Schlachtschiff Musashi - 1:200 - Angraf

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    • Schlachtschiff Musashi - 1:200 - Angraf

      Hallo,

      ich habe mich von der Vorstellung des Baubogens anstecken lassen und mir eine Musashi bestellt.

      Warum nicht die Schwester? Naja, Musashi ist einfacher, nicht soooo viel Flak auf dem Deck.

      Aber erstmal was Geschichtliches:
      Gebaut 1938 bis 1942 in Nagasaki war sie das Zweite der drei Schiffe der Yamato-Klasse. Davon wurden nur Yamato und Musashi zu Schlachtschiffen ausgebaut, bei der Shinano entschied man sich einen Flugzeutträger draus zu bauen.

      Viel gesehen hat sie dann im Verlauf des Krieges nicht mehr. Bis 1944 sah es nicht mehr als einen Torpedo, der auf das Schiff abgefeuert wurde.

      In der Schlacht von Leyte wurde sie dann mit einem großen Verband der Japaner gegen die Amerikaner eingesetzt. Insgesamt setzte die Japanische Marina damals 9 Schlachtschiffe, 19 Kreuzer und 31 Zerstörer ein, was schon eine kollosale Kampfkraft darstellt.

      Beim Vormarsch wurden die Schiffe dann von U-Booten entdeckt, eines davon versenkte den Kreuer Maya. Am 24. Oktoker 1944 wurde die Kampfgruppe von Trägerflugzeugen der Amerikaner angegriffen. Man muss ja auch dazu sagen, dass die Amerikaner zu diesem Zeitpunkt die Lufthoheit hatten. Und so wurde die Musashi im Laufe des Tages mehrfach angegriffen. Nach vielen Torpedotreffern, die Meinungen gehen hier auseinander, aber es sollen mindestens 17 gewesen sein, und auch diversen Bombentreffern, wurde sie gegen 19 Uhr endgültig aufgegeben. Über 1000 Mann starben bei ihrer Versenkung, darunter auch einige der Geretteten der vorher versenkten Maya.

      Am 2. März 2015 wurde das Wrack dann von Paul Allen (dem Mitbegründer von Microsoft) bekannt gegeben, dass ihr Wrack von einer seiner Expeditionen gefunden wurde. Sie liegt, in mehrere große Teile gesprengt, in etwa 1100m Tiefe.

      Im generellen muss man sagen, dass die Musashi, wie auch die Yamato, einfach zu spät kamen: Schon seit der Versenkung von Bismarck, Prince of Wales und dem Angriff auf Pearl Harbor zeigte sich, dass Schlachtschiffe nicht mehr der Stand der Technik waren. Flugzeugträger konnten ihre Ziele, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen, über viele hundert Kilometer entfernt angreifen. Und gerade die Japanische Flugabwehr war nicht wirklich gut.

      (Inhalt frei nach Wikipedia).
    • So, und los geht es!

      Am Anfang stand... Spanten Schneiden!

      Dafür habe ich mir 3mm Graukarton geholt. Und ein dickeres Cuttermesser (mit der 25mm-Klinge). Und Styroporkleber.

      Warum den? Naja, ich habe etwas getestet. Papier mit Holzleim drauf kleben? Wellt zu stark, schon beim andrücken. Wird nachher ungenau. Mit Uhu-Stinke... Flinke Flasche? Zu teuer für die Fläche. Und dann hab ich den Styroporkleber gesehen. Das ist eigentlich eine Art flüssiger Zement, jedenfalls fühlt er sich so nach dem trocknen an. Das Gute ist, dass der Kleber zwar etwas Wasser enthält, aber bei Weitem nicht so viel wie Holzleim oder gar Kleister. Und so wurden die Teile zwar nach dem verkleben etwas rund, aber ich bekam sie wieder alle maßhaltig zurück gebogen. Und was soll ich sagen? Der Rumpf ist nun 131,7cm lang und damit gerade mal einen Millimeter aus der Spur. Maschinenbau ist da ungenauer....

      Ich habe den Rumpf "von unten nach Oben" gebaut, also erst die grundplatte gerichtet, dann die Spanten Stück für Stück geschnitten und montiert. Hier schonmal ein Bild mit der unteren Hälfte, also bis etwa zum Wasserpass.



      Wie man sieht baue ich mal wieder "hohl", aber ob ich das gute Stück wirklich irgendwann ins Wasser werfen will... na, erstmal den Winter über bauen!

