MV APOLLO, PaperShipwright, 1:250

    • MV APOLLO, PaperShipwright, 1:250

      Moin alle!
      Mein nächster Kandidat ist eine weitere Leckerlichkeit aus David Hathaways – Vertrieb (wenn auch nicht ganz aus seiner Feder), und mal „was Großes“ – also für meine Verhältnisse jedenfalls schwindelerregend: die APOLLO.
      Das Vorbild dürfte einer der buntesten Hunde der aktuellen Seefahrt sein: 1970 als eine von 9 Ro-Ro-Schwestern bei der Meyer-Werft in Papenburg vom Stapel gelaufen, stand sie scheinbar ohne große Havarien, Desaster oder sonstige Kalamitäten (wirtschaftliche Nöte der Eigentümer mal außen vor gelassen) unter den Namen APOLLO, OLAU KENT, GELTING NORD, BENODET, CORBIERE, LINDA I (der Name fehlt bei Marine traffic) und seit 1995 wieder als APOLLO nacheinander bei Viking Line, Olau Line, Nordisk Fargefan, Channel Island Ferries, British Channel Island Ferries, Truckline, Eckero Line, Estonian New Line, Tallink, Eestin Linjat und seit 2000 bei Labrador Marine Inc. in Dienst, wo sie in Kanada 2 x täglich die Route St. Barbe (Neufundland) – Blanc-Sablon (Labrador) bedient. Eine sehr gute zeitliche Zusammenstellung dazu findet Ihr auf der Seite channelislandsshipping.je
      Leider könnte es aber nun doch sein, dass sich ihre Zeit langsam dem Ende zuneigt. Im Herbst 2017 ist der Vertrag mit der Provinzregierung über die Fährverbindung „noch einmal“ für 1 Jahr bis September 2018 verlängert worden, und in einem Interviews spricht Steve Crocker, der zuständige Minister für die APOLLO von „mindestens“ 1 Jahr; ich wünsche ihr sehr, dass sie noch ihre 50 Jahre schafft. In mehreren Berichten aus den letzten Jahren steht aber, dass sie immer wieder über mehrere Tage wegen schweren Eisgangs und Schneestürmen eingefroren war, und dort wurde ebenfalls eher weniger als mehr dezent darauf hingewiesen, dass sich ihre 47 Dienstjahre nun doch bemerkbar machen und ein neueres Schiff gefordert. Andererseits sind sich alle einig, dass sie für ihr Alter gut in Schuss ist, und die Provinzregierung, die über eine „feste“ Verbindung, einen Eisenbahntunnel unter dem St.-Lorenz-Golf nachdenkt, wird viel mit dem Begriff „untätig“ in Verbindung gebracht. Aufnahmen aus diesem Winter von einem Drohnenflug zeigen aber, dass nach 17 Jahren die Beschriftung „Woodward Group“ nun nicht mehr auf dem Rumpf steht – ob das rein optische Gründe hat, oder „zu verkaufen“ bedeutet, habe ich noch nicht herausbekommen, eine Mail an die Reederei blieb bisher unbeantwortet.
      Das Modell finde ich nicht weniger interessant als das Original. 1991 entstand der Bogen aus der Feder von Nils-Peter Jaeckel, der auch ihre Geschichte bis zu diesem Jahr niedergeschrieben hat, aber leider 2013 verstorben ist, ohne den Bogen zu veröffentlichen. Erklärtermaßen wurden hier die Erfahrungen aus dem Umgang mit WHV-Bögen berücksichtigt, und der Bogen weist große Ähnlichkeiten mit deren typischer Gestaltung auf – als WHV-Modell , wage ich mal die Prognose, wäre sie ein Renner geworden. Nach dem Tod des Autors haben Klaus Hildebrand und David Hathaway das Projekt fertiggestellt und David führt sie seit 2015 in seinem Shop, und zwar sowohl als bezahlter Download, als auch als gedrucktes Modell. Komischerweise hat sie bislang nicht viel Beachtung gefunden, ich kenne jedenfalls keine Vorstellung des Bogens (alles muss man selber machen…) und nur 1 Baubericht von Papa la Papp, der sehr lesenswert ist.
      Aus naheliegenden Gründen habe ich mich für die Download-Version entschieden: Lasercuts. Zwar ist Davids Drucker um Längen besser als meiner, aber die Umsetzung seiner Zeichnungen in Schnittlinien geht nunmal deutlich schneller, wenn man sie nicht erst nachzeichnen muss, und da gibt es einiges umzusetzen. Für so ziemlich jede Umbenennung und jeden Charter gab es außerdem einen anderen Anstrich, für Labrador Marine Inc. alleine (als Teil der Woodward Group of companies, deren Logo sie trägt) habe ich 3 deutlich unterscheidbare Varianten gezählt, insgesamt 12, man kann sich also eine komplette, bunte Flotte anlegen und immer dasselbe Schiff bauen. Eine wahrscheinlich ziemlich komplette Zusammenfassung ihrer Outfits (die man sich über freie Quellen aber auch selbst zusammensuchen könnte) hier auf YouTube (allerdings habe ich ganz schnell den Ton ausgemacht). Ich will also einen Parallelbau machen, einmal Bauzustand 1970, wie von David umgesetzt (quas i out-of-box – naja, fast…), und von 2018, wie auf den Videos zu erkennen. Die Umbauten betreffen vor allem den Heckbereich und sollten mich nicht überfordern, zudem spare ich Zeit, weil Davits und Rettungsboote weg sind – vielleicht öffne ich dafür Bug- und/oder Heckklappe mit Einblick in das Fahrzeugdeck . Und es wird Lasercuts geben…

