HMS Wolf, 1:96, Shipyard

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    • Hallo Freunde

      Der Winter hat sich verabschiedet, hoffentlich zum letzten Mal und die Ferien sind da. Und ich merke, wie es gehen wird, wenn ich dann mal in Rente bin. Keine Zeit für Hobby's... cool2
      OK, ganz so schlimm ist es nicht. Ich habe mich in den vergangenen vielen Bastelstunden mit der Takelage der Geschütze auseinander gesetzt. Zum Einen die Blöcke, die ich auf irgendeine Weise selber fertigen musste, zum anderen das Garn, dass zu dick war.

      Ich mächte Euch den Weg meiner Experimente für die Bläcke nicht vorenthalten, damit Ihr auch seht, dass ich das Problem und alle, die sich mit mir damit befassen ernst nehme. box 1

      Der erste Versuch war folgender: Eine Einwegspritze mit einer abgefeilten 0,7mm-Kanüle füllte ich mit Weissleim.
      Auf einer Glasplatte markierte ich den Abstand der Bläöke für die Taljen und kleckste kleinste Leimtröpfchen darauf. Nachdem die Dinger angetrocknet waren versuchte ich sie mit der Pinzette oval zu drücken, was nicht befriedigend funktionierte.
      Also rund lassen. Mit feinsten, mit Weissleim verstärktem und gestrecktem Takelgarn-Stücken stellte ich die Talje dar.
      Die "Leim-Blöcke" konnten nach dem völligen Austrocknen gut von der Glasplatte gelöst werden und ich habe sie mit brauner Farbe eingefärbt.





      Das Resultat überzeugte mich nicht. einerseits wegen der Garnstärke, anderseits wegen der runden Form der Blöcke.

      Nächster Versuch: 3 braune Tonkarton-Stücke mit Epoxydharz getränkt aufeinander geklebt und unter Druck getempert.
      Die Kanten dieser "plastifizeirten" Kartonscheibe habe ich mit Schmirgel gerndet und dann Streifen von 1,2mm Breite geschnitten. Die Schnittkante wurde wiederum gerundet. Von diesen Streifen habe ich nun feine Scheiben abgeschnitten, die nun die Blöcke darstellen sollten.
      Die Tae habe ich nun mit feinem Fliegenbinder-Garn dargestellt.
      Auch nicht befriedigend. Die Blöcke gefallen mir nicht und das Garn ist nun definitiv zu fein.





      Nächster Versuch: Fimo. Ich rolle feine "Würste" von etwa 1,1mm Drchmesser und drücke sie vorsichtig der Länge nach etwas flach. Nun werden sie im Backofen ausgehärtet. Von diesen Streifen werden nun wiederum feine Scheiben geschnitten.
      Diese Blöcke gefallen mir nun doch recht gut.
      Inzwischen ist auch meine Bestellung von Morope-Takelgarn eingetroffen. Das dortige 0,1mm-Garn entspricht etwa der Stärke, die ich für optisch passend empfinde. Ein Stück dieses Garns wird nun mit Weissleim gestreckt und für die Taljen verwendet.





      Bisher meiner Meinung nach das beste Resultat. Nun werde ich mal ein Geschütz probetakeln um zu sehen, ob das auch was taugt.



      Fortsetzung folgt...

      Freundliche Grüsse
      Peter
      Meine grösste Angst: Dass ich irgendwann erwachsen werde... happy 2

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      Beruf und Hobby vereint: kamoga.ch
      Aus Freude: mein-modellbau.jimdo.com

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    • Moin Peter,

      das Thema insgesamt, aber besonders die Umsetzung an kleinmaßstäblichen Modell interessiert mich. Vielen Dank das du diesen Bauschritt
      so ausführlich dokumentierst.

      Die zwote Ausführung gefällt mir auch besser, und hat dich m.E. recht nah an das machbare gebracht.

      Wenn ich das letzte Makro Bild mit der komplettierten Talje betrachte, frage ich mich, ob dünne Drahtstücke in die Blöcke gesteckt den gleichen guten oder (rein spekulativ) einen besseren Effekt erreichen könnten. Denn das geschlagene beim echten Tauwerk erkenne ich bei 0,1 mm Tauwerk nicht mehr wirklich.. Dünne eingesteckt bzw /geklebte Drähte könnten , denke ich, leichter im Block verschwinden. Habe es aber selber noch nicht ausprobiert. Was denkst Du?

