit bemalt. Der Bogen färbt zwar durchgehend etwas nach innen, um Blitzer zu vermeiden, aber die schwarzen Markierungslinien bleiben (vgl. auch das drittnächste Bild).

      Hier einmal alle Stützen des Peildecks:




      Um den Niedergang ist keine Reling vorgesehen. Das kam mir etwas sonderbar vor und so habe ich eine ergänzt. Allerdings musste ich den obersten Durchzug der Schmalseite später wieder entfernen, weil er mit dem Niedergang der nächsthöheren Etage kollidierte.

    • Die schönsten Kleinteile des vorderen Aufbaus sind m.E. die Scheinwerfer.





      Baureihenfolge
      Zuerst die Halterung auf die Grundplatte kleben und erst dann ihre Querstrebe 66c. Der Schlitz in der Querstrebe sollte etwas bereiter und etwas länger ausgeschnitten werden, als aufgezeichnet




      Der Lasercut liefert ein vorzügliches Teil mit den Lamellen (und davon 9 Stück, falls man eines verpfuscht - 1A Service). Ich wollte nicht den ganzen Körper des Scheinwerfers innen silbern auskleiden, um einen dreidimensionalen Effekt zu erzielen -da die Lamellen dicht beieinander stehen, erscheint es mir auch fraglich, ob dies so zu Tragen käme. Ich bin daher darauf verfallen, nur die vordere Fläche des Scheinwerfers silbern zu streichen.



      Beim fertigen Scheinwerfer sieht das recht gut aus:





      Superung

      Wenn der Lasercut verwendet wird, sollte man den äußeren Ring von Teil 66i ausstechen und auf die Lasercutblende kleben, das sieht besser aus. (vgl vorheriges Bild)


      Die Scheinwerfer kommen erst in der Endmontage druaf, als nächstes folgte der vordere Schornstein.
    • Teile 68-69 (Vorderer Schornstein) (15+ 30 = 35 Teile)




      Die Klebenähe sollen nach vorne zeigen, weil sie dort später vom Mast verdeckt werden

      Die Profilscheiben 69 und 69c fallen recht klein aus. Kopien von 103% passen genau in den Mantel.

      Teil 69f NICHT rückseitig verkleben, das erschwert die ovale Formung enorm. Stattdessen ein passendes Stück innere Wandung aus der Verdopplungsfläche herstellen. Zuerst dieses innere Stück um die Profilscheibe 69c1 kleben, so dass die Naht NICHT VORNE mittig sitzt (damit sie nicht genau auf der Naht von 69f liegt). Dann 69f außen um das extra erstellte Teil kleben, hierbei darauf achten, dass die Naht von 69f exakt vorne liegt


      69f oben anthrazit bemalen und so die Markierungslinie für 69m überdecken, das schließt Blitzer aus.

      69n wurde vom HMV als Fußperd gestaltet zum Lasercut nachgeliefert, doch hier bin ich mir ziemlich sicher, dass es sich um einen Ring oben am Schornstein handelt, nicht um eine Kletterhilfe, wie die anderen Fußperde. Deswegen wurde das Originalteil verwendet

      Ausleger 69q durch einen durch den Schornstein führenden Draht ersetzen und mit bemalten Abschnitten von gezogenem Gussast ergänzen


      Die winzigen Lüfter, die an der Seite der Schornsteine entspringen, sind deutlich vereinfacht dargestellt. Es handelt sich hierbei um den Typ mit übereinander geschichteten gebogenen Lamellen, der auch auf Kleinen Kreuzern, z.B. der „Emden“ oder der „Undine“ auftauchten, nur bedeutend kleiner.


      Der Sockel der Lüfter ist recht einfach nachzubilden, ein Halbzylinder wird aus zwei Profilscheiben und einem Streifen grauen Kartons der Reserve erstellt:


      Der Kopf der Lüfter wird aus auf 50% verkleinerten entsprechenden Lüftern der SMS Undine hergestellt. Dabei werden die einzelnen Lamellen nach dem Ausschneiden in der Mitte geteilt und das von links und rechts treppenartig aufsteigend auf den Sockel geklebt, wobei die gerade Schnittlinie an den Schornstein geklebt wird. Es werden je 3 Lamellen übereinander geklebt, bevor das Ganze oben mit der besonders geformten Mittellamelle abgeschlossen wird.