      "THIS is NOT normal!" (John Oliver, Last Week tonight)
    • Hallo Heiner

      Da sezte ich mich gleich dazu. Ein weiterer Parallelbaubericht - das schient ein Trend zu werden. Da könnte ich vielleicht als nächstes die HMS Mercury und die HMS Enterprize als Parallelbau machen? happy1 happy1 happy1

      Spannende Hintergrundgeschichten, vielen Dank! Das macht doch einen BB gleich um einiges interessanter!

      Freundliche Grüsse
      Peter
      Das Leben ist ein Geben und Nehmen - Mal übernimmt man sich. Mal übergibt man sich.

      Aus Leidenschaft: pierresuisse.ch
      Beruf und Hobby vereint: kamoga.ch
      Aus Freude: mein-modellbau.jimdo.com

      Meine versemmelten Werke
    • ähhm - ja, vielversprechend sollte es losgehen, statt dessen habe ich viel versprochen haue 1 - ´tschuldigung! "Parallelbau" ist vielleicht nicht ganz das richtige Wort, für die moderne Fassung muss ich noch einiges zusammensuchen (bei der Gelegenheit: hat jemand zufällig einen Decksplan? Vielleicht sogar vom Fahrzeugdeck??) und ich wollte jetzt nicht mehr soo lange warten, bis alles beisammen und gezeichnet ist - es KÖNNTE also passieren, dass ich (natürlich nur für eine kurze Übergangszeit!!! frech 4 frech 5 ) 2 angefangene Modelle bei mir liegen habe. Das hätte dann den Vorteil, dass sie so groß sind, dass ich sie vor die übrigen Baustellen stellen kann... zwinker2
      Mmacht es Euch also schon mal gemütlich.
      @ Peter: wie wäre es mit "Porto Stono" und "Rock Haven"? happy1
    • Hallo Heiner

      Heiner schrieb:

      wie wäre es mit "Porto Stono" und "Rock Haven"?
      Rock Haven, wäre in der Tat ein schöner Name um mal einen Hintergrund für die historischen Segler zu gestalten, wenn ich dann mal wo viele zusammen habe, dass sich eine Hafenanlage lohnt....Aber wie schon andernorts erwähnt, so in etwa 16 Jahren werde ich so langsam an die Rente denken und habe dann.....naja, vermutlich gar keine Zeit mehr happy1

      LG
      Peter
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    • Moin alle!
      Danke an alle Daumendrücker; offenbar hat die APOLLO doch ein paar mehr Fans, als ich erwartet hatte.
      @ Axel: danke auch für Deine Recherche; ich habe hier leider keinerlei Möglichkeit, in solche Zeitschriften zu sehen, dafür erwarte ich in den nächsten Wochen eine Büchlein über die Papenburg-Sisters, das Dirk mir empfohlen hat - ich hoffe, dass das meinen Bedarf für den zweiten Durchlauf abdeckt.Wobei ich auch zugeben muss, dass ich die Eleganz des Entwurfs durch eine gewisse "Pummeligkeit" getrübt sehe
      Womit ich deutlich weniger Arbeit haben werde, als befürchtet, da ich nicht kapiert hatte, das die Stringer komplett um das ganze Schiff laufen. Damit habe ich die Rumpfkontur an dieser Stelle schon fertig geliefert (was, genau genommen, auch die Funktion solcher Stringer ist und deshalb nicht mehr besonders erstaunlich) und könnte einen ersten Entwurf machen, aber wegen Hitze und ausgeschwitzter Baulust werde ich das erst in Angriff nehmen, wenn das Buch da ist.
      Nachbauern empfehle ich, mit den achteren Stringern auf der Steuerbordseite zu beginnen, damit Ihr die Markierungen auf dem Mittelspant nutzen könnt. Den Rumpf werde ich mir deutlich erleichtern, indem ich das Bugvisier abschneide und als ein durchgehendes Teil ausdrucke, das sich dann leichter wird formen lassen, was den Bug wesentlich erleichtern dürfte.

