Hafentretkran Stade, Shipyard 1:72

    • Hafentretkran Stade, Shipyard 1:72

      Nach der Vorstellung des Lasercutbausatzes, wird es Zeit das Modell anzuschneiden; Anschneiden ist vielleicht etwas übertrieben, da der Laser die meiste Arbeit bereits erledigt hat. Die Herausforderung des Modells besteht in der Bemalung - ein Tätigkeit die mir beim Modellbau sehr viel Spaß macht.
      Das fertige Modell soll später einmal Bestandteil einer kleinen Hafenszene, mit einem oder zwei der Shipyardwagen und einem kleinen Boot werden. Wenn jemand Zeichnungen einer Beladungsszene hat oder kennt, würde ich mich über einen Link freuen.

      Die Bemalung des Modells erfolgt wieder mit Öl auf Acryl. Nachteilig ist die längere Trocknungzeit der Farbe, ein großer Vorteil ist jedoch die längere Verabreitungszeit der Ölfarben, um die gewünschten Effekte zu erzielen. Dieser wiegt den Nachteil, wie ich bei meinen Testwagen gemerkt habe, deutlich auf.

      Angefangen habe ich heute mit der Bemalung des Bodens und des ersten Rings.

      tschö1 Christian

      "Behandle jedes Bauteil, als ob es ein eigenes Modell ist; auf diese Weise wirst Du mehr Modelle an einem Tag als andere in ihrem Leben fertig stellen."
    • Hallo Heinrich,

      für die Holzdarstellung des Bodens grundiere ich den Karton Acrylfarbe Sand (Schmincke 23660). Anschließend folgt ein lasierender Farbauftrag mit Ölfarbe Umbra natur hell (Schmincke mussini 10670). Je mehr Ölfarbe abgetragen wird, desto heller wird das Holz.

      Wenn die Farbe schon zu trocken ist, kann sie gut mit etwas Verdünnung (Schmincke Diluent N) wieder angelöst werden, aber wirklich nur ganz wenig - mit Verdünnung angefeuchteten Pinsel zuvor in einem Küchentuch abtupfen.

      Produkte anderer Hersteller funktionieren höchstwahrscheinlich genauso, der Künstlerbedarf, bei dem ich damals meine ersten Farben gekauft habe, führte halt den genannten Hersteller und ich kam mit den Farben gut klar.

      Deine Frage nach der Trocknungszeit kann ich nicht wirklich beantworten. Ölfarbe härtet langsam aus. Wie lange der Prozess dauert, hängt stark von der Dicke der Farbschicht ab. Der Prozess kann mit einem Fön beschleunigt werden (Vorsicht! Zuerst an einem Reststück testen).
      Die dünne Schicht beim Boden war nach vier Stunden soweit durchgehärtet, dass ich sie anfassen konnte. Bei dickeren Schichten, wenn ich also ein dunkleres Holz benötige, dauert es länger.
      Als ich die Technik vor gut 10 Jahren zum ersten Mal bei einem Plastikmodell probiert habe, hat die Farbe, da ich sie zu dick aufgetragen hatte, über 2 Wochen benötigt.

      Ich hoffe, meine Beschreibung hilft Dir weiter. Wenn Du noch Fragen hast, ruhig fragen.
      tschö1 Christian

      "Behandle jedes Bauteil, als ob es ein eigenes Modell ist; auf diese Weise wirst Du mehr Modelle an einem Tag als andere in ihrem Leben fertig stellen."
    • Hallo Fritz

      danke, aber so schwer ist das gar nicht. Man muss nur den Mut haben, mit hauchdünnen Farbschichten zu arbeiten und etwas üben.
      Ich habe versucht, bei den kleinen Wagen meine Technik auf Acryl umzustellen, und war nicht zufrieden. Auf Papier kann man nicht wirklich "nass" malen. Daher bin ich wieder zu meiner alten Technik zurück gekehrt.

      Deine Santa Maria ist doch ein gelungener Einstand. Nicht Aufgeben und es weiter Versuchen,
      tschö1 Christian

      "Behandle jedes Bauteil, als ob es ein eigenes Modell ist; auf diese Weise wirst Du mehr Modelle an einem Tag als andere in ihrem Leben fertig stellen."
    • Hallo Christian, mir waren auch so etwa 2 Wochen Trocknungszeit in Erinnerung. Es wäre schon gut, wenn es etwas schneller ginge... Ich werde Deine Methode mal ausprobieren - danke für den Tipp. Der Hafentretkran in Stade ist schon ein interessantes Teil, ich habe mir das Original mal lange angesehen und bin auf das Modell gespannt. Viele Grüße Heinrich
    • Weiter geht es mit dem Bau des kleinen Krans.

      Viele Fortschritte kann ich Euch nicht zeigen, da das Zusammenkleben, Grundieren und Bemalen der Einzelteile des Ständerwerks Zeit beansprucht. Beim dunkleren Holz habe ich festgestellt, dass eine Trocknungszeit von 2 Tagen für die Ölfarben angebracht ist.

      Beim Zusammenkleben der Balken des Originals aus einzelnen Pappen bleiben häufig kleine Kanten, Schleifen und Spachteln traue ich mich nicht. Trotzdem bin ich mit den Ergebnissen ganz zufrieden.
      Mittlerweile habe ich die Bodenplatte und die beiden unteren Ringbalken fertiggestellt. Die Bretterfugen habe ich mit dem Werkzeug, dass mir Fritz empfohlen hat, graviert.

      tschö1 Christian

      "Behandle jedes Bauteil, als ob es ein eigenes Modell ist; auf diese Weise wirst Du mehr Modelle an einem Tag als andere in ihrem Leben fertig stellen."
    • Hallo Christian

      Klar, dass ich dabei bin, wenn ich auch etwas verspätet dazu stosse.
      Die Shipyard "Architektur-Modelle" finden seltsamerweise wenig Beachtung in den einschlägigen Foren. Umso mehr freue ich mich nun auf diesen Bericht, danke, Dass Du uns teilhaben lässt.

