Tyrrell 009 von ModelyF1.cz (abgebrochen)

    • Tyrrell 009 von ModelyF1.cz (abgebrochen)

      Obwohl das Projekt "Williams FW 09 B" noch munter läuft, steige ich schon mal so langsam in den Bau des nächsten Modells ein arbeit2

      Ich habe mir insgesamt sechs Bögen bei Rado Radevicz bestellt und fange jetzt mit dem Modell an, das mir am wenigsten wichtig ist. So stelle ich sicher, daß ich mich nicht schon nach einem halben Reifen selbst unter unrealistischen Erfolgsdruck setze und das Ding in Ruhe bauen kann. Es handelt sich bei diesem Projekt um einen blauen Tyrrell, der fast keine Sponsorenschriftzüge hat. Gefahren wurde das gute Stück von Didier Pironi beim Großen Preis von Brasilien 1979. Darüber hinaus habe ich gar kein Wissen über das Auto, das werde ich mir aber mal wieder beim Bauen nebenher anlesen.

      Dieses Modell bedeutet für mich den Einstieg in die Welt der tschechischen Hochglanz-Laserdruckbögen. Da ich keine Ahnung habe, wie das Material auf einen Bauversuch reagiert, werde ich erstmal seidenmatten Klarlack draufsprühen, damit habe ich bisher noch jeden Laserdruck baubar gekriegt kippe1 Mit dieser Aktion habe ich dann auch gleich den etwas nervigen Glanzeffekt eliminiert arbeit1

    • Ich habe nun doch erst den Williams FW 09 B zu Ende gezimmert, das hat mir keine Ruhe gelassen. Jetzt geht es aber mit dem Tyrrell los. Bevor es losgeht, möchte ich allerdings noch ein paar Worte zum Thema Urheberrecht verlieren. Nicht, daß mein Baubericht noch kommentarlos verschwindet oh1

      Ich habe den Tyrrell 009 zusammen mit fünf anderen Bögen direkt über modelyf1.cz/ und die Facebookseite von Rado Radevicz in Tschechien bestellt. Es wurden mir jedoch nicht die schönen Umschlagheftchen geschickt, die eigentlich zu diesen Bausätzen gehören, sondern nur die Bauteile mit Anleitung in Klarsichthüllen (was eigentlich auch nicht weiter stört), so habe ich es ja am Anfang des Bauberichtes auch abfotografiert. Allerdings sehen auch Raubkopien genau so aus MG1

      Liebe Admins, wenn euch diese Erläuterung zu dubios erscheint, schreibt mir einfach eine PN, dann kann ich den Kauf der Modelle auch nochmal nachweisen. Oder haut einfach Herrn Radevicz mal auf Facebook an, der kann sich bestimmt noch an den leicht gestörten Deutschen erinnern, der bei ihm sechs Modelle bestellt hat flagge1 ostern 3 flagge1


      Jetzt aber mal zum Kern der Sache: Normalerweise beginne ich den Bau meiner Modelle mit den Rädern. Auf Reifenbau habe ich aber heute keinen Bock, also bauen wir mal einen Cosworth DFV. Dabei sind mir zwei Sachen extrem positiv aufgefallen: Zum Einen ist der Schritt vom Maßstab 1:25, in dem ich bis heute morgen noch den Williams gebaut habe, auf 1:24 eine echte Erleichterung. Alles wirkt irgendwie so groß (Was natürlich, realistisch betrachtet, Quatsch ist). Zum Anderen ist das Baumaterial eine Freude. Obwohl es sich hier um einen Laserdruck handelt, kann ich ohne Weiteres mit der Stricknadel die Knicklinien durchziehen und das Ganze auch noch auf der Oberfläche. Die Bauskizze ist irgendwie seitenverkehrt abgedruckt, allerdings sind die Bauteile ausgiebigst mit Nummern versehen, so daß man immer irgendwie weiß, was wo draufgeklebt wird.





    • Hallo Daniel,
      das geht ja ab! Ich wünschte, ich hätte Dein Bautempo.
      Danke für die Seite, ist eine echte Fundgrube für die Fans von Formel 1-Klassikern. Da kommen Erinnerungen auf.

