Lotsenschoner "Groden" Elbe 4 (1906), MB-Modelle (Michael Bauer), 1:250

    • Lotsenschoner "Groden" Elbe 4 (1906), MB-Modelle (Michael Bauer), 1:250

      Hallo zusammen!

      Ich habe es endlich geschafft, mich so weit frei zu schaufeln, dass ich endlich mal wieder etwas bauen kann. hüpf1
      Für den einen oder anderen kommt es jetzt sicher etwas überraschend, dass ich nicht mit einer meiner beiden HMS Alert Modelle von Shipyard (ich habe beide, in 1/72 und 1/96) als ersten Baubericht anfange.

      Irgendwie reizt mich die "Groden" derzeit einfach mehr. - Der Hintergrund ist bei mir, dass ich 2016 und auch dieses Jahr beim Hamburger Hafengeburtstag auf dem Lotsenschoner "Elbe 5" mitgefahren bin.

      2016 war es einfach nur toll. - Eines meiner schönsten Segelerlebnisse (auch wenn viel zu kurz...). Ich wollte schon immer mal auf einem Schoner mitsegeln (etwa seit ich 12 war) und nun war es endlich so weit! - Dazu noch in Hamburg, auf der Elbe, bei strahlendem Sonnenschein, genug Wind, damit die Segel gesetzt werden konnten und wir nicht motoren mussten und dann kam uns die gesamte Einlaufparade der Großsegler entgegen. - Was kann es für einen Fan von historischen Segelschiffen schöneres geben? - Nicht viel.

      Dieses Jahr war es ähnlich schön, aber schon etwas "bekannter". Aber dafür habe ich sogar beim setzen des Großsegel mitgeholfen (meine Frau hat ein kleines Handy-Video davon gemacht). - Irgendwie liebe ich dieses Schiff und finde es sehr Schade, dass ich nicht in Hamburg, sondern in München lebe und deswegen nicht so oft mitfahren kann. - Nunja, einen "Trost" habe ich: Ich kann jedes Wochenende im Sommer auf mein eigenes kleines Schiffchen und segeln.

      Die Elbe 5 sieht der Groden auf den ersten Blick zum verwechseln ähnlich. Die Elbe 5 ist sogar noch älter als die "Groden", denn sie ist dieses Jahr bereits 135 Jahre alt - und fährt noch! - Erst letztes Jahr wurden 100 Spanten erneuert. - Also wird sie wohl hoffentlich noch lange weiter fahren!

      Also, zurück zum Bausatz. - Ich glaube, vorstellen muss ich den nicht nochmal. Andreas (Buddy) hat das schon sehr schön gemacht.

      Ich kann nur sagen, dass ich von dem Bausatz sehr beeindruckt bin!

      Hier die Pluspunkte, die mich beeindruckt haben:
      • Alles sehr filigran und präzise gezeichnet/gedruckt. - Das hatte ich nicht ganz so filigran erwartet.
      • Doppelseitig bedruckt, wo es notwendig ist. (Ist bei Papiermodellen wichtig/normal, aber mir, der ich aus einer anderen Modellbau-Ecke komme, war das nicht mehr so bewusst.)
      • Karton, wo notwendig auch komplett durchgefärbt (Blöcke).
      • Ein Segelsatz ist auch mit dabei, aus hauchdünnem Papier - Top! Da wird man mit dem Problem der Segelherstellung nicht alleine gelassen!
      • Verschiedene Kartonstärken, je nach Bedarf
      • "Lehren" zum herstellen der Wanten
      • Umfangreiche Bauanleitung - Während der eigentliche Bausatz Platz auf 2 DIN A4 Seiten, plus einer A5 Seite und einem "Schnipsel" (Bogen 5) braunen Kartons (Plus Segelbogen, kleiner als A5) besteht, besteht die Bauanleitung aus SIEBEN doppelseitig bedruckten A4-Blättern, also 14 Seiten Text und (sehr aufschlussreichen!) Bilder. Man merkt einfach, hier sind viel Herzblut und Liebe zum Detail hinein geflossen und automatisch möchte man sich dem "würdig" erweisen.
      Eine "Helling" habe ich mir gestern Abend auch schon besorgt. - Eine Glasscheibe aus einem alten Fotorahmen. - Ich bin mir nur im Augenblick noch nicht so ganz sicher, ob ich genau diese Scheibe verwenden möchte, da der Rahmen recht alt war und man sich damals keine Gedanken darum gemacht hat, ob sich jemand an dem Glas schneiden könnte. - Die Kanten sind also sehr scharfkantig und ich befürchte schon, dass ich mich daran schneiden könnte, wenn ich das öfters in die Hand nehme... - Muss nicht unbedingt sein.- Blut auf dem Modell würde es auch umgehend versauen. - Also da lieber etwas vorsichtig sein. - Ich gehe dann gleich nochmal auf die Suche.