      Eine Sache macht das exakte Ausrichten der Teile schwierig, und zwar dass die vier Sektionen immer gleich geschnitten sind. Die Grundplatte, Kielspant und alle Stringer sind also immer an der gleichen Stelle getrennt worden. Das macht das Ausrichten der Sektionen zueinander SEHR wichtig, weil man das nur durch die Klebelaschen beeinflussen kann. Aber eine gerade Linie auf dem Tisch hilft da sehr.

      Ein paar Tage später war ich dann bis zum Deck vorgedrungen:

      Am Bug sieht man schon meine selbst zugeschnittenen Versteifungen für das Deck.

      Es fehlt noch der oberste Stringer (auf Höhe des Gürtelpanzers) und einiges am Heck, da ich mir da erstmal Klar werden wollte wie ich zukünftig an die Ruderanlage ran kommen könnte.

      Schlussendlich habe ich 3 Wochenenden dafür gebraucht und gut ein halbes Kilo Kleber verwendet. Und fast anderthalb Quadratmeter Pappe, wovon die Hälfte wieder im Müll gelandet ist.

      Bis später (ich schreibe heute noch etwas weiter)

      Christoph
    • Und weiter gehts! laola1

      Wie also die zukünftige Ruderanlage bauen? erstmal die Konstruktionszeichnung angucken:

      Das gute Stück hat also ein Hautpruder (Ruderstock kurz hinter Spant 20 im Modell) und ein Hilfruder kurz vor Spant 19.

      Problem: Genau da ist die Vertiefung für das Flugzeughangar. Nach reiflicher Überlegung habe ich mich dagegen entschieden das Hilfsruder mit beweglich zu machen. Die große Klappe muss halt reichen.

      Dann hab ich nochmal gemessen: Der Ruderkoker wäre so etwa... 1,5cm lang. Das ist mir aber zu kurz um es mit den handelsüblichen Teilen dicht zu bekommen.

      Also habe ich meinen 3D-Drucker angeworfen und mir eine Stopfbuchse gedruckt. Eigentlich nur ein kleiner Topf, unten das Loch für das Rohr, oben vier Bohrungen für M3-Gewinde. Und einen passenden Deckel. So habe ich gerade noch genug Platz für die Mechanik, bevor auch schon das Deck anfängt:


      Tja, und dann ging es auch schon weiter die Spantenzu vervollständigen:


      Man kann vielleicht sehen, dass noch nicht alle Klebelaschen für die Stringer montiert sind. Das hab ich mir noch frei gelassen, damit ich bei der Montage des Decks etwas anpassen kann, sollte sich der Pott doch noch verformen wollen.

      Das Deck soll abnehmbar sein. Dafür hab ich dann wieder den 3D-Drucker angeworfen und kleine Klötze gedruckt. Die wurden satt unter die Decksbalken geklebt. Danach konnte ich die Decksbalken von den Spanten trennen und auch schon das Deck aufkleben:



      Das Deck wurde mit "einfachem" Graukarton (0,8mm) aufgedoppelt. Aber nun mit Uhu, da der Styroporkleber zwar toll ist, aber die Oberfläche leider doch versaut, also nur was für die grobe Arbeit ist. In dem Foto erkennt man noch "Knicke" im Deck, die habe ich später entfernt indem ich die einzelnen Platten von unten nochmal mit Graukarton verklebt hab.

      Als nächsten steht dann das "beziehen" mit der Außenhaut an. Für jeden von uns ja immer ein spannender Moment! Aber da ich damit noch nicht fertig bin, nun erstmal eine Pause.

      Bis demnächst,

      Christoph
    • Hallo Christoph,

      sehr gut, du stellst einen Baubericht ein.
      Ich kenne noch keinen Baubericht von diesem Angraf Bogen. Und bin gespannt welche Erfahrungen du machst.

      Viel Spaß !
      Ich werde öfters mal bei dir vorbeischauen.


      Grüße

      Jürgen
      Servus aus der Oberpfalz

      "Bass'd scho" (Lokale philosophische Grundregel)
    • Danke für Eure Kommentare. Möchte das auch gerne etwas ansprechend gestalten.

      Ja, hab eben nochmal nachgesehen, halbes Kilo kommt hin. Wird aber auch etwas kräftiger als Uhu aufgetragen, schön satt mit dem Pinsel. Mit Uhu wären es vielleicht "nur" 300g gewesen, aber immer noch zu viel.

      Und ja, das Deck war bei der Musashi recht leer, weil sie nicht das große Flak-Upgrade bekommen hat wie ihre Schwester.