      Bin jedenfalls auf das probegetakelte Geschütz gespannt!

      Grüße

      Joerg
    • Hallo Peter,

      ich bewundere Deine Versuche! Die Idee mit dem Fimo finde ich hervorragend. Zu der Kritik von JHörg mit dem Garn bin ich anderer Ansicht. Ich finde schon, dass Garn eine bessere Darstellung bietet als dünner Draht. Doch genau wie er bin ich gespannt auf den ersten Versuch dieses in dem ersten Versuch an einer getakelten Kaqnone zu bewundern! Auf jeden Fall finde ich es Klasse, dass Du verschiedene Versuche so eingehend beschreibst!

      Viele Grüße
      Fritz
    • Hallo Joerg
      Danke für Deinen Beitrag!
      Insofern hast Du recht, dass man die Struktur des Garns von blossem Auge nicht mehr erkennt.
      Die Läsung mit dem Draht sehe ich eher skeptisch, da der Draht zum einen glänzt und in dieser Stärke kaum zu mattieren sit, zum anderen müsste er noch gefärbt werden müsste. Den Draht in die Blöcke stecken geht nicht, da das Fimo ausgehärtet ist und im noch nicht gehärteten Zustand kann ich das Fimo nicht schneiden ohne dass es eingedrückt wird.

      Hallo Fritz
      Danke für Dein Statement.

      Hallo Freunde

      So, nun habe ich die erste Kanone vollständig getakelt an Bord.
      In dieser Grösse/Mst. denke ich, dass das so vertretbar ist. Blöcke in der Grösse noch detaillierter darzustellen wäre wohl vergebene Liebesmühe. Besser geht es immer, aber man sollte auch immer bedenken, dass die Fotos mit Makro abgelichtet werden und im Original von blossem Auge viel weniger details zu sehen sind.

      Ich habe mich nun etwa 10 Bastelstunden mit Experimenten zu dieser Takelung herum geschlagen und denke, dass ich mit diesem Resultat sehr gut leben kann. Ich will ja auch mal weiter bauen happy 2





      Wie Ihr seht, habe ich auch Rückholtakel gemacht. Bei der Speedy waren diese ja auch dabei und da waren es 6 Pfünder, also auch unter den angesprochenen 12 Pfund. Für mich passt das so.
      Die Enden der Taue habe ich locker aufgerollt dargestellt und nicht als saubere Tauschnecken, weil das für mich einfach realistischer erscheint.

      So, nun geht es ans Takeln der restlichen 9 Geschütze. Wird wohl etwas dauern, zumal wir noch bis Mittwoch verreisen.

      Wünsche ein schönes Wochenende und bis demnächst in diesem Theater freu1

      Freundliche Grüsse
      Peter
      Meine grösste Angst: Dass ich irgendwann erwachsen werde... happy 2

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    • Hallo Freunde

      Ich danke Euch allen für die vielen Likes und die positiven Kommentare!
      Dennoch muss ich Euch gestehen, dass ich diese eine Takelage wieder herunter gerissen habe. Und meine vielen Stunden des Experimentierens letztendlich ohne Ergebnis lasse. Denn ehrlich gesagt, konnte ich Eure Begeisterung je länger ich mir das anschaute und je mehr Kanone ich versuchte so zu takeln, nicht mehr teilen. Ich musste mir einfach eingestehen, dass ich den Anspruch an mein Modell über meine Fähigkeiten gestellt hatte und diesen nicht erfüllen konnte. Ich habe mcih nach einigem Hin und her entschieden, die Kanonen lediglich mit dem Brooktau zu takeln nd den Rest zugusnten einer sauberen Optik weg zu lassen. Lieber auf etwas verzichten als diese nur der Korrektheit Willen durchzuboxen und dann leidet die Ästhetik darunter.

      Ich kann gut damit leben, besser als mit dem vorangegangenen Ergebnis, und bastle nun wieder motiviert und erhobenen Hauptes weiter.

      Vorerst aber der aktuelle Stand in der Gesamtansicht.





      Weiter ginge es nach den Baunummern mit den Ankern. Bei der Allege habe ich diese aber während der Takelung zig mal abgerissen, daher werde ich diese Baugruppe auf den Schluss sparen.

