SMS Nassau vom HMV in 1/250 konstruiert von Udo Kallina

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    • Hallo Curmudgeon,

      denke mal, dass die beiden "Problemboote" später beim fertigen Modell nicht mehr ins Auge fallen werden. Das wird trotzdem ein sehr feines Modell!

      Was die Duchten betrifft - ich mache es immer so, dass ich dann, wenn alles ausgeschnitten ist, dieses Bauteil von unten mit Sekundenkleber verstärke - die Duchten sind zwar dann nicht so steif wie bei der Methode von Ewald (die ich mir auch schon überlegt hatte), aber deutlich steifer als wenn sie aus dem unbehandelten einfachen Karton sind (und es geht doch schneller als die zugegebenermaßen absolute Premiummethode mit dem feinen Draht).

      Servus
      hvt
      Der brüllende Mensch möchte gefährkich wirken, der schweigende Mensch kann gefährlich sein - also Vorsicht, wenn ich mal gar nichts mehr sage..... grins 3
    • Hallo Curmudgeon,

      dass Dir gleich zwei Boote nicht gut gelungen sind ist natürlich ungut. Ich schließe mich hvt an und glaube auch, dass die beiden Modelle im Modell bei Decksaustellung nicht mehr so ins Auge fallen werden.Du kannst Du Boote noch mit Riemen, Segel samt Gaffel, Baum und Mast ausrüsten. Wasserfässer, Rettungsringe und Leinen können auch helfen, Macken zu tarnen. Oder eben eine Persenning überziehen. Vielleicht nicht über die ganzen Boote, sondern nur über einen Teil so dass das Innenleben zumindest teilweise zu sehen ist?

      Viel Freude noch beim Weiterbau,

      Klaus
      »Das muss das Boot abkönnen!«




      Klaus baut kleine Schiffe:
    • Hallo Curmudgeon,

      Kopf hoch! Nach der "Rettungsaktion" sehen die Boote doch passabel aus. Ein dickes fettes "Daumen hoch" gibts es von mir, weil du die Boote trotzdem gezeigt hast - das würden nicht viele machen, wenn sie glauben, das ihnen was nicht gelungen ist! daumen1

      Tja und jetzt kann ich dir nur gutes Gelingen für die anderen Boote wünschen und freue mich auf die großen Geschütztürme!

      Grüße
      Ludwig
    • Hallo Lars,
      so schlecht finde ich die Boote doch nicht. Riemenpäckchen und eingerollte Segel können viel verdecken.
      Ewalds Tipp habe ich schon mal mental abgespeichert.
      Ich behandele die Duchten vor dem Ausschneiden mit Textilverstärker. Das macht den Karton wesentlich steifer.
      LG
      Kurt

      Meine Untaten

      Wenn Regierungen versprechen, sich an die Regeln zu halten, und sie dann absichtlich verletzen, ist das kein Unvermögen. Das ist Betrug!
      (Hans-Werner Sinn)
    • Hallo,

      vielen Dank für den Zuspruch, mal sehen, wieviel von den malheur-Booten noch zu sehen sein wird.

      Die Teilgruppen zwischen 128 und 167 lassen sich mit "Oberlichte und Kleinteile" zusammen fassen, insgesamt ca. 750 Teile. Viele dieser Baugruppen, z.B. Poller und Knechte, sind altbekannt, so dass ich mit Fotos und Anmerkungen spare.

      Die Nassau-Klasse wies achten auf dem Oberdeck eine sehr ausgeprägte Reihe von Oberlichten auf,













      Stabilisierung

      • die Frontseiten einiger Oberlichte wurden durch Hinterkleben einer Lasche aus dünnem Papier stabilisiert
      • die drei großen Oberlichte 131,133,134 weisen jeweils einen scharfen Doppelknick an einem schmalen Streifen auf. Diesen konnte ich nicht sauber ausführen, stattdessen wurden hier jeweils die außen liegenden beiden Abschnitte abgetrennt und stumpf wieder angeklebt. Damit hier eine gerade Anschlagkante entstand, wurde der zentrale Block der Oberlichte an beiden Seiten längs mit Pappe hinterklebt



      Beim Oberlicht vor Turm A haut es leider mit der Markierung auf dem Hauptdeck nicht hin. Die Bilder sind etwas verschattet, aber ich denke, es ist erkennbar, was ich sagen will:



      Beim fertigen Modell wird das kaum auffallen.
    • Auf das Deck kommen zahlreiche winzige Vierecke (Teile 165-167), wozu diese dienten, ist mir nicht ganz klar, vielleicht versenkbare Ösen, durch die Taue geführt werden konnten?




