SMS Nassau vom HMV in 1/250 konstruiert von Udo Kallina

    • Hallo,

      das Basisgerät ist drauf, damit kann diese Baustufe weitgehend abgeschlossen werden. Hinzu kommen noch die Teile 59n (im Original wohl ein nach oben führendes Rohr, das Kartonteil wurde durch gezogenen Gussast ersetzt) und 59o-q, eine Stütze für das darüberliegende Peildeck (?), jedenfalls für Teil 62.




      Parallel zur Arbeit am vorderen Aufbau wurden 13 Niedergänge in das Hauptdeck eingebracht, hierbei fanden jeweils die Teile aus dem Lasersatz Verwendung.

      Diese Teile ließen sich zu meiner Freude bei vorsichtigem Vorgehen gut verarbeiten. Der HMV hat hier einen dickeren Karton als z.B. beim kürzlich herausgebrachten Bogen mit Niedergängen gewählt und das kommt mir entgegen. Mir war es so möglich, wie folgt vorzugehen:

      1) Niedergänge in der Platine bemalen
      2) Einzelne Treppenstufen vorsichtig mit einer Pinzette in Form drücken
      3) Die Stege an einer Wange durchtrennen
      4) Diese Wange vorsichtig mit kaltem Druck hochbiegen. Hier wurde zuerst eine Pinzette verwendet und dann eine Kante von einem Geodreieck
      5) Stufen nochmals sauber ausrichten
      6) Wange mit Weißleim einstreichen und anpressen, festhalten, bis der Leim getrocknet ist



      7) Nach gründlichem Durchtrocknen die mit der Wange verklebten Stufen nun ebenfalls mit kaltem Druck hochbiegen, so dicht wie möglich an die zweite Wange heran
      8) Zweite Wange mit Weißleim einstreichen, Treppenstufen anpressen, festhalten, bis der Leim getrocknet ist




      9) Nach gründlichem Durchtrocknen den kompletten Niedergang aus der Platine trennen, soweit erforderlich Kanten einfärben

      Das Einbringen in die Kästen im Hauptdeck erwies sich als schwieirg, z.T. mussten diese seitlich aufgeweitet werden. Dank des dicken Kartons konnten aber die meisten Niedergänge eingeschoben werden, ohne dass sie sich nennenswert verbogen. Die Verewendung von Leim war ABSOLUT unnötig, die letzten 4-5mm waren auch trocken nicht leicht zu schaffen (Das letzte Bild zeigt einen Niedergang, der nicht ganz so weit reinging, wie er sollte). Ich denke die winzigen Stege zwischen den einzelnen Stufen und den Wangen machen die Niedergänge etwas breiter, der Wert von maximal 0,5mm wurde vieleicht bei der Breite der Kästen, die ja ursprünglich keine Niedergänge aufnehmen sollten, nicht einberechnet.




      Fazit: Sehr schöne Laserteile. Während sich die Niedergänge auf dem von HMV separat herausgebrachten Bogen aufgrund des dünneren Kartons leichter in Form biegen lassen, erlaubt dieser dickere Karton ein beherzteres Zugreifen, das liegt mir persönlich mehr, so dass ich mir auch noch einen Extra-Bogen mit Niedergängen in dickem Karton vom HMV kaufen würde, dann könnte ich endlich bei meinen älteren Schiffen einige Niedergänge austauschen.

      Curmudgeon
    • Hallo Curmudgeon,

      ich freue mich, dass es auf deiner Werft weiter geht.

      Meine Nassau liegt gerade in meinem Geschäft vor Anker.
      Und die einhellige Meinung meiner Kollegen. "Toll, aber dazu hätte ich keine Geduld und und und"
      Aber diese und ähnliche Aussagen kennen wir Kartonmodellbauer ja alle.

      Ich wünsche dir viel Spass beim Weiterbauen augenbraue1

      Udo
    • Neu

      Hallo Hagen,

      ja, diese Niedergänge sind die besten, die mir bislang als Lasercut untergekommen sind.


      Hallo Udo,

      ja, diese Kommentare kenne ich auch. Sie sind nett gemeint, aber mir ist jemand lieber, der 10 Minuten vor dem Modell steht, um sich alles genau anzusehen.




