HMS Wolf, 1:96, Shipyard

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    • Hallo Freunde

      Nun, irgendwie hat es doch noch geklappt mit den Bildern.

      Das äussere Schanzkleid ist mit diesen schönen Ornamenten auf rotem Hintergrund verziert, ziemlich charakteristisch für dieses Modell.
      Ich habe mir lange überlegt, ob ich die Ornamenten analog der Jacht mit Goldfarbe nachziehen soll, oder ob ich sie so belasse.
      Nach einigen Versuchen auf Kopien habe ich mich für das Nachziehen entschieden.
      So habe ich das schöne Wetter am Wochenende genutzt und mich auf dei Terasse gesetzt, wo die Lichtverhältnisse für eine solch feine Malarbeit wesentlich besser sind als bei Kunstlicht im Zimmer. Zudem entspannt sich das Auge bei dieser Aussicht auch viel besser und schneller happy 2
      Ich verwende einen 10/0er Retouchierpinsel aus dem Künstlerbedarf und eine hochpigmentierte Goldfarbe aus dem selben Fachgeschäft.



      Nachdem die Farbe einen Tag durchgetrocknet hatte, sonnte ich die Teile ausschneiden und am Modell anbringen.
      ich finde, der Aufwand hat sich gelohnt,mir gefällt das Ergebnis recht gut.







      Bis zum nächsten Update!
      Freundliche Grüsse
      Peter

      Edit: Für alle Nachbauer die Wert auf historische Korrektheit legen. Diese mögen bitte meinen Nachtrag in Beitrag #89 lesen!!!
      Das Leben ist ein Geben und Nehmen - Mal übernimmt man sich. Mal übergibt man sich.

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      Meine versemmelten Werke
    • Hallo Fritz

      Vielen Dank! Nein, ich habe die Planken-Segmente lediglich gerillt, nicht einzeln ferarbeitet. Das Rillen geschwungener Linien ist halt so eine Sache... schwitz1 Vermutlich scheint es nach Einzelplanken, weil da ein leichter Glanzreflex parrallel zu den Rillen ist, hervorgerufen durch die leicht glänzende Oberfläche des (Laser?)-Druckes.

      Freundliche Grüsse
      Peter
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    • Hallo Peter,

      Das nachzeichnen hat sich definitiv gelohnt. Sieht hervorragend aus.

      Und bei der Aussicht , wäre ich auch entspannt. Obwohl ich mich auch nicht beklagen kann.

      Blick auf Bad Cannstatt, Daimler-Museum und Stadion. Ansonsten ringsherum Grün und Weinberge.

      LG Ralf
      Wenn ich mich in meinem Bürostuhl zurück lehne, klappen mir die Augen zu.. Bin ich eine Puppe? kratz1
    • Hallo hj und Ralf

      Vielen Dank Euch beiden!
      Und was die Aussicht angeht: Es ist tatsächlich unglaublich motivierend und inspirierend so zu wohnen. Ich betrachte es auch als ein ganz grosses Privileg, in der heutigen Zeit so wohnen zu dürfen, und das auch noch bezahlbar...
      Und wer die Aussicht live erleben möchte ist jederzeit herzlich willkommen! knuddel1

      Ein Nachtrag zu den Ornemanten:
      Mittlerweile habe ich aus einem Fachforum eine Berichtigung zu diesem Thema.
      Solche Ornamente (Friese) waren nicht in Goldfarbe gehalten, sondern in drei verschiedenen Ockertönen aufgemalt um sie dreidimmensional wirken zu lassen. Mein Übereifer ist also historisch nicht korrekt. Die Darstellung wie sie auf dem Bogen ist, wäre somit die perfekte!
      Ich finde aber die Wirkung gefällig und werde das so lassen. Ich hatte ja eingangs erwähnt, dass ich nicht auf biegen und brechen alles historisch korrekt bauen werde happy1
      Dies nur als Nachtrag für Nachbauer und Betrachter, die auch Wert auf historische Details legen!

      Für mich ändert sich damit aber nichts am Spass an diesem Modell!

      Freundliche Grüsse
      Peter
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    • Hallo Peter, sorry – wenn ich deinen Werftbetrieb mit dummen Fragen stören sollte. Der Bau von historischen Schiffsmodellen und Kartonmodellbau waren lange Zeit für mich unvereinbar. Inzwischen bin ich gründlich eines anderen belehrt worden. Zum Rumpf: Hast du dich bei der HMS Wolf entschieden, bewusst die Charakteristik eines Kartonmodells beizubehalten? Auch, wenn ein Komplettanstrich „realistischer“ wäre – das fertige Kartonmodell also kaum mehr von „richtigen“ Holz- / oder Plastikmodellen unterscheidbar ist? Oder überwiegt, dass Du so ungern malst? Oder gar furnierst (vgl. petcarli / Fritz, die famose San Felipe)? Zur Takelage: Du wirst bei der HMS Wolf jetzt bald in die Höhe bauen, wobei mir schleierhaft ist, wie die spezifische Darstellung von Zug und Gegenzug bei einem Segler aus dem weichen Material Karton gelingt. Sind Unterfütterungen durch Holz (z.B. bei den Rüsten) erforderlich? Ich werde deinen Baubericht weiter aufmerksam verfolgen. Und weiter: die Takelage eines großen Seglers ist für den interessierten Laien zunächst ein unverständliches Wunderwerk. Siehe mein Foto (Fregatte L´Hermione).