      Also habe ich heute mit den Masten begonnen freu1 freu1 freu1 Es geht in die Höhe! Hier mal erste Fortschritte des Hauptmastes.
      Ab jetzt wird es wohl wieder etwas pfter zu berichten geben, da die letzten 20 Bastelstunden mit der Kanonentakelung "geopfert" wurden.



      Bis dahin frohes Basteln allerseits!
      Freundliche Grüsse
      Peter
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    • Hallo Peter,

      eigenftlich schade, dass Du die Takelung der Kanonen reduziert hast. Ich bin mit meinen Dingen in dieser Hinsicht eigentlich im Großen und Ganzen bisher immer zufrieden gewesen, doch kann ich Deine Entscheidung auch nachvollziehen. Vielleicht wird es bei Deiner "Wunsch"-Fregatte dann wegen etwas mehr Platz etwas.

      Viele liebe Grüße und weiter viel Spaß bei der "Wolf"!
      Fritz
    • Ich danke Euch, Fritz und Helmut!

      Hallo Freunde

      Weiter ging es mit dem Grossmast.
      Mastbacken, Masttop und Schalung waren ja schon bei den letzten Bildern angebracht. Es folgten die Wullinge mit Holzringen. Diese zu binden habe ich bei Mondfeld gelernt und ja bereits mehrfach angewandt. Das Masttop wird mit vier "Manschetten" und je Seite zwei "Längsleisten" ergänzt, deren Namen und Bedeutung auch nirgends gefunden habe. (zumindest nicht auf die Schnelle)

      Bevor ich den Mast setze will ich den Schnaumast anbringen. Dazu ist es sinnvoll zumindest die Marssaling zu montieren. Mit der Mars selber warte ich noch bis die Wanten und Stage gesetzt sind.





      Bis zum Schnaumast reicht mir die Zeit heute dennoch nicht mehr. Dazu dann später mehr.

      Sorry für die etwas leidige Bildqualität. Meine KAmera hat den Geist aufgegeben und bis Ersatz da ist, muss ich mit der Kamera meiner Tochter vorlieb nehmen. Die ist zwar gut, aber im Makrobereich hat sie ein Manko. (die Kamera, nicht meine Tochter happy1 )

      Schönen Abend und freundliche Grüsse
      Peter
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    • Joho...es geht nach oben daumen1

      Mit der Kanonentakelung..schade ist's schon, aber wenn es dir nicht gefällt, ist abreißen immernoch die bessere Option.
      Die Blöcke der Rückholer waren aber einfach übergroß, da hast du recht und sie wirkten etwas "ran gefrumst".
      Vielleicht versuchst du irgendwann doch mal noch die Drahvariante, da kann man deutlich kleinere Sachen machen.

      Viele Grüße und viel Spaß in den luftigen Höhen!
      Ludwig
    • Peter_H wrote:

      Das Masttop wird mit vier "Manschetten" und je Seite zwei "Längsleisten" ergänzt, deren Namen und Bedeutung auch nirgends gefunden habe. (zumindest nicht auf die Schnelle)
      Die Untermasten einschließlich des Masttops waren gebaut, d.h., da wurde nicht irgendein Baum gefällt, von der Rinde befreit, glatt geschliffen und dann ins Schiff gesteckt. Die Topbänder (oder auch Treibbänder) hatten daher die gleiche Funktion wie die Wuhlings am Untermast. Die waagerechten Latten am Masttop waren zumeist aus Buchen- oder Eichenholz. Sie verhinderten nicht nur das scharfe Knicken der Wantaugen, sondern ermöglichten auch eine Belüftung des dort aufgelegten Tauwerks und schützten es so vor Fäulnis.

      Ich staune, dass Shipyard bei diesem Modell und diesem Maßstab diese Teile vorgesehen hat. Toll! daumen1

      Ach ja, das noch: Deine Entscheidung wegen der Geschütztakelung kann ich durchaus nachvollziehen. Es muss in erster Linie dir gefallen, und wenn es das nicht macht, dann weg damit. Ich hab das bei meiner 1:96-Papegojan genauso gemacht, nur die Brooktaue angebracht. Ich weiß nicht, ob ich es heute anders machen würde, aber schaue ich meine Papegojan an, bin ich nach wie vor zufrieden mit dem, was ich da sehe. happy 2

      Im Bau: HMS Mercury
      Für eure Schnippel- und Klebepausen: www.karton-im-wind.de welcome1
    • Danke Ludwig, wir werden sehen!

