HMS Wolf, 1:96, Shipyard

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    • HMS Wolf, 1:96, Shipyard

      Hallo Freunde

      Wenngleich mein Wettbewerbsmodell noch nicht fertig ist, möchte ich doch schon mal mit dem Baubericht zu meinem Grossprojekt starten.
      Das Ziel meiner Träume ist ja der Bau einer klassischen Fregatte der 1750er bis 1800er Jahre. Um mich an dieses Ziel heran zu arbeiten, möchte ich den nächsten Zwischenschritt zwischen Speedy und Fregatte in Angriff nehmen, die Zweimaster-Sloop HMS Wolf von Shipyard.



      Die HMS Wolf übte auf mich schon lange einen unglaublichen Reiz aus und nun, nachdem ich mit der Speedy ein Bisschen Erfahrung und vor allem Begeisterung sammeln und Lehrgeld zahlen konnte, will ich mich auf das Abenteuer einlassen.

      Zum Vorbild:
      Die HMS Wolf gehörte zur Cruizer-Class, zu der auch die HMS Happy und die HMS Speedwell gehörten. Die beiden letztgenannten wurden Ketsch, die Wolf und Cruizer Schnau getakelt, wobei die Cruizer später eine Vollschiff-Takelung erhielt (Danke für die Infos AnobiumPunktatum)
      Der Hauptunterschied der Schnau-Takelung zur Brigg-Takelung bestand darin, dass Das Gaffelsegel des Grossmastes keinen Baum besass und nicht am Grossmast, sondern am sog. Schnau-Mast, einer Spiere, die hinter dem Grossmast befestigt war angeschlagen wurde. (Quelle: Wikipedia)
      Btw, Jack Aubrey «verkleidet» seine Brigg Sophie im ersten Band der Aubrey/Mathurin-Reihe von Patrick O’Brian als Schnau indem er hinter dem Grossmast ein starkes Tau spannt und daran ein Tuch als Gaffelsegel-Imitaion anschlägt.

      Die HMS Wolf war mit 10 3-Pfund-Kanonen und 10 0,5-Pfund Falkonetten ausgerüstet.
      Sie wurde 1754 in Dienst gestellt und war im 7-jährigen Krieg u.a. beim Angriff auf Le Havre am 4. Juli 1759 im Einsatz.

      Das Modell ist bei Shipyard als Bogen Nr. 49 erschienen. Sie kann als kompletter LC-Bausatz im Massstab 1:72, oder als klassisches Kartonmodell im Mst. 1:96 gebaut werden. Ich habe mich nach längeren Überlegungen für die 1:96er-Variante entschieden, in erster Linie, weil mir die Färberei nicht so liegt und ich auch Spass am klassischen Kartonmodellbau habe. Der Bogen hat ca. 2800 Teile, ist also mein bisher aufwändigstes Modell. Entsprechend will ich mir genügend Zeit lassen und werde sicherlich zwischendurch andere Projekte verwirklichen.

      Ich habe mir sämtliche Zurüstteile dazu gekauft, mit Ausnahme der Kanonen-Sätze. Wobei ein laser geschnittener Spantensatz bereits dem Bogen beiliegt.





      Was ich dann letztendlich von den Teilen verarbeite lasse ich offen.
      Bei den Jungfern werde ich aber mit Sicherheit auf Holz-Teile von Krick zurückgreifen, da ich mit den LC-Jungfern von Shipyard nicht zurechtkomme. Bei den Blöcken habe ich noch keine vernünftigen Alternativen gefunden (ich benötige u.a. 240 2mm-Blöcke)
      Einzig bei Korabel in Russland gibt es solche, konnte ich aber leider in Dortmund nicht kaufen, da Korabel nicht vor Ort war. Aber mit den LC-Blöcken von Shipyard habe ich ja bisher gute Erfahrungen gemacht.