      Wieviel Detailwissen braucht der Modellbauer? Ich schließe aufgrund deiner Heimat, dass dir nautisches Fachwissen nicht „mit der Muttermilch“ zugeflossen ist – hast du dir alles angelesen? Wo? Grund meiner Fragen: ich nähere mich gedanklich mit viel Respekt dem historischen Schiffmodellbau aus unserem Material Karton – zumindest will ich es mal versuchen – und werkele übungsweise an der „Entersen Zomp“ (W.of paperships) und einem Plattbodenschiff je in 1:100. Hast du einen Rat, womit man danach „richtig“ anfangen würde? VG Heinrich
    • Hallo Heinrich

      Es gibt keine dummen Fragen, nur dumme Antworten...
      So will ich versuchen auf Deine Fragen zu antworten ohne allzu sehr auszuschweifen... verlegen2
      Und ich möchte dabei ganz klar darauf hinweisen, dass das MEINE Einstellung zu meinem Hobby ist und ich das unter gar keinen Umständen als Religion betrachte. Modellbau ist ein Hobby und das soll jeder so betreiben wie er/sie es mag. Es gibt für mich kein Richtig oder Falsch, bzw. Richtig ist für MICH, was MIR ein zufreidenstellendes Ergebnis gibt.

      HEROS schrieb:

      Zum Rumpf: Hast du dich bei der HMS Wolf entschieden, bewusst die Charakteristik eines Kartonmodells beizubehalten? Auch, wenn ein Komplettanstrich „realistischer“ wäre – das fertige Kartonmodell also kaum mehr von „richtigen“ Holz- / oder Plastikmodellen unterscheidbar ist? Oder überwiegt, dass Du so ungern malst? Oder gar furnierst (vgl. petcarli / Fritz, die famose San Felipe)?
      Es ist vielleicht ein bisschen von allem. Wie bereits weiter oben erwähnt, werde ich wohl das UWS malen. Ich mag Karton als Werkstoff und finde, dass man das auch sehen darf. So nehme ich auch dieses Material überall, wo es möglich ist.
      Das anmalen ist nicht mein Ding, ich baue lieber. Das ist auch der Hauptgrund, warum ich den Modellbogen verbaue und nicht das komplett-LC-Modell. Auch sehe ich die Herausforderung darin, den Werkstoff als solchen zu belassen, ihn aber so zu verbauen, dass man es möglichst nicht auf Anhieb erkennt, ohne eben diesen mittels Farbe/Fremdmaterial zu kaschieren. Die Betrachter sollen staunen, wenn man ihnen sagt, dass es Karton ist, aber dann bei genauerem Hinsehen auch sehen, dass es tatsächlich so ist... happy 2
      Ausnahmen gibt es immer, auch bei mir*

      HEROS schrieb:

      Zur Takelage: Du wirst bei der HMS Wolf jetzt bald in die Höhe bauen, wobei mir schleierhaft ist, wie die spezifische Darstellung von Zug und Gegenzug bei einem Segler aus dem weichen Material Karton gelingt. Sind Unterfütterungen durch Holz (z.B. bei den Rüsten) erforderlich?
      Bei der Speedy habe ich nirgends unterfüttert und teilweise viel zu viel Zug auf die Taue gegeben (ehe ich den Zug wieder entlastet habe) und alles hält problemlos. Nicht ein Teil ist abgerissen. Ich weiss, dass die meisten Kollegen hier einiges an Zusatzaufwand betreiben um Augbolzen, Rüsten, etc. mehr Halt zu geben.
      Ich bin der Meinung, dass Bordwände und Decks von 1mm und mehr Dicke, und Augbolzen und dergleichen, die mit Zweikomponentenkleber verankert werden bei weitem genug Halt geben. Zumal der Zug und Gegenzug ja nie mit der ganzen Kraft (wenn man da von Kraft reden kann) an einem Tau hängt. Praktisch überall ist der Zug ja auf mehrere Taue verteilt.
      Zug und Gegenzug sind ja nur so stark, dass das Garn gespannt ist, mehr nicht. Daher ist die Kraftauswirkung der einzelnen Taue auch nicht so heftig. So zumindest meine bisherige Erfahrung. Frag mich nach der Fertigstellung dieses Modelles wieder, vielleicht verfluche ich dann meine heutige Aussage... grins 3

      *Augbolzen, Haken, Rüsteisen und ähnliche Beschläge fertige ich aber entgegen meiner obigen Aussage aus Neusilberdraht oder Messing

      HEROS schrieb:

      Wieviel Detailwissen braucht der Modellbauer? Ich schließe aufgrund deiner Heimat, dass dir nautisches Fachwissen nicht „mit der Muttermilch“ zugeflossen ist – hast du dir alles angelesen? Wo?