      Vielen Dank Bonden für Deine Erläuterungen! Dir und Hagen auch vielen Dank für den Daumen!

      Der Schnaumast wird im oberen Bereich zweimal durchbohrt umd "Bolzen" als Abstandhalter oben und unten an der Saling einzuführen. natürlich sollte man den oberen Bolzen erst nach dem Platzieren des Schnaumastes an seinem Ort in der Saling einkleben...

      Theoretisch wird vermutlich der Schnaumast auch "ins Deck eingepflanzt", also in ein Lock im Deck gesteckt. Denn im Mastfuss-Bereich wird mit einer Manschette der Abstand zum Grossmast gehalten. Das Modell sieht vor den Grossmast einzustecken und den Schnaumast stumpf auf das Deck zu kleben. Ich klebe die Manschette vor dem Setzen des Mastes an und versteife sie mit Sekundenkleber um den Abstand zu halten. Nun wird das Mastpaar mit Zweikomponentenkleber ein-, bzw. aufgeklebt. Die Führung im Spantengerüst richtet den Mast automatisch aus.



      Der Fockmast wird analog dem Grossmast mit Top, Backen, Schalung und Wulling versehen. Auch hier bringe ich die Saling schon mal an.
      Die BA ist an dieser Stelle etwas einfach gehalten. Sie zeigt das alles beim Grossmast sehr detailliert, beim Fockmast, wo es einige kleine aber entscheidende Differenzen gibt, muss man diese auf anderen Detailskizzen zusammen suchen.

      Letztendlich wird aber auch der Fockmast gesetzt und so langsam beginnt das Wölfchen an wie ein Segelschiff auszusehen freu1





      So viel für heute!
      Freundliche Grüsse
      Peter

      P.S. erst beim Betrachten dieser Bilder habe ich gesehen, dass die Saling des Fockmastes irgendwie nicht mit derjenigen des Grossmastes übereinstimmt. Muss das heute Abend mal am Objekt kontrollieren... kratz1
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    • Ich danke Euch allen herzlich für die vielen Likes!

      Hallo Frende

      Den Fockmast, und sein Top habe ich noch nach richten können...

      Der Bugspriet war als nächstes dran.
      Hier entscheide ich mich einmal mehr, nach der BA und nicht nach eventuell historisch korrekteren Vorlagen vor zu gehen, im Unwissen, ob meine historischen Quellen auch auf eine Schnau wie die WOLF zutreffen. Die Rede ist von den Stagkragen für Wasser- und Bugstag, bzw. Fockstag und Fockborgstag.
      Lt. BA werden die Herzkauschen für die erste Wasser-, sowie der beiden Bugstagen im Stagkragen der Fockborgstag mit einer Kasche direkt eingebunden. Ebenso die Herzkausche des zweiten Wasserstages mit der Borgstag.



      Schrage zeigt uns, dass zumindest bei Vollschiffen jede Herzkausche mit einem eigenen Stagkragen am Bugspriet befestigt wird.

      Der Bugspriet wird auch vor dem Einsetzen mit der Violine, Rollen für Vorstengenstage, Klüverbaumsattel, Zurrinklampen und Belegklampen (diese habe ich vergessen und musste sie nach dem Setzten ankleben, eine Herkules--Aufgabe...)



      Zu guter Letzt wird der Bugspriet verzurrt.
      Das Sprietzurring wird im Schrage sehr gut gezeigt und es fällt recht leicht.
      Die abschliessenden Windungen werden nach Schrage von oben nach unten, lt. Mondfeld von unten nach oben gewickelt. Daher gehe ich davon aus, dass beides möglich war und halte mich an den Schrage. Ein weiteres Detail, das ohnehin niemandem auffallen würde, wäre es falsch happy1 (die auf dem zweiten Detailfoto des Zurrings z sehende Klampe, die zu weit nach hinten versetzt ist, werde ich natürlich noch korriegieren.



      Eine weitere Etappe zum optischen Segelschiff ist getan.