      Der Bogen macht auf mich einen absolut sauberen und präzisen Eindruck. Die Grafik, insbesondere der Decks ist vorbildlich, die Farben allgemein kräftig, vielleicht etwas zu kräftig für ein solches Schiff. Die Teileanordnung auf den Bögen ist sehr übersichtlich, übersichtlicher wie bei den meisten anderen High-End-Modellen. Es wurde hier nicht gespart, lieber ein oder zwei Seiten mehr, dafür übersichtlicher. Insgesamt entspricht der Bogen in Druckqualität den neueren Publikationen des Verlages. Die reich bebilderte Bauanleitung ist, im Vornherein gesehen übersichtlich gestaltet und wohl für den etwas geübten Modellbauer ausreichend. 5 Seiten Takelpläne sowie Schablonen-Vorlagen für Masten, Rahen und weiteres Rundholz, sowie viele weitere selber zu bauende Teile (Belegnägel, Augbolzen, etc.) ergänzen die BA ebenso, wie Segel-Schablonen für sämtliche Segel.
      Dem Bogen liegt auch ein LC-Spantensatz bei.

      Zusätzlich habe ich mir den LC-Detail-Satz gekauft. Dieser beinhaltet u.a. die Lafetten, Nagelbänke und viele weitere Kleinteile und, was besonders ins Auge sticht, Viele Ornamente und die Galionsfigur, die 3D-graviert sind.

      Der Masten- und Rahen-Satz besteht nicht nur aus selbigen, die bekannter weise oftmals nicht wirklich gerade sind (das ist hier nicht anders) sondern beinhaltet auch LC-geschnittene Mastkörbe/Salinge.
      Zu guter Letzt habe ich ja auch den Segelsatz gekauft. Nach erster Durchsicht, wird dieser vermutlich nicht angetastet. Er beinhaltet die Segel, die meiner Meinung nach für diesen Massstab auf zu grobem Stoff sind, sowie Takelgarn in zwei Stärken, das aber bereits auf dem Karton fuselt. Hier habe ich mich in Dortmund mit Ersatzmaterial von Mantua eingedeckt. Nein, von Morope sehe ich ab...ist mir einfach zu teuer und zu Aufwändig, jedes Ende immer vor dem Schneiden mit Sekundenkleber zu sichern, etc.

      Die Modell-Länge gibt der Verlag mit 39cm an, wobei sich diese Länge wohl auf die Totallänge inkl. Bugspriet bezieht. Die Rumpflänge wird im Original mit 75 Fuss und 6 Zoll angegeben, was umgerechnet in 1:96 ca. 24cm ergibt.

      Es mag von mir etwas abgedroschen klingen, aber mein Ziel für dieses Modell ist einmal mehr, ein für mich stimmiges und ästhetisch schönes Modell zu bauen und nicht jedes Detail historisch korrekt nachzubauen. Zumal sich die Recherchen zu diesem Schiffstyp recht schwierig gestalten.
      Als Hilfestellung dienen mir dieselben Bücher, die ich schon für die Speedy brauchte, Schrage, Marquardt und Mondfeld, sowie alle aufzufindenden Informationen aus dem Internet. Auf der Einkaufsliste ist noch zusätzlich das Buch «The Sloop of War 1650 – 1763», welches einige Informationen zum Vorbild und zu dieser Klasse verspricht.

      Ich freue mich ungemein auf diesen Bau. Sicherlich werde ich mich als (fast-)Laie im Bereich der historischen Segler immer mal wieder hilfesuchend an die Experten wenden in der Gewissheit jede Frage beantwortet zu bekommen!
      Ich bin mir noch unsicher was die Segel betrifft. Momentan tendiere ich dazu, das Modell ohne Segel zu bauen, mit der Option einen Kai dazu zu bauen. Ich denke, die Takelage würde auch noch besser zur Geltung kommen.
      Für den Bau rechne ich durchaus mit 1 1/2 bis 2 Jahre.
      Ich freue mich, wenn der eine oder andere meinem Bau folgt und ich bin offen für jegliche konstruktive Kritik! Selbstverständlich darf wie immer in meinen Bauberichten auch mal bisschen rumgealbert werden box 1 !

      So, genug der Worte. Der Anschnitt erfolgt in den nächsten Tagen. Falls jemand hier noch zusätzliche Informationen zum Vorbild und dieser Schiffsklasse hat würde ich mich freuen!

      Zur Einstimmung hier ein paar exemplarische Bilder des Bogens.







      Freundliche Grüsse
      Peter
      Das Leben ist ein Geben und Nehmen - Mal übernimmt man sich. Mal übergibt man sich.