      Den ersten Bauabschnitt habe ich mir auch schon näher angeschaut.

      Grundplatte, "Kiel" und Spanten werden alle aufgedoppelt. - Ein wenig "windig" kommt mir das im Augenblick, trotz der Aufdoppelung, schon noch vor. Das liegt aber wohl daran, dass ich vom Holzmodellbau und vom Plastikmodellbau einfach andere Materialstärken gewohnt bin. - Ist wahrscheinlich auch dem Maßstab angemessen, denn mit 1:250 ist das so ziemlich das Kleinste, was ich wohl bisher in Angriff genommen habe. - Aber irgendwie will man ja auch wachsen.

      Ein paar Gedanken habe ich noch, was ich nicht so ganz 1:1 "OOB" (Out of the Box) bauen will:

      1. Die Masten und alle Spieren und Stengen, möchte ich nicht so gerne aus Karton bauen. - Zum einen traue ich mir selbst nicht zu, dass ich die ansehnlich hin kriege (versuchen werde ich es aber wohl trotzdem) und zum anderen fällt es mir leicht, solche Teile aus Holz (oder gegebenenfalls Metall) zu machen.
      2. "Glas"-Teile würde ich gerne versuchen, irgendwie mit einem durchsichtigen Kunststoff zu hinterkleben (oder etwas anderem). - Ja, das ist bei diesem Maßstab wahrscheinlich Größenwahn, aber auch hier will ich es einfach mal versuchen. - Ich werde das an Schnipseln testen und wenn es nicht taugt, lasse ich es.
      3. Ich würde das Schiff gerne "richtig segelnd" bauen. - Vielleicht sogar in ein wenig Wasserfläche setzen. - Ich mag es einfach nicht, wenn ein Segelschiff komplett mit allen Segeln gesetzt, auf ebenen Kiel liegt. Das würde nämlich bedeuten, dass totale Flaute herrscht. - Das ist für mich, gefühlt das Gleiche, wie wenn ich zum Beispiel ein Automodell, zum Beispiel einen Porsche, bauen würde und das Auto dann auf "Modell-Backsteine" stellen würde. - Das kann so nicht fahren! - Also soll das Schiff ein wenig krängen, die Segel werden aufgefiert und nicht mittig dicht geholt. - Wie ich das alles genau realisieren kann, weiß ich noch nicht. - Aber für den Anfang habe ich mir schon mal Finnpappe in verschiedenen Stärken (0,9 mm, 1,5 mm und 3 mm) besorgt. - Davon könnte ich eine zusätzliche "Grundplatte" (Bauteil 1 im Bausatz) herstellen und schräg anschleifen und dann später darunter kleben. - Ein weiteres Problem wird dann sein, den Segeln einen realistischen Bauch zu verpassen und auch die Taue alle möglichst mit einem realistischen Durchhang zu zeigen.

      Aber bis dahin ist noch ein weiter Weg.

      Fangen wir mal mit dem Aufdoppeln an. - Welche Vorgehensweise würdet ihr da einem "Karton-Neuling" empfehlen?

      Ich denke derzeit: einfach eine Seite mit verdünntem Weißleim einstreichen. Beide Teile auf einander legen und dann für 12 Stunden (?) "pressen", indem ich ein paar dicke Bücher drauf lege. - Einverstanden? kratz1

      Was mir dabei etwas Sorge bereitet: Ich kenne das von anderen Gelegenheiten. Wenn man zwei "saugende" Materialien mit einander verklebt, verziehen sie sich, bilden eine "Schüssel". Um da für einen "Gegenzug" zu sorgen, müsste man mindestens drei Schichten haben. - Oder irre ich mich hier? kratz1

      Viele Grüße,

      Herbert

      PS: Ich schaue jetzt mal, ob ich noch eine andere Glasscheibe finde...
    • Es ist ein wenig weiter gegangen...

