HMS Wolf, 1:96, Shipyard

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    • Hallo Freunde

      Der Winter hat sich verabschiedet, hoffentlich zum letzten Mal und die Ferien sind da. Und ich merke, wie es gehen wird, wenn ich dann mal in Rente bin. Keine Zeit für Hobby's... cool2
      OK, ganz so schlimm ist es nicht. Ich habe mich in den vergangenen vielen Bastelstunden mit der Takelage der Geschütze auseinander gesetzt. Zum Einen die Blöcke, die ich auf irgendeine Weise selber fertigen musste, zum anderen das Garn, dass zu dick war.

      Ich mächte Euch den Weg meiner Experimente für die Bläcke nicht vorenthalten, damit Ihr auch seht, dass ich das Problem und alle, die sich mit mir damit befassen ernst nehme. box 1

      Der erste Versuch war folgender: Eine Einwegspritze mit einer abgefeilten 0,7mm-Kanüle füllte ich mit Weissleim.
      Auf einer Glasplatte markierte ich den Abstand der Bläöke für die Taljen und kleckste kleinste Leimtröpfchen darauf. Nachdem die Dinger angetrocknet waren versuchte ich sie mit der Pinzette oval zu drücken, was nicht befriedigend funktionierte.
      Also rund lassen. Mit feinsten, mit Weissleim verstärktem und gestrecktem Takelgarn-Stücken stellte ich die Talje dar.
      Die "Leim-Blöcke" konnten nach dem völligen Austrocknen gut von der Glasplatte gelöst werden und ich habe sie mit brauner Farbe eingefärbt.





      Das Resultat überzeugte mich nicht. einerseits wegen der Garnstärke, anderseits wegen der runden Form der Blöcke.

      Nächster Versuch: 3 braune Tonkarton-Stücke mit Epoxydharz getränkt aufeinander geklebt und unter Druck getempert.
      Die Kanten dieser "plastifizeirten" Kartonscheibe habe ich mit Schmirgel gerndet und dann Streifen von 1,2mm Breite geschnitten. Die Schnittkante wurde wiederum gerundet. Von diesen Streifen habe ich nun feine Scheiben abgeschnitten, die nun die Blöcke darstellen sollten.
      Die Tae habe ich nun mit feinem Fliegenbinder-Garn dargestellt.
      Auch nicht befriedigend. Die Blöcke gefallen mir nicht und das Garn ist nun definitiv zu fein.





      Nächster Versuch: Fimo. Ich rolle feine "Würste" von etwa 1,1mm Drchmesser und drücke sie vorsichtig der Länge nach etwas flach. Nun werden sie im Backofen ausgehärtet. Von diesen Streifen werden nun wiederum feine Scheiben geschnitten.
      Diese Blöcke gefallen mir nun doch recht gut.
      Inzwischen ist auch meine Bestellung von Morope-Takelgarn eingetroffen. Das dortige 0,1mm-Garn entspricht etwa der Stärke, die ich für optisch passend empfinde. Ein Stück dieses Garns wird nun mit Weissleim gestreckt und für die Taljen verwendet.





      Bisher meiner Meinung nach das beste Resultat. Nun werde ich mal ein Geschütz probetakeln um zu sehen, ob das auch was taugt.



      Fortsetzung folgt...

      Freundliche Grüsse
      Peter
      Denken ist wie googeln, nur krasser denk1

      Aus Leidenschaft: pierresuisse.ch
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      Aus Freude: mein-modellbau.jimdo.com

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    • Moin Peter,

      das Thema insgesamt, aber besonders die Umsetzung an kleinmaßstäblichen Modell interessiert mich. Vielen Dank das du diesen Bauschritt
      so ausführlich dokumentierst.

      Die zwote Ausführung gefällt mir auch besser, und hat dich m.E. recht nah an das machbare gebracht.

      Wenn ich das letzte Makro Bild mit der komplettierten Talje betrachte, frage ich mich, ob dünne Drahtstücke in die Blöcke gesteckt den gleichen guten oder (rein spekulativ) einen besseren Effekt erreichen könnten. Denn das geschlagene beim echten Tauwerk erkenne ich bei 0,1 mm Tauwerk nicht mehr wirklich.. Dünne eingesteckt bzw /geklebte Drähte könnten , denke ich, leichter im Block verschwinden. Habe es aber selber noch nicht ausprobiert. Was denkst Du?

      Bin jedenfalls auf das probegetakelte Geschütz gespannt!

      Grüße

      Joerg
    • Hallo Peter,

      ich bewundere Deine Versuche! Die Idee mit dem Fimo finde ich hervorragend. Zu der Kritik von JHörg mit dem Garn bin ich anderer Ansicht. Ich finde schon, dass Garn eine bessere Darstellung bietet als dünner Draht. Doch genau wie er bin ich gespannt auf den ersten Versuch dieses in dem ersten Versuch an einer getakelten Kaqnone zu bewundern! Auf jeden Fall finde ich es Klasse, dass Du verschiedene Versuche so eingehend beschreibst!

      Viele Grüße
      Fritz
    • Hallo Joerg
      Danke für Deinen Beitrag!
      Insofern hast Du recht, dass man die Struktur des Garns von blossem Auge nicht mehr erkennt.
      Die Läsung mit dem Draht sehe ich eher skeptisch, da der Draht zum einen glänzt und in dieser Stärke kaum zu mattieren sit, zum anderen müsste er noch gefärbt werden müsste. Den Draht in die Blöcke stecken geht nicht, da das Fimo ausgehärtet ist und im noch nicht gehärteten Zustand kann ich das Fimo nicht schneiden ohne dass es eingedrückt wird.

      Hallo Fritz
      Danke für Dein Statement.

      Hallo Freunde

      So, nun habe ich die erste Kanone vollständig getakelt an Bord.
      In dieser Grösse/Mst. denke ich, dass das so vertretbar ist. Blöcke in der Grösse noch detaillierter darzustellen wäre wohl vergebene Liebesmühe. Besser geht es immer, aber man sollte auch immer bedenken, dass die Fotos mit Makro abgelichtet werden und im Original von blossem Auge viel weniger details zu sehen sind.

      Ich habe mich nun etwa 10 Bastelstunden mit Experimenten zu dieser Takelung herum geschlagen und denke, dass ich mit diesem Resultat sehr gut leben kann. Ich will ja auch mal weiter bauen happy 2





      Wie Ihr seht, habe ich auch Rückholtakel gemacht. Bei der Speedy waren diese ja auch dabei und da waren es 6 Pfünder, also auch unter den angesprochenen 12 Pfund. Für mich passt das so.
      Die Enden der Taue habe ich locker aufgerollt dargestellt und nicht als saubere Tauschnecken, weil das für mich einfach realistischer erscheint.

      So, nun geht es ans Takeln der restlichen 9 Geschütze. Wird wohl etwas dauern, zumal wir noch bis Mittwoch verreisen.

      Wünsche ein schönes Wochenende und bis demnächst in diesem Theater freu1

      Freundliche Grüsse
      Peter
      Denken ist wie googeln, nur krasser denk1

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