      Die Ankerwinden:




      Und die kleinen Entfernungsmesser Mittschiffs. Hier habe ich die Okulare letztendlich doch durch Abschnitte von gezogenem Gussast ersetzt. Ich weiß nicht, ob die Sockel der E-Messer wirklich stufenförmig anstiegen, oder ob man hier besser die Scheiben durch ein schräg zulaufendes Band ersetzt hätte.







      Der Sockel von Stellrad 155 war m.E. beim Original eine Pyramide und wurde dementsprechend umgestaltet:
    • Nach den wenig ersprießlich gelungenen ersten beiden Beibooten sah ich dem Kommandantenboot mit gemischten Gefühlen entgegen, aber immerhin: Hier gibt es keine Duchten!


      Kommandantenboot (209) (2x21 +2x11 = 64 Teile)



      Änderung
      Beim Deckshaus alle Laschen abtrennen und stumpf verkleben. Das Haus selber kann durch eine hinterklebte Lasche geschlossen werden



      Baureihenfolge
      Erst den Einsatz 209i in den Ausschnitt im Deck 209e kleben, dann beides zusammen auf/in das Spantengerüst leimen. Gut durchtrocknen lassen. Anschließend die Sitzbank 209l/209m in den Einsatz kleben. Dann erst die Bordwand anbringen





      Stabilisierung
      1) Die Naht im Rumpf 209d durch hinterklebte dünne Papierstreifen stabilisieren



      2) Das Deck im achteren Bereich durch einen unterklebten Winkel stabilisieren




      3) Den vorderen Aufbau vorne mit Hilfe hinterklebter Laschen zusammenholen (im ersten Bild ansatzweise sichtbar)



      Superung
      Das Feld mit der Schraube und dem Gestänge derselben ausstechen. Welle durch gezogenen Gusssast ersetzen, an diese die vorgegebene Halterung kleben, die Schraube passend verkleinert von einem Modell, bei dem Beiboote Schrauben haben, besorgen (bei mir die Bogatyr)






      Die runde Markierung hinten im Deck einstechen und einen Flaggenstock aus gezogenem Gusssast anbringen




      Das fertige Boot:






      Die Tür hinten an der Kabine könnte man noch aufpeppen.

      Fotos vom Original zeigen die Schutzwand mit den drei großen Fenstern zumeist als geschlossenes Teil ohne Fenster, auf das mittig ein quadratisches Fenster aufgesetzt wurde, das den Steuermann vor Spritzwasser schützte

      Fotos vom Original zeigen, dass die Seitenwände des vorderen Aufbaus deutlich schräg geneigt waren.
    • Teile 225-228 (Geschütztürme A und D) (2x55 + 2x6 = 122 Teile)


      Sechs schwere Geschütztürme mit zusammen über 300 Teilen git es zu fertigen, dabei ist auf die leichten Unterschiede zu achten, damit am Ende jeder Turm an seinen Platz kommt.

      Die Türme A und D gehören in die Mittellinie. Bei Turm A hatte ich bei der Positionierung Schwierigkeiten, weil der Kasten hinten auf dem Turm mit dem Brückenaufbau kollidierte. Hier empfehle ich Passproben und den den Kasten soweit wie möglich nach vorne zu schieben, ggf. muss man die Begrenzungslinien auf der Turmdecke übermalen.

