Fluss-Fracht-Segler "Allege d'Arles" 1:100 WAK

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    • Vielen Dank Ralf, schön, dass Du auch dabei bist.

      Hallo Freunde

      So, nach dem kurzen Weihnachts-Exkurs geht es hier wieder weiter.
      Streng den Baunummern gefolgt kommt nun die Aufdoppelung des Achterdecks an die Reihe. Ich habe mich nach den diversen Diskussionen in den diversen Foren dazu entschieden, die Plankenstösse zu ritzen um ihnen ein bisschen Tiefe zu verleihen.

      Nun wird den Baunummern nach und auch nach der Kurzbeschreibung des Baues folgendermassen vorgegangen:
      Es folgen die Planken 42 bis 50, also rund 3/4 der bisher bestehenden Bordwand und zwar von Unten angefangen. Danach die Aufdoppelung des Decks, die Verkleidung der Steven und dann erst die weiteren Planken inkl. Schanz, die aus drei Schichten zusammengebaut wird. Innenschanz, Verstärkung und Aussenplanken.

      Ich habe die BA und die Bauteile genaustens unter die Lupe genommen, weil ich mir eigentlich vorgenommen habe, dieses mal oben mit der Beplankung anzufangen, ich hatte da bei der Speedy ja gewisse Probleme. Letztendlich habe ich mich aber dann entschieden, nach BA vorzugehen, der Konstrukteur wird sich sicherlich etwas überlegt haben dabei. Zudem sind hier auf der Erstbeplankung die Planken-Längskanten markiert. Und wenn man sich genau an diese hält, sollte eigentlich nichts schief gehen.
      Also los!



      Die Planken sind auf 0,5mm verstärkt und werden einzeln ausgeschnitten. Nach dem Kanten färben forme ich sie exakt vor, passe sie an und verklebe sie erst, wenn ich sicher bin, dass alles sauber passt. Das funktioniert sehr gut, die Planken haben jeweils eine leichte Überlänge von 1-2mm.
      Mittlerweile bin ich bei Nr. 50 angelangt. Ich bin mit dem bisherigen Ergebnis eigentlich recht zufrieden, die Rumpfform gefällt mir sehr gut.





      Gut zu sehen ist nun, was ich gemeint habe, als ich geschrieben habe, dass mir die Farbe der Erstbeplankung Rätsel aufgiebt.
      Die Trennlinie der Farben ist eher abenteuerlich und die obere Farbe stimmt nicht mit den Planken-Farben überein. Aber das sieht ja letztendlich niemand mehr...

      Weiter geht es dann die nächsten Tage!

      Freundliche Grüsse
      Peter
      Denken ist wie googeln, nur krasser denk1

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      Meine versemmelten Werke
    • Seid willkommen an Bord, edler Hagen ich danke Euch!

      Hallo Freunde

      Anscheinend hat sich bei diesem Modell ein Fehler eingeschlichen, auf den ich für Nachbauer aufmerksam machen will.
      Der Stewen weist unterschiedliche Längen je nach Bauteil auf.
      Am Mittelspant aus dem LC-Satz ist er ca 6mm kürzer als an den setilichen Aufdoppelungen. Sowohl die Verstärkungen im LC-Satz, wie auch die bedruckten Teile aus dem Bogen sind länger. Zu kurz sind dann wieder die Umleimer.



      Ich hatte es versäumt, Fotos der fehlerhaten Teile zu machen, deshalb hier quasi die Negative, also die LC-Platinenen nach dem Heruastrennen der entsprechenden Teile.

      Es ist kein Beinbruch, ich habe die Spitze des Mittelspant-Stevens abgetrennt und nach dem Anbringen der einseitigen Aufdoppelung korrekt wieder angesetzt. Nachdem ich die Aufdoppelung auf der anderen Seite aufgeklebt hatte, habe ich die Lücke mit Weissleim ausgefüllt.

      Den Umleimer habe ich aus Farbreserven im unteren Bereich verlängert. Der Ansatz wird später kaum mehr sichtbar sein.



      Baufortschritte werde ich wieder zeigen, wenn ich mit der Schanz fertig bin.

      Freundliche Grüsse
      Peter
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    • Herzlichen Dank Karl Volkmar und hj für Kommentare und likes!

