Albrecht Pirling - Baureihe 95 (preuß. T20)

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    • Albrecht Pirling - Baureihe 95 (preuß. T20)

      Liebe Kartoneisenbahnfreunde,

      heute starte ich einen "Gemeinschaftsbaubericht". Das Modell wird die preußische T20, Baureihe 95 der DR. Diese 1'E1' Tenderlok ist ein ganz schöner Brocken, man kann hier bei Wiki einiges dazu nachlesen:

      Baureihe 95

      Das Modell entwirft und zeichnet Albrecht im bekannten Maßstab 1:38 - und das Modell darf ich für ihn bauen und hier vorstellen. Der Baubericht wird recht ausführlich, damit man eventuelle Probleme beim Probebau erkennen kann. Ich selle mich aber auf keine großen Schwierigkeiten ein, Albrechts Konstruktionen sind schließlich immer ziemlich nachbausicher uns sehr exakt gezeichnet.
      Der Bau wird mit nur minimalen Änderungen direkt vom Bogen erfolgen um die Baubarkeit zu ermitteln. Dazu sendet mir Albrecht immer fertig gezeichnete Bögen zu. Es geht also langsam Stück für Stück voran. Auch muß ich es in meiner knapp bemessenen Freizeit irgendwie reinkriegen.
      Ich freue mich nun schon sehr auf das langsam wachsende Modell! Darf ich vorstellen:



      Am Wochenende bin ich nun langsam angefangen, die ersten 5 Blätter enthalten den Rahmen und die Räder.



      Der Rahmen ist aufgrund der Länge dreigeteilt, das Mittelteil mit den 5 Treib- und Kuppelachsen, die Endstücke tragen die Vor- und Nachlaufräder.
      Hier erst der Mittelteil:



      Die Stabilisierungesschotten habe ich neben der im Bogen gezeichneten Aufdoppelung noch mit Graupappe verstärkt. Immerhin wird die Lok ganz schön groß und Massiv.



      Hier passt alles super gut zusammen. Nach dem ersten "In-Die-Hand-Nehmen" habe ich dann beschlossen, die Zwischenräume des Rahmens zwischen den Schotten zusätzlich mit Graupappe zu hinterlegen, um Stabilität zu erhalten. Es geht auch so, aber ich fühle mich so wohler... das Ganze wird damit schön stabil.



      Die Räder hat Albrecht wie üblich gezeichnet, ich habe sie auch nahezu vom Bogen gebaut. Vorder- und Hinterseite der Räder habe ich auf Graupappe geklebt, damit ist das Rad erstmal ca. 1mm dick. Um es dann etwas plastischer zu machen, habe ich nochmal eine Kopie der Räder erstellt und diese auf 2mm Finnpappe geklebt.
      Ohne den Spurkranz ausschneiden, so bekommt man plastischere Räder.



      Den Spurkranz noch anmalen, dann sind die Räder fertig.

      Das war's für heute, ich hoffe, es geht bald weiter. Als nächstes nehme ich mir die Rahmenendstücke vor.
      Viele Grüße,

      Gunnar
    • Hallo Gunnar,

      wie schön, Euch beide so aktiv zu erleben. Und das auch noch mit so einer attraktiven Lok! freu 2 klasse1
      Diese mächtige Tenderlok konnte ich einmal im Eisenbahnmuseum Dieringhausen bewundern. Ob sie allerdings jetzt noch dort zu finden ist, entzieht sich leider meiner Kenntnis.

      Ich wünsche Euch beiden gutes Gelingen. daumen1

      Schöne Grüße
      Andreas
      Hier bin ich Mensch, hier darf ich's sein.
      Goethe

      Es strebt der Mensch, so lang er klebt.
      Fast Goethe
    • Ich weiß nicht mehr zu welcher Gelegenheit wir auf dieses Modell zu sprechen gekommen sind. Auf alle Fälle waren wir uns sicher, das da bald mal was zu sehen sein wird.

      Und nu? Da isse! Ich freue mich riesig auf Eure Koproduktion.

      Und für Albrecht: Bei Fertigstellung kannst Du schon mal einen Bogen nach Berlin fertigmachen.

