Kreuzer Askold skaliert auf 1:250 Oriol

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    • Kreuzer Askold skaliert auf 1:250 Oriol

      Hallo Freunde,
      manchmal mag es so aussehen, als baute ich kreuz und quer, aber teilweise steckt dahinter auch der Plan, gewisse Serien von Schiffen nebenenander präsentieren zu können. Die erste dieser in Gedanken geplanten Serien möchte ich nun komplettieren. Die sogenannte Viererkette wird mit dem Askold komplettiert. Ich verbaue hier den Bogen von Oriol. Konstrukteur ist Alexander Kustow, von dem ich schon verschiedenen Bögen verbaut habe. Man kann einen fein detaillierten Bogen mit ordentlicher Paßgenauigkeit erwarten. Die Bauanleitung hätte, das kann man schon sehen, durchaus noch Luft nach oben.




      Meine Untaten

      Wenn Regierungen versprechen, sich an die Regeln zu halten, und sie dann absichtlich verletzen, ist das kein Unvermögen. Das ist Betrug!
      (Hans-Werner Sinn)
    • So soll der Askold später einmal aussehen. Bei mir wird er aber al Wasserlinienmodell auftreten (Bild 1). Da meine Flotte im Maßstab 1:250 gehalten ist, muß sich auch der Askold anpassen. Die Skalierung auf 80% hört sich nicht dramatisch an, zeigt sich aber in der Realität durchaus spürbar (Bilder 2 und 3).




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      (Hans-Werner Sinn)
    • Vor dem Beginn sind einige Bogenteile auf stärkere Pappe aufzuziehen. Im Bogen wird 1mm Finnpappe angegeben. Da ich herunterskaliere, würde das zu massiv. Die etwas dünnere Graupappe, die Power Tom besorgt hat, ist da genau richtig. Der Modellkarton, auf den ich ausdrucke ist auch etwas dünner als die Pappe, auf die der Bogen gedruckt ist, so daß das passt.
      Mehrere Bögen sind auf dünnem Papier gedruckt. Für die Spanten drucke ich auf 80g. Papier aus, die farbigen Teile werden auf 100g Papier ausgedruckt.


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      (Hans-Werner Sinn)
    • Nun erst einmal zur Geschichte. Der Zar bestellte vier geschützte Kreuzer bei vier verschiedenen Werften und stellte in Aussicht, daß bei Gefallen nachbestellt würde.
      Da traten die Amerikaner mit dem Wariag an, die wohl das bekannteste Schiff aus diesem Quartett ist, die Franzosen mit dem Bajan.
      Der Bogatyr wurde bei Vulcan in Stettin bestellt und der Askold bei Germania in Kiel.
      Als Sieger ging der Bogatyr hervor, es wurden drei weitere Schiffe dieses Typs gebaut.
      Der Askold war ein besonders eleganter Entwurf, der mit einer Geschwindigkeit von über 23 Konoten für die damalige Zeit unheimlich schnell war. Sein besonderes Markenzeichen waren die fünf schlanken Schlote.
      Er kämpfte im russisch japanischen Krieg in nicht mehr so schickem schwarz (Bild 2), Durch seine Schnelligkeit überstand er die Schlacht und überlebte den WK I. Zum Ende wurde er bei einer Operation der Briten und Franzosen beschlagnahmt und der britischen Flotte eingegliedert, die mit dem Schiff aber so recbt nichts anfangen konnte. Eigentlich war den weißrussischen Truppen die Übergabe versprochen worden, doch hielt man sich nicht daran. Die Briten boten dann den Sowjets die Rückgabe des Schiffes gegen Erstattung der Überführungskosten an, doch winkten die roten Kommissare ab. Und so wurde dann das Schiff 1922 zum Abwracken nach Deutschland verkauft.