      Hallo Freunde

      Dann wollen wir die Bordwand mal hoch ziehen. Dies geschieht im Bereich der Schanz wie auf folgender Bauskizze,



      abwechslungsweise aussen, Verstärkung, innen, u.s.w. Interessant hier, dass die Verstärkung nicht eingefärbt ist, im Gegensatz zur Erstbeplankung. Dies hole ich nach, indem ich die Zwischenplanken nach dem Anbringen einfärbe damit keine weissen Blitzer durch eventuelle Ritzen zwischen den Planken durchdringen.

      Zu den Riemenpforten (oder sind es Speigatten?) ist zu sagen, dass diese ja winzig klein sind und dreifach deckungsgleich angebracht werden sollen. Sie passen zu 100% perfekt!!! daumen1 Einzig bei den Zwischenplanken (Nr. 56) ist eine Pforte zu viel, was aber beidseitig verdeckt wird.









      Zuletzt werden die Planken Nr. 63 und die "Scheuerleisten" 64 und 65 angebracht.



      Damit ist der Rumpf soweit zu. Ich sollte hier noch erwähnen, dass ich ja anfangs skeptisch war mit der Beplankung, die von unten hochgezogen wird. Wenn man sich aber an die Hilfslinien auf der Erstbeplankung hält, dann passt das alles hervorragend. Ich musste auch kaum eine Planke in der Breite anpassen. Also soweit alles gut, es kann freudig weiter gehen! freu1

      Freundliche Grüsse
      Peter
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    • Hallo Peter, toll und sauber gebaut! Deine Skepsis bei der Beplankung kann ich gut verstehen, aber man kann den Konstruktionen von T. Weremko grundsätzlich vertrauen (meine ich jedenfalls gelernt zu haben). Ich selbst dümpele noch an der Erstbeplankung meiner Saettia herum, habe aber nun ebenfalls meinen Weihnachtsbasar geschlossen und beginne wieder mit dem ernsthaften Kartonmodellbau arbeit1 . Außerdem hast Du nun einen beeindruckenden Vorsprung gewonnen! Viele Grüße Heinrich
    • Moin Peter!

      Peter_H schrieb:

      @Heiner: Das mit der Lehrstunde kannste Dir abschminken. Ich werde da selber mal lernen müssen...
      ... war wohl nichts mit abschminken frech 3 , das hier ist eine klassische Lehrstunde - und eine Klasse-Lehrstunde, vielen Dank dafür. Sieht wunderschön aus, was Du da zauberst, auch wenn es mir im Moment etwas zu wenig Metall und Schrauben hat. Aber vielleicht kannst Du ja Claudia einen Gefallen tun und noch einen Dieselmotor einbauen (duckundwech)
    • Hallo Heiner

      Heiner schrieb:

      ... war wohl nichts mit abschminken , das hier ist eine klassische Lehrstunde - und eine Klasse-Lehrstunde,
      das ist aber kein Klinker-Rumpf! Danke trotzdem für die Blumen!

      Heiner schrieb:

      Claudia einen Gefallen tun und noch einen Dieselmotor einbauen
      dann wohl eher "en Dampfmaschin'" happy1
      LG
      Peter
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    • Hallo Freunde

      Nach meinem Exkurs über Nikoläuse und spanische Gebäude geht es nun hier wieder weiter. Vermutlich war das eine Flucht vor dem was mich da erwartet. Wer mich kennt weiss, wie sehr ich Serienarbeit aus dem Weg gehe.
      Jedoch davor galt es die Reling anzubringen. Diese wird mit 1,5mm-Finnpappe verstärkt. Warum diese nicht im LC-Satz enthalten ist weiss ich nicht, denn ein sauberer, rechtwinkliger Schnitt eines so schmalen, langen und geschwungenen Teils ist schon eine ziemliche Herausforderung.
      Ich habe es irgendwie besser als erwartet hinbekommen.



      Ergänzt wird die Reling mit weiteren Teilen am Bug, deren Namen und Funktion sich mir entziehen. Ich finde das auch im Mondfeld nicht.



      Nun folgen die Schanzkleidstützen. Das ist eben die angesprochene Fleissarbeit. Vorgesehen ist ein Streifen der mit 1mm Finnpappe verstärkt wird. Jede einzelne Stütze wird ausgemessen und aus diesem Streifen abgeschnitten und angebracht...



