SMS Nassau vom HMV in 1/250 konstruiert von Udo Kallina

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    • Die Torpedoschutznetzanlage der Nassau setzte sich beim Original noch über die vorderste Spiere des Modells fort.

      Es sind mir nur sehr wenige Fotos bekannt geworden, die eindeutig die Nassau (aus einiger Entfernung m.E, am besten an den Kränen zu erkennen. Die auf der Rückseite der Kräne befindlichen Kästen etc. gab es in dieser massiven Ausprägung nur auf der Nassau) in ihrem frühen Ausrüstungsstadium zeigen. Aner hier sieht man eideutig, dass es noch eine 12. Spiere gab. Diese war kürzer (ca. 2/3 der Länge der anderen) und deutlich weiter vorne angebracht. Beigeklappt schlosse sie etwa mit der Vorderkante des vordersten 8,8 Schwalbennests ab.

      Hinzu kommt eine ausgedehnte Verkabelung, die von dieser Spiere zur ersten langen Spiere läuft, außerdem diverse Kabel, die über Umlenkrollen an diese kürzere Spiere bzw. an die vorderste Spiere geführt wurden.

      Mangels exakter Fotos der Nassau habe ich hier auf die präzise Abbildung bei Kagero zurückgegriffen, die sich allerdings auf die Posen bezieht.

      Erste Kabelführungen - alle Kabel sind wieder aus gezogenem Gussast gefertigt. Am Treffpunkt der beiden Kabel wird später eine Umlenkrolle aufgeklebt.




      Die Nahaufnahme zeigt wieweit das vertikal gespannte Kabel von der Bordwand absteht. Die Reihenfolge der Kabelmontage wurde hiervon beeinflusst. Außerdem sind zwei Klampen, an denen Kabel befestigt werden und das Lager für die vordere Spiere zu sehen. Hierzu wurden nicht verwendete Teile des Lasercuts verwendet.




      Die Verkabelung in fortgeschrittenem Zustand. Die ersten beiden Umlenkrollen knapp oberhalb der Wasserlinie sind montiert. Das Kabel, das noch im Nichts endet, wird eine weitere Umlenkrolle bekommen.




      Die letzten Kabel sind montiert. Die vorderste Umlenkrolle fehlt noch. Der Winkel der Kabel bei dieser ist zu spitz und wurde noch korrigiert. Die Zeichnung der Posen zeigte oben am Rand des Decks 4 Ösen, an denen die Kabel vermutlich befestigt waren. Diese ließen sich sehr gut aus gekürzten Endstücken der Torpedoschutznetzspieren des Lasercuts herstellen. Angeklebt wurden sie wie die Klampen mit Sekundenkleber.




      Und das Ganze an Backbord:







      Samit ist es fast unmöglich, das Modell noch im Bugbereich anzufassen.


      Als nächstes wird vom Heck her gearbeitet. Die Heckgalerie (Anker, Ankerkette, Reling, Blenden der 8,8) wird vervollständigt und die Reling angebracht. Gleichzeitig sind drei vom achteren Mast zum Schornstein bzw. Schornsteinunterbau führende Kabel zu spannen.
    • Moin Lars,

      sehr schön dargetellt, die Verseilung der Toredonetzanlage am Bug des Großlinienschiffes! cool1
      Vor einigen Jahren hat mich genau diese Darstellung bei meiner SMS Von der Tann ziemlich gefordert!
      Aber es war doch anhand einiger seltener, originaler Fotos möglich, den Kabel-Verlauf, die Position der Umlenkrollen an der Bordwand und letztlich auch oben am Bordrand festzustellen.

      lg.
      Tommi
      ....und ab dafür! rollen1
      Vergammelte Werke
    • Neu

      Hallo Udo,

      die "Nassau" ist seit gestern fertig. Das mit den Fotos - es liegt schlicht am Licht. Wochentags im Dunkeln aus dem Haus, im Dunkeln nach Hause und die letzten Wochenenden war es insgesamt trüb. Außerdem hab ich immer mehr Respekt davor, die "Nassau" anzufassen. Ich werde mal im Laufe des Tages sehen, welche der gemachten Fotos zumutbar sind.

