Ulmer Kartonau-Stammtisch baut: Mittelalterliche Stadt von Vyskovsky /1:165

    • Ulmer Kartonau-Stammtisch baut: Mittelalterliche Stadt von Vyskovsky /1:165

      Hallo klebende Gemeinde,
      in den vorheringen Stammtischen wurde schon einmal beschlossen ein Gemeinschaftsmodell zu erstellen. Dazu kommen natürlich in erster Linie Modelle in Anbetracht welche modular aufgebaut sind. Da Architektur relativ einfach ist, war die Sparte schnell gefunden.
      Karl-Heinz hatte kurz zuvor die Prager Burg erstanden und gespendet.

      Nun haben wir schon seit letzten Jahr nach einen neuen Projekt gesucht.
      Von Zeit zu Zeit hatte Bernhard immer wieder einzelne Häuser der Mittelalterlichen Stadt mitgebracht. Da Bernhard letztes Jahr (2017) schwer erkrankt ist, hat er in Vorahnung seines Schiksals am 19.Januar 2018, auf dem 28.Stammtisch, das Buch mit dem Modell mitgebracht. Er hat dort den Wunsch geäußert das Modell zu vollenden.
      Pitje hat nun beim 30.Stammtisch "kleine" Pakete mit 20-27 Seiten verteilt.
      Die Teilnehmer sind:
      Klaus - SY190
      Karl-Heinz - Lucie
      Roland- PTR
      Gerald - Old Boy
      Peter - Pitje
      Sven - Omykron


      Ich fange nun mit dem einfachsten Haus Nr.17 Block J an. Ein Haus mit einem Durchgang und einem Laden.





      Das System ist farbcodiert. Es gibt also Teilenummern mehrmals auf einem Bogen!
      Die Kennzeichnung der Falzung unterscheidet sich jedoch von anderen Modellen.
      Die schwarze durchgehende Linie bedeutet vorn ritzen nach hinten knicken - normal.
      Eine gestrichelte Linie aber nicht das Gegenteil, sondern nur eine Anklebelinie.
      Die sonst überall als Anlegelinie verwendete Strich-Punkt-Linie wird in diesem Modell als hinten ritzen und nach vorn falten verwendet.
    • Bei einigen Fenstern sind die auszuschneidenden Flächen mit einem roten Kreuz markiert.
      Bei anderen Fensern ist das Kreuz schwarz. Ich habe es nur diagonal eingeschnitten und nach hinten gebogen angeklebt.




      Dannach klebt man das Fenster dagegen und erhält die Tiefenwirkung.




      Manche Fenster, Türen und Laden werden aber auch als Kasten hinten anmontiert.



    • Hallo liebe Gemeinschaft der Häuslebauer,
      da habt ihr euch ein sehr interessantes Projekt ausgesucht zum gemeinsamen Basteln! Ich wünsche euch viel Spaß dabei und werde das Wachsen der Stadt mit viel Interesse verfolgen. Vielleicht spornt ihr mich ja an, endlich mal meinen Bau fortzusetzen, der nach Fertigstellung von MPR I (auf ca. 1:300 verkleinert) erst einmal ruht.

      Viele Grüße
      Hans-Jürgen
    • Hallo Omykron,

      was für ein Zufall, genau das Haus habe ich zuletzt gebaut.

      Bei der mittelalterlichen Stadt haben sich m.E. einige Änderungen bezahlt gemacht,

      1) Vom Grundplan nehme ich immer die Grundrisse der Häuser und ziehe sie auf 2mm Karton, den ich zur Stabilisierung als Grundplatte in die Häuser einsetze. Manchmal muss man bei der Tür einen Einschnitt in die Grundplatte machen, damit sie patte.
      2) Schornsteine und die Dachgauben klebe ich auf die Dächer, nicht in die zu machenden Ausschnitte. Ich habe bei vielen Bauten der Stadt gesehen, dass gerade die Schornsteine zu Schrägstellungen neigen, wenn man sie so anbringt, wie es die Konstruktion vorsieht.
      3) Die Öffnung der Schornsteins werden ausgestochen, die Schornstein innen und die weißen Markierungen auf dem Dach schwarz gefärbt


      Bei dem Haus Nr. 17 habe ich folgende Änderungen/Stabilisierungen vorgenommen:
      A) mit 2mm Pappe verstärkt:
      a1) die große, an Barbakan und Haus 23 stoßende Seitenwand (Bilder 1 und 2)
      a2) die Giebel 2 und 3 (die Klebelaschen der Dächer 12 und 13 entfielen) (Bilder 3 und 4)
      a3) der rechteckige Übergang zu Haus Nr. 15 (Bilder 5 und 6)
      a4) die Wände im Bereich der Fenster 5 und 11
      B) die Läden 8 wurden abgetrennt, ihre gelben Abschnitte passend zurecht
      geschnitten und in die Laibung 6 eingeklebt, die eigentlichen Läden in
      zwei Teile geschnitten, rückseitig verklebt und in der Endmontage
      geöffnet angebracht.
      C) Das Teil 7, das hier die Fensterfläche darstellt, war m.E. zu groß, ich
      musste unten ca. 1mm abschneiden, dann passte es glatt.
      D) Damit das kleinere Dach auch ohne Kleblasche eine stabile Aufliegefläche hat, wurde ein aus 2mm Pappe gefertigtes Profil auf den
      Giebel 2 geklebt.