      HEROS schrieb:

      Hast du einen Rat, womit man danach „richtig“ anfangen würde?
      Ich habe diese beiden Fragen zusammen genommen, da sie für mich auch unmittelbar zusammen hängen.
      Ich habe mir ganz bewusst ein, naja, sagen wir mal "einfacheres" Modell als Einstieg gewählt.
      Dabei habe ich sicherlich einen Glückstreffer gelandet, wobei die Auswahl an einsteigerfreundlichen historischen Seglern, die aber auch eine etwas anspruchsvolle Takelage haben (Einmaster) nicht wirklich gross ist.
      Die HMS Speedy von Tomasz Weremko ist dafür bestens geeignet. Die Teilezahl ist übersichtlich, es lässt sich aus dem Bogen dennoch ein sehr ansprechendes Modell bauen, die Bauanleitung ist sehr gut brauchbar und der Takelplan ist extrem gut recherchiert und das Modell kann mehr oder weniger korrekt damit getakelt werden. Ich linke hier mal direkt zu meinem Baubericht.
      Wie Du richtig annimmst, bin ich als Binnenländer nicht wirklcih mit der Seefahrt verbunden, es ist mehr eine Faszination, die bereits in meiner Kindheit nach dem Lesen von Tim und Struppi, Das Geheimnis der Einhorn, seinen Anfang genommen hat.
      So bin ich auch mit den Fachbegriffen völlig ins kalte Wasser gesprungen. Dazu habe ich mir das Buch Historische Schiffsmodelle von Wolfram zu Mondfeld zugelegt, und spezifisch für die Speedy das Buch Riggnig period fore-and-aft craf von Lennarth Petersson.
      Während dem Bau kam dann noch Rundhölzer, Tauwerk und Segel von Klaus Schrage, sowie
      Bemastung und Takelung von Schiffen des 18. Jahrhunderts von Karl Heinz Marquardt hinzu.
      Und bei Unklarheiten, die dennoch sehr oft auftauchten, habe ich immer sehr schnell und kompetent Auskunft bekommen, sei es hier oder in einem der Fach-Foren.

      HEROS schrieb:

      Wieviel Detailwissen braucht der Modellbauer?
      Um diese Frage nochmals abschliessend zu beantworten: Keines - aber die Bereitschaft sich das Wissen nach und nach anzueignen.


      Nebst der Speedy wären wohl auch eine kleine Hand voll andere Modelle für den Einstieg geeignet. Folgende Modelle kenne ich und denke, dass sie sich wohl gut eignen könnten:
      - HMS Alert Shipyard
      - Grosse Jacht von WAK
      - Tender POSPESHNIY von ShipWorks
      - Yachti von Shipyard (nicht mehr erhältlich, ev. suchen)
      - HMS Hunter von Shipyard (nicht mehr erhältlich, ev.suchen und wenn gefunden mir verkaufen!!! (ich habe sie inzwischen gefunden) )
      - Oder die schwedische Jacht von Shipyard, die ich als GS Beitrag gebaut habe. (Auch nicht mehr neu erhältlich)

      Sicher gibt es noch weitere empfehlenswerte Modelle als Einstieg. Und sie setzen gewisse Erfahrungen im Kartonmodellbau allgemein voraus. Die einen etwas mehr, die anderen etwas weniger.

      Ich hoffe, Dir mit diesen Antworten zu dienen, und sonst einfach weiter fragen!

      Freundliche Grüsse
      Peter
      Das Leben ist ein Geben und Nehmen - Mal übernimmt man sich. Mal übergibt man sich.

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    • Hallo Heinrich,

      grundsätzlich kann ich die Worte von Peter voll und ganz unterschreiben! Für einen, der mit historischen Modellen anfangen ist alles ., was Peter hier geschrieben hat 100 % richtig. So will ich Dir aber doch noch ein paar ergänzende Worte schreiben.

      Heros schrieb:

      Zum Rumpf: Hast du dich bei der HMS Wolf entschieden, bewusst die Charakteristik eines Kartonmodells beizubehalten? Auch, wenn ein Komplettanstrich „realistischer“ wäre – das fertige Kartonmodell also kaum mehr von „richtigen“ Holz- / oder Plastikmodellen unterscheidbar ist? Oder überwiegt, dass Du so ungern malst? Oder gar furnierst (vgl. petcarli / Fritz, die famose San Felipe)?
      Etwas wichtiges zu der Aussage über meine San Felipe. Ich habe ursprünglich zunächst mit Schiffen von Shipyard begonnen. Dazu muss man sagen, dass Shipyard bei seinen Modellen grundsätzlich mit starker Verstärkubng am Rumpf mit Karton arbeitet. Dadurch wird die Bordwand recht stabil und massiv und wenn man bei geschlossenen Rumpf mit dem Finger klopft, klingt es sehr ähnlich wie Holz. Daran merkt man die Kompaktheit. Die San Felipe ist von Oriel und im Rumpfbereich anders aufgebaut. Sie hat im Rumpfbereich einen dünne innere und eine äußere Hülle und ist außer über das Spantengerüst nur mit Tempelrahmen aus dem Bogen verbunden. Hier wären Deine Bedenken durch Zug und Gegenzug sicher angebracht. Doch ich habe bei allen Schiffen die Rüsten und Ähnliches nur mit Weissleim oder UHU schwarz Flinke Flasche geklebt und es ist auch beim starken Zug bei der San Felipe nie ein Teil gelöst worden. Dass ich Furnier bei dem letzteren Schiff verwendet habe ist nur auf die Tatsache zurückzuführen, dass die Planken der Bordwand überhaupt nicht passten und ich immer bereit bin von Schiff zu Schiff etwas Neues auszuprobieren.

      Heros schrieb:

      Sind Unterfütterungen durch Holz (z.B. bei den Rüsten) erforderlich?
      Was die Unterfütterung betrifft, so habe ich dies bei meinem derzeitigen Modell probiert. Einer der Gründe war die Warnung bezüglich der Rüsten. Nur muss ich Dir hier mitteilen, dass dies erstens nicht der Hauptgrund war und zweitens die Rüsten an der Granado in der Höhe der Innenschanz liegen und dort keinerlei Balsaholz mehr ist.