      Wie die Bilder zeigen, ist das Schornsteingitter leicht zu wölben. Die Fußperde passen ausgezeichnet, das Mittlere muss aber ganz exakt ausgerichtet werden, damit es nicht mit der oberen Scheinwerferplattform (71-72) kollidiert.
      Um den Schornstein können entweder rote oder graue Bänder geklebt werden. Da ich keine Fotos vom frühen Bauzustand fand, auf denen eindeutig hellere, d.h. mutmaßlich rote Bänder zu sehen sind, habe ich lieber die grauen gewählt.







    • Hallo Günter, hallo Guido,


      vielen Dank für euer Lob !

      Ich bin gerade mit dem zweiten Schornstein fertig, der etwas komplexer ist, aber mein Bericht hint noch hinterher.

      Was Großes schaffe ich heute nicht mehr, aber ein paar Bilder von der oberen Scheinwerferplattform und den Brückennocks sind drin:





      Auf Persenning habe ich hier verzichtet, diese konnte ich nur auf einem einzigen mir zur Verfügung stehenden Foto ausmachen.

      Hier ist auch schon das Dach 73 auf der quadratischen Plattform hinter dem Schornstein, deren Funktion mir nicht klar ist. Am ehesten wohl die Signalplattform, aber zum Mast ist es ein gehöriger Abstand für die Flaggleinen. Reling und Niedergang 56 (nicht mit 57 verwechseln!) vor der Montage des Dachs auf dem Aufbau anbringen, danach ist erheblich fummeliger.



      Teil 78 (beiklappbare Brückennock)
      Diese Teile hätte ich gerne im ausgeklappten Zustand dargestellt, aber das wurde mir aus verschiedenen Gründen zu schwierig.


      Erstens hätte dann die Reling auf dem Peildeck zwei exakt gesetzte Durchbrüche benötigt. Diese Reling ist nämlich durchgehend und blockiert somit den Zugang zu den Teilen 78. Leider gibt es keine Markierungen, wo die Reling wegzuschneiden wäre.

      Zweitens muss man die Teile 78 nachträglich ansetzen, was die exakte Ausrichtung erschwert. M.E. wäre es eine gute Idee gewesen, die Teile 78 von der Konstruktion her mit dem Scheinwerferdeck zu verbinden. Die Bastler, die 78 dann im beigeklappten Zustand darstellen wollen, könnten die Brückennocks vom Scheinwerferdeck abtrennen.

      Drittens wäre bei einer Verwendung von handgefertigter Persenning wie bei meinem Modell der Übergang von der Reling der Brückennock zu der des Schweinwerferdecks kniffelig zu gestalten gewesen.

      Aber auch beigeklappt haben die Brückennocks einen schönen optischen Reiz:






      Die Länge der Laserreling ist übrigens perfekt bemessen.
    • Damit war der vordere Aufbau weitgehend fertiggestellt, die Montage der diversen Kleinteile (Positionslichter, Kompasse, Scheinwerferrichtgeräte und Scheinwerfer etc.) hebe ich mir für die Endmontage auf. Auch den Mast möchte ich jetzt noch nicht setzen, was vorläufig die Montage der Plattform 77 verhindert.

      Abschließend ein paar Bilder des fertigen Bauabschnitts:






      Zusammen mit dem vorderen Mast und dem weitgehend fertigen mittleren Aufbau habe ich ziemlich genau 1000 Teile aus dem Bogen und 500 zusätzliche Teile verbaut.

      Gemessen an der Gesamtteilezahl ist das noch nicht überwältigend.
    • Masten - nicht unbedingt meine Lieblingsbaugruppe: filigran, nicht leicht mit einem passenden Kern zu versehen, kniffelige Klebeverbindungen (Rahen!) und in diesem Fall noch zahlreiche Steigeisen und die beiden prominenten Funkantennen.


