Sd.Kfz 234/2 Puma GPM 1:25

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    • Sd.Kfz 234/2 Puma GPM 1:25

      Hallo Freunde,

      lieber spät als nie, das ist meine Devise, soweit ich gesehen habe, ist noch bis 14.10. Zeit. Also darf es kein Bergepanther von Halinski sein, denn der würde mit seinen >4000 Teilen den zeitlichen Rahmen sprengen. Ein Fahrzeug sollte es aber schon sein, also kurz in den Stapel geschaut und da war doch was, genau kein Kettenmonster aber ein sehr hübsch anzusehender Panzerspähwagen von GPM, der mich schon lange reizte.

      Das Sd.Kfz 234 war ein 8-rädriger Panzerspähwagen, der nicht nur Allradantrieb, sondern auch -lenkung und endlich auch einen Dieselmotor aufwies. Es gab insgesamt 4 verschiedene Versionen, die sich in ihrer Bewaffnung unterschieden und der 234/4 war sogar mit der Pak40 ausgerüstet. Der 234/2 hatte den Turm des nicht in Serie gebauten leichten Panzers Leopard mit der 5cm KwK39. Gebaut wurden allerdings nur um die 100, was mal wieder die typische Ineffizienz der nationalsozialistischen Rüstungsindustrie und vor allem -planung untermauert. Für weitere Details verweise ich auf Wikipedia.

      Jetzt zum Bogen, der von 2012 stammt. es handelt sich um ein GPM-Modell, das schon standardmäßig mit LC-Satz ausgeliefert wird und der ist mit 5 vollgepackten DinA4-Platten sehr umfangreich und ein Segen für die Finger. Selbst die Laufflächen der Räder sind vorhanden.

      Der Bogen selbst macht einen sehr guten Eindruck mit einer wunderschönen Grafik der neuen GPM-Bögen.





    • Jetzt geht es aber los. Die gelaserten Spanten machen den Zusammenbau des Grundgerüst ziemlich einfach, Kanten etwas anschleifen und dann zusammenkleben. Die ersten Farbtupfer und Probleme tauchen auch schon auf. In die Abdeckung des Motorraums werden 3 Kästen eingebaut, aber Vorsicht! Der Motorraum kann als bloßer flacher Kasten, aber auch mit Motor gebaut werden, was auf der Konstruktionszeichnung nicht zu sehen ist. Dann gibt es noch die Innenverkleidung des Innenraums in die noch ziemlich einfache Sitze montiert werden können, aber wie soll man die anbringen, dazu sagen die Abbildungen nichts. Man kann die Verkleidung einkleben, aber dann laufen die Spanten quer durch den Innenraum. Soll man die Spanten dort entfernen? Das wäre bei der komplexen Form des Pumas nicht empfehlenswert und wird nirgends erwähnt, Polnisch kann ich leider nicht. Da bleibt mal wieder nur Kopfschütteln und ein paar deftige Flüche nach Polen gesandt. haue 1





      Sei's drum der Innenraum wäre sowieso sehr spartanisch ausgestattet, darauf kann man auch verzichten.
      Der Motor, abgeleitet und geklaut aus dem Tatra 111 ist nicht die kartonale Erfüllung aber verschlingt schon einige Teile. Dann verschwindet er im Motorraum und ist nur noch von oben zu sehen.

      die-kartonmodellbauer.de/index…5669284b7ca2dad9dc55830ba



      Das war es erst mal.

      Viele Grüße

      Gerd
    • Hi Gerd,

      der Puma daumen1 - die 8-Rad-Fahrzeuge der Wehrmacht (gleich, welcher Baureihe) gehören zu meinen Favoriten - und irgendwie hat man den Eindruck, dass sich später da auch manch' andere bewaffnete Macht an diesen Typen orientiert hat....

      Ich wünsche Dir jedenfalls viel Erfolg beim Bau und beim Wettbewerb!