      So, und ansonsten kann ich Peters Worten nichts Neues mehr hinzufürgen. Ich wollte Dir nur ein wenig Deine Bedenken nehmen. Die Bücher, die Peter Dir genannt hat sind auch in meinem Besitz und man lernt von Modell zu Modell zu. Wenn Du schon andere Schiffsmodelle in Karton gebaut hast, so kannst Du dies hier damit nicht vergleichen. es ist eine ganz andere Art des Kartonmodellbaus und hat auch einige Ähnlichkeit mit dem Holzmodellbau.

      So, nun stürze Dich beruhigt in ein Abenteuer, dass Du mit großer Wahrscheinlichkeit nicht so schnell wieder verlassen wirst, wenn Du erst einmal von dem Virus erwischt worden bist. Ich wünsche Dir dabei viel Spaß und denke ruhig daran, dass Du bei Problemen Dich immer wieder hier an uns andere Infizierte wenden kannst!

      Liebe Grüße
      Fritz
    • Peter: ganz herzlichen Dank für deine ausführliche Antwort, die sicher auch anderen Kartonmodellbauern Mut macht, sich an den Bau historischer Segler heranzuwagen. Ich werde zunächst meine beiden „platten Holländer“ fertig bauen (auch das sind Segler mit allen drum und dran) und dann überlegen, wohin die Reise geht. Wenn ich richtig verstanden habe, verlangt der Bau von Segelschiffen Spezial – Wissen und Spezial – Können, was man sich von Modell zu Modell mehr aneignet. Bisher verstehe ich mich mehr als kartonales „Universalgenie“ rotwerd1 sprich: ich vergreife mich auch mal gern an einem Architekturmodell, an einem Automodell, an der 1:250 – Wasserlinie, an einem Flieger usw. usw. – was unser Kartonuniversum so hergibt. Nachteil: meine Werke könnten mit den Werken der Spezialisten auf ihrem Gebiet nie konkurrieren. Zugegeben: der Bau historischer Segler hat mit immer fasziniert und die bekannten Bücher (Mondfeld, Lusci, O´Brian, Forrester) sind schon lange in meinem Besitz. Historisches Interesse tut sein Übriges… V.G. Heinrich


      petcarli schrieb:

      und ich immer bereit bin von Schiff zu Schiff etwas Neues auszuprobieren.
      Fritz: auch dir herzlichen Dank. Das macht deine Bauberichte für mich immer so spannend.



      petcarli schrieb:

      dass Shipyard bei seinen Modellen grundsätzlich mit starker Verstärkubng am Rumpf mit Karton arbeitet
      und dazu gleich noch eine Frage: wie / womit schneidet man die geforderten 2mm (!!!) Spanten aus Karton? arbeit1

      und nun will ich Eure Werftarbeiten erst mal nicht weiter stören! VG Heinrich
    • Hallo Heinrich

      HEROS schrieb:

      wie / womit schneidet man die geforderten 2mm (!!!) Spanten aus Karton?
      Für praktisch alle Modelle historischer Segler gibt es laser geschnittenen Spantensätze. Bei Shipyard liegen diese teilweise sogar dem Bogen bei. Bei der Wolf habe ich das erste mal mit einem solchen Spantensatz gearbeitet (die Speedy ist eines der wenigen MOdelle wo es keinen solchen Satz gibt) und würde nie mehr ohne diese bauen.
      Bie der Speedy waren die Spanten auf 1mm zu verstärken. Mit Graukarton holt man sich da schon einen Wolf, aber Finnpappe wäre sicherlich einfacher zum Ausschneiden. Dazu nehme ich ein Skalpell mit 30° Grad-Klinge. Solche "kurvenreiche" Teile schneide ich für gewöhnlich mittlwerweile auf einer Glasplatte.

      HEROS schrieb:

      der Bau historischer Segler hat mit immer fasziniert und die bekannten Bücher (Mondfeld, Lusci, O´Brian, Forrester) sind schon lange in meinem Besitz. Historisches Interesse tut sein Übriges… V.G. Heinrich
      Das sind doch schon einige sehr gute Voraussetzungen! Ich bin gespannt!

      Freundliche Grüsse
      Peter
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    • Peter_H schrieb:

      aber Finnpappe wäre sicherlich einfacher zum Ausschneiden
      Wenn man Finnpappe verwendet, sollte man aber überlegen, ob man die Kanten nach dem Ausschneiden nicht besser mit Sekundenkleber festigt. Ich würde aber auf jeden Fall einen Laserspantensatz vorziehen (obwohl bei Finnpappe wäre ich immer skeptisch und würde im Zweifelsfall immer Graukarton vorziehen, obwohl dieser beim Schneiden mit dem Bastelmesser sehr die Finger strapaziert und viele Klingen kostet)

      Gruß
      Fritz
    • Danke für die Ergänzung Fritz!

      Herzlichen Dank Mike!

      Guten Abend Freunde

      Der Heckspiegel stellt die achternen Fenster der Kapitänskajütte dar, mit samt seiner üppigen Zierde. Wobei diese erst zu einem späteren Zeitpunkt angefügt wird.
      Die Partie mit den Kreuzsprossen wird wiederum aus dem LC-Satz genommen, ebenso die feinsten Friese von etwa 0,4mm Breite.
      Auch hier wird wieder einiges mittels mehrere Schichten dreidimensional dargestellt. Die Säulen ergänze ich wieder analog denen der Front, nur sind diese hier weiss gehalten.



