Ulmer Kartonbau-Stammtisch baut: Mittelalterliche Stadt von Vyskovsky /1:165

    This site uses cookies. By continuing to browse this site, you are agreeing to our Cookie Policy.

    • Hallo Leute,
      nun habe ich das Modul P fertigestellt. Übrigens der jüdische Friedhof gehört so unordentlich (hängt mit der Todesvorstellung im Judentum zusammen). Da war nichts in der Bauanleitung vorgegeben, einzig den Begriff "fantazie" im Zusammenhang mit den Bauteilenummern war zu lesen. Also habe ich die Phantasie beim Aufstellen der Grabsteine walten lassen.



      Mit freundlichen Grüßen
      G. Friedel
    • Hallo OB,

      The English Wikipedia entry on the model's prototype, the Jewish cemetery in Prague-Josefov, contains a good explanation of the seemingly messy arrangement of the stones:

      During the more than three centuries in which it was in active use, the cemetery continually struggled with the lack of space. Piety and respect for the deceased ancestors does not allow the Jews to abolish old graves. Only occasionally the Jewish Community was allowed to purchase grounds to expand the cemetery and so many times it had to gain space in other ways; if necessary, a new layer of soil was heaped up on the available area. For this reason, there are places where as many as twelve layers now exist. Thanks to this solution the older graves themselves remained intact. However, as new levels were added it was necessary either to lay over the gravestones associated with the older (and lower) graves to protect them, or else to elevate the stones to the new, higher surface. This explains the dense forest of gravestones that one sees today; many of them commemorate an individual who is buried several layers further down. This also explains why the surface of the cemetery is raised several meters higher than the surrounding streets; retaining walls are necessary to hold the soil and the graves in place.

      It looks like Antonin Langweil, in his famous paper model of the city (1826-1837), maybe didn't want to spend a lot of time on the stones, as his depiction is much more like a traditional cemetery.




      Your arrangement is more like the real thing!

      MfG

      Adam
    • Hello Adam,

      thank you for your comment about the jewish cemetery. At first I can't took the constructors idea of arbitray placing for serious, but a short look in the wikipedia convinced me that this is correct. Oh, well paper modeling always improves the builder's knowledge even in fields I never guess.
      Mit freundlichen Grüßen
      G. Friedel
    • Hallo liebe Freunde,


      nachdem ich nun von einem durchaus sehr interessanten und aufschlussreichen Trip nach Transsylvanien wieder zurück an meinem Dienstort bin, ich nicht von etwas mit langen Eckzähnen gebissen wurde und wieder Baulust verspürte, ging es mit einem weiteren Haus an unserem Gemeinschaftsprojekt weiter.

      Abgesehen davon war ich vor meiner Abreise vor drei Wochen nicht weitsichtig genug, um mir die erforderliche Montageplatte für die Iserlohn mitzunehmen, insofern ergab sich dieser Zwischenbau sozusagen quasi automatisch. [Blocked Image: https://www.kartonbau.de/forum/wcf/images/smilies/smile.png]
      Nachdem Gerald, Klaus und Sven ja schon fleißig und sehr sehenswert vorgelegt haben, ging es nun bei mir im Abschnitt V, genauer gesagt mit
      Haus Nr. 4. dem Nachhaus des bereits gebauten Hauses Nr. 5 weiter.




    • Die Art, wie Vyskovsky seine Häuser konstruiert, insbesondere die unterschiedliche Arten der Nach-Hinten-Versetzung von Türen, Fenstern
      und auch Mauerelementen ist etwas gewöhnungsbedürftig, aber gut umsetzbar. Was ich so baue, wie vorgesehen sind die mit echter Laibung
      versehenen Teile, dageben baue ich die Bereiche, die durch umfalzen und draufkleben mehr Tiefe erhalten sollen stattdessen mit farblich
      passendem Tonkarton.
      Stabilisierende Kartonstreifen auf den Innenseiten kennt Ihr bei meinen Modellen ja bereits zur Genüge.

      Ich lasse nun ohne weiteren Kommentar die Nr. 4 entstehen - zuerst das Mauerwerk:





    • Es folgte das Dach. Vyskovsky ist ein großer Freund sehr groß dimensionierter Klebelaschen, bspw. bei den Dachgauben, Schornsteinen
      etc. Die Flächen, die mir als Klebeflächen dienten, sollten eigentlich herausgetrennt werden, und die Gauben von innen verklebt werden. Dieses Verfahren habe ich abgewandelt, habe die Laschen entfernt und die genannten Teile stumpf aufs Dach gesetzt.