    • Moin Heiner,
      da bin ich gespannt wie Du den Apollorumpf hinbekommst. Im Nachbarforum habe ich beschrieben wie ich den Rumpf schon 2x mit Erfolg gebaut habe. Letztendlich bin ich zu dem Schluß gekommen, daß die Stringer eigentlich nicht nötig sind, der Knick im Rumpf gibt genug Stabilität. Habe aber mittlerweile auch den Eindruck, daß für einige Kartonbauer die Welt zusammen bricht wenn altgewohnte Arbeitsweisen verändert werden können.
      Viel Erfolg
      Gruß
      Ralph
    • Moin Ralph!
      Ja, gespannt bin ich auch! Und so schnell bricht die Welt bei mir auch nicht zusammen. Ich hatte Deinen Hinweis zu dem unnötigen Stringer gelesen, aber ich muss zugeben, dass ich nicht so richtig schlau daraus geworden bin, deswegen meine Rückfrage da nebenan in #7.
      Dazu kommt, dass ich in der geänderten Variante das Fahrzeugdeck einbauen will, was ja nun wie ein "gefüllter Stringer" ist, wenn man das so ausdrücken will, ich muss mich also ohnehin mit seiner Präsenz auseinandersetzen. Ich denke inzwischen, dass ich an den Bordwänden das Bugvisier abschneide und mir aus der Datei ein durchgehendes neues Teil mache, dann kann ich die Bordwände vor allem am Wasserpass am Rumpf befestigen und alles, was an Rundungen schwierig wird, an diesem Teil angleichen - wenns schief geht, ist nicht gleich der ganze Rumpf hin.
      Aber kannst Du mir sagen, was Teil 23/24 sein soll? Ich finde sie nicht. In der Bauanleitung (auf die ich gelegentlich doch noch Rücksicht nehme) steht, dass man sie am hinteren Ende der Bordwand anbringen soll, es könnten also die Knicklaschen zum Heckspiegel sein, die auch nicht nummeriert sind, aber so richtig passt das von der Beschreibung nicht...
    • Moin Heiner,
      leider kann ich Dir zu 23/24 nichts sagen, vmtl gibt es sie tatsächlich auch nicht, ich habe z.Zt. keinen Apollobogen vorliegen, auch bei der Earl Granville gibt es sie nicht. Vielleicht waren dies ursprünglich die beiden untersten Bb und Stb Deckseiten am Heck, die 11mm über dem Stringer liegen und nur bei der Earl . . anzubringen sind. Hier haben sie die Bezeichnung x1s. Der Heckspiegel heißt 25 . . ,also wäre das logisch. Zu diesem Schluß bin ich nach Axels Info gekommen. Ich muß beichten, daß ich Bauanleitungen nur im allerallergrößten Notfall lese.
      Bei der Gelegenheit noch der Tip: unbedingt im Bugbereich die konkaven Formen vorformen. Und zwar bis zur Schallgrenze was der Karton hergibt. Und wenn Du Zweifel hast, es paßt dort alles 1a, wirklich!!!!
      Will mal sehen ob ich von Jochen diese Woche noch den Original ApolloBogen aus seinem Archiv bekomme, wegen den "verschwundenen" Nummern.
      Gruß
      Ralph
    • Moin alle!
      Gestern haben die Drähte geglüht, und mein Rechner hechelt immer noch die Abwärme weg, deshalb heute keine Bilder von einem Baufortschritt.

