HMS Wolf, 1:96, Shipyard

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    • Vielen Dank!
      @petcarli Vielen Dank, die schönen Erinnerungen sind ganz unsererseits!
      Und was das bonden angeht, siehe unten...


      Hallo Freunde

      Ich habe mittlerweile die Wanten auch am Grossmast fertig gesetzt.
      Der genaue und kritische Betrachter stellt fest: Da hat die Werft mal wieder ordentlich geschlampt!





      Es muss wieder ziemlich hart gebondet werden, WIE hart, da muss ich mich erst noch entscheiden.
      Aber ich habe einerseits die Enden der Grossmast-Wanten nicht gleich gelegt wie vor der Sommerpause diejenigen der Fockmast-Wanten und auch diese stimmen nicht auf beiden Seiten.
      Bei den Fockmast-Wanten habe ich mich von der BA leiten lassen und mittlerweile festgestellt, dass diese ein falsches Bild zeigt.
      Die PN-Konversation mit einem Experten hat mich aufgeklärt.

      Die Wanten werden von ausserbords betrachtet von rechts nach links um die Jungfern geschlagen, das Ende innerbords gekreuzt und dann rechts der Wante mit dieser zusammen gebunden. Will heissen, dass das Ende der Wante IMMER von ausserbords gesehen rechts der Wante zu liegen kommt. Also liegt das Wantende auf der Steuerbordseite Bugseitig und auf der Backbord-Seite Heckseitig.
      Bei mir liegen alle Enden der Fockmast-Wanten Heckseitig und alle des Grossmastes Bugseitig... haue 2 haue 2 haue 2

      Ich weiss, die Freaks unter Euch würden in meinem Fall die kompletten Wanten runter reissen und neu machen. Ich werde das vermutlich nicht tun, sondern nur einen halben Bonden machen und den Rest kaschieren. Wobei dann die Ausdrucksweise "einen Bonden machen" falsch ist, weil diese ja nur radikale Abrisse bezeichnet.

      Ich werde wohl die gesamten Fockmast Wanten neu machen, da mir diese ohnehin nicht so gut gelungen sind (die hinteren sind zu kurz geraten, der Verlauf passt nicht) und die Taljen der backbordseitigen Grossmast-Wanten lösen und die Jungfern drehen. Das hat dann zwar zur Folge, dass bei diesen fünf Wanten die Kreuzung falsch ist und die leicht flachere Seite der Jungfern zu sehen ist. Ersteres kann ich aber mit dem Festbinden des Taljereeps ziemlich gut kaschieren und mit letzterem muss/kann ich leben.
      Gegen einen kompletten Abriss spricht nicht nur meine Geduld, die damit an die Grenzen käme, sondern auch mein Lager an Morope Takelgarn in dieser Stärke. Es würde nicht reichen und ich müsste das in Deutschland bestellen, was ziemlich umständlich ist und dauert!
      Aber ich denke, dass FÜR MICH diese Lösung stimmt und mir der Bau weiterhin uneingeschränkt spass machen wird.

      Das wird aber wieder ein wenig dauern, da ich am Montag eine Darmspiegelung vor mir habe und mich die "Vorbereitenden Massnahmen" wohl am Wochenende vom Basteltisch abhalten werden ach1

      Beste Grüsse
      Peter
      Meine grösste Angst: Dass ich irgendwann erwachsen werde... happy 2

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      Meine versemmelten Werke
    • Also ICH würde ja... grins 2 - aber das ist völlig egal, was ich würde. Wichtig ist nur das hier:

      Peter_H wrote:

      Aber ich denke, dass FÜR MICH diese Lösung stimmt und mir der Bau weiterhin uneingeschränkt spass machen wird.
      Du wirst am Ende des Tages ein tolles Modell in die Galerie stellen - soviel steht mal fest. ja 2 ja 1

      Im Bau: HMS Mercury
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    • Hallo Bonden

      Ich weiss!

      Hallo Freunde
      Um Euch in alle Deutlichkeit zu zeigen, wie gravierend solche Abrissaktionen sind, möchte ich Euch erst mal zwei Bilder nach der Aktion zeigen.



      Für alle die, die einen Unterschied zu davor suchen, erkläre ich gerne, was ich denn nun gemacht habe.
      Mangels genügend Morope und auch Jungfern in der richtigen Grösse habe ich lediglich alle Wanten, wo die Tampen auf der falschen Seite lagen gelöst und umgedreht. Dort sind nun halt die Kreuzpunkte der Tampen mit den Wanten falsch rum, aber das fällt doch deutlich weniger ins Auge, als das Tampen-Durcheinander. Zumal die Enden derTaljen ja noch um diese Kreuzpunkte herum belegt werden.
      Die Fockmast--Wanten kann ich noch etwas nachziehen und somit die etwas langen Taljen auch noch leicht verkürzen.