      Teile 74, 76, 77 (Vorderer Mast) (72 + 23 = 87 Teile)



      Mit dem Verdoppeln von Teilen kann hier m.E. vielfach kein befriedigender Effekt erzielt werden. Erneut auch die Anmerkung zur Verdoppelungsfläche: Eine schlichte dunkelgraue Fläche hätte es für 80-90% der Teile getan und das Risiko von Verschiebungen vermieden.




      Die Abbildungen zeigen, wieviele Teile von vorneherein ausgeschlossen wurden, auch die beiden Antennenenden wurden letztendlich aus Draht gefertigt.



      Original

      Ich gehe davon aus, dass die Rahen und die Funkantennen im Original runde Stahlrohre waren.


      Stabilisierung
      1) Der Mast erhielt einen Kern aus einem Draht, um den dünnes Papier konisch zulaufend gewickelt wurde. Die auf den Bildern zu erkennenden Maße wurden durch das Umwickeln dünner Papierrollen oben und unten am Mast ermittelt, erwiesen sich aber als zu viel, weil ich nicht straff genug wickeln konnte. Dieser Kern wurde so lange mit Sandpapier geschliffen, bis er exakt in die Hülle 74 passte.












      2) Die vier Rahen 74e, f g und 74i wurden durch mit dünnem grauen Papier umwickelte Drähte ersetzt und mit Sekundenkleber am Mast befestigt. Rah 74i wurde erst mit einiger Verzögerung angebracht, weil man den Mast dann nicht mehr hinlegen konnte.





    • Große Probleme bereiteten aus zwei Gründen die langen Funkantennen:


      1) Diese schräg nach hinten zeigenden Teile gehorchen der Schwerkraft höchst unangenehm. Ersatz durch Teile aus Draht mit Papier umwickelt beschert dem Bastler eine kniffelige Montage. Selbst bei der Verklebung mit Sekundenkleber wird man die Antenne kaum lange genug in der exakt richtigen Abspreizung halten können.


      2) Wie war der exakte Winkel der Antennen? Fotos vom Original suggerieren je nach Perspektive die unterschiedlichsten Winkel.


      Letztendlich habe ich mich an die von Udo auf S. 22 vorgegebenen drei Ansichten des fertigen Mastes gehalten und bei der Montage der Funkantennen folgenden Trick verwendet: Da ich es mir nicht zutraute, die Antennen passend auszurichten und so lange festzuhalten, bis der Kleber abgebunden war, habe ich zwei ca. 1cm lange Hülsen erstellt, in die die Funkantennen genau hineinpassen. In diese Hülsen wurden dann dünne Plastikrohre von 4cm länge gesteckt. Diese sind bedeutend leichter als die eigentlichen Funkantennen, die aus einem Metallkern, der mit 2mm Kartonstreifen umwickelt wurde und Abschlussstücken aus Draht bestehen. Diese Hülsen wurden dann mit einer Mischung aus UHU und Sekundenkleber angeklebt, wobei das leichte Plastikrohr zur Orientierung bei der Ausrichtung diente. Diese bedeutend leichtere Teil ließ sich gut verkleben und ausrichten. Nach dem Durchtrocknen wurde dann das Plastikrohr entfernt und durch die eigentliche Antenne ersetzt.

      Die Teile für eine Funkantenne: Die Hülle wurde aus gespaltenem grauen Abfallkarton erstellt, oben im Bild sieht man den Draht, der zum Endstück der Antenne gebogen wurde.




      Eine fertigestellte Funkantelle. Die Spitze besteht aus einem Tropfen Weißleim.



      Die erste Hülse montiert und bereit für die Aufnahme der Antenne:




      Beide Hülsen montiert, rechts ist die Antenne probehalber eingesteckt, links noch das Platzhalter-Plastikrohr







      Ein Blick auf beide Hülsen:




      Und die Antennen am fertigen Mast, der Winkel kommt gut hin:

    • Baureihenfolge
      Die winzigen Konsolen, die die Plattform 74L stützen, erst nach der Montage der Plattform (auch mit Sekundenkleber) anbringen. Bei mir erreichte die Plattform nicht ganz deren Markierungen, die Konsolen hätten also nichts gestützt.