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    • Das Spantengerüst ist bei Alexander Kuztow immer etwas verwirrend. Erfreulich ist, daß der mögliche Bau zu Wasserlinie auch konstruktiv berücksichtigt wird. Die Verbindund der drei Grundplattenteile soll durch das darüber gebaute Spantengerüst erreicht werden. Mir ist das etwas zu fragil. Deshalb spendiere ich Klebelaschen.(Bild 1)




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      (Hans-Werner Sinn)
    • Ich habe beim Deck zuerst das Bug und Heckteil aufgeklebt. Durch die im Spantengerüst integrierten Kreuzmarkierungen ist das Postionieren gut möglich. Das mittlere Teil saß allerdings nicht spannungsfrei. Ich habe daher beim Übergang zum achteren Deck ca. 0,5mm weggeschnitten und dann passte es (Bilder 1 und 2). Mit den Übergängen der einzelnen Decksteile an den Seiten bin ich nicht zufrieden (Bild 3). Das Unterkleben von Laschen half das Problem zu beheben (Bild 4).




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    • Hallo Kurt,

      das geht ja flott zu Sache bei dir!

      Diesen Ärger mit den Übergängen hatte ich früher auch immer, ich bin dann dazu übergegangen, alle Teilstücke des Decks auf eine lange Pappe zu kleben. Das erschwert zwar die Montage etwas, weil man ein Riesenteil auf einmal verkleben muss, aber die Übergänge sind dann glatt.

      Curmudgeon
    • Hallo Roland,
      ich denke, daß die "Akrivisten" sich in dem Fall eine Besetzung des Schiffs wohl überlegt hätten. Schlote standen in der damaligen Zeit für die Leistungsfähigkeit des Schiffes. Kapitäne ließen daher zuweilen vor Hafenbesuchen falsche Schornsteine aufstellen. Im Fall des Askold wurde der durch die fünf Schornsteine erweckte Eindruck durchaus real untermauert.
      Hallo Holger,
      Hallo Gerd,
      Hallo Dieter.
      schön Euch dabei zu haben.
      Hallo Lars,
      das ist sicher eine gute Lösung.
      LG
      Kurt

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      (Hans-Werner Sinn)
    • Der erste Eindruck nach dem Durchblättern der grafischen Bauanleitung ist, daß da noch reichlich Raum für Verbesserungen wäre. Dies bestätigt sich beim Fortschreiten des Baus.

      Aber da ist ja noch eine textliche Anleitung!!!! klasse1
      Hier zwei Kostproben:
      ----
      Im Falle der Benutzung des Klebers auf der Wassergrundlage als PVC ist es nötig, die besondere Aufmerksamkeit auf die Warnung der Deformation der Blätter zu wenden: der Kleber wird nur auf die Pappe aufgetragen, das geklebte Paar die Pappe - Papier reist unter dem Pressen sofort ab und wird dort bis zu dem vollen Verschwinden der Empfindung der Feuchtigkeit ertragen.

      ---
      Die Verschalung des Überwasserteils des Schiffsrumpf wird ähnlich unterwasser - ränderieren von dem Hauptspan zu den Enden zur Nummerierung erfüllt
      ---

      Die englischsprachige Fassung der Bauanleitung ist ähnlich klar. Ich vermute, daß da ein veraltetes Übersetzungsprogramm bereits bei der Übertragung aus dem Russischen ins Polnische den Salat fabriziert hat. Inzwischen gibt es ja Übersetzungsprogramme, die sehr leistungsfähig sind.
      Auf jeden Fall ist die deutschsprachige Anleitung keine wirkliche Hilfe.

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      (Hans-Werner Sinn)
    • Hallo Kurt,

      das ist wirklich ein attraktives Schiff und mit fünf Schornsteinen sehr imposant.
      Wenn man genau dieses Schiffchen haben will, ist es der richtige Bogen, augenbraue1 auch wenn die Anleitung les 2 etwas dürftig ist.
      Am Wichtigsten beim Bauen ist, das man es schaffen will schwitz1 .

