Fregatte Klasse 122 "Lübeck" / KvJ / 1:250

    • Fiete schrieb:

      jabietz schrieb:

      ... und glaube mir, ich habe nicht nur bei der Fregatte noch mehr Teile gezeichnet gehabt. Aber als ich sie dann ausgedruckt gesehen habe, da wollte selbst ich diese "kleinen Scheißer" nicht mehr ausschnippeln
      Schade eigentlich...
      Moin Fiete,

      meinst Du das im Ernst ? hüpf1

      Moin Andreas,

      durch die tolle Aufnahmetechnik kommen die "Kleinigkeiten" natürlich ganz besonders rüber - so kommt eins zum andern - Herz, was willst Du mehr?

      L.G.

      Günter
    • Die Baugruppe (108) beschäftigt sich mit den 58 Bauteilen der beiden Harpoonstarter und den 8 zugehörigen Startrohren, aus denen beim Vorbild die Raketen mittels eines Boosters abgeschossen werden.



      Bevor ich den Bau zeige, möchte ich noch ein paar Infos zu den Raketen geben.

      Bei der Harpoon handelt es sich um ein Seeziel-Flugkörper, der aus zwei vierfach Startgestellen MK-141 abgefeuert wird. Dieser FK wurde als zweiter Antischiffs-FK in die Bundesmarine eingeführt, da er eine größere Reichweite als die MM-38 („Exocet“) hat. Um diese Reichweite nutzen zu können, müssen die Radaranlagen entsprechend hoch aufgestellt werden. Um über den Radarhorizont hinaus zu kommen, können die Bordhubschrauber als Fremdorter eingesetzt werden. Die Zieldaten müssen jedoch per Sprechfunk übertragen werden.
      Konnte die erste Version der Harpoon nur eine gerade Strecke zurücklegen, um dann sein Radar einzuschalten und das Ziel zu treffen, so können die folgenden Versionen so programmiert werden, dass sie auf ihrem Flug mehrere Wendemarken ansteuern und somit das Ziel auch indirekt angreifen können. Somit ist es möglich, dass bei entsprechender Programmierung mehrere FK das Ziel gleichzeitig treffen können.



      In der Fachliteratur wird davon gesprochen, dass eine Harpoon ein Schiff in der Größe eines Schnellbootes/Korvette vernichten kann. Zwei FK benötigt man für eine Fregatte und vier Stück für die Zerstörung eines FK-Zerstörers.

      Bevor ich die Startrampe baue, beschäftige ich mich mit den Startrohren (108g). Diese werden vor dem Rollen über einen Stahldraht wieder leicht angefeuchtet und dann geformt. Anschließend bekommen diese acht Rohre genügend Zeit die Feuchtigkeit wieder los zu werden.



      Während der Trockenzeit geht es mit den Sockeln für die Rampen weiter. (108) wird dabei geknickt und über (108a) geklebt. Darauf kommen dann die Streben (108b) und (108c). Zwischen die beiden entstandenen Baugruppen wird (108d) geklebt und in die kleinen Kerben von den Streben kommen die Streifen (108e).

      Lieben Gruß
      Andreas
      Weitere Bauberichte meiner Modelle gibt es hier: www.jabietz.de/kartonmodellbau
      Die Modellbaubögen und Platinen vom Schlepper "Bugsier 17/18", der Fregatte Klasse 122, dem Feuerschiff "Fehmarnbelt" und dem Schubverband "THYSSEN II" gibt es nur hier: www.jabietz.de/shop
    • Die Rohre werden nun mit Weißleim geschlossen und jeweils mit den roten und grauen Deckeln (108h) abgeschlossen – mehr zu den Farben kann man hier lesen – und durch die jeweiligen Öffnungen der Halter geschoben. Eventuell ist der eine oder andere Deckel etwas nachzuschneiden, damit das Rohr durch die Öffnungen passt. Beim Einschieben ist darauf zu achten, dass die Markierungen auf den Rohren zu den Halterungen passen.



      Sind die Rohre ausgerichtet und die Viererpakete soweit fertig, können sie auf die Startersockel geklebt ...



      ... und auf das Deck gestellt werden.

      Lieben Gruß
      Andreas
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    • Neu

      Die Baugruppen (109) und (110) beschäftigen sich mit den 12 Rettungsinseln und deren Halterungen an den Aufbauten.



      Die Halterungen (109) sind auch als Bauteile auf der Zubehörplatine vorhanden. Aus unerfindlichen Gründen sind die Knicklinien in der ersten Version der Platine in CorelDraw auf eine nicht druckbare Ebene gerutscht, weswegen die Bauteile von der Vorderseite nicht „angeätzt“ wurden und sich somit nicht wie gewünscht knicken lassen. Für diesen Fehler kann ich mich nur höflichst entschuldigen. In der zweiten Auflage der Platine ist dieser Fehler beseitigt und die Bauteile lassen sich wunderbar knicken. Beim Heraustrennen der Plattformen von der neuen Version der Platine ist unbedingt darauf zu achten, dass die lange Antenne der Baugruppe (144) nicht beschädigt wird.





      Ich verwende hier die Bauteile der zweiten Version und knicke die Halterungen entsprechend der Seitenteile (109a) und (109b). Letztere Seitenteile werden dann angeklebt und danach kommen die so vorbereiteten Lager auf ihre Positionen an den vorderen und mittleren Aufbauten. Zuletzt kommen noch die Lager (109c) der Rettungsinseln auf die Halterungen.