      David hat sich gemeldet, die Teile 23 / 24 sind bei Nils-Peter Jaeckels Ursprungskonstruktion die unteren Bordwand-"Zipfel" gewesen, die am Heck vom Stringer bis zur Bodenplatte verlaufen stirn1 ; David hatte sie bei der Bearbeitung gleich an die Bordwände mit angesetzt und entschuldigte sich jetzt, dass er die Teilnummern nicht mehr aus der Bauanleitung gestrichen hat - das könnte vielleicht auch für andere Interessenten interessant sein.
      Außerdem habe ich von Labrador Marine eine Mail mit Photos und Unterlagen bekommen, mit denen ich jetzt wirklich gar keine Ausrede mehr habe, die blaue APOLLO nicht zu bauen - auch an dieser Stelle noch einmal vielen herzlichen Dank dafür, Wade! danke 2 Die Photos vom Bugvisier, die er mir für das Modell geschossen hat, hänge ich schon mal unten an.
      Das Büchlein über die Papenburg-Sisters, das ich im ursprünglich vorgesehenen Shop dann doch nicht mehr bekommen habe, konnte ich Dank eines Tips von Dirk dafür noch gestern in der Bucht schießen - mal sehen, wann es ankommt.
      Und ich werde es noch brauchen, da in absehbarer Zeit eine weitere Schwester auf den Markt kommt; David will auch die EARL GRANVILLE herausbringen, die Axel im Ausschnitt aus der Möwe oben schon gezeigt hat und Ralph gerade probebaut. Übrigens stehen auf dem alten APOLLO-Modell in der Möwe die Heckwinden falsch, die Backbord-Winde bedient die Steuerbord-Klüse und umgekehrt....
      Damit wird also doch den (eigentlich vorschnell) schon so angekündigten Parallelbau geben müssen, damit ich nicht plötzlich an 3 vergleichbaren Modellen sitze, und die blau-gelbe APOLLO von Eckerö würde sich dann ja eigentlich auch noch sehr gut in ein (dann) völlig buntes Regalbrett einpassen... frech 4 frech 5
      Da es die nötigen Teile für all das allerdings längst noch nicht alle gibt, werden meine Baufortschritte in den nächsten Tagen aber sehr überschaubar sein, und wahrscheinlich nicht einmal auf dieser Baustelle (da waren noch so viele andere...). Und da wir das Wochenende auch schon familiär komplett verplant haben, verabschiede ich mich hier schon mal bis nächste Woche.
      @ Ralph: Danke für die Tips (werde ich beherzigen!), und Danke für Deine Bereitschaft, bei den Teilenummern zu forschen, auch wenn sich das jetzt erledigt hat!
      @ Kurt: Es gibt viel zu tun mit diesem Modell, und es wird immer mehr! Fang besser bald an zwinker2
      Bis die Tage
      Heiner







    • Moin, alle!

      Die Pause fiel etwas länger aus, als geplant, dafür habe ich aber die Zeit sinnvoll zugebracht. Am Mittwoch kam das Heft „The Papenburg-Sisters“ an, und wer sich dafür interessiert, was er da im Stapel liegen hat, bekommt extrem viel Information für schmales Geld und einige interessante Detailphotos und Zeichnungen, gerade, was auch die übrigen Schwestern betrifft. So wäre etwa eine der mexikanischen Schwestern auch noch einen Bau wert, die hatten so einen niedlichen kleinen Sonnenpavillon auf dem Oberdeck.

      Inzwischen nimmt das Fahrzeugdeck der APOLLO weiter Gestalt an. Ich habe den Plan der Reederei in die zusammengesetzten Stringer des Ursprungsmodels eingepasst und danach die Ausschnitte in den Spanten gewählt, das ist ziemlich knapp geworden. Jeder einzelne Spant ist vor der Montage an den Außenseiten mit Sekundenkleber eingelassen worden, so dass mir bisher noch nichts weggeknickt ist, trotzdem wanken die Spanten derzeit natürlich wie Gräser im Wind. Ich habe ziemlich genaue Vorstellungen zum Fahrzeugdeck, den Aufbauten dort und den Seitenwänden des Fahrzeugdecks, weiß aber noch nicht endgültig, wie ich die Decke einbringe; gut möglich, dass ich dort gezielt schummele…
      Nächste Station: das noch einzufärbende Fahrzeugdeck und sein Mittelaufbau (der gar nicht in der Mitte sitzt, sondern auf der Steuerbordseite des Fahrzeugdecks) und die Bugtore, die in den ursprünglichen Plänen nicht auftauchen, aber im Netz als ESTONIA-Tore bezeichnet werden, was wohl wieder dazu geführt hat, dass sie in einem der Reiseberichte im Netz plötzlich zum Schwesterschiff der ESTONIA wurde.