      Curmudgeon
    • Neu

      Also,

      fangen wir mit den Fallreeps achtern an, eine fummelige Arbeit.

      Das Herstellen der eigentlichen Fallreeps aus dem Lasercut geschah in folgender Reihenfolge:
      A) Treppenstufen nach vorne klappen
      B) Geländer hochklappen und zwar mit Hilfe einer feinen Pinzette, die die Bodenleiste des Geländers möglichst gut fasst. Hat man das Geländer ca. 45° geklappt, kann man vorsichtig mit der Kante eines Lineals dagegendrücken und so die rstlichen 45° schaffen
      C) Die Treppenstufen, die bei Schritt B) wieder zurückgeklappt sind, neu ausrichten
      D) Bodenleiste eines Geländers mit Weißleim bestreichen, dieses Geländer an die Treppenstufen pressen, bis der Leim abgezogen hat
      E) Hoffen, dass keine Nachausrichtung erforderlich ist
      F) Zweites Geländer ebenso ankleben



      Auf die Laser-Gerätings wurden die Rahmen der Grätings vom Bogen geklebt.


      Die Grätings mit Sekundenkleber an den eigentlichen Niedergang kleben. Das gilt auch für das kleine Treppchen bei den Fallreeps 214/215. Alles andere ist m.E. nicht stabil genug. Die letzten Relingstücke ergänzen.






      Die Teile 214/215c (das linke Bild zeigt unten die Markierung für sie) müssen in der Wasserlinienversion gekürzt werden.




      Die oberen Fallreeps 216/217 können problemslos montiert werden. Auch hier ist Sekundenkleber anzuraten, da die Klebepunkte winzig sind. Die Reling muss an dieser Stelle unterbrochen werden.

    • Neu

      Bei der Montage der Fallreeps 214/215 wurde ein Pappklotz als Unterlage verwendet, um die Fallreeps in Position zu halten, bis der Kleber abgebunden hatte:




      Die schrägstehenden Teile 214g, an denen die Galgen, mit denen das Fallreep hochgezogen wurde, befestigt werden, sollten einen kleinen überstehenden Zapfen erhalten. Die Klebemarkierung an der Bordwand wird dann eingeschnitten, sodass 214g in der Bordwand versenkt werden kann.





      Die Taue wurden aus gezogenem Gussast gestaltet.







      Wie man sieht bleiben die Netzlager leer, bis ich optisch ansprechende Netze gefunden habe. Vielleicht gibt es ja doch dereinst Lasercutteile hierfür.
    • Neu

      Reling


      • die Teile des Lasercuts passen exakt
      • m.E. ist es sinnvoll, entgegen der Anleitung die Teilnummern von Backbord und Steuerbord zu vertauschen. Der Lasercut hat aus technischen Gründen immer eine flache Seite (Rückseite) und eine profilierte Seite (Vorderseite). Letztgenannte ist m.E. optisch deutlich ansprechender und sollte deswegen nach außen zeigen. Das macht aber den o.a. Tausch der Reling erforderlich.
      • die Endstücke etlicher Abschnitte der Reling (z.B. alle, die an die Turmbarbetten stoßen) waren beim Original ohne senkrechte Stange. Der Lasercut bietet eine solche an –die Verklebung ist dann natürlich stabiler- aber wenn es originalgetreu sein soll, muss sie weggeschnitten werden.
      • Bei einigen Segmenten würden zwei Relingstützen direkt nebeneinander zu stehen kommen, Das ist optisch unschön, eine Stütze entfernen.
      • ACHTUNG: Alle Poller und Knechte kollidieren mit der Bodenleiste der Reling. Hier gibt es zwei Lösungen:
        • A) nach außen liegende Hälfte der weißen Grundfläche der Poller und Knechte grau färben. Poller und Knechte leicht nach innen versetzt aufkleben (so habe ich das gemacht)

        • B) die entsprechenden Abschnitte der Fußleiste vor der Montage der Reling wegschneiden (das sind immerhin knapp 20 Stück)
      • Im achteren Bereich wird die Reling von den Fallreeps unterbrochen. Hier muss jeweils ein Segment Reling weggeschnitten werden, damit der Admiral auch an Bord kann.
      • Das Befestigen ist für mich immer mühsam. Uhu verwende ich wegen der Gefahr des Fädenziehens und Zukleisterns nicht, doch Weißleim bindet manchmal überraschend schnell ab. So manches Teil musste zweimal mit Leim versehen werden (Auftrag mit einer Nadel)
      • Da, wo scharf geknickt werden muss, war es hilfreich,eine Fotokopier des Decks zur Hand zu haben, auf der das entsprechende Segment der Reling ausgeformt werden konnte.





