Lokomotive UG 460 / 1:32 / UGEARS

    • Lokomotive UG 460 / 1:32 / UGEARS

      Hallo zusammen,

      wie Volkmar in seinem Baubericht ist es auch mir geschehen, zu Weihnachten lag ein Bausatz von UGEARS unter dem Baum. Dabei handelte es sich um die Lokomotive UG 460 im M 1:32. Dies ist aber kein Modell eines Originals, sondern ein "freier künstlerischer Entwurf".



      Ich muss gestehen das ich mit Bausätzen von UGEARS schon immer etwas geliebäugelt, aber nie einen erstanden hatte. Da meine bessere Hälfte nicht weiß welche Kartonmodelle sich bei mir in den Schubkästen stapeln, sie aber mitbekommen haben muss das ich immer wider mal UGEARS-Modelle angesehen habe, hat sie einfach A+B zusammengezählt und mir eine riesen Überraschung gemacht.

      Das war der perfekte Bausatz für den Urlaub, ohne viel Werkzeug, einfach zu transportieren, Spannung (Holz?), Spiel (mechanisch) und Schokolade - letztere hab ich dann selber organisiert.

      Und nun war es soweit, Sommer, Sonne, Urlaub. Der Bausatz enthält alles was man braucht, einzig ein Teelicht (x-beliebige Kerze), 1/2 Bogen 240er Schleifpapier und ein Messerchen sind erforderlich. Ein Brotzeitbrettchen als Unterlage tut es absolut. Minimalistischer geht es kaum.

      Der Bausatz hat 443 Teile die auf 8 "Platinen" untergebracht sind. Diese sind ca. 4 mm stark und extrem fein und präzise gelasert. Ferner sind noch Zahnstocher (=Holzdübel, Achsen) und Gummibänder enthalten.



      Beim zusammenstecken der ersten Teile war ich über die Paßgenauigkeit verblüfft, vor allen das das "press" paßt. Die feinen Linien auf den Teilen, die ich anfangs für Markierungen hielt - so kennt das der Kartonmodellbauer - waren aber komplett durchgelasert, womit die "Feder" beim einstecken etwas nachgeben kann und damit perfekt in die Nut paßt. Das wurde generell so gestaltet, auch bei den Bohrungen die für die Holzdübel (=Zahnstocher) gedacht sind. Eine exzellente Lösung!



      Auch die Beschriftungen auf den Teilen (Anzeigeelemente etc.) sind durchgelasert, so das beim Einbau auch klar Vorder- und Rückseite klar zu erkennen sind. Die Bauanleitung läßt keine Fragen offen und macht einfach nur Spaß.

      Soweit erst mal das Vorgeplänkel. Im Anschluß folgt nun der komplette Baubericht in einem Aufwasch.
    • Begonnen wurde mit den angetriebenen Achsen, da das ein C-Kuppler ist, also 3 an der Zahl. Das ganze ist immer in Baugruppen unterteilt, die leicht verständlich sind. Der "Rahmen" oben drauf dient nur als Montagehilfe und kann nach Abschluss der Baugruppe abgenommen werden.



      Die beweglichen Teile sind laut Beschreibung mit Kerzenwachs zu schmieren. Das Piktogramm ist absolut eindeutig, nur der Satz der Deutschen Bauanleitung ein wenig unpräzise. Dort heißt es "Reiben Sie die Kerze." Da kann man dran reiben wie an Aladins Wunderlampe, da passiert nichts. Jedem ist bei Durchsicht klar, das die beweglichen Teile an entsprechender Stelle mit dem Kerzenwachs eingerieben werden solle.

      Dennoch hab ich im weiteren Fortgang des Baus immer wieder genüßlich "die Kerze gerieben" happy1

      Nach den angetrieben Achsen kam noch das Drehgestell der Vorlaufräder



      Und dann ging es an die "Bodenplatte" mit den Zylindern. Diese sind offen gestaltet, so das man die Zylinderköpfe sieht. Des weiteren wurde auch der Rahmen des Langkessels zusammen gesetzt.