      Es sind zwei Türme mit Fliegerkennungsdecke extra dabei, die würden allerdings einen Zustand während des Krieges darstellen und sind nicht mit den FT-Stengen kompatibel. Generell bin ich mir nicht sicher, ob die schwarzen Turmdecken für den Bauzustand von 1908-1911 passen, die Fotos, die mir zugänglich waren, zeigen hellere Turmdecken. Als die Trumdecken schwarz gestrichen waren, blieben allerdings Hutzen der E-Messer grau.


      Die Anleitung lässt nichts zu wünschen übrig. Auf zwei Seiten wird man perfekt durch den recht komplexen Bau geleitet. Die Passgenauigkeit, dies kann ich vorwegnehmen, ist überwiegend ausgezeichnet.


      Besonders gelungen sind die Geschützrohre. Dieses Design habe ich sonst nur bei der SMS Derfflinger von HMV gesehen. Der stufenweise Aufbau des Inneren Rohres und die abschließende Ummantelung mit zwei konisch zulaufenden Abschnitten gewährleistet einen ansonsten unerreichte Naturgetreue. Ich habe bei den beiden Ummantelungen "e" und "f" noch vorne den Karton mit Schleifpapier auf halbe Dicke verringert, weil diese Teile beim Original wirklich nur einen kleinen Sprung machen.




      Die einzelnen Teile:




      Ein Rohr während der Montage:




      Und fertig:

      Bei allen Rohren musste ich den Durchmesser der Teile "a" bis "f" leicht verringern, hier empfiehlt sich vorrollen, anpassen und nach Augenmaß reduzieren.
      Die abschließenden Teile "e" und "f" habe ich zuerst längs verklebt und dann auf das Rohr aufgeschoben, auf dem an den passenden Stellen Weißleim aufgebracht worden war.




      Die Rohrlager werden in bewährter Manier erstellt. Weil meine Rohre hinten vom Durchmesser etwas geringer ausfielen, als vorgesehen, habe ich den Kreis in der schwarzen Walze etwas enger ausgestochen, dann passten die Rohre satt hinnein

      Auch die Löcher in den Rohrhalterungen 225d und 225d1 etwas kleiner ausschneiden, sonst haben die Rohre nicht ausreichend Halt.




      Beim Einbau der Zylinder 49, in die später die Türme geschoben werden, hatte sich bei mir gezeigt, dass bei glattem Passen des äußeren Rings, z.B. 49a der innere Ring z.B. 49b ca. 2mm weit aufsperrte. Jetzt ergab sich, dass die Streifen, die den Zylinder bilden, der innen in die Öffnungen im Deck eingeschoben werden (Teile 225p) zu kleine Zylinder ergeben, das Drehen ist zu leicht, der Turm eiert etwas in seinem Sockel. Daher wurden diese Streifen um ca. 2mm verlängert. Damit sind die Scheiben 225t, die oben und unten in den Zylinder eingeklebt werden sollen, zu klein, Kopien von 102% verwenden. Auf die untere Scheibe 225t kann übrigens auch verzichtet werden.



      Hier sieht man das angestückelte Teil bei 225p:

    • Wenn Sockel und rohre fertig sind fehlen noch der eigentliche Turm und die Aufsätze für die Entfernungsmesser.

      Der Turm weist zwei Besonderheiten auf: Erstens ein sehr sinnvolles Spantengerüst, das u.a. eine erstklassige Positionierung und Verankerung der Geschützrohre erlaubt und zweitens ist (hurra!) konsequent auf alle Knicklaschen verzichtet worden, hier gibt es 14 Laschen zum Hinterkleben. Um Blitzer zu vermeiden, sollten deren Knickkanten grau gefärbt werden






      Beim Turm selber gibt es keine sichtbaren Knicklinien - optisch ein Hochgenuss!