      Anzumerken ist hier, dass ich die Baureihenfolge der BA verlassen habe. Wenn es danach ginge, würde erst der Grossmast komplett, inkl. Stenge und Bramstenge montiert, dann dasselbe mit dem Fockmast und zum Schluss Bugspriet mit Klüverbaum.

      Ich werde erst jeweils die Untermasten mit dem stehenden Gut, exkl. Webleinen takeln, dann folgen die Stengen samt Takelung und erst zum Schluss die Bramstengen und Klüverbaum. Zu gross erscheint mir das Risiko, einerseits, sich zu viel zu verbauen, anderseits, die filligranen Mastspitzen immer wieder weg zu reissen beim handling mit dem Modell.

      Und wenn ihr jetzt bewundernd meine vielen Fachausdrücke lest, so lasst Euch sagen, dass beim Schreiben des BB neben mir drei Fachbücher liegen... tanz 2

      So viel für Heute, wünsche allen einen guten Wochenstart!
      Feundliche Grüsse
      Peter
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    • @petcarli und @Bonden: ... augenbraue1

      Hallo Freunde

      Die ersten Strippen sind gezogen und es macht schon unglaublich Spass!
      Für die Wasser- und Bugstage wird jeweils an den oberen Enden eine Herzkausche eingebunden. Ich nehme 0,4mm-Garn, was sowohl der BA wie auch der nach Schrage errechneten Stärke entspricht.



      Die Wasserstage werden am Galionsknie durch jeweils ein Loch geführt und gebunden. Am Bugspriet werden sie mittels Talje verzurrt. Diese binde ich mit 0,1mm Morope. Das Garn ist der Hammer und jeder Cent lohnt sich einfach. Es sieht meiner Meinung nach toll aus und lässt sich hervorragend verarbeiten.



      Die beiden Bugstage werden am Rumpf jeweils mit einem eingebundenen Haken an einem Augbolzen eingehängt und am Bugspriet wiederum mittels Talje festgezurrt.





      Irgendwie scheint mir meine neue (alte) Kamera unbarmherziger wie die letzte. Immer finde ich in den Bildern Ungenauigkeiten... Die vordere Talje muss noch etwas nachgezogen werden, das ist aber noch möglich und wird nachgeholt, versprochen!



      Und damit bin ich schon mitten in der Takelung. Als nächstes stehen die Wanten an. Das kann jetzt aber etwas dauern, da wir ein ausgefülltes Wochenende vor uns haben!

      Bis demnächst in diesem Theater!

      Freundliche Grüsse
      Peter
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    • Servus Peter,

      deine Idee, die Blöcke aus Fimo herzustellen, ist genial und ist bereits in meiner "Kartonkleberwissen"-Datei verewigt! daumen1

      Auch deine Entscheidung, die Stücke nicht voll zu takeln, finde ich goldrichtig. Oft wirkt eine Volltakelung gerade bei kleineren Maßstäben überladen, weil die Maße von Blöcken und Taustärken einfach nicht passen. Die reduzierten Stücke sehen jedenfalls sehr gut aus!
      Es gehört viel Disziplin dazu, etwas wegzulassen, obwohl man es gerne bauen würde. beifall 1
      Ich kann davon ein Lied singen!

      Dass dir das Strippenziehen Freude macht, sieht man an den Masten und Wasserstagen! klasse1
      Herzliche Grüße / Best regards,
      Andreas

      Optimismus ist die Kunst, mit dem Wind zu segeln, den andere machen.
      Alessandro Manzoni (1785 – 1873)

      Buddys Kartonuniversum
    • Herzlichen Dank Euch allen für die positiven Beiträge!
      Ja, bei Morope nimmt man zwar etwas Mehrarbeit in Kauf, aber das REsultat und nicht zuletzt die angenehme Verarbeitung entschädigen das bei weitem!

      So, morgen habe ich dann endlich meine Schiedsrichter-Prüfung und danach hoffe ich wieder Zeit und Musse zu finden, zu basteln!
      Damit hoffe ich, hier demnächst den Staub wieder wegzupusten und frisch voran zu schreiten. (Es sei denn, ich bestehe die Prüfung nicht und muss zu einer Nachprüfung antraben...)

