Fregatte Klasse 122 "Lübeck" / KvJ / 1:250

    • Fregatte Klasse 122 "Lübeck" / KvJ / 1:250

      An dieser Stelle beginne ich einen neuen Baubericht und zwar soll es die Fregatte „Lübeck“ meines kleinen Eigenverlags werden. Auf das Vorbild gehe ich nicht weiter ein und verweise gerne auf meine Homepage zur „Fregatte Lübeck“, auf der sämtliche Informationen zu finden sind. Ich verzichte hier auch auf eine Bogenvorstellung, die ich bereits in meinem Online-Shop erstellt habe. Stattdessen werde ich bei vielen Bauschritten meine Arbeitsweise etwas genauer zeigen. Ich werde viele Detailaufnahmen (als Makro) zeigen, die wegen der Anzeige auf einem großen Monitor wahrscheinlich nicht immer schön anzusehen sind, aber mit dem normalen Betrachtungsabstand von 30cm durch das menschliche Auge relativiert sich alles und man findet die Problemzonen nicht wieder.

      Des weiteren ist hier im Blog auch Wissenswertes über die Konstruktion des Modells zu erfahren. Gleich im ersten Beitrag meines Konstruktionsthreads – hier klicken – steht einiges über das „wie“ und „warum“.

      Selbstverständlich wird es nach Fertigstellung des Modells wieder eine PDF-Datei dieses Bauberichtes in meinem Blog als Download geben.

      Die Kiellegung der Grundplatte (1) erfolgte bereits Mitte Juli 2018. Deswegen ist der Bau insgesamt auch schon ziemlich weit fortgeschritten und ich bin Stand heute bereits bei der Baugruppe (83), der Brücke, angekommen.

      Und damit geht es im Baubericht mit den ersten Bauteilen des Rumpfes los, der Baugruppe (1).



      Die Grundplatten (1) und (1a) haben Klebelaschen, die nach oben geknickt werden müssen. Dazu müssen diese Klebelaschen von der Rückseite gerillt werden. Um entsprechende Markierungen auf die Rückseite zu bekommen, steche ich mit der Stecknadel durch den Karton, drehe den Karton um und rille mit einer Reißnadel an einem Japanspachtel entlang von „Loch zu Loch“.





      Nun hätte man diese Knicklinie sicherlich auch auf die Rückseite drucken können, aber wenn der Druck nur minimal verrutscht, dann stimmt es auf der Vorderseite nicht mehr. Bei anderen Bauteilen ist ein minimaler Versatz von vielleicht 0,1 mm nicht weiter problematisch. Für die Zukunft werde ich diese Möglichkeit des Rückseitendrucks mit meinem Drucker und verschiedenen Einstellungen testen und an anderer Stelle darüber berichten.

      Vor dem Ausschneiden des Bauteils, steche ich mit dem Skalpell einen kleinen Schlitz an die Stellen, wo später ein Querspant sitzen wird. Dadurch wird das an der Stelle auszuschneidende Dreieck etwas größer und die Klebelaschen geraten nach dem Hochknicken nicht mit den Querspanten in Kollision.



      Nun geht es ans Ausschneiden. Dafür nutze ich eine Silhouettenschere. Sicherlich kann man das auch mit einem Skalpell/Cuttermesser an einem Stahllineal entlang durchführen, aber wehe, wenn das Lineal verrutscht, dann kann das Bauteil schnell unbrauchbar werden. Ich empfehle für „lange Strecken“ immer die Schere zu nehmen. Eigentlich ist meines Erachtens die Schere ohnehin immer die bessere Wahl, denn nur so bekommt man auch eine ganz kleine Balkenbucht mit, die man bei Lineal und Skalpell vielleicht übersieht.



      Nach ein paar Minuten liegt das erste ausgeschnittene Bauteil (1) auf dem Basteltisch.

      Lieben Gruß
      Andreas
      Weitere Bauberichte meiner Modelle gibt es hier: www.jabietz.de/kartonmodellbau
      Die Modellbaubögen und Zusatzplatinen vom Schlepper "Bugsier 17/18", der Fregatte Klasse 122 und vom Feuerschiff "Fehmarnbelt"
      gibt es nur hier: www.jabietz.de/shop

    • Die vordere Grundplatte (1a) wird auf die gleiche Weise gefertigt. (1) und (1a) können anschließend mit den Verbindungslaschen (1b) und (1c) verbunden werden. Die gerade Ausrichtung beider Teile zueinander prüfe ich mit einem langen Lineal entlang der Mittellinie.