      Servus
      hvt
      Der brüllende Mensch möchte gefährkich wirken, der schweigende Mensch kann gefährlich sein - also Vorsicht, wenn ich mal gar nichts mehr sage..... grins 3
    • danke1 Wolfgang, Ingo, Hagen, Volkmar und Guido, freut mich, dass euch meine Wahl gefällt und Volkmar hat recht, Militärfahrzeuge sind noch unterrepräsentiert und die Raubkatze kommt da gerade recht.
      @Hagen: GPM bietet ja alle 4 Versionen an, wobei mir die beiden mit der 7,5cm-Wumme auch sehr gut gefallen, also schauen wir mal.
      @Ingo: Ja aller Anfang ist schwer und die Anleitungen sind meistens nicht so klar, als das man unbeschwert drauf los basteln könnte. Es ist nicht anders als bei Schiffen, geht was beim Rumpf schief, ist das Modell verloren.
      Viele Grüße
      Gerd
    • Moin Gerd,

      hochinteressantes Modell. ja 2
      Das Original war richtungsweisend für spätere russische und europäische 8-Rad-Spähwagen.
      Ich hab vor nicht allzulanger Zeit mit vielen Leuten gesprochen, die die Vorgänger-Fahrzeuge, SdKfz. 231 (6-Rad) und 231 (8-Rad) gefahren haben. Das waren für damalige Zeiten technisch gesehen dolle Dinger.

      lg.
      Tommi
      ....und ab dafür! rollen1
      Vergammelte Werke
    • Hi Klueni,
      das 234 war ein großer Wurf und mit Achtradantrieb und -lenkung super modern. Dass sich die Sieger da gerne bedienten, wundert nicht.

      Jetzt ging es aber weiter, der Rumpf sollte ja beplankt werden. Zunächst war aber noch das Antriebssegment zu bauen. Man sieht, dass dieses Modell sicher nicht unter mangelnder Stabilität zu leiden hat. aber schließlich müssen daran ja auch die 8 Räder äußerst komplex befestigt werden.



      Dann ging es an die Außenhaut und die besteht bei GPM aus riesigen Teilen, die einem schon den Angstschweiß auf die Stirn treiben können.



      Ganz verrückt ist das Oberteil, das 12 verschieden angewinkelte Flächen beinhaltet. Zum Glück gibt es genug Fixpunkte an denen man sich orientieren kann, sodass das Anbringen ganz gut klappt.



      Zuletzt wird noch das Antriebsegment beplankt. Die Anleitung hat mich auch schon wieder beglückt, weil die 8 Aufnahmen der Antriebswellen nirgends richtig gezeigt werden. les1
      Andere Bauberichte habe ich auch nicht gefunden,aber ich hoffe es stimmt so.

    • danke1 Thomas und Hagen, ja, man kommt recht flott voran, was an dem umfangreichen LC-Satz liegt. Zudem macht der Bau viel Spaß, auch wenn man bei der Bauanleitung manchmal ziemlich ins Grübeln kommt. Das Fahrwerk wird mich noch ganz schön auf Trab halten, wovor ich schon ganz schön Respekt habe.

      Viele Grüße

      Gerd
    • Danke Wolfgang uns Ingo, ja, das Fahrwerk ist auch nicht mehr so fern und wird den meisten Teil der Arbeit beanspruchen. Der Puma ist ja proforma mit einer Innenausstattung konzipiert, aber darauf werde ich verzichten, aber davon später.

      Jetzt ging es erst noch daran ein bisschen Leben auf die Außenhaut der Raubkatze zu bringen. Die Lüftungsschalusien erfüllen mich nicht so wirklich mit Freude. Im Gegensatz zu anderen Modellen, sieht dieses Modell keine Streifen für die 1mm Kartonteile vor,d.h. sie wären "roh" sichtbar. Einfärben der Kanten half auch nicht viel, sodass ich die offenen Seiten eigenmächtig mit Streifen überklebt habe.

      Dann ging es an den Turm, der vom leichten Panzer Leopard übernommen wurde und in seiner Form dem des Panther ähnelt. Prinzipiell kann man ihn mit einer sehr dürftigen Inneneinrichtung bauen, wozu sich die Bauanleitung aber komplett ausschweigt. Ich habe jetzt auch verstanden, wie sich das der Konstrukteur vorstellt. In diesem Fall wird komplett auf das Spantengerüst verzichtet und der Turm nur mit den Klebelaschen verklebt. die Innenverkleidung soll dann wohl noch etwas Stabilität sorgen. Von der dürftigen Inneneinrichtung würde man aber nur etwas durch die beiden Luken im Dach sehen. Da sah ich jetzt keinen Sinn, sondern habe das Spantengerüst mit der Außenverkleidung, nach Entfernung der meisten Klebelaschen, beklebt, was sehr gut ging. Um den Turm drehbar zu bekommen, musste ich die Spanten des Rumpfs etwas einschneiden, damit der Führungsring passt. Die Wumme mit der mächtigen Kugelblende fehlt zwar noch, aber die Form des Turms gefällt mir schon sehr gut.







