T.S. Potsdam in 1:250 vom CFM-Verlag

    • T.S. Potsdam in 1:250 vom CFM-Verlag

      Hallo Gemeinde,

      ich möchte meinen ersten richtigen Baubericht einstellen. Ich habe jetzt lange überlegt womit ich meine Abende ausfüllen kann und habe ein für mich Super-Modell gefunden.
      Diesen Baubericht stelle ich nicht nur zur Beschreibung der einzelnen Arbeitsschritte ein, sondern auch, um bei komplizierteren Vorgehensweisen Hilfe von Euch zu erfragen.
      Schon mal danke an alle, die mit Ihren Antworten das Modell mitenstehen lassen.

      Vielleicht erkennt ja der ein oder andere dieses Schiff bereits an der Grundplatte:



      Grüße
      Da Norbert
    • Na klar ist das die T.S. Potsdam vom CFM-Verlag (Michael Müller)! Dieses Schiff ist ja so prominent, dass es da keine Verwechslung mit andern Schiffen geben kann. Ich glaube ich kann mir es sparen den Bogen vorzustellen. Das wurde an anderer Stelle schon gemacht.
      Ich glaube aber, dass ich den vorletzten Bogen von CFM bekommen habe. Da gibt es nicht mehr viel Spielraum für Interessierte.

      Wer mehr über den Passagierdampfer wissen möchte, dem empfehle ich den Link zu Wikipedia:
      de.wikipedia.org/wiki/Potsdam_(Schiff,_1935)

      Hier ein wenig mehr zu meinem Vorgehen:
      - Da der Bogen handgezeichnet ist, bietet er viel Platz zum Supern, was ich ausgiebig machen möchte.
      Fenster und Bullaugen müssen natürlich alle ausgeschnitten werden. Dazu muss ich mir noch einige Techniken erarbeiten, da das äußere Bild des Schiffes sehr stark durch diese Öffnungen geprägt wird (evtl. dezente Innenbeleuchtung???).

      - Soweit es sich anbietet werde ich Ätzteile einsetzen. Die sind zwar für diesen Bogen nicht erhältlich, aber für den Maßstab 1:250 und den Schiffstyp gibt es genügend verfügbare Lieferanten.

      - Ich werden den Dampfer mit Unterwasserschiff bauen. Das Deutsche Schifffahrtsmuseum in Bremerhaven hat für die Potsdam die entsprechenden Pläne/Risse, die ich bereits angefragt habe. Die Postdam war eine von drei Ostasien-Schnelldampfer (Potsdam, Scharnhorst und Gneisenau), aber als einzige mit einem dezenten Wulstbug. Den nachzubilden wird mit Sicherheit eine Herausforderung.

      - Dem Ladegeschirr, den Drehkränen und den Rettungsbooten möchte ich besondere Aufmerksamkeit widmen. Mal sehen was dabei rauskommt.

      - Ein Diorama schwebt mir auch vor, aber das dann, wenn das Schiff soweit ist.

      Ich glaube, wenn ich das folgende Bild einstelle, ist das keine Verletzung von Urheberrechten.


      Das erstmal zum Einstieg. Später zeige ich die ersten Fortschritte.

      Grüße
      Da Norbert
    • Hallo Norbert

      Schau Dir mal die Bilder meiner Potsdam an: Potsdam von Millpet und Du wirst sehen, dass man das Modell sehr schön supern kann.
      Ich habe die Potsdam vor einigen Jahren gebaut und sie befindet sich zur Zeit bei CMF Herrn Müller.
      Dort hat sie einen schönen Standplatz gefunden.

      Ich wünsche Dir viel Spass beim Bau des Modells und eine glückliche Hand.

      Viele Grüße
      Millpet
    • Schön, dass ein paar Zuschauer dabei sind. Danke Armin, Nils, Millpet (von dir habe ich schon einiges bei der Titanic abgekuckt), Felix und Uwe.
      @Nils: Die Pläne bekomme ich für wenig Geld als digitalen Scan in 1:100. Da tu ich mir dann beim Scalieren leichter.


      So, nun kommen die wirklich ersten Bilder vom Bau:

      Beim Zusammenbau der Grundplatte (3-teilig) ist mir aufgefallen, dass manche Linien der Einzelteile nicht zusammenpassen. Ich habe daher versucht die Mittellinie aller Teile in eine Flucht zu bringen. Die Aussenkonturen sind dabei nicht 100% passend, aber da befürchte ich jetzt keine großen Fehler, da die Abweichungen minimal sind.


      Der Mittelspant ist ebenfalls dreiteilig, wobei die einzelnen Teile nicht zu den Grundplattenteilen passen, sondern überlappen. Aus einem anderen Bericht habe ich die Verklebung der Teile übernommen. Zuerst hinten, dann vorne und anschließend das Mittelteil.
      Wie man auch sieht, haeb ich alle Klebelaschen abgeschnitten und stumpf verklebt. Alles andere kann ich nicht, sorry.