    • Moin Heiner,
      nu sieht man erst was Du Dir vorgenommen hast. "Ohaueha" pflegt man hier im hohen Norden dazu zu sagen. Noch sieht das ziemlich wabbelig aus, aber wenn Du Conys Bauweise übernimmst, bekommt das Schiffchen Stabilität ( ich weiß wovon ich schreibe, hinter meiner Kontrollbau-Earl-Granville liegt noch die halbfertige Dronning Margrethe von Cony).
      Weiter viel Erfolg, ich bin gespannt auf das Ergebnis
      Gruß
      Ralph
    • Moin alle!
      @ Cony: ja, dass das im Prinzip so funktioniert, habe ich mir bei Dir abgeschaut - zum Glück muss man nicht alle guten Ideen selber haben... Obwohl wir fairerweise vielleicht auch nicht ganz unerwähnt lassen sollten, dass die "mechanische Unzerstörbarkeit" Deiner Modelle auch mit Deinem großzügigen Einsatz mehrerer verleimter Lagen von 1mm Graupappe zu tun haben könnte augenbraue1
      @ Ralph: Jau, ohauehaueha, ich bin gerade auf einen kollossalen Patzer gestoßen: der Raum für die Fahrzeugdecks ist viel zu niedrig! brüll1
      Auf Bild 8 sieht man es noch gerade am Rande: Spant 18 ist das Bugende; dort reicht die Rumpföffnung bis knapp unter das Backdeck, ähnlich wie auf den Bildern vom Original - und wie in meinem Plan eingezeichnet. Bei Spant 17 direkt dahinter ist der Ausschnitt dann aber
      leider mindestens 3 bis 4 mm flacher ausgefallen, weil ich mich im Plan an der falschen Linie orientiert habe, und das zieht sich bei allen
      Spanten bis zum Heck hin durch; spätestens am Heckspiegel grinst mich dann die Oberkante von Spant 3 durch die Heckklappe an traurig1
      - geht gar nicht. Was tun? 14 Spanten freihand nachschneiden? Keine echte Option, bei mir kann das nur schiefgehen. Vielleicht in Spant 17
      (möglicherweise auch noch 16) und 3 passend die Öffnung erweitern und abwarten, wie weit man überhaupt in den Bauch hineinsehen kann; die letzte sichtbare Oberkante "ganz tief drinnen" könnte man dann ja schwarz pönen. lala1 Ist aber blöd, weil es eben nicht richtig ist (außerdem passt dann der Truck nicht rein, den ich noch machen wollte). Oder nochmal alles neu machen und diesmal hoffentlich richtig, weil es bisher ja ohnehin nur das Spantengerüst ist, da steckt jetzt noch nicht so viel Liebe drin, als wenn der Rumpf schon richtig zu wäre, aber ich habe zumindest schon den ganzen letzten Abend nur damit verbracht, das fertiggestellte Fahrzeugdeck richtig einzusetzen, was ein echter
      K(r)ampf war - das auch alles nochmal? kotz1
    • Moin Peter! Nur zu, und wenn, dann jetzt - im Winter wird das mit dem Deckchair in Neufundland eine andere Nummer... winter 4
      Inzwischen habe ich überlegt. Die Flickschusterei wäre nur eine halbe Sache, also richtig machen - oder gar nicht. Dirk schlug vor, die Spanten abzuschneiden, auf die Seitenwände des Fahrzeugdecks zu vertrauen und dann mit die gekürzten Oberseiten wieder anzubringen. Darauf hätte ich eigentlich gleich von vornherein selbst verfallen sollen, weil ich damit nichtnur nicht alles wegschmeiße, sondern auch den Platz habe, nachher den Deckel über dem Fahrzeugdeck ohne Kompromisse richtig aufzusetzen (statt ihn - wie das Fahrzeugdeck - geviertelt irgendwo durchfädeln zu müssen). Zum Glück muss man nicht alle guten Ideen selber haben...
      Andererseits: die Teile sind ja jetzt schon alle gezeichnet, und die Korrektur ist schnell erledigt (ich sitze schon daran). Statt sie auszudrucken, könnte ich die Datei gleich an Peggys Schneidlaser geben, dann hätte ich LC-Spanten, und die dann auch gleich ein bisschen dicker...
    • Moin Cony, moin Heiner,
      bloß keine Graupappe! Das macht das Problem noch komplizierter, dann müsste noch mehr weggeschnitten werden. Die Angst einiger Kollegen vor dem Verziehen des Rumpfes scheint mir ein wenig sehr übertrieben. Übrigens: ("Fettnapfmodus EIN!") Ich klebe mittlerweile auch die Spanten und die Bordwände mit Kartonleim. Aber die Spanten werden nur im alleräußersten Notfall mit der Außenhaut verklebt.
      Seht Euch meine Rümpfe an. Nix zu meckern. Auch die Stöße werden mit Jabietznaht mit Kartonleim geklebt.
      Gruß aus dem Urlaubswetternorden
      Ralph
    • Moin alle!
      Langsam kommt die Lust am Modellbau zurück, das muss ich nutzen, bevor der nächste Hitzehammer fällt. Nachts 28 Grad im Schlafzimmer kommen mir inzwischen wie eine erfrischende Abkühlung vor, soweit musste ich erst kommen. Bisher ist mir jedes Mal, wenn ich mich an den Schreibtisch gesetzt habe, der Schweiß von der Nasenspitze auf den frischen Ausdruck getropft, da habe ich dann wieder eingepackt und es bleiben lassen...
      An die Laserspanten habe ich mehr Zeit verschwendet, als gedacht, inzwischen sind sie aber gezeichnet, jetzt muss ich sehen, wann ich sie ausprobieren kann - der Längsspant und das Fahrzeugdeck sind nämlich noch nicht fertig, und ich spüre wenig Lust auf meinen Computer.