      [u]Bei dem Haus Nr. 17 bin ich in der Baureihenfolge bei einigen Teilen abgewichen[/u]
      a) die Giebelfenster 20 gleich hinter die Giebel 2 und 3 kleben, als letztes bekiommt man die definitiv nicht mehr hin
      b) Giebel 3 wurde erst nach der Montage des Durchgangs 4 eingesetzt


      Superungen (Haus Nr. 17)

      a) Die Tür im Durchgang 4 wurde plastisch gestaltet. Dazu wurde eine Kopie des Türbereichs auf 2mm Pappe geklebt und dann ausgeschnitten. Dahinter wurde eine geschlossene farbige Kopie des Türbereichs geklebt. Die Laibung wurde bemalt bzw. mit passenden Streifen einer farbigen Kopie ausgekleidet und dann wurde die originaleTür eingeklebt
      b) Teil 10: das Ziergitter im Ladenschild wurde weggeschnitten, dto. das etwas plump wirkende Schild, in dem das Hörnchen liegt. Stattdessenwurde das Hörnchen unter die Halterung geklebt.

      Probleme (Haus Nr. 17)
      Der Durchgang war kniffelig einzubauen



      Herzliche Grüße und viel Spaß mit eurem Mammutprojekt !

      Curmudgeon
    • Hallo Ihr Ulmer

      Schönes Projekt, dem ich natürlich als heimlicher Vyskovsky-Fan mit grossem Interesse folge!
      Insbesondere auch weil Ihr es quasi als Erinnerung an Bernhard baut finde ich das auch eine schöne, denkwürdige Sache!

      Freundliche Grüsse
      Peter
      Das Leben ist ein Geben und Nehmen - Mal übernimmt man sich. Mal übergibt man sich.

      Aus Leidenschaft: pierresuisse.ch
      Beruf und Hobby vereint: kamoga.ch
      Aus Freude: mein-modellbau.jimdo.com

      Meine versemmelten Werke
    • Danke liebe Gemeinde für das gute Feedback. Das spornt sehr an.
      Danke Curmudgeon für deine vielen Tipps. Einiges werde ich hier beherzigen und umsetzen, oder hatte selber schon den Gedanken.
      Nachdem ich den Durchgang eingeklebt hatte ist das Haus ein wenig verzogen. Wenn man es aber auf die Grundfläche klebt, wird alles wieder gerade werden. Aber die Häuserwände mit dünner Pappe verstärken wäre hier wirklich sinnvoll. Der Schornstein steht in der Tat ein wenig schräg und insofern wäre ein Einbau wie in der Prager Burg sinnvoll. Einfach reinstecken, gerade rücken und erst dann ankleben.



      Die Gauben habe ich schon vorher eingeklebt, so wie den Schornstein auch. Im Gegensatz zur Prager Burg die 1:1250 als Maßstab hat, sind die Gauben hier richtig gut handhabbar. Anschließend das Dach oben aufgesetzt.



      Das ging ganz gut. Somit ist das erste Haus fertig.
      Gut finde ich, dass es hier keine Beschilderung über den Läden gibt. So könnte diese Stadt überall stehen, da es nur neutrale Zeichen gibt. Oder wie der Volksmund sagt:
      Die Brezn außen an der Hütte
      versteht der Tscheche wie der Britte.
    • Das sieht ja schon sehr vielversprechend aus! Mich würde interessieren, ob ihr jemanden als "Oberbauleiter" gewählt habt, der dann auch die Schnittstellen zwischen den einzelnen Häusern betreut. Oder macht ihr das in eurer Stammtischrunde gemeinsam? Dann wäre ja für genügend Gesprächsstoff für die nächsten Wochen und Monate gesorgt.

      Viele Grüße
      Hans-Jürgen
    • Nein, einen Bauleiter gibt es bei diesem Projekt nicht. Es sind ja einzelne Module welche du nach deren Zusammenbau auf einen faltbaren Stadtplan stellst. Pitje kann da evtl. mal ein Bild dazu reinstellen. Es gibt bei der Stadt mehrere verschiedene Möglichkeiten. Welche der Varianten dann umgesetzt wird wird auf nem Stammtisch entschieden. Die Stadtpläne sind aber so auf die Module abgestimmt, daß diese immer passed sind.

      Beim ersten Projekt, der Prager Burg, war es so, daß jeder mehrere Häuser als Block gebaut hat. Und mehrere Blöcke zu drei großen Modulen zusammengeklebt wurden.

      Hier fummel ich gerade zwei Blöcke auf dem Stammtisch zusammen.
      Der rechte Teil wurde beim gemeischaftlichen Basteln in Lucies Haus quasi als Testballon und Projektstart gebaut.
      Die linke Hälfte ist mein Homemade-Block.