      Lieben Gruß
      Andreas
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    • Moin Andreas ,

      DANKE und KLASSE !!!! daumen1 klasse1 freu 2

      Greife ich dann praktisch SICHERLICH beim Bau meiner Fregatte BREMEN drauf zurück !!! high five1
      Aber werde jetzt schon Deinen Bau der Fregatte hier akribisch verfolgen,
      um vorab schon einige markante Punkte und Allgemeines zum Bau, dieses wunderbaren Modell zu verinnerlichen !
      Freue mich schon !!! happy 2
      Gruss
      Holger


      Ich bin von Kopf bis Fuss, nur auf Kartonmodellbau eingestellt
      und das ist meine Welt,
      sonst gar nichts..... ! freu1
    • Moin Andreas,

      zunächst mal: Schön, dass Du den Bau der Fregatte hier vorführst.

      Zu dem Thema

      jabietz schrieb:




      Nun geht es ans Ausschneiden. Dafür nutze ich eine Silhouettenschere. Sicherlich kann man das auch mit einem Skalpell/Cuttermesser an einem Stahllineal entlang durchführen, aber wehe, wenn das Lineal verrutscht, dann kann das Bauteil schnell unbrauchbar werden. Ich empfehle für „lange Strecken“ immer die Schere zu nehmen. Eigentlich ist meines Erachtens die Schere ohnehin immer die bessere Wahl, denn nur so bekommt man auch eine ganz kleine Balkenbucht mit, die man bei Lineal und Skalpell vielleicht übersieht.
      hätte ich folgende Anmerkung: Wie so oft im Leben gibt es auch beim Ausschneiden keine Patentlösungen. Bei mir werden auch die meisten Teile mit einer Schere ausgeschnitten; übrigens immer noch die gleiche, die ich vor 58 Jahren meinem alten Herrn aus der Schublade geklaubt habe...
      Bei kurzen und geraden Schnitten nehme ich seit geraumer Zeit hingegen einen Cutter, mit dem ich bei einer vernünftigen Schneideunterlage und sorgfältigem Schneiden aber auch längere gebogene Schnitte hinbekomme. Wie's gerade so passt...

      Beste Grüße
      Fiete
    • @Fritz: Vielen Dank. Meine Bauberichte sind "normalerweise" immer etwas ausführlicher. Bei meinem eigenen Modell möchte ich es natürlich auch nicht anders machen. Mal sehen, ob es für mich etwas am Bogen zu meckern gibt happy1 .

      @Holger:Ja, ich denke, der Baubericht dürfte für alle Modellbauer dieses Modells sehr hilfreich werden.

      @Fiete: Vielleicht habe ich mich etwas blöd ausgedrückt, bzw. eine bestimmte Situation im Kopf gehabt, als ich schrieb, dass die Schere immer die bessere Wahl sei. Das stimmt so natürlich nicht. Ich möchte keine Relingdurchzüge mit der Schere ausschneiden - obwohl ... im Maßstab 1:10 dürfte auch das funktionieren frech 1 . Jeder soll selbstverständlich sein bevorzugtes Werkzeug zur Papierbearbeitung verwenden.
      Lieben Gruß
      Andreas
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    • moin1 Andreas
      Wie gesagt die Ersatzbögen habe ich schon prima verarbeitet diesmal ohne Unfall. Das ich von dem Modell , der Art der bis ins kleinste durchdachten Konstruktion begeistert bin brauche ich nicht extra zu betonen. Da schließe ich mich den Lobeshymnen von Günter voll und ganz an. Kleine Haken gibt es immer, mal sehen ob du sie auch siehst die kleinen Haken, ich melde mich dann mal zu Wort worüber ich gestolpert bin. Ich habe die Lübeck soweit fertig, bis auf Kleinigkeiten,In kürze werde ich bei dir die Lübeck nochmal als Niedersachsen ordern.Und wie gesagt ich bin begeistert von dem Modell. daumen1 Und jedenfalls schnappe ich mir gerade einen Stuhl und schaue zu, ich weiß jetzt schon das es sich lohnt
      Bis denne Werner der Marineoldi kaffee1 und nach dem Stapellauf prost1