      Allen ein schönes Wochenende und bis demnächst
      Peter
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    • Hallo Freunde

      Erstmal, yess, ich habe die Prüfung beim ersten Anlauf bestanden. Der Grund, dass es nun doch länger dauerte, bis hier mal ordentlich Staub gewischt wird, liegt eher bei der grossen Hitze, danach bei anderen aktuellen Prioritäten, dann bei akuter Bastelunlust, etc.
      Aber so langsam komme ich wieder in die Gänge.
      Und so geht es weiter:
      Die Jungfern "wickle" ich mit feinem Blumendraht ein, verdrehe den Draht einmal und ziehe ihn parallel. Die Enden werden nun durch die Rüsten gesteckt und in der korrekten Richtung am Rumpf fixiert. Nun fülle ich die "Fuge" zwischen den beiden Drähten mit Weissleim und lasse diesen trocknen. Danach wird das ganze schwarz gepönt. So sehen nun meine Rüsteisen aus. Noch nicht perfekt, aber doch etwas realitätsnaher als die im Bogen vorgesehenen Papierstreifen, finde ich zumindest.





      Die Wanten werden aus 0,6mm Morope gefertigt. Nein, ich arbeite nicht mit links und rechts geschlagenem Tau und nochmals Nein, ich kleede die ersten Wanten auch nicht, auch sonst habe ich bei diesem Modell nicht vorgesehen, Taue zu kleeden. Will mich erstmal auf die Grundtechniken der Takellage konzentrieren. Solche Details können dann bei späteren Modelle immer noch dazu kommen.

      Und nun wird die erste Wantjungfer eingeknüpft. Ich versuche dieses so korrekt wie möglich zu machen, also das erste Zurring vertikal, das Wantenende nach achtern und das Tau korrekt überkreuzt, was mir prompt bei der ersten Jungfer nicht gelingt, das heisst, ich habe das Ende zum Bug hin laufen lassen und die Wante so eingeknüpft. Das anschliessende Drehen der Wante, damit das Ende achtern zu stehen kommt, hat dann eben zur Folge, dass die Kreuzung falsch herum ist. Finde ich aber das kleiner Übel, das dies wohl niemand sehen wird.
      Natürlich ist die Talje nooch locker, da sie erst wenn alle Wanten sitzen gespannt und festgebunden werden.



      Mit der ersten Talje ist dann dieser Arbeitsschwung zu Ende. Allerdings werde ich die Talje nochmals neu machen, da mir erst auf den Fotos aufgefallen ist, wie extrem das Mantua-Garn, das ich für die Talje verwendet habe fusselt. Also wohl auch hier Morope...

      Wünsche allen eine schöne Woche und bis demnächst!
      Freundliche Grüsse
      Peter
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    • Moin Peter,

      zunächst mal herzlichen Glückwunsch zum bestandenen Schiedsrichter. M.E. ein aufregender und nicht ganz ungefährlicher Job!

      Deine Püttingeisen wissen zu überzeugen, sehr gute Idee und Arbeit! cool1
      Einen ganz kleinen Tipp hätte ich noch:
      Die Löcher der Jungfern kann man mit einer feinen Spitzfräse in Zugrichtung der Taljereeps einkerben.
      Dadurch vermeidet man das "Einkurven" des Taljereeps beim Durchlauf durch die kantigen Bohrungen und eine sehr natürliche Optik.

      lg.
      Tommi
      ....und ab dafür! rollen1
      Vergammelte Werke
    • Hallo Peter,

      schön wieder von Dir etwas zu lesen!

      Von der Art, wie Du die Püttingeisen hergestellt hast, bin ich begeistert und muss mich mal mit dieser Weise beschäftigen. Wie aber hast Du sie unten angebracht? Ich vermute, Du hast sie geklebt. Bei nächsten Modell versuche es mal mit sehr dünnen Nägelchen mit kleinem Kopf. Wird dann evtl. noch besser.
      Dass Du bisher auf das Kleeden verzichtest, kann ich verstehen. Man kann bei weiteren Modellen immer noch ein wenig Neues probieren.

      Übrigens: Vielen Dank für Deine Geburtstagswünsche. Deinen Bogen habe ich gut zu Uwe (Schnecke) geschickt!