      Lieben Gruß
      Andreas
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      Nun geht es mit den 108 Bauteilen der 12 Rettungsinseln weiter. Hier besteht die Möglichkeit weiße oder graue Rettungsinseln zu bauen. Warum Graue? Nun, während die Fregatte „Lübeck“ als Flaggschiff zum „Wochenende an der Jade 2017“ in Wilhelmshaven an der Pier lag, da sind mir die grauen Inseln aufgefallen.



      Ich habe mich natürlich auch für die graue Variante entschieden, gebe aber auch zu bedenken, dass dann die Kanten der 108 Bauteile gefärbt werden müssen … und das ist schon etwas … langweilig. Das Vorbereiten der Bauteile bis zum Stand auf dem folgenden Bild habe ich 100 Minuten gebraucht.



      Der Zusammenbau ist relativ einfach. An die Rollen (110) werden links und rechts die Ringe (a) angeklebt, die wiederum mit den Deckeln (b) abgeschlossen werden. Zuletzt kommen noch die schmalen Streifen (c) auf die Rolle.; das hat bei mir alleine 50 Minuten gedauert. Irgendwann, nach zähen 4 Stunden, sind die 12 Rettungsinseln für den Anbau auf die Podeste fertig.



      Und so sieht es bei mir aus … die Rettungsinseln und ich werden definitiv keine Freunde.

      Lieben Gruß
      Andreas
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    • Neu

      Moin Andreas,
      das ist ja wieder ein wunderbares Gefummel in perfekter Ausführung von Dir.
      Hier sieht man die Herrausforderung des hochdetailierten Kartonmodellbaues.
      Ich kenne kein Plastikmodellbausatz in diesem Maßstab bei dem die Rettungsinseln aus so vielen Teilen bestehen. In den meisten Bausätzen bestehen die Rettungsinseln maximal aus zwei Teile (Ober- und Unterschale).
      Bei Deiner Fregatte ist die Bauzeit für die Rettungsinseln wahrscheinlich länger als beim Plastikmodellbau für das ganze Schiff daumen1
      Tolle Leistung Andreas!
      Liebe Grüße
      Jörg
    • Neu

      Hallo Andeas,
      ist ein klasse Schiff, an den Details kann man sich gar nicht genug sattsehen. Den Bericht finde ich einfach nur klasse, super Bauweisen erklärt, habe da mir auch schon einiges abgeschaut. danke1
      Gut finde ich auch dass du die Funktionsweise der Bauteile erklärst, wenn man weiß wofür das Teil im Original verwendet wird, baut es sich einfacher.
      Man merkt schon ich bin hellauf begeistert von dem Bericht, besser geht es nicht, wird definitiv mein nächstes Projekt.

      Gruß Udo
    • Neu

      moin1

      @Jörg (MacDiveDoc): Vielen Dank für das Lob. Ich möchte hier nicht Plastik- mit Kartonmodellbau vergleichen, aber ich denke, dass in Karton viel mehr möglich ist. Allerdings habe ich auf Ausstellungen auch schon Plastikmodelle gesehen, wo ich als Kartonmodellbauer echt neidisch geworden bin. Zur Bauzeit der Rettungsmittel kann ich vermelden, dass die 12 Halterungen knapp zwei Stunden und die Rettungsinseln auch noch mal zwei Stunden gedauert haben. Insgesamt waren es also vier Stunden reine Bastelzeit für 168 Bauteile.

      @Udo (Joda): Auch dir gilt ein Dank. Ich möchte mit meinem Baubericht anderen Modellbauern die Scheu oder gar Angst nehmen diesen Modellbaubogen anzuschneiden. Die KvJ-Modellbaubögen sind beim Bau kein Hexenwerk. Sie sind sicherlich etwas detaillierter, vielleicht auch kleinteiliger und somit nicht unbedingt für den ungeduldigen Modellbauer geeignet, der möglichst schnell viele Modelle bauen möchte. Aber die Modelle lassen sich wegen der Passgenauigkeit sehr gut bauen. Und wenn man (s)ein KvJ-Modell fertiggestellt hat, dann ist es, wie du es mit [Zitat] "... an den Details kann man sich gar nicht genug sattsehen..." geschrieben hast, immer eine Augenweide.

      An dieser Stelle möchte ich mich sehr gerne auch bei allen Likern bedanken!
      Lieben Gruß
      Andreas
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    • Neu

      Moin zusammen,

      dann gebe ich doch auch mal meinen Senf dazu:

      Für mich ist Kartonmodellbau mit dem "richtigen" Schiffbau vergleichbar. Hier wie dort werden aus "Platten" dreidimensionale Gebilde hergestellt. Beim Plastik-Modellbau sind die Bauteile in weiten Teilen schon fertig vorgebildet. Insofern kann man das schlecht miteinander vergleichen. Wenn ich mir aber anschaue, was mein Filius in jungen Jahren (als Lehrer und Familienvater hat man nicht mehr ganz so viel Zeit...) an hochdetaillierten Modellen im Maßstab 1:700 (!) hingezaubert hat, dann kann ich da nur den Hut ziehen. Vor allem kam dort ja noch die Bemalung dazu. Gut, Brückeneinrichtungen kann er nicht vorweisen, aber irgendwo muss ich ja auch die Nase vorn haben.

      Und was die Kleinteile anbelangt: Ich kann es selbst kaum fassen, zu was man inzwischen in der Lage ist. Das liegt aber auch zu einem großen Teil an dem deutlich besseren Werkzeug, das man zwischenzeitlich zur Verfügung hat. Also, Andreas, nur weiter so...

      Beste Grüße aus dem halbhohen Norden
      Fiete