      es ist mehr ein Leitspruch:
      Ich habe mich von der Arbeit verabschiedet, nicht vom Leben.
    • @Marineoldie: Es freut mich, dass mein Modellbaubogen (nicht nur bei dir) so gut ankommt. Und was die kleinen Haken angeht, da habe ich schon ein paar gefunden, die ich für künftige Bögen gleich korrigiert habe.

      @Volkmar: Sehr gerne. Spannend wird es wie immer bei den Bordwänden.
      Lieben Gruß
      Andreas
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    • Die nächste Baugruppe betrifft den Mittelspant (2) bis (2b). Hier sind bei (2) und (2a) die Klebelaschen wechselseitig nach vorne und hinten zu knicken und somit entsprechend von vorn und hinten zu rillen. (2) weist noch eine Besonderheit auf und zwar wäre hier, wenn man das Hubschrauberfanggitter aus den Bauteilen (38a-c) bauen möchte, eine graue Fläche auszuschneiden. Die optional erhältliche Ätzplatine beinhaltet solch ein Gitter. Es kann aber auch durch ein anderes Material ersetzt werden. Wer kein Gitter einbauen möchte, der lässt die graue Fläche unberührt.



      Wie in der Bauanleitung empfohlen, kommt zunächst (2b) an (2a). Danach können die Klebelaschen von (2) und (2a) vorbereitet werden, denn (2a) wird jetzt auf die Grundplatte geklebt. Dabei ist unbedingt darauf zu achten, dass die Arbeitsfläche eine höchst gerade Platte ist, damit der Rumpf kein „Flitzbogen“ wird. Außerdem sollte man gleich ein paar Gewichte auf die Grundplatte (1a) stellen/legen, damit der Karton flach bleibt. In meinem Fall sind es Kugellagerrollen, die ich vor vielen Jahren von einem ganz lieben Modellbaufreund aus Flensburg bekommen habe.





      Nun kann auch die achtere Hälfte (2) des Mittelspants aufgeklebt werden.



      Ist alles sauber ausgerichtet, dann fehlt noch die Klebeverbindung (2b) zwischen (2) und (2a) sowie die Gewichte auf dem achteren Teil der Grundplatte. Verklebt habe ich alle Bauteile übrigens mit lösungsmittelhaltigem Alleskleber.



      Nun darf, oder besser, sollte diese Konstruktion über Nacht trocknen.
      Lieben Gruß
      Andreas
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      moin1 Andreas
      Und da ich Deine Art und Weise der Erstellung von Bauberichten ,hier und in Deinen Blocks sehr genau studiert habe , bin ich mir auch ganz sicher, das Du die paar Haken in Deinem BB uns auch bekannt gibst. Denn daraus kann man ja nur lernen, und Fehler vermeiden. Ich freu mich jedenfalls schon drauf.
      Bis denne Werner der Marineoldi kaffee1 und nach dem Stapellauf prost1

      es ist mehr ein Leitspruch:
      Ich habe mich von der Arbeit verabschiedet, nicht vom Leben.
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      Moin Marineoldie

      Selbstverständlich werde ich die Problemchen hier aufzeigen. Und wie schon geschrieben habe ich diese Problemchen für die künftigen Bögen bereinigt.
      Bedanken möchte ich dabei auch bei den Modellbauern, die mich auf Nummernfehler oder tatsächlich noch falsche Knicklinien oder falsche Referenznummern oder ... oder ... oder .... aufmerksam gemacht haben. Alles nur Kleinigkeiten, die nichts mit der Passgenauigkeit des Modells zu tun haben, denn das passt schon alles sehr genau zusammen und verzeiht (eigentlich) keine Luschigkeiten - so stelle ich es jedenfalls gerade bei meinem Bau fest. Kann mich gar nicht daran erinnern, dass es beim Anleitungsbau ja auch schon so gewesen sein muss rotwerd1 .
      Lieben Gruß
      Andreas
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      In der Zwischenzeit kann man sich schon mal eine halbe Stunde mit dem Ausschneiden der Querspanten (3) bis (22) beschäftigen. Bei den Spanten (9), (12), (16) und (17) sind ein paar Klebelaschen von vorne zu rillen, während Spant (15) von der Rückseite zu rillen ist. Bei vielen Spanten ist an der äußeren Rundung unbedingt ein kleiner Absatz von 0,2 mm zu berücksichtigen, in dem später die großen Klebelaschen des Decks zum Liegen kommen.