      Und du schaffst es, da bin ich mir sicher. hurra1

      Viele Grüße,
      Udo
    • Gerd schrieb:

      klingt ja etwas schlüpfrig.
      Das kann man so sehen, isbesondere, da das geklebte Paar unter dem Pressen sofort abreist.
      Ich habe noch nicht die komplette Anleitung gelesen, doch hat das, was ich gelesen habe, mich königlich amüsiert.
      LG
      Kurt

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    • Hallo Kurt,
      der Askold war mein erster Bogen aus dem Oriel-Verlag. Die sehr amüsante aber nicht zielführende deutsche Bauanleitung war für mich damals der Anlaß, mich an Michail Oriel zu wenden, so ungefähr mit der Botschaft: "Der Bogen ist prima, die Druckerschwärze für die deutsche Bauanleitung hättest du dir sparen können". Da ich nicht nur nörgeln wollte, habe ich für Oriel danach 2 Jahre lang Bauanleitungen ins Deutsche übersetzt. Der Lohn war ein Gratisbogen pro Übersetzung. Übersetzungen mache ich nicht mehr, das tut wohl ein (leicht) verbesserter Sprachcomputer, aber durch diese Geschichte sind Michail und ich Freunde geworden...
      Ignoriere die textliche Bauanleitung (oder lies sie dann, wenn du mal wieder was zum Lachen brauchst), die Skizzen sollten bei deiner Erfahrung ausreichen, um ein tolles Modell zu bauen.

      Viele Grüße
      Hans-Jürgen
    • Bei allem Amusement über die deutsche Bauanleitung wurde auch gebaut. Da die grafische Bauanleitung relativ willkürlich geordnet ist, baue ich in einer mir angemessen erscheinenden Reihenfolge.
      In die Öffnungen im Deck sind Boxen für die Niedergänge einzulassen. Der Nummernfolge nach kommen sie sehr viel später dran. Meine Erfahrung ist aber, daß die Dinger selten passen und auf einem leeren Deck kann ich die eventuell nötigen Anpassungen leichter vornehmen (Bild 1).
      Nee, sie passen wirklich nicht (Bild 2). Die Ausschnitte müssen um ca. 1mm verlängert werden. Das führt bei den beiden nebeneinander liegenden Niedergängen zwar zu einer leichten Verschiebung der Symetrie (Bild 3), wird aber wohl später nicht so sehr auffallen,
      Und nun kann man die Boxen hineinfriemeln (Bilder 4 bis 6).






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    • Hallo Kurt,

      sieht sehr gut aus.

      Baust du die Niedergänge auch gleich ein? Jetzt wo die Bordwände noch nicht dran sind hättest du zumindest die Möglichkeit von rechts oder links das untere Ende der Niedergänge auszurichten. Nachher mit den Bordwänden sicherlich so nicht mehr möglich. Aber vielleicht auch nicht unbedingt erforderlich.

      Grüße

      Jürgen
      Servus aus der Oberpfalz

      "Bass'd scho" (Lokale philosophische Grundregel)
    • Hallo Juergen.
      da die Boxen geschlossen sind, ist ein Ausrichten der Niedergänge von unten nicht möglich. Ich werde sie aber recht bald einbauen, da es auf dem Hauptdeck recht bald schon sehr eng zugehen wird und da ist ein ungehinderter Zugriff von oben doch sehr wünschenswert.
      LG
      Kurt

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      (Hans-Werner Sinn)
    • Die Spantenkonstruktion führt dazu, daß in der Grundplatte ein paar Löcher sind (Bild 1). Auf die Stabilität wirkt sich das nicht aus, ggf. werde ich dem Modell am Ende noch eine "Schuhsohle" verpassen. Dazu muß ich mir den Bogen mit den Grundplattenteilen nur nochmals ausdrucken.
      Bei den Bordwänden gibt es den Alptraum des Modellbauers, pro Seite sind es sechs Segmente! Wenn ich nach der Numerierung der Bauteile ginge, müsste ich in der Mitte anfangen und mich dan zum Heck und Bug voranarbeiten. Das ist mir aber zu riskant. Sollten Ausgleichungen nötig werden, kann ich das im Mittelteil besser als am Bug oder Heck.
      Daher erst einmal den Bug (Bild 2) und dann das Heck verkleidet (bild 3).