      Und damit wieder im Vorwärtsgang weiter.

      Das Grossstag wird aus 0,8mm Morope gefertigt, oben ein Auge eingebunden und eine Maus angebracht. Diese forme ich mit Weisseim und färbe sie schwarz ein. Unten wird ein Herzblock eingebunden.
      Der Stagkragen wird ebenfalls mit einem eingebunden Herzblock durch den Galionsboden geführt und mittels Lasching festgemacht.
      Das Stag wird um das Masttop gelegt. Mittels Talje durch die Hezblöcke wird das Stag steif gesetzt.
      (Auf den Bildern ist das ganze noch nicht straff, erst wenn das stehende Gut vollständig ist, wird alles nochmals nachgezogen und dann fixiert.)





      Eine Frage an die Experten:
      Dass Bei Shipyard die Anordnung von Gross- und Borgstag falsch ist, ist ja mittlerweile kein Geheimnis mehr, das ist auch bei der Wolf nicht anders. Das Borgstag wird ÜBER dem Grossstag angelegt und nicht darunter. Nur, wie genau definiert sich nun der Punkt am Fockmast, wo der Borgstag-Kragen befestigt wird?

      So viel für heute. Ich bin mit dem Ergebnis zufrieden und plane derzeit keine Abriss-Aktionen, also, @Bonden, halte Dich zurück mit Kritik happy1 happy1 happy1

      Freundliche Grüsse
      Peter
      Meine grösste Angst: Dass ich irgendwann erwachsen werde... happy 2

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    • Peter_H wrote:

      Nur, wie genau definiert sich nun der Punkt am Fockmast, wo der Borgstag-Kragen befestigt wird?
      Ahoi Peter, in der mir zur Verfügung stehenden Literatur habe ich keine konkreten Angaben dazu gefunden. Ich gehe aber davon aus, dass das auch von Schiff von Schiff verschieden war; es wird da keinen konkreten Punkt gegeben haben. Der Kragen sollte so angesetzt sein, dass der Abstand zwischen Stag und Borgstag nicht zu groß ist, aber auch nicht so eng, dass dazwischen kein Platz mehr ist. Weil: Wie du bei meiner Mercury sehen kannst, wurde auf Kriegsschiffen zwischen den beiden Stagen eine sog. Schlangenleine geknüpft, um z.B. im Gefecht das Herabfallen des Stags bei einem Treffer zu verhindern (die Wahrscheinlichkeit, dass beide Stage gleichzeitig zerschossen werden, war denkbar gering), dass es herunterfällt und größerer Schaden entsteht.
      So rein gefühlsmäßig würde ich sagen, setz den Kragen dicht unterhalb der dritten Mastwuhling von oben. zwinker2

      Gutes Gelingen wünscht

      Bonden daumen1

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    • Vielen Dank Norm und Tomi

      Danke @Bonden für die Erklärungen. Ich habe mich daran orientiert!

      Hallo Freunde

      Weiter im Text. Das Borgstag, sowie das Fock-Gross- und Borgstag sind nun angebracht.
      Bei letzteren musste ich am Bugspriet die beiden Herzblöcke tauschen, da ich diese nach BA montiert hatte und das eben wegen den vertauschten Stagen falsch war.
      Ich musste da etwas in die Trickkiste greifen um nicht die gesamte Takelung des Bugsprietes neu machen zu müssen, aber ich denke, ich habe es so hinbekommen, dass man kaum etwas bemerkt... happy 2 (ausser gewisse....nein, lassen wir das happy1 )



      Bis demnächst!

      Freundliche Grüsse
      Peter
      Meine grösste Angst: Dass ich irgendwann erwachsen werde... happy 2

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    • Bonden wrote:

      Das sieht hervorragend aus!
      Hmmmm, was verheimlichst Du mir? Oder willst Du gar eine Gefälligkeit von mir? happy1 happy1 happy1

      Danke, von Dir tut ein solches Lob doppelt so gut!

      Beste Grüsse
      Peter
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    • Hallo Peter,
      großes Kino mit viel Liebe zum Detail. Wenn ich mir den "Wölfchen" so ansehe, bekomme ich richtig Lust darauf, endlich auch auf meiner Werft mit der Takelung anzufangen.
      Wenn man sich mal vorstellt, dass die früher nur wenige Tage/Wochen gebraucht haben, um ein Schiff fertig und auslaufbereit zu takeln...aber wir sind ja auch immer alleine rotwerd1 ...
      Liebe Grüße
      Nat