Reisebus JELCZ 014 LUX - Angraf - M1.25

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    • Hallo zusammen,

      @petcarli Der Bus bleibt hier. Ich habe ja mehrere zu Hause und da wird immer parallel gebaut, da der Transport von halbfertigen Modellen zu aufwändig ist.

      danke1 für die Likes!

      Eigentlich wollte ich ja erst nach Rückkehr den Bus aufbauen, aber gestern hab ich dann noch schnell einen Nachtschicht eingelegt.

      Die Seitenteile haben sich recht leicht anbringen lassen, dann ging es direkt weiter die vordere und hintere Rundungen aufzubauen. Ich hab zuerst die Fenster gesetzt. Das innere Rahmenteil wurde um jeweils links/rechts um 1 mm gekürzt.



      Das äußere Rahmenteil war durch die Rundung schlicht zu kurz und so wurde kurzer Hand aus dem 2ten Bogen das Teil einfach etwas großzügiger ausgeschnitten und wurde nach setzen des Rahmens aufgeklebt, damit die Anschlusskanten besser angepasst werden konnten. Dann noch die Schürze und et voila - der "Bobbers" ist rund frech 1



      Musste aber einiges vom Skelett abschleifen, trotzdem habe es nicht so schön hinbekommen, wie gehofft. X-mal angehalten und probiert, war klar das es wohl eine kleine Lücke geben wird. Ließ sich leider nicht vermeiden da das Fensterteil hier das Maß der Dinge war.

      Die "Nut" zwischen der Rundung und der Tür fällt aber m.E. nicht weiter auf, das sieht fast so aus als ob nach der Tür noch ein Steg wäre und das so sein soll. Es wäre besser gewesen die Aussenhaut der Brille nach der Schürze anzubringen, dann hätte man den Spalt vermeiden können. Jetzt wo ich das erkannt habe könnte ich kotz1 Nachher ist man immer schlauer.



      Nach dem gleichen Prinzip wurde dann auch an der Front vorgegangen. Hier ist mir leider die Brille rechts einen Ticken zu weit runter gegangen - ich hoffe das ich das später noch etwas kaschieren kann. Das Skelett blieb diesmal unangetastet, dafür mussten die Teile Links und rechts angepasst werden, wobei hier gut 5 mm abzuschneiden waren. Das Kühlergitter wurde noch "filigranisiert", d.h. ausgestichelt und mit Farbe etwas glänzend gemacht. Der Schriftzug "Jelcz" ist im Bogen als eigenes Bauteil vorgesehen, auch das "Skoda" Emblem.



      Es wurden nur wenig Teile verarbeitet, hat doch ganz schön Zeit gekostet. Aber am Ende zeigt sich die Form schön rund und man fühlt kaum Kanten. Da bin ich selber überrascht das es so elegant geworden ist.



      Nun ist aber hier definitiv erstmal Baupause.

      Schönen Gruß,
      Stephan
    • Der Bus gefällt mir sehr gut - das war halt noch eine Zeit, wo die Passagiere nach allen Seiten und auch nach oben aus dem Bus herausschauen konnten....
      klasse1

      Servus
      hvt
      Dinosaurier tranken kein Bier - sie sind heutzutage ausgestorben. Zufall? - Ich glaube nicht....
      (Übersetzte Aufschrift auf einem Schild vor einem Pub in Fort William, Schottland) grins 2
    • Hallo zusammen,

      Danke für die netten Kommentare und die Likes!

      Standortwechsel beendet und gleich weiter am Bus gebaut. Das Dach ist in meinen Augen der Knackpunkt, rund in alle Richtungen, mit vielen Durchbrüchen für die Fenster (auch mit Rundung) und dann noch die Stirnseiten.

      Zuerst wurde das Skelett des Dachs ausgerichtet, d.h. mit Winkeln versehen und versteift. Nach langem probieren hab ich mir dann ein Herz gefasst und die Innenseite auf den geraden Spanten verklebt. Das hat hervorragend geklappt.