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    • Hallo Peter,

      solche Schiffe habe ich vor Jahrzehnten mal aus Plastik gebaut - gar kein Vergleich zu einem Kartonmodell. Ich bin ehrlich: das wäre für mich im Moment eine, wenn nicht zwei, Nummer zu groß, aber Dir dabei auf die Finger zu schauen wird mir ein großes Vergnügen sein. Ich bewundere gerade die großen Segelschiffe, weil da zusätzlich zum Karton noch die wahnsinnig komplexe Takelage hinzu kommt. Da habe ich hier, speziell auch von Dir, schon wahre Wunderwerke gesehen und ich bin sehr gespannt auf Deinen BB.

      Viele Grüße
      hj
      "Wenn jeder Mensch dieser Welt in jedem anderen Land dieser Welt nur einen einzigen Freund hätte, wären Kriege ausgeschlossen"
      (eigene Weisheit)

      (und noch eine)

      "Das Leben ist ein Tauziehen zwischen Guten und Bösen. Wer da sagt 'Was kann ich als Einzelner allein schon tun?', der unterstützt die Bösen, indem er den Guten nicht ziehen hilft"
      und noch eine:
      "Frieden kosten keinen einzigen Cent - aber wer ihn haben möchte, muss in Vorleistung treten"
    • Hoi Peter, das Wölfchen habe ich mir auch mal auf einer Modellbaumesse gegönnt (nur den Bogen), es sieht einfach zu hübsch aus. Wenn ich mir Deine "Speedy" so ansehe, dann bin ich mir absolut sicher, daß hier ein weiterer Hingucker entsteht. Klar, die Takelage ist üppiger und es hat ein paar Kleinteile mehr, aber das packst Du nun leicht. Außerdem gibt es mittlerweile genug Experten: AnobiumPunctatum, Bonden ... das wird schon klappen! Gute Entscheidung, die Segel NICHT zu verwenden: die bestelle ich längst nicht mehr mit, und Du hast die Gründe dazu genannt. Ähm, wollte ich nicht auch noch was bemotzen? Ah ja, der rote Schmuckfries. Shipyard liiiiiiiebt diese Friese, die würden noch jedes Tretboot damit versehen, wenn es so was damals schon gegeben hätte. frech 6 Aber es sieht hübsch aus, da kann man schon mal in Versuchung geraten, es mit der historischen Authentizität nicht ganz extrem genau zu nehmen. Leg los, wir freuen uns schon! Beste Grüße
      Claudia
    • Ahoi Peter, ich brauche es ja an sich nicht zu erwähnen, mache es aber dennoch: Selbstverständlich hast du mich hier als regelmäßigen Zuschauer auf deiner Werft! Bei deinem Bautempo wirst du wohl mit deiner Wolf bedeutend eher fertig sein als ich mit meiner Mercury. Aber das ist gut so; danach kannst du dir ja dann endlich auch die Mercury vornehmen. grins 3
      Hier auf jeden Fall mal ganz viel Spaß und Erfolg. Shipyard ist toll, hat aber auch so seine Macken, aber die wirst du ganz souverän umschiffen, da bin ich mir sicher. zwinker2 Hau rein! daumen1

      Im Bau: HMS Mercury
      Für eure Schnippel- und Klebepausen: www.karton-im-wind.de welcome1 (Jetzt neu: Reisebericht vom Frühjahrssegeln 2018.)
    • Rückt mal bitte ein wenig in der ersten Reihe zusammen, damit die kleinen auch noch etwas sehen können.
      Ich schaue Dir sehr gerne über die Schulter, zumal mir meine Frau letztes Jahr, die Version in 1/72 zum Geburtstag geschenkt hat.
      Da böte sich fast ein Doppelbau an, ...

      Bevor ich es vergesse, nach meinen Unterlagen wurde das Ruder der kleinen Sloop noch mit der Pinne und nicht mit einem Steuerrad gelenkt
      tschö1 Christian

      in der Werft: Papegojan Shipyard im Maßstab 1/72, Knarr nach Skuldelev I im Maßstab 1/72

      "Behandle jedes Bauteil, als ob es ein eigenes Modell ist; auf diese Weise wirst Du mehr Modelle an einem Tag als andere in ihrem Leben fertig stellen."
    • Hallo Peter,

      da bist Du ja sogar noch schneller als ich mit Deiner Entscheidung. Ich wünsche Dir viel Spaß mit diesem wunderschönen Modell, dass ich, wie Du ja weißt, mir auf der Intermodellbau auch zugelegt habe. Nun ich habe dieses Schiff ja erst einmal zurück gestellt, denn so kann ich Deine Erfahrungen ja später in meinen Bericht einfließen lassen. Ich freue mich schon auf die Begleitung und bin mir sicher, dass Du uns ein wunderschönes Modell hier zeigen wirst.
      Dass ich Dich dabei, mal direkt mal im Hintergrund treu begleiten werde, ist gewiss!