      Zum Schluss der aktuellen Phase folgt wieder ein Teil, das auch optisch etwas her macht. Auch hier bin ich mir mit Namen und Funktion unsicher. Ich würde es als die Ankerbeting bezeichnen. Lasse mich aber gerne eines besseren belehren. happy 2



      Vielleicht kann mir jemand einen deutschen Literaturhinweis geben, wo ich diese einzelnen Teile finde und benennen kann? Auch wäre etwas zu diesem Schiffstyp sicher hilfreich, weil ich mittlerweile festgestellt habe, dass der Takelplan etwas lükenhaft ist.

      Für heute soll es das gewesen sein.
      Freundliche Grüsse
      Peter
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    • Hallo Peter,

      sieht prima aus. Das vordere Teil ist eine Ankerbeting. Die "Schanzkleidstützen" sind die oberen Teile des Spanten.
      Mit Literatur zum Schiffstyp kann ich Dir nicht weiterhelfen. Vielleicht hat Marquardt etwas zur Takelung dieses Typs geschrieben.
      tschö1 Christian

      "Behandle jedes Bauteil, als ob es ein eigenes Modell ist; auf diese Weise wirst Du mehr Modelle an einem Tag als andere in ihrem Leben fertig stellen."
    • Hallo Freunde

      Vielen Dank Fritz und Christian für die Bezeichnung und das Lob! Danke allen, die das Knöpfchen gedrückt haben, das freut mich!

      Inzwischen geht es hier Schritt für Schritt mit der Bestückung des Decks weiter.
      Zu erst aber etwas zur Suche nach Vorbilder und damit eine Frage an die Experten:
      Ich habe tatsächlich im Marquardt einen Schiffstyp gefunden, der optisch mit meinem Modell praktisch identisch ist. Es ist eine Tartane. Trifft das auch auf mein Modell zu? Kann ich unter diesem Schiffstyp weiter suchen? Die Parallelen sind sehr gross!

      So, nun aber weiter.
      Die kleinen Luken und deren Deckel werden vorbereitet. Die Plankenstösse ritze ich nach und an den Ecken werden winzige geschärze Drahtringe liegend aufgeklebt.



      An den Spantköpfen werden horizontale Querbalken zur Befestigung des Wanttakels angebracht.



      Als nächstes folgt die Wasserpumpe. Die meisten Teile verbaue ich aus dem Bogen, nur wenige aus dem LC-Satz. Die LC-Teile sind meistens "nur" als Verstärkung der bedruckten Teile aus dem Bogen gedacht und so empfinde ich es einfacher, die Teile aus dem Bogen auf entsprechenden Karton zu kleben und dann komplett auszuschneiden.



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    • Ein Spill wird, wie schon die Wasserpumpe aus vielen kleinen und kleinsten Teilen zusammengebaut und erhält dadurch ein sehr detailliertes Aussehen, wie ich finde.



      Der Eingang zur Kajüte vervollständigt das Bild des achternen Decks.



      Die grosse Ladeluke wird verkleidet und auf den Innenseiten mit Auflagen für die Deckel ausgestattet. Ich plane die Deckel nur aufzulegen um sie dann später, nach der Wertung ev. auch offen und die Luke mit Ladegut gefüllt darstellen zu können.



      Damit ist das Deck bereits vollständig mit den im Modell sichtbaren festen Teilen bestückt.



      Weiter gehen wird es dann mit der Galion und dem Heckaufbau, welcher dem Schiff seinen eigenen optischen Charakter gibt.

      Bis demnächst!
      Freundliche Grüsse
      Peter
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    • Hallo mein lieber Namensvetter,

      der Segelschiffbau ist wahrhaftig eine Wissenschaft für sich. Zum Einen, was die die ganzen Fachegriffe angeht, die man als Landratte erstmal sortiert bekommen muss, zum Anderen bei der möglichst realistischen Umsetzung der ganzen Takelage mit den laufenden und stehenden Seilen. Hast ja bereits gute Kostproben dafür abgegeben, dass Du Dich da sehr tief reingearbeitet hast - Hut ab dafür und Hut ab für Deine absolut saubere und super recherchierte Bauweise. laola1