      - Arbeitsplatz aufgeräumt,
      - Schneid-Unterlage besorgt.
      - Skalpell bereit gelegt,
      - Lineal mit Stahlkante bereit gelegt
      - nachgeschaut, was ich so an Klebern im Haus habe...
      - neue Glasscheibe besorgt, mit abgerundeten Kanten (unter 2 Euro, neuer Bilderrahmen)
      - den aufzudoppelnden Teil mit dem Skalpell ausgeschnitten
      - die Kante mit einer Nadel geritzt
      - Klebstoff ausgewählt und die Aufdopplung ausgeführt
      - gedoppeltes Teil wartet jetzt auf das aushärten, zwischen Glasplatte und Unterlage und unter 4 schweren Türstoppern, die ich mir mal extra als Gewichte für solche Zwecke zugelegt habe

      Das ganze Arrangement wartet jetzt auf das aushärten.
      Da ich die Flinke Flasche (FF) verwendet habe, ist da kein Wasser drin, das kann also auch nicht in den Karton einziehen und den Karton wellig machen, hoffe ich.

      Fotos dazu habe ich gemacht. - Kann ich dann auch dem nächst gerne nachliefern.

      Der nächste Schritt wird dann sein, Spanten, Kielplatte und Grundplatte auszuschneiden und zu verkleben.

      Viele Grüße,
      Herbert
    • So, dann wollen wir aus dem Hörspiel mal ein Ballett machen, oder so... augenbraue1
      Zunächst einmal der volle Durchblick - äh, Überblick über den Bausatz.
      Selten passte bei mir ein kompletter Bausatz ausgebreitet auf meinen Basteltisch!



      Hier die aufzudoppelden Teile, vor dem kleben. - Einmal schön sauber mit der Nadel angerissen und gefaltet.



      Die Aufdopplung habe ich dann doch nicht mit Weißleim gemacht, sondern mit der Flinken Flasche. - Leider habe ich dabei den "Fehler" gemacht, es zu beschweren. - Allerdings hatte ich Glück im "Unglück". Es ist keiner der möglichen negativen Nebeneffekte eingetreten, außer daß ein wenig Klebstoff an einer Seite ausgetreten ist. - Das ist vernachlässigbar.



      Das Ergebnis war dann auch (leider) minimal krumm, hat mich aber in der Praxis bisher nicht weiter gestört:



      Dann die Einzelteile mit einem scharfen Skalpell ausgeschnitten:



      Dabei sind die Teile "3" ungefähr 2 x 3 mm klein. - Da "freue" ich mich schon auf's ankleben!

      Ich habe die Rumpfseiten mit A und B (A = Backbord, B = Steuerbord) und Bug und Heck markiert.
      Das ist zwar nicht wirklich notwendig, denn die Spanten sind, wenn sie sauber gearbeitet sind, austauschbar. - Weil spiegelbildlich.
      Habe ich nur gemacht, um leichter den Überblick zu behalten.

      So. - Jetzt habe ich damit angefangen das (ich nenne das so) "Kielbrett" am Bug mit dem "Roket Card Glue" (gekauft bei Krick, spezieller "Kartonkleber") an der Basis festzukleben. Dazu nutze ich ein paar kleine Präzisionswinkel, um alles exakt auszurichten.



      Dieser Kleber ist extrem dünnflüssig, er tropfte in Sekundenschnelle aus einer winzigen Öffnung (ich verschließe die Spitze der Klebstofflasche mit einem 0,3 mm starken Kupferdraht...) und ich mußte aufpassen, nicht zu viel herumzuschmaddern. - Zuerst ist der Kleber durchsichtig (siehe Tropfen auf der Glasplatte, im Vordergrund), trocknet dann aber ziemlich gelb/transparent durch.
      Die Klebegeschwindigkeit ist relativ schnell. - Fast wie ein Sekundenkleber, während die Flüssigkeit schnell "Gummiartig" wird und erinnert mich an abbindenden Holzleim (Ponal Express), ist es aber nicht. dafür ist der Kleber viiiiel zu dünnflüssig in der Flasche.