      Gruß
      Fritz
    • Hallo Freunde

      Na, da ist ja schon mächtig ein Gedränge auf den Zuschauerrängen. Vielleicht sollte ich eine Tribüne aufstellen? Dann deckt Euch mal mit genügend Getränken und Popcorn ein, es könnte eine etwas längere Show geben happy 2 arbeit1
      Schön, Euch alle dabei zu haben knuddel1

      Der Grund, warum ich den BB bereits gestartet habe, ist auch quasi Selbstschutz. In den nächsten Tagen werde ich das Objekt meiner höchsten Begierde in Händen halten und um nicht Gefahr zu laufen, mich doch noch um zu entscheiden und gleich diese Fregatte zu bauen, habe ich schon mal mit der Einleitung angefangen. @Gerd: Soviel zu meiner "Strategie" happy1
      @Klueni: Danke, ich weiss....und werde mich bemühen, diesen ambitionen gerecht zu werden.
      @Hardy: Na, dann hoffe ich mal, dass die Unterhaltung auch stimmt...
      @SchnippSchnapp: Glaube ich nicht. Man muss nur den Mut haben, sich heranzutasten und nicht gleich die Victory zum Einstieg bauen wollen. Die Takelage macht unheimlich Spass. Also nur Mut, die Auswahl an einsteiger-Freundlichen Modellen ist mittlerweile beachtlich.
      @Claudia: Die Reihe der Experten hier im Forum ist beeindruckend. Sie bereits fast alle in den Zuschauerrängen zu haben ist beruhigend. Was die üppigere Takelage angeht, so ist das ganz bewusst. Ich will mich ja steigern und an die Fregatte herantasten.
      @Bonden: Wusste ich es doch hüpf1 Aber in zwei Dingen muss ich Dich jetzt schon enttäuschen. Zum einen ist mein Bautempo nicht so enorm und ich werde mir für dieses Modell sehr viel Zeit nehmen, zum anderen gibt es neben der Mercury noch andere schöne Fregatten. Du hast sicherlich schon festgestellt, dass ich nicht unbedingt Modelle baue, von denen es schon einige gebaute, bzw. sich im Bau befindende gibt. Das hat auch seinen Grund augenbraue1
      @AnobiumPunctatum: Na, dann hau rein, aber bitte weiter als bis zum Kiel.... happy1 tschuldigung happy 2
      Hast Du Abbildungen, die Du mir irgendwie zeigen könntest, damit ich das entsprechend anpassen könnte? (wenn es dann soweit ist)

      @petcarli: Schön, mit Dir einen weiteren erfahrenen Experten im Publikum zu haben, ich freue mich ganz besonders und bin meinerseits weiterhin auf Deine finale Entscheidung gespannt!!!
      @N8 FALKE:
      happy1 Dann verschluck Dich nicht daran! Schön, dass Du dabei bist!

      Freundliche Grüsse
      Peter
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    • Peter_H schrieb:

      Na, dann hau rein, aber bitte weiter als bis zum Kiel.... tschuldigung
      Immer auf die kleinen Holzwürmer. Dabei ist das mittlerweile eine echte Kunstform lach 2

      Nein im Ernst. Bevor ich mit dem Bau anfange, möchte ich gerne eine Rekonstruktion einer englischen Fregatte abschließen. Vielleicht kann einer von Euch daraus dann später ein Papiermodell entwickeln.

      Klar, teile ich meine Infos mit Dir. Dafür wurde wurden Foren schließlich erfunden.
      tschö1 Christian

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    • Sei willkommen,Guido!