      Bin gespannt auf die Aufbauten. Hoffentlich wird der Turm nicht ganz so Komplex wie der von der Fuso...
    • Hallo Christoph!
      Wie ich sehe, baust Du die Musashi im Rüststand von 1940 /41. Da hat sie noch genauso ausgesehen wie die Yamato. Bis auf ein paar unscheinbaren Kleinigkeiten. Es war da auch die selbe Flakbestückung an Bord.
      Nach dem großen Umbau der beiden, hatte die Yamato wesentlich mehr Flak an Bort als die Musashi. Der Grund , warum ein relativ kleiner Teil für die Aufbauten verwendet wurde, lag an der schweren Artillerie (47cm). Die Technik für diese Waffen nahm sehr viel Platz ein, so das von den 263 m Länge für die Aufbauten mal nur ca. 50 m übrig blieben, was die Techniker zwang mit den Aufbauten in die Höhe von 10 Stockwerken zu gehen.
      Da der Mangel an 12,7 cm Geschütze durchschlug, bekam die Musashi eben anstatt der sechs 12,7 nur sechs 25 mm Drillinge. im Vergleich war daher die Musashi gegenüber der Yamato schlechter bewaffnet.
      Mit Gruß und viel Erfolg,
      Nick
    • Moin moin Kartonisten!

      So, ich habe nun mit der Musashi etwas weiter gemacht.

      Und bin auch gleich auf ein paar Fehlstellen in dem Bausatz gestoßen.
      Zum einen: Wohin mit den Wellen? Es gibt da nämlich nur ein Bild, dass die Wellen zeigt (kennen wir schon):

      Und das wars! Keine Markierungen auf den Teilen vom Unterwasserschiff, keine zweite oder dritte Ansicht.

      Zum zweiten: Abwicklungen. da ich nicht immer nur Rumpf machen wollte habe ich mir mal den Schornstein geschnappt. Sollte ja nicht so schwer werden...
      Gerippe gebaut:

      Man bemerke die beiden kleinen senkrechten Rippen, die ich selbst inzufügen musste.

      Und dann eingewickelt:

      Mag man ja kaum zeigen!
      Gut, dass in dem Bogen drei Mal die letzte Seite drin war (warum auch immer?). Auf dieser Seite ist dann auch das Reperatur-Material in gleicher Farbe. Davon werde ich mir dann mal was ausschnippeln und dort einpassen.
    • So, weiter gehts für Heute.

      Die Wellen wurden natürlich (Dank 3D-Modellen wie man sie im Internetz findet) positioniert. Aber wie habe ich die Wellen eigentlich gemacht?

      Da das Modell ja auch fahren können soll, mussten funktionsfähige Stevenrorhe her. Dafür wurde mal wieder der 3D-Drucker angeschmissen. Als Vorlage habe ich die 1:1-Ansicht aus dem Bastelbogen genommen und das Ende des Stevenrohres modelliert. Da drin soll sich später eine 4mm Messingwelle drehen.



      Links auch meln selbst gedruckter Propeller (für den See, in der Vitrine kommt einer aus Messing drauf).

      die Verdickung kommt in etwa zum Durchbruch bei der Außenhaut. Und ganz rechts seht Ihr das Lagergehäuse. Darin ist ein 688er Kugellager (geräubert aus meinen alten Inlineskates). Und eine kleine Fettschraube ist da noch, damit ich jederzeit Vaseline nachfüllen kann ohne die Welle ziehen zu müssen.

      Und so sieht es dann montiert aus:

      Mit der Lücke bin ich nicht ganz zufrieden, da muss ich auch noch was anpassen.

      Wie ihr sehr bin ich mit dem Beplanken soweit gut voran gekommen. Sobald ich den Bug auch durch hab (den hab ich mir, weil es am schwersten geht, für den Schluss aufgehoben) gibts dan auch Fotos von dem "kleinen Boot" im Ganzen.

      Ich bin auch schon bei einem Hauptgeschütz dabei. Die Fotos gibt es dann später wenn ich alle drei Rohre fertig habe. Und das Periskop auf dem Dach des Turmes ist auch extrem speziell! Mehr im nächsten Beitrag...

      So, und das soll es dann für jetzt auch erstmal gewesen sein.

      Wünsche Euch noch frohes Schaffen bei Euren Modellen.

      Gruß,

      Christoph
    • Hallo Christoph

      Was für ein Klopper! Was ich allerdings erst nach dem Googeln beurteilen konnte.
      Ich finde es immer hilfreich für Zuschauer, die vom entsprechenden Genre wenig bis garkeine Ahnung haben, wenn der Erbauer im Eröffnungsbeitrag den Bogen mit einer Abbildung des Modelles zeigt!