      Einfach schön, noch dazu, wo im Moment aus dem Osten - also aus Polen nix schienengebundenes rüberkommt!
      Beste Grüße

      von Andy

      What else?
    • Hallo Ihr Interessenten an der T20,
      die Konstruktion macht mir eines Kopfzerbrechen, hauptsächlich wegen des langen Wassertanks, der ohne Übergang ins Führerhaus verläuft. Da kommen auch auf den Bauer noch einige Probleme zu. In der Baubeschreibung hoffe ich, durch die richtige Reihenfolge eine Lösung zu finden. Jedenfalls ist es ein interessantes Projekt.
      Albrecht
    • Hallo Albrecht,

      ich bin mir sicher Du findest eine gute Lösung für die Wasserkästen. Wenn ich es dann bauen kann, dann kann es jeder... zwinker2

      Bernd, die 99 der Brockenbahn ist schon sehr ähnlich, aber wenn ich Albrechts Skizzen vergleiche, ist die T20 noch ein ganz anderes Kaliber!



      Ich muss mal sehen, gleich kommen noch ein paar Bilder vom Bau.
      Viele Grüße,

      Gunnar
    • So, nicht viel, aber in den letzten beiden Tagen ist etwas dazu gekommen.

      Die beiden Endstücke vom Rahmen bergen keine Besonderheiten beim Bau, passgenaue Kästen mit Verstrebungen. Auch hier habe ich die Teile mit 0,6mm Graupappe verstärkt. Dann an den mittleren Rahmen angebaut.





      Die beiden Teile stellen auch die Kraus-Helmholtz Gestelle dar. Bei der 95 sind nämlich nur die drei mittleren Achsen fest im Rahmen gelagert. Die äußeren Treibachsen sind mit den Laufachsen zu einem Drehgestell zusammengefasst. Dadurch kann die wuchtige T20 auch noch Radien von nur 300m sicher befahren.

      Auf die Endstücke kommen unten noch zwei Kästen, die ebenfalls zusätzlich mit Graupappe verstärkt wurden, dafür habe ich die Aussteifungen weggelassen (ich fauler Hund!).





      An diesen hinteren Kasten kommen noch Aufdoppelungen, welche die Stangen der Führung des Helmholtz Gestells darstellen.
      Damit wirkt es plastischer. Die Kanten hatte ich mit rot gefärbt, ich hätte besser ein braun genommen um die Tiefenwirkung zu erhöhen. Aber es bleibt jetzt so.



      Die beiden Kästen an den Rahmen angebracht, das war es für Heute.

      Viele Grüße,

      Gunnar
    • Hallo Andy,

      ja, die wird nicht ganz klein. Ich versuche gleichzeitig mal wieder meine 96 raus zu kramen und weiter zu bauen, um diese Boliden dann nebeneinander zu haben. Sicher interessant zu sehen.

      Dann muss ich auch noch endlich meine E 69 fertig machen, leider hatte ich den Wettbewerb völlig aus dem Focus verloren. Das ist dann das andere Ende der Größenskala.
      Viele Grüße,

      Gunnar
    • Hallo Gunnar.

      Naja, die 99 ist ja, wie wir wissen, eine Schmalspurlok. 3m kürzer und 30cm dünner. Aber trotzdem eine Wuchtbrumme.
      Sie braucht sich bei dem Vergleich nicht zu schämen. Sind schon klasse Konstruktionen. Und "Unser" Albrecht ist ein
      Meister, in dem er uns diese Monstermaschinen sehr realitätsnah zum Nachbau anfertigt. Vielen lieben Dank dafür.

      Viele Grüße Bernd.
    • Und weiter geht's!

      Ich habe auch inzwischen die Lieferung 2 von Albrecht bekommen, also versuche ich mal mitzuhalten...

      Hier sind nun die Oberseiten (2-Teilig) auf den Rahmen gekommen. Diese habe ich mit 0,6mm Graupappe zwischen den beiden Druckseiten verstärkt, damit es schön stabil bleibt.



      Auch die Pufferbohlen bekommen eine Zwischenlage aus Pappe.



      Als nächstes kommt der Aschkasten, eine einfache, gefaltete Kiste, die zwischen der 4. und 5. Kuppelachse liegt. Hier habe ich aufgrund der Größe keine Verstärkung eingebaut.
      Der Kasten passt von der Längsachse gut zwischen die dreikantigen Achsverstärkungen, aber in der Breite fehlt etwas, oder auf dem Rahmen ist die weiße Klebefläche zu großzügig. Das habe ich schnell mal mit Farbstift gelöst.





      Albrecht, hier habei ich folgendes gefunden:
      1. Die Aussteifung in dem Aschklasten ist irgendwie etwas zu klein geraten
      2. Die Klebefläche ist für den Aschkasten zu breit oder der Kasten etwas zu schmal zwischen den Rädern.