      Viele Grüße, Martin
      Lebe so, dass sich Deine Bekannten langweilen werden, wenn Du verstorben bist!
      Meine Machwerke

      03.11.2018 fertig: Mal wieder ein 2CV... happy1
      Nächstes Projekt: Wartet´s einfach ab...
    • Martin schrieb:

      das geht ja ab! Ich wünschte, ich hätte Dein Bautempo.
      Soo wild ist es gar nicht mit dem Bautempo, das Motörchen hat insgesamt 28 Teile und eins davon ist ein Stück Draht, das baut sich geschmeidig nebenbei weg. Generell habe ich keinen Fernseher und kein Smartphone. Meine Freizeit wird nur von Familie, Arbeit und Modellbau aufgefressen, da lässt sich fast täglich an irgendwas rumkleben und wenn es auch nur eine halbe Stunde ist kippe1

      Ich habe den Motor fertiggebastelt. Dabei kam die erste Fleißarbeit des Modelles zutage. Die acht Pöppelchen oben auf dem Motor (Ich habe keine Ahnung von Technik, wenn mich jemand darüber belehren kann, was das überhaupt ist, möge er das bitte tun denk1 ) mußten gebaut und angebracht werden. Die Deckel habe ich erst trocken auf dem Griff meines Skalpells gerundet und dann nochmal in Kleber getränkt. Zur Verbindung der beiden mittigen Bauteile habe ich einen gut biegbaren Draht mit Plastikummantelung gefunden. Klebt bombenfest. Mal sehen, ob ich mich jetzt zum Reifenbau motivieren kann frech 3



    • Ach daher: Du bist also auch so ein Rückständiger, der glaubt, ohne diese "Segnungen" (C) der modernen Elektronik auszukommen. Geht mir genauso. Ich lebe immer noch ohne Furzbuch, Rad´s ab und wer weiß was noch. Und den Fernseher habe ich mit 17 Jahren in den Schrank gestellt, als ich meine erste schöne Konzertgitarre hatte. Ich lebe immer noch und fühle mich mit analogen Medien annehmbar gut über das Tagesgeschehen informiert.

      Die "Pöppelchen" dürften Luftfilter sein: Ich nehme an, dass dieser Hochleistungsmotor über eine Einspritzanlage und nicht über 8 separate Vergaser verfügte.

      Viele Grüße, Martin
      Lebe so, dass sich Deine Bekannten langweilen werden, wenn Du verstorben bist!
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      03.11.2018 fertig: Mal wieder ein 2CV... happy1
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    • Martin schrieb:

      Du bist also auch so ein Rückständiger, der glaubt, ohne diese "Segnungen" (C) der modernen Elektronik auszukommen.
      Irgendwann wird man wahrscheinlich mal dazu gezwungen sein, diesen ganzen hysterischen Wahnsinn mitzumachen. Soweit sind wir allerdings noch lange nicht tanz 1

      So, jetzt aber mal ans Modell. Ich bin schon wieder einen Abend nicht zum Fernsehglotzen gekommen, weil ich Reifen gebaut habe happy1 Die Seitenflächen der Hinterreifen sind in der ziemlich aufwendigen Bauvariante konzipiert, die auch schon beim Williams zum Einsatz kam. Deswegen geht beim Bau von vier Exemplaren ein ganzer Abend drauf schweig1 Auch bei dieser Bauweise hole ich meinen Zirkel zu Hilfe und konstruiere Pappscheiben, damit der Reifen später eine annehmbare Qualität hat. Die Felgen sind ziemlich "designarm" konstruiert, irgendwie ist alles nur schwarz. Da die Räder aber am Ende eher wegen ihrer bloßen Größe auffallen werden, stört das nicht weiter.

      muhaha1 Steht hier eigentlich jemand auf Bilderrätsel?





    • Na dann. Wenn niemand mein Bilderrätsel mag, dann löse ich es jetzt eben auf happy1 Meine Pappscheiben sind aus einem Sixpack Exportbier, daß aus einer Brauerei stammt, die ganz knapp auf bayerischem Staatsgebiet liegt. Wenn man den Jux mal beiseite läßt, handelt es sich um eine sehr stabile und 1 mm starke Pappe, aus der ich jetzt solange meine Reifenscheiben bauen werde, bis sie aufgebraucht ist. Dann gehe ich wieder einen Sixpack kaufen prost2
      Auf diesem Foto ist nochmal zu sehen, wie ich die Klebelaschen an der Lauffläche ignoriere, weil sie auf Kante auf meine Scheibchen geklebt wird:



      Bei der hier angewendeten Reifenbauweise läuft so Einiges etwas anders, als gewohnt. Abgesehen davon, daß das hier sehr arbeitsaufwendig ist und ein leicht schlechteres Ergebnis liefert, als es bei einer einteiligen Reifenwand der Fall wäre, wird die Felge vor der Endmontage in die Seitenwand des Reifens eingeklebt. Dann kommt das ganze in die Reifenscheiben/Laufflächenkonstruktion rein. Kleber sollte nur am äußersten Rand aufgetragen werden, sonst demoliert man die Wölbung. Und jetzt ratet mal, was ich falsch gemacht habe kratz1 Na ja, es ist nur eine kleine Schlamperei und im Großen und Ganzen passt die Sache ja. An den fertigen Reifen habe ich mit Schleifpapier die Kanten rundgeschliffen. Man muß bei einem Laserdruck höllisch aufpassen, wenn man sich für diese Herangehensweise entscheidet, da kann man ganz viel kaputtmachen. Das wußte ich aber zum Glück schon vorher und hatte die Sache einigermaßen im Griff schwitz1