    • Heute habe ich am Original-Modell die Bordwände angebracht - ganz großes Lob an David und an Nils-Peter, die Passgenauigkeit ist hervorragend. Was mir als erstes gefiel, ist, dass die Trennlinie zwischen den Bordwänden nicht auf dem Teil gedruckt wurde. Ich habe auf einer glatten Fliesentafel aus dem Baumarkt (perfekter Ersatz für eine Glasscheibe) auf der Innenseite der Markierungslinien geschnitten und bekomme so eine dermaßen glatte Kante, dass der Anschluss fast unsichtbar ist und selbst einer Makroaufnahme standhält.
      Die Bordwände möchten sorgfältig vorbereitet sein, dann gibt es überhaupt keine Probleme. Die Schwalbenschwänze an Bug und Heck habe ich als erstes mit einer Weißleimnaht zusammengeführt. Am Bug dabei darauf achten, dass dort der "Schwalbenschwanz" sehr ausgeprägt (fast um 90 Grad) nach außen gebogen, fast schon geknickt werden muss. Ich habe mich dafür am Wasserpass orientiert und denke vom Ergebnis her, dass es so wohl auch vorgesehen war.



    • Ich habe die Bordwände mittels zweier improvisierter Klebelaschen (sind auf der letzten Aufnahme eingezeichnet) am Heck plan mit der Bodenplatte verklebt und hatte so den perfekten Ansatz in Längsrichtung. Der Bordwandknick folgt 100 % genau dem Stringer im Spantengerüst, hier genügt ab und zu ein Klebepunkt in den Winkel, um die Bordwände absolut perfekt auszurichten; ich habe sie bisher noch nicht einmal mit der Bodenplatte verklebt, was allerdings noch passieren muss. Am Bugsteven sind die Bordwände dann bei mir vielleicht einen halben Millimeter länger gewesen als der Längsspant, hier ist also noch ein Hauch von Luft zum besseren Anpassen oder zum Angleichen, wer bei den Bordwänden zu großzügig gekürzt hat. Ich habe erst den Steven zusammengeklebt und trocknen lassen, bevor ich daran ging, die roten Bordwandteile darüber zum runden Bugvisier zu verkleben. Der Spalt, der sich hier öffnete, ist von mir selbst verursacht, weil ich nicht festgehalten habe, bis der Kleber wirklich angezogen hatte (Abendessen war fertig...), an sich lässt sich der Bug so glatt schließen wie die Bordwandhälften. Nochmal: ein ganz großes Kompliment an diese Konstruktion. Ich habe für die Optik eine Lasche eingefügt und alles rot gefärbt, aber ich bin mit dem Ergebnis erstmal zufrieden. Alternativ denke ich für den nächsten Bau ohnehin daran, das Bugvisier zu einem Teil zusammen zu fassen, dann treten die Linien nur da auf, wo sie in Natur sind.