      Als Info für die Mitleser: Ich nutze das hier auch als Kommunikation an Albrecht, wenn mir im Probebau Dinge auffallen, die man in der Konstruktion leicht übersieht. Generell verspricht es, wieder ein tolles Modell zu werden, der Rahmen liegt schon jetzt massig in der Hand!

      Gleich geht's nochmal weiter.
      Viele Grüße,

      Gunnar
    • Und etwas mehr Komplettierung am Fahrgestell:

      Zuerst die "Achsen" also die Dreikant Stücke zur Stabilisierung, dann Stück für Stück die Räder.



      Nach den Rädern die Montage der Bremsklötze samt Hebeln. Die Bremsklötze sind mit 1,5mm Finnpappe verstärkt. Dabei ist mir aufgefallen, daß vor der ersten Kuppelachse die Markierung für das Teil nicht vorhanden ist, Ich habe die Bremsbacke einfach so aufgeklebt.



      Und zuletzt für heute die Montage der Stützen für das Führerhaus.



      Als nächstes geht es an die Trittstufen für das Führerhaus. Dann mache ich auch ein Bild vom gesamten Rahmen im aktuellen Zustand.
      Viele Grüße,

      Gunnar
    • Railgoon schrieb:

      Hi Gunnar und Albrecht,

      das sieht doch schon mal recht gut aus!

      Ich vermute mal, wenn diese Lok fertig ist, ist sie genau so wie das Original ein echtes Schwergewicht!!
      Hallo Andy,

      so viel Pappe, wie ich schon reingeklebt habe, bestimmt happy1

      Aber Spaß beiseite, bei so vielen großen Flächen und der gesamten Größe kann ich nur empfehlen die größeren Teile mit Pappe zu verstärken.
      Man kann die Lok auch so bauen, aber dann ist sie sicher etwas fragil anzufassen.
      Viele Grüße,

      Gunnar
    • Hallole,

      soweit ich weiß konstruiert Albrecht seine Loks bewusst so.

      Dadurch sieht man auf der einen Seite das Gestänge zusammengeschoben und auf der anderen Seite entsprechend voll entfaltet.

      Und wer von Euch Helden ist eigentlich in der Lage, BEIDE Seiten zur gleichen Zeit zu sehen? Also mir gelingt es nicht und letztendlich erkennen die wenigsten genau diesen Umstand (auch wenn sie die Lok in die Hand nehmen würden!!).
      Beste Grüße

      von Andy

      What else?
    • Ich habe bei meinen beiden bisher gebauten Pirling-Dämpfern auch die Räder um ungefährlich 180 Grad versetzt gebaut, damit die Steuerung auf beiden Seiten gut zur Geltung kommt. Sieht einfach bessser aus.Fahrwerk und Steuerung sind so aufwendig herzustellen, da will ich auch was sehen...Und wie schon Railgoon schreibt: Beide Seiten kann man eh nicht zur gleichen Zeit sehen. Aber (und das ist ja das Schöne um unserem Hobby): Jeder macht es so wie es ihm gefällt.
      Gruß, denis
    • Hallo zusammen.

      Jetzt muß ich doch weiter ausholen. Als ich Mitte 2010 zu Albrechts wundervollen Eisenbahn Modellen gekommen bin, baute ich als erstes die Dampflok der Baureihe 01 mit Neubaukessel.
      Als ich soweit war, die Räder mit Gestänge samt Steuerung zu bauen, wie Albrecht es damals konstruiert hatte, wurde ich von vieler Seite darauf hingewiesen, auch von Dir , Andy, das die Radstellung falsch sei. Habe ich darauf hin umgeändert, wie die Bilder es beweisen.
      Auch bei meinem darauf folgenden Eigenbau, der Dampflok der Baureihe 45, habe ich darauf geachtet, das die richtige Radstellung beachtet wurde. Siehe ebenfalls die Bilder.
      Nun verstehe ich das hin und her gezerre nicht. Auch bei einem Probebau sollte man auf die richtige Radstellung achten. So bin ich mit "maxhelene" einer Meinung, das man die Steuerung ändern sollte. Hat bei mir auch gut geklappt damals.

      Die Bilder zeigen zuerst die linke Seite der Lok, dann die rechte.

      Viele Grüße Bernd.



    • Das kann ja jeder für sich selbst nach Gutdünken ändern, wie er möchte.

      Ein Kontrollbau sollte aber auch immer einer bleiben. Da geht es vor allem um die Passgenauigkeit und die gesammte Baubarkeit des Modells.