      Der vordere Mast ist noch nicht ganz fertig, aber ich bin zuversichtlich eine gute Lösung für die Funkantennen gefunden zu haben.

      Doch erst einmal da weiter, wo das Problem mit dem Kommandostand den Bau gestoppt hatte. Es folgt das untere Scheinwerferdeck (Teile 61-62). Hierzu eine wie ich meine sehr wichtige Anmerkung zur Baureihenfolge: Ich empfehle, das Scheinwerferdeck nach seiner Fertigstellung noch nicht aufzukleben, sondern auch noch den vorderen Schornstein zu fertigen und beides gleichzeitig anzubringen, so kann man noch nachjustieren. Verklebt man das Scheinwerferdeck vorher, MUSS es 100% exakt ausgerichtet werden, was nicht ganz einfach ist, da man dann immer von unten schielen muss, ob das Deck genau auf den entsprechenden Linien an seiner Unterseite auf das Gestell geklebt wurde. Eine kleine Abweichung und der Schornstein lässt sich nicht mehr genau platzieren. Hier drohen dann Blitzer (die kann man noch umgehen, indem man die Konturen für den Schornstein übermalt), aber vor allem droht die Gefahr, dass sich später der vordere Mast nicht mehr durch die diversen runden Öffnungen schieben lässt.
      Übrigens ist der Ausschnitt für den Schornstein im Deck großzügig bemessen, satt saugend würde bedeuten, dass man den Schornstein mit Druck einschieben müsste, dann wäre die Gefahr groß. dass die Stützen des Scheinwerferdecks knicken.



      Stützen für das Scheinwerferdeck (61)
      Die rückseitige Bedruckung erwies sich für mich als unüberbrückbares Hindernis. Obwohl ich die äußeren Konturen von zwei Teilen exakt ausgeschnitten hatte, ergaben sich nach dem rückseitigen Verkleben deutliche Verschiebungen. Der Rest wurde dann auf der Reserve verdoppelt.



      Ich kann an dieser Stelle nur wiederholen: Ein schlicht grauen Verdopplungsfeld ist für mich einfach die bessere Lösung.



      Scheinwerferdeck (62)

      Das eigentliche Deck AUF KEINEN FALL rückseitig verkleben und dann ausschneiden, sondern erst die äußeren Konturen ausschneiden, dann verkleben und nach dem Trocknen die Öffnungen für Mast und Schornstein ausschneiden

      Der Umleimer wird angebracht. Mit etwas Geduld und Weißleim kein Problem. Das zweite Bild zeigt die unterseitigen Markierungen für die diversen Stützen 61.



      Die Lasercutreling ist 1A maßgeschneidert. Hier ist mir ein kleiner Denkfehler unterlaufen: Bei einem Lasercut gibt es immer die profilierte Vorderseite und die flache Rückseite. Ich finde die Vorderseite optisch deutlich ansprechender. Aber da
      diese Reling noch eine Plane bekommt, hätte die schöne Seite diesmal nach innen zeigen sollen.




      Die Persenning wurde aus Zigarettenblättchen gefertigt. Mein Onkel Eric, derein Sammler derselben ist, stellte mir freundlicherweise eine große Auswahlauch in Überlänge zur Verfügung. Das auf dem Bild sichtbare leichte Profile unddie auf anderen Blättchen vorhandenen Wasserzeichen verschwinden nach demBemalen. Allerdings rate ich dringend dazu, zuerst das Blättchen zu bemalen unddann auszuschneiden. Unbemalt ist es nur mit großer Vorsicht zu schneiden.Durch die Farbschicht gewinnt es deutlich an Stabilität.

      Verklebt werden sollte hier unbedingt mit Weißleim, durch das Andrücken mit den Fingern drückt sich die Reling durch, das ergibt einen realistischen Anblick.







    • Neu

      Das fertige Scheinwerferdeck gefällt mir mit der Persenning ausnehmend gut. Die Reling und/oder die Persenning erst nach der Montage des Deck anzubringen, würde ich auf keinen Fall empfehlen, man handelte sich ein übles Gefummel mit ungewissem Ausgang ein.