      Freundliche Grüsse
      Peter
      Das Leben ist ein Geben und Nehmen - Mal übernimmt man sich. Mal übergibt man sich.

      Aus Leidenschaft: pierresuisse.ch
      Beruf und Hobby vereint: kamoga.ch
      Aus Freude: mein-modellbau.jimdo.com

      Meine versemmelten Werke
    • Hallo Peter,

      danke, die Lasercut-Bausätze sind schon etwas speziell. Auch zu den Segelschiffkits findet man nicht viele Berichte. Zur Mercury ist mir einer (der von Bonden) bekannt. Zur Wolf habe ich in einem deutsch- oder englischsprachigen Forum noch keinen entdeckt.
      Segelschiffe und das zugehörige Hafenzubehör sind nun auch nicht Mainstream.
      Die Leuchttüre finde ich auch sehr interessant, aber Du hast Recht, wie ein kurzes Googeln gezeigt hat, findet man auch dort nicht viel. SIe haben nicht viel mit klassischem Papiermodellbau zu tun.

      Da ich gerne mit Farbe hantiere, bilden die Bausätze für mich eine prima Grundlage. Ich würde auch das Gokstadschiff von Wak grundieren und bemalen, da es mir Spaß macht. Andere User erzeugen eine neue Textur am PC.
      tschö1 Christian

      "Behandle jedes Bauteil, als ob es ein eigenes Modell ist; auf diese Weise wirst Du mehr Modelle an einem Tag als andere in ihrem Leben fertig stellen."
    • Heute wurden die vorbereiteten Bauteile zum Fachwerk zusammengebaut.

      Die Bauanleitung gibt an, dass man alle Bauteile vor dem Zusammenkleben bemalen soll. Diese Vorgehensweise hat den Vorteil, dass man eine Holzmaserung leicht darstellen kann, andererseits den Nachteil, dass die Farbe immer etwas aufträgt. Durch das Zusammenkleben der Ringe aus mehereren Bauteilen und das Bemalen waren die Aussparungen so eng, dass die Bauteile nicht mehr passten. Ich musste daher an den Klebestellen die Farbe wieder vorsichtig abkratzen. Trotzdem passte nicht alles gut zusammen. Probeanpassen ist daher unverzichtbar. Da sich Papier nicht gut schleifen lässt, war das Zusammenkleben ein Geduldsspiel.

      Zuerst wurden die ersten sieben vertikalen Träger, auf die Grundplatte geklebt und die beiden vollständigen Ringe angebracht.



      Anschließend wurden alle weiteren vertikalen Träger angeklebt. Die Konstruktion ist nun erstaunlich stabil.



      Als nächstes wurde der Kopfbalken und zuletzt die Bauteile des nicht durchgehenden unterer Rings angeklebt. Beim langen Bauteil hatte ich einige Probleme, da ich wahrscheinlich die Nuten nicht sorgfältig genug vorbereitet hatte. Er sitzt nicht richtig und an einigen Stellen musste ich kleine Macken ausbessern.





      Vielleicht ist es besser die Kanten nach dem Zusammenkleben und vor dem Bemalen mit Sekundenkleber zu härten, andererseits befürchte ich, dass die Passprobleme dann noch größer werden.

      Weiter geht es nach meinem Urlaub mit den schrägen Aussteifungen des Fachwerks und den Rahmen für die Fenster und die Tür.
      tschö1 Christian

      "Behandle jedes Bauteil, als ob es ein eigenes Modell ist; auf diese Weise wirst Du mehr Modelle an einem Tag als andere in ihrem Leben fertig stellen."
    • AnobiumPunctatum schrieb:

      Da ich gerne mit Farbe hantiere, bilden die Bausätze für mich eine prima Grundlage. Ich würde auch das Gokstadschiff von Wak grundieren und bemalen, da es mir Spaß macht. Andere User erzeugen eine neue Textur am PC.


      Hallo Christian, mich interessiert der Gokstadschiff-Bogen von WAK. In einem polnischen Forum fand ich folgende Abbildung:


      kartonowki.pl/modele-galeria/model/5282,lodz-z-gokstad-175


      Die Farbgebung stimmt m.E. mit der Farbgebung des Bogens absolut nicht überein. Der Bogen zeigt m.E. eher die dunkle Farbe des originalen Schiffs, wie ich sie vom Osloer Museum in Erinnerung habe. Ist das polnische Kartonmodell nun bemalt oder hat man mit neuen Texturen gearbeitet? Viele Grüße Heinrich
    • Ich nehme an, dass die Bilder das Mastermodell zeigen. Die dunkle Färbung des Originals liegt an der Lagerung unter der Erde. Abhängig von Alter der des Teers Behandlung können die Schiffe eine rotbraune bis dunkelgraue Farbe annehmen. Wenn du mal nach Roskilde kommst, kannst du das an den verschiedenen Schiffen sehen.
      tschö1 Christian

      "Behandle jedes Bauteil, als ob es ein eigenes Modell ist; auf diese Weise wirst Du mehr Modelle an einem Tag als andere in ihrem Leben fertig stellen."
    • Hallo zusamen,

      Ich war vor genau einem jahr in roskilde und hab die nachbauten als sehr dunkel in Erinnerung. Meines wissens nach waren die originale und auch die nachbauten mit teer Gestrichen was innen eine dunkelbraune bis schwarze farbe verleiht.

      Ich muss mal meine fotos raussuchen und hier einstellen.

      Lg toby


      There is a joy in madness only mad man know.