      Aber ich habe das Modell bei meinem Lieblingsdealer gefunden....Wirklich beeindruckend, ich werde wohl ab und zu mal hier vorbei schauen, auch wenn es nicht mein Beuteschema ist!

      Viel Spass und freundliche Grüsse
      Peter
      Meine grösste Angst: Dass ich irgendwann erwachsen werde... happy 2

      Aus Leidenschaft: pierresuisse.ch
      Beruf und Hobby vereint: kamoga.ch
      Aus Freude: mein-modellbau.jimdo.com

      Meine versemmelten Werke
    • Hallo Peter,

      die Bogenvorstellung hatte ich nicht gemacht, weil das ja schon unter "Vorstellung eines Bogens" geschehen ist:
      IJN Musashi / Angraf / 1:200

      Aber ja.
      Meine anderen Modelle passen auf ein normales 120er Fichtenholzbrett. Da würde die Musashi noch um fast 12cm über stehen. Daher hat sie nun einen festen Platz auf meiner Fensterbank :)
      Es ist nunmal von der Verdrängung her das größe Schlachtschiff, dass je gebaut wurde.

      Gruß,

      Christoph
    • @Nick / Eisenbahnkreuzung

      Ja, hatte ich gesehen. In 1:100 ist das gute Stück natürlich noch mächtiger. 69kg Kapfgewicht im Wasser, da kann man ja schon fast mitfahren ;)

      @Gerd
      Jop, ich mag es halt groß. Nachdem ich mit der Richellieu ein wenig geübt habe (die baue ich irgendwann nochmal) wurde dieser Bausatz angefangen. Und gefühlt hat er weniger Bauteile als meine Scharnhorst...
      Das Spantengerüst sieht übrigens nur so filigran aus, weil der Dampfer so groß ist. 3mm Graukarton, minimale Breite 13mm. Und immer noch steif wie sonstwas.

      Gruß,

      Christoph
    • Hallo Christoph

      Ich meinte auch nicht eine Bogenvorstellung, sondern lediglich eine Abbildung des Bogen-Titelblattes, damit man ohne zu suchen weiss, worum es geht.
      Aber alles Gut happy 2

      LG
      Peter
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    • Hallo Kartonisten!

      So, es geht weiter.

      Erstmal zum Turm:
      Der ist schön steif und auch von den Abwicklungen her richtig zu bauen. Er besteht aus nicht weniger als 1 Längsspant und 6 Querspanten. die Yamato-Türme haben ja diese überlappende Panzerung. Das wird mit unterschiedlich hohen Spanten erreicht. Die Rohre sind beweglich, aber nur alle auf einmal. Ich bin aber am überlegen Turm 2 und 3 (die nachher wahrscheinlich eher Turm A und B werden) dann alle Rohre getrennt beweglich zu machen.
      So sieht er nun erstmal aus:


      Die Rohre werden in Sektionen gerollt. Ich habe mir dafür ein Messingrohr genommen und wie in der Skizze im Modell ersichtlich ein "Rückrat" für die Rohre hergestellt. Da werden dann die einzelnen Sektionen nacheinander drauf gesteckt und verklebt. So wird das Rohr erstaunlich steif.

      Die Entferungsmess-"Ohren" habe ich auch schon dran. Oben drauf kommen noch ein paar mehr Details, aber die spare ich mir für später auf wenn ich mit dem groben durch bin.

      Weiter geht am Bug:

      Bilder sprechen für sich. Wie ich finde eine der hübschesten Bugformen neben dem Atlantikbug der Deutschen.
      Die paar kleinen Blitzer möchte ich nochmal irgendwann einfärben, nur dafür erstmal die richtige Farbe finden... schwer. Muss ich wohl mal zu Revell und dann ein wenig mischen. Oder den Farbenhändler bei mir ums Eck mal fragen, die haben so einen tollen Computer mit dem sie nach Vorlage mischen können...

      Eine kleine Ecke fehlt noch, die wird später aus Reperaturmatrial ergänzt.
    • Weiter gehts:

      Das Deckshaus.

      Hier wurden auch massive Spanten geplant. Die wurden, wie der Rumpf, auf dicke Pappe geklebt. Nur die Sichtflächen wurden auf normalen Graukarton (0,8mm) geklebt (sonst wird es zu hoch). Das ganze besteht, inklusive Schornstein, aus 5 Sektionen, die so wie ich das sehe auch getrennt vorneinander detailiert weden können.

      1. ganz links bis zum ersten Höhensprung
      2. Mittelstück bis zum vorderen Höhensprung
      3. Vorderer Halbkreis (mit Aussparung für einen weiteren Teil)
      4. Schornstein
      5. Pagodenturm....

