HMS Wolf, 1:96, Shipyard

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      Die Anzahl der Beiboote und auch ihre Größe waren für jeden Schiffstyp vorgeschrieben. Das kleine Büchlein The Boats of Men of War von May ist eine gute Quelle. Ich kann erst am Sonntag nachschauen, welche Boote passend sind.
      Ich vermute, dass die Sloop max. 2 Boote hatte. Die Anzahl wurde erst ab Mitte der 70er Jahre des Jahrhunderts erhöht.
      tschö1 Christian

      in der Werft: Papegojan Shipyard im Maßstab 1/72, Knarr nach Skuldelev I im Maßstab 1/72

      "Behandle jedes Bauteil, als ob es ein eigenes Modell ist; auf diese Weise wirst Du mehr Modelle an einem Tag als andere in ihrem Leben fertig stellen."
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      Peter_H schrieb:

      Im Zuge meiner Recherchen und der Frage, wie ich denn die WOLF bauen soll (Diorama, unter Segel, im Gefecht, am Kai, etc.) tauchte plötzlich die Frage nach dem/den Beiboot/en auf. Im Bogen ist kein solches vorgesehen
      Moin Peter!

      Die Frage ist auch für mich interessant, daher habe ich einen Blick in die Bücher geworfen.

      Hier das was ich gefunden habe,

      Sloop of War:
      Keine Angaben zu den Beibooten.

      The Boats of Men of War:
      Beispiel Sloop Swift (vermutlich ) von 1741
      Ein geklinkertes Boot von 21 ft (verrmutlich eine Yawl)
      Eine Pinnace? von 24 ft.

      Generell:
      Sloops mit 10 Geschützen ab 1761: je 1 16 ft Longboat und 24. ft Pinnace

      Building Plank on Frame Ship Models:
      Autor, Mc Carthy.
      Hier beschreibt der Author den Bau seines Modells der Sloop Cruiser 1752, ein Schwesterschiff der Wolf, welches wie diese zeitweise ebenfalls eine Snow Takelage hatte.
      Der Autor hat sich für ein 16 ft Longboat (krawel beplankt) entschieden welches zwischen 2 Gallows (Galgen), in Chocks (fest montierte Keile) gelagert auf dem Deck stand.
      Das zweite Boot - ein geklinkerter 24 ft Cutter- wurde auf den Gallows (zusammen mit den Ersatzspieren) gelagert.

      Wie das an seinem Modell ausschaut findet man auf dem Titelbild des Buches im Internet.

      Und bevor ich es vergesse, bei der Gelegenheit möchte ich Dir gleich mein Kompliment für die geleistete Arbeit am Modell aussprechen.

      Grüße

      Joerg
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      Hallo Bonden, Ludwig, Christian und Joerg

      Herzlichen Dank für Euer engagiertes Mitdenken!
      @Bonden: Du kennst mich, die Vic habe ich nicht happy 2
      @Gnost: Da habe ich mal wieder viel zu weit nach Vorbildern gesucht happy1
      @AnobiumPunctatum: Vielen Dank! Ja, das wäre doch interessant, wenn's Dir nicht zu viel Mühe macht augenbraue1
      @Chapman: Das klingt sehr interessant, vielen Dank für die ausführliche Antwort! Ich werde wohl, falls Christian nichts grundlegend anderes heraus findet, auf dieser Basis weiter suchen. Das Buch-Cover ist leider im Netz nur relativ klein zu sehen und die Lagerung der Beiboote dort nicht sehr gut zu erkennen. Aber da werde ich sicher noch fündig!

      Zumindest habe ich wieder Recherche-Futter für die nächste Zeit!

      Den Mondfeld habe ich z.Z. nicht zur Hand, werde aber dort auch mal nachsehen, ob ich aufschlussreiche Informationen finde.

      Freundliche Grüsse
      Peter
      Das Leben ist ein Geben und Nehmen - Mal übernimmt man sich. Mal übergibt man sich.

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      Meine versemmelten Werke
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      Moin Peter,

      bei Mondfeld findest Du keine Antwort auf die spezielle Fragestellung.

      Meine Recherchen ergaben, dass die "kleinen" Boote (die von Jörg erwähnten) meist geklinkert waren, was zumindest die Richtung des Baus vorgibt ("Ship Of The Line" von Lavery).
      Weiterhin hab ich mich auf die Suche nach Bildbeispielen gemacht, denn es geht ja nicht nur um das Boot sondern auch um dessen Stauung.

      Hier die Brig-Sloop "Swallow" von 1779:






      Und hier eine Sloop um 1745:






      Ich würde aus den beiden Modellen schließen, dass sich die Art der Bootslagerung wie auch die ungefähre Größe der zugeteilten Boote durch die Jahrzehnte nicht groß geändert haben dürfte.
      Beachte auch die längsseits des Boots gestauten Reservespieren (bei der Ship-Sloop erkennt man eindeutig eine Stenge). Das belebt das Modell ungemein...

      LG Alex
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      Alex schrieb:

      Beachte auch die längsseits des Boots gestauten Reservespieren (bei der Ship-Sloop erkennt man eindeutig eine Stenge).
      In dem Zusammenhang dann von mir auch an dieser Stelle der Hinweis, dass dort auch die Riemen gestaut werden. Wenn Du dein Schiff unter (leicht geblähten) Segeln darstellen willst, wäre es echt albern, die Wolf zusätzlich noch mit ausgefahrenen Riemen zu zeigen - diese dienten nahezu ausschließlich bei Flaute zum Manövrieren und in gewisser Hinsicht zum Vorwärtskommen.

      Im Bau: HMS Mercury
      Für eure Schnippel- und Klebepausen: www.karton-im-wind.de welcome1 (Jetzt neu: Reisebericht vom Frühjahrssegeln 2018.)
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      Herzlichen Dank Euch allen!

      Tja, meine lieben, das war eine sehr interessante und lehrreiche Diskussion. Zwecks der Lager/Klampen, oder was auch immer, habe ich mir das Modell und den Bogen mal genauer angeschaut. Und was fällt mir da ins Auge?
      Ein Beiboot...... happy1 happy1 happy1
      Also, erst einmal streue ich mir einmal mehr einen riesen Eimer Asche auf mein Haupt (nun ist klar, warum ich mit 49 schon fast weisse Haare habe... verlegen2 ) und entschuldige mich beim Verlag für die falsche Behauptung, es gäbe kein Beiboot.

      Nun, weder auf dem Cover noch auf sonst irgendwelchen Abbildungen des fertigen Modelles ist irgendwo ein Beiboot zu sehen.
      Auch sind im LC-Satz keinerlei Teile (Spanten, etc.) dafür vorhanden.
      Einzig im Bogen sind die Teile für ein, so vermute ich, 24-ft-Cutter vorhanden. Die BA geht auf einer Seite am Rande auch auf den Bau ein.
      Gelagert wird das Boot auf verhältnismässig hohen Quer-Lager zwischen Gross- und Besanmast, zusammen mit den dazu gehörenden Riemen.



      Somit wäre diese Frage beantwortet und mein Problem erstmal gelöst.
      Nochmals bitte ich auch bei Euch allen um Entschuldigung und bedanke mich für die dennoch lehrreiche Lektion!

      Freundliche Grüsse
      Peter
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