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      (Hans-Werner Sinn)
    • Freischwebende Stöße bei den Bordwandsegmenten sind nicht mein Ding, daher gibt es zusätzliche Klebelaschen (Bild 1). Da mein Drucker keine Metallicfarben druckt, werden die Umrandungen der Bullaugen manuell gemalt.
      Es passt erfreulicherweise recht gut, lediglich an Backbord ist ein mir nicht erkärlicher feiner Spalt entstanden, der aber leicht auszugleichen ist (Bild 2).
      Und num sind die Bordwände dran (Bild 3). Ich denke, daß man nun schon erkennen kann, welch elegantes Schiff der Askold war.

      .


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      (Hans-Werner Sinn)
    • Servus Kurt,

      der Rumpf ist zu! Bis auf die kleine Spalte hat alles gut gepasst! beifall 1
      Wenn man den eleganten schmalen Rumpf so anschaut, dann wundert es einen nicht, daß der Askold zu seiner Zeit ein "schneller Hirsch" war.

      Liebe Grüße

      Wiwo
      In Bau: K.u.k.Tegetthoffklasse, GPM, 1:200 1:250 und 1:400
      Und hier: Alle meine Modelle


      "Es gibt viel zu viele Lautsprecher und viel zuwenig Kopfhörer!"
      Fritz Grünbaum, 1934
    • Die Kasemattengeschütze sind leider so konstruiert, daß eine geöffnete Darstellung der Kasematten der im Wege stehenden Spanten wegen nicht möglich ist. Bei der Verkleidung der Schwalbennester ist ein kliener Lapsus passiert. So kann man sie nicht ankleben (Bild 1). Man muß schon an jeder Ecke ein klenes Dekoltee spendieren, was aber leicht zu bewerkstelligen ist (Bild 2).
      Bei den Klappen stanzeich die Öffnung für das Geschützrohr aus. so habe ich später die Option, die Rohre stabil zu verankern (Bild 3).
      Ansonsten bauen sich die Kasematten problemlos (Bilder 4 bis 6).








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    • Servus Kurt,

      mit den Staukästen und den Kasematten schaut die Sache schon wesentlich kompletter aus! beifall 1

      @Hartmut: So hat man es uns eingetrichtert, ist aber eine rein deutschsprachige Spezialität. Seit 1938 auch in Österreich. les 3
      Wobei die kaiserliche Marine sehr wohl geschlechtsspezifische Artikel benutzte.
      Erst danach in der Reichs- und Kriegsmarine wurde das so festgelegt und in der Bundesmarine beibehalten.
      Wobei die Torpedisten sich auch nicht daran hielten und noch heute nicht daran halten.
      In der vor 100 Jahren vergangenen österreichischen Marine waren die Namen immer mit dem enstprechenden Artikel versehen - der Tegetthoff, der Kaiser Karl VI, die Kaiserin Elisabeth, die Viribus Unitis (Wahlspruch), die Zenta (Stadtname), usw.
      Im französischen, italienischen und russischen Sprachgebrauch ist es ebenso.
      Nur die Engländer haben es sich leicht gemacht. Dort ist es immer "the"!

      Darum rollt es mir jedesmal die Zehennägel auf und die (noch vorhandenen) Nackenhaare sträuben sich wenn jemand z..B. "DIE Panther" sagt.
      Da würde ich am liebsten die betreffende Person schüttel1 !!!!

      Liebe Grüße vom Prediger in der Wüste,

      Wiwo
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