      Oha, bei Nr. 5 muss ich zwansgläufig an den Turm der Fuso denken. Aber bei der Musashi haben die Japaner schon etwas moderner gebaut, daher ist es hier hoffentlich nicht ganz so viel Friemelkram :)

      Nach und nach folgt jetzt die Detalierung des Deckshauses. Erstmal eine Schicht Außenhaut außen herum, dann die vielen kleinen Flak-Plattformen. Von denen kann man schon die Rundungen sehen, drei je Seite, da kommt später die schwere Flak hin.

      Und hier dann ein Bild vom großen Ganzen:

      Gar nicht so leicht den Pott auf ein Foto zu bekommen!

      Ich baue das Heck (Flugzeughangar) auch komplett zum abheben, damit ich später an die Rudermaschine ran komme.

      Mit dem Unterwasser-Heck bin ich noch nicht wirklich zufrieden, da gibt es erst Details wenn das fertig ist :-D

      Das Praktische ist: Wenn man fertig ist mit den Teilen und den Rumpf innen hohl hat, dann braucht man keinen Setzkasten:

      hat alles (noch) bequem im Rumpf Platz daumen1

      Wer genau hinsieht, der kann auch schon den ersten Sekundärgeschützturm sehen. Ich baue gerne erstmal ein Teil und dann später alle Wiederholungen auf einen Schlag, so kenne ich dann die Schwachstellen und weiß, wo ich besser arbeiten muss.

      Bei diesem Bogen fällt mir auf: Bei Spanten lieber innerhalb der schwarzen Linie schneiden, sonst wird es manchmal etwas zu eng. Bei meinen anderen Bögen musste man die Linie eher noch sehen.

      Bis demnächst!

      Gruß,

      Christoph
    • Hallo Kartonisten.


      Erstmal Danke an Curmudgeon und Klueni für den Daumen hoch!

      Hab heute etwas Massenproduktion angefangen. Erstmal die Rohre der schweren Artillerie:



      Die kleinen Ringe mit 2mm innen und 4mm außen zu Schnitzen war schon friemelig.

      Aber nach einem halben Tag waren dann alle neun Rohre fertig.



      Ihr könnt auch den grob grau gepönten Bereich sehen. Das muss man auch wirklich machen, sonst wirkt es als ob die Türme von innen beleuchtet wären...

      Habe die Rohre jetzt doch nicht getrennt.

      Und ein wenig am Sekundärturm hab ich auch weiter gemacht, aber da fehlen auch noch ein paar Teile... manchmal schwer zu erkennen wo die Teile eigentlich alle hin sollen.

      Muss mir mal eine kleine spitze Pinzette holen.

      Wünsche Euch noch ein tolles Wochenende.

      Gruß,
      Christoph
    • Hallo Kartonisten, und Euch auch ein frohes neues Jahr!

      Ich habe in den letzten Monaten mich auch um andere Dinge gekümmert (habe eine Hachette-Bismarck günstig geschossen). Aber trotzdem immer mal wieder an der Musashi weiter gebaut.

      Zuerst mal beim Rumpf, da habe ich jetzt eine Schickt Epoxid drauf (vorher das Unterwasserschiff gleichmäßig rot gemacht) und den Rest rein getan. Zum Glück wurde die Außenwand nicht außergewöhnlich transparent oder dunkel. Muss aber noch eine zweite Schicht drauf. Aber: Epoxid ist viel besser als Styrolharz, weil es eine wesentlich längere Topfzeit hat (über eine Stunde), und zudem kristallkar ist (Styrolharz ist eher gelb-durchsichtig).
      Hier ein Vegleich das originale Grau gegenüber dem mit Epoxid getränkten:


      Dann habe ich mich um die Wellenanlage gekümmert, mir ein paar Kardangelenke und ein Trenngetriebe gedruckt (nicht aus Karton gefaltet, wäre aber auch eine Idee...):

      Das Getriebe mit 2:1 Untersetzung. Die Halterungen für das Getriebe sind noch nicht dran, das folgt noch.

      Aber es ging natürlich auch an Deck weiter, und zwar bei den Barbeten der Sekundärgeschütze. Die sind ja bei der Yamato-Klasse von Lüftungskanälen umringt. Die Kanäle selbst sind in Spantenbauweise, wo auch hier gilt: lieber innerhalb der schwarzen Linie schneiden, da sonst der "Bezug" nicht ganz passt. Bei den Abwicklungen (siehe Schornstein) hat sich der Konstrukteur echt nicht mit Ruhm bekleckert...
      Hier einmal Bilder vom Heckturm:


      Die Scheibe für die Barbette Turm C ist auch schon montiert. Da war es eigentlich nur schwer die winzigen (2x3mm?) Verstärkungen/Mannlöcher rundum anzubringen. Aber langsam bekomme ich Übung in dem Kleinkram! (da waret noch sehr viel auf mich!)