      Wie das vorherige Bild zeigt, wurden die Öffnungen für die Hülsenauswürfe an der hinteren Seite des Geschützturms umgebaut. Hier sollten die Teile 225v aufgeklebt werden, waren beim Original waren die Öffnungen deutlich nach innen versetzt.
      Vorgehen: Die Markierungen auf der Rückseite des Turmes ausschneiden. Eine Kopie der Rückseite auf zwei Lagen Karton kleben, aus dieser die Markierungen für die Hülsenauswürfe ausschneiden, die Kanten färben und hinten mit grauem Karton aus der Reserve oder 225v zukleben. Das Ganze passend runden und hinter die Öffnungen in der Turmwand kleben, ggf. die Klebelaschen an dieser Stelle so kürzen, dass keine Kollision entsteht.


      Die vom Bogen vorgesehenen Teile 225v:







      Karton mit passendem Ausschnitt hinterklebt:



      Und das Endergebnis:




      Der rückseitige Druck erlaubt es, Spantengerüst und Laschen exakt auszurichten:




      Spantengerüst und Laschen an der Seite sowie hinten eingeklebt




      Eine Passprobe - man kann den Geschützturm an der Seite und hinten zukleben und bekommt trotzdem danach noch die Rohre vorne rein. Wie das Bild zeigt, wurden die aufgedruckten Öffnungen der winzigen Sehschlitze vorne am Turm geöffnet. es werden innen noch kleine schwarze Kästen hinterklebt, um Blitzer zu vermeiden.

    • Hallo Lars,
      das ist ein schöner Turmbau. Was die Hülsenauswurföfnungen anbelangt, hatte ich bei meiner Thüringen ähnliche Probleme. Wie ich sehe, hast Du die Frage der Plastizität ähnlich gelöst.
      LG
      Kurt

      Meine Untaten

      Wenn Regierungen versprechen, sich an die Regeln zu halten, und sie dann absichtlich verletzen, ist das kein Unvermögen. Das ist Betrug!
      (Hans-Werner Sinn)
    • Hallo,

      Kurt, Fritz und Dieter, ich danke euch sehr für das Lob! Die sehr schöne und passgenaue Konstruktion lässt die Arbeit gut von der Hand gehen.


      Tommi, ich denke auch, dass die nach außen aufklappen mussten, innen war ohnehin kaum Platz, aber z.B. das folgende Bild -leider nicht die beste Qualität- zeigt m.E. einen Einschnitt in der Turmwand:

      i0.wp.com/www.militaer-wissen.…/2017/12/SMS-Nassau-4.jpg

      Auch bei Großmodellen aus Plastik wird hier ein Einschnitt dargestellt, auch wenn die letztendlich natürlich keine definitive Festlegung erlauben.

      lg.

      Curmudgeon
    • moin1

      Mal ´ne dumme Frage. rotwerd1
      Ist das Bild in meinem Beitrag #256 für euch alle zu sehen ?


      Wenn ich diesen Fotoausschnitt richtig interpretiere, dann ist das Scharnier auf der Innenseite und klappt nach außen auf.
      Wozu die kleine schwarze Öffnung an der unteren Seite sein soll?? >> keine Ahnung. kratz1

      Viele Grüße,
      Udo
    • Hallo Tommi,

      ist auch nicht so angekommen, keine Sorge!

      Dein Bild zeigt m.E. links deutlich eine geöffnete Klappe, die nach außen aufgeschwungen ist, rechts kann ich es nicht genau ausmachen.
      Bei Udos Bild musste ich mir erst klar machen, was die dunklere Fläche links oben ist, aber das wird wohl das Profil der Turmwand sein. Demzufolge standen die nach oben/azßen aufschwingenden Klappen leicht schräg?!

      lg.

      Curmudgeon
    • Zu den Beibooten gehört ein kleines Motorboot (Teil 204):



      Auf den Zapfen in der Mitte soll der Schlitz von 204b, aber dieser ist zu lang (nicht zu hoch).



      Stabilisierung
      Das oberste Deck, 204j, wurde verdoppelt, dafür wurde Teil 204 oben entsprechend gekürzt. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich ansonsten Salat produziert hätte.