      Hallo Freunde

      Nachdem ich Euch nun etwas länger als geplant habe warten lassen, geht es nun endlich los.
      Eigentlich wollte ich ja bereits während dem Bau meiner Jacht hier anfangen. Aber ich habe schnell gemerkt, dass Segelschiffe halt wirklich was anderes sind, als moderne Schiffe. Ich lebe mich da zu sehr ins Modell rein, als dass ich zwei gleichzetig bauen könnte...bin halt eben nur ein Mann, der nicht zwei Dinge gleichzeitig kann.... happy1

      Auch literarisch bin ich mich auf das lange Abenteuer am vorbereiten. So habe ich gestern den ersten POB-Band fertig gelesen und kann mit dem zweiten beginnen, wo, so vermute ich zumindest, Jack wohl ein neues und sicherlich auch grösseres Schiff bekommt. Und zusätzlich habe ich mir DEN Film besorgt, den ich mir in den nächsten Tagen reinziehen werde. freu1


      So, aber nun, Skalpelklinge gewechselt, Arbeitsplatz aufgeräumt, es kann los gehen. Meine Fresse, wie ich mich auf den Moment gefreut habe!!! hüpf1



      Wie auch bei allen anderen Schiffen, wen wundert's, auch hier erstmal das Spantengerüst. Dieses habe ich ja als Laser-Satz. Und Leute, ich sage Euch: Nie mehr ohne!!!! Es ist ja mein erstes lasergeschnittenes Spantengerüst, und wenn ich denke, wie ich mir bei der Speedy die Finger (und die Skalpellklingen) geschunden habe bis ich die Spanten aus 1mm-Graupappe geschnitten hatte...und jetzt hier! locker raustrennen, zusammenstecken, kleben, fertig. Gut, das klingt jetzt etwas sehr locker, das war es doch nicht, aber die Dinger sind perfekt geschnitten, passen mit leichtem Druck einwandfrei zusammen und, was mir besonders gefällt, haben sogar eingelaserte Markierungen, wo Anschlussteile zu sitzen haben, wie weit sie eingesteckt werden und wie sie am Mittelspant ausgerichtet sein müssen. Ein Genuss!



      Der Former des Heckspiegels wird separat zusammengebaut und dann am Spantengerüst angebracht. Dabei ist darauf zu achten, dass die liegenden Spanten leicht gebogen werden. Ist aber an besagten Markierungen ersichtlich.



      Einzig die Aufdoppelungen an Spant XIII zur Decksauflage sind eine Idee zu lang. Können aber im Zuge des Strakens gekürzt werden.

      Mit Horizontal- und Vertikal-Stringern wird das Gerüst stabilisiert und am Bug werden zusätzliche Querspanten eingesetzt.
      Insgesamt ergibt sich dadurch ein sehr stabiles und wohl auch verwindungsfreies Konstrukt, das jezt aber erstmal mindestens bis morgen durchtrocknet.





      So viel zum Startschuss heute!
      Freundliche Grüsse
      Peter
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    • Mit DEM Film als ständigen Begleiter machst du nichts, aber auch gar nichts verkehrt. Auch wenn die Surprise ein anderes Schiffchen ist, stimmt zumindest die Epoche. Und wenn du mal keine Lust hast zum Modellbau, schaust du DEN Film. Und wenn es dir zu ruhig ist beim Modellbau, lässt du nebenher DEN Film laufen. Ich hätte da jetzt noch viele Varianten, wann DER Film laufen könnte. grins 2

      Ach ja, dein Modell: Sieht schon richtig toll aus! daumen1 In der Phase macht es noch uneingeschränkt Spaß mit Shipyard, die "besonders" spaßigen Dinge kommen dann später. Aber du kennst dich ja mittlerweile gut aus.
      Also, viel Erfolg weiterhin! ja 2

      Im Bau: HMS Mercury
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    • Moin Peter,

      ich persönlich find es schön mir vorzustellen, dass vor 266 Jahren an einem Eichentisch im fernen England ein Mann gesessen hat, der sich im schummrigen Licht eines verregneten Tages, die Zunge zwischen den Zähnen und eine Zeichenfeder in der Hand, gelegentlich von seinem Port nippend und eine neue Kerze entzündend, daran machte, das hier zu entwerfen:



      Hold Fast!