    • Moin Heiner,
      ich hab nu auf der Terrasse Feierabend mit Rollenkleben gemacht. War nur noch 32grad!!!! das nur nebenbei.
      eigentlich wollte ich Dich nur loben - was ich hiermit tue. Dein Apollobug sieht 1a aus! jetzt noch sauber an der Wasserlinie verleimt - besser gehts nicht. bin gespannt wie es wird.
      Gruß
      Ralph
    • Moin alle!
      @ Ralph: ich verstehe Dich - wenn ich mich auf die Terrasse rolle, klebe ich auch... frech 2 frech 2 frech 2 Aber vielen Dank für Dein Lob!
      @ Hagen: klar ist hier noch Platz für Rüstungsträger, herzlich willkommen (Dosen sind ja so praktisch, wenn es ans Stapeln geht... zwinker2 )
      Als nächstes kommen die Decks in den Rumpf. Die hinteren Decks machen keine großen Probleme, auch die Fenster am Sonnendeck können (mit etwas Druck und nachdrücklichem Ziehen) immer noch sehr gut in Deckung zu einander gebracht werden - Passform perfekt, nur eben auch kein mm zu viel irgendwo.
      Am Bug war es mühsamer. Mein Tip (und mein Glück in diesem Fall): klebt die Bordwände erst spät an die Bodenplatte und das Backdeck nicht auf dem Spantengerüst auf, ich zumindest habe die Flexibilität dringend gebraucht, die der Rumpf dadurch hier noch hatte. Durch die Stecklaschen gibt es keine Probleme beim positionieren des Backdecks an Spant 14, aber die Schanzkleider standen beim Einlegen zum Bug hin ansteigend bis zu 2 mm über die Bordwand! Auch hier kann man die Verhältnisse "gerade" rücken; ich habe das Deck nicht am Spantengerüst festgeklebt, sondern nur die Schanzkleidfelder am Bug beginnend vollflächig Oberkante an Oberkante mit der Bordwand verklebt, was gerade zu Beginn eine ganz hübsche Zerrerei war und das Backdeck sich beunruhigend nach unten wölben ließ, aber einmal fertig gestellt liegt das Deck plan auf und alles sieht so gut aus, wie ich es beim ersten Mal hinbekomme. Wer die Rollenklüsen aussticht, stellt befriedigt fest, dass auch sie sich mit den Bordwandöffnungen decken - gut so.
      Was schade ist, ist, dass die langen Speigatts am Bug, die ich dort ausgeschnitten hatte, an den Schanzkleidern nicht darstellbar sind. Wer sie öffnen möchte, muss an diesen Stellen das Backdeck seitlich an der Bordwand zu fixieren und die gekürzten Schanzkleider darüber an den Bordwänden festkleben. Und (als Alibi-Gemecker): die Ankertaschen sind zu kurz geraten für die Bordwandöffnung.



    • Über dem Sonnendeck liegt das Bootsdeck. Das passende Deck 32 wird von hinten eingeschoben, bis die Stecklaschen in Spant 13 stecken - auch hier wieder passt einfach alles. Wer die Fenster aussticht, wird bemerken, das die Klebelaschen entlang der grünen Farbreserve abgeschnitten werden sollten, um nicht von oben "ins Bild" zu ragen. 2 Niedergänge führen vom Bootsdeck hinab zum Sonnendeck; da ich zu faul war, Ätzteile zu verarbeiten (entfetten, grundieren, trocknen und dann noch richtig bemalen) und Peggy heute auch nicht in der Firma war (zum lasern gezeichnet hatte ich auch noch nichts), habe ich die Stufen von Hand "angeschnitten" und hochgebogen - für diese nicht gerade prominente Stelle reicht das allemal, auch wenn da jetzt der Handlauf fehlt. Als nächstes kommt das Brückendeck, dann sind die Aufbauten auch schon bald wieder fertig.





    • Moin Kurt!