      Ganz große Klasse der Rumpf! klasse1

      Wünsche dir gutes Gelingen beim Bau der Masten, Segel und Wanten mit allem, was sonst noch dazugehört - viel Erfolg, liebe Grüße und einen guten Rutsch nach 2019 (falls wir uns vorher nicht mehr schreiben sollten). newyear

      Peter
    • Hallo Peter,

      jetzt kommt ja das Salz in die Suppe! Die Pumpe und das Spill hast Du prima hin bekommen. Sie zeigen Deine akribische Arbeit, doch Du bist durch Deinen Beruf ja gut geübt! Das Gleiche gilt natürlich auch für die übrigen neu gefertigten Teile. Dass Du den Deckel nur aufgelegt hast und Du Dir für später noch evtl. Änderungen vorstellen kannst, ist klug voraus gedacht!

      So Peter, jetzt wünsche ich Dir und den Deinen noch einen guten Rutsch in Jahr 2019! newyear Newyear 2

      Viele Grüße
      Fritz
    • Peter_H schrieb:

      Vermutlich war das eine Flucht vor dem was mich da erwartet. Wer mich kennt weiss, wie sehr ich Serienarbeit aus dem Weg gehe.
      - jetzt verstehe ich das erst richtig. - dito!!!

      Hallo Peter, Deine Baufortschritte (sauber! beifall 1 ) geben mir Motivation beim Bau meiner WAK-Saettia. Und die kann ich brauchen, denn anders als bei Dir ist das Deck aus fusseligen Einzelplanken (1:100) zu fertigen, wobei sich mir der Sinn dieser aufwändigen Konstruktion nicht recht erschließt. Wirklich eine Geduldsprobe (tiefe Verbeugung vor den Webleinen-Knüpfern). Die Tartane scheint mit Deinem Schiffstyp tatsächlich eng verwandt zu sein. Ich fische meine zusätzlichen Weisheiten möglichst aus dem Internet. Steht im „Marquardt“ etwas zur Saettia oder zur verwandten Pinke o.ä.? Teure Spezialliteratur in italienischer Sprache will ich mir nicht gönnen, denn (Karton-) Modelle aus dieser Epoche sind (sehr) selten. Viele Grüße und einen guten Rutsch prost2 wünscht Heinrich
    • Hallo Freunde

      Herzlichen Dank für all Eure Kommentare und likes. Das WIRKLICHE Salz in der Suppe eines Bauberichtes sind die immer wieder aufmunternden, motivierenden und freundlichen Posts! daumen1
      Aber der Reihe nach:

      @Pitje: Ja, als Landratte hat man da wohl noch schlechtere Karten...Aber ich versuche mein Bestes mit dem Eingeständnis an mich selber, dass ich an gewissen Stellen einfach dem Konstrukteur, bzw. den Vorlagen vertraue, auch wenn es oftmals historisch nicht korrekt ist. Vielen Dank auch für die Neujahrswünsche, die ich gerne, wenn auch etwas spät, erwiedere!

      @Didibuch: Danke, schön, dass Du ab und zu reinschaust!

      @Rainer A.: Es ist nie zu spät! Willkommen an Bord!

      @Automatix: Danke auch Dir! Ich bin auch gespannt happy 2

      @petcarli: Jaja, das mit dem Beruf, das kommt mir oftmals in die Quere. "Du bist Goldschmied, das solltest Du doch hinbekommen, himmeldonner............." brüll1

      @Heros: Danke! Was die Einzelbeplankung des Decks bei Deiner Saettia angeht, so denke ich , dass es der optische Eindruck ist, der dadurch noch ein wenig dazu gewinnt. Ich habe Deinen Post erst jetzt gelesen. Ich werde den Marquardt mal nach Deiner Saettia, bzw. dem Schiffstyp durchforsten.


      Freundliche Grüsse
      Peter
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    • So, nun aber weiter mit dem Bafortschritt.

      Bei den Abdeckungen für die Ladeluke scheint ein Fehler im Bogen zu sein. Dei Abdeckungen sollten lt. BA zwischen die Seitenwände der Luke auf die Auflagen eingelegt werden. Was meiner meinung nach auch Sinn macht. Dazu sind sie aber ca. 3mm (!!!) zu breit.
      Das ist insofern nicht weiter tragisch, da man ja immer abschneiden kann, was ich natürlich auch mache.