      Baureihenfolge
      Auch hier wurde Teil 204a (Bordwände) weit nach hinten geschoben. Zuerst wurden alle drei Decks auf den Kiel geklebt. Hier sieht man das Ganze kieloben:




      Die drei Rahmen 204c-e wurden zuerst geschlossen und dann unter 204f geklebt. Das Ganze wurde dann auf das unterste Deck 204b geklebt. Hier sollte man die Markierungen auf 204b übermalen, da sich minimale Verschiebungen ergeben können




      Die größeren Schlitze der Bordwände wurden mit hinterklebten Laschen gesichert.

      Das Teil, das den Rumpf darstellt, wurde an seiner dünnsten Stelle (Übergang Heckspiegel – Bordwand) in zwei Teile getrennt. Das erleichtert die Montage beträchtlich, ist aber nachher unsichtbar




      Die Konstruktion ist äußerst exakt: Der Rumpf schließt sich unten perfekt, ich habe da bei dieser Konstruktion mit den Schlitzen in den Bordswänden immer ein bisschen Angst, dass es nicht hinkommt.



      Dei Innenwand 204k passt ebenfalls hervorragend, die beiden Enden von 204k treffen genau da aufeinander, wo das Trennbrett 204L eingeklebt wird und sind dann unsichtbar - einmal mehr eine äußerst umsichtige Konstruktion !




      Das Steuerrad stammt aus dem Lasercut, außerem wurden Schraube und Gestänge plastisch gestaltet



      In Summe: Ein erfreulich zu bauender Winzling - was ich wirklich dringend empfehlen kann, ist die Baureihenfolge, bei der zuerst alle Decks miteinander verklebt werden und dann die Bordwände angeklebt.
    • Und da ich schon mal dabei bin: Auch die erste Jolle 206 wurde fertiggestellt:





      Auch hier den Rumpf in zwei Teile trennen, das erleichtert die Montage.

      Die breiteren Schlitze unten am Rumpf und den Übergang Rumpf-Heckspiegel mit Laschen aus dünnem Papier zusammenholen
      206c verdoppeln, zum Ausgleich den Rand von 206b beim Ausschneiden oben um eine Kartonstärke niedrigen ausschneiden





      Zuerst die Innenverkleidung 206b unter 206c kleben, das ergibt eine stabile Einheit.




      Der Blick von unten zeigt die saubere Konstruktion:



      Die Bordwände lassen sich sehr leicht und sauber ankleben:




      Fertig:








      Noch 4 Beiboote ...
    • Hallo Christoph, hallo Tommi,

      vielen Dank für das Lob !

      Bei der zweiten Jolle habe ich es riskiert, die Einschnitte für die Riemen auszuschneiden. Dann musste man allerdings auch die oben aufliegende Leiste an diesen Stellen unterbrechen.
      Außerdem wurden andere Riemen gewählt, Diese Form des Ruderblatts (bei der neueren HMV "Panther" verwendet) gefällt mir besser.




      Es folgt das letzte dampfbetriebene Beiboot (Teil 205)




      Superung
      Schraube und Schraubengestänge wurden plastisch gestaltet



      Stabilisierung
      Die Schlitze in den Rumpfhälften mit Stücken aus dünnem Papier hinterkleben



      Baureihenfolge
      Den Rumpf in drei Teile trennen, das erleichtert die Montage

      Auch hier zuerst die verschiedenen Decks aufeinander kleben und danach die Bordwände anbringen. Letztgenannte zuerst an der oberen Kante hinten ankleben, nach dem Durchtrocknen den mittleren Bereich unten (sonst liegt der so eng an, dass es schwer wird, den Leim sauber zu platzieren), dann den vorderen Bereich (oben und unten) und schließlich die beiden hinteren unten liegenden Abschnitte, die recht weit vom Kiel abstehen




    • Noch ein paar Bilder des fertigen Boots:



      Die Ruderpinne war übrigens deutlich zu lang, sie musste um gut 2mm gekürzt werden, sonst kollidiert sie mit der Einfassung der hinteren Sitzbank. Wahrscheinlich wäre es besser gewesen, die Ruderpinne in zwei Teile zu schneiden und so weit zu verlängern, dass sie oberhalb der Einfassung diese überragen kann.