      Kurt schrieb:

      Leider hat man als Pensionär so wenig Zeit .
      Da gibt es Hoffnung: mein Vater ist jetzt 86, und sein Leben beruhigt sich doch allmählich - aber so weit muss man halt erst mal kommen augenbraue1 Bis dahin muss man wohl an seinen Prioritäten arbeiten. Der Bogen hier ist jedenfalls der perfekte Wiedereinstieg nach Frustmodellen und Hittzewellen, quasi therapeutisch...
    • Moin Heiner,
      Deine Reaktion auf Kurts Bemerkung scheinst Du nicht zu glauben ?!? ach1
      Hiermit möchte ich Kurt vollstens unterstützen. Weil Nichtpensionäre glauben, daß alte Leute sich langweilen, knallen sie einen mit " könntest Du nicht noch . . . dieses und jenes . . . machen". Z.B. letzte Woche habe ich einen Carport 5x6m abgebunden und aufgestellt, morgen darf ich die Dachrinne kaufen und anbringen. Und weil ich schon dabei bin, darf ich das Ganze noch eindecken -"ist doch schönes Wetter". und ab nächste Woche darf ich mich noch um einen Komplettanbau in Leichtbauweise kümmern. Und ich wollte mich doch um meine JSC Invincible kümmern!! wut1
      Das wollte ich nur sagen zwinker1
      Ralph
    • Moin alle!
      Das war wieder eine Woche, ich bin nicht mal mehr groß zum Stöbern hier Forum gekommen - Du Ralph aber offenbar auch nicht... zwinker2 Den Lebenswandel von Pensionären kenne ich seit jetzt bald 20 Jahren - doch, doch, ich glaube Euch, den Ruhestand muss man erst mal überstehen, bevor man kürzer treten darf - aber es gibt Hoffnung (siehe oben). Und von meinem Schwiegervater weiß ich, dass auch Jahre nach der goldenen Hochzeit noch Sätze, die mit "Du wolltest doch noch..." oder "Wir müssten mal..." beginnen, schlagartig für Zeitnot, Stress und schlechte Laune sorgen können. Befehl1
      Zur APOLLO. Inzwischen ist das Brückendeck aufgesetzt, das genau zwischen die Aufbauwände passt und oben bündig mit ihnen abschließt - wie gesagt, eine phantastisch passgenaue Konstruktion. Anschließend kamen die Aufbauwände der Brücke dran, deren Frontscheibe und die Schanzkleider der Brückennock, dann das Peildeck. In diesem Bereich fiel mir auf, dass einige Spanten auf dem Brückendeck zu breit angelegt waren und gekürzt werden mussten. Die Brücke könnte noch sehr gut mit einer Einrichtung versehen werden, was ich mir bei diesem Bau aber noch spare, ich habe einzig den Mittelspant an Spant 14 abgeschnitten, so dass man seitlich freien Durchblick hat. Der vordere (falsche) Schlot war als nächstes an der Reihe. Hier kann man auf Vorformen weitgehend verzichten; ich zumindest habe nur die beiden hinteren Ecken geformt, um die Rückwand plan verkleben zu können und dann die Außenwand des Schlots beginnend in der Mitte (die Stufe für den Anschluss zum Brückenaufbau ist der perfekte, weil der einzige Ansatzpunkt) nach hinten an der Grundplatte verklebt. Auch hier gilt wieder: es wird eng, weil kein mm Spiel ist, aber am Ende passt es saugend und schmatzend.





    • Moin alle!
      Danke Rainer Ich wollte, ich könnte dasselbe von mir sagen, aber das Schöne bei Schiffen dieser größe ist ja, dass man gar nicht mehr so nah ran muss mit der Kamera... zwinker2
      Ich muss mich übrigens korrigieren, was den vorderen Schlot angeht (der eigentlich ein großer Lüfter ist): bei mir ist der Grundriss ohne Vorformen sehr tropfenförmig geworden, dabei ist er deutlich rechteckig - Folge war, dass ich die Kappe nicht mehr sauber draufbekommen habe und beim Herumwürgen auch noch den Lüfter mit Klebstoff bekleckert habe - kurz, ich habe ihn wieder heruntergeschnitten und neu gebaut: Spantengerüst fertig machen, Außenwand gut vorformen und dann mit viel Liebe drüberstülpen. Sieht deulich besser aus, finde ich, allerdings muss ich jetzt eine Ecke am Brückenaufbau dichtsetzen, wo die Klinge leider etwas zu tief ging.Und die schwarze Kappe muss ich noch weiter anpassen.
      Ansonsten sind die ersten kleineren Teile an Bord gekommen, 2 Lüfter am Heck für das Fahrzeugdeck und die Balustrade um das Sonnendeck herum; die Niedergänge gibt es dann gelasert; wegen der asymetrischen Handläufe sind Standartteile hier nicht so doll. Und die Sonnenblende über der Brücke ist dran; ich habe hier wieder die Teile getauscht und die Druckseite nach innen bzw unten gedreht, so bleibt alles schneeweiß