      Da es sich um ein mechanisches Modell handelt, bedarf es auch eines Antriebes. Der "Motor" sind Gummibänder, diese sind zwischen der Langkessel-Rückwand und der Führerhausrückwand gespannt. Beide Teile sieht man im Bild



      Das Dach des Führerstandes kann geöffnet werden, so kann man zusehen wie sich später die Gummibänder spannen. Das kann auch hilfreich sein, wenn man diese mal tauschen muss. Im zweiten Bild dann der Unterbau des Führerstandes, die Treppe kann sogar eingezogen werden



      Die Antriebsmechanik bedarf ein paar Zahnräder zur Umsetzung der Kraft aus den Gummibändern. Insgesamt sind 5 Achsen mit Zahn- und Schwungrädern zu bauen, wobei aber nur 2 effektiv die Arbeit verrichten, die anderen 3 dienen einfach nur dem Auffüllen des Langkessels, damit es nicht so leer aussieht. Diese sind aber auch angetrieben, drehen sich aber nur der Optik halber - was sich einfach gut macht.

    • Die Paßgenauigkeit ist einfach nur beängstigend gut. Hier wird einem allerbeste Qualität geboten.

      Die bislang zusammengesetzten Baugruppen bilden nun die Elemente aus der die Lok (+ ein paar Einzelteile) zusammen gesetzt werden kann.



      Die Bodenplatte wird nun mit dem Langkessel und den Teilen für den Führerstand bestückt. Die Gummibändern - 12 an der Zahl - für den Antrieb sind auch schon montiert



      Weiter geht es mit den Rädern. Zuerst die Schwingen mit den Voreilhebeln montiert, dann die angetriebenen Achsen und die Kuppelstange sowie der Unterbau des Führerstandes.



      Noch ein paar Teile für die zu erahnende Stromlienienform und zuletzt dann die 5 Achsen für die Übersetzung. Wie erwähnt, sind nur die ersten beiden (vom Führerstand aus gesehen) die relevanten für die Fortbewegung. Die restlichen 3 sehen einfach nur chic aus



      Damit ist die Lok fertig und es musste natürlich sofort probiert werden ob das Teil auch wirklich los läuft. Tut es. Wobei sogar zwischen Vorwärts und Rückwärts gewählt werden kann. Das Kind im Manne hat seine helle Freude!

      Der Tender war relativ schnell gebaut. Rahmen, Federpakete, Räder und Achsen sowie ein paar Klappen



      Letztere mit den Seitenteilen dann zu einem Tenderkasten zusammen gesetzt und auf den Rahmen aufgesteckt - fertig. Wie man evtl ersehen kann sind Türchen und Klappen beweglich, gleiches gilt auch für die Lok. Neben dem Spaß beim Bau kommt noch der Spaß zu spielen, d.h. das ein Kind oder Enkelchen sich damit prima die Zeit vertreiben könnte. Erstere sind schon zu alt und letztere nicht vorhanden.



      ca. 60 cm Schienen sind ebenfalls enthalten und runden das ganze dann ab.
    • Somit ist der Bau dann abgeschlossen:



      Und weil das ganze ja noch mechanisch ist, muss das ganze ja noch in bewegte Bilder gefasst werden:

      Die reine Mechanik ohne Belastung

      Und dann unter Last

      UGEARS gibt für den Bau ca. 10-12 Stunden an, was ungefähr hinkommt. Damit war es für mich ein idealer Urlaubs-Bastelspaß und ich muß gestehen das ich Lust auf mehr bekommen habe, Auf der Hompepage von Ugears gibt es noch andere interessante Modelle und Vorankündigungen, auf die ich schon ein Auge geworfen habe. Der nächste Urlaub kommt bestimmt und dann habe ich wieder was zum stecken, dübeln und "die Kerze reiben" dabei happy1

      Gruß,
      Stephan