      Zwischendurch wurden die ersten Anker gefertigt. Mit 16 Teilen weit entfernt von dem, was früher als Anker angeboten wurde:



      Hier alle verdoppelten Teile:






      Während des Baus, oben im Bild Spieren für die Torpedoschutznetze




      Ein Aspekt irritierte mich: Der Kasten unten am Anker soll offen sein. Das sieht für mich etwas merkwürdig aus und bei anderen Modellen mit Ankern dieser Art war der Kasten stets gechlossen. Ich habe ihn deswegen zugesetzt:



      Der erste fertige Anker:

    • Hallo Lars,
      auch die zweite Jolle und die Dampfbarkasse sind gelungen. Bei Boostrümpfen mit vertikalen Schlitzen verwende ich Zigarettenpapier oder Butterbrotspapier, um die Schlitze zusammenzufügen. Das dünne Papier trägt nicht auf, hilft aber beim Zusammenholen sehr.
      LG
      Kurt

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      (Hans-Werner Sinn)
    • Moin Lars,

      wenn man die geschlitzten Rümpfe stumpf verklebt, kann man nach Trocknung von innen satt Sekundenkleber auf die Nähte aufstreichen. Das macht die Nähte sehr stark, so daß sie einem Formen standhalten können.
      Diese Technik empfiehlt sich vor Allem, wenn man die Rümpfte anschließend noch zwecks Bemalung glatt und rund schleifen will. Dann schleift man sich nämlich z.T. durch den Karton durch und landet auf der harten Acrylkleber-Schicht, so daß trotzdem nichts passieren kann.
      Im Ergebnis erhält man jedoch sehr gut gerundete Rümpfe.

      Stets auf der sicheren Seite ist man allerdings, wenn man die Schlitze mit sehr dünnem Papier verklebt, da brennt dann garnix mehr an. Dann allerdings muss man, wenn's vorgesehen ist, wesentlich vorsichtiger schleifen.
      Für reine Karton-Artisten ist dies m.E. die beste Methode.

      lg.
      Tommi
      ....und ab dafür! rollen1
      Vergammelte Werke
    • Curmudgeon schrieb:

      Ein Aspekt irritierte mich: Der Kasten unten am Anker soll offen sein. Das sieht für mich etwas merkwürdig aus ...
      Lars

      Unten offen ist manchmal nicht verkehrt. Schau mal hier:

      collections.rmg.co.uk/collections/objects/67904.html
      commons.wikimedia.org/wiki/File:L-Hallanker.png
      en.wikipedia.org/wiki/Anchor#/…le:Amoco_Cadiz_anchor.jpg

      Die exakte Form dieser Anker kann man leider nur schwer in Papier wiedergeben. Unten offen gelassen sieht der Anker schwächlich aus. Unten geschlossen, wäre vielleicht historisch verkehrt. Gräme dich nicht, denn dein Modell ist auf alle Fälle grosse Klasse!

      Bernhard
      Die Zukunft ist auch nicht mehr das, was sie früher einmal mal war. (Yogi Berra)
    • So,

      jetzt kommen wir zu einer der unangenehmsten Baustufen des Modells: den Lagern und Spieren für die Torpedoschutznetze.

      Unangenehm ist weniger die Herstellung der Teilgruppen und deren Anbringung -auch wenn die vielen kleinen Lager ziemliche Fitzelteile sind und es am Ende ca. 400 Teile werden dürften- als vielmehr die Tatsache, dass ab dieser Baustufe das Modell nur noch ganz am Heck und weit vorne am Bug angefasst werden kann.
      Das spricht eigentlich dafür, diese Baustufe möglichst weit ans Ende zu schieben, aber bei der Montage dieser Teile muss zumindest ich dass Modell immer wieder anheben und schräg stellen. Wenn dann schon die Masten montiert sind, besteht die Gefahr, dass da was abgerissen wird.