      LG Alex
    • Servus Peter,

      du lässt auch nichts anbrennen, was? happy1

      Die HMS Wolf ist sicher eine Herausforderung, auch wenn sie nur als Zwischenschritt zu einer Fregatte gedacht ist.
      Der Spanensatz sieht hoch präzise aus. Auch zusammengebaut! beifall 1

      Wenn das so weitergeht, wird der Bau sicher eine Freude und ich wünsche dir viel Spaß dabei. Du wirst mich immer unter den Zuschauern finden, auch wenn ich manchmal nur still deine Werftarbeiten beobachte.
      high five1 cool1
      Herzliche Grüße / Best regards,
      Andreas

      Optimismus ist die Kunst, mit dem Wind zu segeln, den andere machen.
      Alessandro Manzoni (1785 – 1873)

      Buddys Kartonuniversum
    • Hallo Freunde

      Herzlichen Dank für die vielen Däumchen und Kommentare! Das motiviert und belebt den Baubericht!
      @Bonden: DER Film braucht aber auch die erforderliche Zeit zum Gucken, 2 1/4h ist für mich als Fernseh-Muffel eine grosse Herausforderung, zumal dann 2 1/4h weniger gebastelt werden kann...

      Bonden schrieb:

      die "besonders" spaßigen Dinge kommen dann später.
      Mach mir keine Angst...

      @Alex Sehr schön beschrieben, man kann förmlich den muffigen Geruch im Zimmer riechen! Ja, die Vorstellugn ist in der Tat reizvoll!


      So, ich habe ein wenig weiter gewerkelt. Zunächst war das Blind-Deck aufzukleben. Dieses wird auf 0,5mm verstärkt, dazu dient mir Bristolkarton. Dieses Material ist unheimlich dicht und stabil, ideal für die vielen Augbolzen die da eingebracht werden.



      Nun wird das Spantengerüst gestrakt.
      Die Unterbeplankung wird, wie bei diesen Schiffen (und bei Shipyard) üblich mit vertikalen Segmenten (160g-Papier) auf das Spantengerüst aufgeklebt.
      Ich bin ja bekennend kein Freund vom Spachteln und möchte die Unterbeplankung so hinbekommen, dass spachteln wenn überhaupt, dann nur im kleinsten Rahmen notwendig ist. Dazu gehört, dass jedes einzelne Segment sauber vorgeformt wird, und zwar in allen drei Dimensionen.
      Dies geschieht, indem ich die Segmente erst leicht befeuchte und dann mit der Fingerkuppe forme.



      Erst wenn das Segment sich fast von selbst an das Spantengerüst anschmiegt, wird es geklebt. Das ist zwar etwas aufwändig, aber ich meine so eine recht anständige, harmonische Rumpfform hinzubekommen.



      Ich verzichte auch auf das anbringen von Papierstreifen auf die Spanten-Kanten, da die Segmente, exaktes Ausschneiden und vorformen vorausgesetzt, einwandfrei passen.

      Diese Arbeit ist zwar noch nicht abgeschlossen, aber die Rumpfform lässt sich bereits erahnen.





      Bis zum nächsten Mal!
      Freundliche Grüsse
      Peter
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    • Als Fan bekennender Fan von "Master und Commander" werde ich Dir sehr gern zusehen. Bin gespannt, wie es weitergeht, habe ich doch auch eine Brigg hier zum Takeln (allerdings aus Holz). Generell halte ich den Film (wo wohl ALLE Fans auf eine Fortsetzung von warten) für ein Standartwerk ein "Must have" für den Segelschiffmodellbau, so wie "Gettysburg" und "Glory" für die Figurenmodellbauer.
    • Hallo Freunde

      Erstmal eine kurze Präzisierung zu "master and Commander": Der Film soll mich lediglich inspirieren und mich in diese Welt entführen. Zudme lese ich ja z.Z. die Aubrey/Maturin-Reihe. Mit der HMS Wolf hat der Film natürlich nichts gemeinsam. Der Film spielt (so vermute ich, wie die Bücher) Anfang 19. Jahrhundert und die HMS Wolf wurde 1754 in Dienst gestellt, also rund 50 Jahre früher.

      Frank, Christian und Fritz: Danke, freut mich, wenn es gefällt. Und wenn sogar Fritz noch etwas lernen kann, dann fühle ich mich doch gleich 10cm grösser (nunja, ich könnte das gut vertragen, also die 10cm mehr happy1 )

      So, um die Erstbeplankung abzuschliessen mussten noch die letzten vier Segmente und die HeckspiegelSegmente angebracht werden.
      Hier zeigte sich, dass ich beim Spantengerüst den hintersten Hilfsspante K vergessen hatte, da er im LC-Satz nicht enthalten ist. Das ist aber weiter nicht schlimm, da alles so hervorragend passt, dass sich dieser aus dem Bogen leicht einpassen lässt.