      Es geht hier nicht darum, was man machen kann oder sollte, sondern wie geht das Modell aus dem Bogen zusammen.

      Soweit ich mich recht erinnere, hatte Albrecht das mit der falschen Steuerungsstellung damals auch erklärt.

      Letztendlich liegt das, was er macht immer noch in den Händen von Gunnar. Ich wollte nur auf den Fakt des Kontrollbaus hinweisen....
      Beste Grüße

      von Andy

      What else?
    • Danke für die Lehrstunde!

      Bisher hat sich noch keiner darüber erregt.

      Schau mal in den Freedownload der pr. G 2. Die ersten beiden Bilder (PDF) sind da schon mal Aufschlussreich! Das ist echt und ernsthaft so gewollt und darum auch so gezeichnet!

      Ansonsten sollten wir hier zum Tagesgeschäft übergehen und Gunnar und Albrecht zu Wort kommen lassen.
      Beste Grüße

      von Andy

      What else?
    • Hallo zusammen,

      ich wollte hier mitnichten eine Grundsatzdiskussion auslösen. Albrecht erreiche ich ja momentan nicht, nächste Woche ist er wieder "verfügbar". Aber ich habe mich entschieden, bis auf minimale Änderungen (wie die dickeren Räder und innen ein paar Stücke Pappe mehr) alles vom Bogen zu bauen, somit auch die eigentlich falsche Radstellung.
      Es bleibt ja jedem überlassen, das bei seinem Modell zu ändern, mich stört es momentan nicht, und so kann ich den reinen Kontrollbau machen.
      Für ein weiteres Modell würde ich mir dann auch durchbrochene Räder und vielleicht sogar einen drehbaren Antrieb vornehmen.

      Für heute Abend bin ich etwas zu platt zum Basteln, morgen gibt es sicher wieder kleine Fortschritte.
      Viele Grüße,

      Gunnar
    • Hallo in die Runde,

      endlich melde ich mich mal wieder, ich habe auch schon ein paar neue Bögen von Albrecht geschickt bekommen.
      Aber leider hat es mich etwas umgehauen, ich war ein paar Tage im Krankenhaus, bin aber wieder zuhause, und kann etwas weiter basteln, ich muss mich nun erstmal etwas schonen.

      Aber Kartonbau entspannt, also nutze ich die "Zwangspause" hier zum weiter machen.

      Unter den Rahmen bei den Führerhausauftritten kommen links und rechts Kästen mit den Stufen zu den Türen. Diese bestehen aus einem Innen- und Außenkasten. Der Innenkasten ist etwas kleiner und bekommt an der nach außen zeigenden Seite dann eine rote Platte, auf die letztendlich eine Stufe geklebt wird. Der Außenkasten umschlißt das Gebilde.
      Alles passgenau, und Albrecht hatte mir ein Update geschickt, wie man sieht, soll durch den Kasten nachher noch ein Rohr durchgehen, ich hoffe ich war nicht zu voreilig beim Ankleben. Aber wird schon!





      Am Rahmen sitzen sie dann so:



      Und zuletzt hatte ich oben auf den Rahmen eine Erhöhung für den Führerhausboden geklebt, dieser Rahmen besteht aus ein paar verstärkten Streifen. Hier sieht man auch nochmal sehr gut, wo die Treibräder durch den Rahmen ragen.



      Für heute genug, ich hoffe, daß ich am Wochenende etwas weiter komme. Teile für die Wasserkästen habe ich schon.
      Viele Grüße,

      Gunnar
    • An dieser Stelle möchte ich mich auch im Namen von Albrecht für eure vielen Likes für das Modell bedanken.

      Denke ich werde heute ein paar weitere Teile anschneiden. Auch weiterhin halte ich mich zu über 90% direkt an den Bogen, einige Verstärkungen erlaube ich mir, die Wasserkastenseiten sind wirklich recht lang, und da soll es auf keinen Fall wellen.
      Viele Grüße,

      Gunnar
    • Hallo Gunnar,
      ich sehe den Begriff Kontrollbau nicht so eng. Also, wenn Du was zu ändern oder zu verbessern hast, sage es ruhig.
      Meine Modellzeichnungen geben ja das Original nicht 100 % wieder, da sind immer eine paar Kleinigkeiten, wo ich improvisiere.
      Nun aber freue ich mich, dass Du wieder mit der Lok weitergekommen bist. Der nächste Schritt wird bei mir der Kessel sein.
      Herzliche Grüße von Albrecht