      Hier die Kielplatte mal von vorne um zu prüfen, ob das auch alles gerade und rechtwinklig ist:



      Und bevor ich es vergesse... - Die Grundplatte hatte ich zuvor mit Fixogum auf einer Glasscheibe geklebt.
      Dazu habe ich ein paar Tropfen Fixogum auf die Glasplatte in einer Linie geträufelt und dann mit der Klinge eines Cutter-Messers (aus dem Messer ausgebaut, damit man sie flacher führen kann) glatt gestrichen. Das war dann etwas kleiner als die Grundplatte. Wenn man die dann schnell auf auf diesen "Klebestreifen" presst, dann hält das ganz gut. - Die geringe Menge an Fixogum sorgt dafür, daß die Auflagefläche nicht "bucklig" wird.

      Durch die Scheibe betrachtet sieht das Fixogum ein wenig aus wie wenn man das mit etwas "Spucke" befestigt hätte.
      Hier ein Bild dazu:



      Das "Kielbrett" ist inzwischen komplett von vorne bis hinten auf der Basisplatte festgeklebt.

      Der scheinbare "Spalt", den man im achteren Bereich auf dem Foto sieht, existiert nicht (mehr).
      Ich habe das schnell noch korrigiert, kaum daß ich das Foto geschossen hatte.

      Das ist im Augenblick auch der Bauzustand.

      Die Basisplatte und das "Kielbrett" habe ich nach dem ausschneiden noch ganz leicht mit etwas feinem Sandpapier geglättet.
      An ein paar Stellen vielleicht nicht genug. - Das werde ich dann später sehen (und mich wahrscheinlich entsprechend ärgern...).



      So, damit ist die Nußknackersuite für heute durch. - Ich hoffe, es hat euch Spaß gemacht!

      Liebe Grüße,
      Herbert
    • Hallo Herbert

      Herbert_W schrieb:

      Für den einen oder anderen kommt es jetzt sicher etwas überraschend, dass ich nicht mit einer meiner beiden HMS Alert Modelle von Shipyard (ich habe beide, in 1/72 und 1/96) als ersten Baubericht anfange.
      Zu denen gehöre ich! augenbraue1
      Aber die Groden ist ein würdiger Ersatz, den ich mir in dem Massstab nicht zutraue. Ich freue mich auf die Baufortschritte. Der Anfang sieht schonmal gut aus!

      Freundliche Grüsse
      Peter
      Das Leben ist ein Geben und Nehmen - Mal übernimmt man sich. Mal übergibt man sich.

      Aus Leidenschaft: pierresuisse.ch
      Beruf und Hobby vereint: kamoga.ch
      Aus Freude: mein-modellbau.jimdo.com

      Meine versemmelten Werke
    • Herbert_W schrieb:

      Ich habe die Rumpfseiten mit A und B (A = Backbord, B = Steuerbord) ... markiert.
      Irritierend! Ich hätte ja wenigstens das B der Backbordseite gegeben. Aber Hauptsache, du kommst nicht durcheinander. grins 2

      Ich bewundere ja immer wieder alle Modellbauer, die in so einem pitzeligem Maßstab solch schöne Modelle zaubern. Dein Anfang sieht schon mal sehr vielversprechend aus - viel Spaß und Erfolg weiterhin! daumen1

      Im Bau: HMS Mercury
      Für eure Schnippel- und Klebepausen: www.karton-im-wind.de welcome1
    • Servus Herbert,

      ausgezeichnet , dass du die Groden baust!
      Mir hat das Modell bisher äußerst viel Freude bereitet. Leider stecke ich zurzeit bei der Takelage fest - Zeitmangel.
      Ich bin sehr gespannt, wie es bei dir weitergeht.

      cool1
      Herzliche Grüße / Best regards,
      Andreas

      Optimismus ist die Kunst, mit dem Wind zu segeln, den andere machen.
      Alessandro Manzoni (1785 – 1873)

      Buddys Kartonuniversum
    • Hallo Herbert,

      ein gelungener Beginn. Dei Kleber scheint wirklich sehr flugs zu fließen. Ich nutze für Klebestellen in diesem Maßstab Kittifix weiß oder Uhu Flinke Flasche, immer aufgetragen mit einer Nadel- oder Zahnstocherspitze.

      Das Modell ist sicher sehr anspruchsvoll, aber bei der entsprechenden Umsetzung ein echter Knaller.