      Die Ornamente auf dem Zierfries ziehe ich wieder mit Goldfarbe nach.
      Vor der Montage färbe ich das Innere des Spantengerüstes schwarz ein, da ich die Fenster mit Folie verglase.



      Innerbords wird eine weitere Verdoppelung aufgeklebt, die auf dem Deck mit einem Abdeckfries abgeschlossen wird.
      Die einzige Schwierigkeit bei dieser Baugruppe ist, den fertig zusammengebauten Heckspiegel vor dem aufkleben leicht zu vorzurunden.
      Die feinsten Kreuzsprossen verzeihen da nichts und es ist äusserste Vorsicht geboten.



      Zum Schluss dieser Bastelrunde setze ich meine Entscheidung, das UWS weiss einzufärben um. Bei einem nächsten Modell werde ich die Konstruktions-Fugen an Kiel und Steven mit dem Ritzer nachziehen. Da mit diese Idee hier aber erst nach der Montage der Teile kam, war das nicht mehr vernünftig machbar. Ich habe aber versucht, die Farbe leicht zu verdünnen, dass die Konstruktionslinien leicht sichtbar bleiben.





      So, nun geht es an eine Serie Zierleisten, die wohl viel Arbeit geben, aber kaum sichtbaren Baufortschritt. Daher wird es u.U. etwas länger dauern bis zum nächsten Update.

      Ich wünsche Euch allen einen guten Wochenstart und bis demnächst
      Peter
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    • Hallo Peter,

      das Heck hast Du wieder ganz prima gestaltet. Die Bilder der unteren Heckgaleriwe läßt Du sicher so, wie sie jetzt ist.
      Das Unterwasserschiff hast Du sicher in reinem Weiß gestrichen. Ich verwende in der Regel ein leicht gelb getötes weiß, da der Unterwasseranstrich in der Regel ein wenig Schwefel enthielt. Ob dies im 18. Jahrhundert auch so war, kann ich Dir nicht sagen.

      Gruß
      Fritz
    • Hallo Peter,

      einfach wun-der-schön; sorry, einfach sicher nicht, aber dafür auch eigentlich viel mehr als wunderschön beifall 1 . Diese Großsegler haben schon etwas Magisches und Romantisches, sogar bevor Masten und Segel montiert sind. Und Deine Präzision ist wieder mal große Klasse. Es ist schön, eure beiden (Deins und das von Fritz(petcarli)) gleichzeitig wachsen zu sehen. Jedes auf seine Art super.

      Gruß
      hj
    • Hallo Fritz @petcarli
      Ja, die Bilder auf dem Heckspiegel bleiben, wie sie sind. Lediglich der Zeirbogen über den Fenstern habe ich farblich ergänzt. Und, ja, ich habe das UWS mit sog. Titanweiss angemalt. Aber auch das werde ich so lassen, da ich vermutlich ohnehin die Wolf, wenn sie fertig ist, zu Wasser lasse.Wie und wo ist noch 2Gegenstand von Abklärungen" happy 2 Ich habe ja noch Zeit mit dieser Entscheidung.

      Hallo hj @SchnippSchnapp
      Vielen Dank! Doch, bisher war es, naja, sicher nicht einfach, aber es gab keine Schwierigkeiten. Bei den Schiffen ist es ja so, dass man nach kurzer Zeit einen fertigen Rumpf hat, und dann geht die KleinteileSchlacht erst richtig los.

      SchnippSchnapp schrieb:

      Diese Großsegler haben schon etwas Magisches und Romantisches,
      Mein Reden, das ist sehr schön und passend ausgedrückt!

      Vielen Dank Andreas @Buddy und Danke auch den zahlreichen Likern!

      Die Pause wird wohl etwas länger, da eine befreundete Familie aus Dresden am Samstag für eine Woche bei uns die Zelte aufschlägt und da möchte ich natürlich die Abende mit ihnen verbringen!

      Freundliche Grüsse
      Peter
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    • Moin Peter,
      auch wenn dies hier nicht meinem "Beuteschema" entspricht, so bin ich doch total begeistert und ebenso beeindruckt von dem, was Du hier zauberst! Gaaaanz großes Kompliment dafür. Und ich bin ganz sicher, dass Du Dir mit der "Wolf" ein Schmuckstück baust, das Du lieben wirst. love1 love1

      Und was Deinen Wunsch angeht, dass Deine und meine Nationalmannschaft nicht zu früh aufeinander treffen, dann hat sich das Problem ja prompt erledigt. Frühestens bei der nächsten EM wird es lao mit dem Treffen was werden. ach1 ach1
      Gruß
      Kurt
    • Hallo Kurt

      Schön, dass Du hier rein schaust, vielen Dank für Dein Kompliment! verlegen2

      Kurt-G. schrieb:

      Und was Deinen Wunsch angeht, dass Deine und meine Nationalmannschaft nicht zu früh aufeinander treffen, dann hat sich das Problem ja prompt erledigt. Frühestens bei der nächsten EM wird es lao mit dem Treffen was werden.
      Das ist sehr bedauerlich....ich hätte es Euch ehrlich gegönnt, weiter zu kommen. flagge1