      Auch diese Abdeckungen werden mit schwarzen fieinsten Oesen versehen.
      Der Konstrukteur schlägt sogar halbe stehende Oesen mit eingschaluften liegenden Oesen vor. Was mir in diesem Massstab aber zu viel prominent erscheint, so empfinde ich das auch auf Bildern vom fertigen Modell beim Verlag. Daher beschränke ich mich auf die liegenden.



      Das Ruder ist bei diesem Schiffstyp sehr gross und charakteristisch, entsprechend wird es doch auch aus einigen Teilen zusammen gebaut.
      Die Scharniere werden gerollt und das Ruder sollte lediglich an zwei Punkten mit dem Rumpf an eben diesen Scharnieren verbunden werden.
      Ich klebe die Verbindung etwas grosszügig und bin aber doch skeptisch, dass das Ruder bis zum Ende des Baus da bleibt. Viel eher befürchte ich, dass ich es mehrfach abreisse beim Handling mit dem Modell.





      Die Pinne fertige ich aus einem Stück Federstahldraht, das ich mit einem dreieckigen Seidenpapier umwickle um sie konisch hin zu bekommen. Am vorderen Ende wird eine kleine Perle aus dem Bastelvorrat aufgeklebt und das ganze braun gepönt.

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    • Die Galion wird "nur" aus dem Bogen gebaut. Für die teilweise langen Verkant-Teile stehen im LC-Satz keine Teile zur Verfügung. Ich überlege mir kurz, ob ich sie selber aus mit Sekundenkleber verstärkten Finnpappen-Streifen fertigen soll, entscheide mich aber vorerst mal für den Bau aus dem Bogen. Der Hauptgrund für diesen Entscheid ist, dass ich nich gerne Teile selber schnitze und vor allem nicht aus 1,5 oder gar 2mm-Finnpappe und der charakteristische Heck-Aufbau dann auf die gleiche Weise gebaut werden soll.
      Zudem hat mich der Konstrukteur schon oft mit eher unkonventionellen Wegen überrascht und diese haben meistens erstaunlich gut funktioniert.

      Also los.





      Die Reihenfolge der Montage gilt es gut zu überdenken.
      Ich gehe so vor, dass ich erst die drei Querbalken 85c, d und e am Steven anbringe, da es für diese drei Teile Markierungen gibt.



      Aufgrund dieser Teile werden nun die beiden Längs-Balken 85 a erst am Steven (Markierung und dann ausgerichtet am Rumpf verklebt. Die Querbalken können nun mit diesen Längsbalken verbunden werden....passt perfekt, phu! schwitz1



      Die beiden Teile 85f müssen nun Pi mal Augenlänge, parallel zu den anderen Querbalken eingesetzt werden, für diese gibt es keinerlei Markierungen.
      Zum Schluss werden 85b und g aufgesetzt.





      Die gesamte Galion passte wirklich hervorragend und das stimmt mich zuversichtlich für den weiteren Bau! Diese "Balkenkonstruktione", sowohl hier wie später auch achtern sind ja charakteristisch für dieses Modell und genau das, was mir besonders gefällt!

      So viel zum aktuellen Bau der Allege d' Arles!

      Freundliche Grüsse
      Peter
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    • Hallo Peter,

      sehr schöne Fortsetzung! Die Ösen sind so liegend sicher besser. Die konische Herstellung der Ruderpinne mit dreieckiger Umwicklung kenne ich noch aus meiner Zeit bei den Grfoßkampfschiffen der beiden Weltkriege. Ich havbe dieses mal bei der Herstellung von Geschützrohren verwabdt. Auf die Idee, dieses für eine Ruderpinne zu verwenden, bin ich bisher nicht gekommen. Also wieder einmal etwas von Dir dazu gelernt! danke 2

      Gruß
      Fritz
    • Hallo Peter,

      Ich würde die Scharnierbänder am Rumpf gut mit Sekundenkleber härten, und die Stifte am Ruderblatt aus 0,3 oder 0,5mm Messingdraht anfertigen. Dann kannst Du das Ruderblatt einpassen und danach bis zum Ende der Bauarbeiten zu Seite legen. Am Schluss hängst Du es einfach wieder ein.
      tschö1 Christian

      "Behandle jedes Bauteil, als ob es ein eigenes Modell ist; auf diese Weise wirst Du mehr Modelle an einem Tag als andere in ihrem Leben fertig stellen."
    • Hallo Freunde

      Danke allen für die erhobenen Daumen!
      Danke Fritz und Christian für Eure Beiträge. Sollte ich das Ruder abreissen, werde ich das wohl so wie von Dir, Christian beschrieben, machen. Danke!