      Zum Vorgehen:

      Als erstes wurden die Lager für die 22 Spieren montiert. Knapp oberhalb der Wasserlinie kommen hier zwei winzige Quadrate und ca. auf halber Länge der Spiere ein "L"-förmiges Lager hin, das sind dann schonmal die ersten 66 Teile.

      Von Links: Verdoppelungsfeld mit den Teilen für die Lager an der Wasserlinie und den Endstücken der Spieren, Streifen mit verdoppelten Konsolen, auf denen die Netzlager ruhten, L-förmige Lager für die Spieren. Die Konsolen wurden wieder auf Abfallkarton verdoppelt. So hatte ich die doppelte Anzahl und konnte verlorene bzw. verschnittene Teile leicht verschmerzen.





      Diese Teile müssen unbedingt mit Sekundenkleber montiert werden. Sie reißen sonst unheimlich leicht wieder ab und die Lager unten sind dann auch überhaupt nicht belastbar und brechen weg, wenn das Ende der Spieren auf sie geklebt werden.

      Zwei Lager an der Wasserlinie


      Heckpartie




      Die 22 Spieren sollen eigentlich aus je 5 Teilen bestehen, darunter je zwei Scheiben, die an den Enden die Spiere schließen. Ich habe aber sowieso den Spieren einen Kern aus einem Polysterolstäbchen verpasst. Die Enden wurden grau gestrichen und die Scheiben entfielen.
      Alle Spieren waren bogenseitig braun. Im Original müssen sie grau gewesen sein, deswegen habe ich die ganze Zeit fleißig grauen Abfallkarton von anderen Baustufen gehortet und konnte so graue Spieren herstellen.
      Die Endstücke der Spieren ebenfalls unbedingt mit Sekundenkleber anbringen. Dabei darauf achten, dass beide Endstücke gleich ausgerichtet sind, am besten orientiert man sich hier an der Klebenaht der Spiele.

      Einige vorbereitete Spieren:



      Die Spieren erhielten 8mm vom nach oben zeigenden Ende entfernt eine Bauchbinde. Dies war beim Original ein Beschlag, zu dem einige Taue liefen. Damit ergaben sich pro Spiere doch 5 und insgesamt 110 Teile.




      Die Netzlager (zusammen 104 Teile) sind einer der besten Gründe, den Lasercut zu erwerben. Eine hochdetaillierte Angelegenheit. Es wäre allerdings schön, wenn sie an ihren Längsseiten mit mehr als nur einem kleinen Zapfen mit der Platine verbunden wären, das erleichtertete die Handhabung beim Bemalen.
      Wie soll bei der Montage der Netzlager vorgegangen werden? Die Bauanleitung schlägt vor, erst die Konsolen an die Bordwand zu kleben und dann die Netzlager drauf. Das habe ich mir nicht zugetraut. Die Gefahr, dass die Konsolen in ihrer Höhe etwas aus der Flucht geraten, schien mir zu groß. Stattdessen habe ich jeweils die Konsolen unter einen Abschnitt des Lagers geklebt (immer unter die "Querstriche", die die einzelnen Felder der Netzlager begrenzen) und dann einen Abschnitt des Lagers angebracht. Damit dieser sofort etwas Haftung hatte, habe ich an den Enden und in der Mitte UHU aufgetragen, ansonsten aber Weißleim. Montiert wurde vom Heck zum Bug, aber das dürfte beliebig sein. Ganz hinten kam es exakt hin, die Konsolen kamen genau auf ihren Strichmarkierungen an der Bordwand zu liegen. Dann aber wanderten sie aus, so dass ich mich entschloss die bei diesem Vorgehen überflüssigen Markierungen zu übermalen.

      Ein vorbereitetes Segment:




      Ein montiertes Segment:



      Netzlager während der Bemalung. Man muss darauf achten, dass alle Löcher eingefärbt werden.:

    • Einige Bilder der Netzlager während der Montage:

      Die unteren Enden der Konsolen mussten z.T. nachträglich erneut mit etwas Weißleim versehen und behutsam angepresst werden.





      Die schmale Spalte zwischen den beiden Segmenten wurde noch mit Weißleim geschlossen, wäre aber nach der Montage der Netze unsichtbar.