      Damit ist der Rumpf erstmal zu. Weiter geht es dann am Wochenende (hoffentlich)
      Stört Euch nicht an den Flecken auf den Segmenten. Ich habe diese mit UHU Kraft geklebt und das ist oftmals eine ziemliche Sabberei. Wird aber weiter nicht stören!





      Freundliche Grüsse
      Peter
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    • Guten Morgen mein lieber Namensvetter,

      Peter_H schrieb:


      Stört Euch nicht an den Flecken auf den Segmenten. Ich habe diese mit UHU Kraft geklebt und das ist oftmals eine ziemliche Sabberei. Wird aber weiter nicht stören!
      aber nicht doch, stört angesichts der sauberen Aufbringung der Beplankung gar nicht.
      Auf dem Rumpf lässt sich doch ganz entspannt weiter aufbauen.

      Zum Thema Inspiration habe ich bei youtube eine achtteilige Folge zu Captain Hornblower gefunden, da kommt auch ne Menge Segelschiff-Athmosphäre rüber: KLICK

      Ist halt auf Englisch, aber relativ leicht verständlich.
      Bin sehr begierig auf weitere Fortschritte, oh mein Segel-Meister! schiff2

      Liebe Grüße
      Peter
    • Vielen Dank, meine lieben!
      @Pitje: Ja, die Hornblower-Serie sthet auch auf dem Programm. aber für einen Fernsehmuffel wie mich ist Master and Commander mit 2 1/4h Spieldauer schon eine gewaltige Herausforderung, also überfordert mich bitte nicht happy1
      @Gnost: Ich hoffe doch sehr auf eine Motivationsspritze in Deine Richtung! So wird wenigsten EINE der dieversen angefangenen San Salvador irgendwann fertig...

      Ja , ich freue mich sehr auf das Beplanken, wobei erst noch die Schanz ansteht und die Vorarbeiten dazu im Gange sind.
      Leider sieht es aber nach einer Verzögerung aus, da familienintern gesundheitliche Probleme in der nächst älteren Generation aufgetaucht sind.
      Das nagt an der Konzentration und an der Bastelzeit. Aber so viel Zeit muss sein!

      Bis denne
      Peter
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    • Wow, Danke Andreas!!! freu 2 verlegen2

      Hallo Freunde

      Ein bisschen konnte ich doch wieder werkeln und die Konzentration ist auch wieder da. Es scheint sich bei meinem Vater um den berühmten Schuss vor den Bug gehandelt zu haben...passt noch in diesen BB happy1

      Als nächstes standen die Decks und die Blende des Backdecks auf der Liste. Die Decks, die im Fall der HMS Wolf zu den von der Textur her besten Shipyard-Decks gehören, werden auf 0,5mm verstärkt. Bei den Grätings (Niedergänge unter Deck, etc.) wird das Deck ausgeschnitten und das "Unterdeck" ist schwarz gefärbt. Das gibt dann nach Anbringen der Grätings dadurch, dass diese nicht direkt auf dem schwarzen Untergrund aufgeklebt werden eine gewisse Tiefe. Eine sehr clevere Lösung, wie ich finde.

      Nun muss ich mich mit einem kleinen Problem des Bogens final auseinander setzten. Die Farben sind ja, wie bereits eingangs des BB geschrieben, sehr kräftig, für meinen Geschmack fast zu kräftig. Das rührt u.a. daher, dass das Papier eine sehr dichte Oberfläche hat und der Druck einen leichten Glanz aufweist. Diesen Glanz empfinde ich eigentlich als eher störend.
      Ich versuche also die Bögen ein zu scannen und wieder auszudrucken. (ich habe im Geschäft einen A3-Drucker/Scanner). Der Plan: Durch den Scan werden die Farben etwas abgestumpft und durch den Druck mit dem Tintenstrahl Drucker ist der Glanz weg.
      Soweit die Theorie eines Computer-Newbie's...
      Die Praxis sieht da komplett anders aus. Durch den Scan und Ausdruck werden die Farben ziemlich verfälscht, was beige war wird knallgelb, was braun war wird beige, etc. Ich versuche noch mit Photoshop etwas nachzuhelfen, aber erfolglos.
      Daher mein Entscheid: Es wird definitiv auch bei den sichtbaren Teilen der Originalbogen verbaut. Glanz hin oder her...damit muss ich leben.