      Der achterne Aufbau, dessen Fachausdrücke und auch Funktion sich mir gänzlich entziehen, die dem Schiff aber ihren besonders formschönen Charakter geben und es von der klassischen einmastigen Tartane unterscheidet, ist die nächste und auch letzte grosse Baugruppe vor der Takelage. Vielleicht kann hier jemand mit den Ausdrücken und Funktionen aushelfen, ich habe meine drei Bücher (Schrage, Marquardt und Mondfeld) durchgeackert und auch im Internet nichts brauchbares gefunden.

      Aber nun los mit der Praxis:
      Die Baugruppe wird analog der Galion mehrheitlich aus Abwicklungen gebaut.



      Die Seitenwangen und der geschwungene Balken Bugseitig werden dem LC-Satz entnommen. Auch hier bin ich anfangs etwas skeptisch, wie das geht und bin am Ende doch recht erstaunt, dass es einigermassen gut funktionierte.

      Zwei U-Förmige Bauteile werden jeweils im grossen ganzen aus einer einzigen Abwicklung gebaut, ausser den beiden inneren Abschlüssen der vertikalen Stützen. Eine ziemlich fitzelige Angelegenheit. Der geneigte Betrachter mag sich daran stören, dass ich die Kanten nciht gefärbt hatte, das hat zwei Gründe. Zum einen würden die Bauteile durch die Farbe noch laberiger und zum anderen werde ich die gesamte Baugruppe am Ende entgegen meinen Gewohnheiten noch komplett einfärben.





      Zur saubern Vorformung der Wangen ist im Bogen eine Schablone enthalten, die ich vorsichtshalber auf Graupappe klebe.
      Zusammengehalten werden sie durch das hintere Abschlussbrett.

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    • Hier mal noch einen Schritt zurück die gesamten Bauteile dieser BG



      Die filigrane Balkenkonstruktion wird Schritt für Schritt zusammengebaut. Die Reihenfolge muss aufgrund der extrem heiklen Teile genau überdacht werden. Ich verklebe erst die beiden Längsbalken 86i mit dem vorderen U-Teil 86h. Danach wird das hintere U-Teil 86g eingesteckt, ausgerichtet und verklebt. Zm
      um Schluss wird diese Gruppe eingefärbt.



      Nun war ich derart in Basteleifer, das ich von den weiteren Schritten vergass Fotos zu machen.
      Die Gruppe wurde zwischen die Wangen eingeführt und mit diesen und dem Abschlussbrett verklebt. Passte erstaunlicherweise extrem genau!
      Auf dem Abschlussbrett wird eine kleine Konstruktion aufgebaut, durch die der Flaggenstock geführt wird. Diesen fertige ich aus 0,5mm Stahlfeder-Draht und einem Tropfen Weisselim.

      Die fertige Baugruppe sieht nun so aus.





      Probehalber darf sie mal an ihrem vorgesehenen Platz probeliegen. Ich werde sie aber zur Seite legen und erst kurz vor Schluss aufkleben, da ich wohl auch hier Gefahr laufen würde, sie mehrfach während dem Takeln weg zu reissen.





      Mir gefällt da Modell immer besser verlegen2

      Es folgen dann die Ankerscheuer und die Anker. Über die Befestigung und "vertäuung" der Anker schweigt sich die BA komplett aus. Wo werden die Taue belegt, wo durch geführt, etc. Auch dazu finde ich nirgends Angabe. Ich hoffe, hier kann mir jemand von Euch Spezialisten weiter helfen!!!