      Nach dem Ausschneiden der Spanten sieht es bei mir wie folgt aus…



      In der Bauanleitung wird in Abbildung 2 empfohlen, dass die Klebelaschen der Grundplatte (1) von der Position des Spants (8) nach achtern leicht rund vorzuformen sind, damit sich die Bordwände später nicht an den Spanten abzeichnen. Wahrscheinlich hätte man diesen Schritt noch vor dem Aufkleben des Mittelspants machen sollen. Jetzt ist aber auch noch ein guter Zeitpunkt dafür.

      Wenn die Querspanten erst auf dem Mittelspant und mit der Grundplatte verklebt sind, dann wird es mit dem Runden der Klebelaschen schwieriger. Ich runde die besagten Klebelaschen mit einem 1 mm dicken Federstahldraht über die Fingerkuppe.



      So weit – so gut. Nun können die Querspanten auf den Mittelspant geklebt werden. Ich gehe dabei mit dem Kleber nicht unbedingt sparsam um. Die Mittellinie des Querspants bekommt mittig auf Vorder- und Rückseite „etwas“ Klebstoff und die untere Kante ebenfalls. Bei mir sehen die Spanten dann meistens so aus …





      Beim Einkleben der Querspanten in den Schlitz des Mittelspants ist unbedingt auf eine Flucht mit den Linien der noch einzubauenden Längsspanten (23) und (23a) sowie (24) und (24a) zu achten, denn nur dann sitzen die Spanten mittig auf der Grundplatte. Nach einer knappen Viertelstunde ist die Arbeit erledigt.



      Anschließend darf das Spantengerüst, welches sofort mit Gewichten beschwert wird, wieder über Nacht trocknen.

      Lieben Gruß
      Andreas
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      Moin Andreas,

      solch ein Step-by-Step-Baubericht mit vielen, bearbeiteten Fotos ist zwar etwas mühsam für den Autor, für weitere Nachbauer des betreffenden Modells jedoch als quasi erweitere Bauanleitung richtig gut brauchbar.
      Sehr schön auch, dass Du "unten" anfängst, so können auch Anfänger oder nicht so geübte oder eingerostete Kartonmodellbauer davon profitieren. danke 2
      lg.
      Tommi
      ....und ab dafür! rollen1
      Vergammelte Werke
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      moin1 Andreas
      Du brauchst nicht zu befürchten das ich jetzt nur hinter den Kleinigkeiten her bin, und das das nichts mit der Passgenaugigkeit und präzieser Konstruktionsarbeitzu tun hat beweist mein fertiges Modell, im Gegenteil man muß höllisch auf wirkliche Kleinigkeiten achten das man sie nicht übersieht, wie wichtig sie sind merkt man erst später,z.B die kleinen Absätze bei den Spanten oben. Jedenfalls hat das Teil einen höllen Spaß gemacht. danke 2
      Bis denne Werner der Marineoldi kaffee1 und nach dem Stapellauf prost1

      es ist mehr ein Leitspruch:
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      Weiter geht es mit den Baugruppen (23-d) und (24-d). Die Längsspanten (23), (23a), (24) und (24a) werden mit den zugehörigen Klebelaschen (23b) und (24b) auf bereits gewohnte Weise vorbereitet. Bitte auf die Knicklinien und Auskerbungen achten. An (23a) und (24a) werden noch vor dem Einbau vier zusätzliche Klebewinkel (23c) und (24c) geklebt, die später als Decksauflage dienen.



      Nun können die Längsspanten in die Querspanten geklebt werden. Dazu sind an den Querspanten (12) und (16) die Klebelaschen umzuknicken, die anschließend mit den Längsspanten verbunden werden. Zuletzt werden die beiden Längsspantteile mit den Klebelaschen (23b) und (24b) verbunden.