      Noch ein paar Bilder des aufgelegten Decks mit Schornstein:




      Und das verklebte Deck:




      Die vier äußeren Stützen der Teilgruppe 61 wurden erst nach dem Deck angebracht. das ist etwas fummelig, aber die Wahrscheinlichkeit, diese Stützen beim Aufsetzen des Decks zu verbiegen, ist bei mir höher.


      Die Teile 63-65 sind diverse Kleinteile, die auf dem Scheinwerferdeck Platz finden.




      Kompasse (63)

      • Teil 63b etwas schmaler ausschneiden, sonst passt die untere Manschette 63a nicht drum (klaffte gut 1mm auf)
      • den Kopf nach der Montage bronzefarben überstreichen
      • Handrad dem Lasercut entnehmen



      Maschinentelegraph? (64)


      Notsteuerstand? (65)



      Von den Scheinwerferrichtgeräten hatte ich zuerst vier gebaut. Vor dem Zusammenbau der anderen vier fiel mir auf, dass die drei Handräder auf einem kleinen Zapfen standen. Mit etwas Geduld und winzigen Abschnitten von gezogenem Gussast ließen sich diese tatsächlich herstellen und anbringen. Das Ergebnis hat mich überzeigt, leider lassen sich die ersten vier wohl kaum umbauen.







      Weiter ging es mit den Scheinwerfern und dem vorderen Schornstein, dazu demnächst mehr.
    • Neu

      Hallo Tommi,

      vielen Dank für Dein Lon und für die Hilfe beim Finden der richtigen Bezeichnung für das Deck !


      Was ich ganz vergaß: Unter dem Peildeck befindet sich ja auch noch ein Deck (Teil 55):

      Ich habe die beiden Deckshälften lieber separat ausgeschnitten, statt mich auf das rückseitige Verkleben einzulassen:


      Nach dem Verkleben muss man allerdings noch daran denken, das Loch für den Mast auszustechen.


      Das Deck lässt sich problemlos aufsetzen. Es kommen zwei winzige ovale Abdeckungen, deren Funktion sich mir nicht erschloss, zwei große Lüfter und der Unterbau des Peildecks darauf.


      Wie man sieht, habe ich die Konturen des Schornsteins zur Sicherheit bemalt. Der Bogen färbt zwar durchgehend etwas nach innen, um Blitzer zu vermeiden, aber die schwarzen Markierungslinien bleiben (vgl. auch das drittnächste Bild).

      Hier einmal alle Stützen des Peildecks:




      Um den Niedergang ist keine Reling vorgesehen. Das kam mir etwas sonderbar vor und so habe ich eine ergänzt. Allerdings musste ich den obersten Durchzug der Schmalseite später wieder entfernen, weil er mit dem Niedergang der nächsthöheren Etage kollidierte.

    • Neu

      Die schönsten Kleinteile des vorderen Aufbaus sind m.E. die Scheinwerfer.





      Baureihenfolge
      Zuerst die Halterung auf die Grundplatte kleben und erst dann ihre Querstrebe 66c. Der Schlitz in der Querstrebe sollte etwas bereiter und etwas länger ausgeschnitten werden, als aufgezeichnet




      Der Lasercut liefert ein vorzügliches Teil mit den Lamellen (und davon 9 Stück, falls man eines verpfuscht - 1A Service). Ich wollte nicht den ganzen Körper des Scheinwerfers innen silbern auskleiden, um einen dreidimensionalen Effekt zu erzielen -da die Lamellen dicht beieinander stehen, erscheint es mir auch fraglich, ob dies so zu Tragen käme. Ich bin daher darauf verfallen, nur die vordere Fläche des Scheinwerfers silbern zu streichen.



      Beim fertigen Scheinwerfer sieht das recht gut aus:





      Superung

      Wenn der Lasercut verwendet wird, sollte man den äußeren Ring von Teil 66i ausstechen und auf die Lasercutblende kleben, das sieht besser aus. (vgl vorheriges Bild)


      Die Scheinwerfer kommen erst in der Endmontage druaf, als nächstes folgte der vordere Schornstein.