      Freundliche Grüsse
      Peter
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    • Peter_H schrieb:

      ich hätte es Euch ehrlich gegönnt, weiter zu kommen
      Hallo Peter,

      gönnen ist das Eine, es sich verdienen das Andere. Wenn wir mal ehrlich sind, haben wir bei dieser WM schon extrem schöne Spiele gesehen, aber die waren immer ohne deutsche Beteiligung. Ich kann jetzt nur hoffen, dass die Schweizer sich mit dem Achtelfinale nicht zufrieden geben und gönne ihnen alles, was sie möglich machen können. daumen1


      Grüezi_1 hj
    • Hallo hj und Fritz

      Nunja, die Geschichte zeigt, auch unsere haben nicht mehr verdient, jedoch empfinde ich eine Achtelfinal Qualifikation für einen Fussballzwerg wie die Schweiz sollte man auch nicht verachten. Und damit kann man sich wieder uneingeschränkt auf die wichtigen Dinge imLeben konzentrieren,nämlich den Kartonmodellbau freu1

      Hallo Freunde

      So, nach einer längeren Pause bedingt durch Gäste und schönes Wetter (die Gäste sind abgereist, das schön e Wetter hält an)kann es hier in kleinen Häppchen wieder weiter gehen.
      Ich habe mich mit den Scheuerleisten, BG 83P und L bis 109p und L beschäftigt. Das ist eine ziemlich langwierige und auch nicht sonderlich abwechslungsreiche Arbeit,die erst noch, für die Anzahl Teile keinen namhaften Fortschritt zeigen...aber das berühmte Salz in der Suppe. Also perfekt für immer mal wieder ein Stündchen zu später Abendstunde.

      Des weitern wurden damit auch die Seitlichen Fenster der Kapitänskajütte vervollständigt. Kreuzsprossen aus dem LC-Satz Simms und Seiten-Zargen, die verdoppelt angebracht wurden lassen auch dieses Detail plastischer wirken.





      Das war's dann auch schon wieder, wie gesagt, kaum sehenswert, aber doch einen kleinen Schritt weiter.

      Freundliche Grüsse
      Peter
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    • Vielen Dank Fritz und Ludwig!

      Gnost schrieb:

      auch ohne großartige Goldverzierungen!
      Die kommen noch! Sowohl um diese als auch um die Fenster am Heckspiegel warten noch einige halbplastische Skulpturen, die dem ganzen noch einiges an Üppigkeit verleihen werden...

      LG
      Peter
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    • Ich auch, Alex, ich auch...aber setze Deine $Erwartungen nicht zu hoch. Hier sind die mitgelieferten LC-Teile, 3D-Grviert, nicht so der Brüller, wie sie beispielsweise bei der Cleopatra oder der Santa Leocadia sind.

      Hallo Freunde

      Dem hochsommerlichen Wetter ist geschuldet, dass es hier nur langsam vorwärts geht. Aber wir nehmen ja liebend gerne die schönen, lauen Abende hin und geniessen diese lieber bei einem Gersten-Smoothy auf der Gartenterasse mit Blick auf See und Berge freu1
      Dennoch gibt es einige Fortschritte:

      Die Beplankung wird Achtern mit Zierleisten abgeschlossen und der Heckspiegel mit einem schwarzen Streifen ergänzt.
      Ich habe es bei diesem Modell unterlassen, eine Teileliste zu erstellen, das rächt sich jetzt. Zum einen sind die Teile mitunter recht willkürlich erscheinend auf den Bögen verteilt, zum anderen ist auch die Auswahl der LC-Teile nicht immer verständlich. Zusätzlich ist zu bemerken, dass man oftmals die Position von einzelnen Teilen auf der BA suchen muss, weil sie erst drei oder vier Abbildungen später markiert sind.
      Diese Tatsachen bringen ab und zu den Bastelfluss etwas ins Stocken und den Modellbauer ins Grübeln. Aber das ist mal wieder jammern auf hohem Niveau.





      Als nächstes wird die Reling auf die Oberkanten der Schanz gesetzt. Ein LC-Teil, das serh sinnvoll ist, da eineig winzige Aussparungen hätten aus 0,5mm ausgestochen werden müssen. Hier geht das locker flockig. Die Teile müssen dafür noch schwarz eingefärbt werden, was mit Acrylfarbe geschieht. Passen tun die Dinger wieder absolut einwandfrei.



      Nun beschäftigen wir uns mal mit der Galion. Diese wird, charakteristisch für diese Schiffe, mit schwungvollen Elementen, deren Namen mir nicht bekannt sind (Mondfeld z.Z. nicht zur Hand) versehen. Diese entnehme ich wieder dem LC-Satz, die deckenden Zierstreifen werden dann wieder aus dem Bogen mit dem Originaldruck entnommen.





      So langsam beginnt das Modell an Charakter zu gewinnen, finde ich... love1

      Freundliche Grüsse und bis demnächst
      Peter
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      Meine versemmelten Werke
    • Ahoi Peter,

      ja, das Galion ist für einen Modellbauer immer ein Quell der Freude. Nicht leicht zu bauen, aber im Ergebnis dann ein Schmuckstück, wenn man alles richtig gemacht hat. happy 2

      Und an der Stelle rufe ich mal laut "Achtung!" Aus den von dir geposteten Bildern wird nicht ersichtlich, wie genau der Großstagkragen befestigt wird. Also schau da nochmal gründlich in deine Bauanleitung. Warum schreibe ich das? Darum: Klick mich! Schau mal unter "Großstagkragen" nach, welche Probleme ich damals hatte. flüstern1
      Und dabei schon mal vorausschauend, wenn es dann in die Höhe geht: Auch bei der HMS Wolf meint Shipyard, dass das Großborgstag unter dem Großstag verläuft. Das ist definitiv falsch, es muss genau anders herum.