      Ich gönne dem Spantengerüst ein paar Minuten Ruhe und stelle wieder Gewichte drauf. Zwischenzeitlich bereite ich die Bauteile (23d) und (24d) vor, die nicht bündig mit der Vorderkante der Querspanten eingeklebt werden dürfen, sondern sie müssen etwa eine Kartonstärke nach hinten gesetzt sein. In diese Lücke von ca. 0,2 mm wird später die Klebelasche der Bordwände verschwinden. Des Weiteren können die Stringerspanten (25) und (25a) ausgeschnitten werden, die am Bug zwischen die Spanten (17) und (22) gehören. Außerdem fehlt noch der letzte Querspant (26), der, mit dem zu verdreifachenden Bauteil (26a) als Schanzdeckauflage, vorbereitet wird.



      Nach zweieinhalb Stunden reiner Bastelzeit und 47 verbauten Einzelteilen sieht mein Spantengerüst nun wie folgt aus und der Kleber darf mindestens eine Nacht durchtrocknen.



      Lieben Gruß
      Andreas
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      Auf den nächsten beiden Bildern kann man doch ziemlich gut erkennen, warum die Klebelaschen der Grundplatte im achteren Bereich gerundet werden sollten.



      Im nächsten Beitrag geht es mit dem Schanzdeck weiter. Früher sagte man zu dem Deck einfach nur „Schanz“. Man befehligte die Soldaten mit „Alle Mann auf die Schanz!“ zur Musterung … zumindest bis es eine Frau OLt. Schanz gab happy1 . So wurde es mir zumindest bei der Besichtigung der Fregatte „Augsburg“ berichtet.
      Lieben Gruß
      Andreas
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      moin1 Andreas
      grins 2 Was meinst Du wieviele OLt. Schanz es gab. Die Tante ist auf jedem Dampfer gefahren.Bei mir auf der alten Scharnhorst hieß sie Matte
      und wir schliefen noch damals in Hängematten, gab es nicht nur auf dem Balkendampfer,und dann hieß es ab" IN die Matte "und laßt euch nicht hängen. engel1
      Bis denne Werner der Marineoldi kaffee1 und nach dem Stapellauf prost1

      es ist mehr ein Leitspruch:
      Ich habe mich von der Arbeit verabschiedet, nicht vom Leben.
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      Hallo Andreas,

      ich verfolge deinen Bericht mit großen Interesse. Deine Ausführungen bringen m. E. sowohl Anfängern als auch Fortgeschrittenen etwas!
      Viele Grüße,

      Hans-Jürgen

      --------------------------------------------------------------------------------------------------------------
      Früher oder später, aber gewiss immer wird sich die Natur an allem Tun der Menschen rächen, das wider sie selbst ist. (Johann Heinrich Pestalozzi)
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      Hallo Andreas,

      Marineoldie schrieb:

      .. son Schweinkram gefällt Euch?
      was fürn Schweinkram?
      Viele Grüße,

      Hans-Jürgen

      --------------------------------------------------------------------------------------------------------------
      Früher oder später, aber gewiss immer wird sich die Natur an allem Tun der Menschen rächen, das wider sie selbst ist. (Johann Heinrich Pestalozzi)
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      Der Ausbau des Schanzdecks beginnt mit dem Deck selbst, welches aus den Teilen (27) und (27a) besteht.



      Die Klebekante (27b) für die Aufbauwand (27c) befindet sich mit dem bislang unterschlagenem Bauteil (26b) auf einer Verdoppelungsfläche. Diese Fläche wird in der Mitte geknickt und rückseitig zusammengeklebt, um auf doppelte Materialstärke zu kommen.

      Ich bringe auf der einen Hälfte den Kleber auf und verstreiche ihn gleichmäßig mit dem Finger über die Fläche. So ist einerseits gewährleistet, dass überall Klebstoff hin gelangt und andererseits nehme ich überschüssigen Kleber automatisch von der Fläche.


      Nach dem Zusammenklappen sollte die Verdoppelungsfläche gut durchtrocknen. Schneidet man zu früh aus, dann können sich die beiden Seiten dabei noch verschieben.