      Weil die Burg auf einem Berg steht, wurden diese dann von Peter mit Karton untendrunter ausgesteift. Also ein Spantengerüst eingezogen. Das enfällt hier aber, weil die Stadt wahrlich bretteben ist.
    • Hallo Omykron,

      die Stadt ist leider als Ganzes nicht eben. Die von Stadtteil zu Stadtteil führende Brücke funktioniert nur, wenn man den Stadtteil 1 um einige cm erhöht. Die -tschechische- Bauanleitung sagt dazu auch was, nur leider verstehe ich das nicht und das Übersetzungsprogramm half mir nicht wirklich weiter.

      Curmudgeon
    • Schönen guten Abend Freunde der gepflegten Kartonbaukunst,

      sodele, habe zwar noch nix gebautes vorzuweisen, da ich die Woche kompett und Achse bin und meinen Umzug in die Pendelerei vollzogen habe, aber für morgen bin ich zuversichtlich.
      Wie von Sven angeregt hier die Grundstückspläne (sozusagen) der drei Stadtteile dieses Modells.

      Stadtteil 1:



      Stadtteil 2:



      Stadtteil 3:



      Die beiden Stadtteile 2 und 3 sollen und können uzu einem Stadtteil zusammengefasst werden.

      @Omykron: Sven, Bernhards Häuser sind übrigens wieder aufgetaucht. Wir hatten sie bereits seinerzeit bei unserem Besuch mitgenommen und karl-Heinz hatte sie bei sich, was wir beide offenbar komplett ausgeblendet und damit vergessen haben... haue 1
      Egal, Hauptsache, sie sind wieder da. freu 2


      Liebe Grüße
      Peter
    • Neu

      Hallo liebe Architektur-Freunde,

      Die Bögen aus dem Buch sind sehr farbenfroh. Die Konstruktionen sind zum
      Teil sehr verschachtelt. Das Doppeln zur Strukturerhöhung wird meist
      mit Umklappen durchgeführt. Ich schneide generell diese Doppelungen
      auseinander, dann habe ich keine häßlichen Knicklinien. Die Fensterahmen
      werden einfach Seite für Seite auf Karton aufgeklebt, beim Bogen habe ich es
      ähnlich gemacht (Bild 1). Bild 2 zeigt die Vorderfront und hier ein
      kleines Augenmerk auf das Vordach mit den Stützbalken (Teil 28 war nur
      einfach vorhanden und auch nur als kleines Rechteck, flugs händisch
      kopiert und 3 Lagen Bristol, ergeben zwei nette Dachbalken). Der
      Konstrukteur ist ein Laschen-Fan, aber bei den kleinen Teilen ist es
      besser selbige abzuschneiden und stumpf zu verkleben wie z. B. beim
      Vordach.


      Hier ein Beispiel für die verschachtelte Konstruktion: Ein Gebäudeteil
      das etwas wie mehrere durchgehende Löcher aufweist und die dann noch
      innen wie ein Dach eingedeckt sind.
      Bild 3 Ansicht von hinten und Bild 4 von vorne.



      Mit freundlichen Grüßen
      G. Friedel
    • Neu

      Hallihallo und schönen guten Abend liebe Brüder und Leser dieses Baubericht,

      zunächst einmal stelle ich den Plan des Stadtteils I ein, auf dem Karl-Heinz die von Bernhard bereits gebauten Gebäude markiert hat.
      Diese sollen ja entsprechend mit eingebaut werden.

      Ich hoffe, dass bisher niemand feststellen muss, dass sich da was verdoppelt hat.

    • Neu

      Habe nun ebenfalls mit meinem Anteil begonnen genauer gesagt mit Haus 5 des Blocks V, welcher im Stadtteil III verortet ist.
      Die Wahl war eher zufällig, irgendwo muss man ja anfangen.



      Hier die dazu passenden Bauskizzen. Der geneigte Erbauer muss sich hier, ähnlich wie seinerzeit bei der Prager Burg mit der Skizze begnügen, wenn er des Tschechischen nicht mächtig ist. Die Art der Skizzen ist nahezu identisch.

    • Neu

      Auf Los gehts Los.
      Wie meine Brüder schon beschrieben haben,sind Fenster und Türen zurückzusetzen, wobei durchaus unterschiedliche Tiefen auf verschiedene Weise erzeugt werden. die flachen Vertiefungen werden durch Verdoppeln des Kartons erreicht, die Schaufenster durch eine echte Laibung.

      Der Karton ist relativ weich, um die Wände zu versteifen, habe ich Graukartonsstreifen hinten angesetzt.

      Hier der erste Bauabend letzten Donnerstag:





      und das heutige Ergebnis:





      Bis die Tage und schönen Abend prost1

      Liebe Grüße
      Peter
    • Neu

      Hallo Gunnar, hallo ihr Häuslebauer,

      da Stadtteil III schon in Arbeit ist und zum modell auch ein Schloß gehört, wird es wohl auch eine Schloßallee geben, wobei du wohl eine andere meinst kratz1

      Ich hoffe ihr habt mit eurem Stammtisch-Wirt schon eine Vereinbarung getroffen, wo das Modell aufgestellt wird.

      Auf jeden Fall macht es Spaß euch zuzuschauen.

      Hans-Jürgen