      Jetzt geht es mit großen Schritten Richtung Fahrwerk.

      Viele Grüße

      Gerd
    • Danke Kurt, ja, der Turm mit der 5cm-Wumme machte aus dem 234 nicht nur einen Aufklärer, sondern verleitete manche Besatzung wohl dazu aktiv in Kämpfe einzugreifen. Später versuchte man ja man ja mit dem 234/4 noch mehr Feuerkraft auf 8 Räder zu stellen. Viel gebracht hat es in der Endphase des Krieges auch nicht mehr.
      Grüße
      Gerd
    • So ihr Lieben, es hat mit dem Update etwas gedauert, aber wer denkt, im Urlaub hätte man mehr Zeit fürs Basteln, hat sich getäuscht. frech 6
      Außerdem ist der Bau nicht ganz einfach. Ich habe selten ein Modell gesehen, dessen Bauanleitung einen so häufig im Dunkeln tappen lässt. Zum Glück habe ich von Ingo wunderschöne Bilder vom Original bekommen.

      Erstmal wurden noch die Stoßstange und die Halterung für das Reserverad gefertigt. Dann ging es ans Fahrwerk, das ziemlich kompliziert zu werden verspricht. Die Blattfedern werden übereinander gestapelt und anschließend geschwärzt. Der Puma in Munster hat Blattfedern in Tarnfarbe (beige), aber ich habe sie wegen des Kontrasts so gehalten, wie es der Bogen auch vorsieht.









      Das folgende Bild zeigt, was da noch auf mich zukommt, allerdings wird das Ganze nicht einfacher, weil nämlich einige Teile fehlen.
      Das folgende Bild zeigt die Aufnahmen für die Fahrwerksschwingen (Rys. 27).

      S31 sind LC Teile müssen aber an der gestrichelten Linie gekürzt werden. 43 muss an die Buchsen der Antriebswellen angepasst werden, weil die Teile hineinragen. Teil 43b fehlt ganz und muss selbst angefertigt weren.



      Übrigens fehlen auch die Teile 29b, 44a und vermutlich auch 46b.
      Mit dem super LC-Satz und der Grafik könnte das wirklich ein Premiummodell sein, aber die Bauanleitung und vor allem fehlende Teile passen ganz und gar nicht dazu. Bei einem Probebau fällt das garantiert auf, andere Verlage stellen dann die Teile zur Verfügung oder weisen wenigstens auf Fehler hin. GPM scheint das nicht nötig zu haben. Mal schauen, was noch so kommt
      Bis dann
      Gerd
      Bilder
      • Puma-38.JPG

        219,86 kB, 750×1.000, 11 mal angesehen
    • So, das Kätzchen bekommt allmählich seine Beinchen - die mächtigen Federpakete sehen gut aus!

      Bin in einer Woche wieder zurück, da hoffe ich dann doch, dass ich Räder sehe.... (müssen ja nicht gleich alle 8 sein....)

      Servus
      hvt
      Der brüllende Mensch möchte gefährkich wirken, der schweigende Mensch kann gefährlich sein - also Vorsicht, wenn ich mal gar nichts mehr sage..... grins 3
    • Hallo Freunde,
      in den letzten Wochen hatte ich verdammt viel um die Ohren und bin jede Woche um die 2000 km quer durch Deutschland gedüst. Entsprechend selten war ich im Forum und auch der Bau der Raubkatze ging schleppend voran.
      Ja, ich bin immer noch am Fahrwerk und das hat es ganz schön in sich. Die Aufnahmen für die Fahrwerksschwingen bestehen jeweils aus 10 Teilen, wobei die fehlenden Teile in Eigenregie herzustellen waren. zusätzlich passten sie dann nicht richtig und mussten angepasst werden.



      Die unteren Aufnahmen haben auf der Rückseite Ausbuchtungen, die keine Funktion haben und sogar stören, also weg damit.

      Die Antriebswellen werden aus 1 mm Draht gefertigt und sind dann noch 2 x zu biegen. Daran kommen dann noch Schutzmanschetten und die Radnaben. Anschließend wird alles zusammen gebaut und es passt. da bin ich schon mal beruhigt.









      Ingo hatte mich ja mit Bildern des Puma aus Munster versorgt und man kann sagen, dass der Konstrukteur gute Arbeit geleistet hat.