      Ansonsten: Wieder zeigst du hier Modellbau auf hohem Niveau! daumen1

      Viele Grüße,

      Bonden

      Im Bau: HMS Mercury
      Für eure Schnippel- und Klebepausen: www.karton-im-wind.de welcome1
    • Hallo @Bonden

      Wir haben das ja im Nachbarforum schon geklärt, dennoch poste ich den Beitrag hier auch, um Nachbauern des Rätsels Lösung aufzuzeigen.

      Vielen Dank für Deine Vorwarnung, das hatte ich definitiv noch nicht auf dem Schirm.
      Ich habe mal ausführlich de BA konsultiert. Zum Stagkragen sieht es hier so aus, als dieser oberhalb der Galiongräting am Stevenahupt angeschalgen wird. (Pfeil) Somit habe ich mir da wohl noch nichts verbaut, oder?



      Die Sache mit dem Stag und dem Borgstag ist tatsächlich auch hier so wie Du es gesagt hast in der BA offensichtlich falsch.
      Ich interpretiere das so, dass das Borgstag am Fockmast um eine Wulling höre festgemacht wird? (roter Pfeil: Falsch, blauer Pfeil: richtig) richtig? happy 2



      Freundliche Grüsse
      Peter
      Das Leben ist ein Geben und Nehmen - Mal übernimmt man sich. Mal übergibt man sich.

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      Beruf und Hobby vereint: kamoga.ch
      Aus Freude: mein-modellbau.jimdo.com

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    • Hallo Freunde

      Weiter geht es mit demSchmuckstück genannt "Galion".
      Die Kranbalken werden, wei bei Shipyard übelich aus mehreren Schichten zusammengesetzt, um die Rollen (im Fall der Wolf zwei pro Kranbalken) einzubauen.





      Und hier zeigt sich wiederum , dass Schiffsarchitektur im Age of Sail nicht nur Zweckarchitektur sondern auch Kunst war.
      Die Statische Verstärkung der Kranbalken wird geschwungen dargestellt und mit einer ebenfalls geschwungenen Zierleiste optisch über die Kante der Galionsgräting bis an die Spitze des Galion verlängert. Das ganze natürlich den bereits vorhanden Zierelementen angepasst.



      Eine Herausforderung für den Modellbauer stellen die jeweils drei Verstrebungen zwischen der Gräting und dem Schegknie (?) dar.
      Sie werden aus jeweils zwei winzigen LC-Teilen zusammengebaut und, um die erforderlichen "Schwünge" in allen drei Dimmensionen zu erhalten,die Kanten geschliffen, damit die zweifarbige "Abdeckung" aus dem Bogen sauber auf die Kante aufgeklebt werden kann.
      Ich habe dazu keine Fotos, da die Teile so winzig und mein Makro so sch... ist, dass man nichts erkennen würde.

      Das Endergebnis entlöhnt einem für die Arbeit, die ohnehin nach wie vor riesig Spass macht!

      Ich knechte Euch jetzt aus purem Narzismus mit einigen Fotos des Galion im momentanen Zustand tanz 2 verlegen2





      Bis zum nächsten Mal!
      Freundliche Grüsse
      Peter
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    • Servus Peter,

      nach Fertigstellung meines kleinen Bötchen stellt sich nun die Frage nach dem nächsten Modell.
      Bei solch fantastischen Bilder wie den deinigen bekomme ich immer mehr Lust auf einen großen Segler.

      Ich werd mich mal weiterhin von deinem hervorragenden Baubericht inspirieren lassen. Ansonsten habe ich auch noch andere Schönheiten auf Lager.

      Grüße
      Da Norbert
    • Hallo Norbert

      Ich gebe alles, um Dich zu bekehren für die einzige wahre Kategorie im Kartonmodellbau... happy1 happy1 happy1
      Was genau meinst Du mit "einem grossen Segler"? Hast Du schon etwas auf dem Schirm? (Du kannst es mir auch zuflüstern, ich verrate nichts, bin aber unsäglich neugierig, meine weibliche Seite...)

      Hallo Fritz

      Nun, an solchen Problemchen wachsen wir doch und sie gehören dazu. Das Problem war vor allem, dass sich die BA ausschweigt darüber, wie die Teile zusammengebaut, angepasst und montiert werden. Aber ich denke, dass es so stimmt.

      Hallo Freunde, insbesondere die Fachleute in dieser Kategorie,
      ich hätte da mal eine Frage, rein aus Neugier.

      Sind dei Formen, bzw. die Verzierungen des Galion (abgesehen von der Galionsfigur) irgendwie bezeichnend? Sagen die etwas aus über Klasse, Herkunft, Nation etc. oder sind das rein Handschriften des Architekten?

      Freundliche Grüsse
      Peter
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    • Moin Peter,

      im Grunde genommen ist das Galion ja konstruktiv vollkommen unnütz, und eigentlich braucht man auf einem Schiff auch weder Seitentaschen noch Heckfenster und erst recht keine Balustraden.
      Dennoch hatten sich im Laufe des 17. Jahrhunderts der Bug wie auch das Heck zum Tummelplatz manchmal ausufernder Selbstinszenierung entwickelt. Man denke an die ausschweifenden Verzierungen von Pierre Puget; es gab tatsächlich den einen Kommandanten, der sich weigerte, mit tonnenweise barockem Schnickschnack in See zu gehen, aus Angst, das ganze Zeugs könnte die Stabilität des Schiffs gefährden.