      Und dann nochmal am Bug (noch ohne Turm):


      Das Hauptgeschütz habe ich erstmal nur aufgelegt. Bei dem fehlen auch noch ein paar Details. Diese Details anzubringen ist zwar sehr befriedigend (weil das Modell dann ungemein besser aussieht) aber auch mindestens 3x so zeitintensiv wie alles davor.

      Und zu allerletzt, eine "Kleinteilchallenge" mit dem großen Vorholspill vorne:

      Ich hätte ja erwartet dass man da was wickeln muss. Aber nein, weil gefehlt, die Spillfläche wird aus 12 Rippchen (1,5 x 2,5mm) gebildet. Zusammen mit dem Deckel und dem Grundkörper sind also alleine schon 25 Teile in nichteinmal 1cm³ Modell...

      Zudem habe ich für dieses Modell gegen das Kantenfärben entschieden. Dafür muss ich noch viel sauberer arbeiten, und auch die richtigen Farbtöne zu finden ist sehr schwer.

      Und meine Güte, ich hasse diese Nahaufnahmen von den Digicams! Da sieht man ja jeden noch so winzigen Ausrutscher!

      So, also auf ein gutes, erfolgreiches Jahr 2019.

      Gruß,

      Christoph
    • Hallo Christoph,

      sehr interessanter Baubericht von dir.
      Bin mal gespannt ob der Pott dann schwimmt. cool1

      Stahl_Wolle wrote:


      Zudem habe ich für dieses Modell gegen das Kantenfärben entschieden. Dafür muss ich noch viel sauberer arbeiten, und auch die richtigen Farbtöne zu finden ist sehr schwer.

      Kann nicht sagen warum du nicht die Kanten färben willst. Ist auch deine Entscheidung. Absolut. Aber Kantenfärbung wertet das Model - mit wenig Aufwand - eigentlich immer auf.

      Wünsch dir weiterhin viel Erfolg !


      Grüße

      Jürgen
      Servus aus der Oberpfalz

      "Bass'd scho" (Lokale philosophische Grundregel)
    • @Juergen: Mir geht es da hauptsächlich um den Aufwand. Ich möchte das Boot ja für den Ententeich bauen, und dann alle Kanten nachzufärben werde ich nicht machen.
      Aber bei genauen Hinsehen fallen mir dann doch ein paar Stellen auf, die mal sein müssten (z.B. der Spillkopf, aber auch Schanzkleider). Und ich hab das Gefühl dass das Grau aus dem Tuschkasten meiner Tocher sehr gut passen könnte...

      @percarli: ja, nachdem die Kopie meiner Richellieu kaputt gegangen ist hab ich nun dieses Boot ausgesucht. Mit dem Epoxid ist das gar nicht so schwer. Und da jetzt die Antriebsanlage auch fertig ist (Fotos/Video später) kann ich mich auch wieder etwas auf die Ausrüstung an Deck konzentrieren.

      Als nächstes dann "von vorne nach Hinten" die Ausrüstung an Deck, und die letzten kleinen Details am Rumpf.
    • Hallo Kartonisten!

      neben jeder Menge Kleinkram (ich hab mit den Trossenrollen angefangen, für die Bitbox) und der Ausrüstung am Bug (ein Paar Poller) habe ich nun auch die Ruderanlage montiert:



      Ein schön großer Servo, steife Steuerstangen. Und das Ruder dann nach Papiervorlage gebaut (hab gerade kein Foto), mit Epoxid versiegelt und gefüllt. Da waren die Abwicklungen wieder sehr passgenau. Das Ruder besteht auf einer Rippe, zwei Seitenteilen und einem "Blech" dran rundum geht.

      Dann war ich noch beim großen C und habe mit Akkus gekauft, 2 Stück 6V Bleiakku. Die helfen natürlich später auch ordentlich beim Gewicht, ich will das gute Stück ja nicht in Ballastfahrt darstellen. Der Getriebemotor wurde auch gekauft, also kann auch der Drehantrieb für die Geschütze gebaut werden.