      Danach das Dach aufgesetzt und die Rundungen verklebt. So war sicher gestellt das die Position der Spanten exakt da waren, wo sie sein sollten. Hier war ein Werkzeug aus der Zahmedizinischen Abteilung hilfreich. Kurt schwört ja auch auf solche Hilfsmittel. Im Anschluss nich eine Verstrebung mit 0,5 mm Karton an der Unterkante der Dachfenster, damit das ganze die dünnen Stege unterstützt und etwas stabilisiert.



      Das ganze passt nun hervorragend in die Zapfen, die Dach-Innenverkleidung schließt exakt an der Innenverkleidung der Seitenteile ab. Erste Hürde genommen.

      Nun ging es an die Stirnseiten. Auch hier etwas Versteifungen für die Streben und dann die Innenseite eingebracht. Hier die erste grobe Abweichung, wie man im 2ten Bild sieht, ist diese etwas zu klein. Hmm ...



      Daher war ich in Sorge das die äußere Verkleidung auch zu klein ist und hab diese mal in Form gebracht und nur mal aufgelegt. Hier zeichnet es sich ab das diese wohl etwas zu groß ist und evtl eine der Lamellen angepasst werden müsste. Abschneiden geht immer, dranschneiden ist eher das Problem.



      Nachdem dieser Exkurs kein generelles Problem am Dach ergeben hat, wurde auf der Innenseite eine Korrektur vorgenommen, d.h. ein Klebestelle wieder geöffnet und etwas eingesetzt und in Form gebracht. Bei weitem nicht so schön wie ich es gerne hätte, aber ausreichend. Innen sieht es natürlich nicht so wild aus.



      Und an der Front dann das gleiche Problem, allerdings sind die "Löcher" größer, die Außenhaut aber wieder groß genug.



      D.h. das Innendach wird soweit korrigiert bis alles geschlossen ist, für die Außenhaut können die Spanten ja bei bedarf geschliffen werden. Ich bin zumindest zuversichtlich, das das machbar ist, zur Not kann ich ja auf Teile vom 2ten Bogen zurückgreifen.

      Gruß,
      Stephan
    • Tagchen,

      damit ich nicht vor lauter Eifer am Dach vergesse noch ein paar Bauteile im inneren zu verbauen, hab ich mich erstmal diesen Baugruppen zugewendet.

      Da sind zum einem Die Ablagen. Diese haben eine Struktur die auszuschneiden wäre, in 0,5 mm Abständen. Für mich unmöglich, da das auch auf 0,5 mm Karton aufgezogen gehört. Diese gäbe es im LC-Satz, aber nur deswegen die Beschaffung macht wenig Sinn. Also hab ich mir überlegt die Streben mit PS Stäben zu machen.

      Die Ablagen sin 3 Teilig. Unter/Oberteil und das mittlere mit den Stäben. Daher habe ich beim mittleren Teil das Innere etwas großzügiger ausgeschnitten, so das ich die Stäbchen dann einlegen kann, das lässt einem etwas Spielraum. Ein erster Prototyp wurde mal gemacht um zu sehen ob ich das so hin bekomme und die Stäbe auch parallel verlaufen. Ergebnis war ein gültiger Versuch, dann hab ich erstmal die Rähmchen geschnibbelt.



      Hier noch kurz wie das ganze dann zusammen gesetzt wurde. Zwischen 2 Linealen fixiert, die Stäbchen eingesetzt, für gleichmäßige Abstände sorgten einfache Platzhalter, die Linien der Schneidematte haben geholfen die auch ziemlich gerade einzusetzen. Deckel drauf und fertig. Einfach nur Fleißarbeit.



      Danach das ganze noch mit Farbe versehen. Die Abstände sind deutlich größer, ca. 2 mm, als im Bogen vorgesehen. Ich denke das die dichte Anordnung für Beschattung sorgen soll, damit die Sonne durch die Dachfenster nicht direkt so auf die Köpfe der Passagiere knallt, aber ich denke (hoffe) das meine lockerere Anordnung auch ganz gut wirken wird.



      Dann waren noch die Lampen zu machen



      und die Haken für die Jacken sowie die Halterungen für die Stangen an denen die Vorhänge anzubringen sind

    • Die Farbe der Vorhänge ist so ein Grün-Braun, aber ich dachte mir das ein wenig zu "heavy" ist. Die Sitze knallen ja schon voll ins Auge, da muss also etwas dezenteres her.