      Soweit für dieses Mal! Euch allen einen schönen Abend und bis demnächst!
      Freundliche Grüsse
      Peter
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    • Ahoi Peter, warum auch immer, irgendwie habe ich deinen BB völlig aus den Augen verloren, sorry. Dann will ich mich aber endlich auch mal zu Wort melden. Ich bin ja wieder mal maßlos begeistert von dem, was du so auf der Schneidematte fabrizierst. klasse1
      Bezüglich der Ankerbefestigung blättere ich mal in meinen Büchern, vielleicht finde ich dort etwas. Normalerweise sollte es da auch eine Beting oder ähnliches geben - man kann ja den Anker nicht einfach so ins Wasser schmeißen und dann zu Jean sagen: "Allez, Jean-Baptiste, -alt mal die Leine fest!" grins 2

      Weiterhin viel Spaß mit deinem schmucken Flusssegeler - und ich bin jetzt hier Stammgast! zwinker2

      Im Bau: HMS Mercury
      Für eure Schnippel- und Klebepausen: www.karton-im-wind.de welcome1 Winterzeit - Modellbauzeit. Regelmäßig Neuigkeiten zu entdecken!
    • Bonden schrieb:

      Ahoi Peter, warum auch immer, irgendwie habe ich deinen BB völlig aus den Augen verloren, sorry. Dann will ich mich aber endlich auch mal zu Wort melden. Ich bin ja wieder mal maßlos begeistert von dem, was du so auf der Schneidematte fabrizierst. klasse1
      Bezüglich der Ankerbefestigung blättere ich mal in meinen Büchern, vielleicht finde ich dort etwas. Normalerweise sollte es da auch eine Beting oder ähnliches geben - man kann ja den Anker nicht einfach so ins Wasser schmeißen und dann zu Jean sagen: "Allez, Jean-Baptiste, -alt mal die Leine fest!" grins 2

      Weiterhin viel Spaß mit deinem schmucken Flusssegeler - und ich bin jetzt hier Stammgast! zwinker2
      Das mit der Leine festhalten, geht dann wenn Asterix und Obelix an Bord sind, und ihren Zaubertrank getrunken haben.
      duck und wech happy1

      Im Ernst Peter, ich finde das was du wieder auf die Beine stellst einfach Klasse. klasse1

      LG Rainer
    • Hallo Freunde
      Ich danke allen Däumchendrücker und Beitragschreibern herzlich, ich freue mich, wenn mein Modell gefällt. freu 2
      @Bonden: Mittlerweile wurde mir von einem sich und seine Kompetenz chronisch unterschätzenden Kollegen ein Foto aufgetrieben, das die Ankertrosse einmal um eine Ankerscheuer und einmal um die Ankerbeting gelegt zeigt. Ob das so korrekt ist?
      Naja, wenn ich nicht weiter finde, dann werde ich das wohl so machen.

      Freundliche Grüsse
      Peter
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    • Hallo Freunde

      Die Ankerfrage konnte ich nicht restlos klären und darum habe ich aufgrund einiger Informationen mich zu folgender Lösung entschieden.
      Es ist anzunehmen, dass Anker bei einem Flussfrachter nicht die Dimensionen haben wie auf offener See. Weiter gehe ich aufgrund Informationen in einem anderen Forum davon aus, dass diese Schiffe oftmals auch am Ufer festgemacht wurden.
      Das alles spricht eigentlich dafür, dass die Lösung, wie sie der Konstrukteur vorgibt gar nicht so verkehrt ist.

      Da ich für diese Lösung die meisten Fotos finde, entscheide ich mich zumindest was den Anker selber angeht für diese Lösung. Der Anker wird also an zwei Stellen mit Tauen an den Querbalken der Innenschanz festgezurrt.



      Die Anktertrosse lege ich aber zusätzlich einmal um die Ankerscheuer und fabriziere dann eine "natürlichere" Taurolle auf dem Deck, als die immer wieder gerne gebrauchten Tauschnecken, die meiner Meinung nach nicht wirklich realistisch sind.