      Die gut 40 Steigeisen 76 erschweren nach ihrer Montage die Handhabung des Mastes ungemein. Es besteht eine hohe Gefahr, etliche bei der Montage wieder abzureißen. Zuerst nur die obersten 13 Stück ankleben, dann die Funkantennen anbringen.

      Das erste Bild zeigt Steigeisen nach der Bemalung. Zu diesem Zweck wurden sie wie hier zu sehen aus der Laserplatine herausgeschnitten.




      Die Teile 74y und 74z erst nach der Montage des Mastes anbringen



      Die Halterungen 74z1 und 74z2 sowie die Plattform 77 können erst nach der Montage des Mastes angebracht werden


      Den Mast erst in der Endmontage anbringen.



      Superung

      74p durch eine passend abgelängte Stecknadel ersetzen



      Positionslampe 74k dreidimensional gestalten. Das Dach wurde aus Weißleim geformt, in den ein Stift aus gezogenem Gussast eingelassen wurde.



    • Superungen (Fortsetzung)


      74s stellt wohl eine Signallampe dar (?). Die vier rechteckigen Körper sollten durch das Auftropfen von Weißleim dreidimensional gestaltet und anschließend silbern gestrichen werden.






      Das Rohr 74y durch mit Papier umwickelten Draht ersetzen, ggf. ein kleines „Dach“ aufsetzen





      Das Signalhorn 74z dreidimensional gestalten (BIld im vorhergehenden Beitrag)


      Die winzigen Steigeisen (sie sind bedeutend kleiner als die Standardsteigeisen und dem Mast perfekt angepasst) exakt ausgerichtet anzukleben, war mir nicht gegeben, ich muss mit einer etwas uniordentrlichen Linienführung leben:




      In Summe bin ich mit dem Mast, dessen Bau sich einige Wochen hingezogen hat, durchaus zufrieden, aber ob ich mich traue, Fäden mit Zug an die Funkantennen zu hängen, weiß ich noch nicht.
    • Hallo Hagen, hallo Klaus,

      vielen Dank für Euer Lob, ich bin ganz froh, dass es mit dem zweiten Mast noch eine Weile hin ist. Der verfügt über 70 Steigeisen.

      Heute eine Frage: Am hinteren Aufbau gibt es zwei große Lüfter, 88d/e und 89. 88e dürfte ein Gitter sein, bei 89 gibt es kein entsprechendes Teil.





      Leider konnte ich keine guten Fotos des Originals von dieser Position auftreiben. Hat einer von euch Bilder oder weiß, was hier hinkommt?
    • Hallo Ewald,

      stimmt, das ist das Schutzgitter.


      Hallo Udo,

      ich habe jetzt zwei einigermaßen scharfe Bilder vom Lüfter 89 gefunden. Beim ersten sieht man links eine massive Stange (Kombüsenschlot?) vertikal durchgehen, ansonsten wohl zwei Kabel oder Metallstangen, die von ca. halber Höhe der Außenwand diagonal zur Mitte des Bodens führen.
      Beim zweiten sieht man nur die rechte Hälfte des Lüfters, da geht so ein Kabel bzw. eine Stange von der Ecke oben diagonal nach unten und es scheint so, als würde sie in der Ecke links unten ankommen.

      Das zweite Bild ist allerdings nicht von der Nassau, da das Schiff nur einen roten Schornsteinstreifen trägt.

      Ansonsten sieht es auf anderen Bildern einfach wie ein großes schwarzes Loch aus, unmöglich zu sagen ob bzw. wo so ein Gitter ansetzt.

      Im Buch über die Posen setzt die PC-Darstellung das Gitter bei Lüfter 89 sehr weit hinten und davor gekreuzte Metallstangen, die aber nicht bis ganz oben gehen, stattdessen schließt sie oben eine recht dicke horizontale Stange ab und oberhalb dieser setzen weitere diagonale Stangen an. Dazu etliche Leitungen oder Schienen an den inneren Seitenwänden des Lüfters.