      Die Frage des Materials war schnell gelöst, so was wie Tempo oder Servietten wird es wohl sein, war nur die Farbe offen. Gestern mal Servietten in 2 Farben besorgt, eine "Eierschalen-Beige" und ein dunkleres Grau. Letzteres wäre ganz nett, aber durch den Weißleim werden diese Stellen ganz dunkel. Bei der helleren Variante war zwar auch eine Farbveränderung zu betrachten, allerdings nicht ganz so auffällig.

      Da ich das noch nie gemacht habe, hieß es also einfach "Try & Error". Es war aber erstaunlich wenig "Try" und kaum "Error" bis ich ein brauchbares Ergebnis hatte. So hab ich es dann umgesetz.

      Erstmal einseitig umgeschlagen und verleimt, dabei nicht die Stange mitkleben, die dient nur als Montagehilfe. Nach Trocknung etwas "raffen"



      Dann ein wenig in Form bringen ein Bändchen drum rum, damit der Vorhang auf weggeräumt werden kann



      Mit diesem Versuch dann mal zusammen mit dem Innenarchitekten eine Probe gemacht. Schien mir einigermaßen gelungen zu sein, Faltenwurf ist nicht zu grob, schaut fast wie gewollt aus.



      Danach dann einfach zurück zur Nähmaschine und die restlichen Vorhänge nähen und auf die Vorhangstange schieben. Etwas in Form bringen, und so sieht das dann komplett aus:



      Ich denke die hellen Vorhänge passen ganz gut. Wieder einen kleinen Schritt weiter.

      Gruß,
      Stephan
    • Ganz lieben Dank für die Likes und die positven Kommentare. Das motiviert richtig.

      Drum hab ich mich auch gleich den - in meinen Augen - wichtigsten Teil - weiter gewidmet, dem Dach. Es galt noch die Abstandsstücke zwischen der inneren und äußeren Verkleidung herzustellen. Sehen in 2D etwas ungewohnt aus, in Form gebracht gibt das dann eine Art "Fensterrahmen"



      Diese müssen nun stumpf in die Öffnungen des Innendachs angeklebt werden, wobei die Passung Suboptimal war, d.h. die waren zu knapp. Daher habe ich das an den langen Seiten verklebt und an den Stirnseiten blieb dann etwas Luft, was mit Leim geschlossen wurde. Bei den 2 kleinen Dachfenstern waren die Rahmen zu lang. Kürzen ist einfacher happy 2



      Dann noch die Lampen angeklebt, nicht das die vergessen werden ...

      Die Gepäckablagen sind am Dach zu montieren. Diese wurden mit Sekundenkleber fixiert und einem Fetten Leimtropfen zusätzlich gesichert. Es scheint recht stabil zu sein, hoffen wir das die Gravitation über die Jahre nicht zu sehr daran zerrt. Ich hatte überlegt Links und rechts Streben zum Dach anzubringen, das dann aber wegen der Optik verworfen. Wollen wir mal hoffen das sich das nicht nach den ersten Transport-Km rächt.



      Dann das Dach aufgesetzt und verklebt, anschließend die Außenhaut zur Probe gelegt. Prinzipiell passt das, nur die Fensteröffnungen sind grösser als nötig. War mir vorher schon klar, oft genug schon angehalten, aber nun ragen die Fensterrahmen irgendwie seltsam hervor. Die Rähmchen die noch drauf kommen passen um Haaresbreite. Wird also ein knappes Endspiel geben.



      Dann kam die Frage der Verglasung. Bei der Tram hatte ich ja 0,13er PS von Evergreen genommen. Auch andere, ähnlich starke Folien hatte ich noch vorrätig. Aber diese in Form zu bringen erwies sich als problematisch. Das Problem: Die Außenhaut hat nur dünne Streben und wenn da was mit etwas Kraft dagegen arbeitet, ist das schwer zu verkleben und gibt ruck-zuck Kanten die man nicht haben will.

      Evtl. hätte man das PS im Ofen über ein Rundholz quasi "tiefziehen" können, aber da zu probieren hatte ich keine Lust.