    • Servus nach Ulm!

      Da ist mir aber ein interessanter Baubericht durch die Lappen gegangen! wunder1

      Roland (PRT) hat mich mit einem Link hierher geführt. Danke! daumen1

      Ich werde nun öfter hier vorbeischauen und die Entwicklung der Stadt verfolgen. Das bisher Gebaute weiß extrem zu gefallen! ja 1
      Herzliche Grüße / Best regards,
      Andreas

      Optimismus ist die Kunst, mit dem Wind zu segeln, den andere machen.
      Alessandro Manzoni (1785 – 1873)

      Buddys Kartonuniversum
    • Serfaus

      Es war spät abend als K. ankam. Die Stadt lag im tiefen Schnee. Vom Schlossberg war nichts zu sehn, Nebel und Finsternis umgaben ihn, auch nicht der schwächste Lichtschein deutete das grosse Schloss an.



      Lange stand K. auf der Brücke die zur Stadt führte und blickte in die scheinbare Leere.
      viderimus nil posse creari de nihilo
    • Hallo nochmal an dieser Stelle,

      nachdem Klaus mit Sieben-Meilen-Stiefeln voran prescht, war es an der Zeit mich irgendwann wieder mal der Stadt von Vyskovsky zu widmen. arbeit1 arbeit2

      Zunächst ging es weiter im Modul V, was bisher aus zwei Einzelgebäuden bestand. Der kleine Anbau und das Aufbringen auf eine Grundplatte, sowie das Zusammenfügen der Hausnummern 4 und 5 zu einer Einheit waren der erste Schritt.



      Anschließend folgte der Söller, oder wie auch immer man sowas gerne bezeichnen möchte. Die besondere Gaudi gabs beim bau der Treppe und dem Einpassen der Zinnen.





      Hier das Gebäude vor der Vermählung mit den anderen beiden:






    • Die einzelnen Stadtteile verfügen über eine ganz ansehnliche Gesamtfläche, so dass ich mir überlegt habe, wie das Ganze in
      Einzelmodule aufgeteilt gebaut werden kann, die man einfach zusammenstellen, aber genauso einfach wieder auseinandernehmen und
      transportieren kann. Dazu habe ich zunächst eine Kopie des Stadtplans auf 300gr Fotokarton gezogen , entsprechend geschaut, wo die Grenze zu einem Nachbarblock wäre und habe dann entlang dieser Kanten die Bodenplatte ausgeschnitten.
      In diesem Fall befindet sich in der Nachbarschaft direkt das Kloster nebst Klosterkirche, sowie zwei dort angeflanschte Gebäude.

      Diese blockweise Aufteilung hat nicht zwingend etwas mit der Einteilung in die vom Konstrukteur vorgesehenen Blocks zu tun. Bspw gehören die beiden Gebäude, die am Kloster angefügt sind noch zu Block V , während Block W direkt mit den bisher gebauten Gebäuden des Block V verbubnden sind. Daher werden die Gebäude kombiniert, die tatsächlich einen Gebäudekomplex bilden.

      Hier als der Teil des Block V, der nun fertig ist, Block W wird direkt dort angehängt, die beiden fehlenden Gebäude Block V dann mit dem
      Kloster und der Kirche kombiniert.






      Bis die Tage und liebe Grüße [Blocked Image: https://www.kartonbau.de/forum/wcf/images/smilies/smile.png]
      Peter
    • Hallo liebe Freunde,

      Klaus befindet sich schon im Endspurt- und das auf bewährt hervorragende Art und Weise klasse1 - ich habe mit viel Glück die 1/3 Marke erreicht, da gilt es etwas Boden gutzumachen.

      Da traf es sich gut, dass gestern und heute Heimwerkertag war, daher hatte ich keine Zeit die Texturen für den Oberwasserteil zu erstellen, insofern ging es im Hafen erstmal nicht weiter, sondern bei der mittelalterlichen Stadt. Wie ich schrieb, fahre ich im weiteren mit Soubor W fort, der sich unmittelbar an den bereits gebauten Teil des Soubor V anschließt.




      Ich habe mir das sich quer an das Haus Nr. 4 und 5 anschließende Bollwerk 'Basta 6' vorgenommen, welches wohl eine Art Wohn-Wachtum sein könnte, zumindest deuten die Fenster-Zeichungen dies an.