      Viele Grüße
      Fritz
    • New

      Hallo Leute

      Erstmal vielen Dank für die zahlreichen Likes!
      @Gnost: Ja, dieses Wort gibt es, zumindest hier happy 2 Und, nein,es war nicht allfälliges Feiern, was mich vom Basteln abhielt.
      @Klueni: Danke Dir! Ja, die Aufgabe ist wirklich sehr interessant. Nach einem Praxiskurs in zwei Wochen geht dann weitere zwei Wochen später die Saison los, dann gilt es ernst.

      Klueni wrote:

      und nicht ganz ungefährlicher Job!
      Ich bin ja nicht Fussball-Schiedsrichter, sondern Unihockey (Floorball), der wohl friedlichste Mannschaftssport überhaupt! Also nichts mit gefährlich. Höchstens die Verletzungsgefahr von eingerosteten Gelenken happy1
      Danke für den Tipp, ich habe ihn beherzigt. Mehr dazu weiter unten.
      @Classic: Danke auch Dir! Bei Deiner Kogge bin ich auch gerne dabei, allerdings eher als stiller Begleiter happy 2
      @Bonden: siehe weiter unten... happy 2

      So, ein bisschen bin ich weiter gekommen. Die Hitze der letzten Wochen und die Schlferien der Kinder haben mich etwas in Verzug kommen lassen. Beides ist nun vorbei und der Alltag hält wiederEinzug. Zeit also wieder zum Basteln...oder eben im Retour-Gang...

      Nachdem ich nämlich das zweite Wantenpaar geknüpft hatte, musste ich feststellen, dass diese zu kurz geraten waren, ich hatte mich offensichtlich zu sehr auf das RICHTIGE einbinden konzentriert, um gewissen scharfäugigien Kollegen... frech 6 gerecht z werden.
      Ja, ich bin ihm gerecht geworden, indem ich alles wieder runter gerissen habe (spätestens jetzt weiss jeder, wen ich meine happy1 )

      Mittlerweile bin ich nun so weit, dass ich den Fockmast als fertig "verwantet" melden kann. Und alle Taue sind richtig herum eingebunden!
      Beim erneuten einbinden der Jungfern habe ich auch Klueni's Tipp beherzigt und die Löcher der Jungfern in richtugn der Taljen leicht angefräst.

      Ich weiss schon, warum ich Gewisse Schiffstypen nicht mag, Serienarbeit liegt mich einfach nicht. Aber es stehen mir noch fünf weitere Wantenpaae am Grossmast bevor. Wird also wieder etwas dauern engel1



      Bis dahin schönen Abend und
      beste Grüsse
      Peter
      Meine grösste Angst: Dass ich irgendwann erwachsen werde... happy 2

      Aus Leidenschaft: pierresuisse.ch
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      Meine versemmelten Werke
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      Hallo Peter,

      ich glaube man kann das eh schon unverblümt sagen. Eine fertige, gut aussehende Arbeit abreißen, um sie dann durch eine noch bessere zu ersetzen heißt im lokalen Fachjargon "einen Bonden machen" les 3

      Und du hast einen schönen Bonden gemacht! Ich freue mich, dass es weiter geht und ja, die Takelage hat viele wiederholende Elemente.
      Viele Grüße
      Ludwig
    • New

      Ahoi @Peter_H

      na siehste, geht doch mit dem Abreißen! grins 2 Aber ganz ohne Scherz: Glaub mir, das war die beste Entscheidung. Wenn man einmal einen Mangel entdeckt hat, den man mit nur wenig Aufwand abstellen kann und es dann doch nicht macht, ärgert man sich später immer und immer wieder beim Betrachten des Modells. Und es sieht jetzt auch besser aus, und das Auskeepen der Jungfern ist nie verkehrt. daumen1
      Und wenn es dich in Anbetracht der noch vor dir stehenden "Wanterei" tröstet: Es gibt größere Schiffe mit viiiieeeeeel mehr Wanten! Zähl mal die bei der Victory. zwinker2 frech 1

      Gutes Gelingen weiterhin wünscht

      Bonden

      P.S.: Nun habe ich mir hier hart und engagiert einen gewissen Ruf erarbeitet - ich trau mich ja gar nicht, meine neuesten Fortschritte an der Mercury zu zeigen: Seit Wochen kein Abriss mehr... happy1

      Im Bau: HMS Mercury
      Für eure Schnippel- und Klebepausen: www.karton-im-wind.de welcome1