      Doch zurück zum Deck (27), welches bereits auf das Kantenfärben wartet. Um die weißen Schnittkarten des Kartons abzudecken, verwende ich Aquarellstifte. Mit einem Pinsel nehme ich die Farbe von dem Stift ab und wische sie auf die Kartonkante. Man könnte es auch mit Tusche machen, aber die Farbauswahl der Aquarellstifte ist beispielsweise bei Faber-Castell nahezu unerschöpflich und vollkommen ausreichend. Insbesondere die unterschiedlichen Grautöne sind bei Marineschiffen sehr hilfreich.

      Für die Deckskante nehme ich den Farbton „Warmgrau IV“ und für die Aufbauten „Kaltgrau II“ oder auch „Kaltgrau III“.



      Die Rückseite von (27a) enthält Markierungen der Spanten, an denen man sich beim Aufsetzen des Decks auf das Spantengerüst orientieren kann.



      Anschließend noch (27b) und (27c) mit den Anbauteilen auf die Position und schon ist das Schanzdeck nach gut 20 Minuten fertig für den weiteren Ausbau. Nun könnte man noch meinen, ich hätte bei der Konstruktion der Rückwand (26) vergessen die beiden Türen doppelt zu zeichnen, damit sie, wie bei (27c), plastischer aussehen. Dem ist nicht so, denn diese Türen sind beim Vorbild bündig mit der Wand.

      Lieben Gruß
      Andreas
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      petcarli schrieb:

      [...] Mach bitte weiter so! [...]
      I will do my very best... auch wenn solch ein Baubericht viel Zeit in Anspruch nimmt.
      Lieben Gruß
      Andreas
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      In der Reihenfolge ginge es mit den Seiltrommeln (28) und (29) sowie dem Bedienstand (30) und der zugehörigen Winch (31) weiter. Es fällt auf, dass einige Bauteile mit einer grünen Teilenummer in einem sechseckigen Rahmen gedruckt wurden.



      Das deutet auf Bauteile der optional erhältlichen Ätzplatine hin. Diese Platine, die in meinem Shop genauer beschrieben ist, muss mit Farbe vorbehandelt werden. Das habe ich mit einer grauen Grundierung erledigt, die ich aus einer Spraydose aus dem Baumarkt aufgesprüht habe. Dieses Grau ist fast derselbe Farbton wie die Aufbauten, was eine weitere Behandlung unnötig macht.



      Und somit tausche ich die jeweiligen Kartonteile gegen Ätzteile aus.

      Lieben Gruß
      Andreas
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      (28) und (29) müssen zu Rollen verarbeitet werden. Dazu feuchte ich diese Teile mit Zunge etwas an und rolle mit einem Stahldraht auf der Rückseite über das Bauteil, welches auf der Fingerkuppe liegt.





      Dabei rolle ich so eng zusammen, dass sich die Enden überlappen.



      Nun dürfen sich die beiden Teile ein paar Minuten von der Spucke erholen und trocknen. Zwischenzeitlich klebe ich die Ständer (28b)/(29b) mit Weißleim an die Seitenteile (28a)/(29a). Weißleim nehme ich deshalb, weil er nahezu rückstandslos auftrocknet. Ein Nachteil des Weißleims: man hat meistens nur eine Chance das zu verklebende Bauteil zu positionieren.



      Die Rollen werden ebenfalls mit Weißleim verklebt, den ich mit einer Stecknadel aufnehme und durch die Naht der Rolle ziehe. Danach sollten die Kanten genügend Kleber aufweisen und man kann die Kanten aufeinander stellen. Nach maximal 15 Sekunden hat der Weißleim angezogen und die Naht hält.



      Der überschüssige Leim kann in der Röhre verteilt werden.



      Zur Fertigstellung der Seiltrommeln werden die Röhren zwischen die Ätzteil-Ständer geklebt. Auf dem nächsten Bild sind auch der Bedienstand (30) und die Winch (31) schon fertig.



      Das Hubschrauberfanggitter habe ich vor dem Lackieren der Ätzteilplatine entfernt, weil ich es gerne etwas glänzend auf dem Landedeck sehen möchte.
      Lieben Gruß
      Andreas
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