      Die Form habe ich mittels der auf 300gr Karton gezogenen zweimaligen Kopie der Bodenfläche aus dem Plan entnommen und einmal als Boden und einmal im Bereich der Verjüngung oberhalb der Schießscharten mit den Pechnasen eingesetzt. Bin leider nicht fertig geworden, das folgt dann heute Abend, da die Texturen immer noch auf ihre Erstellung warten.








      Bis die Tage und liebe Grüße [Blocked Image: https://www.kartonbau.de/forum/wcf/images/smilies/smile.png]


      Peter
    • Serfaus

      Die Dachstühle sind aufgeschlagen und das "Schloss" hat noch einen soliden Untergrund (2mm Buchbinderkarton) bekommen (noch nicht verklebt, nur aufgesetzt !).
      Mein letztes Baulos ist somit abgearbeitet und kann bis zur Gesamtintegration für rauschende Feste angemietet werden grins 3 .
      Machen wir jetzt einen letzten Rundgang um das Gemäuer bevor wir das Buch zuklappen sauber1 :






      viderimus nil posse creari de nihilo
    • und aus der Vogelperspektive :


      Ein letztes Wort noch zum Modell : eigentlich ist es kein Schloss sondern eher eine Art "Palazzo piccolo".
      Stilistisch ist es eher in der Renaissance angesiedelt, sieht man von den beiden Dixi-Türmen ab.

      Zum Baubogen selbst möchte ich lieber kein Urteil abgeben, irgendwie ist es baubar - das soll mal genügen.

      Wir danken allen Kommentatoren und Daumenlifter für ihren Einsatz und Mitgefühl und übergeben jetzt das Wort an die Stammtischbrüder deren Arbeiten noch im Gange sind.
      LG Klaus & Team :
      viderimus nil posse creari de nihilo
    • Hallöle Freunde,


      @SY 190: dann ergreife ich mal wieder das Wort - mit den weiteren Arbeiten an Soubor W. les 3


      erstens kommt es anders - und zweitens als man denkt.
      Meine Heimwerkerarbeit hat die letzten Tage gut ausgefüllt, ist aber nun abgeschlossen. Ist doch schön, wenn so ein Urlaubsprojekt dann (sogar pünktlich ) fertig ist. [Blocked Image: https://www.kartonbau.de/forum/wcf/images/smilies/smile.png]
      Das heißt, die Textur für den Oberwasserbereich des Hebewerks existiert nach- wie vor nur in meinem Kopf, so dass ich dann die letzten Abende an der Mittelalterlichen Stadt weitergebaut habe.

      Es folgte das Dach des Wehrturms (Basta 6), der irgendwie an einen Zaubererhut oder so etwas erinnert. War aber ganz gut baubar, insofern
      kein Problem. Was der Karton dieses Bogens für gerade Bauteile für meinen Geschmack zu weich ist, so angenehm ist er bei Rundungen in der Bearbeitung.





      und das Türmchen an Ort und Stelle eingebaut:




      Abends darauf folgte die sich anschließende Stadtmauer, mit offenen Schießscharten. Diese finden sich nach- und nach mehrfach noch wieder.







      unter den in Richtung Gebäude Nr. 6 liegenden Bereich habe ich stützenden 300gr Karton untergefüttert, auch, um später dann eine schöne Klebéfläche zwischen den Teilen zu erhalten. Der Autor hat wohl eher den freischwebenden Konstruktionansatz gewählt. zwinker2


    • Es folgte danach das Haus Nr. 6, ein im Stil an das Nachbarhaus Nr. 4 angelehntes Design sorgt für einen gewissen Wiedererkennungswert.




      Die Fenster- und Türnischen werden wieder auf unterschiedliche Weisen gebaut - je nach gewünschter Tiefe.





      Hier das Ergebnis von gestern Abend. Bis zu diesem Punkt brauche ich etwa 3 Stunden.






      Liebe Grüße
      Peter
    • Schönen guten Morgen,


      gestern Abend folgte mit dem Bau des Dachs von Hausnummer 6 dessen Fertigstellung.


      Ich habe, wie bei den vorherigen Gebäuden ebenfalls, das Dach mit einigen Kartonstreifen etwas verstärkt und die Vyskovsky-Technik der
      ausgestichelten Gauben- und Schornstein-Positionen nicht angewandt, sondern die entsprechenden Baugruppen stumpf mit Weißleim daraufgesetzt. Ist mir deutlich sympatischer, da sie weitaus weniger aufwändig ist und diese Technik der Montage von Innen sehr oft ein nach-außen-kippen mit sich bringt, was ich so umgehe.