      Beeindruckend finde ich den Größenvergleich von Hinterreifen und Motor:



      Jetzt baue ich aber keine Vorderreifen, ich habe irgendwie Lust, mal ein Wenig am Chassis zu werkeln arbeit2
    • Weiter geht es mit der Konstruktion des Chassis. So langsam wird die Sache ein Riesenspaß, weil ich endlich mal das Auto langsam entstehen sehe. Das hier ist echt kein Hobby für Ungeduldige, von denen ich leider einer bin grummel Aber es ist eine gute Geduldsübung und das Ergebnis belohnt einen ja auch jedes Mal ja 1



      Die Konstruktion des Autos aus drei Kästen (Seitenkasten links, Cockpit/Motor/Getriebe/Tankkasten, Seitenkasten rechts) verläuft sehr ähnlich dem Bau des Renault RE 20 Ich bin mir jetzt nur nicht sicher, ob das daran liegt, daß die Bausätze vom gleichen Auto kommen. Es sieht mir aber eher danach aus, als seien Ende der Siebziger-/Anfang der Achzigerjahre wirklich solche Kastenkonstruktionen zum Einsatz gekommen. Wenn man sich Originalfotos der Rennwagen aus dieser Zeit anschaut, sieht diese These auch recht vertretbar aus. Wie dem auch sein, bei mir kommt jetzt wieder dieses "Mechanikergefühl" beim basteln auf arbeit2



      Ich habe hier mal die zukünftige Position des Motors hinter dem Tank veranschaulicht. Irgendwie schleife ich den Motor jetzt durch fast jedes Foto durch foto1 Er eignet sich aber auch einfach gut dazu, ein paar Dinge sichtbar zu machen.



      Der Fußraum mit Armaturenbrett und Andockstationen für die Vorderradaufhängung wird separat konstruiert (Fummelalarm!!!) und...



      ...in den Chassiskasten eingeklebt (noch mehr Fummelalarm!!!). Vorne habe ich das ganze erstmal offen gelassen, weil ich glaube, daß ich zur Montage des Lenkrades da nochmal mit der Pinzette rein muß. Aber dazu später mehr...
    • Als Nächstes habe ich den Fahrersitz gebaut. Manchmal sitzt man ewig lange vor so einem Bauteil und hat keine Idee, wie genau das überhaupt zusammengebaut wird. Hat man es erstmal kapiert, wird es dann plötzlich ganz einfach brüll1 Es müssen für den Tyrrell auch einige Teile aus Fremdmaterial gebaut werden, beispielsweise die Stoßdämpfer, die ich aus Zahnstochern und einem Draht aus dem Biegeverschluß einer Kaffeetüte baue (Die Papiervariante natürlich, die Teile aus Plastik kriegt man ja in drei Jahren nicht zerlegt MG1 ) Hätte ich einen gescheiten Seitenschneider zur Hand, könnte ich einfach den Draht auf den schwarzen Zahnstocher wickeln und mir die einzelnen Dämpfer zuschneiden. Aber anstatt in anständiges Werkzeug investiere ich andauernd in Bastelbögen. So habe ich das Ganze ziemlich viel umständlicher konstruiert, die Größe der Federn paßt aber glücklicherweise am Ende arbeit2



      Nach der Stoßdämpferaktion kam die Cockpitumrandung an die Reihe. So langsam nimmt das Ganze Form an. Die beiden Ringe des Lenkrades habe ich jeweils auf 0,3 mm Pappe geklebt, anschließend zusammengebacken und dann das Innenteil so eingepaßt, daß man auch sieht, daß es schmaler gebaut ist. Als Lenkstange muß mal wieder ein geschwärzter Zahnstocher herhalten.



      Damit das Lenkrad später im Cockpit auch Halt hat, habe ich einen kleinen Eigenbau entworfen. Im Prinzip ist es auch genauso vom Autor geplant, allerdings ist das Bauteil im Bogen viel zu dünn für einen durchgesteckten Zahnstocher. Meinen Scratch-Papierring habe ich dann mit ordentlich Kleber auf die Lenkstange gepappt, den Abstand vom Armaturenbrett zum Lenkrad habe ich mal frei nach Augenmaß festgelegt. Was das genau taugt, wird man erst sehen, wenn die Karosserie fertig ist.