      Dieses ganze Festmachen, inkl. der Fertigung der Anker hat mein ganzes Wochenend-Bastel-Kontingent aufgebraucht...Naja, ich muss aber auch gestehen, dass mein Weihnachtsgeschenk meiner Frau nun endlich eingetroffen ist, und auch einiges an Zeit in Anspruch nimmt. Es ist nicht komplett "Artfremd", deckt aber mehr meine Spielernatur als meine Bastelleidenschaft ab. Aber ein gewisser Bezug zu meinen aktuellen Bastelprojekten ist nicht von der Hand zu weisen... freu1



      Freundliche Grüsse
      Peter
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    • Hallo Peter,

      die Lösung mit Deinem Problem mit den Ankern scheint mir so gelungen. Erstens kann ich mir vorstellen, dass die Lösung wohl korrekt sein könnte/dürfte udn zweitens wird ein Flußschiff eher am Ufer vertäut. Was die Seilschnecken betrifft, muss ich allerdings feststellen, dass Deine Lösung auf den Bildern in meinen Augen eher meinen Vorstellungen eben dieser darstellt, jedoch eher ein wenig normal augerollt und nicht ganz so exakt und daher eigentlich passender!

      Nun noch zu dem Präsent. Es dürfte, glaube ich ein Spiel sein. Sieht sehr interessant aus!

      Viele Grüße
      Fritz
    • Hallo Peter,

      da muss ich mich ja auch mal wieder zu Wort melden. Der Rumpf sieht toll aus und das verspielte Heck gefällt mir sehr gut.
      Auch die Details sehen schon spitze aus.

      Sails of Glory ist ein Tabletop oder? Sowas in der Art hätte mich auch schonmal interessiert. Gibt es auch diverse Abwandlungen und ähnliche Varianten zum "selberbauen".
      Vielleicht schreibst du mal einen kleinen Erfahrungsbericht in "Dies und das" flüstern1

      Grüße und weiter viel Spaß mit dem Schiff, damit du dann an der San Salvador weiterbauen kannst!
      Ludwig
    • petcarli schrieb:

      Was die Seilschnecken betrifft, muss ich allerdings feststellen, dass Deine Lösung auf den Bildern in meinen Augen eher meinen Vorstellungen eben dieser darstellt, jedoch eher ein wenig normal augerollt und nicht ganz so exakt und daher eigentlich passender!
      denk1 Ich bin mir nicht sicher, ob ich diesen Satz richtig verstehe. Willst Du damit nun sagen, dass Du mit meiner Lösung einverstanden bist oder eben nicht? Vielleicht kannst Du das nochmals so formulieren, dass es ein Schweizer versteht? Grüezi_1 happy1


      petcarli schrieb:

      Nun noch zu dem Präsent. Es dürfte, glaube ich ein Spiel sein. Sieht sehr interessant aus!
      Es handelt sich um ein sogenanntes Table Top-Spiel. Im Grundspiel hat man vier Segelschiffe, jeweils zwei französische und zwei englische. Man kann bereits mit diesen vier Schiffen unzählige Szenarien spielen, nach Vorgaben oder selber erfundene. Das ganze für ein Spiel extrem realitätsnah. So muss man sich auf sehr viele faktoren konzentrieren wie Windrichtung und -stärke, Distanz zum "Feind", wie viel Schaden man selber hinnehmen kann ohne das eigene Schiff zu verlieren, wie reagiert der "Feind", u.v.m.
      Es ist ein Strategie-Spiel, das je nach dem, wie stark man es ausbaut zwischen 30 Minuten und mehreren Stunden dauern kann.
      Natürlich kann man die Flotten mit zusätzlichen Schiffen ausbauen, so dass man historische Seeschlachten wie Trafalgar o.ä. nachspielen kann. In der Szene gibt es natürlich Freaks, die so Monate mit dem möglichst authentischen Nachstellen von Schlachten verbringen...
      Wir beschränken uns derzeit auf unsere vier, bzw. fünf Schiffchen. Und schon das macht unglaublich Spass!



      Freundliche Grüsse
      Peter
      Denken ist wie googeln, nur krasser denk1

      Aus Leidenschaft: pierresuisse.ch
      Beruf und Hobby vereint: kamoga.ch
      Aus Freude: mein-modellbau.jimdo.com

      Meine versemmelten Werke
    • @Gnost Da haben sich unsere Post's gekreuzt.
      Wenn ich mich bis zu den "Experten-Regeln" durchgearbeitet habe, werde ich gerne einen entsprechenden Bericht einstellen. Das Spiel findet meiner Meinung nach viel zu wenig Beachtung in der Szenen.

      LG
      Peter
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