    • Neu

      Teil 222/237 (Backspieren) (2x4 + 2x1= 10 Teile)

      Auch hier entfielen die kleinen Scheiben, die die Backspieren vorne und hinten abschließen sollten. Wenn diese doch verwendet werden sollten, würde ich sie nicht wie vorgesehen verdoppeln.




      Teil 210 (Kompasspodest) (6 +3 = 9 Teile)

      • Das Gerüst ist sehr fragil, auf keinen Fall wird es sich knicken lassen. Es muss in 4 Teile zerlegt werden. Reling und Leiter kommen aus dem Lasercut.
      • Der Zusammenbau erfordert genaues Hinsehen. Mittig in Teil 210 wird 210a geklebt. Dann werden die gegenüberliegenden beiden schräg verlaufenden Streben, die oben jeweils nicht mit dem Rest von 210 verbunden sind, nach innen geknickt und an 210a geklebt.
      • Die Beine 210b außen an das Podest zu kleben, sieht nicht besonders elegant aus. Ich habe sie lieber innen reingeklebt. UND DAS WAR EIN FEHLER. Denn die beiden vorderen Beine müssen tatsächlich deutlich nach außengeknickt werden, um außen am Oberlicht vorbeigeführt werden zu können. Die gut durchgetrockneten Stützen ließen sich nicht mehr lösen. Ich musste sie kürzen und auf das Oberlicht setzen.







      Ein Kompass ist bogenseitig hier nicht vorgesehen, wird aber auf den mir zur Verfügung stehenden Fotos der frühen Nassau gezeigt.
    • Neu

      Die Takelage besteht überwiegend aus gezogenem Gussast. Es wurden noch 6 Flaggleinen spendiert.

      Damit war die Nassau nach über 10 Monaten Bauzeit fertig. Verbaut wurden 3180 Teile aus dem Bogen und 1265 Teile aus dem Lasercut bzw. hinzugefügte Teile. Mit 4445 Teilen mein bisheriges Rekordmodell, gut 1000 Teile mehr als die Derfflinger.

      Fazit: Der Bogen ist exzellent konstruiert und detailliert. Da hat Udo ein echtes opus magnum des Modellbaus abgeliefert. Über weitere kaiserliche Graue aus seiner Hand würde ich mich sehr freuen !!

      Für heute nur einige provisorische Bilder, vielleicht gibt es ja noch mal gutes Tageslicht:










    • Neu

      Servus Lars.

      Herzlichen Glückwunsch zur Fertigstellung dieses außergewöhnlichen Modells! beifall 1 prost1
      Danke auch für deinen excellenten Baubericht!
      Wenn ich die Nassau angehen werde, wird er mir ausserordentlich hilfreich sein!

      Liebe Grüße aus Wien

      Wiwo
      In Bau: K.u.k.Tegetthoffklasse, GPM, 1:200 1:250 und 1:400
      Und hier: Alle meine Modelle


      "Es gibt viel zu viele Lautsprecher und viel zuwenig Kopfhörer!"
      Fritz Grünbaum, 1934
    • Neu

      Hallo Curmudgeon, freu 2

      als ob ich es geahnt hätte mit meinem gestrigen Beitrag.
      Nun hast du es geschafft. Meine Gratulation für deine Arbeit. high five1


      Und vor allem hast du meine Anerkennung und Respekt, wie gut du alle Schwierigkeiten gemeisterst hast.

      Dein Baubericht ist sehr Informativ daumen1 und ganz sicher eine große Hilfe für alle Nachfolgebauer.