      Schließlich habe ich noch den Gurt und die Pedale (die zu sehen später absolut unmöglich sein wird) zum Einbau vorbereitet, woraufhin ich eine zündende Idee für die Befestigung des Lenkrades hatte hüpf1 Vom Williams FW 09 B hatte ich noch so einen komischen Luftkühler übrig, keine Ahnung wo der mal hinsollte, aber das ist ja hier auch ein anderer Baubericht kippe1



      Das Teil habe ich dann jedenfalls durch den noch offenen Fußraum von innen oben eingeklebt und da die Lenkstange nochmal angepappt. So klebt das Lenkrad jetzt an zwei Punkten, wodurch die Stabilität ausreichend sein sollte. Und ein Bißchen Offsetdruck steckt jetzt auch in diesem Modell happy1 Schließlich habe ich noch den Gurt montiert...



      ...und den Fußraum schlußendlich geschlossen. Das war dann mal wieder ein ganz übles Gefummel zum Abschluß. Garantiert war das vom Erfinder anders gedacht, aber so hatte ich wenigstens die Möglichkeit, das Lenkrad ausreichend zu befestigen.


      So, fürs Erste reicht's mir mal wieder schwitz1
    • danke1 nochmal, Martin und Harry für eure ja 2 im vorletzten Beitrag. Hatte ich im Eifer des Gefechts ganz vergessen.

      Eigentlich wollte ich jetzt die Seitenkästen bauen, aber der tschechische Baubericht, den ich zur Orientierung nebenher verwende (papirove-modely.cz/velkynahled/167882) zeigte mir, daß es vielleicht vernünftiger ist, erstmal die obere Partie der Vorderradaufhängung zu bauen. Also habe ich das dann mal vorgezogen.



      Bei diesem Auto werde ich definitiv keinen Ärger mit einer labberigen Vorderradaufhängung haben, statisch ist das alles gut durchdacht, wie ich finde.




      Nicht so ganz durchdacht finde ich den Einfall, daß ich die kleinen Karosserieteile unter der Radaufhängung auf Kante kleben soll. In Ermangelung Selbiger habe ich mal, mithilfe meines Schokoladenkartons dafür gesorgt, daß überhaupt eine Kante existiert. Dann ließ es sich auch gut an die durch eine Markierung kenntlich gemachte, vorgesehene Stelle kleben.



      Ich denke, mit der Karosserie wird es später noch Schwierigkeiten geben ausguck1


      Als Nächstes kommen aber jetzt erstmal die Seitenkästen arbeit2
    • Die Kombination aus dem Schwierigkeitsgrad des Modells, der blödsinnigen Idee, ein Kartonmodell mit einem Laserdrucker zu Papier bringen zu wollen, meiner motorischen Unfähigkeit und der konzeptionell übermotivierten Konstruktion des Modellbaubogens hat mich an den Punkt gebracht, an dem ich jetzt dieses Projekt in die Mülltonne verabschiede. Möge mir das nächste Modell besser gelingen. Scheißding MG1 MG1 MG1







    • Neu

      Hallo Daniel,

      schade! Siehst Du so große Probleme, dass der jetzige Bauzustand den Weiterbau als Übungsobjekt behindern würde? Ich darf eigentlich nicht schimpfen, da ich auch schon etliche Ruinen entsorgt habe, aber es interessiert mich einfach.

      Viele Grüße, Martin
      Lebe so, dass sich Deine Bekannten langweilen werden, wenn Du verstorben bist!
      Meine Machwerke

      03.11.2018 fertig: Mal wieder ein 2CV... happy1
      Nächstes Projekt: Wartet´s einfach ab...
    • Neu

      Hallo Martin,

      auch ein Übungsprojekt möchte ich mir, wenn es fertig ist, ganz gerne in die Vitrine stellen. Und dazu war der Tyrrell überhaupt nicht mehr geeignet. Ich habe schon beim Bau der Seitenkästen gemerkt, daß der Punkt, an dem sich zu viele kleine Ungenauigkeiten summieren, bereits überschritten ist. Ich habe dann noch die Cockpitumrandung gebaut, da sie eigentlich bei jedem Formel-1-Auto eines der kompliziertesten Teile ist und ich hier noch großen Übungsbedarf habe. Und dann konnte ich mich nicht dazu motivieren, noch geschätzte zwei Wochen in ein Projekt zu stecken, daß ich bereits jetzt innerlich verabschiedet habe. Trotzdem hat mir das Modell einige wichtige Erkenntnisse über den Autor, seinen Stil und die damit verbundenen Herausforderungen geliefert. Ist halt so, ab und zu geht mal ein Modell den Bach runter. Erst recht, wenn man erst seit ungefähr einem halben Jahr wieder bastelt krank1 Ich hoffe mal, daß sich dieser Zustand durch exzessives Modellbauen sukzessive verbessert, oder so ähnlich kippe1

      Gruß,

      Daniel.