      Aber bevor ich beim großen C war, war ich bei einem Bastelladen (Games Workshop). Die haben so eine Wand mit grob 100 Farbtönen, und da war zufällig exakt der passende Farbton dabei für mein Musashi-Grau. Und das habe ich mal bei der schweren Flak ordentlich ausgetestet:



      Der Bunte Panzer ist übrigens ein E100, Spitzname Gretchen, und er ist Maßstabsgerecht, also auch 1:200. Nur mal, um sich die Größenordnung ein wenig besser vorzustellen, das gute Stück hätte so um die 110t gewogen.

      Und da die Flak nicht in die Baxkiste sollte, wurde sie gleich montiert:


      (kein Plan was meine Kamera da mit den weißen Flächen gemacht hat....)

      Was kann ich zur Flak sagen? Das waren die Abwicklungen wiedermal nicht so dolle. Diese runden Jalousien waren grob 3mm zu lang. Aber erst nach dem einkürzen habe ich gemerkt, dass man das eigentlich anders modellieren müsste.... ich hab sie abgeschnitten, den Rest (wegen dem Ende der Jalousie) wieder angeklebt und die übrige weiße Fläche angemalt. Auch die Flak-Platformen wurden vorher gemacht. Und auch hier wieder: Abwicklungen eher "Meh!" als "gut", obwohl es sich da nur um einfache Konen handelt...

      Die kleinen Rippchen rechts ließen sich gut zuschneiden, da hat der Konstrukteur auch mitgedacht und gleich doppelt so viele beigelegt, falls es Pinzettelflüchtlinge gibt daumen1 (Danke Kurt für dieses Wortspiel danke1 ) .

      Und: Ich muss sagen, dass das Papierschnipsel-Paket langsam wirklich dünn wird. Ich bin zwar gefühlt erst bei 40% der Teile, aber so ist das nunmal bei diesen Schiffchen. arbeit2 immer viel zu tun.

      Als nächstes also die "Drachenhörner" an Bug und Heck, und wenn dann wieder etwas Decksausrüstung fertig ist, gibt es auch Fotos davon.

      Also, bis demnächst, und gute Klebe euch allen!
    • Hallo Christoph,

      Stahl_Wolle wrote:


      Und: Ich muss sagen, dass das Papierschnipsel-Paket langsam wirklich dünn wird. Ich bin zwar gefühlt erst bei 40% der Teile, aber so ist das nunmal bei diesen Schiffchen. arbeit2 immer viel zu tun.

      Das stimmt: bei den japanischen "Dickschiffen" geht die Arbeit so schnell nicht aus.
      Der Gesamteindruck am Ende gleicht das aber meist mehr als aus.


      Bis bald.

      Jürgen
      Servus aus der Oberpfalz

      "Bass'd scho" (Lokale philosophische Grundregel)
    • So, und heute morgen nochmal ein Foto bei etwas mehr Licht von dem Gesamtfortschritt:



      Und wie ihr seht: hab den Kommandoturm auch schon "eingewickelt". Dazu noch ein paar Details am Heck, da sind die Drehscheiben der Flugzeugschienen drauf gekommen. Die Schienen sind ein wenig fummelig. Und ja, da lohnt sich das Kantenfärben doch sehr.

      Und für die, die das Original studiert haben: der hintere Kommandoturm ist auch hier "nur" eine gerade Säule, also nicht kegelig.
    • Hallo " Stahl _ Wolle" !

      Es gibt viele Möglichkeiten ein Modell falsch zu bauen. Bei der Yamato ist es immer wieder der Achtere Leitstand welcher gerade und nicht konisch gebaut wird. Das fängt schon bei den Konstrukteuren der Bögen an, die offensichtlich schlecht informiert sind. Selten das jemand eine
      konische Röhre bauen kann - oder will. Schade um die Modelle, welche falsch gebaut werden.
      Mit Gruß,
      Nick
    • @dranduleta danke für das Däumchen :)

      @Klueni Ja, das Modell hat schon so seine gewisse Größe. Die Fensterbank ist mit 140cm genau richtig bemessen.

      Gestern sind übrigens die richtigen Motoren eingetroffen. Der Badewannentest war soweit erfolgreich, aber an der Verdrängung muss ich noch etwas feilen, so grob 4kg Blei oder Stahl müssen da noch rein. Momentan schwimmt das gute Stück auf dem Wasser wie ein Papierschiffchen.... happy1

      Mit der Flak bin ich auch weiter (diese Ausrüstungsvariante hat nur die 8 x 3 x 25mm am Aufbau und keine frei stehenden an Deck). Muss mir da noch ein paar 25mm-Rohre dängeln, die sollen nur aus "Drut" geschnippelt werden.

      Mal gucken ob ich hier ein Bild mit dem Handy rein bekomme...