      Vielen Dank für das von dir ausgesproche Lob für die Konstruktion. Ja, denk1 ich hab mich bemüht. verlegen2


      Ich wünsche dir für deine kommenden Projekte viel Spass. hüpf1
      prost2

      Viele Grüße,
      Udo
    • Neu

      Curmudgeon schrieb:


      "...Damit war die Nassau nach über 10 Monaten Bauzeit fertig. Verbaut wurden 3180 Teile aus dem Bogen und 1265 Teile aus dem Lasercut bzw. hinzugefügte Teile. Mit 4445 Teilen mein bisheriges Rekordmodell, gut 1000 Teile mehr als die Derfflinger..."
      "...Fazit: Der Bogen ist exzellent konstruiert und detailliert. Da hat Udo ein echtes opus magnum des Modellbaus abgeliefert. Über weitere kaiserliche Graue aus seiner Hand würde ich mich sehr freuen !!..."
      Hallo Curmudgeon,

      das ist eine bemerkenswerte Bilanz. Die Nassau hast du besonders perfekt gebaut und die Detaillierung lässt keine Wünsche offen. Gratulation zur Fertigstellung. Deinen Baubericht habe ich gerne verfolgt (auch wenn ich nicht so viele Kommentare geschrieben habe). Da freue ich mich auf deinen nächsten Baubericht.

      Bis dann, alles Gute,

      Gruß Wolfgang.
    • Neu

      Uijuijui...... oh1 Nachtrag zu Beitrag 335:

      Herzlichen Glückwunsch zur Fertigstellung dieses wohlgelungenen Modells der SMS Nassau, eines Dickschiffs-Modells, auf das ungefähr die Häfte aller Kartonmodellbauer viele Jahre gewartet hat.
      Aber nicht nur wohlgelungen. Die aktive Auseinandersetzung des offenbar sehr guten Baubogens nebst LC-Satz mit trotz allem vorhandenen Problemzonen finde ich ungemein wichtig . danke 2
      Ich wäre mehr als froh, wenn ich für mein derzeitiges Modell eine solche Starthilfe hätte.... ja 1
      Wie auch immer, der Baubericht war eine kugelrunde Sache! rollen1
      lg.
      Tommi
      ....und ab dafür! rollen1
      Vergammelte Werke
    • Neu

      Hallo Lars,

      Glückwunsch zur Fertigstellung der SMS Nassau.
      Ein sehr interessantes Schiff, ein toller Bau und zudem ein sehr gelungener Baubericht.
      Ich habe immer gerne mitgelesen und Deine Fortschritte verfolgt. Ich bin schon auf Dein nächstes Werk gespannt.

      Viele Grüße
      Christoph
      "Time flies like an arrow. Fruit flies like a banana."

      Meine gebauten Kartonmodelle ausguck2
    • Neu

      moin1 Curmudgeon,

      ich gratuliere auch zur fertigstellung und ziehe meinen Hut! Das ist ein tolles Modell und Du hast es dann doch recht schnell gebaut. Der Baubericht ist klasse und wird nachfolgenden Modellbauern eine große Hilfe sein. Was weht denn da für eine Flagge im Topp (die mit dem Dreieck im Zentrum)? Bei ausgebrachter Gangway würde ich das Modell eher mit Hafenbeflaggung sehen (Heckflagge plus Gösch). Oder ist das noch provisorisch?

      Wie geht es weiter? Bekommt Dein Modell eine Vitrine? Wie wirst Du es präsentieren?

      Viele Grüße,

      Klaus
      »Das muss das Boot abkönnen!«




      Klaus baut kleine Schiffe:
    • Neu

      Hallo Lars,

      gratuliere ebenfalls zur Fertigstellung eines sehr feinen und überaus sauber gebauten Modells! Natürlich gilt hier auch ein Lob dem Konstrukteur daumen1 , aber man muss ja auch so einen Boen erst mal umsetzen können. klasse1

      Servus
      hvt
      Der brüllende Mensch möchte gefährkich wirken, der schweigende Mensch kann gefährlich sein - also Vorsicht, wenn ich mal gar nichts mehr sage..... grins 3