      Hausnummer 6 mit allen Gauben, Fenstern und Schornsteinen bestückt...







      und auf seinem Platz im Modul Soubor V/W:






      Wünsche allseits einen schönen Sonntag. [Blocked Image: https://www.kartonbau.de/forum/wcf/images/smilies/cool.png]

      Liebe Grüße
      Peter
    • Schönen guten Abend,

      Mittlerweile ist der Urlaub vorbei und der dritte Dienst-Tag ist bereits wieder rum. Ich sitze nun in meiner Kemenate und fasse die letzten
      Bau-Abende mal zusammen.

      Das folgende Haus war die Nr. 7, das an zwei Abenden entstand, zuerst das Erdgeschoss und am Folgeabend das Dach.



      Der Grundriß ist relativ eigenwillig in Form eines Fünfeck gestaltet, die daher kommt, das die sozusagen westlich weisende Wand mit der
      Eingangstür genau einen 90° Winkel zum Festungsbollwerk im Norden bildet. Um die Wände sauber in dieser Anordnung zu fixieren, habe ich wieder eine Kopie auf 300gr gezogen und als offene Grundplatte eingesetzt.

      Hier der Baufortschritt:








      und das fertige Gebäude:

    • Gestern Abend stand mit das Bastion 7 - 'Basta 7' der letzte Teil dieses Moduls auf dem Plan. Auch hier sind die Schießscharten offen auszuführen, die Treppe ist dieses Mal als Rampe ausgestaltet. Habe sie allerdings mit Graukartonstufen plastisch darsgestellt.




      Die Montage dieses Bauwerk habe ich von innen nach außen durchgeführt, die Plattform habe ich mit Kartonstreifen unterfüttert.
      Die Schießscharten und den obereren Rand sollte man ebenfalls an die innere Wand setzen und dann vom flachen Mauerteil beginnend die Außenwand schrittweise montieren.







      Zum Schluss dann die Schindeln auf die Mauerkrone - fertig.

    • Bevor ich als nächstes mit dem Bau der Iserlohn fortfahre, habe ich die beiden zuvor gezeigten Gebäude in das Modul eingesetzt. Damit schließt der Bau des gemischten Soubor V/W mit einigen Ansichten aus verschiedenen Perspektiven.







      Um das Größenverhältnis dieses Moduls zum Stadtteil MPR III deutlich zu machen, hier einige Ansichten in der Aufstellung auf dem Lageplan:







      Liebe Grüße
      Peter
    • Hallihallo,

      @Adolf Pirling: vielen herzlichen Dank Adolf. danke1 freu 2 Mal sehen. Habe gerade die Idserlohn als Hauptobjekt in der Mache, evtl. demnächst das ein oder andere Haus mal als Intermezzo.

      Sven hatte gestern eines der Gebäude beim Stammtisch dabei, das in verschiedenen Versionen gebaut werden, je nach dem in welcher Konfiguration die drei Stadtdteile nachher kombiniert werden sollen.

      Habe mal die Seiten aus dem Buch herausfotografiert, die die unterschiedlichen Varianten zeigen:

      MPR III alleine:



      MPR II und MPR III kombiniert, MPR I alleine:




      MPR I und MPR II kombiniert, MPR III alleine:




      Die Version des Titelbilds, bzw. auch des beiliegdnen Posters ist als Kombi II+III, I alleine ausgeführt:#




      Weiß nicht, ob Dir das unmittelbar hilft Sven, aber vielleicht ja dazu zu entscheiden, wie wir es machen wollen. Ggf. lassen wir die drei MPRs auch komplett als Einzelstädte, dass geht schließlich ja ebenso. cool2

      Liebe Grüße
      Peter
    • Hallo ich bin erst jetzt auf diesen Beitrag gestoßen, ein tolles Projekt. Da ich die Stadt hier bei mir Zuhause habe würde ich dazu raten die Stadt teilbar zu bauen. Ich musste sie in zwei Stücke schneiden um sie zu transportieren und lagern . Das war richtig schwierig, als ganzes ist das deutlich mehr Aufwand.
      Gruß Hartmut
      wie man´s macht ist´s verkehrt, macht man´s direkt falsch ist´s auch nicht richtig , wunder1