      Auf die letzten Zentimeter entfernt sich vorne das Netzlager etwas von der Bordwand, das ist gewollt (längere Konsolen)




      Die Montage der Spieren gestaltete sich unproblematisch und der fertige Anblick ist nicht schlecht:






      Was fehlt jetzt noch?

      1) Eine angemessene Verkabelung

      Sehr gute Bilder bietet das Kagero-Heft zur Posen. Ich werde mich wohl für drei Kabel pro Spiere entscheiden.

      Wie Fotos vom Original zeigen, gab es noch eine 12. kürzere Spiere. Diese war vorne und auch deutlich häher angesetzt, als die 11 Hauptspieren. Außerdem liefen über die Bordwand vorne noch etliche Kabel der Spieren. Diese Abschnitte will ich aber doch lieber erst ganz zum Schluss anbringen, sonst kann ich das Modell fast gar nicht mehr anfassen.

      2) Die Netze
      Es sind dem Bogen Netze beigegeben, diese würden aus zahlreichen zu Zylindern verklebten Rechtecken mit passendem Aufdruck entstehen. Optisch befriedigt mich diese Lösung nicht. Ich werde es also einmal mehr mit um einen Pappkern gewickeltem Fliegengitter versuchen, dass hat schon bei einigem Modellen funktioniert.

      Noch schöner fände ich aber folgende Idee, die ich mangels passender Ausrüstung nicht ausprobieren kann. Ich setze das mal in große Schrift, weil es mich wirklich sehr interessieren würde, ob Ihr die Idee für durchführbar haltet: :

      Netzabschnitte in einen durchgefärbten Tonkarton lasern. Der Karton müsste so dünn sein, dass man die Netzabschnitte rollen und verkleben kann, aber nicht so dünn, dass dabei Bruch entsteht. Wenn das funktioniert, wären entsprechende Teile eine hochwillkommene Ergänzung jeden Lasersatzes. Angesichts der verschiedenen am Markt befindlichen Modelle mit Netzen könnte das vielleicht sogar ein guter Zusatzbogen sein.
    • Hallo Lars,
      die Darstellung der Netze ist immer schwierig, da das Material über eine große Länge mit einem kleinen Radius zu rollen ist. Ich habe es z.B. mit einer Tüllgardine, die über einer Schnur gerollt wurde versucht. Es war eine ziemliche Plackerei und das Ergebnis hat mich letztlich auch nicht überzeugt. Die Schnürbandmethode ist vielleicht doch ein brauchbarer Kompromiss.
      LG
      Kurt

      Meine Untaten

      Wenn Regierungen versprechen, sich an die Regeln zu halten, und sie dann absichtlich verletzen, ist das kein Unvermögen. Das ist Betrug!
      (Hans-Werner Sinn)
    • Moin Lars,

      bei meiner SMS Von der Tann und meiner leider nicht mehr existenten SMS König (Plastik, ICM, 1:350) habe ich feines Messinggitter verwendet.
      Dieses habe ich eng um einen passenden, stärkeren Messingdraht geformt, die Abschnitte durchgefärbt, und mit sehr feinen Nylonfaden habe ich die Umwicklung imitiert.

      Ich erlaube mir, ein paar Fotos vom Bau einzustellen, da ist die Verarbeitung und Wirkung gut zu erkennen. Wenn sie Dich stören, sag eben Bescheid, dann klopp ich die wieder raus.





      lg.
      Tommi
      ....und ab dafür! rollen1
      Vergammelte Werke
    • Hallo Kurt, hallo Tommi,


      bislang habe ich mir beholfen, indem ich Fliegengitter um einen schwarz gefärbten Pappkern oder ein schwarz gefärbtes Polysterolröhrchen gewickelt habe. Polysterol hat den Vorteil, dass man es formen kann, wie z.B. bei der Dreadnought erforderlich:




      Das Ergebnis war passabel, aber mich würde wirklich interessieren, ob das mit gelasertem Tonkarton funktionierte.