      Gruß,

      Christoph
    • Hallo Christoph,

      etwas verspätet steigt der Nibelung auch noch bei Deinem Japaner ein - macht sich bisher sehr gut, der Riese! daumen1

      Servus
      hvt
      Dinosaurier tranken kein Bier - sie sind heutzutage ausgestorben. Zufall? - Ich glaube nicht....
      (Übersetzte Aufschrift auf einem Schild vor einem Pub in Fort William, Schottland) grins 2
    • Hallo Hagen! Willkomen auf der Werft, bitte auf schwebende Lasten achten :-P

      So, dieses Wochenende stand mal nicht so ganz im Zeichen des Kartons, ich hab mich nämlich um den Drehantrieb der Schweren Artillerie gekümmert. Ein Getriebemotor, eine Welle vom Bug zum Heck und dann je Turm ein Schneckentrieb.

      Dadurch komme ich bei Nennspannung vom Getriebemotor auf 9°/s, also "nur" grob viel mal schneller als das Original. Mit einem Motorregler angesteuert komme ich dann sogar runter auf nahezu originalgetreue Drehgeschwindigkeit. Aber seht selbst:



      Musste von Turm 2 die Entfernungsmesser wieder abnehmen, die waren etwa 2 Papierlagen zu lang und sind gegen die Barbette vom Sekundärturm gestoßen. Jetzt, wo ich den Text aber schreibe, ist alles wieder repariert. Da die Schnecken noch etwas ungleichmäßig rund sind, ruckelt es etwas. Aber ich denke für die Wirkung auf dem See reicht es aus :)

      Bis demnächst, und euch auch noch gutes Gelingen!
    • Ich lese gerade die Wikipedia nochmal zu meinem Schiffchen durch. Und was lese ich da?

      "Ein äußeres Unterscheidungsmerkmal zur Yamato stellte die Anordnung der Laufwege für die Mannschaft auf dem Achterdeck dar. Während diese mit Linoleumplatten belegten Wege auf der Yamato abgewinkelt (parallel zu den Flugzeuggleisen) verliefen, waren sie auf der Musashi parallel zur Schiffsachse angeordnet."

      Öööhmm... guckt mal in dem Video nochmal auf mein Achterdeck: Wirklich parallel zur Schiffsachse sieht anders aus! les1

      Baue ich also doch eher eine Yamato im Ursprungszustand?

      Ändern werde ich es nicht mehr, dafür ist mir das Schiff dann schon zu weit und ich möchte es ja am ersten Mai fertig im Wasser haben.

      Noch eine Frage: Weiß einer, wozu diese senkrechten Klötze da seitlich am Rumpf sind? Sind das nur Reibhölzer oder hatten die eine bestimmte Funktion?

      Dieses Wochenende kommen dann hoffentlich die letzten Kleinteile auf die Back, dann sollte alles bis zur Sekundärturm-Barbette fertig sein, und dann gibt es auch wieder Fotos.
    • Hallo Christoph,

      die Musashi wurde von Hrn.Dariusz Wandtke konstruiert. Angraf hat wohl z.Z. nur diesen Konstrukteur für Modelle der graue Flotte zur Verfügung. Er hat auch die IJN Ise, IJN Kongo konstruiert. Und auch bei diesen Modellen gab es sehr kritische Anmerkungen. Mal höflich ausgedrückt.

      Modelle von Hrn.Wandtke sind sagen wir mal immer etwas mit Überraschungen und Herausforderungen verbunden.


      Grüße

      Jürgen
      Servus aus der Oberpfalz

      "Bass'd scho" (Lokale philosophische Grundregel)
    • @Azbest Danke :)

      so, ich hab mich mal durch die Teile gewühlt und mich schon bei dem ein oder anderen Poller gewundert, dass da die Stückzahl nicht ganz hinkommt. Hier mal ein Beispiel:



      Aus dieser Baugruppe 89 sollen 2 Doppelpoller werden...

      kratz1

      ...

      kratz1 kratz1 kratz1

      ...

      haue 3 !

      Wie man sieht: erstens gibt es nur eine Grundplatte. Und dann gibt es für die Tonnen nur einen Papierstreifen. (Die Deckel sind wieder doppelt....) Gut, ich wäre kein Kartonist wenn ich mir bei so einem simplen Teil nicht zu helfen wüsste. Aber das zeigt finde ich sehr gut, wie genau es der Konstrukteur mit den Details in dem Bausatz so manches Mal genommen hat.

      Daher, und weil die Klampen länger gedauert haben, muss ich Euch noch ein wenig vertrösten bis es Bilder vom fertig ausgestatteten Bug gibt.

      Gruß,

      Christoph