      Die Querspanten habe ausgeschnitten und eingesetzt. Mit den Längsverstrebungen wird das jetzt eine Klebeorgie. Hoffentlich reicht die Flasche Kleber.



      Wie man weiter sieht, mussten auch schon die ersten Bullaugen und Fenster ausgeschnitten werden. Für alle Schotttüren sind auf den Bögen immer separate Teil zum ausschneiden dabei.
      Für die Beschreibung der Fenster und Bullaugen muss ich noch ein wenig Recherchieren (wie, wieviel, womit ...).

      So, ich glaube das reicht für heute. Kommt ja noch Fußball.

      Servus
      Da Norbert
    • Hallo Norbert

      Auch ich reihe mich gerne in die Zuschauerränge ein.
      Vermutlich gehöre ich zur Minderheit der Schiffebauer, die die Potsdam nicht einmal im Stapel liegen hat. Allerding habe ich zu Zeiten, wo ich noch Schiffe aus dieser Ära baute, tatsächlich auch einmal damit geliebäugelt.

      Mit Deinen Ideen zur Superung wird das sicherlich einer der ganz spannenden Bauberichte, da stelle ich mich gerne auf eine längere Zeit ein!

      Viel Spass und freundliche Grüsse
      Peter
      Das Leben ist ein Geben und Nehmen - Mal übernimmt man sich. Mal übergibt man sich.

      Aus Leidenschaft: pierresuisse.ch
      Beruf und Hobby vereint: kamoga.ch
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      Meine versemmelten Werke
    • Guten Abend,

      Hab mich mal an die ersten Verglasungen ran gewagt. Entspricht nicht so 100%ig meinen Vorstellungen, aber es sind aber Fenster, die später nicht so prominent am Schiff liegen.

      Am Schott Nr. 19 waren es 4 Bullaugen. Die habe ich mit Weißleim gefüllt und trocknen lassen. Bei einem Durchmesser von 1mm sieht man die Verglasung, aber da werde ich noch andere Techniken ausprobieren.
      Die Rahmen der Türen habe ich angeritzt. Das sieht man so nicht. Ich wollte etwas Struktur in das platte Papier bringen. Die Schotttüren sind verdoppelt.



      Bei den Türen am Schott 29 sind es rechteckige Fenster mit Fensterkreuz. Dazu habe ich Overheadfolie mit einer Stecknadel angeritzt und bin mit schwarzem Filzstift drüber gegangen. Anschließend wurde das Fenster mit einem Lappen geputzt. Ich hoffte, dass in der Ritzung die Farbe hängen bleibt und das Fensterkreuz so besser sichtbar wird. Das ist nun nicht so gelungen, wie ich es mir vorgestellt hatte.
      Die breite der Latten eines Fensterkreuzes bei so einer Tür sind ca. 5cm. Bei einem Maßstab von 1:250 ergibt das dann 0,2mm - also sehr dünn. Da kann ich nichts mehr aussticheln. Dazu reichen meine Fähigkeiten nicht aus.
      Mal sehen was ich als nächstes versuche.




      Jetzt muss ich mit der Klebeorgie für das Spantengerüstes anfangen.


      Ach übringens:
      In der allgemeinen Beschreibung zu diesen Kartonbausatz steht geschrieben: "... Schneiden Sie ganau auf der Mitte der Linie..."
      Hab ich gelacht happy1 happy1 happy1 happy1 happy1 happy1

      Grüße
      Da Norbert
    • Servus beinand,

      heute habe ich einen Arbeitsgang an einem Decksteil hinter mir, bei dem ich nicht ganz sicher bin, ob ich ihn für alle weiteren Teile des Decks weiterführen möchte.
      Ich habe die Stöße der Decksplanken geritzt.

      Gegen Licht sieht man eine Struktur, die das Gesamtbild dezent verbessert. Bei einem Maßstab von 1:250 sollte man, glaube ich, auch keinen so starken Einfluss dieser Arbeit erkennen.
      Ein Nachteil ist, dass sich das Bauteil etwas aufwölbt. Da muss ich noch kontrollieren, ob das später noch 100% passt, oder sich die Größe dadurch verändert hat.
      Links ist eine Kopie (Farbe spielt jetzt mal keine Rolle), rechtss das bearbeitete Originalbauteil.




      Hat in diesem Forum das schon mal jemand bei dem Maßstab gemacht?

      Grüße
      Da Norbert
    • Hallo Norbert,

      ein interessantes Experiment.