      Also einen gewissen Spielraum hat man, aber wenn es ein Gitter gab, saß es wohl recht weit hinten, d.h. 89d tendenziell eher weglassen, dann müssten aber auch 89m 89a, 89e und 89f der optischen Wirkung halber weggelassen werden.
      Gekreuzte Kabel lassen sich gut aus gezogenem Gussast herstellen.

      Vielen Dank für den Hinweis und die guten Wünsche

      Curmudgeon
    • Mit der Anfrage zu den Lüftern auf den hinteren Aufbau habe ich vorgegriffen.

      Teile 79-85 (Mittlerer Aufbau mit Schornstein) (56 + 80 = 136 Teile)

      Der eigentliche mittlere Aufbau ist beim Original schonungslos zweckmäßig geformt: Ein großer Quader, einem überdimensionalen Baustein nicht unähnlich. Ich habe wieder die Laschen abgetrennt und oben eine auf 1,4mm Karton gezogene Platte geklebt, unten wurden an den Rändern Kartonstücke eingeklebt. So entstand ein ausgesprochen stabiles Teil.







      Der hintere Schornstein weicht in seiner Konstruktion kaum vom vorderen ab, folgende Änderungen und Superungen wurden vorgenommen:



      • die Profilscheiben waren mir etwas zu klein, auch außerhalb der Begrenzungslinien ausgeschnitten ergab sich zwischen ihnen und dem Schornsteinmantel etwas Luft. Daher wurden auf 102% vergrößerte Kopien verwendet
      • die Teile 80a/80b und 80g/80h, die den Schornstein innen stützen sollen, sind m.E. nicht erforderlich und wurden weggelassen.
      • 81k wurde vom HMV als Fußperd gestaltet zum Lasercut nachgeliefert, doch hier bin ich mir ziemlich sicher, dass es sich um einen Ring handelt, nicht um eine Kletterhilfe, wie die anderen Fußperde. Deswegen wurde das Originalteil verwendet




      • Ausleger 81n durch einen durch den Schornstein führenden Draht ersetzen und mit bemalten Abschnitten von gezogenem Gussast ergänzen

      • 81c dürften im Original Dampfrohre gewesen sein. Aus Karton mit Metallkern rollen, der Metallkern sollte ca. 5mm unterhalb des Endes des Rohres enden, das ermöglicht beim Blick von oben einen dreidimensionalen Effekt. WICHTIG: Damit die Rohre glatt anliegen, müssen die drei Bänder, die den Schornstein umlaufen, zerschnitten werden, so dass sie an der Stelle der Rohre unterbrochen sind. Mir fiel dies erst nach ihrer Montage auf, so dass dort recht unbequem operiert werden musste.





      • auch 81d dürfte beim Original ein Rohr gewesen sein

      • das Signalhorn 81l/81m dreidimensional gestalten






    • Die winzigen Lüfter wie schon beim vorderen Schornstein umbauen

      Die Sockel der Lüfter




      Lüfterlamellen




      Sehr viel zahlreicher als beim vorderen Schornstein waren Steigeisen und Fußperde. Der Lasercut lieferte Maßgeschneidertes,lediglich bei den unteren beiden umlaufenden Ringen der Fußperde musste jeweils ein kleines Teil eingestückelt werden.

      Die winzigen Steigeisen begeistern. Um letztgenannte bemalen zu können, wurden einzelne Reihen halb aus dem Lasercut geschnitten, so konnte das äußere Profil bemalt werden.



      Im Vordergrund die Rohre der Dampfpfeifen, im Hintergrund Fußperde:





      Rohbau mit Fußperden





      Der fertige Schornstein:




      Auch die beiden Oberlichte sind fertig:





      Das ist dann auch so ziemlich der aktuelle Stand, mit dem hinteren Aufbau habe ich erst angefangen.

      Bis hier wurden 1026 Teile aus dem Bogen und 537 zusätzliche Teile (einschleßlich Lasercut) verarbeitet. Selbst wenn ich die Teile für das Unterwasserschiff abziehe, ist noch lange nicht Halbzeit.