      Allerdings ist das Fahrwerk immer noch nicht komplett, das wird mich noch beschäftigen und dann kommen ja noch die Räder.
      Bis dahin
      Gerd
    • Vielen Dank Jürgen. Alex und Hagen. Ich bin auch nicht so ganz unzufrieden, obwohl der Bau schon öfters in Rätsel Raten abgleitet, weil das Fahrwerk ziemlich kompliziert ist. Ingos Einverständnis vorausgesetzt, habe ich mal 2 Originalbilder angefügt, die zeigen, dass das Modell ziemlich mit dem Original übereinstimmt.

      P1330519.JPG P1330515.JPG

      Der Maßstab macht die Darstellung solcher Details möglich, führt aber auch dazu, dass solche Fahrzeuge die Teilezahl eines ausgewachsenen Schlachtschiffs in 1:250 erreichen. 3000 Teile können bei den Panzern ganz schnell erreicht oder auch deutlich überschritten werden, den Puma schätze ich mal auf ca. 1500 Teile.
      Liebe Grüße
      Gerd
    • Hallo Freunde,
      jetzt ist das Fahrwerk endlich fertig, wobei die Räder noch fehlen.
      Zuletzt waren noch die Lenkgestänge anzubringen und da der Puma nicht nur 8 angetriebene, sondern auch lenkbare Räder hatte , bekam jedes Rad sein eigenes. Das Problem war eher die korrekte Anbringung, die sich aus den Zeichnungen nicht so einfach ergaben. Einige Teile waren in Gamaschentechnik zu erstellen, wobei die Wicklungen nicht so richtig passten. Am Schluss hat aber dann doch alles gepasst und ich kann an diesen Bauabschnitt endlich einen Haken setzen.







      Als nächstes kämen die Kotflügel dran, aber mal eines der Räder zu bauen, würde mich auch reizen.

      Viele Grüße

      Gerd
    • Servus Gerd,

      die Radaufhängungen sind ein Hammer! Toll gebaut! beifall 1
      Allerdings stellt sich mir die Frage ob diese sehr komplizierte Konstruktion nicht sehr störungsanfällig war.
      Und das Ganze achtmal pro Fahrzeug.
      Ich glaube mich erinnern zu können, irgendwann, irgendwo etwas in dieser Richtung gelesen zu haben.

      Liebe Grüße

      Wiwo
      In Bau: K.u.k.Tegetthoffklasse, GPM, 1:200 1:250 und 1:400
      Und hier: Alle meine Modelle


      "Es gibt viel zu viele Lautsprecher und viel zuwenig Kopfhörer!"
      Fritz Grünbaum, 1934
    • Vielen Dank Wolfgang, Horst, Jürgen, Stephan und Ingo. freu 2
      Euer Lob gibt mächtig Anschub, das Modell ist zwar sehr schön und passgenau, aber ohne einen Baubericht, in dem man schmökern kann und einer etwas lückenhaften Bauanleitung, ist es schon manchmal eine übles Rätselraten.

      Ich bin gerade bei dem ersten Rad und bisher klappt es ganz gut.

      Viele Grüße

      Gerd
    • Ja Fritz, mach mal. dafür1
      Mit deinem Jagdpanther hast du ja damals gezeigt, das du mit einem Kettenmonster keine Probleme hast. Die Sparte "Militärische Fahrzeuge" könnte ein schönes Modell gut gebrauchen.
      Jetzt kann ich aber das erste Rad präsentieren und der Zusammenbau ging viel leichter, als befürchtet.

      Den Bau der Felge habe ich jetzt nicht fest gehalten, der war auch nicht schwer. Vor den Reifen hatte ich Bammel.
      Auf die Felge kommen zwei Profilscheiben und darauf die Lauffläche. Die Flanken müssen vorgeformt (das Werkzeug sieht man) und dann verklebt werden. Das Ganze war ziemlich problemlos und die Stoßkanten habe ich dann mit dem Griff eines Locheisens noch geglättet.



      Dann kommt noch ein Schmankerl aus dem LC-Satz zum Einsatz. Das Reifenprofil gibt es nämlich in gelaserter Form und vereinfacht die Sache natürlich enorm.



      Schließlich ist der erste Reifen fertig und ich bin nicht unzufrieden. Das Profil trifft nicht ganz den Farbton der Reifen, aber im natürlichen Licht ist das deutlich weniger ausgeprägt als auf den Blitzbildern. Natürlich wird das Rad auch mal zur Probe angesteckt.





      Jetzt geht es aber erst mal bei den Kotflügeln weiter.

      Viele Grüße

      Gerd