      Die Lösung schien Celluphanfolie zu sein, also das dünne durchsichtige Zeugs das man zum einpacken von Blumen oder Geschenken verwendet. Das passt sich quasi von alleine der Form an, Problem ist nur: sehr empfindlich und ruck-zuck knicke drin. Nach reichlich probieren und hin&her überlegen hab ich mich dann entschlossen das doch so umzusetzen.

      Schritt 1 - je Fenster eine Folie geschnitten und am Skelett nur oben verklebt. Das hab ich pro Fenster gemacht, damit es keine Spannungen gibt und die Folie sich nicht gestresst fühlt - zumindest war das meine Hoffnung



      Schritt 2 - Außenhaut drauf und dann nur unten am Stoß zur Seitenwand stück für Stück verkleben. Die Folie folgt unwillkürlich der Außenhaut (adhäsion) und war weitestgehend der Form gefolgt. Nur hier und da stand ein Fensterrahmen minimalst zu weit vor und hat so einen kleinen "Knick" bekommen, der aber durch sanfte Bearbeitung des vorstehenden Teils weitestgehend eliminiert werden konnte.



      Das Ergebnis war ganz passabel. Nun hieß es aber: gaaanz vorsichtig weiter arbeiten, bloß nicht falsch anlangen, sonst verabschiedet sich die zarte Folie ... ob das wirklich so eine gute Idee war?

      denk1
    • denn nun wurden die Rähmchen gesetzt, was teilweise als Intarsie (!) erfolgt ist.Am Ende hat es doch gut geklappt und meine Überraschung war groß das ich kein Fenster zertrümmert und auch keine (kaum ...) Leimreste auf den Scheiben hinterlassen hatte.

      Die Form der Oberfenster hat sich prima von selbst ergeben, es war zwar hier und da "A....schknapp", und bei dem einem oder anderen Fenster steht der Fensterrahem ein klein wenig vor, was aber auf den ersten Blick nicht unbedingt auffällt. Hoff ich mal ...



      Dann noch die 2 Dachfenster montiert, auch hier war es extrem knapp, sogar etwas zu knapp, so das mit etwas Leim offene Stellen abgedichtet wurden und mit Deckweiß aus dem Malkasten gearbeitet wurde. Nobody´s perfekt.





      Und zum Schluss noch ein paar Impressionen. Die Gepäckablagen scheinen die Montage gut überstanden zu haben und ordentlich in einer Höhe zu hängen. Ich schick mal ein Stoßgebet zu Himmel das das die nächsten Jahre auch so bleibt.





      Bleiben noch die 2 Teile des Dachs vorne und hinten. Grobe Paßproben zeigen das hier etwas Arbeit auch mich wartet. Wenn diese 2 Teile geschafft sind, mach ich dann 3 Kreuze.

      Gruß,
      Stephan
    • Hallo Stephan,

      dazu fällt mir nur ein, was vor einigen Jahren auf einem Citroen Visa-Treffen mal ein Mitarbeiter der Herstellers zu einem toprestaurierten Exemplar sagte: "Ja, so hätten wir den auch gerne gebaut, aber wir hatten leider unsere Budgetvorgaben."
      Bei Deinen letzten Bildern stellt sich wirklich die Frage, ob Vorbild oder Modell. Klasse!

      Viele Grüße, Martin
    • Oh Gott, Stephan, ist das einfach nur g****!!!!! Mich haut es von der Sitzbank! Und dann dieses Tempo: sag mal, wieviele Stunden hat denn bei Dir der Tag, wieviele bist Du??? Ich weiß gar nicht mehr, ob ich nun Deine Tram oder diesen Bus genialer finde. Für Mespelbrunn sollte ich mir entweder Knieschoner besorgen.

      Eines weiß ich aber: in die Taschen für die Gepäckanlage sollte man keine Schokolade oder sonstigen hitzeempfindlichen Dinge tun: bei DER Einstrahlung von oben kocht sonst das Aftershave, das Sonnenöl oder der Reserveakku, und dann ....

      Jetzt noch eine Frage: wäre Folie von Overheadprojektor zu steif gewesen? Oder von wirklich klaren Klarsichthüllen (gibt es wirklich!)? Andererseits: nach dem Bau wird da hoffentlich niemand mehr pfoteln und diese hässlichen, womöglich weißen Knicke verursachen.

      Beste Grüße
      Claudia