      Ich habe mal Versuche mit dem Ritzen von Pforten in den Bordwänden gemacht, weil die normalerweise mit der Bordwand fluchten, bei Modellen aber tlw. auf die Bordwand geklebt werden, was nicht authentisch ist. Das hat mich weder mit Ritzen noch mit Rillen überzeugt. Bei Decksplanken hätte ich neben dem von Dir beschriebenen Problem der Aufwölbung die Sorge, dass das Weiß des Kartons darunter durchscheinen könnte. Offen gestanden kann man den Unterschied auf den beiden Fotos kaum bzw. nicht sehen. Ich kann mir aber vorstellen, dass es in Natura einen leichten räumlichen Effekt gibt.

      Zu Deinem Vorhaben, das Modell mit Unterwasserschiff zu bauen habe ich noch ein Foto gefunden:



      Es zeigt ein Modell der TS POTSDAM im Kaiserdock II in Bremerhaven. Das Modell steht im Historischen Museum der Stadt.
      Viele Grüße Nils
    • Servus Nils,

      danke für Deinen Kommentar.
      Jetzt da ich weiß, dass ich ein Decksteil strukturiert habe, werde ich mit Sicherheit immer daran erinnert.
      Ob ich es nun für alle mache oder nicht grr

      Zu Deinem Bild:
      Ende September bin ich für ein paar Tage in Willhelmshaven und Bremerhaven und werde das Modell natürlich in Augenschein nehmen.
      Was mir aber gleich auffällt, ist der fehlende Wulstbug. Den hatte die Potsdam definitiv!
      Abe schön zu sehen, dass der untere Teil rot war.

      Da Norbert
    • Neu

      moin1 Da Norbert ,
      ich freue mich , das Du die Potsdam baust ,steht bei mir auch noch in der Werft .
      Nur würde ich die Plankenstösse nicht nachbilden , denn es ist ja ein glattes Deck ,
      wenn man gut kalfatert hat , da zeigen sich auch keine Rillen .
      Aber es hat , wie man gut erkennen kann , sogar Plankenstösse klasse1 ,
      was Einigen ja nicht so gefällt . danke1
      Bin selber bei den Davids hängen geblieben . mahlzeit1
      tschö1 flagge1
      Es grüßt aus BI

      Ewald matrose1 Kartonschneider
    • Neu

      Servus Ewald,

      ja ich glaub ich lass das mit den Plankenstößen. Die zusätzliche Arbeit wäre eine strukturiertere Ansicht wert, aber bei dem Maßstab ist das übertrieben und die Passagiere hätten ja auch gerne ein glattes Deck und kein Kopfsteinpflasterfeeling.

      Bitte mach weiter mit deiner Potsdam. Diese Dampfer sind einfach genial.

      Grüße
      Da Norbert
    • Neu

      Servus beinand,

      trotz viel beruflicher Arbeit im Moment ist der Bau fortgeschritten und ich habe tatsächlich mein erstes großes Spantengerüst zusammengeklebt.
      Die Passgenauigkeit der Teil ist sehr gut und es waren nur minimale Anpassungen notwendig. Die Stabilität ist jetzt nicht toll, aber man kann es hochheben und es bleibt in einer Eben ohne sich zu verbiegen.
      Wie sieht, oder auch nicht, ist alles stumpf zusammengeklebt. Für die meisten langen Klebestellen habe ich Uhu verwendet und für die vielen kurzen Weißleim. Ich wurde gewarnt das nicht zu tun, aber ich bin halt unbelehrbar (und frage mich warum mein Sohn auch so ist grummel ). Aber - es hat funktioniert, da alle Klebestellen eben nur max. 2-3mm lang sind (wie beim Schweißen - keine Vollnähte).

      Gesamtansicht:


      Bug und Heck - die sind etwas verstärkt ausgeführt:


      Und hier sieht man schon welch schlanke Linie diese Madam haben wird:


      Warum bauen die eigentlich heutzutage diese Schiffe nicht mehr - sehr schade, oder?

      Grüße
      Da Norbert
    • Neu

      Hallo Norbert

      Das waren früher Auswandererschiffe. Die Zeiten gibt es nun mal leider nicht mehr. Nur noch Nostalgie und Geschichte der Seefahrt. Heute regieren Containerriesen und Kreuzfahrschiffe die Welt.
      Viele Grüße bis bald

      Guido

      Ich bau was mir gefällt, das ist meine Welt. Recht zugig geht´s voran, ich tue was ich kann.
      karton1 Wie Sie halt so sind tanz 1 tanz 1 tanz 1 tanz 1



      .
    • Neu

      $.guido schrieb:

      Heute regieren Containerriesen und Kreuzfahrschiffe die Welt.
      Ja und viele dieser "Schiffe" unterscheiden sich häufig noch nicht mal in ihrer Kasten-Form........
      Kann ich hier auf dem Seedeich immer wieder bestätigend beobachten....
      Gruss
      Holger


      Ich bin von Kopf bis Fuss, nur auf Kartonmodellbau eingestellt
      und das ist meine Welt,
      sonst gar nichts..... ! freu1