      LG
      Thomas


      "If you think you are too old to rock 'n roll, then you are!" (Lemmy)
    • Hallo Herbert,

      gratuliere, das ist in baulicher wie berichtmäßiger Hinsicht ein sehr guter Start! Glas ist gut, ich schneide auch darauf (sehr zu empfehlen bei Fitzelkram); ich besorgte mir dafür einen von diesen ganz kleinen rahmenlosen "Rahmen" aus dem Baumarkt (die Dinger, die mit so Metallklemmen zusammengehalten werden, kostet so um die 3 Euro).

      Einen Bogen von Michael Bauer zu nehmen ist eine gute Wahl, ich hab's schon in meiner Galerie zur LUDWIG FESSLER gesagt. Sehr gute Bauanleitung, präzise konstruiert, genaustens probegebaut und somit getestet: das geht!! Und wenn Du was verhaust, hilft Michael gerne und großzügig. Mit Andreas' Bericht hast Du außerdem eine weitere gute Wegleitung.

      "Verglasen" sollte kein Problem sein. Ein kleiner Schneidetipp: lege das Stahllineal auf die Seite des Schnittes, die zum Modell gehört (also nicht auf das wegzuschneidende Teil): das drückt Dir die Kante schön runter und es gibt weniger von diesen rauen Schnittkanten. Fitzelige Teile sticheln statt schneiden: der Aufwand lohnt sich.

      Tja, und woher hast Du die Präzisionswinkel? Auch gerne haben wollen …

      Beste Grüße
      Claudia
    • Hallöchen liebe Claudia!

      Vielen Dank für die Tipps! Das werde ich alles ausprobieren, bevor es an die Umsetzung geht.

      Die Winkel habe ich mir aus dem Internet bestellt. Die gibt's in verschiedenen Größen.
      Die kleinsten, die ich habe, haben eine Schenkellänge von 25 mm x 20 mm.

      Such einfach nach "Haarwinkel", aber setz' dich vorher hin. Für die Größe sind sie nicht billig. Zur Not findet man im Haushalt auch andere Gegenstände mit rechten Winkeln, nur mal so als Tipp...

      Liebe Grüße,
      Herbert
    • Hallo zusammen!

      Vielen Dank für die netten Worte und auch für euer Interesse an meinem Baubericht!

      Ich wollte noch anmerken, daß die "fetten Kleberaupen" von mir durchaus Absicht waren. - Sie sollen das Kielbrett auf der Basisplatte gut stützen. Später, in sichtbaren Bereichen werde ich weit weniger Klebstoff verwenden. Kleine Tropfen auf Nadelspitzen und so... Ihr kennt das ja.

      Inzwischen habe ich mich auch schon mit Material für die Takelage eingedeckt.
      Da ich bisher in so winzigen Maßstäben nicht gebaut habe, hatte ich auch nicht so den Bedarf.
      Aber ich will es halt auch ausprobieren und ein Segelschiff ohne Takelage... geht garnicht!

      Da Schiffe bekanntlich Taue in den verschiedensten Stärken aufweisen, habe ich mich auch dazu entschieden, mir unterschiedliche Garnstärken von Anfang an zu besorgen. - Der beste Rat, den ich dazu erhielt, war wohl, sich beim Fliegenfischen umzuschauen.
      Ich habe da dann meine Einkaufstour gestartet und mir folgende Garne gekauft:
      20 Den: 1 Weißes und 1 Schwarzes Garn, UNI-Caenis, 200 Yards
      30 Den: 1 Weiß, Veevus, 75 m
      50 Den: 1 Weiß, Veevus, 75 m
      75 Den: 1 Schwarz, G.S.P., 50 Yards
      100 Den: 1 Weiß und 1 Schwarz, G.S.P., 50 Yards
      150 Den: 1 Weiß Veevus, 75 m

      Schön finde ich die 200 Yards. - Das sind 182,88 Meter. - Das ist genau die Länge für 1 nautischen "Faden"!

      Wenn ihr gut im Entfernungen schätzen seid, könnt ihr ja mal mit eurem neuen Wissen ein wenig angeben, wenn etwas ungefähr 200 m weg ist, zu anderen sagen: "Das ist ungefähr ein Faden entfernt!" (Wer misst das schon genau nach?! ;-) )

      Baulich habe ich inzwischen fast alle Spanten angeklebt. - Foto wird nachgeliefert.

      Aber gleich (nach dem Frühstück) geht's erstmal: SEGELN! :-)

      Liebe Grüße,
      Herbert