      Nach den Decks wird die Schanz angebracht. Diese muss konkav vorgeformt werden. Das geschieht mit einem Plastik-Spachtel für Töpferarbeiten. Als Unterlage ein Stück Moosgummi. Dadurch werden die Teile regelmässig konkav und können gut angepasst werden.







      Zum Schluss der heutigen Bastelrunde wird der Heckspiegel angebracht. Beim Zierteil mit den aufgemalten Pferden gehe ich davon aus, dass diese auch Original "nur" aufgemalt und nicht erhaben waren. Somit lasse ich sie so. Die Zierelemente an der Schanz plane ich wieder analog der Jacht nachzumalen, damit sie etwas plastischer wirken.



      Zwischenzeitlich habe ich die Planken auf 5mm verstärkt. Sehr ärgerlich ist die Tatsache, dass der Kleber durchgedrückt hat. Bei 80g-Papier leuchtet mir das noch ein, aber bei 160g Papier, wo die Planken im Bogen draufgedruckt sind, erstaunt mich das doch schon!
      Nundenn, ich kann es nicht ändern. Ich werde wohl das UWS noch malen müssen. Beim ÜWS sind diese Flecken zum Glück kaum sichtbar.



      Womit klebt Ihr grossflächige Verstärkungen? Ich habe Uhu Flinke Flasche schwarz genommen...

      So, meine lieben, das war's dann wieder von meiner Werft. Euch allen eine schöne Woche und bis demnächst
      Peter
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    • Hallo Peter,

      ich haffe, dass Du die Planken nicht wirklich auf 5 mm verstärkt hast, denn dann wirst Du Dir die Finger wund schneiden! Was die großen Flächen betrifft nehme ich das Gleiche wie Du, doch muss man aufpassen, dass der Kleber überall ist, damit keine luftgefüllten und dadurch nicht angeklebten Teile entstehen.

      Was Du bisher gemacht hast, ist einfach Klasse. Du scheintst dafür ein super Händchen zu haben. Ich kann Dich da nur bestaunen!

      Gruß
      Fritz
    • Hallo Fritz

      petcarli schrieb:

      die Planken nicht wirklich auf 5 mm verstärkt hast
      happy1 happy1 happy1
      Natürlich hat sich da das Fehlerteufelchen eingeschlichen. Es sollte heissen 0,5mm, wie Du vermutlich angenommen hast happy 2
      Ich verstreiche den Kleber in solchen Dingen mit einer alten Bankkarte als Spachtel, damit wird der Kleber flächendeckend und regelmässig aufgetragen.

      Danke Dir!

      LG
      Peter
      Das Leben ist ein Geben und Nehmen - Mal übernimmt man sich. Mal übergibt man sich.

      Aus Leidenschaft: pierresuisse.ch
      Beruf und Hobby vereint: kamoga.ch
      Aus Freude: mein-modellbau.jimdo.com

      Meine versemmelten Werke
    • Ahoi Peter, bei ganzen Bögen, die aufgedoppelt werden müssen, benutze ich immer Sprühkleber (hab den von UHU). Hat sich bewährt.

      Dein Schiffchen wird immer schmucker. daumen1 Den Glanz bekommst du u.U. etwas minimiert, wenn du mit mattem Acryl-Firnis drüberstreichst. Ich nehme den von Vallejo und habe damit nur gute Erfahrungen gemacht.

      Gruß,

      Bonden

      Im Bau: HMS Mercury
      Für eure Schnippel- und Klebepausen: www.karton-im-wind.de welcome1 (Jetzt neu: Reisebericht vom Frühjahrssegeln 2018.)
    • Hallo Peter,

      klasse Arbeit, gefällt mir ebenfalls sehr gut klasse1 .

      Gruß
      hj
      "Wenn jeder Mensch dieser Welt in jedem anderen Land dieser Welt nur einen einzigen Freund hätte, wären Kriege ausgeschlossen"
      (eigene Weisheit)

      (und noch eine)

      "Das Leben ist ein Tauziehen zwischen Guten und Bösen. Wer da sagt 'Was kann ich als Einzelner allein schon tun?', der unterstützt die Bösen, indem er den Guten nicht ziehen hilft"
      und noch eine:
      "Frieden kosten keinen einzigen Cent - aber wer ihn haben möchte, muss in Vorleistung treten"