      Tatsache ist: Die Formensprache der Schiffe folgen, wenn schon keinem technischen Zweck- so auf jeden Fall einer national immer etwas anderen Tradition.
      Federführend dafür war der "Master Carver", quasi der oberste Schnitzmeister, den es auf jeder Werft gab, und der im Normalfall für das gesamte Dekorationswerk eines Schiffs verantwortlich war. Ihm zur Hand gingen fleißige Helfer, die zwar ebenfalls Schnitzer waren, sich aber z.B. ausschließlich mit Blattwerk und Säulchen befassten.
      Wenn Du Dir z.B. die "La Renommée ansiehst, Hier mal ein Link zu einem sehr gut gemachten Modell, findest Du das Werk des Master Carvers Caffieri insbesondere am Heck und den Seitentaschen (diese Formen findest Du nicht auf englischen Schiffen).
      Ebenfalls typisch französisch sind die oberen beiden Galionsregeln, die nach oben weisend, am Kranbalken zusammenführen. Die Engländer haben das erst später gemacht.
      Im Wesentlichen orientierte man sich an der klassischen Architektur, in Frankreich war es der Manierismus, in England kann z.B. der Spiegel der Sovereign Of The Seas seine Wurzeln im Tudor-Style nicht verleugnen (Kassettenfächer mit Schnitzereien), man mochte aber auch (und das wirst Du auf Franzosen nicht zu sehen bekommen) Elemente aus der Klassik (Dein Wolf hat diese ebenfalls; es sind die Säulen!).
      Allerdings, puritanisch wie sie sind, limitierten die Engländer bereits 1703 das erlaubte Schnitzwerk insbesondere am Bug, erlaubt waren nur Galionsfigur und Schnitzwerk am Scheg.

      Grundsätzlich bildet das Schnitzwerk also durchaus einen Hinweis auf die Nation und den Master Carver, auf die Klasse (zumindest in England) erst nach dem amerikanischen Unabhängigkeitskrieg. Man hatte nämlich festgestellt, dass es sich nicht lohnte, kleine Einheiten wie Sloops, aber auch Fregatten, mit kostspieligen Schnitzereien am besten noch eines renommierten Schnitzers zu überziehen, wenn diese dann nach kürzester Zeit vom Gegner versenkt wurden. Die einzige Ausnahme, man wird sich's denken können, bildete der Dreidecker, der ja ohnehin nicht für Alltagseinsätze gedacht war.

      Ich hoffe, dieser kurze Anriss hat Deine Frage hinlänglich beantwortet?

      LG Alex
    • Servus Peter,

      Peter_H schrieb:

      Was genau meinst Du mit "einem grossen Segler"? Hast Du schon etwas auf dem Schirm?
      da gibt es einige die gut und groß sind:

      HMS Victory -> noch zu groß
      HMS Mercury -> ich möchte nicht schneller fertig werden als Bonden
      HMS Bounty -> das Schiff liebe ich
      USS Lexington -> hmmmmmmm
      USS Constitution -> das wär doch was, oder?

      Nun ja, ich hoffe ich habe noch einige Jahre vor mir, so dass ich alle bauen kann.

      Grüße
      Da Norbert
    • Herzlichen Dank Sieghard, das lässt mich erröten verlegen2

      Vielen Dank Alex für Deine Ausführungen. Das sind genau die Beiträge, die einen Babuericht interessant und zugleich lehrreich machen!

      Hallo Norbert

      Scorpion1963 schrieb:

      HMS Victory -> noch zu groß....und zu hässlich rotwerd1
      HMS Mercury -> ich möchte nicht schneller fertig werden als Bonden...der ist gut happy1
      HMS Bounty -> das Schiff liebe ich MM oder Shipyard? So oder so, gute Wahl!
      USS Lexington -> hmmmmmmm Auch gute Wahl, eine weitere Vorlage neben petcarli's wäre toll, wenn ich sie dann baue...irgendwann
      USS Constitution -> das wär doch was, oder? Eine Fregatte love1 Immer gut!
      Jedes von den Modellen, mit Ausnahme der Victory, dafür noch ergänzt mit einigen weiteren Schönheiten, stehen bie mir noch auf der Todo-Liste. Auch ich hoffe auf noch einige Jahre hüpf1

      Freundliche Grüsse
      Peter
      Das Leben ist ein Geben und Nehmen - Mal übernimmt man sich. Mal übergibt man sich.

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      Meine versemmelten Werke
    • Da kann ich mich ja noch auf viele Bauberichte von Dir freuen.

      Ihr habt einen wunderbaren Bausatz von Shipyard vergessen, die HMS Bellona - lange nicht so oft gebaut wie die Vic und die Blaupause für die Entwicklung der englischen 74er in der zweiten Hälfte des 18. Jh.
      Gibt es überhaupt einen guten Papierbausatz der USS Constitution? Ich kann mich nur an einen relativ alten im Maßstab 1/200 erinnern.
      tschö1 Christian

      "Behandle jedes Bauteil, als ob es ein eigenes Modell ist; auf diese Weise wirst Du mehr Modelle an einem Tag als andere in ihrem Leben fertig stellen."